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Izabela Danner, Head of Human Resources bei JLL, arbeitet an neuen Einstiegsmöglichkeiten und Karrierepfaden. Offenbar mit Erfolg, denn 2013 verzeichnete JLL die niedrigste Fluktuation seit drei Jahren.

Izabela Danner, Head of Human Resources bei JLL, arbeitet an neuen Einstiegsmöglichkeiten und Karrierepfaden. Offenbar mit Erfolg, denn 2013 verzeichnete JLL die niedrigste Fluktuation seit drei Jahren.

Bild: IZ/Melanie Bauer

Karriere 17.07.2014
JLL ist der beliebteste Arbeitgeber bei Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer, und das mit großem Abstand vor den drei punktgleichen Verfolgern. Das Beratungsunternehmen bietet vom ... 

JLL ist der beliebteste Arbeitgeber bei Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer, und das mit großem Abstand vor den drei punktgleichen Verfolgern. Das Beratungsunternehmen bietet vom Praktikum bis zum Direkteinstieg zahlreiche Einstiegschancen für Studenten und Absolventen an und überlegt auch die Einführung eines dualen Studiums.

Drei Mal Platz zwei und danach drei Mal Platz eins: So sieht die Erfolgsbilanz von JLL bei den bislang sechs Top-Arbeitgeberumfragen der Immobilien Zeitung aus. Damit wurde das Unternehmen von den Studenten am häufigsten aufs Siegertreppchen gehoben. Für dieses eindeutige Votum haben die Studenten ihre Gründe: Das Tätigkeitsfeld, die Karriereperspektiven, die Internationalität und das positive Image waren ausschlaggebend für die Wahl der künftigen Berufseinsteiger (vgl. dazu die Artikel auf den Seiten 1, 14 und 15) – eine Zielgruppe, die von JLL umworben wird. Das Unternehmen bietet zahlreiche Einstiegs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Studenten und Absolventen: Etwa 70 bis 80 Praktikanten und mehr als 40 Werkstudenten werden jährlich gesucht. Etwa die Hälfte der Praktikumsplätze werde inzwischen über Empfehlungen von Ex-Praktikanten besetzt, sagt Izabela Danner, Head of Human Resources. Wer als Werkstudent überzeugen konnte, hat gute Chancen, nach dem Studienende übernommen zu werden. Die etwa zwölf Traineeships beginnen wieder im Oktober und rund 15 offene Direkteinstiegspositionen will Danner noch bis zum Jahresende mit Berufseinsteigern besetzen. Das Beratungsunternehmen suche sowohl Bachelor- als auch Masterabsolventen, sagt die Personalchefin. Bewerber mit einer klassischen Ausbildung zum Immobilienkaufmann und Zusatzausbildungen seien ebenfalls willkommen. „Wir haben auch immer mal wieder Interesse an Quereinsteigern, denn die Kunden verändern sich“, sagt Danner. JLL beschäftigt auch Geografen oder Psychologen, die allerdings müssen eine „Immobilienschnittstelle“ mitbringen. Der klassische Einstieg erfolge für Absolventen über die Bewertungsabteilung. Aber auch in den Bereichen Leasing und Investment sei ein Einstieg möglich, und zwar in allen Assetklassen (Retail, Office, Industrial und Logistics). Was sicherlich nicht jeder weiß, auch Architekten und Ingenieure haben bei dem Beratungsunternehmen eine Chance und werden für die Projektentwicklungsabteilung gesucht. Bei den Property- Managern legt JLL hingegen Wert darauf diese selbst auszubilden. Derzeit prüft JLL, ob das Konzept des dualen Studiums zum Unternehmen passt, und plant ein entsprechendes Pilotprojekt. Fällt das Urteil positiv aus, sollen sich sowohl Mitarbeiter wie auch Externe dafür bewerben können.

