Karriere-News

Ihre gewählten Filter:

JLL verliert Leistungsträger in Essen

Köpfe16.08.2018
Das Maklerhaus JLL erleidet zum Jahresende 2018 den Verlust zweier "erfahrener Mitglieder des Bürovermietungsteams" in Essen. Namentlich nennt das Unternehmen Luisa Rotthaus, die früher von ... 

Das Maklerhaus JLL erleidet zum Jahresende 2018 den Verlust zweier "erfahrener Mitglieder des Bürovermietungsteams" in Essen. Namentlich nennt das Unternehmen Luisa Rotthaus, die früher von Gizycki hieß und nach einer Heirat umfirmierte. Rotthaus/von Gizycki kam im März 2016 zusammen mit Martin Höfler von Savills aus Düsseldorf zu JLL nach Essen. Das war der Startschuss für die Bürovermietungsaktivitäten von JLL im Ruhrgebiet. Martin Becker, der den Standort seit der Gründung im Frühjahr 2016 leitet, soll die vakant werdenden Stellen "schrittweise nachbesetzen".

Ob es sich beim zweiten Abtrünnigen um Höfler handelt und ob womöglich noch weitere Essener Kollegen JLL den Rücken kehren, behält das Unternehmen lieber für sich. Auf Anfrage teilt es lediglich vielsagend mit: "Die beiden senioren Mitarbeiter verlassen das Unternehmen zum Jahresende. Personalien unterhalb dieses Levels kommunizieren wir generell nicht."

Der Branchendienst Thomas Daily will erfahren haben, dass Cushman & Wakefield Rotthaus, Höfler und zwei weitere Junior-Kollegen abgeworben hat, um ein Büro in Düsseldorf aufzubauen. Cushman & Wakefield lehnte einen Kommentar dazu auf Nachfrage ab. Und JLL sowieso.

Harald Thomeczek

Von DIM zu JLL: Detlef Kalthoff springt zum nächsten Job

Detlef Kalthoff.

Detlef Kalthoff.

Urheber: Detlef Kalthoff

Köpfe15.08.2018
Ulrike Janssen verlässt JLL nach mehr als vier Jahren und gibt ihre Aufgaben als Head of Property Management Germany an Detlef Kalthoff weiter. Dieser hatte erst vor zehn Monaten den ... 

Ulrike Janssen verlässt JLL nach mehr als vier Jahren und gibt ihre Aufgaben als Head of Property Management Germany an Detlef Kalthoff weiter. Dieser hatte erst vor zehn Monaten den Geschäftsführerposten bei der DIM Property Value angenommen.

Detlef Kalthoff packt nach nur etwa zehn Monaten schon wieder die Umzugkartons und schleppt sein Hab und Gut aus seinem Büro bei der Berliner DIM Deutsche Immobilien Management. Dort war er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft DIM Property Value engagiert. Sein künftiger Schreibtisch steht bei JLL. Dort wird der Immobilienökonom (ebs) und MRICS mit Wirkung zum 1. September 2018 Head of Property Management Germany.

Schon seine Station vor der Zeit bei DIM war nur von kurzer Dauer. Nach rund anderthalb Jahren als Leiter REM und Vertrieb für die Strabag Property und Facility Services (Strabag PFS) sowie als Geschäftsführer der Strabag Residential Property Services strich er dort die Segel.

Kalthoff kann allerdings auch anders. Mehr als 20 Jahre blieb er seinem Xing-Profil zufolge BNP Paribas Real Estate treu, zuletzt etwa 13 Jahre lang als Geschäftsführer von BNPPRE Property Management.

Janssen geht, Czoske steigt auf

Bei JLL tritt Kalthoff damit die Nachfolge von Ulrike Janssen an, die sich nach Angaben des Immobiliendienstleisters "entschlossen hat, JLL auf eigenen Wunsch zu verlassen, um sich einer neuen Herausforderung auf Eigentümerseite zu stellen". Janssen war seit Sommer 2014 bei JLL.

Kalthoff wird bei seiner Arbeit von Thorsten Czoske (48) unterstützt. Er ist als künftiger Deputy Head of Property Management Germany gesetzt. Zu seinen Aufgaben zählt es, den Bereich Immobilienmanagement weiterzuentwickeln. Czoske kennt sich bei JLL bereits aus. Seit Juni 2017 ist er Team Leader Property Management Düsseldorf und bleibt das auch weiterhin.

Anke Pipke

Dr. Joachim Arenth

Visitenkarte Dr. Joachim Arenth

Visitenkarte Dr. Joachim Arenth

Karriere09.08.2018
Dr. Joachim Arenth (55) berät als geschäftsführender Gesellschafter von JenAcon mit Sitz in Osnabrück und Jena bei Transaktionen von Immobilienportfolios. Der gebürtige Ludwigshafener hat ... 

