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Platz 6: ECE

Claudia Theisel, Director Peple & Office Management.

Claudia Theisel, Director Peple & Office Management.

Quelle: ECE

Karriere 11.07.2024
Das inhabergeführte Familienunternehmen ist international als Immobilien- und Investmentgesellschaft tätig und in allen Assetklassen unterwegs. ECE betreibt Shoppingcenter und ist ... 

Das inhabergeführte Familienunternehmen ist international als Immobilien- und Investmentgesellschaft tätig und in allen Assetklassen unterwegs. ECE betreibt Shoppingcenter und ist Projektentwickler für Hotels, Wohnprojekte und Logistikbauten und managt Fonds.

Immobilien Zeitung

Oops, they did it again!

Dierk Mutschler, Steffen Szeidl und Marc Schömbs (v.l.), Vorstand Drees & Sommer.

Dierk Mutschler, Steffen Szeidl und Marc Schömbs (v.l.), Vorstand Drees & Sommer.

Quellen: Drees & Sommer SE; Medaillen: stock.adobe.com, Urheber: Igor Link; IZ-Montage

Karriere 11.07.2024
Drees & Sommer hängt seine Konkurrenten als Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft zum zweiten Mal in Folge ab. CBRE und JLL verteidigen ihre Plätze zwei und drei aus dem Vorjahr. ... 

Drees & Sommer hängt seine Konkurrenten als Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft zum zweiten Mal in Folge ab. CBRE und JLL verteidigen ihre Plätze zwei und drei aus dem Vorjahr.

Mit dem Abschluss in der Tasche wollen Absolventen von Studienfächern aus der Immobilienwirtschaft vor allem erst einmal eins: Fest in den Job einsteigen und die Grundlagen für eine Karriere in der Branche legen. Das zeigt die diesjährige Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung (IZ), an der sich 516 Studenten, die kurz vor dem Ende ihres Studiums stehen, beteiligt haben. Das sind gut 100 mehr als 2023, als 413 Talente mitwählten. Zwei bis drei Praktika hat die Mehrheit von ihnen schon hinter sich. Auf ein konkretes Tätigkeitsfeld für den Berufseinstieg haben sich viele dadurch schon festgelegt.

Je größer das Spektrum an Einstiegsmöglichkeiten bei einem Arbeitgeber ausfällt, desto mehr Interessenten kann er deshalb als Bewerber anlocken. Und gleichzeitig sieht ein Großteil der befragten Studenten bei Unternehmen, die breit aufgestellt sind, auch die Möglichkeit, sich nach einigen Jahren im Beruf noch einmal umzuorientieren. Ohne dass sie dafür das Risiko eines Arbeitgeberwechsels eingehen müssen.

Genau diese Breite an Geschäftsfeldern katapultiert Drees & Sommer 2024 wie schon im Jahr zuvor auf Platz eins des IZ-Top-Arbeitgeber-Rankings. Es ist ein Sieg mit großem Abstand: Drees & Sommer wurde 168 Mal als Wunscharbeitgeber benannt, es durften jeweils drei Stimmen verteilt werden. Und davon setzten die Nachwuchskräfte 130 Mal das Unternehmen mit Stammsitz in Stuttgart auf den ersten Rang. Sie begründeten ihre Wahl zum Beispiel mit "vielfältigen Jobperspektiven", der "Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Auftraggebern" und der Aussicht auf "abwechslungsreiche Tätigkeiten".

Die verspricht auch Chief Human Resources Officer (CHRO) Diana Wiedmann den Nachwuchskräften, wenn sie das Aufgabenspektrum des Unternehmens beschreibt: "Es reicht von der ersten Planungsphase bis zum späteren Betrieb und sogar bis zum Rückbau", auch die Auftraggeber unterschieden sich je nach Projekt. "Ganz wichtig ist es uns, Zukunftsthemen in die Projekte unserer Kunden einzubinden", betont Wiedmann außerdem. Genau dadurch sehen die Bewerber Drees & Sommer als "modernes und innovatives Unternehmen". Aus eigener Erfahrung weiß eine Werkstudentin zudem, dass Themen wie Building Information Modeling bei Drees & Sommer gefördert werden. Für sie ist das ein Grund, nach dem Studium in Innenarchitektur am liebsten voll ins Unternehmen einzusteigen, um noch mehr darüber zu lernen.

