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Im Fair-Value-Vorstand steckt noch mehr Corpus-Sireo-Wissen

Kevin Julian Fuhr.

Kevin Julian Fuhr.

Köpfe25.03.2019
Im Vorstand von Fair Value Reit ist Bewegung drin. Zum 1. April wird Kevin Julian Fuhr den Posten des Finanzvorstands von Stefan Herb übernehmen. Damit stößt eine weitere ehemalige ... 

Fuhr war seinem LinkedIn-Profil zufolge etwa zehn Jahre lang auf verschiedenen Positionen für die Corpus-Sireo-Gruppe bzw. für die Muttergesellschaft Swiss Life tätig. Zuletzt lag sein Schwerpunkt darauf, das Portfoliomanagement für den Immobilienpublikumsfonds Swiss Life Living + Working zu leiten.

Der 36-Jährige wechselte dann Ende 2018 für ein kurzes Gastspiel zu BNP Paribas Real Estate Investment Management. Dort ist er als Global Head of Business Development engagiert worden. Seit Mitte Februar 2019 heißt sein Arbeitgeber Deutsche Mittelstand Real Estate (Demire). Bei der Fair-Value-Mutter ist er für das Corporate Development verantwortlich.

Fast jährlicher Wechsel auf CFO-Position

Der noch wenige Tage amtierende CFO Stefan Herb widmet sich künftig "neuen beruflichen Herausforderungen", heißt es in einer Mitteilung. Er war ein gutes Jahr lang auf dieser Position, die er im Frühjahr 2018 von Patrick Kaiser übernommen hatte. Auch Kaiser war damals kein Dauergast im Vorstand. Er besetzte den CFO-Sessel ebenfalls nur gut ein Jahr lang.

Anke Pipke

Swiss Life AM gibt sich Deutschlandchef - Bernhard Berg geht

Im Oktober 2018, auf der Immobilienmesse Expo Real, noch ein Dreigestirn (v.l.): Beos-Vorstandssprecher Martin Czaja, Corpus-CEO Bernhard Berg und Stefan Mächler, Group CIO von Swiss Life.

Im Oktober 2018, auf der Immobilienmesse Expo Real, noch ein Dreigestirn (v.l.): Beos-Vorstandssprecher Martin Czaja, Corpus-CEO Bernhard Berg und Stefan Mächler, Group CIO von Swiss Life.

Quelle: Immobilien Zeitung

Köpfe17.01.2019
CEO Bernhard Berg (59) kehrt Corpus Sireo Real Estate den Rücken. Den Hut bei Swiss Life Asset Managers, der Mutter von Corpus, hat hierzulande jetzt Tina Störmer auf. Sie besetzt die neu ... 

CEO Bernhard Berg (59) kehrt Corpus Sireo Real Estate den Rücken. Den Hut bei Swiss Life Asset Managers, der Mutter von Corpus, hat hierzulande jetzt Tina Störmer auf. Sie besetzt die neu geschaffene Stelle der Deutschlandchefin. Bergs Job macht jetzt bis auf Weiteres sein Vorgänger.

Der bisherige Sprecher der Geschäftsführung hatte den Staffelstab im Juni 2016 vom langjährigen CEO Ralph Günther (59) übernommen. Günther, der damals auf den Aufsichtsratsvorsitz gewechselt war, kehrt jetzt zurück auf den Chefposten - allerdings nur vorübergehend. Chefaufseher ist nun Rudolf Keller (48), Head of Corporate Finance and M&A der Swiss-Life-Gruppe.

Position der Deutschlandchefin neu geschaffen

Corpus Sireo gehört zu Swiss Life Asset Managers (Swiss Life AM). Auch hier gibt es eine Personalie zu vermelden, die eventuell nicht ohne Belang für Bergs Abschied gewesen sein könnte: Swiss Life AM hat den Posten des CEO und Country Head in Deutschland neu geschaffen. Besetzt wurde diese Stelle zum 1. Januar 2019 mit Tina Störmer. Die 33-Jährige ist außerdem ab sofort auch Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life AM. Störmer kam 2015 zu Swiss Life AM und leitete erst den Bereich Business Management Real Estate. Letztes Jahr wurde sie zum Head Strategic & Special Tasks ernannt. Störmer, die selbst Deutsche ist, hat bisher in der Schweiz für Swiss Life AM gearbeitet; künftig wird sie vor allem auf deutschem Boden tätig sein.

