Karriere-News

Das nächste große Maklerhaus geht in Kurzarbeit

Karriere 30.04.2020
Avison Young und JLL haben es schon getan, BNP Paribas Real Estate und NAI apollo auch: Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Mit Savills reagiert nun der nächste Spieler unter den großen ... 

Avison Young und JLL haben es schon getan, BNP Paribas Real Estate und NAI apollo auch: Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Mit Savills reagiert nun der nächste Spieler unter den großen Gewerbeimmobilienmaklern in Deutschland mit dieser Maßnahme auf die Corona-Krise.

"Wir hatten ein sehr gutes erstes Quartal und haben im April die Lage analysiert, damit die zukünftigen Maßnahmen nicht auf Vermutungen aufbauen", erläutert Marcus Lemli, CEO von Savills in Deutschland und Head of Investment Europe. Die Analyse mit Blick auf Deutschland ist nun abgeschlossen: "Um auf die aktuelle und die zu erwartende Marktentwicklung zu reagieren, haben wir zum 1. Mai Kurzarbeit eingeführt", sagt Lemli.

Von den großen Gewerbemaklerhäusern hierzulande befinden sich damit viele in Kurzarbeit: BNP Paribas Real Estate, JLL, Avison Young oder NAI apollo. Der Hintergrund: Nicht zuletzt auf den Investmentmärkten ist es mit den Verwerfungen durch die politischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus ruhiger geworden. Mit der Kontaktsperre sind zudem Besichtigungen oder andere Kundentermine, vor allem mit internationaler Klientel, schwieriger geworden.

Cushman & Wakefield kommt bislang ohne Kurzarbeit aus

Dennoch ausdrücklich nicht in Kurzarbeit gegangen ist bis jetzt Cushman & Wakefield. Bis dato bedeckt hält sich CBRE. Kurzarbeit ist allerdings auch nicht das einzige Mittel der Liquiditätssicherung. Als ein anderes mögliches Instrument gilt z.B. allgemein die Verschiebung von Gehaltserhöhungen oder Bonusauszahlungen.

Details zum Umfang oder zu einer Aufstockung des Kurzarbeitergelds bei Savills nannte Deutschlandchef Lemli nicht. In den anderen Häusern sind je nach Abteilung Reduzierungen der Arbeitszeit um 50% oder 60% nicht unüblich. Manche Abteilungen sind auch ganz davon ausgenommen. Gravierende Unterschiede gibt es dem Hörensagen nach in puncto Auffüllung des Kurzarbeitergelds: Während bestimmte Maklerunternehmen komplett oder zumindest teilweise aufstocken, sichern andere die Liquidität lieber maximal und verzichten auf diese Möglichkeit.

Harald Thomeczek

C&W-Deutschlandchef Postleb spendet für Kollegen

Karriere 24.04.2020
Yvo Postleb, Head of Germany von Cushman & Wakefield (C&W), verzichtet zugunsten von Kollegen, die von der Corona-Krise betroffen sind, auf einen Teil seines Gehalts. ... 

Yvo Postleb, Head of Germany von Cushman & Wakefield (C&W), verzichtet zugunsten von Kollegen, die von der Corona-Krise betroffen sind, auf einen Teil seines Gehalts.

Das globale Management von C&W hat den Global Employee Assistance Fund vor einer Woche aufgelegt. Die Konzernlenker verzichten auf 20% bis 25% ihres Grundgehalts.

"Der Fonds hilft C&W-Mitarbeitern weltweit, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen sind. Es ist uns ein Anliegen, dieses Projekt auch aus Deutschland heraus zu unterstützen", teilt Verena Bauer, Head of Marketing & Communications Germany, auf IZ-Anfrage mit. Postleb verzichtet ab sofort auf einen Teil seines Gehalts und spendet diesen in den Fonds. Einen genauen Prozentsatz mochte Bauer nicht nennen.

Der einzige Spender in Deutschland ist Postleb nicht: "Die Resonanz der deutschen Mitarbeiter auf den Fonds und auf die Möglichkeit, sich mit besonders betroffenen Kollegen solidarisch zu zeigen, war sehr positiv", versichert Bauer. Genaueres ist jedoch auch hierzu nicht bekannt: Das Unternehmen würde das Engagement seiner Leute "nicht auf Personenebene tracken".