Bei Studenten kommen der offene Umgang, der humorvolle Ton und die flachen Hierarchien gut an, sagt Danner. Die Mannschaft ist jung: Das Durchschnittsalter der rund 720 Mitarbeiter beträgt 36 Jahre. Beim Praktikantenstammtisch, der sich alle sechs Wochen in Frankfurt trifft, ist nicht selten ein Mitglied der Geschäftsleitung dabei. Flache Hierarchien bedeuten allerdings auch weniger Aufstiegschancen. Danner arbeitet deswegen an neuen Karrierepfaden, die eine stetige inhaltliche Weiterentwicklung beinhalten anstelle von rein hierarchisch orientierten Kaminkarrieren. „Neue Mitarbeiter sind eine Ressource, die wir sehr schnell integrieren“, sagt Danner, denn sie sollen schnell die Möglichkeit haben, Verantwortung zu übernehmen. Deswegen erhalten sie schon drei Wochen vor dem Jobantritt eine Mappe mit allen wichtigen Informationen zu JLL als Arbeitgeber. Innerhalb der ersten drei Monate gibt es eine zweitägige Onboarding-Veranstaltung, bei der sie auch von CEO Frank Pörschke begrüßt werden. „Die Leute sind dadurch schneller vernetzt und fühlen sich als Teil des Teams“, sagt Danner. Es sei wichtig, direkt aus dem Mund des Chefs mehr über die strategischen Pläne von JLL zu erfahren, dann seien die Neuen auch „viel schneller im Job“.

Das bieten und erwarten die Top-Arbeitgeber

Jedes zweite Immobilienunternehmen will bis zum Frühjahr 2015 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das war eine Kernaussage der diesjährigen Umfrage zur IZ-Joboffensive, an der sich 115 Unternehmen beteiligt haben. 27% der zu besetzenden Positionen sind für Berufseinsteiger reserviert. Wer sollte sich also aktuell bei den Platzierten der Ränge zwei bis zehn des Arbeitgeberrankings bewerben und welche Qualifikationen verlangen die Top-Arbeitgeber von Nachwuchskräften? Und vor allem, wie viele Berufseinsteiger wollen die von den Studenten ausgezeichneten Immobilienunternehmen bis Ende dieses Jahres konkret einstellen und in welchen Bereichen ihres Unternehmens?

2. CORPUS SIREO

Wir suchen aktuell neue Kolleginnen und Kollegen für unser 15-monatiges Trainee-Programm. Darüber hinaus bieten wir Absolventen die Möglichkeit, Theorie und Praxis in Form eines dualen Master-Studiums zu verbinden. Voraussetzung sind ein erfolgreich abgeschlossenes, immobilienspezifisches Studium und praktische Erfahrung. Wir legen Wert auf selbstständiges, vorausschauendes Arbeiten, hohe Kundenorientierung und Spaß an Teamarbeit. 2014 stellen wir insgesamt noch zehn Berufseinsteiger ein. Diese möchten wir vorwiegend in den Bereichen Sales & Letting der Asset-Management-Sparte einsetzen. Job-Einsteiger fördern wir aufgabenspezifisch, beispielsweise mit Entwicklungsdialogen oder Trainings in der Corpus Sireo Academy.

Iris Schönbeck, Director Human Resources.

2. CBRE

CBRE wird den bisherigen Wachstumskurs nachhaltig fortsetzen und bietet überzeugten Teamplayern mit sehr guten Englischkenntnissen, interkultureller Kompetenz und akademischem Abschluss (Wirtschafts-/Ingenieurwissenschaft) vielfältige Karrierechancen. In den nächsten Monaten suchen wir Nachwuchskräfte vor allem in den Bereichen Bewertung (7), Corporate Services (4), Vermietung (2 Office, 2 Retail, 2 Industrial). Beste Möglichkeiten für einen breitgefächerten Einstieg in unsere Immobilienwelt bietet ab Frühjahr 2015 unser abteilungsübergreifendes Traineeprogramm an verschiedenen Standorten. Details werden im Spätherbst u.a. auf unserer Website www.cbre.de/de_de/careers bekannt gegeben.

Jacobé Gölz, Head of Administration & Human Resources Germany.

2. PATRIZIA IMMOBILIEN

Aktuell haben wir über 20 Stellen an verschiedenen deutschen Standorten ausgeschrieben, insbesondere in den Bereichen Property-Management, Asset-Management und in der Projektentwicklung. Wir freuen uns über hochmotivierte Bewerber, die nicht nur technisch und kaufmännisch erstklassig qualifiziert sind, sondern die für die Immobilien-Branche brennen. Für uns als europäisches Immobilien-Investmenthaus sollten neue Mitarbeiter hervorragend ausgebildete Immobilien-Experten sein und eine intensive Neugier am internationalen Geschäft verspüren. Grenzüberschreitende Teamplayer sind gefragt. Die Zahl der Neueinstellungen hängt stark von den sich auf den internationalen Immobilienmärkten bietenden Opportunitäten ab.