Länderchefs inthronisiert

Einen Deutschland-CEO von Swiss Life AM habe es deshalb bisher nicht gegeben, "weil die einzelnen deutschen Gesellschaften individuell über die bestehenden Führungsstrukturen und über den Aufsichtsrat geführt werden", erklärt eine Sprecherin von Corpus Sireo. Diese Vakanz sei nun mit der Ernennung von Störmer gefüllt worden. Die Begründung lautet wie folgt: "Um uns auf die künftigen Wachstumsziele auszurichten, setzen wir somit auf lokale Länderorganisationen, und diese werden von einem lokalen CEO von Swiss Life AM verantwortet, im Falle Deutschlands ist dies nun Tina Störmer. Die CEOs der einzelnen deutschen Gesellschaften werden eng mit ihr zusammenarbeiten."

Störmer ist nicht nur für die Assetklasse Immobilien, sondern alle Assetklassen, in denen Swiss Life AM in Deutschland Geschäfte macht, zuständig. Das Immobiliengeschäft im Speziellen setzt sich zusammen aus Corpus, dem Berliner Investmentmanager Beos, der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mit ihrem offenen Immobilienpublikumsfonds Living + Working und dem deutschen Immobilieneigenbestand der Versicherungsgesellschaften der Swiss-Life-Gruppe.

Geschäftsführer der Luxemburger Corpus-Tochter geht auch

Neben Berg verliert Corpus Sireo auch Tim Brückner. Der 41-Jährige geht ab dem 1. Februar 2019 einer Tätigkeit als Finanzvorstand bei der Gewerbe-AG Demire nach. Deren Alleinvorstand Ralf Kind, der ursprünglich nur als Finanzchef geholt wurde, trat unlängst nicht nur seinen Posten als Demire-CEO an den früheren Corpus-COO Ingo Hartlief ab, sondern verließ das Unternehmen komplett. Brückner weilte von Mai 2012 bis Januar 2019 bei Corpus, u.a. als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft in Luxemburg.

Harald Thomeczek

Frankfurt: Conren Land kauft Merton's Mitte von der UBS

Karriere07.02.2018
Conren Land hat das Bürogebäude Merton's Mitte im Frankfurter Mertonviertel vom Publikumsfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien gekauft. Das verlautet aus gut infomierten Marktkreisen. ... 

Conren Land hat das Bürogebäude Merton's Mitte im Frankfurter Mertonviertel vom Publikumsfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien gekauft. Das verlautet aus gut infomierten Marktkreisen.

Aus dem jüngsten Fondsupdate vom November 2017 geht hervor, dass die Immobilie tatsächlich einen Käufer gefunden hat. Signing war demnach schon im September 2017. Namentlich genannt wird der Käufer in spe in diesem Dokument nicht. Als Kaufpreis kursiert am Markt die Summe von ca. 23 Mio. Euro. In dem Fondsupdate wird dem Bürogebäude mit gut 18.000 qm ein Verkehrswert von 19 Mio. Euro zugeschrieben.

Der (anstehende) Verkauf des Gebäudes an der Lurgiallee 10 bis 12 gilt unter Marktbeobachtern als Ausdruck davon, dass Investoren wegen hoher Preise in Bestlagen in Frankfurt immer häufiger auch B-Standorte prüfen - selbst in Lagen, die früher jenseits ihrer Wahrnehmung lagen. Selbst Gebäude, die einigen Leerstand vorweisen, werden dabei nicht mehr mit spitzen Fingern angefasst - der florierende Frankfurter Büromarkt mit schrumpfenden Leerstandsquoten und kletternden Mieten macht's möglich.

Conren Land kauft viel Leerstand ein

Die UBS soll viel Geld in die Repositionierung der Immobilie gesteckt haben und dank des anziehenden Vermietungsmarkts in einem lange als schwierig geltenden Büroviertel mit riesigen Leerständen Vermietungserfolge erzielt haben. So soll einer der beiden etwa gleich großen Gebäudeteile bereits komplett modernisiert sein und auf die Vollvermietung zusteuern. Der andere Teil wird erst noch aufgehübscht - und steht angeblich noch komplett leer.