Doch nicht nur die fachliche Ausrichtung spielt für die nächsten Generation eine Rolle bei der Jobwahl. Viele würden gerne standortungebunden arbeiten oder über den Arbeitgeber eine Möglichkeit finden, internationale Erfahrungen zu sammeln. Platz zwei belegt deshalb CBRE. Die Talente sehen das Unternehmen nicht allein als globales Maklerhaus. Neben jenen, die gerne in die Immobilienberatung einsteigen wollen, zieht CBRE Bewerber mit den Zielrichtungen Asset-Management, ESG-Management und Projektsteuerung an. Sie reizt die Firmenstruktur, die von den amerikanischen Wurzeln geprägt ist, und dass das Unternehmen in mehr als 100 Ländern mit Niederlassungen vertreten ist.

Tatsächlich weiß CBRE um genau diese Prioritäten der nächsten Generation. Auslandsaufenthalte sind schon zu einem frühen Zeitpunkt in der Karriere möglich. "Unsere globale Ausrichtung ermöglicht es uns, unseren Mitarbeitern frühzeitig internationale Erfahrungen zu bieten", betont Head of Human Resources Mike Schrottke. Möglich sei das für junge Mitarbeiter durch länderübergreifendes Arbeiten und das hauseigene "Swap-and-Share-Programm". Hierbei arbeiten die Teilnehmer für mehrere Wochen im Ausland. Davon profitiere auch CBRE sebst. "Dies eröffnet viele inspirierende Perspektiven und hilft uns, einen zu einseitigen Blick auf den deutschen Markt zu vermeiden", sagt Schrottke.

Den Bronze-Platz im Arbeitgeberranking verteidigt das ebenfalls international tätige Unternehmen JLL. Dort gibt es die Möglichkeit, sich über eine interne Stellenbörse für eine Position an einem Standort in einem anderen Land zu bewerben. Neben dem internationalen Flair kommt außerdem die junge Belegschaft bei den Absolventen gut an.

Etwa die Hälfte der rund 1.000 Mitarbeiter von JLL in Deutschland ist laut dem Unternehmen maximal 35 Jahre alt. Bei einem Bachelor-Studenten, der sich bei Karrieremessen und Netzwerkveranstaltungen schon häufiger mit Mitarbeitern unterhalten hat, weckt das Team den Eindruck von "flachen Hierarchien, durch die man keine Hemmungen hat, gerade in der Anfangszeit Fragen zu stellen", und von einem "freundschaftlichen Umgang zwischen den Kollegen".

„Man hat die Möglichkeit, ein echter Experte zu werden.“
Eine Studentin zum Thema Karrieremesse und Netzwerkveranstaltungen
Karrieremessen, Netzwerkveranstaltungen und Einladungen zu Projektbesichtigungen nutzt Art-Invest Real Estate regelmäßig, um mit Bewerbern fachlich und persönlich ins Gespräch zu kommen. Und das bleibt offenbar hängen. "Man hat die Möglichkeit, ein echter Experte zu werden", berichtet eine Befragte ihre Eindrücke von solchen Events. Eine erfolgreiche Karriere wird im Unternehmen nicht an personeller Verantwortung von Führungskräften gemessen. Stattdessen motiviert Art-Invest seine Mitarbeiter von Anfang an, eine fachliche Karriere anzustreben, um Verantwortung für Immobilienprojekte und Themenfelder übernehmen zu können.