CEO Brett White zufolge will C&W mit dem Hilfsangebot vor allem jene Kollegen unterstützen, die ihren Arbeitsort nicht in die heimischen vier Wände verlegen können, sondern für die Sauberkeit, Sicherheit und Betriebstüchtigkeit von Gebäuden, die auch in der Krise funktionieren müssen, garantieren: Hausmeister, Handwerker oder Hausverwalter. Grundsätzlich steht das Hilfsangebot aber allen Kollegen in Regionen offen, die von der Corona-Krise betroffen sind.

Harald Thomeczek

Makler machen Kurzarbeit

Messestände gehören erstmal der Vergangenheit an.

Messestände gehören erstmal der Vergangenheit an.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Sell

Karriere 09.04.2020
JLL schickt Teile seiner deutschen Mannschaft im Zuge der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. Auch mit Gehaltskürzungen und verschobenen Gehaltserhöhungen versucht das Unternehmen, den ... 

JLL schickt Teile seiner deutschen Mannschaft im Zuge der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. Auch mit Gehaltskürzungen und verschobenen Gehaltserhöhungen versucht das Unternehmen, den Auswirkungen der Krise auf der Kostenseite entgegenzusteuern. Auch andere Maklerhäuser reagieren auf die Verunsicherung an den Investment- und Vermietungsmärkten - aber nicht alle.

Bei JLL haben das Global Executive Board um den deutschen CEO Christian Ulbrich und das Global Board of Directors Kürzungen ihrer Grundgehälter für den Rest des laufenden Jahres zugestimmt. Weitere Führungskräfte haben nach Unternehmensangaben ebenfalls zugesagt, auf Teile ihrer Vergütung zu verzichten. In Deutschland und einigen anderen Ländern "ergreift JLL darüber hinaus Vergütungsanpassungen innerhalb der jeweiligen arbeitsrechtlichen Richtlinien", wie die deutsche Kommunikationsabteilung wissen lässt.

Auf Nachfrage präzisiert JLL: "Hierzu zählen z.B. Arbeitszeitverkürzungen in ausgewählten Teilen des Unternehmens und in ausgewogenem Maße unter Inanspruchnahme der jeweiligen staatlichen Programme, gesonderte Urlaubsregelungen und die Verschiebung von Gehaltserhöhungen für höher vergütete Mitarbeiter." In Deutschland beschäftigt der Immobilienmakler und -dienstleister rund 1.400 Menschen, weltweit sind es ca. 93.000.

Auch die deutsche Tochter des kanadischen Maklerhauses Avison Young führt Kurzarbeit ein und kürzt vorübergehend die Gehälter. Damit will das Unternehmen die Jobs der mehr als 60 Beschäftigten hierzulande sichern. Der Mutterkonzern hatte bereits zuvor "Pay Cuts" für Manager und Angestellte angekündigt. Damit sollen Zwangsurlaube und Entlassungen minimiert werden, wie das Unternehmen mitteilte. Medienberichten zufolge sollen die Beschäftigten Abstriche zwischen 10% und 50% hinnehmen. Wie lange die Maßnahme gelten soll, lässt das Management offen. Weltweit hat die Gruppe rund 6.600 Mitarbeiter.

Bei NAI apollo sind "weder Entlassungen noch Gehaltskürzungen geplant", sagt Andreas Wende, Geschäftsführer und Managing Partner der apollo real estate holding. "Kurzarbeit gibt es zwar auch bei uns; es geht um ca. 60% der Arbeitszeit." NAI apollo stockt die Grundgehälter aber im Gegenzug zur Arbeitsverkürzung auf 100% auf: "Wir gleichen den Mitarbeitern die Reduzierung bis auf Weiteres komplett aus. Wir stehen auch in schwierigen Zeiten zu unseren Mitarbeitern!"

Kein Thema ist Kurzarbeit bis dato für Savills Germany. "Wir hatten ein sehr erfolgreiches erstes Quartal; somit sind alle Teams mit der Abarbeitung der Deals gut ausgelastet. Kurzarbeit wurde bei uns aktuell nicht eingeleitet", sagt Savills-Deutschlandchef Marcus Lemli. Ob diese Maßnahme noch bei Savills in Deutschland eingeführt wird, "hängt von der Entwicklung ab. Wir bewerten wöchentlich die Situation und entscheiden, ob es Veränderungen in unserem Maßnahmenkatalog geben muss oder nicht." Auch von zurückgestellten Gehaltsanhebungen weiß Lemli nichts zu berichten: "Gehaltserhöhungen werden wie geplant durchgeführt."

