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Alexander Heubes geht von Prologis zu Frasers

Alexander Heubes.

Alexander Heubes.

Quelle: Frasers Property Industrial

Köpfe 01.04.2020

Corona ist Sand im Jobgetriebe

Alexandre Grellier 2019 auf der Mipim im französischen Cannes. Die Immobilienmesse in ihrem gewohnten Format fiel dieses Jahr dem Virus zum Opfer.

Alexandre Grellier 2019 auf der Mipim im französischen Cannes. Die Immobilienmesse in ihrem gewohnten Format fiel dieses Jahr dem Virus zum Opfer.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Karriere 30.03.2020
Die Geschäfte mit deutschen Immobilien und der Jobmarkt für Immobilienprofis liefen seit Jahren Hand in Hand auf Hochtouren. Das Coronavirus hat dem Treiben zumindest kurzfristig einen ... 

Die Geschäfte mit deutschen Immobilien und der Jobmarkt für Immobilienprofis liefen seit Jahren Hand in Hand auf Hochtouren. Das Coronavirus hat dem Treiben zumindest kurzfristig einen Dämpfer verpasst. Arbeitgeber aus der Immobilienbranche können Stellen nicht mehr so schnell besetzen wie gewünscht oder beschränken ihre Recruiting-Bemühungen mitunter auf das Nötigste.

Der Datenraumanbieter Drooms schaut im Moment genau hin: Welche freien Stellen müssen jetzt wirklich besetzt werden, welche nicht? "Aktuell beschränken wir uns auf Positionen, die unser Kernbusiness vorantreiben. Dazu gehören vor allem neue Mitarbeiter für unseren Entwicklungsbereich", sagt Alexandre Grellier, CEO und Mitgründer von Drooms, mit Blick auf laufende Einstellungsverfahren.

Eine Verschlechterung der Auftragslage verzeichnet der Chef von 150 Mitarbeitern - von denen die meisten im Frankfurter Headquarter arbeiten, wenn sie nicht Corona-bedingt im Homeoffice sitzen - bisher nicht. Neue Jobs will Grellier daher auch weiterhin ausschreiben - allerdings, siehe oben, nur "relevante", sprich: in erster Linie im Bereich Entwicklung.

Jobs mit "niedrigerer Priorität" zurückgestellt

Das Proptech WiredScore, das in Deutschland elf Mitarbeiter und global 90 Leute beschäftigt, geht ähnlich vor wie Drooms. Aktuell schreibt zwar auch WiredScore weiterhin Stellen aus - aber eben auch nur solche, "die essenziell für unser Kerngeschäft sind bzw. schon vor der Corona-Krise mit höchster Priorität gesucht wurden", wie Geschäftsführer Sebastian Kohts erklärt. Bei allen anderen Positionen mit einer "niedrigeren Priorität" würden momentan alle Einstellungsverfahren zurückgestellt. Das weitere Vorgehen werde alle zwei Wochen neu evaluiert, so Kohts. WiredScore zertifiziert Gebäude in puncto digitale Infrastruktur.

"Es macht zurzeit keinen Sinn, neue Jobs auszuschreiben"

Ungleich kleiner als Drooms oder WiredScore ist das Beratungsunternehmen ImmoTiss care. Zusammen mit seiner Tochter Trasenix kommt die auf Sozialimmobilien spezialisierte Firma auf ein Dutzend Mitarbeiter. Da will jede Neueinstellung besonders gut überlegt sein. Vielleicht auch deshalb sagen Jochen Zeeh, Geschäftsführer von ImmoTiss care, und Oliver Zirn, der die Geschäfte von Trasenix führt: "Solange der weitere Verlauf der Krise und insbesondere des Shutdowns nicht abzusehen ist, macht es aus unserer Sicht keinen Sinn, neue Jobs auszuschreiben." Der Auftragseingang der nächsten Wochen und Monate sei schließlich kaum abzuschätzen.