In besagtem Fondsupdate vom November wird die Vermietungsquote auf 38,9% beziffert. Die durchschnittliche gewichtete Mietlaufzeit (Walt) lag zu diesem Zeitpunkt bei 3,3 Jahren.

Das Mertonviertel profitierte in letzter Zeit von den Bemühungen einer Standortinitiative und der Aufwertung vieler Gebäude auch durch andere Eigentümer.

Conren Land wollte den Ankauf bisher weder bestätigen noch dementieren, ebenso wie die UBS den Verkauf.

Nachtrag vom 10. September 2018: Inzwischen bietet Conren Land 6.844 qm Bürofläche in Merton's Mitte für 12,90 Euro/qm zur Miete an. Dieser Anzeige zufolge wurde die Modernisierung des Komplexes kürzlich abgeschlossen.

Harald Thomeczek

Berith Ironside ist erste Deutschlandchefin von Pradera

Berith Ironside.

Berith Ironside.

Quelle: Pradera Ltd.

Köpfe18.09.2017
Der Londoner Fonds- und Asset-Manager Pradera hat jetzt erstmals auch ein Büro in Deutschland. Geleitet wird das neu eröffnete Büro von Berith Ironside (51), die Pradera für diesen Zweck ... 

Der Londoner Fonds- und Asset-Manager Pradera hat jetzt erstmals auch ein Büro in Deutschland. Geleitet wird das neu eröffnete Büro von Berith Ironside (51), die Pradera für diesen Zweck angeheuert hat. Unterdessen ist bekannt geworden, dass Pradera nicht 25, sondern nur 17 europäische Fachmarktzentren von Ikea kauft.

Die gebürtige Deutsche, die manchem Marktteilnehmer besser als Berith Kuebler bekannt sein könnte, kommt von AG Real Estate, einer Tochter der belgischen Versicherung AG Insurance. Dort wirkte Ironside seit März 2016 als Head of International Expansion. Davor wiederum war sie bei Cityhold Property am Aufbau und Management eines Deutschlandportfolios für zwei schwedische Pensionsfonds beteiligt. Auch Allianz Immobilien, Grosvenor und Savills IM gehören zu ihren beruflichen Stationen.

Die Eröffnung des Deutschlandbüros steht einerseits im Zusammenhang mit dem Einstieg des Multi-Family-Offices LJ Partnerships bei Pradera im Frühjahr 2016. Bereits damals hatte das Unternehmen angekündigt, hierzulande sein Fähnchen zu hissen. Andererseits hat Pradera in letzter Zeit auch einige Immobilien in Deutschland erworben: Die Münchner Mitarbeiter von Pradera kümmern sich zum einen um die deutschen Fachmarktzentren, die Ikea in einem Paket mit insgesamt 17 sogenannten Homeparks in Europa im April 2017 von Ikea Centers kaufte und die nun im Pradera-Fonds European Retail Parks stecken. Von diesen liegen gleich zehn auf deutschem Boden. Konkret stehen sie in folgenden Städten: Ulm, Koblenz, Köln (zwei Objekte), Mannheim, Würzburg, Oldenburg, Hamburg, Hofheim bei Frankfurt und Dortmund.

Zweiter Ikea-Deal geplatzt

Acht weitere Fachmarktzentren hätten bis Ende August 2017 ebenfalls von Ikea an Pradera übergehen sollen. Dieser Deal ist jedoch geplatzt: "Pradera hat beschlossen, die Option auf den Erwerb der weiteren acht Fachmarktzentren von Ikea Centers nicht auszuüben und sich statt dessen auf die 17 Einzelhandelsimmobilien in Deutschland, Frankreich und Polen zu fokussieren, die der Pradera European Retail Parks SCSp am Anfang des Jahres erworben hat", teilt man auf Nachfrage der Immobilien Zeitung mit. Und weiter: "Die lokalen Asset-Management-Teams von Pradera konzentrieren sich darauf, die Verkehrswerte dieser 17 Assets zu heben und deren Renditen zu maximieren. Diese Assets passen vorzüglich zur Expertise von Pradera und zum lokalen Know-how."