Dr. Joachim Arenth (55) berät als geschäftsführender Gesellschafter von JenAcon mit Sitz in Osnabrück und Jena bei Transaktionen von Immobilienportfolios. Der gebürtige Ludwigshafener hat American Studies, Geschichte und Politikwissenschaft in München studiert und in Internationaler Politik promoviert. Anschließend fand er als wissenschaftlicher Assistent bei der Universität der Bundeswehr in Hamburg den Berufseinstieg, bevor ihn McKinsey als Unternehmensberater zu weltweiten Einsätzen schickte. Für Bertelsmann war er dann meist als Head of Strategy in Gütersloh, München und New York unterwegs. 2006 folgte die Gründung von JenAcon.

Wo wohnen Sie zurzeit?

Wir haben eine Eigentumswohnung in Osnabrück am Westerberg, direkt über dem Büro, und eine in Jena, im Dachgeschoss eines umgebauten Schwesternheims.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Das ist definitiv mein Arbeitszimmer mit einem riesigen Schreibtisch, auf dem ich (als haptischer Mensch) meine Unterlagen in Papierform ausbreiten kann.

Haben Sie beim Bau dieser Immobilie oder bei einer anderen schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Das überlasse ich lieber den Experten. Ich plane, manage und behalte die explodierenden Kosten und die ausufernden Zeitpläne im Auge.

Was muss die perfekte Wohnung unbedingt haben?

Den "Ich komme nach Hause und fühle mich wohl"-Faktor. Das kann ein Altbau mit Stil sein, eine Wohnung mit Meerblick oder ein Landhaus zwischen Weinbergen. Das Herz entscheidet, und zwar binnen Bruchteilen einer Sekunde. Deshalb sollten Makler bei der Besichtigung einer Wohnung anfangs auch mal schweigen. Man kauft eine Wohnimmobilie nicht mit den Ohren, sondern mit den Augen und mit dem Herzen.

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Wenn die Zeit des Deal-Making vorüber ist, möchte ich am Meer spazieren gehen, vorbei an den wunderschönen weißen Strandhotels auf Usedom (deren Verkauf ich vor zwei Jahren unterstützt habe).

Wann, wo und womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Genauso wie als Schüler, mit Nachhilfe in Deutsch, Englisch, Französisch usw. Insgesamt unterrichtete ich zig Schüler, mit denen ich zum Teil heute noch befreundet bin. Einer ist übrigens ein Klient JenAcons. Ein anderer hat den Nobelpreis gewonnen, kein Scherz. Allerdings just in dem Fach, in dem ich ihn nicht unterrichtet habe.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

In der Immobilienbranche kann man viel Geld verdienen. Dies führt bisweilen bei einigen Marktteilnehmern zu dem Trugschluss, man könne dieses Ziel ohne Arbeit, mit, sagen wir, windigen Methoden erreichen. Kurzum: Mich stört die Geisteshaltung "Gier frisst Hirn".

Und was finden Sie besonders gut?

Man hat mit sehr vielen hochinteressanten Menschen zu tun - mit Eigentümern, Händlern, Fondsmanagern und Investoren aus aller Herren Länder. Zudem sind die schieren Dimensionen und Aufgaben in unserer Branche beeindruckend - und damit auch die Entfaltungsmöglichkeiten für ein spezialisiertes Unternehmen wie die JenAcon GmbH.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Das Landhaus meines Schwagers im pfälzischen Freinsheim, umgeben von Weinbergen. Eine Idylle. Schloss Elmau ist aber auch nicht übel.

Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen und warum?

Eventuell einige Gebäude aus der DDR-Zeit in den Ostseebädern, die das Ortsbild verschandeln. Sie passen leider nicht zur Bäderarchitektur. Man kann Einkaufszentren und Kliniken deutlich schöner bauen.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Was beruflich?

Es dauert schon lange, bis mich etwas wirklich auf die Palme bringt. Aber wenn, dann wären das gleichermaßen Faulheit, Bockigkeit, Selbstüberschätzung und Lügen.

Für welches private Vergnügen haben Sie zu wenig Zeit?

Gerne würde ich mehr spazieren gehen und mehr Kunstausstellungen besuchen sowie häufiger ins Theater, in die Oper oder auf Konzerte gehen.

IZ

Anschreiben verlieren an Bedeutung

Das Anschreiben ist für viele Bewerber ein Graus. Manch ein Unternehmen versucht, darauf zu verzichten. Ob das sinnvoll ist, bezweifeln andere.

