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IZ-Stipendium: Campus und Corona (7)

Karriere 29.07.2020
Wieder liegt eine Vorlesungswoche hinter uns. Wieder fand sie ausschließlich online statt. Dies ist die letzte Blockwoche vor den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit gewesen. Die ... 

Wieder liegt eine Vorlesungswoche hinter uns. Wieder fand sie ausschließlich online statt. Dies ist die letzte Blockwoche vor den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit gewesen. Die nächsten Veranstaltungen sind erst für den kommenden September geplant. In der Zwischenzeit gilt es mehrere Projekte zu bearbeiten.

Wir Studierenden sind froh, dass die Online-Vorlesungen nun fürs Erste hinter uns liegen. Über insgesamt vier Monate haben wir die Lerninhalte des Masterstudiums „Real Estate & Leadership" via Microsoft Teams vermittelt bekommen. Dazu gehörten neben den Modulen „Law & Tax", „Communications & Marketing" sowie „Project Development" die semesterübergreifend stattfindenden Module „Sustainability" und „Leadership".

Leider hat jedes Modul unter der nicht vermeidbaren Online-Lösung gelitten. Vor allem die allseits beliebten Gruppendiskussionen und Workshops sowie die Baustellenbesichtigungen und Vor-Ort-Termine haben wir schmerzlich vermisst. Auch die Präsentationsleistungen der einzelnen Studierenden gestalteten sich weitaus weniger aussagekräftig, da Mimik und Gestik in den Online-Meetings nicht vermittelt werden können.

Neben den universitären Veranstaltungen sind die monatlichen „Real Estate & Leadership Lounge" – Veranstaltungen entfallen, welche uns vor Corona nicht nur die Möglichkeit gaben, den aktuellen Impulsen der Immobilienbranche zu lauschen, sondern auch wichtige Networking-Gelegenheiten darstellten.

Auch wenn die Digitalisierung zunehmend Teil unseres Lebens wird, so hat uns Studierenden der persönliche Kontakt zu unseren Dozenten und zu einander stark gefehlt. Im Großen und Ganzen bleibt also festzuhalten, dass die Digitalisierung im Bildungsbereich viele Chancen bietet, gleichwohl die Folgen für das soziale Miteinander nicht außer Acht gelassen werden sollten. Schließlich ist auch die Vermittlung von Sozialkompetenz entscheidend für unsere berufliche Zukunft.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Corona stellt mein Studium auf den Kopf (6)

Karriere 02.06.2020
Es ist der 13. März 2020, an dem uns Studierenden per Mail die vorübergehende Einstellung des Präsenzbetriebes an der HSBA mitgeteilt wird. Was viele schon geahnt hatten, ist also eingetreten ... 

Es ist der 13. März 2020, an dem uns Studierenden per Mail die vorübergehende Einstellung des Präsenzbetriebes an der HSBA mitgeteilt wird. Was viele schon geahnt hatten, ist also eingetreten – kein Unterricht mehr an der HSBA! Wann der gewohnte und von allen geschätzte Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird, kann zu diesem Zeitpunkt keiner sagen.

Nichtsdestotrotz müssen die versprochenen Lerninhalte vermittelt werden – wenn nicht vor Ort, dann eben online. Die Digitalisierung ist damit nicht mehr nur ein Bestandteil des Studiums; sie bildet das unersetzbare Fundament.

Dieses Fundament ist an der HSBA in den letzten Jahren gelegt worden. Mit der Einführung von Microsoft Teams ist es gelungen, das Studium online abbilden zu können. Auch wenn die Studierenden diese Lösung zunächst kritisch betrachten, bietet die derzeitige Lage keine Alternative.

Drei Tage nach Bekanntgabe der Einstellung des Präsenzbetriebes findet unsere erste Online-Vorlesung statt. Der Dozent und die Studierenden treten pünktlich der Vorlesung bei und der Unterricht beginnt. Der Dozent kann seine Präsentation visuell zeigen, während alle Studierenden seinen mündlichen Ausführungen folgen. Für alle überraschend ist die tatsächlich problemlose Übertragung, die zuvor von allen Seiten angezweifelt worden ist. Auch die Audioqualität funktioniert einwandfrei.

Dennoch birgt die Online-Vorlesung einige signifikante Schwächen: Aufgrund der relativ hohen Teilnehmerzahl bleiben Gruppendiskussionen, die zuvor den Unterricht belebten, aus. Die von allen Studierenden geschätzten Workshops entfallen ebenfalls. Die Konzentrationskraft der Studierenden und auch der Dozenten lässt bereits nach wenigen Stunden nach.

Doch nicht nur der reguläre Unterricht muss fortgeführt werden, auch Klausuren stehen an. Da jedoch eine Vergleichbarkeit der Gegebenheiten (d.h. der Schummel-Möglichkeiten) online nicht überprüfbar ist, finden die Klausuren unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften vor Ort statt. Unter Auflagen wie dem Tragen einer Schutzmaske, speziell gekennzeichneten Laufwegen, Eintragungen in Listen, noch mehr Listen und noch viel mehr Desinfektionsmittel kann die Klausur schließlich geschrieben werden. Ergebnis offen.

Trotz der genannten Schwächen der Online-Vorlesung und der Umstände während der Klausurenphase sind wir Studierenden dankbar über die Möglichkeit den Unterricht und die Examen in Zeiten von Corona wahrnehmen zu können. Das ist nicht selbstverständlich! Ein besonderer Dank geht daher an das gesamte Team der HSBA.

Mirko Tinz