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Neue Spielregeln für Makler und Verwalter

Makler und Verwalter müssen immer noch keine Grundqualifikation erwerben.

Makler und Verwalter müssen immer noch keine Grundqualifikation erwerben.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: goodluz

Karriere09.08.2018
Seit dem 1. August 2018 gelten neue Berufszulassungsregeln für WEG- und Mietwohnungsverwalter. Zudem ist nun auch die Weiterbildungspflicht in Kraft - sowohl für Wohnimmobilienverwalter ... 

Seit dem 1. August 2018 gelten neue Berufszulassungsregeln für WEG- und Mietwohnungsverwalter. Zudem ist nun auch die Weiterbildungspflicht in Kraft - sowohl für Wohnimmobilienverwalter als auch für Immobilienmakler. Die Verbände wollen sich nicht auf diesen minimalen Anforderungen ausruhen.

Die neue Berufszulassungsregelung sieht vor, dass WEG- und Miethausverwalter ab dem 1. August eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung beantragen müssen, wollen sie ihrer Tätigkeit (weiter) nachgehen. Immobilienmakler waren dazu schon in der Vergangenheit verpflichtet. Immobilienverwalter, die schon am Werk sind, haben bis zum 1. März 2019 Zeit. Erteilt wird die Erlaubnis nur, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass er zuverlässig ist, in geordneten Vermögensverhältnissen lebt und eine Berufshaftpflicht gegen Vermögensschäden mit einer Deckungssumme von jährlich 500.000 Euro vorweisen können. Eine Berufshaftpflichtversicherung müssen Makler im Gegensatz zum Verwalter nicht abschließen, da sie keine treuhänderische Tätigkeit ausüben.

Was unter "Zuverlässigkeit" zu verstehen ist - bzw. was nicht -, erläutert z.B. die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main auf ihrer Internetseite: Demnach besitzt die erforderliche Zuverlässigkeit "in der Regel nicht, wer in den letzten fünf Jahren vor Stellung des Antrags wegen eines Verbrechens (im Mindestmaß: Strafandrohung von einem Jahr oder mehr) oder wegen Diebstahls, Unterschlagung, Erpressung, Betrugs, Untreue, Urkundenfälschung, Hehlerei, Wuchers oder einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden ist".

Was den Aspekt "geordnete Vermögensverhältnisse" angeht, disqualifiziert sich laut IHK Frankfurt in aller Regel derjenige Antragsteller, über dessen Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist oder wenn er in das vom Insolvenzgericht oder vom Vollstreckungsgericht zu führende Verzeichnis (§ 26 Abs. 2 der Insolvenzordnung, § 882b der Zivilprozessordnung) eingetragen ist.

Beide Berufsgruppen sind jetzt außerdem dazu verpflichtet, sich weiterzubilden, allerdings nur in einem Umfang von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Diese Pflicht gilt sowohl für den Geschäftsinhaber als auch für alle Beschäftigten, die direkt an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit - also an der Immobilienvermittlung oder -verwaltung - mitwirken. Makler und Verwalter müssen allerdings nicht automatisch, sondern erst auf Anfrage ihres Auftraggebers oder der zuständigen Behörde darüber Auskunft geben.

Nach Schätzungen des IVD gibt es ca. 30.000 Immobilienmakler in Deutschland, davon rund 12.000 im Vollerwerb. "Alle Makler, denen eine Gewerbezulassung gemäß § 34c GewO erteilt wurde, unterliegen der Fortbildungsverpflichtung. Nach unserem Kenntnisstand gibt es innerhalb des Gesetzes keine Unterscheidungen", teilt Johannes Engel, Geschäftsführer und Syndikus des IVD Mitte, mit. Was die Verwalter angeht, sind laut Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamts (für 2016 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor) exakt 23.610 Unternehmen registriert, die Grundstücke, Gebäude und Wohnungen für Dritte verwalten.