Peter Jaksch, Group Head of Human Resources.

5. DREES & SOMMER

Wir stellen Studenten und Absolventen aus Bachelor- und Masterstudiengängen ein. Absolventen dualer Studiengänge sind ebenso willkommen. Bewerber sollten technisches und/oder kaufmännisches Know-how mitbringen. Die technischen Kompetenzen sind unverzichtbar in einem Unternehmen, das Kunden u.a. im Bereich der Gebäudetechnik berät und bautechnische Analysen durchführt. Nachwuchs mit kaufmännischem Background suchen wir z.B. für die beratenden Tätigkeiten im Lean Construction Management, der Prozessberatung und dem Workplace Consulting. Bis Ende 2014 wollen wir weitere 14 Berufseinsteiger für das Engineering, Projektmanagement Infrastruktur und Hochbau sowie Consulting einstellen.

Heike Steffen, Personalreferentin.

6. ECE

Wir bieten vielfältige Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen und Young Professionals, die sich mit ihren Ideen gerne in unsere interdisziplinären Teams einbringen. 2014 stellen wir bis zu 30 Hochschulabsolventen ein und auch Praktikanten werden gesucht. Aktuell bieten wir zwei Plätze für unser im Oktober startendes Traineeprogramm Asset-Management. Hierbei tauchen die Trainees tief in die Welt unseres Portfolio-Business ein. Einen Master-Abschluss, Begeisterung für Teamarbeit, eine hohe Kommunikations- und Problemlösefähigkeit sollten die Bewerber hierfür mitbringen. Auch für die Bereiche Center-Management und Leasing bieten wir 2014 Einstiegsmöglichkeiten als Trainees oder Young Professionals an.

Barbara Hatzer, Head of HR Development & Marketing.

7. BILFINGER

Bilfinger offeriert seinen Kunden ein breites Leistungsspektrum rund um die Immobilie. Deshalb bieten wir Bewerbern verschiedenste Einstiegsmöglichkeiten, vom Trainee bis hin zum Direkteinstieg mit On-the-Job-Programm für Hochschulabsolventen der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Unsere Mitarbeiter folgen keinem festen, vordefinierten Karriereweg: Vielfältige Aufgaben und verantwortungsvolle Projekte ermöglichen eine konzern- und fachübergreifende Entwicklung, eben den ganz persönlichen Karriereweg. Von den rund 40 Berufseinsteigern, die 2014 in unserem Geschäftsfeld Building and Facility ihre Karriere beginnen, erwarten wir deshalb vor allem hohe Flexibilität und ein gesundes Maß an Neugierde.

Liselotte Gruse, Division HR Head.

8. BNPPRE

Auch 2014 haben wir bereits wieder eine Vielzahl neuer Kolleginnen und Kollegen in allen unseren Geschäftsbereichen rekrutiert. Aktuell besetzt die BNP Paribas REIM in München noch einen 12-monatigen Traineeposten. Und schon bald beginnen wir mit der Suche nach 18 neuen Auszubildenden für 2015. Praktikanten und Werkstudenten stellen wir gern jederzeit und in allen unseren Geschäftsbereichen ein ? hier sollte nicht gezögert werden, eine Initiativbewerbung einzureichen. Wir freuen uns auf Bewerbungen immobilieninteressierter Kandidatinnen und Kandidaten unabhängig vom Studienschwerpunkt sowie Abschluss (Bachelor oder Master).

Aileen Schneider, Head of Human Resources.

9. UNION INVESTMENT

Als Anbieter offener Immobilienfonds suchen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verstärkung. Neben den Kernkompetenzen wie z.B. Investment- und Asset-Management werden auch in Support-Funktionen wie z.B. im internationalen Steuerrecht und Sachverständigenwesen Profis gesucht. Auch im institutionellen Immobiliengeschäft wachsen wir sehr stark. Als fachliche Qualifikation setzen wir i.d.R. eine immobilienwirtschaftliche Ausbildung voraus. Wir suchen Mitarbeiter, die sich mit hohem professionellem Anspruch für unsere gemeinsamen Ziele einsetzen. Aufgrund der zunehmenden Internationalität unserer Immobilienaktivitäten legen wir auch besonderen Wert auf interkulturelle Kompetenzen.

Kai Johnson, Gruppenleiter Personal Hamurg.