Cushman & Wakefield (C&W) Germany begegnet der Beruhigung der Immobilieninvestment- und Vermietungsmärkte kommunikativ offensiv. Das Unternehmen gibt bekannt, 2.300 m² Bürofläche im Berliner Neubauprojekt The Westlight gemietet zu haben. Der neue Berlinsitz bietet rund 50% mehr Platz als die beiden bisherigen Berliner Büros. Und den wird C&W auch brauchen, wenn das Maklerhaus seine Pläne für einen mittelfristigen Ausbau der Berliner Mannschaft von aktuell 86 auf dann 100 Köpfe trotz der Corona-Krise umsetzen kann. Der Mietvertrag wurde bereits Ende 2019, vor dem Ausbruch des Coronavirus, unterzeichnet.

Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany und Leiter der Hauptstadtniederlassung, sieht bislang keinen triftigen Grund, ganz grundsätzlich von den gesteckten Wachstumszielen abzurücken: "Das Geld, das überall rausgezogen wurde und jetzt auf der Seitenlinie liegt, muss irgendwann wieder aufs Spielfeld zurück." Er räumt aber ein, sein Rekrutierungsziel für das von ihm geführte bundesweite Investmentteam für das laufende Jahr "hinterfragt" zu haben: "Im Moment sind doch alle mit angezogener Handbremse unterwegs und warten ab, bis sich die Wolken verziehen." Mittelfristig soll der Investmentbereich an allen deutschen Standorten zusammen von zurzeit 55 Kollegen auf 60 bis 70 Leute aufgestockt werden. Wie schnell, hänge vom Verlauf der Krise ab.

Von arbeitsrechtlichen Handlungsmöglichkeiten sieht C&W nach eigenen Angaben bislang ab: "Wir haben zurzeit keine Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Ähnliches geplant. Natürlich beobachten wir den Markt und die Entwicklung aber weiterhin sehr genau", teilt Verena Bauer, Head of Marketing & Communication bei C&W in Deutschland, mit. Hierzulande beschäftigt das Unternehmen rund 400 Menschen, weltweit sind es 51.000.

Peter Dietz,Harald Thomeczek

C&W startet Investmentgeschäft in Düsseldorf

So leer wie auf diesem Messestand ist es auf den Investmentmärkten nicht.

So leer wie auf diesem Messestand ist es auf den Investmentmärkten nicht.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Sell

Köpfe 09.04.2020
Cushman & Wakefield (C&W) gibt in Düsseldorf den Startschuss für das Geschäftsfeld Capital Markets. Zwei neue Leute fangen in wenigen Tagen damit an, diesen Bereich in der ... 

Cushman & Wakefield (C&W) gibt in Düsseldorf den Startschuss für das Geschäftsfeld Capital Markets. Zwei neue Leute fangen in wenigen Tagen damit an, diesen Bereich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt für das Maklerhaus aufzubauen.

Mitten in der Corona-Krise tritt Angelo Augenbroe (40) an, als Head of Capital Markets den bislang nicht in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vertretenen Geschäftsbereich hochzuziehen. Augenbroe steht der Senior Consultant Fabian Dahlmanns zur Seite. Beide fangen am 15. April 2020 an. Augenbroes direkter Vorgesetzter ist Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei C&W.

Augebroe kommt von CBRE, wo er neun Jahre als Senior Director im Büroinvestment Transaktionen im Raum Düsseldorf einfädelte. Dahlmanns war vorher drei Jahre Real Estate Consultant bei Deloitte.

C&W war erst Ende 2018 nach Düsseldorf gekommen. Bisher war das Unternehmen dort nur in den Bereichen Bürovermietung, Global Occupier Services und Project & Development Services tätig. Geleitet wird die Niederlassung von Luisa Rotthaus.

Der Immobilienberater hat sich außerdem Simon Rothenbusch für sein Investmentgeschäft in Nordrhein-Westfalen geangelt. Rothenbusch kümmert sich um das Ruhrgebiet, ist aber Teil des National Capital Markets Teams, das von Michael Fleck geleitet wird. Bei C&W angefangen hat Rothenbusch schon am 1. April.

Harald Thomeczek

C&W schafft Platz für zusätzliche Mitarbeiter

Stand heute plant C&W, das neue Berlin-Büro im Oktober 2020 zu beziehen.