Das Anschreiben ist für viele Bewerber ein Graus. Manch ein Unternehmen versucht, darauf zu verzichten. Ob das sinnvoll ist, bezweifeln andere.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: stockphoto-graf

Karriere02.08.2018
Die Deutsche Bahn tut es, manche Immobilienfirmen ebenso: Sie setzen die Hürden im Bewerbungsprozess bewusst niedrig, um Personal zu akquirieren. Dabei bleibt das Anschreiben oftmals auf ... 

Die Deutsche Bahn tut es, manche Immobilienfirmen ebenso: Sie setzen die Hürden im Bewerbungsprozess bewusst niedrig, um Personal zu akquirieren. Dabei bleibt das Anschreiben oftmals auf der Strecke. Ein Personalberater hält davon wenig. Das mache den Prozess ineffizient, sagt er.

Die Deutsche Bahn hat vor kurzem medienwirksam verlauten lassen: Wir wollen bei Bewerbungen um die Ausbildungsplätze ab 2019 auf ein Anschreiben verzichten. Mit diesem Experiment reagiert das Unternehmen auf den erhöhten Personalbedarf, der sich aus einer absehbaren Pensionierungswelle ergibt. Den Bewerbern soll es damit so einfach wie möglich gemacht werden, sich bei der Bahn zu bewerben, erklärt Bahn-Personalerin Carola Hennemann.

Damit befindet sich die Bahn zurzeit in einer ähnlichen Lage wie viele Immobilienunternehmen. Sie suchen ebenfalls händeringend nach Personal. Für manche ist es dann folgerichtig, die Hürde für Interessenten im Bewerbungsprozess möglichst niedrig zu halten. So gibt sich beispielsweise Piepenbrock Facility Management in Bezug auf die Bewerbung um Stellen wie in der Gebäudereinigung, im technischen Bereich, im Segment Sicherheit oder bei Gärtnerarbeiten recht anspruchslos. Interessenten können sich per Onlineformular ans Unternehmen wenden. "Hier sind nur Angaben zur Person, den möglichen Arbeitszeiten, dem Einsatzort sowie die Adressdaten erforderlich", teilt ein Sprecher mit. Die üblichen Bewerbungsunterlagen können, müssen aber nicht angefügt werden. Ein kompletter Verzicht auf ein Anschreiben wäre künftig durchaus denkbar. Ausnahmen sind Stellen mit erforderlichen Qualifikationsnachweisen. Im zweiten Schritt der Bewerbung nimmt Piepenbrock dann Kontakt zum Bewerber auf. Das kann ein ausführliches Telefonat oder gleich die Einladung zum Vorstellungsgespräch sein. Dort werden dann die weiteren Informationen abgefragt, die für die offene Stelle relevant sind.

Mit diesem Vorgehen will Piepenbrock auch Medienbrüche vermeiden. "Wenn beispielsweise der Bewerbungsvorgang am Upload des Anschreibens im pdf-Format vom Handy aus scheitert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Bewerber keinen zweiten Versuch unternimmt", erklärt der Sprecher.

Das Handy scheint in der FM-Branche ein durchaus gängiges Medium bei der Bewerbung zu sein. Nicht umsonst hat Bayern Facility Management im Frühjahr eine Recruiting-App zum Laufen gebracht. Zunächst wird den Bewerbern ein Unternehmensvideo gezeigt. "Dabei stellen wir uns als Unternehmen vor und zeigen, welche Berufsbilder es bei uns gibt", erklärt Cristina Muderlak, Projektverantwortliche fürs "Employer Branding" bei Bayern FM. Das macht vor allem deswegen Sinn, weil sich die App nicht auf konkret ausgeschriebene Stellen bezieht, sondern als ständig verfügbarer Kanal funktioniert. Anschließend dürfen die Bewerber drei Fragen zur eigenen Motivation per Selfievideo beantworten.

Die App erfülle das, was ein Anschreiben leiste, sagt Muderlak. "Man bekommt darüber ein Gefühl dafür, wer sich dort bewirbt." Im anschließenden Telefonat werden dann Fragen zur Motivation des Bewerbers gestellt. "Und dabei habe ich eine Tonspur", betont Muderlak. Die gebe deutlich mehr zur Person preis als ein ausformuliertes Anschreiben. Auch das Ausmaß an Deutschkenntnissen offenbare sich da bereits.

Nach dem ersten Bekanntwerden der App hat es über diesen Weg etwa 30 Bewerbungen bei Bayern FM gegeben. Aktuell ist die Android-Version fertig geworden, sodass Muderlak mit noch höherer Resonanz rechnet.