10. HOCHTIEF

Wir suchen sowohl Master- als auch Bachelorabsolventen. Studenten sollten neben der theoretischen Ausbildung rechtzeitig Praxiserfahrungen (u.a. Praktika, praxisrelevante Studienarbeit) sammeln. Wertvoll können auch interkulturelle Erfahrungen sein. Uns ist es wichtig, dass es sich bei den Bewerbern um vielseitige, aufgeschlossene Menschen handelt, die flexibel und teamfähig sind sowie Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative mitbringen. Wir suchen ca. 40 Absolventen (Ingenieure für die Bereiche Engineering, Building, PPP, Projektentwicklung sowie Kaufleute für Zentralfunktionen wie z.B. Business Development oder kfm. Projektsteuerung) sowie Praktikanten und Werkstudenten je nach Bedarf.

Martina Steffen, Leiterin Konzernabteilung Personal.

Sonja Smalian

Volckens gründet Beraterfirma Immobilis Trust

Hans Volkert Volckens.

Hans Volkert Volckens.

Bild: IVG

Köpfe 11.07.2014

Mehr als 500 Jobs und Praktika

Das direkte Gespräch mit den Personalverantwortlichen der Unternehmen
stand im Vordergrund der Jobmesse. Rund 400 Termine waren schon vorab fest vereinbart worden.

Das direkte Gespräch mit den Personalverantwortlichen der Unternehmen stand im Vordergrund der Jobmesse. Rund 400 Termine waren schon vorab fest vereinbart worden.

Bild: IZ/Melanie Bauer

Karriere 26.06.2014
31 Unternehmen präsentierten sich auf dem fünften IZ-Karriereforum als Arbeitgeber. Mit fast 400 Einstiegspositionen und Traineestellen sowie rund 130 Praktikumsplätzen buhlten sie um die Gunst ... 

31 Unternehmen präsentierten sich auf dem fünften IZ-Karriereforum als Arbeitgeber. Mit fast 400 Einstiegspositionen und Traineestellen sowie rund 130 Praktikumsplätzen buhlten sie um die Gunst der rund 550 potenziellen Bewerber. Die erhielten in zahlreichen Vorträgen und Diskussionen zudem Karrieretipps aus erster Hand.

Das IZ-Karriereforum ist eine Generalprobe für das direkte Gespräch mit den Personalverantwortlichen der Immobilienwirtschaft. 400 solcher Termine hatten die Teilnehmer schon im Vorfeld der Jobmesse vereinbart. "Wer hierher kommt, ist ernsthaft interessiert", lautet das Urteil von Susanne Klaußner, Vorsitzende der Geschäftsführung von GRR. Das auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Unternehmen präsentierte sich zum zweiten Mal auf der Jobmesse und beobachtete ein deutlich gestiegenes Interesse der Studierenden.

Netzwerken wie auf einer "kleinen Expo Real"

Neben spontanen Treffen hatte ihr Team den ganzen Tag über vorab vereinbarte Gespräche mit Bewerbern geführt. "Sehr gut vorbereitet" seien die Kandidaten gewesen, die sich um einen festen Termin bemüht hatten, sagte Klaußner, die sich erst am Ende der Gespräche als Geschäftsführerin zu erkennen gab. Das Unternehmen war schon auf der Veranstaltung im vergangenen Jahr fündig geworden und hatte eine Kandidatin für eine Location-Management-Stelle rekrutiert. In diesem Jahr brachte GRR drei offene Positionen mit zur Messe, u.a. suchten sie einen Junior-Assetmanager.

Exakt 511 Jobs und Praktika meldeten die 31 vertretenen Arbeitgeber zur Jobmesse, die von der Immobilien Zeitung und Heuer Dialog veranstaltet wird. 122 offene Positionen waren für Berufseinsteiger und 226 für Young Professionals vorgesehen. Außerdem hatten die Unternehmen 35 der schon im Vorjahr sehr begehrten Traineestellen mitgebracht.

Dazu gehört auch CBRE. Das Beratungsunternehmen bietet derzeit zweijährige Traineeprogramme in den Investmentabteilungen der Standorte Berlin und Frankfurt an. Ein weiteres zweieinhalbjähriges Programm richtet sich an Absolventen eines RICS-akkreditierten Studiums, die sich eine Tätigkeit in der Immobilienbewertung vorstellen können. Ein fachübergreifendes Traineeprogramm, das an vier Standorten zum Einsatz kommen soll, ist in der Mache. CEO Peter Schreppel unterstützte sein Team auf dem Karriereforum und suchte ebenfalls das Gespräch mit potenziellen Nachwuchskräften. "Es ist Wachstum im gesamten Unternehmen geplant", sagt Schreppel. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter von Mitte 30 solle dabei gehalten werden. Karsten Burbach, Head of Retail, lobte die "gute Qualität" der Bewerber.