Schon zum Onboarding gehört deshalb ein Kennenlernen aller Abteilungen und Schnittstellen. In jährlichen Gesprächen werden Ziele vereinbart und Mitarbeiter können ihre Vorstellungen zu ihren nächsten Schritten einbringen. Was für diese nötig ist, zeigen Kompetenzanforderungsmodelle. Weiterbildungen sind für Neueinsteiger sowohl über Mentoren als auch durch Programme möglich, bei denen sie einen Kollegen für bestimmte Zeit begleiten können. Nicht zuletzt sind bei dem Projektentwickler schon Positionen aus neuen Bedarfen heraus entstanden, weil sich Mitarbeiter für ein Thema interessiert und eingearbeitet haben, bis ein ganzes Konzept für ein neues Themenfeld oder ein Team stand. Damit rücken die Kölner in diesem Jahr auf Platz vier vor.

An fünfter Stelle folgt Commerz Real. Den Asset- und Investmentmanager kennt ein Student aus "guten Berichten aus dem eigenen Netzwerk". Diese haben sein Interesse am Traineeprogramm geweckt. Das bietet jährlich etwa zehn Nachwuchskräften die Möglichkeit, die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens kennen zu lernen, bevor sie fest in den Beruf einsteigen. Dabei schätzen Bewerber den offenen Umgang mit dem Fixgehalt für diese Stellen, das für Bachelorabsolventen bei 4.600 Euro und für Masterabsolventen bei 5.000 Euro brutto im Monat liegt. Für regelmäßige Fortbildungen bietet das Unternehmen allen Mitarbeitern eine Lernzeit Plus an, die sie sich für eigene Recherchen und den Austausch mit Kollegen freihalten können. Dabei sind sowohl das Fortbilden als auch das Arbeiten flexibel gestaltbar, denn Mitarbeiter können zwischen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen wählen und mobil arbeiten. Für Bewerber ist das eine gute Voraussetzung für eine "ausgewogene Work-Life-Balance", auf die eine Masterstudentin aus der Umfrage besonderen Wert legt. Für diese ist sie auch bereit, "in hektischen Phasen so viel Einsatz wie nötig zu zeigen".

Die Sechstplatzierte ECE assoziieren die meisten Nachwuchskräfte mit Shoppingcentern. Mehr als jeder zweite, der sich einen Einstieg bei dem Unternehmen vorstellen kann, würde sich langfristig am liebsten mit Handelsimmobilien beschäftigen. Dabei versteht sich ECE ebenso als Projektentwickler für Hotels, Wohnprojekte und Logistikcenter und investiert neben Shoppingcentern in andere Gebäudearten.

"Da wir ein Unternehmen sind, das in allen Assetklassen aktiv ist, sind auch die Jobprofile vielfältig und bieten die Möglichkeit zum Wechsel zwischen Disziplinen und Bereichen", erklärt Claudia Theisel, Director People & Office Management. ECE suche nach kundennahen Mitarbeitern, die kommunikativ sind – das gilt auch innerhalb des Teams. Einem Studenten ist beim Erstkontakt auf einer Messe direkt die Duz-Kultur aufgefallen. Er leitet aus dem Umgang zwischen den Mitarbeitern flache Hierarchien und vertrauensvolle Verhältnisse ab. In puncto Benefits kann das Unternehmen, das in Hamburg sein Zuhause hat, ebenfalls bei vielen Bewerbern punkten. Sie umfassen die Nutzung eines eigenen Fitnessstudios, 32 Tage Urlaub im Jahr und Familienunterstützung etwa in Form von Kinderbetreuung.

Mit Extras wie Zuschüssen zur ÖPNV- Nutzung, Jobrad und Mitarbeiterrabatten lockt BNP Paribas Real Estate und sichert sich Platz sieben. Das Unternehmen hat sich unter den Absolventen einen Ruf als "sicherer Arbeitgeber" erarbeitet. Viele, die ihm ihre Stimme gaben, könnten sie daher aus finanziellen Gründen vorstellen, dort einzusteigen.

