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Karriere 18.02.2016
Bauleiter, gerade auch im Wohnungsbau, sind eine begehrte Spezies: Die Nachfrage nach ihnen hat einen Höchststand erreicht, wie der Construction-&-Property-Index von Hays anzeigt. ... 

Bauleiter, gerade auch im Wohnungsbau, sind eine begehrte Spezies: Die Nachfrage nach ihnen hat einen Höchststand erreicht, wie der Construction-&-Property-Index von Hays anzeigt.

Die Nachfrage nach Bauleitern in Deutschland ist im vierten Quartal 2015 deutlich gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Construction-&-Property-Index (C&P-Index) des Personaldienstleisters Hays hervor. Demnach ist der Skill-Index für Bauleiter im letzten Quartal 2015 um zwölf auf 139 Punkte geklettert. Das ist der höchste Wert, den der Subindex für Bauleiter seit Erhebungsbeginn im ersten Quartal 2011 erreicht hat. Der Referenzwert 100 bezieht sich auf diesen Startpunkt. Im dritten Quartal 2015 hatte er mit 127 Punkten bereits den vorherigen Höchststand vom ersten Quartal 2012 wieder erklommen. Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung von Stellenanzeigen in Tageszeitungen und Online-Jobbörsen.

Der C&P-Index bildet den Personalbedarf in den Branchen Baugewerbe, Ingenieurbüros, technische Gebäudeausrüstung, Elektrotechnik, Kraftwerk/Energie, Maschinenbau und Personaldienstleister ab. Die Position Bauleiter umfasst in dem Index nicht nur Jobs im Hoch- oder Tiefbau, sondern auch im Bau von Industrieanlagen. Überwiegend werden, so Hays, aktuell Bauleiter im Anlagen- und Wohnungsbau gesucht. Wohnungsbau oder Hoch-/Tiefbau als Branche weist Hays jedoch nicht aus.

Die steigende Nachfrage nach Bauleitern im Wohnungsbau passt ins Bild: Mit der Sonder-AfA oder der Verdopplung des Bundeszuschusses zum sozialen Wohnungsbau heizt die Bundesregierung den Wohnungsbau hierzulande an. Die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau ist laut dem Statistischen Bundesamt von knapp 188.000 im Jahr 2010 auf gut 285.000 Wohnungen im Jahr 2014 gestiegen. Im Jahr 2015 wurden von Januar bis November - aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor - gut 276.000 Wohnungen genehmigt. Nimmt man an, dass im Dezember 25.000 Genehmigungen erteilt worden sind (das ist in etwa der Monatsdurchschnitt der ersten elf Monate), kämen gut 300.000 genehmigte Wohnungen im Gesamtjahr 2015 zusammen. Der Trend zu mehr Wohnungsbau würde sich also fortsetzen.

Im vierten Quartal 2015 ist die Gesamtnachfrage nach C&P-Fachkräften praktisch stabil geblieben. Damit stellt das Schlussquartal des letzten Jahres eine Ausnahme dar: In den Vorjahren wurde am Jahresende jeweils eine sinkende Nachfrage beobachtet. Der milde Winter und die gute konjunkturelle Lage haben einen solchen Rückgang 2015 offenbar verhindert. Insgesamt hat die Nachfrage nach C&P-Spezialisten nach einem Absinken 2012 und 2013 seit 2014 deutlich angezogen. Der Hauptanteil an offenen Positionen stammt aus dem Baugewerbe und Ingenieurbüros. Während die Anzahl der Stellenanzeigen von Ingenieurbüros jedoch gestiegen ist - der jeweilige Subindex legte um 5 auf 99 Punkte zu -, wurden Fachkräfte für das Baugewerbe (-22 auf 84 Punkte) und für die TGA (-36 auf 133 Punkte) deutlich seltener gesucht als im Vorquartal.

Harald Thomeczek