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Sabine Nass wird CEO von Deutsche Teilkauf

Sabine Nass.

Sabine Nass.

Urheberin: Sabine Nass

Köpfe 04.08.2022
Die ehemalige Managerin der Deutschen Bank, Sabine Nass, verstärkt ab sofort das Führungsteam von Deutsche Teilkauf als CEO. Sie will das Wachstumstempo deutlich beschleunigen und dazu ... 

Die ehemalige Managerin der Deutschen Bank, Sabine Nass, verstärkt ab sofort das Führungsteam von Deutsche Teilkauf als CEO. Sie will das Wachstumstempo deutlich beschleunigen und dazu institutionelles Geld einwerben.

Sabine Nass (38) war über 15 Jahre bei der Deutschen Bank im Kapitalmarktgeschäft tätig und hatte dort zuletzt als Managing Director die europäische Leitung im Bereich Immobilienunternehmen inne. In dieser Funktion begleitete sie zahlreiche Kapitalmaßnahmen, etwa von Deutsche Wohnen und Vonovia, von Heimstaden, Howoge und Immofinanz. Bei Deutsche Teilkauf ergänzt Nass nun die Führungsebene aus Marian Kirchhoff und André Dölker, die beide Geschäftsführer bleiben. Nass selbst trägt dort die Jobbezeichnung CEO.

Das mögliche Volumen des deutschen Markts für die Verrentung und den Teilkauf von privaten Wohnimmobilien veranschlagt die ehemalige Bankmanagerin auf rund 300 Mrd. Euro. „Der Markt ist riesig, dabei gleichzeitig jung und unstrukturiert“, sagt Nass. „Großbritannien und die USA sind in dieser Hinsicht weiter. Ich sehe daher in Deutschland gewaltiges Aufholpotenzial.“

Verdoppelung der Transaktionen geplant

Rund 1.000 Transaktionen hat Deutsche Teilkauf auf diesem Markt bereits durchgeführt und dadurch ein verwaltetes Vermögen von 500 Mio. Euro aufgebaut. „Wir wollen in den kommenden zwölf Monaten nochmals rund 1.000 Transaktionen abschließen, was in etwa einer Verdoppelung des Wachstums, des Transaktionsvolumens und der Assets under Management entspricht“, erläutert Nass ihre Strategie. „Diese würden dann zur Jahresmitte 2023 rund 1 Mrd. Euro erreichen. Damit bauen wir das größte Portfolio an Einfamilienhäusern auf, das es in Deutschland gibt.“

Um das Wachstum zu finanzieren, will Nass ihr Netzwerk nutzen und institutionelles Geld einwerben, bevorzugt als Fremdkapital. Dazu will sie den Investoren maßgeschneiderte Produkte anbieten. Langfristig seien dabei im Grundsatz alle Kapitalanlageprodukte möglich. Einen Börsengang schließt die neue CEO zum Erreichen der vorgestellten Wachstumsziele allerdings vorerst ebenso aus wie die Emission einer Unternehmensanleihe in den kommenden zwölf Monaten.
Ulrich Schüppler

Holger Giese, Friedrich Munsberg und Dr. Ulrich Theileis in Aareal-Bank-Aufsichtsrat bestellt

Köpfe 17.01.2022
Im Dezember hat die Mehrheit der anwesenden Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Abwahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern der Aareal Bank gestimmt. Jetzt hat das ... 

Im Dezember hat die Mehrheit der anwesenden Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Abwahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern der Aareal Bank gestimmt. Jetzt hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main drei Nachfolger bestellt. 



Friedrich Munsberg, Holger Giese und Dr. Ulrich Theileis wurden vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der Aareal Bank bestellt. Die Bank hatte zuvor Beschwerde darüber eingelegt, dass das Amtsgericht Wiesbaden einen Antrag auf gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern zurückgewiesen hatte. Das Gericht hatte keine Dringlichkeit in dem Fall erkannt. 

Giese, Munsberg und Theileis folgen auf Marija Korsch, Christof von Dryander und Dietrich Voigtländer. Sie wurden im Dezember bei einer außerordentlichen Hauptversammlung von der Mehrheit der anwesenden Aktionäre abbestellt. 