Auf dem Weg hin zu einer größeren Professionalisierung sind die neuen Regeln nur ein erster Schritt: "Angesichts der Tatsache, dass der Behörde lediglich 20 Stunden in drei Jahren nachzuweisen sind, ist das Gesetz keine wirkliche Hürde für sogenannte Gelegenheitsmakler", glaubt Engel. Der IVD hält daher seine Forderung nach einem qualifizierten Sachkundenachweis, der im Gesetzgebungsverfahren für die neuen Spielregeln für Makler und Verwalter auf der Strecke blieb, fest. In das gleiche Horn stößt der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV): "Ohne eine Grundqualifikation, die ein Sachkundenachweis belegen würde, ist eine Weiterbildungspflicht systemwidrig."

Harald Thomeczek

Ab morgen gelten neue Spielregeln für Makler und Verwalter

Makler und Wohnimmobilienverwalter sind ab diesen Mittwoch zur Weiterbildung verpflichtet. Verwalter müssen außerdem neuerdings nachweisen, dass sie zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflicht abgeschlossen haben.

Makler und Wohnimmobilienverwalter sind ab diesen Mittwoch zur Weiterbildung verpflichtet. Verwalter müssen außerdem neuerdings nachweisen, dass sie zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflicht abgeschlossen haben.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: goodluz

Karriere31.07.2018
Morgen ist der 1. August 2018 - und ab diesem Tag gilt die neue Berufszulassungsregelung bzw. die Weiterbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter. Darauf erlaubt sich der Verband ... 

Morgen ist der 1. August 2018 - und ab diesem Tag gilt die neue Berufszulassungsregelung bzw. die Weiterbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter. Darauf erlaubt sich der Verband IVD Mitte hinzuweisen.

Die neue Berufszulassungsregelung sieht vor, dass WEG- und Miethausverwalter ab dem 1. August eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung beantragen müssen, wollen sie ihrer Tätigkeit (weiter) nachgehen. Immobilienmakler waren dazu schon in der Vergangenheit verpflichtet. Erteilt wird die Erlaubnis nur, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass er zuverlässig ist, in geordneten Vermögensverhältnissen lebt und eine Berufshaftpflicht gegen Vermögensschäden mit einer Deckungssumme von jährlich 500.000 Euro vorweisen können.

Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Berufshaftpflicht

Was unter "Zuverlässigkeit" zu verstehen ist - bzw. was nicht -, erläutert z.B. die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main auf ihrer Internetseite: Demnach besitzt die erforderliche Zuverlässigkeit "in der Regel nicht, wer in den letzten fünf Jahren vor Stellung des Antrags wegen eines Verbrechens (im Mindestmaß: Strafandrohung von einem Jahr oder mehr) oder wegen Diebstahls, Unterschlagung, Erpressung, Betrugs, Untreue, Urkundenfälschung, Hehlerei, Wuchers oder einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden ist".

Was den Aspekt "geordnete Vermögensverhältnisse" angeht, disqualifiziert sich laut IHK Frankfurt in aller Regel derjenige Antragsteller, über dessen Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist oder wenn er in das vom Insolvenzgericht oder vom Vollstreckungsgericht zu führende Verzeichnis (§ 26 Abs. 2 der Insolvenzordnung, § 882b der Zivilprozessordnung) eingetragen ist.

Immobilienverwalter, die schon als Verwalter unterwegs sind, haben übergangsweise bis zum 1. März 2019 Zeit, sich eine Erlaubnis zu besorgen.

Über Weiterbildungen muss erst auf Nachfrage informiert werden

Ab Mittwoch sind Immobilienverwalter und -makler außerdem dazu verpflicht, sich weiterzubilden, und zwar in einem Umfang von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Diese Pflicht gilt sowohl für den Geschäftsinhaber als auch für alle Beschäftigten, die direkt an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit - also an der Immobilienvermittlung oder -verwaltung - mitwirken. Makler und Verwalter müssen allerdings nicht automatisch, sondern erst auf Anfrage ihres Auftraggebers über ihre - berufsspezifischen! - Qualifikationen und absolvierte Weiterbildungen Auskunft geben. Auch gegenüber der erlaubniserteilenden Behörde müssen sie erst auf Nachfrage tätig werden und diesen Nachweis erbringen.

Der IVD Mitte lässt die Gelegenheit nicht aus, darauf hinzuweisen, dass er die neuen Hürden für Marktteilnehmer bei Weitem nicht hoch genug hält. Ein qualifizierter Sachkundenachweis, der im Gesetzgebungsverfahren für die neuen Spielregeln für Makler und Verwalter auf der Strecke blieb, ist für den Verband weiter das Maß der Dinge.

