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Ex-ZIA-Geschäftsführer Goldbeck trommelt für die Blockchain

Köpfe25.04.2019

"Häufig geht es nicht ohne den Staat!"

"Mit der Pubertät ist der ZIA nun im Wesentlichen durch", sagt der neue Geschäftsführer Stephan Rabe.

"Mit der Pubertät ist der ZIA nun im Wesentlichen durch", sagt der neue Geschäftsführer Stephan Rabe.

Bild: bb

Köpfe05.02.2015
Stephan Rabe, 52, ist seit November 2014 an der Seite von Klaus-Peter Hesse Geschäftsführer des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Der Jurist erklärt im IZ-Interview, welche Themen er ... 

Stephan Rabe, 52, ist seit November 2014 an der Seite von Klaus-Peter Hesse Geschäftsführer des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Der Jurist erklärt im IZ-Interview, welche Themen er setzen will, was er in Brüssel vorhat, wieso ihn das Bestellerprinzip nicht stört und warum steuerliche Förderungen aus seiner Sicht keine Subventionen sind.

Immobilien Zeitung: Herr Rabe, Sie haben Ihr warmes Nest als stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bankenverband VÖB verlassen, um Geschäftsführer beim ZIA zu werden, den Ihr Vorgänger Axel von Goldbeck eine Dauerbaustelle nannte. Warum der Wechsel von der gut beheizten Bank auf die zugige Baustelle?

Stephan Rabe: Ich würde den ZIA nicht als eine Baustelle betrachten, schon gar nicht als eine, auf der es drunter und drüber geht. Der ZIA ist, gemessen an den anderen Verbänden der Immobilienbranche, noch sehr jung und hat sich nach meinem Eindruck mit inzwischen 202 Mitgliedern - darunter 25 Verbänden - deutlich besser entwickelt, als sich die Gründerväter das 2006 gedacht hatten. Mit der Pubertät ist der ZIA nun im Wesentlichen durch, jetzt kommt das Erwachsenenalter. Die Strukturen sind gefestigt. In der Organisation geht es jetzt im Wesentlichen um Ergänzungen, nicht um das Erfinden grundlegend neuer Strukturen.

IZ: Dennoch: Was wollen Sie alles neu machen?

Rabe: Eine meiner wichtigsten Aufgaben wird es sein, die Interessen der Deutschen Immobilienbranche bei der Europäischen Union in Brüssel stärker zu vertreten. Es gibt in Brüssel keine dem breiten Aufgabenspektrum des ZIA entsprechende immobilienwirtschaftliche Interessenvertretung, der wir uns anschließen könnten. Daher wollen wir uns bei der Kommission und im Europäischen Parlament noch stärker als bisher eigene Kontakte erschließen. Bislang sind wir in Brüssel über das Büro des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vertreten. Dort bezahlen wir eine halbe Stelle. Wir denken nun darüber nach, wie wir unsere Präsenz in Europa ausbauen können.

IZ: In Deutschland ist die Immobilienwirtschaft mit konkreten Themen wie der Mietpreisbremse, diversen Grunderwerbsteuererhöhungen und der Forderung nach besseren Abschreibungsmöglichkeiten beim Wohnungsbau beschäftigt. Welche Themen sehen Sie für den ZIA in Brüssel?

Rabe: Eine Reihe von Themen sind tatsächlich abgeräumt. Die Bankenregulierung ist durch und das für Versicherungen relevante Thema Solvency II ist auf einem vernünftigen Weg. Aber denken Sie an künftige Regulierungsthemen wie die angekündigte Kapitalmarktunion, Verbraucherschutzthemen oder an die Energieeffizienz-Richtlinie. Es ist wichtig, so etwas vor Ort intensiv zu begleiten.

IZ: Hätte der ZIA in Brüssel längst viel stärker präsent sein müssen?

Rabe: Bei uns ging es in den ersten Jahren sicherlich erst einmal darum, Strukturen aufzubauen und sich in Deutschland zu etablieren. Jetzt aber - ich sprach ja vom Erwachsenenalter - ist es wichtig, in Brüssel permanent vor Ort zu sein, um neben den offiziellen auch informelle Kontakte pflegen zu können. Das ist in vielen Fällen wichtiger, als die meisten offiziellen Termine es sind.

IZ: Dem VÖB haben Sie nach 15 Jahren den Rücken gekehrt, weil sie dort nicht die Nummer eins geworden sind. Beim ZIA teilen Sie sich die Geschäftsführung mit Klaus-Peter Hesse. Die bisher von Axel von Goldbeck ausgeübte Sprecherfunktion entfällt. Lohnt es sich für Sie dann überhaupt, gewechselt zu sein?