Giese ist Rechtsanwalt und war bis 2020 Chefsyndikus der DB Privat- und Firmenkundenbank und General Counsel Private Bank Germany bei der Deutschen Bank. Davor trug er den gleichen Titel bei der Deutschen Postbank und war für die Deutsche Post und die Westdeutsche Landesbank tätig. Munsberg war 15 Jahre lang im Vorstand von Pfandbriefbanken, u.a. bei der Dexia Kommunalbank Deutschland, der Düsseldorfer Hypothekenbank und der Münchener Hypothekenbank. Theileis verantwortete zuletzt bis Ende 2021 mehrere Ressorts als stellvertretender Vorsitzender der L-Bank, Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank. Davor war er Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.
Janina Stadel

Reinhard Kutscher führt den Europa-Center-Aufsichtsrat

Reinhard Kutscher.

Reinhard Kutscher.

Quelle: Europa-Center, Urheber: Adele Marschner, Hamburg

Köpfe 03.08.2021
Prof. Dr. Peter Haller verlässt den Aufsichtsrat von Europa-Center. An seine Stelle tritt Dr. Reinhard Kutscher, der bisher sein Stellvertreter war. ... 

Prof. Dr. Peter Haller verlässt den Aufsichtsrat von Europa-Center. An seine Stelle tritt Dr. Reinhard Kutscher, der bisher sein Stellvertreter war.

Dr. Reinhard Kutscher übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat bei Europa-Center. Damit folgt er auf Prof. Dr. Peter Haller, der nach 16 Jahren das Gremium verlässt. Den Vorsitz hatte Haller 14 Jahre lang inne.

Der Wechsel wurde nach Aussagen von Europa-Center lange vorbereitet. Kutscher ist seit 2020 als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat. Frühere berufliche Stationen hatte der 1954 geborene Rechtswissenschaftler unter anderem bei der Deutschen Bank, der Deutschen Grundbesitz-Investmentgesellschaft und als Vorstandsmitglied bei Union Investment Real Estate AG. Von 2009 bis 2019 verantwortete Kutscher das gesamte Immobiliengeschäft der Unternehmensgruppe Union Investment als Vorsitzender der Geschäftsführung.

Zusammen mit Kutscher besteht der Aufsichtsrat bei Europa-Center nach dem Abschied von Haller aus vier Personen. Weitere Mitglieder des Gremiums sind Uwe Heinrich Suhr, der den stellvertretenden Vorsitz übernimmt, Lutz Basse und Carsten Franke.

Janina Stadel

Philipp Luckas

Philipp Luckas.

Philipp Luckas.

Urheber: Julian Böck

Karriere 27.05.2021
Student, Technische Hochschule AschaffenburgGeboren 1996. Kontakt: philipp.luckas@protonmail.comWerdegangPorzellanhandel (eigener Onlineshop). Praktikant Deutsche Bank Private Banking/Augusta ... 

Student, Technische Hochschule Aschaffenburg

Geboren 1996. Kontakt: philipp.luckas@protonmail.com

Werdegang

Porzellanhandel (eigener Onlineshop). Praktikant Deutsche Bank Private Banking/Augusta Kapital. Studentassistant for International Affairs to Prof. Dr. Alexandra Angress. Praktikant Edge Technologies. Praktikant Savills Corporate Finance - Valuation. Derzeit Student an der TH Aschaffenburg für den B.A. Internationales Immobilienmanagement.

Top-Projekte

Eigenes Nachhaltigkeitsprojekt bei Edge (Idee, Kalkulation, Pitch, Evaluation). Für den Verein SMRE Digitalisierung. Bei Coronaunites.de Lowtech-Digitalisierung kleiner Einzelhändler während des ersten Lockdowns.

Ziele

Ich will einen Platz finden, von dem aus ich mit meinen Fähigkeiten die Branche nachhaltig positiv beeinflussen kann. Eine wichtige Rolle soll die Digitalisierung/Technologisierung spielen. Hier ist es mir jedoch besonders wichtig, nicht die Spaltung zwischen Digital Natives und Non-Digital Natives zu befeuern, sondern gemeinsam Lösungen zu finden.