Über die genauen Verdienstmöglichkeiten schweigt Head of Human Resources Stefan Domke jedoch. Sicher ist aber, dass der Einstieg in ganz unterschiedliche Profile möglich ist. Das Beratungsunternehmen legt Wert darauf, dass die einzelnen Abteilungen wie Transaction, Consulting, Valuation, Property Management und Investment Management miteinander arbeiten statt nebeneinander her. So werden regelmäßig Digital Coffee-Dates, Buddy-Programme und ein Junior-Development-Programm angeboten. Dabei werden nicht nur berufliche Erfahrungen weitergegeben, sondern die interne Vernetzung unter Kollegen wird gestärkt. Das geht auch standortübergreifend. Einsteigern muss bewusst sein, dass sie in dem Haus mit französischer Muttergesellschaft international arbeiten, Fremdsprachenkenntnisse werden deshalb für die meisten Positionen vorausgesetzt.

Neu in die Top Ten von 2024 ist Goldbeck auf Rang acht aufgestiegen, vergangenes Jahr lagen die Bielefelder noch auf Platz 20. Gerade unter den Absolventen mit Studienhintergrund im Bau- und Ingenieurwesen punktet das Unternehmen durch seinen Ruf, auf Innovationen zu setzen. Im Aufbau der Firma mit mehr als 100 Standorten in Europa erkennen die Nachwuchskräfte gute Karrierechancen. Wechsel zwischen den Abteilungen sind laut Personalchefin Konstantina Kanellopoulos möglich. "Potenzielle Chancen sind im internen Stellenmarkt einsehbar", erklärt sie. Das gelte auch auf internationaler Ebene. "Beispielsweise in der Planung und im Bereich BIM arbeiten Teams länderübergreifend zusammen", sagt sie und nennt das hauseigene International Top Graduate Program. Das biete die Möglichkeit, 24 Monate lang Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche in mindestens drei Ländern zu bekommen, Verantwortung zu übernehmen und ein internationales Netzwerk aufzubauen.

Auf Nachwuchssuche ist Goldbeck vor allem deshalb, weil in Kirchberg im Hunsrück ein neues Betonfertigteilwerk realisiert wird, wofür viele Stellen ausgeschrieben sind. Besonders gefragt sind Einsteiger aus dem Ingenieurwesen und der Architektur. Genau die scheint das Unternehmen zu begeistern. Von den Goldbeck-Wählern kommen rund drei Viertel aus diesen Studienbereichen. Dabei bietet der Modulbauer ebenso Chancen für junge Experten mit den Fachgebieten Facility-Management, Energie- und Gebäudetechnik sowie für jene mit Abschlüssen in BWL und Sozialwissenschaften.

Auch auf Platz neun reiht sich mit Engel & Völkers in diesem Jahr ein Unternehmen ein, das 2023 nicht unter den zehn beliebtesten Arbeitgebern war (2023: 13). Neben Jobs im Backoffice bietet es vor allem die Möglichkeit, als Makler für Luxusimmobilien in der Branche tätig zu werden. Die Firma wirbt damit, dass sich weltweit in 37 Ländern 16.500 Makler dem Netzwerk angeschlossen haben. In Deutschland sind davon laut Janine König, People Partner für die DACH-Region, rund 2.800 an rund 400 Standorten aktiv. "Den Großteil der Personen, die in Deutschland unter der Marke tätig sind, stellen selbstständige Immobilienberater und -beraterinnen dar", erklärt sie. Ausbilden lassen können sich Interessierte dafür in der hauseigenen Academy, die nach einer Bewerbung sowohl Quereinsteigern als auch Branchenkennern offen steht. Wichtig ist laut König, dass Kandidaten eine hohe Vertriebsaffinität mitbringen, Eigeninitiative und Flexibilität aufweisen, über Kommunikationstalent und Empathie verfügen und Unternehmergeist haben.

