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BayernCare befördert Christopher Kunze zum Geschäftsführer

Köpfe 15.01.2021
Zum 1. Februar bekommt die Geschäftsführung von BayernCare ein neues Mitglied. Christopher Kunze (31) soll den langjährigen Geschäftsführer Robert Wießner (65) bei der Expansion des ... 

Zum 1. Februar bekommt die Geschäftsführung von BayernCare ein neues Mitglied. Christopher Kunze (31) soll den langjährigen Geschäftsführer Robert Wießner (65) bei der Expansion des Entwicklers von Seniorenimmobilien unterstützen.

Kunze kennt BayernCare, ein Beteiligungsunternehmen von Sontowski & Partner (S&P) Group und Mauss Bau, schon seit Jahren. 2014 kam er hinzu, arbeitete sich vom Junior-Projektentwickler sukzessive zum kaufmännischen Leiter empor. Vor seinem Einstieg bei BayernCare war er für S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen in Leipzig aktiv. Kunze hat Wirtschaftsingenieurwesen an der HTWK Leipzig und Immobilienökonomie an der Irebs studiert.

"Der Markt braucht neue Konzepte"

"Der Seniorenimmobilienmarkt kristallisiert sich derzeit als einer der wichtigsten und solidesten Märkte heraus, der aber sicherlich auch neue Idee und Konzepte braucht", kommentiert Klaus Jürgen Sontowski, geschäftsführender Gesellschafter der S&P Group, den jungen Neuzugang auf der BayernCare-Chefetage.

BayernCare will künftig neben den klassischen Modellen der Senioren- und Pflegeimmobilien auch Konzepte umsetzen, die seniorengerechtes Wohnen mit individuellen Servicepaketen und Betreuungsmöglichkeiten zusammenführen. Ein Beispiel dafür sei das jüngst abgeschlossene Projekt in Litzendorf bei Bamberg, erklärt BayernCare.

Anke Pipke

Leipziger LWB verliert die komplette Geschäftsführung

Köpfe 07.12.2020
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) muss sich auf die Suche nach einer neuen Geschäftsführung machen. Die beiden LWB-Geschäftsführerinnen haben um die vorzeitige Auflösung der ... 

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) muss sich auf die Suche nach einer neuen Geschäftsführung machen. Die beiden LWB-Geschäftsführerinnen haben um die vorzeitige Auflösung der Arbeitsverträge gebeten.

Ute Schäfer und Iris Wolke-Haupt verlassen die LWB Ende März 2021. In einer Mitteilung heißt es, die beiden Geschäftsführerninen gehen "auf eigenen Wunsch". Die Bestandsgeschäftsführung "möchte sich neu orientieren".

"Alle Schritte zu einer raschen Nachbesetzung sind eingeleitet"

Baubürgermeister Thomas Dienberg hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, der Bitte um Auflösung der Verträge für beide Geschäftsführerinnen zum 31. März 2020 zuzustimmen. Dienberg versichert: "Alle Schritte zu einer raschen Nachbesetzung sind eingeleitet. Ute Schäfer und Iris Wolke-Haupt werden die Erstellung des Jahresabschlusses 2020 vorantreiben und selbstverständlich noch abschließen."

"Nach 30-jähriger Tätigkeit für die Stadt Leipzig und nach 14 Jahren in der Gesellschaft der LWB habe ich mich für eine berufliche Neuorientierung entschieden", sagt Schäfer, LWB-Geschäftsführerin für Finanzen und Vermögenssteuerung.

Iris Wolke-Haupt, LWB-Geschäftsführerin für Wohnungswirtschaft und Bau, erklärt: "Als ich 2017 als Geschäftsführerin zur LWB gekommen bin, stand das Unternehmen vor der ambitionierten Aufgabe, insbesondere durch Neubau mit dem Einsatz von Fördermitteln zu wachsen. Diese Aufgabe haben wir im Unternehmen gemeinsam erfolgreich gemeistert." Wolke-Haupt habe nun die Gelegenheit, sich einer neuen Aufgabe zu widmen.

Schäfer ist seit 2007 Geschäftsführerin Finanzen und Vermögenssteuerung der Wohnungsbaugesellschaft, zuvor führte sie die Geschäfte bei der Beratungsgesellschaft für Beteiligungsverwaltung Leipzig (BBVL). Wolke-Haupt kam Ende 2016 ins Unternehmen. Vorher war sie mehrere Jahre beim Bilfinger-Konzern beschäftigt. Der Stadtrat bestellt die LWB-Geschäftsführung jeweils für fünf Jahre.

Mit über 35.000 Wohnungen in rund 7.300 Häusern im Bestand bei gut 450 Mitarbeitern ist die LWB nach eigenen Angaben größter Vermieter in der Stadt.

Harald Thomeczek

Instone baut Leitung in Süddeutschland um

Köpfe 02.11.2020
Der Wohnentwickler Instone will wachsen. Dazu baut er die Führungsstruktur um und hat Bianca Reinhardt Weith zu Monatsbeginn nicht nur zur Geschäftsführerin der Instone Real Estate Development ... 

Der Wohnentwickler Instone will wachsen. Dazu baut er die Führungsstruktur um und hat Bianca Reinhardt Weith zu Monatsbeginn nicht nur zur Geschäftsführerin der Instone Real Estate Development gemacht, sondern sie auch an die Position der COO für das operative Entwicklungsgeschäft in Bayern und Baden-Württemberg gesetzt.