Auf den persönlichen Eindruck legen auch die Immobilienberater von Colliers International besonderen Wert. "Generell gilt es, die richtige Person mit den passenden Fähigkeiten im Unternehmen zu platzieren", sagt Carsten Liede, Head of Human Resources. "Zum Teil ergeben sich die ersten Gespräche ganz ohne Unterlagen über den persönlichen Kontakt zum Kandidaten oder Empfehlungen." Das gelte insbesondere bei der Besetzung offener Stellen, die mindestens eine dreijährige Berufserfahrung im Bereich Immobilienberatung voraussetzen. In anderen Fällen hält Liede angesichts des heutigen Fachkräftemangels zumindest das Anschreiben für verzichtbar. Der Lebenslauf ist es, den er als "das zentrale Dokument" bezeichnet.

Eine schlankere Bewerbung kommt derweil für den Kölner Wohnungsmakler Roland Kampmeyer nicht infrage. Im Gegenteil. Er sagt sich, dass ein qualifizierter Mitarbeiter, wie er ihn sucht, beispielsweise auch in der Lage sein sollte, seine komplette Bewerbung in eine einzige pdf-Datei zu packen. Auf ein Anschreiben will er dabei ungern verzichten. "Ja, es ist alles nicht so recht glaubwürdig, was da steht", gibt er zu. "Aber an einem Anschreiben erkennt man bereits eine gewisse Kreativität." Über Videotelefonate und mehrere Gespräche im Büro macht sich Kampmeyer dann ein genaueres Bild des Kandidaten.

Kampmeyer findet in Thomas Flohr, Managing Partner bei Bernd Heuer Karriere, einen Mitstreiter für das Anschreiben, gerade, aber nicht nur bei Führungspositionen. "Wer sich über den Lebenslauf für eine Stelle qualifiziert, für den sollte auch ein Anschreiben keine große Hürde sein." Er betont darüber hinaus die Kernaufgabe dieses Dokuments. Erst wenn sich ein Interessent eingehend mit dem Unternehmen, der ausgeschriebenen Stelle und seinen individuellen Stärken und Schwächen auseinandergesetzt habe und prägnant auf den Punkt bringt, wieso das alles so gut zusammenpasst, kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass der Bewerber bereit ist für den Job. "Und dass die Bewerbung keine Postwurfsendung ist."

Dieser wichtige Schritt der Reflexion ziehe sich später durch das gesamte Bewerbungsverfahren, berichtet Flohr aus seiner Erfahrung. Der Kandidat gehe gut vorbereitet in die Gespräche. Deswegen sei das Anschreiben auch vom Vorstands- bis zum Juniorposten eine gute Lösung.

Auf das Anschreiben zu verzichten, mache das Verfahren indes "komplett ineffizient". Denn es müssten andere Wege gesucht werden, die Motivation des Bewerbers zu erfragen. Telefonate, die sich einer Kurzbewerbung anschließen, sind nicht zu empfehlen. Das raube Zeit, binde Personal und koste Geld.

Anke Pipke

Claus Thomas schlägt das Kapitel LaSalle zu

Köpfe01.08.2018
Claus Thomas verlässt überraschend LaSalle Investment Management. Er war dem JLL-Konzern sage und schreibe 27 Jahre treu. ... 

Claus Thomas verlässt überraschend LaSalle Investment Management. Er war dem JLL-Konzern sage und schreibe 27 Jahre treu.

LaSalle-Urgestein Claus Thomas (54) kehrt dem Investmentmanager den Rücken. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von LaSalle Investment Management in Deutschland werde das Unternehmen "auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen" Anfang 2019 verlassen, teilt sein Arbeitgeber mit. Er wolle sich einer "neuen beruflichen Herausforderung stellen".

Philip La Pierre wird im September neuer Kontinentaleuropachef

Schwer zu sagen, ob Thomas' Abschied damit in Zusammenhang steht, dass er im November 2017 einen neuen Vorgesetzten bekam: Damals schlüpfte der bisherige Frankreichchef von LaSalle, Karim Habra, in die neu geschaffene Rolle des Head of Continental Europe. Thomas blieb Vorsitzender der Geschäftsführung der deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft von LaSalle und Geschäftsführer der in München ansässigen LaSalle GmbH. Die Positionen der Länderchefs in Europa - also auch die von Thomas - wurden jedoch abgeschafft. Neuer Kontinentaleuropachef von LaSalle IM wird Anfang September 2018 Philip La Pierre, zuletzt Co-Chief Investment Officer beim Investmentmanager Corestate. Anders als Habra, der von Paris aus agierte, wird La Pierre seinen Dienstsitz in München und London haben.

