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Wen die großen Maklerhäuser suchen

Auf dem IZ Karriereforum knüpfen Immobilienunternehmen erste Kontakte zu Berufseinsteigern.

Auf dem IZ Karriereforum knüpfen Immobilienunternehmen erste Kontakte zu Berufseinsteigern.

Quelle: Career Pioneer, Urheber: Alexander Sell

Karriere 31.05.2024
Auf dem IZ Karriereforum und anderen Karrieremessen werben große Maklerhäuser für sich als Arbeitgeber. Sie suchen Nachwuchskräften, mit denen sie ihre Geschäftsfelder bespielen ... 

Auf dem IZ Karriereforum und anderen Karrieremessen werben große Maklerhäuser für sich als Arbeitgeber. Sie suchen Nachwuchskräften, mit denen sie ihre Geschäftsfelder bespielen wollen. Von den freien Stellen zielen dabei nur die wenigsten auf den klassischen Maklerberuf ab.

Rückläufige Deal-Zahlen auf dem schwachen Transaktionsmarkt haben sich in den vergangenen Monaten auf die Personalstrukturen großer Maklerhäuser ausgewirkt. Doch obwohl Top-Manager ausgetauscht und ganze Einheiten umstrukturiert oder zusammengestrichen wurden (siehe "Die fetten Jahre bei den Maklern sind vorbei"), buhlen die Unternehmen weiter um die Gunst von Nachwuchskräften, die sie bei ihrem Karrierestart für sich gewinnen wollen.

Für sie halten die Firmen, die sich als Immobiliendienstleister sehen, zahlreiche Angebote bereit. Bis zu 100 Jobs und Praktika sind ständig parallel bei CBRE besetzt, das entspricht etwa knapp 5% der Gesamtmitarbeiterzahl von rund 2.200 in Deutschland. Und das soll auch so bleiben, sagt Mike Schrottke, Head of People Deutschland. "Für das Jahr 2024 planen wir, unser Angebot an Stellen für Nachwuchskräfte weiter zu erhöhen, um den wachsenden Anforderungen unseres Unternehmens gerecht zu werden", kündigt er an. Allein 15 Stellenausschreibungen will das Unternehmen am 8. Juni an der Jobwall der Messe IZ Karriereforum in Frankfurt aushängen. Weitere finden sich auf der CBRE-Webseite, darunter Ausbildungs-, Praktikanten- und Werkstudentenstellen.

Doch um den Nachwuchs für einen Einstieg in eine Maklerfirma zu begeistern, müssen sich die Arbeitgeber aus dem Segment einiges einfallen lassen. Bei der diesjährigen Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung (IZ) haben nur 47 von 516 befragten Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, angegeben, am liebsten als Makler in die Branche einsteigen zu wollen. Das entspricht nur knapp über 3% der Umfrageteilnehmer von Hochschulen aus ganz Deutschland. Dass von diesen nicht einmal die Hälfte vorhat, drei Jahre oder länger im ersten Job zu bleiben, legt die Vermutung nahe, dass sie das Maklergeschäft vor allem als Einstieg in die Branche sehen. Eine weitere Interpretation: Sie möchten in Vermittler-Segment nur die Zeit zwischen ihrem Bachelorabschluss und einem spezialisierten Masterstudium überbrücken.

Nicht mal jeder Vierte möchte ein Trainee sein

Auf eine Traineestelle als vertiefende Ausbildung will sich nicht einmal jeder Vierte kommenden Immobilienprofis einlassen. Stattdessen schwebt den meisten (25) ein Direkteinstieg über eine Junior-Position vor. Drei Viertel sehen ihre Chance für diesen Weg als gut oder sogar sehr gut an. Darauf, wie viele feste Anstellungen in den kommenden Monaten angeboten werden, will sich allerdings aufgrund des derzeitigen Marktumfelds kaum ein Unternehmen festlegen.