Stand heute plant C&W, das neue Berlin-Büro im Oktober 2020 zu beziehen.

Quelle: Barings Real Estate, Urheber: Grüntuch Ernst Architekten

Karriere 06.04.2020
Die beiden Berliner Standorte von Cushman & Wakefield (C&W) platzen aus allen Nähten. Der Gewerbeimmobilienmakler und -dienstleister verlässt seine Bestandsbüros am Potsdamer ... 

Die beiden Berliner Standorte von Cushman & Wakefield (C&W) platzen aus allen Nähten. Der Gewerbeimmobilienmakler und -dienstleister verlässt seine Bestandsbüros am Potsdamer Platz 5 und im Sony Center deshalb und zieht in den Neubau The Westlight um.

C&W hat in dem 60 m hohen Büroturm in der City West zwei Etagen mit 2.300 qm gemietet. Zum Vergleich: Aktuell drängt sich die Berliner C&W-Mannschaft auf insgesamt ca. 1.500 qm. Am Potsdamer Platz ist C&W (noch) Mieter auf 680 qm, im Sony Center sind es rund 800 qm. Errichtet wird der Neubau, der die Konturen eines gläsernen Achtecks annimmt, von Barings Real Estate Advisers. Der Entwickler hat vergangenen Sommer in Generali Real Estate und Poste Vita einen Endabnehmer für die Projektentwicklung gefunden.

C&W ist selbst daran schuld, dass das Unternehmen Platzprobleme plagen: In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen die Berliner Mannschaft von gut 50 auf aktuell 86 Mitarbeiter aufgestockt. Die im Westlight angemieteten Büroflächen benötigt C&W aktuell gleichwohl nicht komplett. Daher werden ca. 400 qm untervermietet.

Auf der Baustelle ist "alles on track"

Stand heute soll der Umzug im Oktober 2020 über die Bühne gehen. Unkenrufern, die angesichts der Verwerfungen der Corona-Krise hinter die Umzugspläne Fragezeichen malen könnten, erteilt C&W eine klare Absage. "Wir werden umziehen, und wir werden auch unsere Miete zahlen", sagt Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany von C&W, im Gespräch mit der Immobilien Zeitung. Verzögerungen auf der Baustelle drohen derzeit jedenfalls nicht: "Die Bauarbeiten gehen aktuell weiter, laut Barings ist alles on track. Der Innenausbau fängt gerade an."

Mittelfristig soll das Berliner Team auf 100 Leute wachsen

Perspektivisch soll das Berliner Team in die Dreistelligkeit wachsen. Das Ziel von 100 Mitarbeitern ist aber eher von mittelfristiger Natur. Kropf verhehlt nicht, dass sich an den Investement- und Vermietungsmärkten im Zuge der Corona-Krise Verunsicherung breit macht und eine gewisse Ruhe eingekehrt ist. So mancher Immobilienberater will es da bis auf Weiteres lieber nicht mit Neueinstellungen übertreiben. Auch Kropf hat sein Rekrutierungsziel für das laufende Jahr "hinterfragt", räumt er mit Blick auf das von ihm geführte Capital-Markets-Team ein. Aktuell setzt sich dieses aus 55 Leuten zusammen, die sich auf Berlin, Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf verteilen.

"Im Moment sind doch alle mit angezogener Handbremse unterwegs und warten ab, bis sich die Wolken verziehen", sagt Kropf gelassen. Einen triftigen Grund, ganz grundsätzlich von den gesteckten Wachstumszielen abzurücken, sieht der Investmentchef trotz mancher Unwägbarkeiten für C&W nicht: "Das Geld, das überall rausgezogen wurde und jetzt auf der Seitenlinie liegt, muss irgendwann wieder aufs Spielfeld zurück."

Nachtrag: Nach Informationen der Immobilien Zeitung vermietete Barings Real Estate die Fläche an Cushman & Wakefield.

Harald Thomeczek

ECE und Dreso stellen Gros der Neueinstellungen zurück

Steffen Szeidl, Vorstandsmitglied von Drees & Sommer, will Neueinstellungen vorerst nur noch auf "strategisch relevanten" Positionen vornehmen.

Steffen Szeidl, Vorstandsmitglied von Drees & Sommer, will Neueinstellungen vorerst nur noch auf "strategisch relevanten" Positionen vornehmen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Karriere 23.03.2020
Die Wucht der Bekämpfung des Coronavirus trifft auch die Immobilienwirtschaft. Wie hart, weiß niemand. Weil sie nur noch auf Sicht navigieren können, haben sich mindestens zwei große ... 