Das Münchner Pradera-Team managt außerdem die deutschen Immobilien im Pradera Open-Ended Retail Fund, darunter das Anfang 2016 erworbene Äppelallee-Center in Wiesbaden und ein real-Markt in Bamberg.

Harald Thomeczek

Fondsmanager zapfen EBS-Wissen an

EBS-Remi-Leiter Jan Mutl, eingerahmt von Gregor Volk (links) und Jens Göttler von La Française.

EBS-Remi-Leiter Jan Mutl, eingerahmt von Gregor Volk (links) und Jens Göttler von La Française.

Bild: hat

Karriere15.09.2016
La Française hat seinen ersten Fonds für deutsche Investoren aufgelegt. Damit die Insti-Anleger lange Freude an dem Produkt haben, holt sich die Fondsgesellschaft wissenschaftliche ... 

La Française hat seinen ersten Fonds für deutsche Investoren aufgelegt. Damit die Insti-Anleger lange Freude an dem Produkt haben, holt sich die Fondsgesellschaft wissenschaftliche Unterstützung beim EBS Remi.

Die französische Vermögensverwaltung La Française wirbt erstmals um deutsches Geld. Für den neu aufgelegten Einzelhandelsimmobilienfonds LF Konsumfonds Deutschland will La Française 250 Mio. bis 280 Mio. Euro bei deutschen institutionellen Investoren einsammeln und so eine Feuerkraft von 400 Mio. Euro entwickeln. Im Visier hat man sowohl innerstädtische Geschäftshäuser als auch Nahversorger, Fachmarktzentren, Supermärkte und Discounter. Der Vertrieb ist in der vorvergangenen Woche gestartet.

Drei Objekte der Kategorie "Basic Retail" mit zusammen rund 25.000 m² Mietfläche hat das Fondsmanagement um Jens Göttler zum Vertriebsstart in der vergangenen Woche für insgesamt 67 Mio. Euro gesichert. Als durchschnittliche Ticketgröße peilt Gregor Volk, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung von La Française AM International, 25 Mio. Euro an; die Bandbreite reiche von ca. 10 Mio. bis rund 60 Mio. Euro.

Das Mindestzeichnungsvolumen für den offenen Immobilien-Spezial-AIF, der von der Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Intreal verwaltet wird, haben die Fondsmacher bei 10 Mio. Euro angesetzt. In puncto Rendite wollen sie ihren künftigen Anlegern, ihrem Konzept einer Mischung aus Nahversorgung und High Street entsprechend, einen Mix aus höheren Ausschüttungsrenditen einerseits und einem höheren Mietsteigerungspotenzial andererseits bieten. "Die Bruttoanfangsrenditen für innerstädtische Einzelhandelsimmobilien liegen hier und da schon unter 4%. Bei Fachmarktzentren sind immer noch über 5% drin", berichtet Göttler.

Damit die Immobilien, die der Fonds einkauft, den Anlegern über die gesamte Fondslaufzeit und auch nach deren Ende, also nach zehn bis zwölf Jahren, noch Freude machen, hat sich La Française wissenschaftliche Unterstützung beim EBS Real Estate Management Institute (EBS Remi) unter Leitung von Jan Mutl geholt. Die Wissenschaftler haben für beide Investitionsschienen des Fonds ein "indikatorenbasiertes empirisches Städte- bzw. Ballungszentrenranking" (Mutl) entwickelt und sollen mindestens zweimal im Jahr "einen Ausblick für die beiden verschiedenen konsumbasierten Immobilienarten, in die der Fonds investiert, erstellen" (Göttler).

Zu den Indikatoren, die die EBS-Wissenschaftler entwickelt haben, zählt auch die "E-Commerce-Resistenz". Hierfür nehmen Mutl und seine Doktoranden z.B. unter die Lupe, wie hoch die Dichte an Cafés oder anderer Aufenthaltsmöglichkeiten im Umfeld einer Einkaufslage ist, wie viele Parks sich in der Umgebung befinden oder ob Veranstaltungen und Feste den Händlern vor Ort einen Zustrom potenzieller Käufer bescheren. Was die Einwohnerzahl angeht, geben die Fondsväter eine Mindestgröße von 150.000 Einwohnern für innerstädtische Retail-Immobilien an. Bei Investments in der Kategorie täglicher Bedarf sollten im Einzugsgebiet nicht weniger als 50.000 Menschen wohnen.