Rabe: Das ist nicht meine Herangehensweise. Beim VÖB sah ich für mich keine Perspektive mehr, und beim ZIA reizen mich eine Reihe neuer Aufgaben. Wir teilen uns die Fachbereiche auf. Klaus-Peter Hesse kümmert sich zum Beispiel um Themen wie Stadtentwicklung, Wohnen und Nachhaltigkeit, und ich nutze mein Know-how in den Bereichen Finanzierung, Regulierung und Europapolitik. Eine Sprecherfunktion ist bei einer solchen Arbeitsteilung nicht erforderlich.

IZ: Sie sind studierter Volljurist und Experte im Bankenmetier. Woher kommt Ihre Expertise in Immobiliendingen?

Rabe: Immobilienthemen haben schon in meiner alten Funktion eine Rolle gespielt. Als ZIA-Geschäftsführer habe ich den Anspruch, mich in der gebotenen Tiefe in die relevanten Themen einzuarbeiten, aber ich muss nicht in allen fachspezifischen Themen tief drin sein. Ich bin ja nicht allein, sondern wir sind beim ZIA fast 20 Mitarbeiter. Grundsätzlich ist es so, dass der Schritt von der Bankenwelt in die Immobilienbranche gar nicht so groß ist, jedenfalls nicht so groß, wie ein Wechsel in die Zigaretten- oder Automobilindustrie es wäre. Das sehen Sie schon daran, dass ich bereits in meiner vorherigen Tätigkeit viele Male auf der Expo Real war. Immobilien und Finanzierung sind Themen, bei denen es eine Reihe von Schnittmengen gibt.

IZ: Trotz aller Europapläne: Das Gros Ihrer Arbeit als Vertreter eines Lobbyverbands der deutschen Immobilienwirtschaft werden Sie in Berlin erledigen. Welches Bundesministerium ist für den Geschäftsführer des ZIA das wichtigste: Bau, Wirtschaft oder Finanzen?

Rabe: Für meinen Zuständigkeitsbereich ist das Bundesfinanzministerium das wichtigste. Das ergibt sich schon aus Feldern wie der Finanzmarktregulierung und Steuern. In der ZIA-Gesamtsicht ist aber das Bauministerium erster Ansprechpartner.

IZ: Mit dem Stichwort Steuern meinen Sie das Interesse Ihres Verbandes daran, steuerliche Förderungen für die energetische Gebäudesanierung, den Wohnungsneubau und den seniorengerechten Umbau von Wohnungen durchzusetzen. Wie passen solche Forderungen nach staatlichen Subventionen zu der gängigen Forderung des ZIA, der Staat möge sich aus möglichst viel heraushalten?

Rabe: Ich sehe in den von Ihnen genannten Punkten keinen Ruf nach Subventionen. Das sind eher Incentives.

IZ: Also Subventionen.

Rabe: Wir meinen Instrumente des Staates zum Anstoßen politisch gewünschter Entwicklungen. Zum Beispiel über die Förderbank KfW mit ihrem 100.000-Dächer-Programm, das von 1999 bis 2003 lief. Bei so etwas ist es nicht die Immobilienwirtschaft, die nach Unterstützung ruft, sondern der Staat ergreift die Initiative und fördert, was er fördern möchte. Aber grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht: Es ist ein Widerspruch, wenn die Branche einerseits den Markt als Regulativ befürwortet und andererseits staatliche Fördermittel begrüßt. Das Problem ist aber: Häufig geht es nicht ohne den Staat. Wir brauchen ihn zum Beispiel dafür, für breite Bevölkerungsschichten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

IZ: Derzeit könnte man den Eindruck gewinnen, nicht das Ministerium von Wolfgang Schäuble wäre das wichtigste für die Immobilienwirtschaft, sondern das Bundesjustizministerium, weil dort das Gesetz zur Mietpreisbremse geschrieben wird.

Rabe: Die Mietpreisbremse ist in der Tat unser Schockthema. Wir rätseln zwar noch immer über den Zeitplan des parlamentarischen Verfahrens, aber wir gehen davon aus, dass die Mietpreisbremse kommen wird.

IZ: Eine Niederlage des ZIA, dass er die Bremse nicht verhindert hat?

Rabe: Nein, ich werte es eher als Erfolg, dass es uns gelungen ist, Neubauten aus dem Gesetz herauszuhalten und eine zeitliche Begrenzung der Mietpreisbremse erreicht zu haben. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der ursprünglichen Fassung des Gesetzestextes und der jetzt vorliegenden. Wir müssen unseren Mitgliedern immer wieder erklären, was ein Verband leisten kann und was nicht. Er kann Entwicklungen oft nicht vollständig verhindern, aber es lohnt sich, wenn er sich einbringt. Wir müssen voraussichtlich mit der Bremse leben, tun das aber nicht gerne. Sie wird nach unserer Einschätzung ohnehin nur wenig bewirken, wenn sie nicht von staatlichen Maßnahmen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus flankiert wird. Wir denken da an die Wiedereinführung der degressiven AfA und daran, dass Kommunen günstiges Bauland zur Verfügung stellen.

