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Es gibt keine Schwacke-Liste für Immobilienprofis

Michael Harter.

Michael Harter.

Quelle: Westwind Real Estate Executive Search GmbH

Karriere29.08.2019
Arbeitgeber fragen Michael Harter, Chef der Personalberatung Westwind Karriere, gelegentlich, was z.B. eine Asset-Managerin mit acht Jahren Erfahrung in Hamburg kosten darf. Eine Antwort auf ... 

Arbeitgeber fragen Michael Harter, Chef der Personalberatung Westwind Karriere, gelegentlich, was z.B. eine Asset-Managerin mit acht Jahren Erfahrung in Hamburg kosten darf. Eine Antwort auf Heller und Pfennig bleibt er dann schuldig.

Sorry, eine haarscharfe Antwort auf diese Frage ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt einfach keine Schwacke-Gebrauchtwagenliste für Immobilienprofis. Eine Asset-Managerin mit acht Jahren aufgabenspezifischer Berufserfahrung in Hamburg kann man nicht so bepreisen wie einen acht Jahre alten Mercedes SLK 300. Für eine Gehaltsverhandlung bringen die genaue Analyse des Track-Records beispielsweise eines Akquisiteurs und eine realistische und attraktive Zielvereinbarung deutlich mehr als ein bundesweiter Gehaltsdurchschnitt von, sagen wir mal, 98.725 Euro. Zahlen wie diese stellen eine akademisch wirkende Scheinwahrheit dar, denn jede Assetklasse, jede Region, jede Stadt und auch jede Unternehmenskultur etc. muss für sich genommen betrachtet werden.

Ein Projektentwickler oder ein Wohnfondsmanager kann in der gleichen Stadtregion 10.000 bis 20.000 Euro mehr verdienen als bei der Konkurrenz. Dies kann u.a. an der abweichenden Unternehmens- und Vergütungskultur liegen, die wiederum stark vom Hintergrund des Unternehmens - Bank, Baukonzern, Heuschrecke, familiengeprägtes Traditionsunternehmen - abhängt. Zudem hat jede Firma eine andere Art von Erfolgs- bzw. Unternehmenspartizipation, die nur bedingt einen Niederschlag in einer Statistik findet. Die Frage, was eine Asset-Managerin mit acht Jahren einschlägiger Erfahrung in Hamburg kosten darf, lässt sich daher nur mit einem Vergütungskorridor angemessen beantworten.

Vergütungsübersichten sind daher grundsätzlich sehr kritisch zu hinterfragen: Ist eine ausreichende Empirik pro Position gegeben? Wer wurde berücksichtigt und wer nicht? Wenn es pro A-Stadt maximal nur zwanzig Asset-Manager mit Logistikportfolio gibt, dann hinkt der Vergleich, weil es zu wenige Fälle gibt. Andererseits: Alle Asset-Manager, gleich welcher Nutzungsart, in einen großen Topf zu werfen, ist auch nicht zielführend. Im Bürosegment werden Asset-Manager schließlich anders vergütet als im Wohnsegment - und im Wohnsegment wieder anders als im Logistikbereich.

Den Durchschnitt aus bundesweit z.B. fünfzig Werten auszurechnen, ist - unabhängig von der Methodik - aufgrund der Heterogenität und Pluralität der deutschen Immobilienwirtschaft irreführend. Zwar ist ein Großteil der relevantesten Arbeitgeber an den sieben bis zehn wichtigsten Standorten zu finden. Doch die Masse beispielsweise der Hausverwalter und Makler arbeitet gerade in den C- und D-Städten, und dort werden deutlich niedrigere Gehälter bezahlt als in den A-Städten.

Lesen Sie auch die aktuelle Titelgeschichte "Lukrative Gehaltspakete".

Michael Harter

Das sind die besten Headhunter für die Immobilienbranche

Karriere21.12.2017
Das Magazin Wirtschaftswoche (Wiwo) hat deutsche Unternehmen zum zweiten Mal darum gebeten, über ihre Zufriedenheit mit Personalberatern Auskunft zu geben. In der Kategorie Immobilien ergatterten ... 

Das Magazin Wirtschaftswoche (Wiwo) hat deutsche Unternehmen zum zweiten Mal darum gebeten, über ihre Zufriedenheit mit Personalberatern Auskunft zu geben. In der Kategorie Immobilien ergatterten sechs Beratungen jeweils vier von maximal möglichen fünf Sternen.

Fünf Sterne stehen für exzellente Leistungen, vier für sehr gute und drei für gute. Im Generalisten-Ranking sowie in jedem anderen der insgesamt neun Teilrankings bringen es der bzw. die Spitzenreiter jeweils auf fünf Sterne. Nur im Teilranking Immobilien findet sich keine Personalberatung, die die volle Punktzahl erreicht hat. Dafür wurden immerhin sechs Headhunter, die teils in verschiedenen Branchen zuhause sind und teils auf die Immobilienbranche spezialisiert sind, im Schnitt mit der Note sehr gut (vier Sterne) bewertet. Und zwar in dieser Reihenfolge: Deininger Consulting, Heidrick & Struggles, Bernd Heuer, ifp, LAB & Company und Westwind. Im Vorjahr, als die Wiwo zum ersten Mal den Markt für Personalberater unter die Lupe nahm, fanden sich drei Headhunter im Immobilien-Ranking, ebenfalls mit je vier Sternen: ifp, Heidrick & Struggles und Westwind.

