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"Mathematik macht mir schon immer Spaß"

Lukas Schuster ist Investment-Analyst bei Catella Property in München.

Lukas Schuster ist Investment-Analyst bei Catella Property in München.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Melanie Bauer

Karriere01.06.2017
Süß ist das Studentenleben - und endlich. Aus den meisten Immobilienstudenten wird irgendwann ein Absolvent bzw. eine Absolventin, der/die einen Job sucht. Wohl dem, der weiß, wohin er ... 

Süß ist das Studentenleben - und endlich. Aus den meisten Immobilienstudenten wird irgendwann ein Absolvent bzw. eine Absolventin, der/die einen Job sucht. Wohl dem, der weiß, wohin er will - und was ihn dort erwartet. Worauf sich gefasst machen muss, wer Projektentwickler werden will oder im Investment-Bereich arbeiten möchte, erfuhren die Besucher des IZ-Karriereforums von zwei Young Professionals.

Das Geschäft eines Projektentwicklers ist ziemlich zeitintensiv. Vor allem dann, wenn Mietverträge mit Ankermietern oder Kaufverträge mit Endinvestoren auf der Zielgeraden sind. "Die Projektentwicklung ist auf jeden Fall kein klassischer Nine-to-Five-Job", sagte Tobias Fuchs auf dem IZ-Karriereforum. In der Praxis heißt das: "Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht, denn jeder Arbeitstag und jedes Projekt hat seine eigene Dynamik. Dienst nach Vorschrift findet in der Projektentwicklung nicht statt."

Der 32-Jährige hat vor zwei Jahren beim Immobilienentwickler Landmarken aus Aachen als Projektentwickler angefangen und sich zum Projektleiter für Handelsimmobilien hochgearbeitet. "Es gibt immer Situationen, die ein erhöhtes Arbeitspensum erfordern. Realistisch sollte man von 45 bis maximal 60 Stunden in Ausnahmefällen ausgehen." Bei den vielen Kollegen und Kolleginnen, die bei Landmarken in Teilzeit arbeiteten, gelte dies natürlich nur entsprechend.

Einsatz wird belohnt: Das zeigen jedenfalls die Gehälter, mit denen Berufseinsteiger in der Projektentwicklung rechnen dürfen. "Ich glaube, in der Branche sind ca. 40.000 Euro nicht unüblich. Ich möchte jedoch nicht ausschließen, dass ein höherer Wert aufgrund der derzeit günstigen Marktlage und des spürbaren War for Talents durchsetzbar ist. Es gibt immer Ausreißer nach oben und unten." Mit einem Masterabschluss und erster (berufs-)praktischer Erfahrung seien auch höhere Einstiegsgehälter drin.

"Da die Projektentwicklung einen sehr hohen Komplexitätsgrad aufweist, würde ich persönlich immer zum Masterabschluss raten. Die zusätzlichen Semester vermitteln wichtige Fachkenntnisse und bieten die Möglichkeit, das eigene Profil zu schärfen." Die längere Verweildauer an der Universität oder Hochschule sollte allerdings mit praktischer Betätigung einhergehen: "Theorie ist das eine, Praxis das andere. Es ist wichtig, das theoretisch Erlernte frühzeitig in der Praxis anzuwenden." Sprich: Praktika machen oder Werkstudententätigkeiten ausüben.

Fuchs selbst brachte einen Masterabschluss in Raumplanung an der TU Dortmund mit zu Landmarken, und er hatte nach seinem Studium vier Jahre als Wirtschaftsförderer in Mülheim an der Ruhr mit Neuansiedlungen von Einzelhändlern oder Nach- bzw. Umnutzungen von Einzelhandelsimmobilien zu tun gehabt. Im Studium arbeitete er in einem Planungsbüro, das Kommunen bei Einzelhandelskonzepten berät.