Die Wucht der Bekämpfung des Coronavirus trifft auch die Immobilienwirtschaft. Wie hart, weiß niemand. Weil sie nur noch auf Sicht navigieren können, haben sich mindestens zwei große Unternehmen Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auferlegt. Das ist ein erstes Ergebnis einer stichprobenhaften Blitzumfrage der Immobilien Zeitung unter namhaften Immobilienarbeitgebern.

"Gegenwärtig kümmern wir uns mit absoluter Priorität darum, dass alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal ausgelastet sind. Einen großen Teil der geplanten Neueinstellungen haben wir daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben", sagt Steffen Szeidl aus dem Vorstand des Stuttgarter Beratungs- und Planungsunternehmens Drees & Sommer (Dreso).

Zur Zukunftssicherung gehört für ihn und seine Kollegen aus dem Management und Partnerkreis des Unternehmens aber auch, "strategisch relevante Positionen weiterhin zu besetzen". Dazu zählen, so Szeidl, "die Stellen, die unseren übergeordneten Unternehmenszielen dienen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche weiter zu verankern". Denn hier sieht Dreso eine langfristig steigende Nachfrage - und damit große Wachstumschancen. Das Unternehmen beschäftigt aktuell ca. 4.300 Menschen an weltweit mehr als 40 Standorten.

ECE stellt nur noch für Spezialpositionen ein

Stark und unmittelbar von der Coronakrise betroffen ist die ECE, deren größtes Standbein das Centermanagement ist. Viele Einzelhändler mussten in den letzten Tagen schließen; geöffnet bleiben dürfen nur Geschäfte, die der Grundversorgung dienen. "Unsere Center laufen aufgrund der aktuellen Beschränkungen für den Einzelhandel nur noch im Teilbetrieb, und das führt auch bei der ECE zu erheblichen Umsatzeinbußen", so ECE-Presssesprecher Lukas Nemela.

Zudem gebe es natürlich große Herausforderungen in der Projektentwicklung. "Wir haben daher in der aktuellen Situation die Neueinstellungen weitgehend heruntergefahren und stellen vorerst nur noch in Einzelfällen für bestimmte Spezialpositionen ein. "Mit der Finanzkraft der Eigentümerfamilie Otto im Rücken sieht sich die ECE mit rund 3.400 Mitarbeitern im In- und Ausland jedoch gut für die Krise gerüstet.

Auch so manches andere große Immobilienunternehmen soll sich, von der Wucht der Ereignisse rund um die Eindämmung des Coronavirus überrollt, in der vergangenen Woche einen regelrechten Rektrutierungsstopp verordnet haben, wie aus Marktkreisen verlautet. Zu groß sei die Unsicherheit der Auswirkungen der Krise z.B. auf die Investmentmärkte.

Consus und Pandion treten (noch) nicht auf die Bremse

Keine Zurückhaltung bei Neueinstellungen erlegen sich die beiden Projektentwickler Pandion aus Köln und Consus aus Berlin auf. Von einem Einstellungsstopp weiß Anette von Zitzewitz, Head of Corporate Communications des Wohnungsentwicklers Consus, nichts. "Im Gegenteil, wir haben Stellen ausgeschrieben und suchen Mitarbeiter, auch auf Projektleiterebene. Wir haben gegenüber unseren Kunden die Verpflichtung, unsere Projekte fertig zu bauen." Bei Consus inklusive der Töchter Consus Swiss Finance (früher SSN Group) und CG Gruppe arbeiten rund 800 Leute.

Neueinstellungen auf ein Minimum beschränken, neue Kollegen in der Probezeit auf den Prüfstand stellen, Kurzarbeit oder gar Entlassungen - die Palette denkbarer Reaktionen auf die Coronakrise an der Personalfront ist breit. Bei Pandion ist all das derzeit kein Thema: "Maßnahmen dieser Art sind bei Pandion weder getroffen noch geplant. Aus unserer Sicht ist es viel zu früh, derartige Entscheidungen jetzt zu treffen", erklärt Rahel Camps, Leiterin Unternehmenskommunikation des Kölner Unternehmens. Bei Pandion entwickeln, bauen und vertreiben rund 180 Kollegen Wohn- und Gewerbeobjekte.