Diese ist nicht immer selbstverständlich. Denn jedes zweite Immobilienunternehmen ist mit der Qualität der ihnen zugesandten Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen nicht zufrieden. Das zeigt die diesjährige Umfrage zur IZ-Joboffensive, an der sich 115 Branchenunternehmen beteiligt hatten. Die Hälfte der befragten Unternehmen gab zudem an, zu wenige Bewerbungen zu erhalten " und das, obwohl sich 54% bis zum Frühjahr 2015 personell vergrößern wollen.

Die internationale Wachstumsstrategie von Patrizia Immobilien macht sich auch in deren Traineeprogrammen bemerkbar. Diese beinhalten inzwischen mehrmonatige Auslandsaufenthalte. Praktika im Ausland vergibt das Unternehmen derzeit aber noch nicht. Das soll sich jedoch bald ändern. Ein Direkteinstieg ist bei dem in Augsburg ansässigen Unternehmen ebenfalls möglich: 18 offene Stellen warteten auf der Messe auf Bewerber. Insgesamt reicht das Stellenangebot vom Werkstudenten im Portfolio-Management über mehrere Property-Manager- Positionen bis hin zum Senior-Investmentmanager für Westeuropa. Die von Position und Abschluss abhängigen Einstiegsgehälter liegen zwischen 40.000 Euro und 50.000 Euro. Keinen Masterabschluss zu besitzen, ist bei Patrizia laut Simone Böck, Head of HR Operations, häufig schon ein K.-o.-Kriterium. "Ein Master bedeutet mehr Ausbildung und mehr Reife", weiß Böck.

Ob der Bachelorabschluss für den Berufseinstieg reicht oder es ein Masterabschluss sein muss, sorgt auch fünfzehn Jahre nach Einführung der Bologna-Reform immer noch für kontroverse Diskussionen und war Thema des begleitenden Tagungsprogramms. Mit Fabian Spohn lernten die Besucher einen Young Professional auf der Bühne kennen, dem mit einem dualen Bachelorstudium der Einstieg in eine verantwortungsvolle Position gelungen war. Der 25-Jährige gab den Studenten Einblick in das Berufsbild des Property-Managers. Er selbst hat inzwischen diese Laufbahn verlassen und ist Assistent der Treureal-Geschäftsführung. Das duale Studium hat sich für ihn bewährt: "Ich habe dadurch frühzeitig gelernt, mich im Berufsumfeld zu bewegen." Property-Manager müssen nach Spohns Meinung besonders kommunikativ sein, weil sie als Schnittstelle zwischen Eigentümern und Mietern agieren.

400 Gesprächstermine vorab vereinbart

Mitunter ist auch ganz ohne immobilienwirtschaftliche Ausbildung ein Einstieg in die Immobilienbranche möglich, wie der Berufsweg von Kevin T. Nguyen zeigt. Der gelernte Industriekaufmann hatte seinerzeit einem DTZ-Geschäftsführer im Möbelhaus so überzeugend eine Wohnzimmereinrichtung verkauft, dass dieser ihn für die Immobilienbranche anwarb. Inzwischen arbeitet Nguyen für das Beratungsunternehmen black olive, zu dessen Gründungspartnern u.a. der Ex- DTZ-Deutschlandchef Rainer Hamacher zählt, und vermarktet unter anderem das 40.000 m2 große Frankfurter FBC. Bei der diesjährigen IZ-Gehaltsanalyse hatten die Makler mit den niedrigsten Einstiegsgehältern aufgewartet. Doch Nguyen wies darauf hin, dass viele Maklerunternehmen bei erfolgreichen Vermittlungen zusätzliche Boni zahlen. Teamfähigkeit und Ehrgeiz seien wichtige Eigenschaften für seinen Job.