Wer einen guten Job in der Projektentwicklung macht, für den sind mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung 80.000 bis zu 90.000 Euro drin - plus Bonus, verriet Fuchs seinen staunenden Zuhörern. Und mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung ist ein Vorrücken in den sechsstelligen Bereich möglich, "mit einem hohen erfolgsabhängigen Anteil und mit Personal- und Führungsverantwortung".

Doch wer zuerst ans große Geld denkt, zäumt das Pferd von hinten auf: Um in der vielzitierten "Königsdisziplin" der Immobilienwirtschaft Erfolg zu haben, sollte ein angehender Projektentwickler vorweisen können: ein betriebswirtschaftliches, juristisches oder technisches Studium als Basis - bei Landmarken arbeiten z.B. Architekten und Bauingenieure ebenso wie Geografen und Raumplaner -, sodann "unternehmerisches Denken", eine "generelle Immobilienaffinität", "analytisches und konzeptionelles Denken" sowie "Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick".

Wer sich ob dieses umfangreichen Anforderungskatalogs verbessern will, ist froh, wenn ihn der Arbeitgeber bei einer zeit- und kostspieligen Weiterbildung unterstützt. "Mir wurde", erzählte Fuchs, "zum Beispiel das Kontaktstudium Immobilienökonomie an der Irebs-Akademie ermöglicht." Nicht ganz uneigennützig, versteht sich: "Ich habe mich für 36 Monate an Landmarken gebunden und müsste bei einem Wechsel des Arbeitgebers die Weiterbildungskosten anteilig zurückzahlen."

"Kehrseite der Medaille" - so bezeichnete Lukas Schuster (24), seines Zeichens Investment-Analyst bei Catella Property in München, diese Art von Deal auf Nachfrage aus dem Publikum. Eine junge Zuhörerin hatte wissen wollen, ob Bindungsverträge als Gegenleistung für eine gesponserte Fortbildung üblich seien.

Schuster absolviert ein berufsbegleitendes Masterstudium in International Real Estate Management an der Akademie der Hochschule Biberach. Immerhin: Sein individueller Arbeitsvertrag sieht vor, dass Catella ihn für die elf Präsenzwochen seines MBA-Studiums freistellt, bei Lohnfortzahlung. Zusätzlich beteiligt sich sein Arbeitgeber in seinem Fall auch an den Studiengebühren, die zusammen mit den Reisekosten (Auslandsaufenthalte in London und Zürich) schnell bei rund 20.000 Euro liegen. Dafür wird von ihm erwartet, dass er Catella Property frühestens zwei Jahre nach Abschluss des MBA-Studiums verlässt.

Der 24-Jährige hat nach einem dualen Bachelorstudium in Wirtschaftsingenieurwesen, und zwar mit der Fachrichtung Facility-Management an der DHBW in Stuttgart, den Bereich gewechselt: Das Übernahmeangebot des DHBW-Praxispartners Strabag Property and Facility Services schlug Schuster aus: "Das war mein ganz persönlicher Wunsch, in den Bereich Immobilien-Investment bzw. die Transaktionsberatung zu wechseln: Investitionsrechnung und Finanzmathematik haben mir schon im Bachelor-Studium sehr viel Spaß gemacht".

Der junge Mann arbeitet für ein Maklerhaus, aber nicht als Makler, sondern eben als "Investment-Analyst". Was darunter zu verstehen ist, beschrieb er seinem studentischen Publikum so: "Ich begleite den gesamten Transaktionsprozess von der Akquise bis zur Due Diligence bzw. zur Beurkundung. Was mich dabei von einem Makler unterscheidet, ist, dass dieser den Anfang und das Ende des Prozesses übernimmt, ihm obliegen also die Akquisition und der Verkauf - alles andere übernehme ich als Investment-Analyst." Das umfasst u.a. das Erstellen von Markt- und Standortanalysen, Discounted-Cashflow- und Objektanalysen für Single-Assets oder Portfolios sowie die Aufbereitung von Vermarktungsunterlagen, die sein Maklerkollege später im Vertrieb nutzt.