Motivation als MAT

Mit den MATs möchte ich das Containerschiff Immobilienwirtschaft bewegen. Am besten so, dass es sich manövrieren lässt wie ein Jetski (aber mit E-Motor). Das Schiff muss keine großen Wellen schlagen, aber es sollte agiler, moderner und nachhaltiger sein. Konkret: Impulse für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung geben.

Ethische Grundsätze

Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Eigenverantwortung für mein Handeln. Jeden mit Respekt und Höflichkeit behandeln. Meinen Berufsstand stets auf professionelle und positive Weise vertreten (privat und geschäftlich). Bestmögliche Beratung des Kunden als Standard.

Netzwerke und Mitgliedschaften

1. Vorsitzender Verein Students meet Real Estate an der TH Aschaffenburg. Leiter Kommunikation coronaunites.de (bis Juni 2020). ULI Studentmember. gif Studentmember. RICS Studentmember.

Thomas Porten

NPL-Spezialisten sind sehr selten

Es wird mehr faule Äpfel geben - die Frage ist nur, wie viele.

Es wird mehr faule Äpfel geben - die Frage ist nur, wie viele.

Quelle: imago images, Urheber: blickwinkel

Karriere 15.04.2021
Auch wenn die Banken es nicht gern hören: Noch stemmt sich der Staat gegen die große NPL-Welle. Doch wenn der Deus ex machina sich wieder zurückzieht, wird sich der Schleier über das ... 

Auch wenn die Banken es nicht gern hören: Noch stemmt sich der Staat gegen die große NPL-Welle. Doch wenn der Deus ex machina sich wieder zurückzieht, wird sich der Schleier über das wahre Ausmaß der Verheerung heben. Durch Mietausfälle, Leerstände und Insolvenzen dürften dann auch mehr gewerbliche Immobilienkreditnehmer in Schwierigkeiten geraten. Sprunghaft steigen wird dadurch auch die Nachfrage nach NPL-Spezialisten. Diese aber sind nach zehn Jahren Immobilienboom eine seltene Spezies.

Kreditausfälle kennen die Banken dank galoppierender Immobilienpreise und Dauerniedrigzinsen praktisch nur noch vom Hörensagen. Spezialisten für Non-Performing Loans konnten die Geldhäuser daher guten Gewissens abbauen und/oder in andere Abteilungen verschieben. "Die meisten Institute haben ihre NPL-Teams sehr stark verkleinert. Seit der Finanzkrise sind ja auch ein paar Jahre ins Land gegangen …", konstatiert Torsten Hollstein, Geschäftsführer des Asset-Managers und Kredit-Servicers CR Investment Management.

NPL-Investoren wie Hollstein warten schon seit Herbst auf Gelegenheiten. Die Liquiditäts- und Kreditprogramme der KfW, die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und das Kurzarbeitergeld haben Kreditausfälle im größeren Stil jedoch bis dato verhindert. Laut einer Umfrage der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) sind die NPL-Bestände der Kreditinstitute in der gewerblichen Immobilienfinanzierung im Corona-Jahr 2020 sogar in mehr Häusern geschrumpft (24%) als gestiegen (14%).

Doch die Zeiten werden günstiger für Hollstein & Co. Für die kommenden zwölf Monate rechnet praktisch keine Bank mehr mit rückläufigen NPL-Beständen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung. Dagegen erwarten 38% mehr Sorgenkinder. Faule Kredite verkaufen oder ins externe Servicing geben wollen in den kommenden zwölf Monaten 22% der von der BKS befragten Institute (gegenüber nur 4% im vergangenen Jahr). Zudem gehen 29% - und damit dreimal mehr als für 2020 - von sinkenden Preisen bei NPL-Verkäufen aus. Die NPL-Quote im Bereich gewerblicher Immobilienkredite sehen die befragten Risikomanager der Banken von 1,7% im vergangenen Jahr über 2,5% in diesem auf 3,1% im kommenden Jahr klettern.