"Grundsätzlich möchten wir in all unseren Bereichen die Möglichkeit für einen Direkteinstieg anbieten. Die genaue Anzahl hängt vom jeweiligen Bedarf im Laufe des Jahres ab", sagt etwa Stephan Domke, Deputy Head of HR bei BNP Paribas Real Estate. Ausgschrieben hat das Unternehmen momentan 14 Stellen, für die Studenten oder frische Absolventen infrage kommen. Nach diesen wollen sich die Mitarbeiter bis in den Herbst hinein auf Karrieremessen umschauen. Die Schwerpunkte der Suche liegen dabei auf Berufseinsteigern, die sich für eine Tätigkeit im Property- und Asset-Management interessieren.

Cushman & Wakefield sucht zwar deutschlandweit nach jungen Kandidaten für die Vermietung, will aber auch gezielt Nachwuchskräfte für die Abteilungen Project Development Services und Valuation rekrutieren, um diese Dienstleistungsangebote an den Standorten Frankfurt und Berlin zu erweitern. Dafür hält das Unternehmen Ausschau nach Immobilienkaufleuten und Absolventen von BWL-Studiengängen mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft.

Ganz klassisch in der Immobilienberatung werden also nur wenige Nachwuchskräfte gesucht, stattdessen wollen die Unternehmen ihre weiteren Geschäftsfelder aufstocken und diese mit Nachwuchskräften personell bespielen. Gute Chancen haben deshalb Generalisten, die sich erst im Laufe der kommenden Jahre auf einen beruflichen Schwerpunkt festlegen wollen und ihre Spezialisierung so den Bedürfnissen der Arbeitgeber anpassen können. JLL formuliert seine Erwartungen an Nachwuchskräfte so: "Es gibt keinen bestimmten Schwerpunkt, welcher besonders gefragt ist. Wir legen besonders auf den persönlichen Eindruck wert, und das Gesamtbild ist entscheidend."

Bis zu 100 Gespräche pro Messetag

Der Fokus der Nachwuchssuche liege laut dem JLL-Sprecher in diesem Jahr auf dem Transaktionsgeschäft im Bereich Capital Markets. In diesem Geschäftsfeld hat das Unternehmen aktuell drei Analyst-Rollen als Direkteinstieg zu vergeben. Weitere könnten im Laufe des Jahres folgen – ebenso wie Stellen für Praktikanten und Werkstudenten. Wenige Wochen vor dem IZ Karriereforum haben die Mitarbeiter schon mehr als zehn Kennenlerngespräche mit interessierten Besuchern fest ausgemacht. Mit 80 bis 100 Gesprächen rechnet das Unternehmen insgesamt für diesen Tag. Wobei die Vertreter am Stand davon ausgehen, dass während des Kennenlernens auf der Messe vor allem organisatorische Fragen zu Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten gestellt werden. Etwa 20 bis 25 nachhaltige Kontakte zu Interessierten sollen dabei entstehen, sodass im Nachgang der Veranstaltung über Telefonate genauer geschaut werden kann, wer tatsächlich für eine Stelle infrage kommt.

Mit einem ähnlichen Zulauf am Stand rechnet auch Savills. "Beim Karriereforum offene Positionen für Nachwuchskräfte werden in der Regel im Nachgang zu mindestens 80 Prozent besetzt", berichtet Jeanette Bußmann, Head of Talent Acquisition Germany, von den Messeerfahrungen aus den vergangenen Jahren. Von insgesamt zwölf studentischen Jobs sind in diesem Jahr zwar schon acht vergeben, doch bei dem Karriereforum in Frankfurt hat das Unternehmen zwei Stellen für einen Direkteinstieg im Gepäck. Beide spielen sich im Property-Management ab. Diesen Geschäftsbereich baut Savills neben den Sparten Facility-Management und Workplace Consulting seit etwa drei Jahren gezielt weiter aus. "Zudem planen wir zukünftige Positionen in den Bereichen Valuation, Corporate Finance, Agency und Financial Planning & Analysis", sagt Bußmann.