Eine ausgeprägte Zahlenaffinität sollte also unbedingt mitbringen, wer Schuster nacheifern möchte. "Aber man sollte auch kommunikationsstark sein und gut Texte formulieren können, weil diese sich später in den Exposés wiederfinden und für die Vermarktung genutzt werden."

Welches Einstiegsgehalt in seiner Branche bzw. auf seiner Position möglich ist, sei "natürlich abhängig davon, welche Grundlage man mitbringt: eine Ausbildung, einen Bachelor oder einen Master". Da gingen die Gehälter natürlich "sehr schnell sehr stark auseinander". Kurzum: "Je nachdem, würde ich sagen, steigt man in der Region 35.000 bis 45.000 Euro ein. Im Schnitt kann man also mit rund 40.000 Euro rechnen."

Die Teilnehmer der aktuellen Studentenumfrage der IZ rechnen sich durchschnittlich fast 48.000 Euro nach dem Abschluss ihres jetzigen Studiums aus. Schuster erscheinen diese Vorstellungen "schon etwas ambitioniert. Sie könnten sich aber durch den derzeitigen - wie sagt man so schön - ‚War for Talents‘, den wir auch heute hier auf dem Karriereforum erleben, durchaus durchsetzen lassen." Nicht zu vergessen: "Die Gehälter werden natürlich durch den gegenwärtigen Marktzyklus beflügelt." Genau das sollte allzu optimistische Erwartungen jedoch dämpfen: "Wir haben seit mittlerweile acht Jahren ein positives Marktumfeld - das kann sich aber auch wieder ändern …"

Er selbst wird die nächste Sprosse auf der Karriereleiter im September nehmen. Dann schließt Schuster sein Masterstudium ab und darf sich Senior Investment-Analyst nennen. Danach hat er die Möglichkeit, Consultant zu werden. Als solcher könnte er auch den Anfangs- und Endpunkt des Transaktionsprozesses in die eigene Hand nehmen. Die nächste Stufe wäre eine Director-Position. "Das ist natürlich mit ambitionierten Zielvereinbarungen verbunden. Fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung und ein breites Netzwerk sollte man dafür schon mitbringen."

Karriereforum 2017

Knapp 400 Bewerber bzw. insgesamt rund 680 Teilnehmer kamen zur achten Auflage des IZ-Karriereforums an der Goethe-Universität in Frankfurt. Veranstaltet wurde die Jobbörse für die Immobilienwirtschaft von der Immobilien Zeitung und Heuer Dialog. Im Rahmen des Karriereforums fand der 8. RICS-Hochschultag mit der Hochschule Aschaffenburg als Partner statt. 42 Aussteller präsentierten sich dem Branchennachwuchs, darunter 34 Arbeitgeber: Aareal Bank, Angermann Real Estate Advisory, Apleona GVA, Arcadis, Beos, BNP Paribas Real Estate, Catella Property, CBRE, CEV Handelsimmobilien, Colliers, Commerz Real, Corpus Sireo, Cushman & Wakefield, Deka Immobilien, Deutsche Asset Management, DIC Asset, Drees & Sommer, Duff & Phelps Real Estate Advisory Group, ECE, GRR Real Estate Management, IC Immobilien, JLL, Kaufland, KPMG, Helaba, Lidl, OfficeFirst, OVG Real Estate, Patrizia Immobilien, PricewaterhouseCoopers, Savills, Triuva, Unibail-Rodamco und Union Investment Real Estate. Außerdem mit von der Partie waren acht Bildungseinrichtungen: ADI Akademie der Immobilienwirtschaft, Akademie der Hochschule Biberach, EBS Universität für Wirtschaft und Recht, EBZ Europäisches Bildungszentrum, Eipos Europäisches Institut für postgraduale Bildung, Irebs Immobilienakademie, Hochschule Anhalt und Technische Universität Berlin. hat

Harald Thomeczek

JLL-Aktionär macht Druck bei Vorstandsgehalt

Colin Dyer, Ex-CEO von JLL, hat in den vergangenen drei Jahren insgesamt 33 Mio. US-Dollar verdient.