Noch haben nicht alle Unternehmen auf die am Wochenende gestartete IZ-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Jobs in der deutschen Immobilienwirtschaft reagiert. U.a. stehen noch Antworten von Cushman & Wakefield, CBRE, Instone Real Estate oder Patrizia aus. Sie wollen uns wissen lassen, wie Sie sich auf der Personalseite für mögliche Folgen der Corona-Bekämpfung auf Ihr Geschäft wappnen? Eine Mail (thomeczek@iz.de) oder ein Anruf genügen (0611-97326-38).

Harald Thomeczek

JLL: Nick Jones als Übergangslösung für Logistikinvestments

Nick Jones.

Nick Jones.

Quelle: JLL

Köpfe 18.03.2020

Cushman & Wakefield geht mit Ex-JLL-Leuten in die Vollen

Gestatten, das neue deutsche Hotelteam von C&W samt Europachef (v.l.): Nora Bruskowski, Josef Filser, Christian Kirchhoff, Stefan Giesemann und Jonathan Hubbard.

Gestatten, das neue deutsche Hotelteam von C&W samt Europachef (v.l.): Nora Bruskowski, Josef Filser, Christian Kirchhoff, Stefan Giesemann und Jonathan Hubbard.

Quelle: Cushman & Wakefield

Karriere 13.02.2020
Cushman & Wakefield (C&W) dreht auf: Mit einem von JLL abgeworbenen Hotelinvestmentteam um Stefan Giesemann greift das Maklerhaus jetzt auch hierzulande mit einer eigenen ... 

Cushman & Wakefield (C&W) dreht auf: Mit einem von JLL abgeworbenen Hotelinvestmentteam um Stefan Giesemann greift das Maklerhaus jetzt auch hierzulande mit einer eigenen Hospitality-Truppe an. Die Düsseldorfer Repräsentanz, vor einem Jahr mit einem JLL-Quintett aus der Taufe gehoben, hat sich derweil zu einer Niederlassung gemausert. Mit Luisa Rotthaus an der Spitze soll auch der Investmentmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erobert werden.

Das vierköpfige deutsche Hotelimmobilienteam, das C&W von JLL losgeeist hat, startete diesen Monat in München. Das erklärte Ziel: "ein Full-Service-Angebot für Hotels, Hostels und Extended Stay in der Dach-Region aufzubauen", mit den Puzzleteilen Transaktionen, Käuferberatung, Finanzierungs- und strategische Beratung sowie Betreiberauswahl. Den Grundstein für diese Bestrebungen hat das Unternehmen mit Stefan Giesemann (32), Josef Filser (33), Christian Kirchhoff (31) und Nora Bruskowski (27) gelegt.

Giesemann ist als Partner und Head of Hospitality Germany & Austria für Deutschland und Österreich verantwortlich. Sein direkter Vorgesetzter ist Jonathan Hubbard, Head of Hospitality Emea. Bisher bediente der Immobilienberater den Hospitality-Bereich in Deutschland aus Emea heraus. Ein deutsches Team, das sich auf Transaktionen im Hotelbereich konzentriert hätte, gab es bis dato nicht. JLL hatte Giesemanns Abschied zu Jahresbeginn bekanntgegeben. Acht Jahre lang leitete er das Münchner Hotels-&-Hospitality-Team von JLL mit einem Schwerpunkt auf Investments.

Seine alten und neuen Kollegen Filser und Kirchhoff kamen ebenfalls von JLL zu C&W. Bei JLL trugen beide den Titel Senior Vice President, nun haben sie einen Associate Director auf ihrer Visitenkarte stehen. Filser verbrachte acht Jahre bei JLL, zunächst in London, dann fünf Jahre in München. Sein Beritt: Transaktionen. Kirchhoff stieß auch vor etwa fünf Jahren zur Münchner Hotelimmobilienabteilung von JLL. Bei seinem neuen Arbeitgeber wird sich Kirchhoff mit der Auswahl von Hotelbetreibern, Vertragsverhandlungen und strategischen Beratungsthemen beschäftigen. Bruskowski komplettiert das Quartett als Senior Consultant.

Das neue Münchner Hotelteam soll mit dem bestehenden Frankfurter Bewertungsteam von C&W zusammenarbeiten, das seit 2015 von Christine Mayer geleitet wird und einen Schwerpunkt auf Hotellerie hat. Mit dem Ausbau der hiesigen Hotelsparte sieht das Unternehmen die im vergangenen Jahr in Frankreich und Spanien mit neuen Kollegen eingeläutete Europaexpansion fortgesetzt.

