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Hier spricht die Zukunft

Die nächste Generation fordert von der Immobilienbranche Veränderungen und einen Wertewandel ein. Und sie will mitreden.

Die nächste Generation fordert von der Immobilienbranche Veränderungen und einen Wertewandel ein. Und sie will mitreden.

Quelle: stock.adobe.com, Urheber: Jacob Lund

Karriere 22.12.2021
Sie übernehmen bereits in jungen Jahren Verantwortung – und fordern diese auch ein. Die sogenannte Next Gen repräsentiert die Zukunft der Immobilienbranche. Jedes Unternehmen, das für ... 

Sie übernehmen bereits in jungen Jahren Verantwortung – und fordern diese auch ein. Die sogenannte Next Gen repräsentiert die Zukunft der Immobilienbranche. Jedes Unternehmen, das für sich eine Zukunft plant, muss ihre Stimmen ernst nehmen. Denn niemand versteht die künftigen Kunden, Arbeitnehmer und Nutzer besser – weil sie ein Teil davon sind.

Sie stehen für die Anforderungen der nächsten Generation in Sachen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit. Und sie sind die nächste Generation der Immobilienbranche, einige von ihnen die Entscheider und Führungskräfte von morgen. Sie sind also jene Menschen, die in den kommenden Jahrzehnten den Weg prägen werden, den der Immobiliensektor einschlägt.

Ein neues Mindset für ESG-Themen

Was sie eint, ist ihre Jugend ? mehr noch aber ihr klarer Blick in die Zukunft. Und das Selbstbewusstsein, dass sie es sind, die den an so vielen Stellen notwendigen Wandel vorantreiben müssen. "Was ESG-Themen angeht, bringen die Jungen ein ganz neues Mindset mit. Das liegt daran, dass sie ganz anders aufgewachsen sind und somit eine andere Denkweise entwickelt haben: Sie legen Wert auf Nachhaltigkeit", sagt Student Dario Markoc. Dass sich besonders junge Proptechs dem Ziel verschrieben haben, emissionsärmer zu werden und gleichzeitig die Mieten bezahlbar zu halten, hält er nicht für einen Zufall. Ihnen gehe es darum, Prozesse zu entschlacken. Die 20-jährige Werkstudentin Léocadie Reimers hat einen anderen Aspekt besonders im Blick: Während ihre Kommilitonen fleißig mit Aktien handeln, ließen sie noch immer viel zu oft die Finger von Investments in Immobilien. Die Branche müsse daher neue Geschäftsmodelle und Zugänge entwickeln, um auch der jungen Generation das Investieren zu erleichtern.

Verantwortung schreckt die jungen Immobilienprofis nicht ab ? im Gegenteil. Lea Herrmanns baut den Colivinganbieter Poha House auf und hat festgestellt, welchen Einfluss die Immobilienwirtschaft ausüben kann, "allein schon aufgrund ihrer wirtschaftlichen Kraft und Größe". Was also wäre, fragt sie sich, wenn die Branche auf breiter Basis nachhaltigere Produkte nachfragen würde? Darauf hofft sie. Und darauf, dass die Immobilienwelt insgesamt bunter wird. Würde die Branche im nächsten Jahr ein wenig jünger und weiblicher, wäre das schon "ein Schritt in die richtige Richtung", davon ist sie überzeugt.

Einen natürlichen Zugang zum Digitalen

Den wünscht sich auch Portfoliomanagerin Laura Henninger im nächsten Jahr. Auch mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft. "Ich hoffe auf ein normales Jahr", sagt sie und schiebt noch nach: "Und dass die Leichtigkeit wiederkommt." Für die Immobilienbranche sieht sie sich und ihre Altergenossen als (An-)Treiber. Für sie stehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Vordergrund.

Erwartungen an die neue Bundesregierung bringen sie alle mit. Gut, dass die nächste Generation hier ebenfalls mitredet. Kassem Taher Saleh ist der neue Obmann der Grünen für bau- und wohnpolitische Fragen und Bauingenieur. Er setzt auf einen ganzheitlichen Blick und will dafür einstehen, dass Wohnungs-, Bau-, Menschenrechts- und Klimapolitik Hand in Hand gehen.

