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Der "kleine" Unterschied

Artikel vom 18.05.2017, 12:00

Studentinnen geben sich mit einem geringeren Einstiegsgehalt zufrieden als ihre männlichen Kommilitonen. Und noch ein paar frappierende Unterschiede finden sich zwischen dem männlichen und weiblichen Branchennachwuchs.

Für die Damen spielt die schiere Höhe des Gehalts eine geringere Rolle als für ihre männlichen Kommilitonen, und auch sonst gewichten sie die einzelnen Kriterien der Arbeitgeberwahl zum Teil deutlich anders als die jungen Herren der Immobilienschöpfung. Das zeigt die diesjährige Studentenbefragung der Immobilien Zeitung. Zwar stehen die Aufstiegsmöglichkeiten bzw. die Perspektiven im Unternehmen für beide Geschlechter auf Rang eins. Doch während diese bei den Männern ganz klar im Vordergrund stehen, liegt die Möglichkeit, eigenverantwortlich arbeiten zu können, bei den Frauen fast gleichauf mit den Karriereperspektiven.

Das Gehalt gewichten die Herren genauso stark wie Weiterbildungsangebote, beide Kriterien teilen sich bei ihnen Platz drei. Bei den Damen landet das Geld dagegen unter den Aspekten der Arbeitgeberwahl nur im Mittelfeld (Rang sieben). Nicht nur die Weiterbildungsangebote, die der Arbeitgeber ihnen macht, spielen für sie eine wichtigere Rolle. Auch die Unternehmenskultur, ein sicherer Arbeitsplatz und flexible Arbeitszeitmodelle wie Homeoffice, Teilzeitvereinbarungen oder ein Sabbatical werden von ihnen bei der Wahl des (ersten) Arbeitgebers stärker berücksichtigt als das Gehalt.

Die unterschiedliche Gewichtung der Bezahlung scheint sich im Bruttojahresgehalt, das die Befragten nach dem Studienabschluss von ihrem (künftigen) Arbeitgeber fordern wollen, zu bestätigen: Die 320 männlichen Befragten haben mit 49.608 Euro im Schnitt ein viel höheres Einstiegsgehalt im Kopf als die 228 Frauen. Diese wären schon mit 44.985 Euro zufrieden. Zudem rechnet die Mehrheit der männlichen Immobilienstudenten (61,2%) mit variablen, also von der eigenen Leistung bzw. dem Abteilungs-/Unternehmenserfolg abhängigen Vergütungsbestandteilen. Bei den Damen ist es die Minderheit, nämlich nur 43%.

Die Herren zeigen sich auch in einem anderen Punkt optimistischer: Während sich fast 94% der männlichen Befragten "sehr gute" (46,6%) oder "gute" (47%) Chancen auf einen direkten Berufseinstieg nach dem Studium attestieren, sind die weiblichen Teilnehmer in der Summe spürbar vorsichtiger in ihrer Einschätzung. Nur jede dritte (35%) Studentin sieht "sehr gute" Chancen für sich, sofort nach dem Studium einen Job zu finden. Insgesamt sind nur acht von zehn Studentinnen so zuversichtlich wie die meisten Herren. Immerhin eine von fünf Damen räumt sich selbst nur mittelprächtige Chancen ein. Sowohl von den Herren als auch von den Damen haben 72% noch keine Stelle, die er bzw. sie direkt nach dem Studium antreten könnte. Doch in zwei Jahren sehen sich 20% der Männer bereits auf einer leitenden Position, aber nur 14% der Damen.

Ein gewisser Geschlechterunterschied zieht sich auch durch diese Frage: Beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten einer Zusatzqualifikation? Von den Studentinnen, die berufsbegleitend studieren, wird nur jede Dritte finanziell von ihrem Arbeitgeber unterstützt. Bei ihren Kommilitonen, die sich on the job fortbilden, zeigt sich ein gänzlich anderes Bild: In dieser Gruppe tragen die Arbeitgeber in 55% der Fälle die Kosten komplett oder teilweise.

Auch in puncto Praktikumsvergütung haben die Herren mit 76% die Nase vorn. Bei den Damen haben nur 69% Geld für eine Tätigkeit als Praktikantin gesehen. Der Stundenlohn für ein immobilienspezifisches Praktikum liegt bei den männlichen Studierenden im Schnitt bei 8,68 Euro, während ihre weiblichen Pendants nur 7,65 Euro erhalten.

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