Vor ziemlich genau einem Jahr startete Cushman & Wakefield mit einem ebenfalls von JLL geholten Fünferteam in Düsseldorf durch, zunächst nur in der Bürovermietung. Heute zählt die Mannschaft 15 Köpfe. Nun wurde die Repräsentanz offiziell zur Niederlassung erklärt, die bisherige Büro- bzw. Bürovermietungsleiterin Luisa Rotthaus (33) mit der Niederlassungsleitung der Düsseldorfer Dependance betraut - und C&W bläst offiziell zum Angriff auf den Investmentmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Rotthaus war im Dezember 2018 von JLL zu Cushwake gewechselt. Gleichsam mit im Gepäck hatte sie u.a. ihren Kollegen Martin Höfler (Associate) und die beiden Nachwuchskräfte Marie Plaßmeier und Marvin Mirbach, die vorher allesamt ebenfalls bei JLL in Essen in der Bürovermietung tätig waren. Bisher kümmerte sich Rotthaus bei C&W als Head of Office Agency Düsseldorf um den Aufbau der Repräsentanz und leitete den Standort interimsweise. Die frischgebackene Niederlassungsleiterin berichtet an Christian Lanfer, den Head of Office Agency Deutschland bei C&W - auch er ein Makler mit langjähriger Vergangenheit bei JLL.

C&W bietet am jüngsten seiner sechs deutschen Standorte aktuell seine Dienste in den Bereichen Global Occupier Services, Project & Development Services und Office Agency an, also auf Deutsch Dienstleistungen für internationale Unternehmenskunden, die Büroflächenvermittlung und Dienstleistungen in der Projektentwicklung sowie rund um Bauvorhaben. "Perspektivisch steht der Aufbau des Investmentbereichs und der Research-Abteilung an", kündigt das Unternehmen an. Als Nächstes steht die Capital-Markets-Einheit auf der Agenda. Deren Aufbau soll "kurzfristig" erfolgen, wie das Unternehmen bekannt gibt. Zur geplanten Mann- bzw. Fraustärke will sich das Unternehmen jedoch erst mal nicht äußern.

Bei "männerdominierten Positionen" bei gleicher Eignung Frauen bevorzugt

Die Beförderte ist die erste und einzige weibliche Niederlassungsleiterin von C&W in Deutschland. Das Unternehmen sieht in dieser Personalie einen Beweis dafür, dass "wir insbesondere bei männerdominierten Positionen bei gleicher Eignung bevorzugt Frauen einstellen beziehungsweise weibliche Mitarbeiter aus den eigenen Reihen befördern". Um in jeder Abteilung und auf jeder Führungsebene die Geschlechterverteilung und Beförderungen zu überblicken, werde in jedem Land ein sogenanntes Gender Split Tool genutzt, erklärt die deutsche Tochter des US-Konzerns. So ließen sich auch Stellschrauben für mehr Chancengleichheit identifizieren.

Mit Blick auf das deutsche Executive Committee - also das Führungsgremium unterhalb von Deutschland-Alleingeschäftsführer Yvo Postleb - habe man sich das Ziel einer "ungefähren Gleichverteilung" gesetzt. In den vergangenen vier Jahren sei der Frauenanteil in dem elfköpfigen Executive Committee, in dem strategische Entscheidungen getroffen werden, von 22% auf 36% geklettert (vier von elf Mitgliedern sind Frauen).

Die Personalien hinter diesen abstrakten Zahlen: Im September 2019 wurde Angelika Georg als Head of HR eingestellt - diese Stelle war vorher von einem Mann besetzt -, und Anfang 2020 ging Verena Saskia Bauer (37) als Head of Marketing & Communications an Bord. Sie kam von JLL, wo sie rund drei Jahre arbeitete. Zuletzt war sie dort als Emea Marketing Manager für das Business-Marketing für Unternehmenskunden in den Abteilungen Corporate Solutions, Project & Development Services und Workplace Strategy zuständig. Ihren Auftrag formuliert C&W-Deutschlandchef Postleb so: "Mit ihrer Expertise und neuen internen sowie externen Kommunikationsstrategien wird sie die Positionierung und Sichtbarkeit unserer Services und der Marke Cushman & Wakefield weiter stärken."