Reinhardt Weith kennt sich mit den Instone-Gepflogenheiten und dem süddeutschen Wohnungsmarkt aus. Seit mehreren Jahren arbeitet sie für Instone, zuvor für Hochtief und formart. Im Jahr 2013 wurde Reinhardt Weith zur Leiterin der Projektentwicklung, vor etwa fünf Jahren übernahm sie die Niederlassungsleitung in Baden-Württemberg. Letzteren Posten behält sie nun auch noch.

Wechsel an der Spitze der Instone-Region Bayern Süd

Die Niederlassungsleitung in der Region Bayern Süd wechselt indes. Joachim Häsler verlässt das Unternehmen nach 18 Jahren. Nach Stationen in Essen und Leipzig kam er 2008 nach München.

Seine Aufgaben übernimmt seit Monatsbeginn Andreas Zeitler, ein interner Nachfolger. Zeitler ist bereits Leiter der Nürnberger Niederlassung (Bayern Nord) und wird nun den Münchner Standort hinzunehmen. Die Einheiten bleiben allerdings eigenständig, betont Instone. Zeitler war seit 2012 Geschäftsführer von S&P Stadtbau, einer Gesellschaft, die Instone vor etwa einem Jahr übernommen hat.

Anke Pipke

Recruiting klappt nicht rein digital

Mitarbeiter können separiert werden, doch bei Einstellungen bleibt das reale Treffen wichtig.

Mitarbeiter können separiert werden, doch bei Einstellungen bleibt das reale Treffen wichtig.

Urheber: Peter Neusser

Karriere 15.10.2020
Neueinstellungen können auch während der Corona-Pandemie nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Bewerbungsverfahren laufen nun häufig hybrid ab. ... 

Neueinstellungen können auch während der Corona-Pandemie nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Bewerbungsverfahren laufen nun häufig hybrid ab.

In den rund sechs Monaten mit Corona hat jedes Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche seinen Workflow umstellen müssen. Doch Baustellen und Projekte liefen fast durchweg weiter und damit auch die Suche nach qualifiziertem Personal.

"Zwischen März und Juni ist das Recruiting fast zum Erliegen gekommen. Auch laufende Bewerbungsverfahren brachen aufgrund von Unsicherheiten der Bewerber zusammen", konstatiert Julien Ahrens, Mitglied der Geschäftsleitung der Strenger-Gruppe aus Ludwigsburg. Das mittelständische Bauträgerunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern stellte fest, dass gesuchte Fachleute mehr denn je nach Sicherheit verlangen. Mit den Argumenten Solidität und Kontinuität hätte Strenger bei Bewerbern aus arbeitsplatzsicheren Branchen wie dem Wohnungsbau dennoch punkten können.

Bei der Personalberatung Cobalt gab es laut Anna-Lena Pancirov, Associate Director in der Niederlassung Hamburg, nur während des Lockdowns ein Innehalten und Neusortieren. Deutlich stärker hingegen wurden Videomeetings bei Bewerbungsverfahren genutzt, gerade von international aufgestellten Unternehmen. Denn sie haben auch einen positiven Umweltaspekt: Wer nicht zum ersten Vorstellungsgespräch zum potenziellen Arbeitgeber anreisen muss, spart viel CO2. "Durch den Corona-Effekt und die Umweltschutzdebatte haben einige Unternehmen auch die Vorteile von hybriden Vorstellungsgesprächen entdeckt", beobachtet Pancirov.

Wichtig ist ein zügiger Personalgewinnungsprozess, weil es in der Branche kaum Arbeitslosigkeit und fast keinen Stellenabbau gibt und damit kein Atemholen bei der Fachkräftesuche. Weil ab einer gewissen Position letztlich doch die Soft Skills entscheiden, wird laut Pancirov bei 90% der Personalentscheidungen nicht auf das persönliche Gespräch verzichtet. Das unterstreicht auch Ralph Wanke, Head of Talent Acquisition bei Drees & Sommer. Das Unternehmen hat ein hybrides Vorstellungsmodell etabliert. Auf ein Telefoninterview folgt ein zweites Vorstellungsgespräch, das auch rein digital ablaufen kann. Nicht nur Werkstudenten, sondern auch Projektmanager wurden in den letzten Monaten rein digital eingestellt. "Diese Videomeetings brauchen eine extrem gute Vorbereitung", so Wanke. "Beim Recruiting versuchen wir jeden Kanal zu bedienen. Die Qualität des Prozesses bleibt das Wichtigste." Er stellt fest, dass in Corona-Zeiten die Suche nach "seniorigen Fachkräften" wie Bau- oder Wirtschaftsingenieuren schwieriger geworden ist, weil diese aus Sicherheitsaspekten eher am alten Job festhalten.

Culture Fit, also die Übereinstimmung von Bewerbern und Unternehmen, steht unter anderem bei Commerz Real an oberster Stelle. Ein Faktor, der gerade der Generation Y wichtig sei, wie Vorstandsmitglied Sandra Scholz betont. Zufällig mit der Pandemie zusammen fiel der neue Recruiting-Prozess, der die "time to hire" verkürzen soll. Darauf und auf den Onboarding-Prozess, also die Überbrückungsphase von Vertragsunterschrift bis zum realen Arbeitsbeginn, komme es an, damit gute Leute nicht abspringen.

Dagmar Lange