Sie und ihre Kollegen, die auf Messen als Ansprechpartner bereit stehen, sind auch auf kritische Gespräche mit den jungen Interessenten vorbereitet. "Wir gehen von Fragen zum aktuellen wirtschaftlichen Umfeld und der Wachstumsstrategie des Unternehmens im schwierigen Markt aus", sagt sie. Als Antwort halten die Savills-Mitarbeiter unter anderem Informationen zu den internationalen Aktivitäten des Unternehmens vor und verweisen auf die Unterschiede je nach Assetklasse. "Dementsprechend stellen wir hauptsächlich Kolleginnen und Kollegen in Bereichen ein, die derzeit viele Anfragen beziehungsweise eine große Pipeline haben und in denen wir mit positiven Ergebnissen rechnen", erklärt Bußmann.

Selbstverständlich schauen die Arbeitgeber ebenfalls genau hin, welche Nachwuchskräfte sie im Nachgang noch einmal kontaktieren. So sucht Savills vorzugsweise nach Absolventen von betriebswirtschaftlichen und technischen Studiengängen. "Aber vor allem muss die Person zu Savills und unserer Unternehmenskultur passen. Denn ein wichtiger Aspekt für uns ist der persönliche Match", betont Bußmann.

Um den Pool an passenden Kandidaten zu erweitern, sieht sich CBRE nicht nur unter Hochschulabsolventen um. "Seit 2022 haben wir unser Engagement verstärkt, insbesondere Talente mit abgeschlossener Ausbildung zu gewinnen", erklärt Personalchef Schrottke. "Hierfür haben wir innerhalb unseres People Teams eine spezielle Position geschaffen, die sich ausschließlich mit der Rekrutierung und Integration dieser Fachkräfte beschäftigt." Für Schrottke spiegelt diese Strategie das Bestreben des Unternehmens wider, ein "umfassendes und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Entwicklung und das Wachstum aller Mitarbeiter fördert". Derzeit seien im Unternehmen Mitarbeiter mit rund 120 verschiedenen Ausbildungs- und Karrierewegen beschäftigt. "Wir schätzen Quereinsteiger ebenfalls sehr, da sie durch ihre einzigartigen Perspektiven und Erfahrungen dazu beitragen, unsere Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern und zu erweitern", ergänzt er. Außerdem wolle das Unternehmen in der kommenden Zeit den Standort Stuttgart ausbauen. "Hier erweitern wir unser Angebot über den Bereich Building Consultary hinaus", kündigt er an.

Konkret bedeutet das, dass weitere Geschäftsfelder am Standort bedient werden sollen, wodurch absehbar weiteres Personal notwendig wird. Das Asset-Management zählt dabei schon länger zu den größeren Geschäftsfelder des Unternehmens. Das kommt den Nachwuchskräften bei ihrer Jobsuche zugute: In der Arbeitsmarktumfrage gaben immerhin 8,6% der Befragten an, sich für diese Sparte beim Berufseinstieg zu interessieren. Sie landet unter den beliebtesten Tätigkeitsfeldern auf dem dritten Platz, direkt nach der Projektsteuerung (12,6%) und der Projektentwicklung (13,8%).

Das IZ-Karriereforum 2024 findet am 8. Juni an der Goethe-Universität in Frankfurt statt.

Janina Stadel

Reuter soll C&W in Deutschland führen

Tina Reuter ist schon jetzt Mitglied des EMEA Strategic Leadership Teams von C&W.

Tina Reuter ist schon jetzt Mitglied des EMEA Strategic Leadership Teams von C&W.

Quelle: Cushman & Wakefield

Karriere 18.04.2024
Tina Reuter soll Insidern zufolge Deutschlandchefin von Cushman & Wakefield (C&W) werden. Damit würde sie Yvo Postleb nachfolgen, der im Winter sang- und klanglos das Maklerhaus ... 

Tina Reuter soll Insidern zufolge Deutschlandchefin von Cushman & Wakefield (C&W) werden. Damit würde sie Yvo Postleb nachfolgen, der im Winter sang- und klanglos das Maklerhaus verlassen hat.

Seit Anfang Dezember lässt C&W offen, wer die deutsche Tochter künftig führen wird. Im Winter hieß es auf Anfrage lediglich, Postleb werde "für einen längeren Zeitraum abwesend sein"; Tina Reuter, Head of Asset Services für Europa, solle "in seiner Abwesenheit vorübergehend die Verantwortung für Deutschland übernehmen".