Auch für die beiden Führungsebenen unter dem Executive Committee - also bei Führungskräften mit größerer Teamverantwortung und ab Associate-Level - peilt das Unternehmen hierzulande ein stärkeres Gleichgewicht an. In den vergangenen drei Jahren legte der Frauenanteil hier von 26% auf 37% zu. Insgesamt arbeiten zurzeit rund 390 Menschen bei C&W in Deutschland. Die Geschlechter halten sich praktisch die Waage.

Harald Thomeczek

Cushwake Düsseldorf geht mit Luisa Rotthaus in die Vollen

Luisa Rotthaus.

Luisa Rotthaus.

Quelle: Cushman & Wakefield

Köpfe 04.02.2020
Vor ziemlich genau einem Jahr startete Cushman & Wakefield (Cushwake) mit einem von JLL abgeworbenen Fünferteam in Düsseldorf durch, zunächst nur in der Bürovermietung. Heute zählt die ... 

Vor ziemlich genau einem Jahr startete Cushman & Wakefield (Cushwake) mit einem von JLL abgeworbenen Fünferteam in Düsseldorf durch, zunächst nur in der Bürovermietung. Heute zählt die Mannschaft 15 Köpfe, die bisherige Büro(vermietungs)leiterin Luisa Rotthaus wurde gerade zur Niederlassungsleiterin gekürt - und Cushwake bläst zum Angriff auf den Investmentmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Cushwake hat die 33-Jährige damit auch offiziell mit der Niederlassungsleitung der Düsseldorfer Dependance betraut. Zuvor kümmerte sie sich als Head of Office Agency Düsseldorf um den Aufbau der Repräsentanz und leitete den Standort interimsweise.

"Bei männerdominierten Positionen bevorzugen wir bei gleicher Eignung Frauen"

Die Beförderte ist die erste und einzige weibliche Niederlassungsleiterin von Cushwake in Deutschland. Das Unternehmen sieht in dieser Personalie einen Beweis dafür, dass "wir insbesondere bei männerdominierten Positionen bei gleicher Eignung bevorzugt Frauen einstellen beziehungsweise weibliche Mitarbeiter aus den eigenen Reihen befördern".

Mit Blick auf das deutsche Executive Committee - also dem Führungsgremium unterhalb von Deutschland-Alleingeschäftsführer Yvo Postleb - habe man sich das Ziel einer "ungefähren Gleichverteilung" gesetzt. In den vergangenen vier Jahren sei der Frauenanteil in dem elfköpfigen Executive Committee, in dem strategische Entscheidungen getroffen werden, von 22% auf 36% geklettert.

Auch für die beiden Führungsebenen darunter - also bei Führungskräften mit größerer Teamverantwortung und ab Associate-Level - peilt das Unternehmen hierzulande eine "Gleichverteilung" an. In den vergangenen drei Jahren legte der Frauenanteil von 26% auf 37% zu.

Rotthaus war im Dezember 2018 von JLL zu Cushwake gewechselt. Gleichsam mit im Gepäck hatte sie u.a. ihren Kollegen Martin Höfler (Associate) und die beiden Nachwuchskräfte Marie Plaßmeier und Marvin Mirbach, die vorher allesamt ebenfalls bei JLL in Essen in der Bürovermietung tätig waren.

Als Nächstes steht eine Capital-Markets-Truppe auf der Agenda

Cushwake bietet am jüngsten seiner sechs deutschen Standorte aktuell seine Dienste in den Bereichen Global Occupier Services, Project & Development Services und Office Agency an, also auf Deutsch Dienstleistungen für internationale Unternehmenskunden, die Büroflächenvermittlung und Dienstleistungen in der Projektentwicklung sowie rund um Bauvorhaben. "Perspektivisch steht der Aufbau des Investmentbereichs und der Research-Abteilung an", kündigt das Unternehmen an. Als Nächstes steht die Capital-Marktes-Einheit auf der Agenda. Deren Aufbau soll "kurzfristig" erfolgen, wie Cushwake ankündigt. Zur geplanten Mann- bzw. Fraustärke will sich das Unternehmen jedoch erstmal nicht äußern.

Die frisch gebackene Niederlassungsleiterin berichtet weiterhin an Christian Lanfer, den Head of Office Agency Deutschland bei Cushwake - auch er ein Makler mit langjähriger JLL-Vergangenheit. Dieser Tage wechselte zudem das Münchner Hotelinvestmentteam von JLL zu Cushwake.

Harald Thomeczek