Colin Dyer, Ex-CEO von JLL, hat in den vergangenen drei Jahren insgesamt 33 Mio. US-Dollar verdient.

Quelle: Imago, Urheber: Hoffmann

Karriere26.05.2017
Der drittgrößte Aktionär von JLL begehrt gegen die Spielregeln der Management-Vergütung auf. Besonders das Gehaltspaket, das Ex-CEO Colin Dyer zum Abschied geschnürt bekam, erregt den ... 

Der drittgrößte Aktionär von JLL begehrt gegen die Spielregeln der Management-Vergütung auf. Besonders das Gehaltspaket, das Ex-CEO Colin Dyer zum Abschied geschnürt bekam, erregt den Zorn des Londoner Investmentmanagers.

"Vollkommen unangemessen", so bezeichnet Mark Ferguson, Co-Chief Investment Officer von Generation Investment Management (Generation IM), in einer E-Mail an den Aktionärsberater ISS die 11,3 Mio. US-Dollar schwere Vereinbarung ("Retirement Agreement"). Diese hatte der Vergütungsausschuss von JLL extra für Dyers überraschenden Abschied nach zwölf Jahren als CEO aufgesetzt. In seiner Mail an ISS-Analysten, die er am 4. Mai um 15:42 Uhr abschickte, bittet Ferguson dringend um ein Gespräch. Das tue er selten, leitet er seine Nachricht ein, aber in diesem Fall sei es nötig. Schließlich habe ISS JLL eine sehr gute Corporate-Governance-Bewertung gegeben - einiger Missstände zum Trotz, die der Investment-Manager bei JLL ausgemacht zu haben glaubt.

Ferguson kommt schnell auf den Punkt: Dyers Erfolgsbilanz als CEO sei ziemlich überschaubar ("poor execution track record"), wettert Ferguson und verweist beispielhaft auf den "enttäuschenden" Gesamtertrag für die Aktionäre ("disappointing total shareholder returns") der vergangenen drei Jahre. Als Beleg fügt er seiner Mail ein Chart bei, das den dividendenbereinigten Kursverlauf des JLL-Papiers im Vergleich mit der Entwicklung des Aktienindex S&P 500 zeigt.

Kurzum: Dyers Gehaltspaket sei ein klarer Fall von "pay for failure". Der CEO des deutlich größeren Wettbewerbers CBRE habe nur halb so gut verdient wie Dyer, habe sein Unternehmen aber besser geführt. Wer in die traurigen Details ("sordid details") seiner Ruhestandsregelung eintauche, könne den Eindruck erhalten, Dyer habe diese selbst verfasst - und nicht ein unabhängiges Gremium, das im Interesse der Anteilseigner handle.

Auch Dyers Nachfolger Christian Ulbrich, der den Staffelstab im September 2016 übernommen hat, und die gesamte oberste Führungsriege bleiben von Fergusons Kritik nicht verschont: Die Bezahlung des neu ins Amt gekommenen CEOs und der anderen "Key Executives" sei viel zu stark am kurzfristigen Erfolg ausgerichtet. Die langfristige Entwicklung werde nur mit 30% gewichtet.

Doch damit nicht genug: Das Management-Team habe zuletzt durch die Bank Boni in Millionenhöhe erhalten, obwohl praktisch alle Zielwerte im vergangenen Jahr verfehlt worden seien und der Aktienpreis eingebrochen sei. Auch die Berechnung der langfristigen Vergütungskomponente sei problematisch. Sie orientiere sich nämlich nur zu 10% am Total Shareholder Return, jedoch zu 90% an zwei Kennzahlen, die leicht frisiert werden könnten, u.a. dem bereinigten Ebitda.