Flexibilität, wie Nguyen sie vorgelebt hat, ist beim Berufseinstieg generell empfehlenswert. Das war auch Thema einer Diskussionsrunde beim parallel veranstalteten 5. RICS- Hochschultag, den in diesem Jahr die Akademie der Hochschule Biberach organisiert hatte: "Das Einzige, was in der Immobilienbranche immobil sein sollte, ist die Immobilie", sagt Thomas Flohr, Geschäftsführer Bernd Heuer & Partner Human Resources. Daneben hilft es auch, frühzeitig viele Kontakte zu knüpfen. Dies machte sich auch beim IZ-Karriereforum bemerkbar: "Es entwickelt sich immer mehr zu einer "Netzwerkveranstaltung für junge Leute", hat Susanne Ollmann, Personalleiterin des Maklerhauses Aengevelt, beobachtet. "Es ist wie eine kleine Expo Real."

IZ-Karriereforum

Rund 800 Teilnehmer, darunter rund 550 Studenten und Absolventen besuchten am 14. Juni das fünfte IZ-Karriereforum in Frankfurt. Veranstaltet wurde die Jobmesse für die Immobilienwirtschaft von der Immobilien Zeitung und Heuer Dialog. Wie in den Vorjahren hatte der Zentrale Immobilien Ausschuss die Schirmherrschaft für das Karriereforum übernommen, in das der fünfte RICS-Hochschultag integriert war. RICS-Hochschulpartner war die Akademie der Hochschule Biberach.

Aussteller des fünften IZ-Karriereforums waren folgende Unternehmen sowie Aus- und Weiterbildungsanbieter: Acrest, ADI Akademie der Immobilienwirtschaft, Aengevelt, Arcadis, BASF, Bayer, BBA Akademie der Immobilienwirtschaft Berlin, Beos, Bilfinger Real Estate, BNP Paribas Real Estate, Capera, CBRE, Comfort, Commerz Real, Corestate, Corpus Sireo, Cushman & Wakefield, CRES Center for Real Estate Studies, DB Immobilien, DIC, Drees & Sommer, DTZ, EBS Universität für Wirtschaft und Recht, ECE, Eipos, Engel & Völkers, GE Capital Real Estate, GRR, Hochschule Biberach/Akademie der Hochschule Biberach, Irebs Immobilienakademie, JLL, Kaufland, KPMG, mfi, Patrizia, Reag, Royal Institution of Chartered Surveyors, Savills, Siemens Real Estate und die TU Berlin.

Neben Gesprächen mit den Personalern, erhielten die Teilnehmer in Diskussionsrunden Informationen zum Einstieg in die Immobilienbranche und zur Bewerbung. Aus ihrem Arbeitsalltag als Projektmanager, Property-Manager oder Immobilienberater berichteten drei Young Professionals. Erstmals präsentierten sich auch drei Vertreter des öffentlichen Dienstes auf dem Podium und gaben Auskunft zu Karrierepfaden bei Deutschlands größtem Arbeitgeber.

Das sechste IZ-Karriereforum inklusive RICS-Hochschultag findet am 20. Juni 2015 in Frankfurt statt. Infos unter: www.iz-jobs.de/karriereforum. sma

Sonja Smalian,Lars Wiederhold

Das eigene Ding machen

Noch während ihrer Studentenzeit an der HfWU Nürtingen-Geislingen
gründeten Roman Herdt, Sven Kersten, Sven Gruber und Benjamin Lauser
(v.l.n.r.) ihr Unternehmen Immoraum. Jetzt wollen sie die ersten
Praktikanten einstellen.

Noch während ihrer Studentenzeit an der HfWU Nürtingen-Geislingen gründeten Roman Herdt, Sven Kersten, Sven Gruber und Benjamin Lauser (v.l.n.r.) ihr Unternehmen Immoraum. Jetzt wollen sie die ersten Praktikanten einstellen.

Bild: Immoraum

Karriere 08.05.2014
Vom Hörsaal in den Chefsessel - den direkten Sprung in die Selbstständigkeit nach dem Hochschulabschluss wagen nicht alle Gründer. Manch einer gibt dem Wunsch, ein eigenes Unternehmen ... 

Vom Hörsaal in den Chefsessel - den direkten Sprung in die Selbstständigkeit nach dem Hochschulabschluss wagen nicht alle Gründer. Manch einer gibt dem Wunsch, ein eigenes Unternehmen aufzubauen, erst später nach. Drei Gründer erzählen, wie sie ihre Reise in die Eigenverantwortung erlebten.