Um herauszufinden, wie zufrieden deutsche Unternehmen mit Personalberatern sind, hat Christel Gade, Professorin von der IUBH Internationalen Hochschule Bad Honnef für u.a. Personal- und Leadership-Themen, einen Fragebogen entwickelt. Diesen füllten zwischen Juli und Oktober 1.150 Personalentscheider aus. Unterstützt wurde die Umfrage von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater und dem Verband Die Führungskräfte.

Harald Thomeczek

Personalberatung Westwind segelt auf Rekordkurs

Karriere25.09.2017
Die auf die Immobilienbranche spezialisierte Berliner Personalberatung Westwind Real Estate Executive Search zieht vor der Expo Real eine Jahreszwischenbilanz. In puncto Vergütung wird ... 

Die auf die Immobilienbranche spezialisierte Berliner Personalberatung Westwind Real Estate Executive Search zieht vor der Expo Real eine Jahreszwischenbilanz. In puncto Vergütung wird Westwind-Chef Michael Harter nicht müde, Arbeitgebern unter bestimmten Umständen zu etwas mehr Großzügigkeit zu raten.

Westwind hat das Vorjahresergebnis mit "mindestens 75 besetzten Positionen" bereits im September erreicht und befindet sich damit "auf dem Weg zu einem neuen Rekordergebnis", heißt es. Spätestens 2019, also im übernächsten Jahr, will das Unternehmen von Michael Harter die "magische Zielmarke von 100 Platzierungen" knacken. Neuerdings zeigt Westwind wie berichtet auch in Hamburg Flagge.

Technische Projektleiter wollen vorne "mindestens eine Acht" sehen

Die größten Personalengpässe nimmt Westwind wie schon im Vorjahr in der Projektentwicklung und in der Bauwirtschaft wahr. Besonders begehrt seien technische Projektleiter für die Planung und Realisierung von Wohn- und Gewerbeprojekten. "Ohne mindestens eine Acht vor dem Jahreszieleinkommen - Fixum plus Bonus - wird die Luft bei dieser Zielgruppe in den Top-Sieben-Metropolregionen sehr dünn", konstatiert Westwind-Chef Harter.

Übertriebene Sparsamkeit oder Konfliktvermeidung?

"Für viele Unternehmen und Projekte würde es sich auszahlen, Projektleiter auch zu minimal höheren Gehältern einzustellen. Trotzdem sind ihre Angebote an den favorisierten Kandidaten für einen Wechsel häufig nicht attraktiv genug. Manchmal geht es nur um nur wenige Tausend Euro bezogen auf das Jahresgehalt, also um nicht einmal um ein Promille des von einem Projektleiter üblicherweise verantworteten Projektvolumens", schüttelt Harter gleichsam den Kopf. Zeigt andererseits aber auch Verständnis für die Situation der Arbeitgeber: "In der Regel liegt es nicht an übertriebener Sparsamkeit, sondern eher an dem sich nun deutlicher spreizenden Gehaltsgefüge im Team und den daraus früher oder später resultierenden Konflikten im Unternehmen."

Harald Thomeczek

ATP: Elmar Rottkamp und Thomas Herter leiten Berliner Büro

Thomas Herter.

Thomas Herter.

Quelle: ATP, Urheber: Olaf Becker

Köpfe15.09.2017

Westwind zeigt mit Patrick Boemanns Flagge in Hamburg

Patrick Boemanns.

Patrick Boemanns.

Quelle: Westwind

Köpfe14.09.2017
Die Berliner Personalberatung Westwind Real Estate Executive Search hat eine Niederlassung in Hamburg eröffnet. Man reagiere mit diesem Schritt auf die steigende Nachfrage nach Fach- und ... 

Die Berliner Personalberatung Westwind Real Estate Executive Search hat eine Niederlassung in Hamburg eröffnet. Man reagiere mit diesem Schritt auf die steigende Nachfrage nach Fach- und Führungskräften in der Immobilienwirtschaft, insbesondere nach Bauingenieuren, erklärt Westwind.

Geleitet wird das neue Büro in der Hansestadt von Patrick Boemanns. Der 38-Jährige kommt vom Hamburger Researchdienstleister und Personalberatungsunternehmen DooYano und hat vier Kinder im Alter von einem bis acht Jahren: "Auch aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, unsere Beratungskapazitäten in Hamburg auszubauen", sagt Westwind-Gründer und Alleingesellschafter Michael Harter. Denn dass Boemann nicht mit seinen vier kleinen Kindern nach Berlin umziehen würde, "war von vornherein klar".

Westwind-Berater Tim Fior, der bereits im Frühjahr 2016 von DooYano zu Westwind gewechselt bzw. für Westwind von Hamburg nach Berlin gekommen war, ist für Harter nun ebenfalls wieder in Hamburg tätig. Mittelfristig, also bis 2020, strebt der Westwind-Chef einen Ausbau der Hamburger Crew auf fünf bis sechs Köpfe an. Und im Berliner Stammhaus soll die Zahl der Berater und Köpfefinder binnen drei Jahren um etwa die Hälfte wachsen: von derzeit einem Dutzend auf etwa 18.

Die wachsende Nachfrage nach Immobilienprofis schlägt sich offenbar auch bei Westwind nieder. Der Personalberater geht jedenfalls davon aus, Ende 2017 "mindestens 75 Positionen", also Fach- und Führungskräfte, besetzt zu haben. Anno 2016 füllte Westwind 66 Vakanzen.

Harald Thomeczek