Wer glaubt, dass unter 30-Jährige ausschließlich sorgenfrei und mit vielen Plänen durchs die Welt gehen, irrt gewaltig. Benedikt Rohletter wird etwas bang, wenn er das viele "billige" Geld sieht, das auf den Markt drängt. Auch durch Klima-Förderprogramme. Er mahnt an, hier das Gleichgewicht zu finden. Denn: "Energieeffizienz ist zusammen mit der Entwicklung neuer, ressourcenschonender Baustoffe sicher eine der derzeit wichtigsten Aufgaben der Branche." Die nächste Generation ist bereit Verantwortung zu tragen.



Robin Göckes

Beirat berät Geschäftsführung von Tattersall Lorenz

Köpfe 17.12.2021
Als Impulsgeber zu ESG-, Prozessoptimierungs- und Digitalisierungsfragen hat Tattersall Lorenz ein dreiköpfiges Gremium gegründet. Heike Gündling, Christian Schulz-Wulkow und Norbert Rolf ... 

Als Impulsgeber zu ESG-, Prozessoptimierungs- und Digitalisierungsfragen hat Tattersall Lorenz ein dreiköpfiges Gremium gegründet. Heike Gündling, Christian Schulz-Wulkow und Norbert Rolf sollen den Geschäftsführern zur Seite stehen.



Ein dreiköpfiger Beirat wird die Geschäftsführung bei Tattersall Lorenz Immobilienverwaltung und -management beraten. Das Gremium soll dabei v.a. Impulse zu den Themen ESG, Digitalisierung und Prozessoptimierung geben und setzt sich aus Heike Gündling, Christian Schulz-Wulkow und Norbert Rolf zusammen.

Als CEO der Markt- und Standortbewertungsplattform 21 Real Estate soll Gündling ihre Expertise für IT-Themen und zu Fragen zur Digitalisierung mitbringen. Die ehemalige Geschäftsführerin von Bilfinger Real Estate soll u.a. zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen beraten.

Berater für ESG- und Digitalisierungsthemen

Ebenfalls für Digitalisierungsthemen, aber auch für ESG-Fragen soll Schulz-Wulkow Ansprechpartner für die Geschäftsführung werden. Der Diplom-Kaufmann ist Managing Partner bei EY Real Estate und bringt Erfahrungen in der Beratung von institutionellen Immobilieninvestoren, Unternehmen, Banken und der öffentlichen Hand mit.

Rolf ist Geschäftsführer bei Brunata-Metrona und ehemaliger Geschäftsbereichsleiter von Strabag PFS. Er vertritt den Beirat als Berater für die Mess- und Energiedienstleistungen.

Janina Stadel

Hamburger Bürovermietungschef Niklas Guhlich verlässt Savills

Köpfe 10.12.2021
Niklas Guhlich, Teamleader Office Agency beim Maklerhaus Savills in Hamburg, verlässt das Unternehmen. Entsprechende Informationen aus dem Markt bestätigt Savills auf Anfrage der Immobilien ... 

Niklas Guhlich, Teamleader Office Agency beim Maklerhaus Savills in Hamburg, verlässt das Unternehmen. Entsprechende Informationen aus dem Markt bestätigt Savills auf Anfrage der Immobilien Zeitung.



Guhlich werde noch bis Ende Februar für Savills in Hamburg tätig sein, teilt die PR-Agentur von Savills mit. Wer Guhlich als Leiter Bürovermietung in der Hansestadt beerben wird, steht offenbar noch nicht fest.

Guhlich leitet das Office-Agency-Team seit Herbst 2017. Insgesamt hat er fast elf Jahre bei Savills verbracht und dort schon seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann absolviert. Zwischenzeitlich wechselte er für rund drei Jahre zur Rickmers Holding. In dieser Zeit machte er auch seinen Bachelor in BWL. Seit seiner Rückkehr zu Savills Mitte 2014 ist er die Karriereleiter kontinuierlich hochgeklettert.

Nach dem zum 1. Oktober 2020 erfolgten Abschied von Sascha Hanekopf, dem früheren Niederlassungsleiter von Savills in Hamburg, hätte Guhlich gemeinsam mit Dennis Petersen (Teamleader Investment) die Leitung der Hamburger Niederlassung übernehmen sollen. Das hatte Savills anlässlich der Bekanntgabe von Hanekopfs Wechsel zu Colliers im Mai 2020 angekündigt. Dann verpflichtete Savills im Sommer 2020 aber Matthias Huss von WeWork als neuen Niederlassungsleiter. Bei dem Coworkinganbieter arbeitete Huss nur gut ein Jahr. Vorher war er bei Cushman & Wakefield.

Harald Thomeczek