Geboren wurde die Idee, das EBS Remi mit der Entwicklung von Indikatoren und deren regelmäßigen Überprüfung zu beauftragen, "während meiner dreijährigen Weiterbildung am Remi", erzählt Volk. "Das, was in den USA schon lange vorgelebt wird, u.a. von den Universitäten Yale und Harvard, wollen wir zusammen mit der EBS umsetzen. Ein gegenseitiger nutzenbringender Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis." Für was eine Fortbildung so alles gut sein kann.

Harald Thomeczek

Pradera plant Büro in Deutschland

Das Äppelallee-Center in Wiesbaden.

Das Äppelallee-Center in Wiesbaden.

Bild: Union Investment

Karriere17.05.2016
Der Londoner Fonds- und Asset-Manager Pradera, mit seinen vier Bestandsfonds u.a. auch hierzulande investiert, stellt einen Finanzexperten ein. Weitere Mitarbeiter könnte Pradera in ... 

Der Londoner Fonds- und Asset-Manager Pradera, mit seinen vier Bestandsfonds u.a. auch hierzulande investiert, stellt einen Finanzexperten ein. Weitere Mitarbeiter könnte Pradera in absehbarer Zeit in Deutschland benötigen. Nach dem Einstieg eines Multi-Family-Office hat man offenbar Größeres vor.

Der Londoner Einzelhandelsimmobilien-Fondsmanager Pradera hat Andrew Payne zum Finance Director für sein Fondsgeschäft ernannt. Als solcher soll er das Neugeschäft mit vorantreiben und sich um Finanzierungsthemen der vier Bestandsfonds kümmern, die da heißen: Pradera European Retail Fund (PERF), Pradera European Retail Fund 2 (PERF 2), Pradera Central and Eastern Fund (PCEF) und Pradera Open-Ended Retail Fund (POERF). Letzterer hatte Anfang 2016 das Fachmarktzentrum Äppelallee-Center in Wiesbaden für rund 82 Mio. Euro von Union Investment gekauft.

LJ Partnership erwirbt "signifikante Minderheitsbeteiligung"

Nach dem im April 2016 erfolgten Einstieg des Londoner Multi-Family-Office LJ Partnership, das eine "signifikante Minderheitsbeteiligung" an Pradera erwerben will, möchte Pradera in neue Segmente des Einzelhandelsimmobilienmarktes vorstoßen und sich perspektivisch auch geografisch neue Märkte erschließen, heißt es. Die Hauptgesellschafter von LJ Partnership sind Family-Offices bzw. Familienunternehmen aus Hongkong und Lateinamerika. Das Multi-Family-Office hat für die Übernahme der Anteile von den zuständigen Behörden bereits grünes Licht erhalten, so Pradera.

Pradera ist außer in UK und Deutschland aktuell auch in Spanien, Italien und Griechenland, Tschechien und Polen sowie der Türkei investiert. Dort gehören den Pradera-Fonds insgesamt mehr als 50 Shoppingcenter und Fachmarktzentren. In fast allen Märkten, in denen die Pradera-Fonds Immobilien besitzen, ist Pradera auch mit einem eigenen Büro präsent - außer in Deutschland. Das wird sich ändern: Laut dem Branchenmedium PropertyEU plant Pradera nach dem Einstieg von LJ Partnership, auch in Deutschland ein Büro zu eröffnen. Das Unternehmen bestätigte dies der Immobilien Zeitung auf Nachfrage, ohne Details zu nennen.

Der neue Finanzexperte bringt Erfahrung mit deutschen Immobilien mit

Der neue Kopf im Senior Management Team, Andrew Payne, war in den vergangenen rund sieben Jahren im Mittleren Osten tätig und bringt aus dieser Zeit auch Erfahrung mit Immobilien in Deutschland mit: Dort war er bei der Khaleeji Commercial Bank in Bahrain zunächst Head of Real Estate Investment und später Fondsmanager eines 750 Mio. US-Dollar schweren Fonds, der in deutsche Gewerbe- und Wohnimmobilien investierte. Vor dieser Zeit wirkte er zwölf Jahre lang für Deloitte Corporate Finance in London.

Harald Thomeczek