Dafür winken für diesen Job Vermittlungsprovisionen und die Möglichkeit, über Cross-Selling innerhalb des Netzwerks weitere Einnahmen zu generieren. Oberstes Ziel ist dabei eine Lizenzpartnerschaft über das Franchise-System. Weil der Schwerpunkt auf Luxusimmobilien liegt, zieht der Markenname vor allem diejenigen Nachwuchskräfte an, die sich für dieses Segment interessieren. Doch nur ein Fünftel von ihnen plant, langfristig als Immobilienmakler tätig zu werden.

Weniger um Luxus geht es bei der börsennotierten Vonovia, die in der Assetklasse Wohnen angesiedelt ist. In diesem Segment zu arbeiten, kommt für fast 80% der Absolventen infrage. Sie sehen in Wohngebäuden eine sichere Zukunft aufgrund eines wachsenden Bedarfs, fühlen sich nach der Ausbildung mit Themen rund um Wohngebäude am meisten vertraut und spüren einen Bezug zu ihrem eigenen Alltag.

Ins Ranking haben sie mit Vonovia eins der größten Wohnungsunternehmen auf Platz zehn gewählt. Das ist ein Riesensprung der Bochumer, die zuvor auf Platz 31 zu finden war. Ihre 543.000 Wohneinheiten versprechen Karrierechancen. Vom Handwerker über die Verwaltung bis zur Vermietung bietet Vonovia Einstiegsstellen für Nachwuchskräfte mit Berufsausbildung wie auch für Akademiker an. Gerade Bachelor-Studenten erkennen darin eine Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz ohne Master. Gleichzeitig rechnen sie mit "geregelten Arbeitszeiten" und "strukturierten Abläufen im Tagesgeschäft", was für eine "ausgewogene Work-Life-Balance" im Dax-Konzern sorgen soll.

Neben Benefits wie vergünstigten Ferienwohnungen und Prämienzahlungen gibt es bei Vonovia eine Sorgenhotline und regelmäßige Feedback-Gespräche. Gleichzeitig sollen diese dazu dienen, Karrierechancen aufzuzeigen und den Nachwuchs weiterzuentwickeln, um ihn lange im Unternehmen zu halten. "Vonovia hat das Ziel, sich als Unternehmen stetig von innen heraus zu entwickeln, vorhandene Potenziale zu erkennen und diese individuell zu fördern", erklärt CHRO Ruth Wehrhahn die Strategie. "Nachwuchskräfte werden also bei uns gefördert, um sie auf eine Laufbahn als Führungskraft oder Experte optimal vorzubereiten", sagt sie. Dafür gebe es für Nachwuchstalente interne Programme, die sie auf Experten- und Führungsrollen vorbereiten – und zwar über ihre Fachbereichsgrenzen hinweg.

Der Berufseinstieg soll flexibel sein
Zwar wünscht sich die Mehrheit der Absolventen einen Direkteinstieg über eine Junior-Position als ersten Job, doch auf Karrieremessen wie dem IZ Karriereforum vergangene Woche rühren Arbeitgeber die Werbetrommel für ihre Traineeprogramme. Damit wollen sie die Nachwuchskräfte passend zu ihren Bedarfen ausbilden. Den jungen Bewerbern hingegen bieten die Konzepte eine Chance, sich in der Berufswelt zu orientieren, bevor sie sich auf ein Tätigkeitsfeld festlegen.
Möglichkeiten dieser Art gaben rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer als einen der drei wichtigsten Aspekte bei der Arbeitgeberwahl an. Zwar halten die Absolventen bei der Suche nach dem ersten Job erst einmal die Augen nach jenen Themen offen, die sie in der Theorie an der Hochschule oder durch erste Einblicke bei Praktika schon kennengelernt haben. Diese Vorkenntnisse versprechen Sicherheit. Doch nur knapp über die Hälfte von ihnen rechnet damit, mehr als drei Jahre im ersten Job zu bleiben.