Die Zuversicht hat Zeeh und Zirn nicht verlassen: Sie gehen davon aus, dass es sich bei dem herrschenden Ausnahmezustand "um einen überschaubaren Zeitraum von mehreren Wochen, maximal wenigen Monaten handelt, und danach die Dynamik am Markt für Healthcare-Immobilien zurückkehrt" - und damit die Arbeit für sie und ihre Mitstreiter.

"Die Pandemie verändert unsere Personalstrategie nicht"

Während andere mehr oder minder kräftig auf die Personalbremse treten, sieht die Hamburger Projektentwicklungs- und Investmentgesellschaft Quest Investment Partners aktuell keinen Grund für Zurückhaltung. "Die Corona-Pandemie veranlasst uns derzeit nicht, unsere Personalstrategie zu ändern. Wir haben viel zu tun und aktuell sechs interessante Stellen zu besetzen. Wir werden dafür unverändert geeignete Kandidaten rekrutieren", sagt Theja Geyer, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens mit aktuell 40 Beschäftigten.

"Der persönliche Kontakt bleibt maßgeblich" ...

Tobias Drasch aus der Geschäftsleitung des Handelsimmobilienentwicklers Ratisbona mit ca. 130 Mitarbeitern macht auf ein ganz praktisches Problem aufmerksam, das zurzeit so ziemlich alle Unternehmen haben dürften, wie offensiv oder defensiv sie auch unterwegs sein mögen. Ratisbona schreibe zwar "grundsätzlich weiterhin" Stellen aus und führe auch unverändert "erste" telefonische Gespräche, so Drasch. Von persönlichen Vorstellungsgesprächen sehe das Unternehmen aktuell aber "natürlich" ab.

"Daher gestaltet sich der Bewerbungsprozess derzeit länger als üblich", konstatiert Drasch. Denn allein nach Ferngesprächen stellen die Entscheider bei Ratisbona keine neue Kollegen ein: "Der persönliche Kontakt und Eindruck ist für uns weiterhin maßgeblich."

... darum ziehen sich Besetzungen zurzeit länger hin

Ähnliches lässt Ludwig von Busse, Co-Gründer und Geschäftsführer von Simplifa, verlauten: "Wir arbeiten derzeit bei Simplifa weiter nach Plan und stellen unverändert neue Mitarbeiter ein, die wir für die Umsetzung unserer Projekte dringend benötigen. Wir setzen beim Kennenlernen von potentiellen Mitarbeitern weiterhin auf das persönliche Gespräch, daher kann sich der Einstellungsprozess aufgrund der jetzigen Beschränkungen länger gestalten." Das im Bereich Aufzugsmanagement tätige Proptech zählt aktuell 40 Mitarbeiter.

Harald Thomeczek

JLL: Nick Jones als Übergangslösung für Logistikinvestments

Nick Jones.

Nick Jones.

Quelle: JLL

Köpfe 18.03.2020

Georg Starck heuert bei Blackstone an

Georg Starck.

Georg Starck.

Köpfe 20.02.2020
US-Finanzinvestor Blackstone legt die Leitung der Deutschlandgeschäfte seiner Logistikimmobilientochter Mileway in die Hände von Georg Starck. Starck, der Anfang 2018 vom Kölner ... 

US-Finanzinvestor Blackstone legt die Leitung der Deutschlandgeschäfte seiner Logistikimmobilientochter Mileway in die Hände von Georg Starck. Starck, der Anfang 2018 vom Kölner Logistikimmobilienunternehmen Alpha Industrial zum britischen Projektentwickler Verdion gewechselt war, tritt seine neue Stelle als Geschäftsführer von Mileway in Deutschland zum 1. Mai 2020 an.