Wie lange Postleb abwesend sein soll und ob er überhaupt wiederkommen wird bzw. wer ihm folgen soll – das sind Fragen, die C&W seit mehr als vier Monaten offen lässt. Ein Vakuum an der Spitze des Unternehmens mit 350 Beschäftigten. Noch wird Postleb auf der Internetseite von C&W als Managing Director Germany und Head of Germany geführt.

Jetzt aber ist aus gut unterrichteten Kreisen zu hören: Reuter wird den Chefposten übernehmen. Noch im April soll der Vertrag mit ihr unterschrieben werden. C&W bleibt dabei wortkarg. "Ich kann dies aktuell nicht kommentieren", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Immobilien Zeitung (IZ). Auch Reuter selbst wollte gegenüber der IZ keinen Kommentar abgeben.

Reuter ist derzeit als Executive Partner verantwortlich für die Leitung und Entwicklung des Asset-Services-Geschäfts in Europa, über das rund 32 Mio. qm Gewerbefläche verwaltet wird, das 14 Länder abdeckt und mehr als 1.350 Mitarbeiter beschäftigt. Als Mitglied des EMEA Strategic Leadership Teams von C&W ist sie zudem mitverantwortlich für die strategische Ausrichtung des Gesamtunternehmens in Europa. Reuter verfügt über mehr als 20 Jahre internationale, bereichsübergreifende Führungserfahrung in der Immobilienbranche. Seit 2013 ist sie für C&W tätig.

Im Februar hatte Reuter der IZ erklärt, sie wolle die Dienste bei C&W bündeln sowie das Angebot breiter und diverser aufstellen. "Neben unserem bisherigen Office-Fokus stärken wir auch die Bereiche Residential, Healthcare und Logistik", sagte sie. "Unser Fokus liegt – als Teil unserer globalen Strategie – auf drei Prioritäten: Stärkung des Kerngeschäfts, effiziente Arbeit und Beratung sowie nachhaltiges, organisches Wachstum." C&W sehe den mittel- und langfristigen Erfolg nicht in der Konzentration auf wenige Bereiche, sondern "in gesamtheitlichen Lösungen".

Mit Alexander von Erdély bei CBRE und Matthias Leube bei Colliers hatten neben Postleb im vergangenen Winter auch zwei andere Topmanager von großen Gewerbemaklern ihre Posten abgegeben.

Peter Dietz

Tina Reuter ist ab sofort Head of Germany bei Cushman & Wakefield

Tina Reuter ist ab sofort Chefin der deutschen Tochter von C&W.

Tina Reuter ist ab sofort Chefin der deutschen Tochter von C&W.

Quelle: Cushman & Wakefield

Köpfe 18.04.2024
Nun ist es offiziell: Tina Reuter ist ab sofort Head of Germany bei Cushman & Wakefield (C&W). Sie hatte das Amt schon im Dezember 2023 interimsmäßig von Yvo Postleb übernommen, ... 

Nun ist es offiziell: Tina Reuter ist ab sofort Head of Germany bei Cushman & Wakefield (C&W). Sie hatte das Amt schon im Dezember 2023 interimsmäßig von Yvo Postleb übernommen, der das Unternehmen verlassen hat.

In ihrer neuen Rolle ist Tina Reuter für die strategische Ausrichtung und die Geschäftsentwicklung von C&W in Deutschland verantwortlich, sie möchte die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiterentwickeln und umsetzen.

Sie wolle C&W „als One-Stop-Shop“ in Deutschland positionieren, sagt Reuter der Immobilien Zeitung. Das Unternehmen solle künftig nicht mehr nur als Maklerhaus, sondern als Anbieter ganzheitlicher Lösungen wahrgenommen werden.

Zudem will sie den Teamgedanken stärken. „Die goldenen Jahre liegen hinter uns, jetzt stehen Themen an, die mehr der Vernetzung bedürfen“, sagte Reuter. Mit interdisziplinären Teams könne man die Immobilie besser verstehen und kreativer denken. Das bringe Mehrwert ebenso für die Kunden wie für die Städte und die Gemeinschaft.

