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ICG wünscht sich stärkere Aufsichtsräte von KVGs

Karriere 29.04.2021
Der Klimawandel, die Pandemie, die Digitalisierung und die gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit stellen die Arbeit der Aufsichtsräte von Immobilien-Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) ... 

Der Klimawandel, die Pandemie, die Digitalisierung und die gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit stellen die Arbeit der Aufsichtsräte von Immobilien-Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) künftig vor größere Herausforderungen. In einem Praxisleitfaden hat das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) ein Best-of für die Besetzung dieser Gremien zusammengetragen.

Schluss mit dem Altherrenclub, bestehend aus schillernden Namen, alten Seilschaften und ausgedienten Geschäftsführern, die im Verborgenen agieren und allein die Geschäftszahlen im Blick haben. Ein solches Klischee von Aufsichtsräten, insbesondere bei denen von Kapitalverwaltungsgesellschaften, soll sich zu einem Bild von Gremien wandeln, die auf eine breite und tiefe Wissensbasis, eine klare Definition der Aufgaben, transparente Datengrundlagen und aktiven Anlegerschutz setzen. So wünscht es sich das ICG in seinem Praxisleitfaden. Unter der Leitung von Dr. Georg Allendorf, Susanne Eickermann-Riepe, Ingo Hartlief und Werner Knips hat ein Arbeitskreis mit weiteren namhaften Vertretern der Immobilienbranche ein Idealbild aus den aktuellen Begebenheiten in vielen KVG-Gremien zusammengesetzt.

Die Mischung macht's

Um auf die verschiedenen Herausforderungen der Zukunft zu reagieren, bedürfe es beispielsweise einer guten Mischung von internen Kennern des Geschäfts und von Branchenexternen, die etwa in Sachen Klimaeffizienz Input aus anderen Wirtschaftszweigen einbringen können. Mindestens die Hälfte des Aufsichtsrats sollte durch externe und unabhängige Experten besetzt sein, meint das ICG.

Mehr Transparenz bei der Vergütung

Zudem fordert das Institut bei der Besetzung der Posten im Aufsichtsrat transparentere Informationen zur Eignung der Kandidaten sowie letztlich auch ihrer Vergütung. Für letzteres gibt es eine Spanne von 34.500 bis 46.000 Euro für jährlich 15 bis 20 Tage an. Das seien Werte, die sich aus der Diskussion im Arbeitskreis ergeben haben, erklärt Allendorf. Allerdings könne der Tagessatz stark variieren, beispielsweise je nach Größe der KVG, dem Volumen des verwalteten Vermögens, Aufgaben und individueller Qualifikation der Aufsichtratsmitglieder, ergänzt Eickermann-Riepe.

Anke Pipke

Thorsten Brogt ist zurück bei E&V Investment Consulting

Köpfe 19.04.2021
Engel & Völkers Investment Consulting (Evic) begrüßt einen Rückkehrer: Thorsten Brogt (51) ist wieder Mitglied der Geschäftsleitung. Das war er schon von 2017 bis 2020. ... 

Engel & Völkers Investment Consulting (Evic) begrüßt einen Rückkehrer: Thorsten Brogt (51) ist wieder Mitglied der Geschäftsleitung. Das war er schon von 2017 bis 2020.

Dann wechselte Brogt im August 2020 zum Asset-Manager Lapithus Management, wo er als Director Real Estate den Aufbau einer deutschlandweiten Investment-Plattform für Value-Add-Wohnportfolios unterstützen sollte. Das Kürzel GRP steht für German Residential Platform.

Der Ausflug zu Lapithus dauerte nicht lange. Seit diesen Tagen ergänzt Brogt das Evic-Führungsteam um den geschäftsführenden Gesellschafter Kai Wolfram und die beide Geschäftsleiter John Kamphorst und Robert Reiter. Insgesamt war Brogt vor seinem Gastspiel bei Lapithus viereinhalb Jahre für Evic tätig.

Der Rückkehrer ist im Führungskreis vor allem für die Akquise neuer Transaktionsmandate und die Beratung von Bestandskunden bei der Restrukturierung und der Verwertung von Immobilien aus notleidenden Krediten und Kreditportfolios zuständig. Brogt ist sich sicher: "Coronabedingt wird es künftig einen intensiven Beratungsbedarf bei in Schieflage geratenen Immobilienkrediten geben. Entsprechend hoch wird hier die Nachfrage nach intelligenten Lösungsansätzen sein."