Blackstone packte die Logistikimmobilien, die der Private-Equity-Gigant in den letzten Jahren in Europa zusammengekauft hat, im Herbst 2019 in die neue Gesellschaft. Mileway managt ein Portfolio aus 1.300 Logistikimmobilien mit zusammen 10,7 Mio. qm für die Letzte-Meile-Lieferung.

Auf Deutschland entfällt gut ein Fünftel davon: eine vermietbare Fläche von 2,3 Mio. qm, verteilt auf 176 Immobilien. Das ist der zweitgrößte Batzen des europäischen Logistikimmobilienportfolios von Blackstone - und dieser soll, wenig überraschend, noch größer werden. Mileway unterhält hierzulande Büros in Berlin, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart. Die Gebäude stehen - außer an den genannten Standorten - z.B. auch noch in Hamburg oder Köln. Mileway hat seinen Sitz in Amsterdam und beschäftigt gut 150 Leute.

Starck war bei Verdion Chief Investment Officer. Bei Alpha Industrial führte er vorher als kaufmännischer Geschäftsführer ein Team aus 20 Leuten. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren Schroder Property Investment Management und ING Real Estate.

Harald Thomeczek

Quest rüstet mit zwei Ex-JLL-Leuten weiter auf

Martin Schwientek ist jetzt Senior-Investment-Manager bei Quest.

Martin Schwientek ist jetzt Senior-Investment-Manager bei Quest.

Urheber: Martin Schwientek

Köpfe 18.02.2020
Der Projektentwickler und Investment-Manager Quest Investment Partners rüstet weiter personell auf. Das von Theja Geyer und Jan Rouven Künzel geführte Hamburger Unternehmen hat zwei ... 

Der Projektentwickler und Investment-Manager Quest Investment Partners rüstet weiter personell auf. Das von Theja Geyer und Jan Rouven Künzel geführte Hamburger Unternehmen hat zwei ehemalige Fachkräfte von JLL für den Aufbau einer Niederlassung in Frankfurt am Main an Bord geholt: Martin Schwientek (43) und Simon Speidel (45).

Schwientek und Speidel bringen zusammen 15 Jahre Berufserfahrung bei JLL auf die Waage. Sie haben bei dem Immobiliendienstleister an verschiedenen Großprojekten zusammengearbeitet und kennen sich auch im Rhein-Main-Gebiet aus. Die beiden werden sich in Frankfurt als Erstes um die rund 25.000 qm große Projektentwicklung Baseler Straße 46-48 / Gutleutstraße 80-82 und die Revitalisierung Hotel Hohenzollern in der Düsseldorfer Straße 1-7 kümmern, beides Objekte bzw. Projekte im Bahnhofsviertel.

Schwientek ist von Haus aus Architekt. Er war die letzten sechs Jahre bei JLL in Frankfurt tätig, zuletzt als Director Project & Development Services. Vorher hat er in verschiedenen Architekturbüros gearbeitet und war vier Jahre als Berater für Projektentwicklungen unterwegs.

Bauingenieur Speidel war neun Jahre bei JLL in Frankfurt und firmierte dort ebenfalls als Director im Bereich Project & Development Services. Vorher lebte und arbeitete er u.a. acht Jahre in Dubai und Abu Dhabi. Als Senior Project Manager beim Planungsbüro Tilke & Partners begleitete er in dieser Zeit vier Jahre lang verschiedene Entwicklungsprojekte und baute einen Standort in Doha/Katar auf.

Quest hatte dieser Tage erst mit der Verpflichtung von Ex-Commerz-Real-Vorstand Roland Holschuh für Schlagzeilen gesorgt. Der frühere Asset-Management-Chef der Fondsgesellschaft soll bei Quest das Geschäft mit Fonds für institutionelle Investoren in Gang bringen.

Und noch ein paar Zahlen: Quest hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 2016 nach eigenen Angaben mehr als 1,4 Mrd. Euro in 28 Objekte mit einer Fläche von zusammen knapp 217.000 qm gesteckt.

Harald Thomeczek