Dass er sich einmal selbstständig machen würde, stand für Sven Gruber schon zu Beginn seines Studiums fest. Die Mutter des 27-Jährigen ist auch Unternehmerin und so sei er mit dem Gedanken aufgewachsen. Während seines Bachelorstudiums Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen lernte er mit Roman Herdt, Sven Kersten und Benjamin Lauser drei Gleichgesinnte kennen. Gemeinsam gründeten sie im Oktober 2012 die Firma Immoraum in Stuttgart und beraten bei Verkauf und Vermietung von gewerblichen Immobilien sowie Wohn- und Geschäftshäusern. Bei der Gründung studierten drei von ihnen noch. So früh wagen nur wenige den Schritt in die Selbstständigkeit.

Tatsächlich verfolgen immer weniger Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer das Ziel einer Existenzgründung, wie die Umfrage zur IZ-Joboffensive aus den vergangenen Jahren zeigt: 25 (4%) der insgesamt 622 teilnehmenden Studenten an der letztjährigen Umfrage würden nach ihrem Abschluss gern unternehmerisch tätig sein, davon nur fünf Frauen. 2012 hatte die Existenzgründung noch eine höhere Konjunktur unter den Immo-Studierenden gehabt: Jeder zehnte wollte selbstständig sein. 2011 waren es sogar 15% gewesen.

Auch wenn sie direkt von der Hochschule in die Chefsessel wechselten, die Immoraum-Gründer konnten alle schon Berufserfahrung vorweisen. Jeder von ihnen hatte eine Ausbildung und Praktika absolviert: Gruber hatte u.a. Station bei ECE, BNP Paribas, Görtz und Knight Frank gemacht. Anderthalb Jahre nach der Gründung haben sie viele Erfahrungen gesammelt, können aber auch auf ihr Netzwerk bauen u.a. zu ehemaligen Professoren. "Das ist Gold wert", sagt Gruber. Alle sechs Monate trifft er sich mit seinem Mentor und diskutiert die Firmenentwicklung, um sich stetig zu verbessern. Interne Meetings halten die Gründer alle zwei Wochen ab. Sie vernetzen sich mit anderen Gründern im Stuttgarter Raum und engagieren sich in Branchennetzwerken wie dem Urban Land Institute, Immobilien Wirtschaft Stuttgart (IWS) oder dem German Council of Shopping Centers. Sich ein Netzwerk aufzubauen, gerade in großen Städten, sei ebenso wichtig, wie sich eine Vertrauensperson zu suchen, lautet denn auch Grubers Tipp an andere Gründer. Auch die Mitgründer sollte man sich mit Bedacht auswählen und prüfen, ob es fachlich passt und die Vertrauensbasis stimmt. Mit der Gründung eines Beratungshauses spiegeln sie einen bundesweiten Trend wider: Mehr als jede zweite Gründung findet im Dienstleistungssektor statt, zu dem auch das Grundstückswesen und Vermietung zählen, zeigt die Studie "Selbstständige sind anders: Persönlichkeit beeinflusst unternehmerisches Handeln" des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit dem IZA Bonn. Doch die vier gehören auch einer Minderheit an: Nur 5% der Existenzgründer waren zuvor noch Studenten, heißt es in der Studie. Etwa zwei Drittel aller Gründer seien zum Gründungszeitpunkt zwischen 25 und 44 Jahre alt, bei steigendem Durchschnittsalter. Die höchste Gründungsrate weise die Altersgruppe von 25 bis 34 Jahren auf, gefolgt von der Altersgruppe 35 bis 44 Jahren. Das Gründungsinteresse steigt fünf Jahre nach dem Studienende deutlich an, wie das Global University Entrepreneurial Spirit Student´s Survey zeigt: Dann kann sich ein Drittel der Absolventen vorstellen, unternehmerisch tätig zu sein.