„Haben Finanzkraft und das Vertrauen der Banken“

Reuter betonte, C&W sei wirtschaftlich stabil. Durch Umschuldung und Rückzahlung von Darlehen habe man den Zinsaufwand reduziert. „Wir haben die notwendige Finanzkraft und das Vertrauen der Banken“, sagte Reuter mit Blick auf kommende Herausforderungen.

Die Diplom-Architektin und Master of Science im Bereich Business Administration hatte die Führung der deutschen Tochter bereits im Dezember 2023 interimsmäßig von Yvo Postleb übernommen.

Reuter verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Immobilienbranche und ist seit 2013 bei Cushman & Wakefield tätig. 2019 wurde sie als Executive Partner Mitglied des strategischen Führungsteams von C&W in der EMEA-Region und war hier vor ihrer Bestellung zur Head of Germany für das Asset Services-Geschäft in 14 Ländern mit mehr als 1.300 Mitarbeitern verantwortlich. Zudem ist sie Teil des EMEA-Gremiums für Diversität, Gleichheit und Inklusion sowie des ESG EMEA Councils.

Strategisches Denken in der neuen Rolle

„Tina Reuter leitete in unserem Unternehmen bereits wirtschaftlich äußerst erfolgreiche Teams, die gleichzeitig unsere Unternehmenswerte vorbildlich leben“, sagte Colin Wilson, Chief Executive EMEA bei C&W. „Aus der langjährigen engen Zusammenarbeit mit ihr weiß ich, dass sie Fokus, Organisation und strategisches Denken in ihre neue Rolle einbringen wird.“ Unter ihrer Führung habe das Geschäft mit Asset Services in Europa ein stetiges Margenwachstum erzielt.

„Ich möchte Yvo Postleb für seinen Beitrag danken“, sagte Wilson weiter. Er habe das Deutschland-Geschäft lange Jahre geleitet, durch die Pandemie geführt und die Dienstleistungspalette weiter ausgebaut.

Weltweit hat C&W rund 52.000 Beschäftigte in mehr als 400 Niederlassungen und 60 Ländern. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München mit etwa 350 Experten vertreten.

Peter Dietz

Tina Reuter wird wohl C&W in Deutschland führen

Tina Reuter soll Deutschland-Chefin von Cushman & Wakefield werden.

Tina Reuter soll Deutschland-Chefin von Cushman & Wakefield werden.

Quelle: Cushman & Wakefield

Köpfe 11.04.2024
Tina Reuter soll Insidern zufolge Deutschland-Chefin von Cushman & Wakefield (C&W) werden. Damit würde sie Yvo Postleb nachfolgen, der im Winter sang- und klanglos das Maklerhaus ... 

Tina Reuter soll Insidern zufolge Deutschland-Chefin von Cushman & Wakefield (C&W) werden. Damit würde sie Yvo Postleb nachfolgen, der im Winter sang- und klanglos das Maklerhaus verlassen hat.

Seit Anfang Dezember lässt C&W offen, wer die deutsche Tochter von C&W künftig führen wird. Im Winter hieß es auf Anfrage lediglich, Postleb werde „für einen längeren Zeitraum abwesend sein“; Tina Reuter, Head of Asset Services für Europa, solle „in seiner Abwesenheit vorübergehend die Verantwortung für Deutschland übernehmen“.

Wie lange Postleb abwesend sein soll und ob er überhaupt wiederkommen wird bzw. wer ihm folgen soll – das sind Fragen, die C&W seit mehr als vier Monaten offen lässt. – ein Vakuum an der Spitze des Unternehmens mit 350 Beschäftigten. Noch wird Postleb auf der Internetseite von C&W als Managing Director Germany und Head of Germany geführt.

