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Inbright geht mit Steffen Uttich unter die Fondsanbieter

Die Führungsriege von Inbright (v.l.): Johannes Nöldeke, Sebastian Pijnenburg, Steffen Uttich und Torsten Schmidt.

Die Führungsriege von Inbright (v.l.): Johannes Nöldeke, Sebastian Pijnenburg, Steffen Uttich und Torsten Schmidt.

Urheber: Fotograf Simon Wegener

Köpfe 02.09.2021
Projektentwickler Inbright wirbt mit Ex-Beos-Mann Steffen Uttich um institutionelle Anleger für Light-Industrial-Produkte. Überzeugen wollen Uttich und seine neuen - und zugleich alten - ... 

Projektentwickler Inbright wirbt mit Ex-Beos-Mann Steffen Uttich um institutionelle Anleger für Light-Industrial-Produkte. Überzeugen wollen Uttich und seine neuen - und zugleich alten - Kollegen Investoren u.a. mit "smarten Gebührenmodellen".

Der Berliner Light-Industrial-Entwickler Bright Industrial Investment benennt sich in Inbright um und will Fonds für institutionelle Investoren auflegen. Für den Aufbau des Fondsgeschäfts haben die Bright-Gründer einen Ex-Kollegen verpflichtet: Steffen Uttich, bis vor kurzem Leiter Kapitalmärkte bei Beos und nun Geschäftsführer bei Inbright Investment.

Johannes Nöldeke, Sebastian Pijnenburg und Torsten Schmidt haben Bright Industrial Investment Anfang des Jahres 2020 gegründet. Zwei der drei Herren haben ebenfalls eine Beos-Vergangenheit - ebenfalls wie der eine oder andere Inbright-Kollege bzw. die eine oder andere Kollegin. Uttich bildet gemeinsam mit Pijnenburg die Geschäftsführung des neuen Geschäftsfelds regulierte Anlagevehikel für institutionelle Anleger.

Der erste Fonds soll 2022 reif sein. Das Zielvolumen gibt Uttich "konservativ" mit mindestens 200 Mio. Euro an. Der Ex-FAZ-Immobilienredakteur Uttich, der sich einst am EBS REMI in Wiesbaden bei Nico Rottke fit für seinen Quereinstieg in die Immobilienbranche machte, will Anleger u.a. mit "Forward-Komponenten" und "smarten, flexiblen Transaktions- und Gebührenmodellen" für Inbright-Fonds, Club-Deals oder gern auch Einzelmandate gewinnen.

Harald Thomeczek

Thilo Wagner wird Geschäftsführer bei Values Real Estate

Thilo Wagner.

Thilo Wagner.

Quelle: Values Real Estate

Köpfe 17.08.2021
Nach rund 20 Jahren wechselt Thilo Wagner von Nuveen zu Values. Dort arbeitet er in der Geschäftsführung mit Dr. Henning Klöppelt und Sascha Basic zusammen. ... 

Nach rund 20 Jahren wechselt Thilo Wagner von Nuveen zu Values. Dort arbeitet er in der Geschäftsführung mit Dr. Henning Klöppelt und Sascha Basic zusammen.

Das Projektentwicklungs- und Investmentunternehmen Values Real Estate hat Thilo Wagner zum geschäftsführenden Gesellschafter für die beiden Geschäftsbereiche Health and Social Infrastructure und Prime Locations berufen. Er soll das Asset-Management und das Immobilienakquisitionsgeschäft bündeln und stärken.

Das Geschäftsfeld Health and Social Infrastructure leitet Wagner gemeinsam mit Dr. Henning Klöppelt, der sich als CIO der Values-Gruppe weiterhin vor allem um die Anlegerbetreuung und die strategische Produktentwicklung für den institutionellen Sektor kümmern wird. Auch im Geschäftsfeld Prime Locations gehört Klöppelt neben Wagner zur Geschäftsführung. Ebenso Sascha Basic, der mit Wagner das institutionelle Immobilienakquisitionsgeschäft verantworten wird.

Wagner ist seit 25 Jahren im Immobilieninvestmentgeschäft. Davon war der 52-Jährige zuletzt fast 20 Jahre bei Nuveen beziehungsweise den Vorgängergesellschaften TH Real Estate und Henderson Global Investors tätig. Unter anderem verantwortete er als Managing Director das deutsche Investmentgeschäft und leitete mehrere Teams für gesamteuropäische Anlagen in Österreich und den Beneluxländern.

Janina Stadel

Von Bloggerin zu Beraterin

Ihre Follower kennen Maike Kipker als Mrs Property.

Ihre Follower kennen Maike Kipker als Mrs Property.

Urheberin: Jessica Uhlig

Karriere 12.08.2021
Als Mrs Property berät Maike Kipker Privatinvestoren beim Wohnungskauf. Den Weg zum eigenen Business hat sie als Quereinsteigerin gefunden. Angefangen hat alles mit der ersten ... 

Als Mrs Property berät Maike Kipker Privatinvestoren beim Wohnungskauf. Den Weg zum eigenen Business hat sie als Quereinsteigerin gefunden. Angefangen hat alles mit der ersten Eigentumswohnung und einem Instagram-Account.