Auch Sandra Meyer hat sich erst mit Mitte 30 zum Gründen entschlossen, nachdem sie vier Jahre lang als Juristin für Bau- und Architektenrecht in einer Kanzlei gearbeitet hat. Sie betreute Shoppingcenter und hat darüber ihre Affinität zur Immobilie entdeckt. Dann kündigte sie und nahm sich ein Jahr lang Zeit, um zu reisen, von Hamburg nach Berlin umzuziehen und etwas Neues zu beginnen. "Jeder ist Entrepreneur in seinem eigenen Leben", sagt Meyer. Auf einem privaten Entrepreneur-Zirkel lernte sie ihren Mitgründer Jörn Apel kennen. Gemeinsam hoben sie StorageBook, ein Portal, um Lagerflächen zu mieten, aus der Taufe. Mit ihrem noch jungen Konzept bewarben sie sich für den You is now-Accelerator von ImmobilienScout24 - und wurden aufgenommen. Sie erhielten für die Programmdauer einen Arbeitsraum bei ImmobilienScout und wurden von Mentoren und Programmierern unterstützt. "Das war sehr wertvoll", sagt Meyer, und meint damit auch den Austausch mit den anderen Teams und die Coachings. Auf ihrer Agenda steht nun die Suchmaschinenoptimierung - das Feilen am Produkt bleibt ohnehin tägliche Aufgabe. Anderen Gründern rät sie, sich vor allem früh genug mit sich selbst zu beschäftigen, um herauszufinden, was man gern machen möchte, sagt Meyer. "Als Entrepreneur bin ich aktiv, gestalte etwas und übernehme Verantwortung." Seinen Ausdruck könne das dann auf ganz unterschiedliche Art finden: als Berater oder indem man Kinder großzieht.

Fabienne Schröder-Rust macht beides. Durch die Selbstständigkeit ist sie absolut Herrin über ihre Zeit. Das muss sie auch sein, denn sie kümmert sich um ihre zwei Kinder, sechs und neun Jahre alt, während ihr Mann als Berater in der Immobilienwirtschaft häufig unterwegs ist. Die 39-Jährige ist seit Ende ihres Studiums als PR-Beraterin tätig und hat u.a. die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Tochtergesellschaft der damaligen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit unterstützt.

Immer noch wagen deutlich weniger Frauen als Männer den Sprung in die Selbstständigkeit. Frauen stellen knapp ein Drittel der Selbstständigen, machen aber gemessen an der Zahl erwerbstätiger Frauen nur 7% aus. Schröder-Rust hat schon einige Erfahrung gesammelt. Neben der PR-Arbeit beriet sie auch Banken bei der Einrichtung ihrer Räume nach dem Feng-Shui-Prinzip und bot mit einem Ladenlokal Kreativen aus der Rhein-Main-Region eine Vermarktungsplattform. Über Bekannte erhielt sie erste Aufträge, um Exposés für die Vermarktung von Wohnungen zu schreiben. Die Idee, sich als PR-Beraterin ganz auf die Immobilienbranche zu konzentrieren, war geboren. Sie gründete fsr Kommunikation und arbeitet nun mit einem Team von Grafikern und Fotografen zusammen. Ihren ersten Auftrag erhielt sie von Aberdeen. Dann fuhr sie mit ihrem Mann zur Expo Real, wo sie die Einladung zu einem Pitch ergatterte. Der Auftrag lautet: Sie soll drei Entwürfe für eine Vermarktungsbroschüre für ein Wohn- und ein Bürohaus erstellen. Ob sich die Arbeit gelohnt hat, weiß sie noch nicht - der Pitch ist noch nicht entschieden.

Viel Unterstützung für Existenzgründer

Für angehende Existenzgründer gibt es viele Informations- und Beratungsmöglichkeiten. Das Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bietet unter der Adresse www.existenzgruender.de Informationen zu allen Gründungsphasen, zum Gründercoaching, zur Erstellung eines Businessplans sowie zu Wettbewerben und Veranstaltungen. Kostenlose Broschüren und eTrainings zu Themen wie Marketing oder Bankgespräch finden sich dort ebenso wie eine Adressdatenbank mit mehr als 25.000 Einträgen zu weiteren Ansprechpartnern. Dazu zählen auch die örtlichen Arbeitsagenturen sowie die Handwerks-, Industrie- und Handelskammern, die ebenfalls Gründer beraten und entsprechende Seminare anbieten. Die bundesweite Gründerwoche mit zahlreichen Veranstaltungen findet vom 17. bis 23. November 2014 (www.gruenderwoche.de) statt. Die Studenten der EBS Universität für Wirtschaft und Recht laden am 17. und 18. Oktober 2014 zum Entrepreneur-Congress, auf dem Studenten ihre Ideen Investoren vorstellen können (http://ebspreneurship.de). sma

TIPP

Eine Existenzgründung ist nichts für Sie? Dann kommen Sie doch zum IZ-Karriereforum für die Immobilienwirtschaft am 14. Juni 2014 nach Frankfurt. Rund 30 Aussteller präsentieren sich auf der Job- und Karrieremesse. www.iz-jobs.de/karriereforum

Sonja Smalian