Wenn Arbeitgeber von Anfang an Karrieremöglichkeiten aufzeigen, können sie die Nachwuchskräfte immer neue Themen bieten – und damit locken. Denn dieses Entwicklungspotenzial reizt motivierte Berufseinsteiger und erhält ihr Interesse aufrecht. Um bei den Talenten der Immobilienwirtschaft zu punkten, braucht es zudem Sichtbarkeit. Es lohnt sich somit auf und mit Branchen- und Karriereevents präsent zu sein: Die eigenen Mitarbeiter sind eine der besten Werbemaßnahmen.

Wer Nachwuchs will, muss ehrlich sein
Unternehmen, die nach der Besetzung von Einstiegsstellen ihre Versprechen nicht halten, können ihren guten Ruf verspielen, warnt IZ-Redakteurin Janina Stadel.

Janina Stadel

Der Berufseinstieg soll flexibel sein

Mareike Rathmann (Mitte) informierte die Besucher des Karriereforums über Traineeprogramme.

Mareike Rathmann (Mitte) informierte die Besucher des Karriereforums über Traineeprogramme.

Quelle: Career Pioneer GmbH & Co. KG, Urheber: Alexander Sell

Karriere 13.06.2024
Zwar wünscht sich die Mehrheit der Absolventen einen Direkteinstieg über eine Junior-Position als ersten Job, doch auf Karrieremessen wie dem IZ Karriereforum vergangene Woche rühren ... 

Zwar wünscht sich die Mehrheit der Absolventen einen Direkteinstieg über eine Junior-Position als ersten Job, doch auf Karrieremessen wie dem IZ Karriereforum vergangene Woche rühren Arbeitgeber die Werbetrommel für ihre Traineeprogramme. Damit wollen sie die Nachwuchskräfte passend zu ihren Bedarfen ausbilden. Den jungen Bewerbern hingegen bieten die Konzepte eine Chance, sich in der Berufswelt zu orientieren, bevor sie sich auf ein Tätigkeitsfeld festlegen.

Mit dem Studienabschluss in der Tasche ist die endgültige Berufsorientierung von Nachwuchskräften noch lange nicht abgeschlossen. "Bei der Entscheidung für einen Studiengang mit Bezug zur Immobilienwirtschaft wissen nur die wenigsten genau, wo es später einmal hingehen soll", berichtet Mareike Rathmann. Sie hat als Employer Branding Managerin der HIH-Gruppe mit vielen Besuchern des IZ Karriereforums gesprochen und weiß, dass Unternehmen aus der Branche derzeit vor allem Bewerber suchen, die für ihr Fach brennen. "Deshalb ist es unsere Aufgabe als Arbeitgeber, den Nachwuchskräften aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, damit jeder sein Feuer auch finden kann", sagt sie. Rathmann rät den Berufseinsteigern deshalb, sich zu Beginn ihrer Karriere erst einmal über ihre möglichen zukünftigen Aufgaben im Berufsleben zu informieren, und weiß: "In den ersten Jahren sollte die fachliche Karriere im Vordergrund stehen. Erst dann kann man eine Führungskarriere anstreben."

Maximilian Helm hat das über ein Traineeprogramm geschafft. "Ich war mir beim Berufseinstieg sicher, in der Immobilienbewertung Fuß fassen zu wollen. Doch nach kurzer Zeit in der Praxis musste ich feststellen, dass das Gebiet doch nicht ganz für mich passt", sagt er. Inzwischen ist er Head of Institutional Clients, Client Relations & Capital Funding bei Real I.S., dem auf Immobilieninvestments spezialisierten Fondsdienstleister der Bayern LB. Und er gibt seine Erfahrung auf Karrieremessen an junge Bewerber weiter. "Ich höre immer wieder, dass Absolventen sich nach dem Studium erst einmal Zeit für eine Orientierung wünschen. Das gilt in der Immobilienwirtschaft deshalb so stark, weil es so viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder gibt, für die ein Hochschulstudium qualifiziert. Aber erst in der Praxis wird sichtbar, wie der Alltag im Beruf tatsächlich aussieht."