Als "Selfmade-Vermieterin", wie sie sich selbst nennt, hat sich Maike Kipker über Social Media bekannt gemacht. Unter dem Namen Mrs Property bloggt die 34-Jährige regelmäßig über ihre acht Eigentumswohnungen und gibt ihren Followern in kurzen Beiträgen Tipps, wie aus einer Immobilieninvestition eine Altersvorsorge werden kann. Mit ihren Posts erreicht sie allein auf der Plattform Instagram fast 6000 Interessenten, die gerne selbst in Wohnräume investieren würden statt in klassische Altersvorsorgeprodukte.

Kipker fand ihren Weg in die Immobilienbranche als Quereinsteigerin. Vor rund sechs Jahren setzte sie sich das Ziel, mit 40 nicht mehr in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Anfang des Jahres hat die studierte Molekularbiologin ihren Job an den Nagel gehängt und ihr eigenes Business als Beraterin gegründet. "Mein ganzes Wissen über Immobilien habe ich mir erst in den letzten Jahren angeeignet. Dabei gab es viele unterschiedliche Themen, in die ich mich hineinfuchsen musste", sagt sie. Ihre erste Wohnung habe sie 2019 gekauft. Inzwischen sind es acht.

"Ich habe über meine Wohnungen gebloggt. Dabei habe ich aus konkreten Zahlen nie ein Geheimnis gemacht und immer auch erklärt, wie viel Geld ich hineingesteckt habe, wie viel Miete reinkam und wie viel an die Bank floss", erzählt sie. Genauso offen sei sie mit Rückschlägen und Fehlentscheidungen umgegangen. Das Interesse ihrer Follower sei von Anfang an groß gewesen. "Mich haben viele Fragen und Kommentare erreicht. Den Account nur am Wochenende zu betreuen war schnell nicht mehr möglich."

Für ihre Posts benutzt sie viele Farben, erzählt in Videos aus ihrem eigenen Leben, oder präsentiert stolz Vorher-nachher-Fotos von Renovierungsarbeiten. "So erreiche ich meine Zielgruppe am besten", sagt sie. Denn ihre Beratungen wenden sich nicht an Großinvestoren, sondern an ein junges Publikum, das früh anfangen will, fürs Alter vorzusorgen. Ihr jüngster Kunde sei gerade mal 20 Jahre alt gewesen, als er mit einem Eigenkapital von 20.000 Euro die erste Wohnung kaufte - nach nur drei Monaten Suche. Den Zeitplan hat Kipker vorgegeben.

Standortanalyse als Basis für die Kaufentscheidung

"Es ist straff, aber wenn die Maschinerie erst einmal am Laufen ist, geht es schnell." In wöchentlichen Meetings gibt sie als Beraterin zunächst grundlegende Tipps. Ein wichtiger Punkt sei dabei die Standortanalyse, denn ihre Kunden kommen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. "Die Immobilienpreise gehen in manchen Regionen weit auseinander. Ich empfehle, die eigene Stadt auch einmal zu verlassen." Bis zu einer Stunde Fahrzeit sollten die Investoren bei Besichtigungsterminen in Kauf nehmen.

Dabei falle es ihren Kunden am Anfang meist schwer, in die Vermieterperspektive zu wechseln und eine Wohnung auszusuchen, die nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht. "Ein Ein-Zimmer-Appartement, das für die eigene Familie viel zu klein wäre, kann eine gute Investition sein", nennt sie ein Beispiel und denkt dabei vor allem an Großstadtlagen. "Bei Gebieten, in denen Abwanderung droht, rate ich ab. Denn wir wollen ja langfristig vermieten und unser Geld in der Zukunft verdienen."

Ebenfalls für viele am Anfang ungewohnt sei es, nicht nur auf die Wohnräume selbst zu achten, sondern auf die Gesamtimmobilie. "Wir prüfen nicht nur einzelne Wohnungen, sondern auch das gesamte Objekt. Besteht Sanierungsstau und sind nicht ausreichend Rücklagen vorhanden, rate ich ab - es sei denn, der Kaufpreis ist sehr günstig."

Dabei betont Kipker ihre Unabhängigkeit als Beraterin. "Weil ich weder ein Haus noch einen Kredit verkaufen will, kann ich komplett unabhängig beraten", sagt sie und erklärt, dass ihr Honorar nicht an ein Ergebnis gebunden ist, sondern an die Zeit, die sie in die Beratungen investiert. Einer ihrer grundlegenden Tipps sei daher, nicht nur bei der eigenen Hausbank nach einem Kreditangebot zu fragen. Die Kaufentscheidung selbst wolle sie am Ende aber nicht abnehmen. Ein weiterer Kniff von Kipker greift schon beim Start der Suche nach einem Investitionsobjekt: "Konkrete Suchanzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen waren schon oft erfolgreich."

Kipker selbst will als nächstes in ein Mehrfamilienhaus investieren. "Man geht ein persönliches Risiko ein, hat Verantwortung und auch einen Haufen Arbeit", fasst sie zusammen. "Doch am Ende lohnt es sich", sagt sie. Trotz ihrer acht Wohnungen im Ruhrgebiet wohne sie mit ihrem Mann selbst noch immer zur Miete in Köln. Einen verlässlichen Vermieter zu haben, weiß sie inzwischen viel mehr zu schätzen als noch vor wenigen Jahren.

Janina Stadel