In der Realität werden die Banken oft von den Ereignissen überrumpelt. "Es ist ja nicht so, dass der Kreditnehmer seine Bank lange im Voraus schonend auf die Situation vorbereitet", sagt ein Kenner der Materie. Vielmehr würden Probleme so lange wie möglich auf die lange Bank geschoben - "und dann kommt ein spontaner Anruf des Kreditnehmers und plötzlich ist alles ganz schlimm". Die Teams, die die Kuh wieder vom Eis holen sollen, müssen dann ebenso spontan zusammengestellt werden.

"Es ist zu erwarten, dass der Schwebezustand noch bis zur Bundestagswahl weiter durch staatliche Maßnahmen gestützt wird", sagt Antje Mertig, Managing Partner von Steinberg Real Estate Management, ebenfalls ein Spezialist für notleidende und leistungsgestörte gewerbliche Immobilienkredite und die dazugehörigen Immobilien. Auch die Finanzierer tun das Ihrige dafür, damit aus der Ruhe vor dem Sturm noch kein Sturm wird: "Aktuell auftretende Probleme werden nach unserer Kenntnis noch durch Prolongationen sowie Waiver von Covenants geheilt", berichtet Mertig.

Sicher, die Kreditausfallquoten befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau, nach der Finanzkrise haben die Banken ihre Beleihungsausläufe reduziert und also weniger Risiken in die Bücher genommen. Die üblichen LTVs zwischen 50% und 70% erscheinen als komfortables Polster. Von Ausfällen wären als Erste alternative Finanzierer wie Debt-Fonds oder Mezzanine-Kreditgeber betroffen, die in den vergangenen Jahren vermehrt Finanzierungslücken durch nachrangige Darlehen geschlossen haben. Und für etwaige Einschläge haben die Banken vorsorglich schon Rückstellungen gebildet.

"Doch ist die Grundlage für die Berechnung des LTV zuverlässig und stabil?", fragt Mertig rhetorisch. Der Anlagedruck habe zu Preisübertreibungen geführt, Annahmen über Mietentwicklungen und Exit-Preise würden oft immer unrealistischer, gibt Mertig zu bedenken. "Die Risikoneigung der Investoren ist stark gestiegen, um überhaupt noch eine Rendite gegenüber zinslosen Liquiditätsbeständen zu erzielen."

Auch die Investmentdienstleister geben mitunter Anlass zu Besorgnis: "Die stark gewachsenen Investmentmanager haben sich aufgrund der Incentivierung vorwiegend auf An- und Verkäufe konzentriert. Risiken wurden mit dem volumengetriebenen Wachstum nach unserem Eindruck teils ausgeblendet", stellt Mertig fest. Die Kreditinstitute haben dieses Spiel offenbar mitgespielt: "Nach meiner Einschätzung hat in der Konsequenz auch die Risikoaffinität der Banken zugenommen, um dem Druck durch das Niedrigzinsumfeld und alternative Finanzierer standzuhalten", sagt Mertig.

Mietausfälle und Risiken werden von Gewerbemietern auf die Vermieter abgewälzt und über diese in die Banken verlagert. Und selbst wenn die tatsächlichen Ausfälle begrenzt sein werden, so dürfte angesichts drohender Leerstände und Insolvenzen doch zumindest der Bearbeitungsaufwand für sanierungsbedürftige Kredite deutlich zunehmen - was auch schon mit einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach NPL-Spezialisten einhergeht. Diese aber sind nach zehn Jahren Immobilienboom eine seltene Spezies.

"Der Arbeitsmarkt für Sanierungsexperten ist ziemlich leergefegt", sagt Peter Axmann, der das Immobilienkundengeschäft bei der Hamburg Commercial Bank (HCOB) leitet. Der Grund: "In vielen Banken wurden in den letzten Jahren Restrukturierungsprozesse angestoßen, die zu Kostenreduzierungen und Mitarbeiterabbau führten." Dadurch sei eine mittelfristig ausgerichtete Personalentwicklung, zu der auch die Ausbildung junger Mitarbeiter gehöre, zu kurz gekommen.

Während die Banken noch Vorkehrungen für mögliche Problemkredite treffen, suchen Anwaltskanzleien schon nach geeignetem Personal im Bereich Restrukturierung/Sanierung mit Spezialkenntnissen im Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht sowie den auf rauer See nötigen Soft Skills und einem Verständnis für Sanierungspläne. Doch sie finden nur selten geeignete Leute.