Diese Kennzahl als Maßstab für die Vergütung der Führungsriege verdiene besondere Aufmerksamkeit, schreibt Ferguson weiter: "Das Management kann die Zielvorgabe für das bereinigte Ebitda einfach durch den Zukauf von Unternehmen erfüllen - egal, ob diese Zukäufe den Shareholder Value erhöhen oder nicht." Und als ob das nicht schlimm genug wäre, fährt er fort, "ziehen sie alle Kosten ab, die mit diesen Zukäufen verbunden sind (daher das Wörtchen ‚bereinigt‘)".

Fergusons Fazit: Aus alledem habe man den Schluss gezogen, dass der Vergütungsausschuss ("Compensation Committee") nicht die Interessen der JLL-Aktionäre vertrete - und habe entschieden, bei der nächsten Hauptversammlung gegen dessen Wiederwahl zu stimmen. Auch Sheila A. Penrose, seit 2005 Chairman of the Board of Directors von JLL, will der mit 7,5% drittgrößte JLL-Eigner nicht wiederwählen. Und der vorgeschlagenen Vorstandsvergütung für das Management will man seinen Segen ebenfalls verweigern.

JLL weist die Vorwürfe vehement zurück: Das zehnköpfige Board of Directors um den neuen CEO Christian Ulbrich stehe voll und ganz hinter der Ruhestandsvereinbarung. Der Großteil der 11 Mio. USD hohen Gesamtvergütung habe sich Dyer mit seiner Leistung als CEO in den ersten neun Monaten 2016 verdient. Im Einzelnen sieht die Ruhestandsvereinbarung ein Grundgehalt von 750.000 USD, einen Bonus ("target annual incentive bonus") von 5,9 Mio. USD und einen Bonus für langfristige Zielerreichung ("long-term incentive payment") über 3 Mio. USD vor.

Der Rest sei ihm für Dienste gewährt worden, zu denen er sonst nicht verpflichtet wäre: u.a. JLL bis Ende 2017 bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie zu beraten (das war JLL 750.000 USD wert) und bis März 2018 weder für einen Wettbewerber von JLL tätig zu werden noch Mitarbeiter oder Kunden von JLL abzuwerben (1 Mio. USD).

Auch die grundsätzliche Kritik an den Vergütungsregeln für die Führungsspitze will JLL nicht gelten lassen: Diese seien "sorgfältig" und "angemessen" gestaltet und dienten sehr wohl den langfristigen Interessen der Anteilseigner. Die Struktur der seit zwei Jahren bestehenden Langfristvergütung habe den Beifall nicht nur von ISS, sondern auch des Aktionärsberaters Glass Lewis gefunden. Die 2016 gezahlten Gehälter seien im Gleichschritt mit dem gesunkenen Ergebnis geschrumpft. Der Ergebnisrückgang wiederum sei auf Investitionen u.a. in Technologie und Akquisitionen zurückzuführen. Und im bereinigten Ebitda seien nur die Kosten für eine abgeblasene Akquisition ausgeklammert.

In einem Schreiben an seine Anleger vom 16. Mai reagieren Ferguson und sein Co-CIO Miguel Nogales auf die Replik von JLL. Sie verweisen darauf, dass der Gewinn je Aktie nicht mit dem enormen Wachstum von JLL seit 2004 Schritt gehalten, sich dafür aber ein Schuldenberg aufgetürmt habe, und führen diese Entwicklung vor allem auf Fehlanreize für das Management ("poorly designed incentive programme") zurück.