Bei seinem Arbeitgeber Real I.S. müssen Trainees deshalb mehrere Pflichtstationen wie im Investment, im Fonds- und Asset-Management und im Vertrieb durchlaufen, bevor sie eine finale Entscheidung für ihre Zielrichtung treffen. Auch Auslandsaufenthalte gehören im Unternehmen dazu. "Nicht zuletzt lernen Trainees auf diese Weise Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen und von verschiedenen Standorten kennen", sagt Helm. Denn der Team-Fit gehöre auch zur Entscheidung.

Bei IPH Handelsimmobilien ist das Traineeprogramm inzwischen der klassische Einstieg. "Was wir jetzt suchen, sind Centermanager für die Zukunft", sagt Heiner Ganz, Regionalleiter Center Management Süd. Den fertigen Centermanager gebe es dabei nicht. "Wir stellen gerne Nachwuchskräfte ein, die Immobilienwirtschaft studiert haben. Doch für das Berufsbild braucht es neben einem Grundverständnis für Immobilien auch viel Kommunikationstalent", sagt er. Den Umgang mit Mietern und Unterschiede zwischen verschiedenen Centern, Standorten und Center-Konzepten lernen Nachwuchskräfte im zwölfmonatigen Programm kennen, bevor sie langfristig ein eigenes Shoppingcenter leiten können.

Die Bewerber stehen den Einstiegsprogrammen offen gegenüber. Eine Studentin, die kurz vor ihrem Bachelorabschluss steht, informiert sich am Ausstellerstand von ECE auf der Karrieremesse ganz gezielt nach Möglichkeiten, als Trainee einen Fuß ins Unternehmen zu bekommen. Sie erhofft sich durch eine solche Ausbildung nicht nur für sich selbst herauszufinden, welche Aufgaben ihr in Zukunft am besten zusagen, sondern auch ihren zukünftigen Arbeitgeber von sich überzeugen zu können. "Direkteinstiege werden im Moment nur wenig angeboten", weiß sie aus Recherchen auf Karrierewebseiten und durch Gespräche innerhalb ihres Netzwerks und mit Kommilitonen. "Als Trainee kann man zeigen, wie vielfältig man ist", sagt sie. Zwei Praktika habe sie während des Studiums schon absolviert. Aber in den kurzen Zeiträumen von drei und vier Monaten habe sie fest in Abteilungen gearbeitet und somit nur Erfahrungen in begrenzten Bereichen sammeln können. "Ich würde gerne noch mehr Einblicke bekommen, aber ich kann nicht unendlich viele Praktika aneinanderreihen", sagt sie.

Traineeprogramme als Orientierungszeit

Die Arbeitgeber sehen in den Programmen die Möglichkeit, ihre Nachwuchskräfte genau in die Richtungen hin auszubilden, in denen die meisten Kapazitäten sind. Mit einer Übernahme nach dem Programm rechnen die meisten. Bei Kaufland gibt es deshalb für Einsteiger über das zwölfmonatige Traineeprogramm von Anfang an einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Vier Mal im Jahr entscheidet das Unternehmen, wie viele Stellen zum nächsten Quartal vergeben werden. Zum IZ Karriereforum hat Kaufland zwei offene Traineepositionen mitgebracht. Sie werden mit 51.000 Euro vergütet. Für die Interessenten bedeutet diese Information, dass sie wissen, worauf sie sich finanziell im ersten Jahr einlassen. Eine Offenheit, die viele zum Berufseinstieg schätzen.

Bei der diesjährigen Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung (IZ) haben fast 100 von 516 Studenten, die kurz vor ihrem Hochschulabschluss stehen, angegeben, am liebsten als Trainee ihre Karriere starten zu wollen. Sie schätzen vor allem den Orientierungscharakter und die Möglichkeit, intern im Unternehmen noch einmal die Abteilung oder das Aufgabenfeld wechseln zu können. Einen Direkteinstieg strebt dennoch die Mehrheit an. 363 Umfrageteilnehmer würden am liebsten direkt nach dem Studium eine Junior-Position antreten. Doch auch sie wissen, dass eine Veränderung nach dem ersten Job nicht ausgeschlossen ist. Rund zwei Drittel von ihnen rechnen damit, nur höchsten drei Jahre lang für ihren ersten Arbeitgeber tätig zu sein.