Den Banken ist nicht bang vor NPLs

Die von der Immobilien Zeitung stichprobenartig befragten Banken betonen die Resilienz ihrer Immobilienkreditportfolios und die - zumindest potenziell - ausreichende Mannstärke. Berlin Hyp etwa beziffert den Anteil fauler Äpfel zum 31. Dezember 2020 auf 0,6%. Und selbst dieser geringe Prozentsatz rührt nicht etwa aus dem Corona-Jahr her: "Im Jahr 2020 haben wir keine pandemiebedingten Zahlungsausfälle verzeichnet", betont eine Sprecherin. Auch personell sieht sie ihr Haus gut gerüstet: "Die Mitarbeiter, die früher mit der Bearbeitung befasst waren, sind zum weit überwiegenden Teil noch immer in der Berlin Hyp beschäftigt und nehmen derzeit andere Aufgaben wahr. Im Zweifel könnte die Bank dieses Know-how kurzfristig wieder in entsprechenden Bearbeitungseinheiten bündeln."

Die Deka Bank räumt ein: "Die Corona-Pandemie hat seit Jahren erstmals wieder zu vereinzelten Leistungsstörungen bei Finanzierungen geführt." Weil die Summe notleidender Immobilienengagements aber immer noch über eine "sehr niedrige einstellige Anzahl" nicht hinausgehe, ist das Work-out-Team der Deka Bank derzeit nur mit zwei Spezialisten besetzt. Die Helaba betont ausdrücklich, ihren Personalbestand nicht auf "die historisch niedrige NPL-Quote" abgestimmt zu haben, konzediert aber "Optimierungen" hin zu einer "effizienteren Organisation". Mit Problemkrediten befasse sich ein Team mit einer "hohen mittleren zweistelligen Personalstärke".

Auch die Deutsche Bank versichert, die Anzahl der Mitarbeiter, die sich um notleidende Kredite kümmern, in den vergangenen Jahren "bewusst stabil gehalten" zu haben, "da davon auszugehen war, dass zum Zeitpunkt einer möglichen makroökonomischen Krise entsprechendes Fachpersonal am Arbeitsmarkt schwer verfügbar sein dürfte". Die Bayern LB hat die Kapazitäten zwar "an den reduzierten Bedarf angepasst", geht aber davon aus, einen "möglichen Mehrbedarf" in der Zukunft "intern decken" zu können, weil abgezogene Kräfte "in wesentlichen Teilen" in andere Assetklassen im Problemkreditbereich oder in andere Bereiche der Bank gewechselt seien.

Axmanns HCOB hat nach der Finanzkrise eine eigene Truppe für den Abbau milliardenschwerer Kredite aufgebaut. Deshalb "haben wir noch mehr Fachpersonal an Bord, als wenn wir diese HSH-Nordbank-spezifische Situation nicht gehabt hätten". Die Aareal Bank hat mit der Aareal Estate AG sogar einen Spezialisten für Problemfälle im Haus, der seine Dienste Dritten anbietet.

Hollstein gibt die Hoffnung derweil nicht auf. "Vielleicht ist das wie bei einem Tsunami: Das Wasser zieht sich zurück, alle laufen ins Wasser - und dann kommt die große Welle. Fallen die ersten Unternehmen, werden viele andere mitgezogen."

Harald Thomeczek

Thomas Schneider geht mit Finloop an den Start

Thomas Schneider zu Brickvest-Zeiten zu Besuch bei der Immobilien Zeitung.

Thomas Schneider zu Brickvest-Zeiten zu Besuch bei der Immobilien Zeitung.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Daniel Rohrig

Köpfe 18.01.2021
Ein Jahr nach seinem Aus bei der damals in die Insolvenz gerutschten Immobilien-Investmentplattform Brickvest hat Thomas Schneider als Co-Founder ein neues Fintech an den Start gebracht: ... 

Ein Jahr nach seinem Aus bei der damals in die Insolvenz gerutschten Immobilien-Investmentplattform Brickvest hat Thomas Schneider als Co-Founder ein neues Fintech an den Start gebracht: Finloop.

Harald Thomeczek