Was Dyer angeht, legen die Investmentchefs von Generation IM nach: Sein Gehalt für 2016 belaufe sich auf mehr als 3% des 2016 erzielten Nettogewinns. Beim CBRE-Chef liege dieser Anteil bei unter 1%. In diesem Kontext erscheine ihnen ein Gesamtgehalt von 33 Mio. USD für Dyer in den vergangenen drei Jahren als "pay for failure", greifen sie Fergusons Formulierung aus der Mail an ISS auf. Gleichzeitig betonen sie, dass JLL mit Ulbrich an einem Wendepunkt angekommen sei. Aus Gesprächen mit ihm und anderen Board-Mitgliedern nehmen sie die Hoffnung auf ein in ihren Augen verbessertes Vergütungssystem mit einer stärkeren Ausrichtung auf den langfristigen Erfolg und einem höheren Anteil einer aktien- und nicht cashbasierten Vergütung. Die Hauptversammlung am 31. Mai 2017 verspricht Spannung.

Harald Thomeczek

Aussteller bringen über 400 Jobs zum IZ-Karriereforum mit

Einen Teil der Jobs, die die Arbeitgeber zum IZ-Karriereforum mitbringen, finden die Besucher an der Jobwall. Um das komplette Jobangebot der Unternehmen auszuloten, müssen sie aber die Stände der Aussteller aufsuchen.

Einen Teil der Jobs, die die Arbeitgeber zum IZ-Karriereforum mitbringen, finden die Besucher an der Jobwall. Um das komplette Jobangebot der Unternehmen auszuloten, müssen sie aber die Stände der Aussteller aufsuchen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Melanie Bauer

Karriere08.05.2017
42 Aussteller, 411 Jobs und ein Rahmenprogramm mit Bewerbungsmappencheck, Unternehmensvorstellungen, Vorträgen und dem 8. RICS-Hochschultag - das erwartet die Besucher des ... 

42 Aussteller, 411 Jobs und ein Rahmenprogramm mit Bewerbungsmappencheck, Unternehmensvorstellungen, Vorträgen und dem 8. RICS-Hochschultag - das erwartet die Besucher des IZ-Karriereforums am 20. Mai 2017 in Frankfurt.

Kontakte knüpfen können Studierende und Absolventen, Young Professionals und Fachkräfte mit größerer Berufserfahrung sowie Auszubildende und Schüler auf dem diesjährigen IZ-Karriereforum zu 34 Arbeitgebern und acht Bildungseinrichtungen. Viele Unternehmen stellen sich am 20. Mai 2017 auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt erstmals oder nach längerer Abstinenz wieder auf der IZ-Jobbörse ins Arbeitgeberschaufenster: so die Deutsche Asset Management (der Vermögensverwalter der Deutschen Bank), die Maklerhäuser Angermann, Colliers und Catella, der Projektentwickler OVG, die Unternehmensberatung PwC, die beiden Banken Helaba und Aareal sowie der Spezialfondsmanager Triuva.

Stellen für Berufsanfänger und erfahrene Fachkräfte

Gespräche mit den diversen Arbeitgebern, Hochschulen und Weiterbildungsinstituten können die Teilnehmer vorab über die Karriereforum-Verwaltung vereinbaren. Unter den 400 Jobs, die die Aussteller mitbringen, finden sich nicht nur Stellenangebote für Berufseinsteiger. Auch Positionen für junge Berufserfahrene und ältere Fachkräfte sowie Praktika und Werkstudentenjobs sind darunter. Bis zu acht Jobs kann jeder Aussteller an die Jobwall pinnen, die restlichen Jobangebote warten an den Ständen auf die Besucher.