Die Aussteller des IZ Karriereforums klären ihre Standbesucher in die entgegengesetzte Richtung auf. "Wenn wir uns für einen guten Kandidaten entscheiden, ist es natürlich unser Ziel, ihn auch langfristig im Unternehmen zu halten", betont Rathmann am Stand der HIH-Gruppe gegenüber den Messebesuchern immer wieder. Wer als Trainee Know-how in unterschiedlichen Geschäftsbereichen aufbaut, halte sich langfristig die Option offen, innerhalb des Unternehmens noch einmal zu wechseln.

Janina Stadel

Was wollen Studierende vom Arbeitsmarkt?

Karriere 14.03.2024
Die Arbeitsmarktumfrage 2024 der Immobilien Zeitung (IZ) hat begonnen. Bis zum 21. April können Studierende aus immobilienwirtschaftlichen Studiengängen Arbeitgeber bewerten, sowie ihre ... 

Die Arbeitsmarktumfrage 2024 der Immobilien Zeitung (IZ) hat begonnen. Bis zum 21. April können Studierende aus immobilienwirtschaftlichen Studiengängen Arbeitgeber bewerten, sowie ihre Vorstellungen bei Gehalt und Tätigkeit angeben.

Beim Einstieg in die Immobilienbranche suchen sich Nachwuchstalente ihren Arbeitgeber ganz bewusst aus. Dafür achten sie auf den Ruf der Unternehmen und fragen gezielt nach Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Aber auch von ihrem Einstiegsgehalt haben sie genaue Vorstellungen. Das zeigte die letztjährige IZ-Arbeitsmarktumfrage, an der mehr als 400 Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss standen, teilgenommen haben. Die meisten von ihnen träumten von einer Karriere in der Projektentwicklung und von großen Konzernen erwarteten sie höhere Gehälter als bei mittelständischen Unternehmen.

Doch wie sieht es in diesem Jahr aus? Wie sicher sind sich die Studenten, schon mit Abgabe der Abschlussarbeit einen Job in der Tasche zu haben, und was wollen sie in den ersten Berufsjahren verdienen? Diesen Fragen geht die IZ mit der diesjährigen Umfrage nach, die bis Sonntag, 21. April läuft.

Teilnehmen können Studierende, die in den kommenden vier Semestern ein Studium in einem Fach mit immobilienwirtschaftlichem Bezug an einer Hochschule beenden. Dazu gehören z.B. angehende Architekten und BWLer, Studenten der Fächer Facility-Management und Gebäudetechnik genauso wie die, die Geografie oder auch Immobilienwirtschaft/-management und Bau-/Projektmanagement, Stadtplanung/Raumplanung und Ingenieurwesen belegt haben.

Wer eine gültige Studienbescheinigung hochlädt, kann den Fragebogen online ausfüllen. Die Teilnahme dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Damit sich die Mühe lohnt, werden unter allen Teilnehmern Preise verlost. Es winken Abos der Immobilien Zeitung, Tickets für das IZ-Karriereforum, das am 8. Juni in Frankfurt Arbeitgeber und den Nachwuchs zusammenbringt, Eintrittskarten für den Europa Park, Rucksäcke von Got Bag, ein Apple iPad der 10. Generation und Airpods der 3. Generation.

Als Partner unterstützen in diesem Jahr BNP Paribas Real Estate Deutschland, CBRE, Drees & Sommer, die ECE Group, Swiss Life Asset Managers Deutschland, Patrizia, Kaufland Immobilien, die LBBW Immobilien-Gruppe, Art-Invest Real Estate, Commerz Real, HIH Real Estate, Europa Park und die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (Gif) die Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung.

Janina Stadel