Harald Thomeczek

Values Real Estate befördert Michael Ringsgwandl

Köpfe 29.03.2021
Der Diplom-Immobilienökonom Michael Ringsgwandl steigt bei Values Real Estate auf. Der 32-Jährige übernimmt einen Geschäftsführerposten bei der Tochtergesellschaft Values Property Solutions. ... 

Der Diplom-Immobilienökonom Michael Ringsgwandl steigt bei Values Real Estate auf. Der 32-Jährige übernimmt einen Geschäftsführerposten bei der Tochtergesellschaft Values Property Solutions.

Michael Ringsgwandl beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren mit den gewerblichen Objekten, die Values Real Estate (früher DC Values) im Auftrag institutioneller Anleger oder gemeinsam mit Family Offices erwirbt. Dazu war er als Property-Manager bei der Verwaltungstochtergesellschaft (ehemals DCV Property Solutions) angestellt. Nun erklimmt er die Karrierestufe des Geschäftsführers von Values Property Solutions.

Seine ersten beruflichen Schritte machte der gelernte Immobilienkaufmann bei Dahler & Company. Dort verwaltete er Zinshäuser.

Holger Hörnig bekommt neuen Kollegen

Mit seiner Beförderung bei Values Property Solutions tritt Ringsgwandl an die Seite von Holger Hörnig, seit März 2018 in der Geschäftsführung. Ringsgwandl fokussiert sich auf das operative Geschäft mit den Gewerbeimmobilien wie innerstädtischen Geschäftshäusern und Bürogebäuden sowie Logistikobjekten und Ärztehäusern. Hörnig widmet sich indes der Organisationsentwicklung, Personalfragen, den Finanzen sowie der Verwaltung von Wohnimmobilien.

Values-CFO zieht sich aus dem Verwaltungsgeschäft zurück

Von Ringsgwandls Einsatz erhofft sich zudem Nicky Georg Kisitzky, CFO von Values Real Estate, eine Entlastung. Er zieht sich aus seiner Verantwortung für die Verwaltungstochter zurück. "Das stetige Wachstum der Values Unternehmensgruppe und die Implementierung der damit verbundenen Finanzierungsstrukturen verlangen den vollen Fokus auf meine Aufgabe im Management-Board", erklärt Kisitzky.

Anke Pipke

Julian Oertzen verlässt Exporo-Vorstand

Köpfe 15.03.2021
Der Schwarmfinanzierer Exporo verliert einen weiteren seiner Gründer. Julian Oertzen verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. ... 

Der Schwarmfinanzierer Exporo verliert einen weiteren seiner Gründer. Julian Oertzen verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Exporo-Mitgründer Julian Oertzen zieht sich zurück: Nach sieben Jahren Aufbautätigkeit bei dem Hamburger Immobilien-Crowdfundingunternehmen legt Ortzen zum 30. Juni 2021 sein Vorstandsmandat sowie alle Geschäftsführungstätigkeiten in den Tochtergesellschaften von Exporo nieder. Das Unternehmen bestätigte der Immobilien Zeitung entsprechende Medienberichte. Zuerst hatte der Blog Finanz-Szene über den Weggang berichtet.

Oertzen war entscheidend am Aufbau des Unternehmens beteiligt

In einem schriftlichen Statement betont Exporo, dass Oertzens Schwerpunkt auf der Gründung und dem Aufbau von Unternehmen liege. "Nach knapp sieben Jahren Aufbauarbeit bei Exporo und nunmehr 170 Mitarbeitern, geht es nun vor allem darum, das Unternehmen stärker auf Funktionen auszurichten und zu managen", teilt Exporo weiter mit. Bis zur Jahresmitte will Oertzen seine Projekte bei Exporo schrittweise an seine Kollegen übergeben.

Oertzen studierte Maschinenbau an der TU Dresden und startete seine Karriere bei der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group. 2014 gründete er zusammen mit den Simon Brunke, Jörn Maronde und Tim Bütecke Exporo.

Der Vorstand von Exporo sortiert sich neu

Bütecke verließ Exporo 2019, um sich verstärkt um sein Unternehmen HFH Hamburger Finanzhaus zu kümmern sowie als Business Angel in Proptechs zu investieren. Dafür kam im gleichen Jahr Zinsland-Gründer Carl von Stechow hinzu, der nach der Zusammenlegung seines Unternehmens mit Exporo dessen Vorstand ergänzte. Stechow wiederum wechselte jüngst mit Wirkung zum 1. März 2021 zum Leverkusener Projektentwickler Cube Real Estate.