Kontakte knüpfen, Gespräche führen - dabei muss es nicht bleiben: "Wir haben im Nachgang zum IZ-Karriereforum 2016 mit vielen interessanten Nachwuchstalenten gesprochen und daraus drei neue Mitarbeiter für unsere Unternehmensgruppe rekrutiert", sagt Markus Reinert, Vorstandsvorsitzender und CEO der IC Immobilien Gruppe. Der Immobiliendienstleister zeigte im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf dem IZ-Karriereforum Präsenz als Arbeitgeber. Der Ertrag: Zwei Studenten wurden als Praktikanten für das technische bzw. das kaufmännische Property-Management gewonnen, ein weiterer fing direkt als Werkstudent bei IC Immobilien an. "Die beiden Praktikanten sind nun unbefristet als Werkstudenten für uns tätig", erzählt Reinert. Der dritte Student hat später ein Trainee-Programm bei IC absolviert - und nun eine Festanstellung als Junior Property-Manager in der Frankfurter Niederlassung erhalten.

Tickets für das IZ-Karriereforum 2017 können für 39 Euro online über http://www.iz-jobs.de/karriere/karriereforum/anmeldung.php gekauft werden. Anmeldeschluss ist der 17. Mai 2017. Kurzentschlossene können sich Tickets auch noch an der Tageskasse sichern, zum Preis von 49 Euro das Stück.

Harald Thomeczek

Knoflach als einflussreichste Immofrau des Jahrzehnts geehrt

Barbara Knoflach, hier zu sehen in Cannes auf der diesjährigen internationalen Immobilienmesse Mipim.

Barbara Knoflach, hier zu sehen in Cannes auf der diesjährigen internationalen Immobilienmesse Mipim.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek

Karriere02.05.2017
Barbara Knoflach hat den Award für die "Most Influential Woman of the Decade" des Fachmagazins PropertyEU erhalten. Frauen in einer vergleichbaren Position und mit einer ähnlichen ... 

Barbara Knoflach hat den Award für die "Most Influential Woman of the Decade" des Fachmagazins PropertyEU erhalten. Frauen in einer vergleichbaren Position und mit einer ähnlichen beruflichen Vita wie Knoflach seien in der europäischen Immobilienwirtschaft dünn gesät, so die Preisverleiher.

Barbara Knoflach ist zur einflussreichsten Frau der Immobilienwirtschaft in Europa gewählt worden. Der Preis für die "Most Influential Woman of the Decade" wurde Knoflach Ende April im Rahmen der Verleihung der "Deal of the Decade Awards" des Fachmagazins PropertyEU in London überreicht.

"Frauen, die erfolgreich sein wollen, müssen besser sein als der durchschnittliche Mann auf derselben Position. Barbara verfügt über Kompetenz, sie brennt für ihre Sache, macht ihren Job mit Hingabe und hat einen großen Sinn für Humor", sagte Judi Seebus, Chefredakteurin von PropertyEU. Nicht zu vergessen: Sie sei eine der Pionierinnen der europäischen Immobilienwelt - und eine der wenigen Frauen, die heute eine so hochrangige Position bekleiden.

"Eine Quelle der Inspiration für jeden, der in der Branche arbeitet"

Durch ihre Führungsposition bei BNP Paribas Real Estate und ihren Einfluss auf das Geschehen an den europäischen Gewerbeimmobilienmärkten sei sie eine Quelle der Inspiration für jeden, der in der Branche arbeitet, so Martina Malone vom "Woman of the Decade"-Sponsor Prologis.

Knoflach leitet seit Sommer 2015 als Global CEO Investment Management den gleichnamigen Geschäftsbereich von BNP Paribas Real Estate. Zuvor war sie mehr als 20 Jahre lang bei der SEB: zunächst, ab 1999, als Geschäftsführerin der Investmentgesellschaft und seit 2005 als CEO von SEB Asset Management. Ihre ersten Schritte in der Berufswelt hatte sie nach einem BWL-Studium 1986 bei der Deutschen Bank in Frankfurt in der Projektfinanzierung gemacht. 1991 wechselte sie innerhalb des Deutsche-Bank-Konzerns zur Immobilientochter in den Bereich Consulting und Research.

Das Wörtchen Dekade bezieht sich übrigens auf die vergangenen zehn Jahre, also die Zeit des Bestehens von PropertyEU.

Harald Thomeczek