Harald Thomeczek

Immobörse Frankfurt: Urgestein Peter Ohlig verlässt Vorstand

Köpfe04.09.2017
Die Mitgliederversammlung der Frankfurter Immobilienbörse hat gewählt - und den bisherigen Vorstand im Amt bestätigt. Auch für die Zeit bis 2022 gehören damit folgende Herren und Damen dem ... 

Die Mitgliederversammlung der Frankfurter Immobilienbörse hat gewählt - und den bisherigen Vorstand im Amt bestätigt. Auch für die Zeit bis 2022 gehören damit folgende Herren und Damen dem Vorstand an: Harald Blumenauer (Blumenauer Consulting), Helmut Christmann (Helmut Christmann Immobilien), Anja Fischer (Printz & Schwenk Immobilienverwaltung bzw. M.G. Hauck), Petra Saffran (Sachverständigenbüro Petra Saffran) und Stephan Schlocker (Schlocker Sachverständigenbüro). Peter Ohlig (ohlig + compagnon) stellte sich nicht mehr zur Wahl und konnte daher auch nicht wiedergewählt werden. Weil der Mann jedoch 50 Jahre ehrenamtlich für die Immobilienbörse Frankfurt, die es genau so lange schon gibt, tätig war, wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. In der Frankfurter Immobilienbörse sind (aktuell) 62 Immobilienmakler, Sachverständige, Projektentwickler, Immobilienverwalter und andere Marktteilnehmer zusammengeschlossen. Sie wurde 1967 unter der Trägerschaft der IHK Frankfurt am Main gegründet.

Harald Thomeczek

Späte Beurlaubung des Wiesbadener GWW-Chefs

Mathias Müller.

Mathias Müller.

Bild: IHK

Köpfe03.03.2011
Mathias Müller, Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer, ist in seiner Funktion als Geschäftsführer der Wiesbadener Wohnungsgesellschaft GWW erst im letzten Quartal 2010 ... 
Mathias Müller, Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer, ist in seiner Funktion als Geschäftsführer der Wiesbadener Wohnungsgesellschaft GWW erst im letzten Quartal 2010 beurlaubt worden - deutlich später als erwartet.

Die Beurlaubung war nämlich bereits im Mai 2009 - wenn auch ohne Angabe eines konkreten Termins - angekündigt worden. Müller hatte nach eigener Auskunft dem Wiesbadener Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef der GWW, Helmut Müller, nach seiner Wahl zum IHK-Präsidenten im April 2009 angeboten, die Geschäftsführung der GWW wegen der Arbeitsbelastung als IHK-Präsident ruhen zu lassen. Besagte Doppelbelastung Mathias Müllers war damals öffentlich diskutiert worden.

Ebenfalls für Diskussionen hatte gesorgt, dass Müller bei seiner Präsidentschaftskandidatur nur seine Beratertätigkeit in Hofheim am Taunus aber nicht seine GWW-Funktion angegeben hatte. "Bei meiner Wahl war meine Tätigkeit als Geschäftsführer der Wiesbadener Immobilienunternehmen GWW und WIM bekannt", sagt dazu Mathias Müller.

Wiesbadens Oberbürgermeister hat gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die lange Zeitspanne bis zur Beurlaubung seines Namensvetters damit begründet, dass zunächst geklärt werden musste, wie das Rückkehrrecht zur GWW, das sich Mathias Müller ausbedungen habe, rechtlich zu regeln sei. Dies sei in der Privatwirtschaft ein komplizierter Fall.

Während dieser Klärung liefen die Gehaltszahlungen der GWW an Müller weiter: Für 2009 weist der Wiesbadener Beteiligungsbericht für die GWW ein Jahreseinkommen Müllers in Höhe von 226.268,97 Euro aus - mehr als im Jahr 2008.

"Ich habe mich nie öffentlich zu der Frage geäußert, ab welchem Zeitpunkt ich für die beiden Wiesbadener Unternehmen nicht mehr oder nur in eingeschränktem zeitlichen Umfang tätig sein würde", sagt Müller.

Lars Wiederhold