Der Exporo-Vorstand besteht nun aus den beiden verbliebenen Gründern Simon Brunke (CEO) und Björn Marunde. Ebenfalls als Vorstandsmitglied gesetzt ist Herman Tange, der im Oktober 2020 von der niederländischen ING-Bank als CO-CEO zu Exporo wechselte. Der langjährige Bankmanager bringt die operative Erfahrung mit, die sich Exporo für die weitere Unternehmensentwicklung wünscht. Tanges offizielle Berufung in den Vorstand soll erfolgen, sobald die formellen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Ulrich Schüppler

Karim Esch beerbt Jörn Stobbe in UIIP-Geschäftsführung

Karim Esch.

Karim Esch.

Quelle: Union Investment

Köpfe 01.03.2021
Karim Esch (49) ist zum 1. März zum Geschäftsführer von Union Investment Institutional Property (UIIP) befördert worden. Der Hintergrund: Jörn Stobbe gibt sein Geschäftsführungsmandat bei ... 

Karim Esch (49) ist zum 1. März zum Geschäftsführer von Union Investment Institutional Property (UIIP) befördert worden. Der Hintergrund: Jörn Stobbe gibt sein Geschäftsführungsmandat bei UIIP ab, um sich bei der Schwestergesellschaft Union Investment Real Estate ausschließlich auf das Asset-Management zu konzentrieren.

In der Geschäftsführung der Hamburger Immobilien-KVG sitzt Esch jetzt Seite an Seite mit Wolfgang Kessler, Dr. Christoph Holzmann und Klaus Bollmann. Er soll sich in dieser Konstellation um das Service-Mandate-Geschäft kümmern, das in der Vergangenheit schon von ihm geleitet wurde und bis dato ein Gewicht von rund 8 Mrd. Euro erreicht hat.

Esch ist seit 2011 im Unternehmen. Am Anfang betreute er deutsche institutionelle Investoren und war für die Entwicklung neuer institutioneller Immobilienfonds für die Union-Investment-Gruppe zuständig. Im Jahr 2014 übernahm er als Gruppenleiter Fondsmanagement die Verantwortung für Service-KVG-Mandate und Immobiliendachfonds. Seitdem wurden unter seiner Regie 18 Immobilienspezial- und drei -dachfonds aufgelegt, 14 externe Asset-Manager unter Vertrag genommen und rund 300 Immobiliendeals abgeschlossen.

Vor seinem Wechsel zu Union Investment hatte Esch rund elf Jahre bei der Commerzbank verbracht, zuletzt bei der Commerz Grundbesitz-Spezialfondsgesellschaft bzw. der Commerz Real, u.a. als Leiter Institutional Sales.

Harald Thomeczek

Alexander Zahrt und Sascha Reuter starten als Emily Advisory

Köpfe 23.02.2021
Sascha Reuter (47) und Alexander Zahrt (44) haben sich mit der Firma Emily Advisory Real Estate Investment Partners in München selbstständig gemacht. ... 

Sascha Reuter (47) und Alexander Zahrt (44) haben sich mit der Firma Emily Advisory Real Estate Investment Partners in München selbstständig gemacht.

Bei Emily Advisory dreht sich alles um Investments in Wohn- und Büroimmobilien. Reuter und Zahrt kümmern sich für ihre institutionelle Kundschaft ums Deal Sourcing und greifen beratend ins Geschehen ein. Die ersten "strategischen" Partnerschaften mit Investoren stünden "kurz vor dem Abschluss", kündigen die beiden Gründer an. Flankierend zum Kerngeschäft wollen sie ihren Investoren auch Zugang zu den passenden Finanz-Joint-Venture-Partnern verschaffen.

Zu Zahrts vorherigen Stationen gehören Silverton Asset Solutions in Frankfurt (Director Transactions/2017 bis 2020) und Savills, wo er in München ebenfalls im Investment-Bereich tätig war (2010 bis 2017, zuletzt als Director). Im Laufe seines bisherigen Berufslebens ging ein Transaktionsvolumen von gut 2 Mrd. Euro durch Zahrts Hände. Einer der größten Deals war der Off-Market-Verkauf des Technologie Parks Köln.

Reuter war in den letzten fünf Jahren nach eigenen Angaben zuständig für die Akquisition einer Wohnimmobilien-AG in Deutschland und Österreich, wie er in der Pressemitteilung schreibt. Welche Immo-AG das war, sagt er nicht dazu. Er bringt ebenfalls ein Transaktionsvolumen mit Wohn- und Gewerbeimmobilien von ca. 2 Mrd. Euro auf die Waage.

Harald Thomeczek