Thomas fing 1991 im JLL-Konzern im Bereich Capital Markets an. Dort blieb er bis zum Jahr 2000, als LaSalle Investment Management gegründet wurde. Thomas wechselte, baute die deutsche Niederlassung auf und blieb ihr 18 Jahre lang treu. Aus anfangs drei Mitarbeitern wurden knapp 50, das Immobilienvermögen wuchs auf über 2,5 Mrd. Euro an. Im Jahr 2010 wurde die KVG gegründet, deren Geschäfte Thomas seit 2013 führte. Außerdem saß er seit 2009 im europäischen Management Board von LaSalle.

Harald Thomeczek

Ab morgen gelten neue Spielregeln für Makler und Verwalter

Makler und Wohnimmobilienverwalter sind ab diesen Mittwoch zur Weiterbildung verpflichtet. Verwalter müssen außerdem neuerdings nachweisen, dass sie zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflicht abgeschlossen haben.

Makler und Wohnimmobilienverwalter sind ab diesen Mittwoch zur Weiterbildung verpflichtet. Verwalter müssen außerdem neuerdings nachweisen, dass sie zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflicht abgeschlossen haben.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: goodluz

Karriere31.07.2018
Morgen ist der 1. August 2018 - und ab diesem Tag gilt die neue Berufszulassungsregelung bzw. die Weiterbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter. Darauf erlaubt sich der Verband ... 

Morgen ist der 1. August 2018 - und ab diesem Tag gilt die neue Berufszulassungsregelung bzw. die Weiterbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter. Darauf erlaubt sich der Verband IVD Mitte hinzuweisen.

Die neue Berufszulassungsregelung sieht vor, dass WEG- und Miethausverwalter ab dem 1. August eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung beantragen müssen, wollen sie ihrer Tätigkeit (weiter) nachgehen. Immobilienmakler waren dazu schon in der Vergangenheit verpflichtet. Erteilt wird die Erlaubnis nur, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass er zuverlässig ist, in geordneten Vermögensverhältnissen lebt und eine Berufshaftpflicht gegen Vermögensschäden mit einer Deckungssumme von jährlich 500.000 Euro vorweisen können.

Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Berufshaftpflicht

Was unter "Zuverlässigkeit" zu verstehen ist - bzw. was nicht -, erläutert z.B. die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main auf ihrer Internetseite: Demnach besitzt die erforderliche Zuverlässigkeit "in der Regel nicht, wer in den letzten fünf Jahren vor Stellung des Antrags wegen eines Verbrechens (im Mindestmaß: Strafandrohung von einem Jahr oder mehr) oder wegen Diebstahls, Unterschlagung, Erpressung, Betrugs, Untreue, Urkundenfälschung, Hehlerei, Wuchers oder einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden ist".

Was den Aspekt "geordnete Vermögensverhältnisse" angeht, disqualifiziert sich laut IHK Frankfurt in aller Regel derjenige Antragsteller, über dessen Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist oder wenn er in das vom Insolvenzgericht oder vom Vollstreckungsgericht zu führende Verzeichnis (§ 26 Abs. 2 der Insolvenzordnung, § 882b der Zivilprozessordnung) eingetragen ist.

Immobilienverwalter, die schon als Verwalter unterwegs sind, haben übergangsweise bis zum 1. März 2019 Zeit, sich eine Erlaubnis zu besorgen.

Über Weiterbildungen muss erst auf Nachfrage informiert werden

Ab Mittwoch sind Immobilienverwalter und -makler außerdem dazu verpflicht, sich weiterzubilden, und zwar in einem Umfang von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Diese Pflicht gilt sowohl für den Geschäftsinhaber als auch für alle Beschäftigten, die direkt an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit - also an der Immobilienvermittlung oder -verwaltung - mitwirken. Makler und Verwalter müssen allerdings nicht automatisch, sondern erst auf Anfrage ihres Auftraggebers über ihre - berufsspezifischen! - Qualifikationen und absolvierte Weiterbildungen Auskunft geben. Auch gegenüber der erlaubniserteilenden Behörde müssen sie erst auf Nachfrage tätig werden und diesen Nachweis erbringen.

Der IVD Mitte lässt die Gelegenheit nicht aus, darauf hinzuweisen, dass er die neuen Hürden für Marktteilnehmer bei Weitem nicht hoch genug hält. Ein qualifizierter Sachkundenachweis, der im Gesetzgebungsverfahren für die neuen Spielregeln für Makler und Verwalter auf der Strecke blieb, ist für den Verband weiter das Maß der Dinge.

Harald Thomeczek