Diesen Monat soll der Vertrag unterschrieben werden

Jetzt aber ist aus gut unterrichteten Kreisen zu hören: Reuter wird den Chefposten übernehmen. Noch im April soll der Vertrag mit ihr unterschrieben werden. C&W bleibt weiterhin wortkarg. „Ich kann dies aktuell nicht kommentieren", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Immobilien Zeitung (IZ). Auch Reuter selbst wollte gegenüber der IZ keinen Kommentar abgeben. Reuter ist derzeit als Executive Partner verantwortlich für die Leitung und Entwicklung des Asset-Services-Geschäfts in Europa, über das rund 32 Mio. qm Gewerbefläche verwaltet wird, das 14 Länder abdeckt und mehr als 1.350 Mitarbeiter beschäftigt. Als Mitglied des EMEA Strategic Leadership Teams von C&W ist sie zudem mitverantwortlich für die strategische Ausrichtung des Gesamtunternehmens in Europa. Reuter verfügt über mehr als 20 Jahre internationale, bereichsübergreifende Führungserfahrung in der Immobilienbranche. Seit 2013 ist sie für C&W tätig.

Im Februar hatte Reuter der IZ erklärt, sie wolle die Dienste bei C&W bündeln sowie das Angebot breiter und diverser aufstellen. „Neben unserem bisherigen Office-Fokus stärken wir auch die Bereiche Residential, Healthcare und Logistik“, sagte sie. „Unser Fokus liegt – als Teil unserer globalen Strategie – auf drei Prioritäten: Stärkung des Kerngeschäfts, effiziente Arbeit und Beratung sowie nachhaltiges, organisches Wachstum.“ C&W sehe den mittel- und langfristigen Erfolg nicht in der Konzentration auf wenige Bereiche, sondern „in gesamtheitlichen Lösungen“.

Peter Dietz

C&W baut Teams fürs Wohnen aus

Cushman & Wakefield will Investoren mehr Wohnimmobilien vermitteln.

Cushman & Wakefield will Investoren mehr Wohnimmobilien vermitteln.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Köpfe 25.01.2024
Der Immobilienberater Cushman & Wakefield (C&W) setzt an drei Standorten regionale Heads of Residential Investment ein. Die erstmalig geschaffenen Positionen hat das Unternehmen an ... 

Der Immobilienberater Cushman & Wakefield (C&W) setzt an drei Standorten regionale Heads of Residential Investment ein. Die erstmalig geschaffenen Positionen hat das Unternehmen an bestehende Mitarbeiter vergeben.

Um einen stärkeren Fokus auf das Segment Wohnimmobilien zu legen, strukturiert C&W die deutschen Residential-Teams im Investmentbereich in Berlin, Frankfurt und München um. Drei bestehende Mitarbeiter besetzen dabei die erstmalig geschaffenen Positionen als regionale Heads of Residential Investment. Marius Michael übernimmt die Rolle in Berlin, Simon Rothenbusch in Frankfurt und Alexander Blum in München. Sie sollen vor Ort mit ihren Mitarbeitern Investoren künftig tiefere Einblicke in die Märkte geben. Den regionalen Heads of Residential Investment steht Jan-Bastian Knod als Head of Residential Investment Germany vor.

„Deutsche Wohnimmobilien haben aus der Perspektive nationaler und internationaler Investoren hohes Wachstumspotenzial“, sagt Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany. „Gerade im aktuellen Marktumfeld streben Investoren die Diversifikation ihrer Portfolios in Richtung wohnwirtschaftlicher Nutzung an, da diese insbesondere auf der Nachfrageseite Stabilität und Wertsteigerungschancen bietet.“

Hohe Mieterquote macht Deutschland interessant

Deutschland sei bei Wohnimmobilien einer der Hauptzielmärkte institutioneller Investoren. Ein Grund sei die traditionell hohe Mieterquote hierzulande, die mit mehr als 50% den Spitzenwert in Europa bilde. Hinzukämen eine hohe Nachfrage für Wohnraum und eine stabile demografische Entwicklung, erklärt Kropf. 

C&W beschäftigt weltweit mehr als 52.000 Mitarbeiter in mehr als 400 Niederlassungen und 60 Ländern. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München vertreten.
Peter Dietz,Janina Stadel