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Vorstandsmitglied Lino verlässt WGF

Raffaele Lino.

Raffaele Lino.

Bild: WGF

Köpfe 13.11.2012

René Benko zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt

René Benko auf der Expo Real 2012.

René Benko auf der Expo Real 2012.

Bild: IZ

Köpfe 02.11.2012
Der österreichische Investor und Entwickler René Benko, Chef der Signa Holding, ist am heutigen Freitag vom Wiener Straflandesgericht zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten verurteilt ... 

Der österreichische Investor und Entwickler René Benko, Chef der Signa Holding, ist am heutigen Freitag vom Wiener Straflandesgericht zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten verurteilt worden. Er soll dem kroatischen Ex-Premier Ivo Sanader Geld geboten haben, damit dieser auf ein Steuerverfahren gegen Signa in Italien Einfluss nimmt.

Der Wiener Zeitung Kurier zufolge verhält sich die Sache wie folgt: Bei Ermittlungen gegen den ehemaligen kroatischen Premierminister Ivo Sanader stießen die Behörden auf ein Dokument, das René Benko belastet. In diesem Schriftstück soll der Chef der Signa Holding Sanader 150.000 Euro versprochen haben, wenn dieser auf ein Steuerverfahren gegen Signa in Italien Einfluss nimmt. Benko bestreitet diese Vereinbarung.

Benko legt sofort Berufung ein

Dennoch wurden er und sein Steuerberater Michael Passer vom Straflandesgericht in Wien wegen "versuchter verbotener Intervention" zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährung läuft drei Jahre. Wie eine Gerichtssprecherin gegenüber der IZ erklärte, haben Benko und Passer Berufung gegen das Urteil angemeldet. Der Fall wandert damit in die nächsthöhere Instanz, zum Wiener Oberlandesgericht. Für Benko ist es nicht das erstemal, dass er Bekanntschaft mit der österreichischen Justiz macht. Anfang dieses Jahres wurden Ermittlungen gegen ihn wegen Geldwäsche eingestellt, weil sich der Verdacht nicht erhärtet hatte.

Die Signa-Holding ist auf Immobilienentwicklung und Investitionen spezialisiert. In Wien entwickelt das Unternehmen gerade ein neues Luxusquartier (Tuchlauben). Benko bzw. seine Anleger sind auch in hochkarätige deutsche Handelsimmobilien investiert, z.B. das Einkaufszentrum Sevens in Düsseldorf oder den Oberpollinger in München.

Christoph von Schwanenflug

Marc Weinstock wechselt in die DSK-Geschäftsführung

Dr. Marc Weinstock.

Dr. Marc Weinstock.

Bild: DSK

Köpfe 01.11.2012
Dr. Marc Weinstock (45), seit 2005 Aufsichtsratsvorsitzender der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, ist heute in die Geschäftsführung des Wiesbadener Unternehmens ... 

Dr. Marc Weinstock (45), seit 2005 Aufsichtsratsvorsitzender der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, ist heute in die Geschäftsführung des Wiesbadener Unternehmens berufen worden. Als Sprecher der Geschäftsführung wird er u.a. für die Marktbereiche Baulandentwicklung und das Produkt VIU sowie für Finanzen, Recht, Personal und die Unternehmenskommunikation zuständig sein. Mit der Berufung Weinstocks wurde die Geschäftsführung, der weiterhin Karl-Heinz Frings und Eckhard Horwedel angehören, auf drei Mitglieder erweitert. Weinstock war bis Oktober vergangenen Jahres Mitglied der Geschäftsführung von Morgan Stanley Real Estate Investment, Frankfurt am Main, gewesen. Davor hatte er bis Ende Juni 2010 den Vorstandsvorsitz von HSH Real Estate geführt.

Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der DSK-Gruppe wurde Dr. Andreas Mattner (52) bestimmt, der seit 2008 Weinstocks Stellvertreter in dem Gremium war. Mattner ist Geschäftsführer der Hamburger ECE und Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA).

Sonja Smalian

Kampf der Präsenzkultur

Karriere 25.10.2012
Auf der diesjährigen Expo Real hatten der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft und IVG Research die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie zur Arbeitswelt von Frauen in der Branche vorgestellt. ... 

Auf der diesjährigen Expo Real hatten der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft und IVG Research die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie zur Arbeitswelt von Frauen in der Branche vorgestellt. Nun hat der Verein Forderungen auf Basis der Datenanalyse formuliert und zeigt sich ungewohnt kämpferisch.

"Die Resultate veranlassen uns, klare Appelle an die Branche, aber auch die Frauen selbst zu richten - insbesondere mit Blick auf die künftige ökonomische Entwicklung", sagt Carmen Reschke, Vorstandsvorsitzende des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft. Der knapp 600 Mitglieder zählende Verein fordert die Immobilienunternehmen auf, bei der Personalakquise gezielt nach Frauen zu suchen. Denn die Ausgangsbasis hinsichtlich der Qualifikation und Ausbildung sei für Frauen und Männer gleich, heißt es in einer Pressemitteilung. "Die Branche ist aufgefordert, speziell für Frauen Vorbereitungskurse und Weiterbildungsmaßnahmen zu entwickeln und zu installieren, die die Frauen für Führungs- und Managementaufgaben qualifizieren", so der Vorstand. Denn obwohl der Frauenanteil in der Branche rund 46% beträgt, besetzen nur rund 9% der Frauen Positionen im Topmanagement.

Auch das Thema Frauenförderung steht nur bei einer Minderheit (12% bzw. 21%) der Immobilienunternehmen auf der Agenda, wie die Studie zeigte (siehe Artikel "Wie Immo-Frauen arbeiten ...", IZ 40-41/12). An den zwei getrennt durchgeführten Befragungen hatten sich 57 Unternehmensvertreter und 367 Beschäftigte beteiligt.

Zudem umfassten die Fördermöglichkeiten für Frauen oft Teilzeit- und Home-Office-Angebote, die jedes vierte bzw. fünfte Unternehmen anbietet. Doch gerade Führungsverantwortung lässt sich in Deutschland selten in Teilzeit ausüben. "Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur, die den Fokus auf eine strukturierte und effiziente Aufgabenverteilung und -erledigung richtet. Die Präsenzkultur hat ausgedient", so das Fazit des Vereins.

Aber auch die Frauen in der Immobilienbranche werden in die Pflicht genommen. Der Verein schreibt ihnen "mehr Mut zur Macht" ins Aufgabenheft. Wie sich die Arbeitswelt verändert, will der Studienleiter Dr. Thomas Beyerle, Head of CS & Research bei IVG Immobilien, künftig in weiteren Umfragen gemeinsam mit dem Verein dokumentieren.

Die Studie gibt es im Netz kostenlos unter www.immofrauen.de (Menü: Presse/Personalien) bzw. www.ivg.de.

Sonja Smalian