IZ: Was die Kommunen in der Regel gar nicht dürfen, ganz abgesehen davon, dass viele von ihnen so gut wie pleite sind und nichts zu verschenken haben.

Rabe: Es stimmt, dass auch Kommunen nichts zu verschenken haben. Gleichwohl halte ich die Forderung nach einem Beitrag zu politisch gewünschten Effekten für zulässig.

IZ: Juckt Sie das Bestellerprinzip für Makler bei der Vermietung von Wohnungen?

Rabe: Das ist für uns kein Kernthema. Darum kümmert sich der IVD, der betont, er wolle ein echtes Bestellerprinzip haben und keine Regelung, bei der fast immer der Vermieter den Makler bezahlen muss. Bei uns ist es so: Wir vertreten auch eine Reihe von Maklern, die Gewerbeimmobilien vermitteln. In diesem Teil der Branche wird längst ein Bestellerprinzip praktiziert. Also fragen sich die dort Tätigen: Wo ist das Problem?

IZ: Der ZIA will das Thema Innovation besetzen und hat mit Martin Rodeck neuerdings einen Innovationsbeauftragten. Steckt Substanzielles dahinter, oder ist das nur PR?

Rabe: Wir meinen das schon substanziell. Bei uns werden darunter Themen wie digitales Bauen oder neue Formen altersgerechten Wohnens verstanden. Da geht es zum Beispiel darum, wie Wohnungen altersgerecht konfiguriert werden können, ob die Pflegeversicherung bei der Finanzierung noch stärker herangezogen werden kann und welche anderen innovativen Fördermöglichkeiten es gibt. Oder wir fragen, inwieweit es möglich ist, in bestehende Wohnquartiere Pflegedienste zu integrieren, damit ältere Menschen möglichst lange in ihren Wohnungen bleiben können.

IZ: Ihr Verband gilt als Erfolgsgeschichte. Das wird an der anerkannten Kompetenz, aber auch an der stetig gestiegenen Zahl der Mitglieder festgemacht. Wie groß schätzen Sie das noch zu erschließende Potenzial von Mitgliedern ein?

Rabe: Der ZIA hat in den vergangenen drei Jahren etwa 50 Mitglieder hinzugewonnen. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt. Wachstumsmöglichkeiten sehe ich in allen unseren Tätigkeitsfeldern, zum Beispiel bei den Dienstleistern rund um die Immobilie, den Banken und in den Bereichen Hotel und Anwaltskanzleien. Die Zielmarke, 10.000 Mitglieder zu haben, ist aber sicher nicht unser Anspruch.

IZ: Herr Rabe, danke fürs Gespräch.

Das Interview führte Bernhard Bomke.

Bernhard Bomke

Axel von Goldbeck

Spaziergang in Potsdams Schlösserlandschaft - hier mit Gästen vor Schloss Cecilienhof.

Spaziergang in Potsdams Schlösserlandschaft - hier mit Gästen vor Schloss Cecilienhof.

Bild: Axel von Goldbeck

Karriere20.11.2014
Der scheidende Sprecher der Geschäftsführung beim ZIA Zentralen Immobilien Ausschuss, Axel von Goldbeck, begann seine berufliche Laufbahn im Wirtschaftsministerium Brandenburgs. Später ... 

Der scheidende Sprecher der Geschäftsführung beim ZIA Zentralen Immobilien Ausschuss, Axel von Goldbeck, begann seine berufliche Laufbahn im Wirtschaftsministerium Brandenburgs. Später wechselte der Jurist in die Wirtschaft. Zu seinen Stationen zählten J.P. Morgan in Frankfurt, White & Case in Berlin sowie Luther in Berlin bevor er zum ZIA ging. Der 46-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von 4, 10 und 14 Jahren. Kinder bezeichnet er als sein Hobby, auch um damit einen Debattenbeitrag zu leisten.

Wo wohnen Sie zurzeit?

Eigentum.

Bitte beschreiben Sie Ihr Haus mit ein paar Sätzen.

Einfamilienhaus mit Garten, Größe ausreichend, Blick in Bäume, Kaffeemühlenneubau in schöner Wohnlage am Neuen Garten in Potsdam (ehemals KGB-Viertel).

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Im Bett. Vorwiegend aus Müdigkeit.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Nein, ich kenne meine Grenzen.

Was muss das perfekte Haus unbedingt haben?

Platz für Kinder und Gäste.

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Wie heute - mit etwas mehr Ruhe.

Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Als "Springer" auf der Intensivstation (Anästhesie) der Universitätsklinik Freiburg im Breisgau in den Nachtschichten.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Über die Beratung bei Eigenkapitalfinanzierungen von Immobilienfonds, eher nicht geplant.

Was braucht man, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?

Das Gleiche wie in jedem Kommunikationsjob: ein wenig Intelligenz, Struktur, Empathie (manchmal gute Kontakte).

Wie feiern Sie Ihre Erfolge?

Am liebsten mit denen, die noch dazu beigetragen haben. Insgesamt lieber zurückhaltend.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Mich hat noch nie an einer Branche etwas gestört, allenfalls an Personen. Da gibt es hüben wie drüben ganz verschiedene.

Und was finden Sie an ihr besonders gut?

Das Wirtschaftsgut, mit dem sie sich beschäftigt.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Katastrophenhelfer.

Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen?

Das Hotel Mercure in Potsdam als unbestreitbar hässliche und nicht erhaltenswerte DDR-Hinterlassenschaft (nebst einigen anderen).

Für welches private Vergnügen haben Sie zu wenig Zeit?

Für alle (Sport, Musik, Lesen).

Wenn Sie an Ihren letzten Urlaub denken, denken Sie an …?

Weite Bretagne- und Normandie-Strände.

Nennen Sie uns einen Ihrer Lieblingssongs?

Send in the Clowns, Your time will come.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Eher wenig. Ich finde es beruflich wie privat anstrengend, mit Leuten umzugehen, die ihre eigene Agenda nicht klarmachen.

In welcher Lokalität kann man Sie häufiger antreffen?

Keine spezielle. Das Volta in Berlin finde ich witzig.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?

Barack Obama. Faszinierender Typ.

Verraten Sie uns auch noch Ihr Lieblingsgericht?

Entenbrust mit Teltower Rübchen.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

Leichtigkeit.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben - welchen Traum erfüllen Sie sich?

Ein Hilfsprojekt für kriegsgeschädigte Kinder, das ich selbst begleite.

IZ

Fünf Fragen an Axel von Goldbeck

Axel von Goldbeck, scheidender Geschäftsführer des ZIA (B2.220).

Axel von Goldbeck, scheidender Geschäftsführer des ZIA (B2.220).

Bild: ZIA

Köpfe06.10.2014
Herr von Goldbeck, Sie sind letztmals als Geschäftsführer des ZIA auf der Messe. Bleibt Zeit für anderes, als 36.000 Hände zu schütteln?Danke, dass Sie mir ein so großes Netzwerk zutrauen. ... 
Herr von Goldbeck, Sie sind letztmals als Geschäftsführer des ZIA auf der Messe. Bleibt Zeit für anderes, als 36.000 Hände zu schütteln?

Danke, dass Sie mir ein so großes Netzwerk zutrauen. Natürlich schüttele ich hier viele Hände. Aber ich bin für den ZIA auch inhaltlich im Einsatz, zum Beispiel mit einer Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Corporate Real Estate. Und in meinem Terminkalender ist auch noch etwas Luft für spontane Treffen.

Der ZIA trat bei seiner Gründung mit dem Anspruch an, in eine Liga mit der Lobby der Automobilindustrie aufzusteigen. Ist das Ziel erreicht?

Die Automobilbranche hat es deutlich leichter, sich über Produkte und Marken in Politik und Öffentlichkeit visibel zu machen. Immobilien werden dagegen nicht automatisch mit bestimmten Unternehmen und Marken in Verbindung gebracht. Wenn in naher Zukunft hoffentlich eine erste Immobilien-AG in den Dax 30 aufsteigt, hilft das der Branche. Ich finde, wir sind seit der Gründung 2006 ganz gut vorangekommen. Der ZIA ist als Gesamtvertretung der Branche anerkannt.

Auf was von dem, was Sie in Ihrer Amtszeit seit 2008 erreicht haben, sind Sie besonders stolz?

Wir sind trotz überschaubarer Größe ein ziemlich schlagkräftiger Verband. Zudem sind wir in politischen Kreisen und bei unseren Mitgliedern als kompetent akzeptiert und gelten nicht als irgendwelche Verbandshansel. Und wir haben es geschafft, dass auch im Bundesfinanzministerium über Immobilienthemen geredet wird.

Welche ZIA-Baustellen wird Ihr Nachfolger Stephan Rabe bei seinem Antritt Anfang November vorfinden?

Der ZIA ist allein schon wegen seines Wachstums eine Dauerbaustelle und in mancher Hinsicht auch noch eine Art Start-up. Hauptaufgabe wird es sein, die Verbandsstruktur so weiterzuentwickeln, dass der ZIA der Fülle der Mitglieder und Themen gerecht werden kann.

Was machen Sie nach Ihrem Job beim ZIA? Forever Immobilien?

Das ist noch nicht spruchreif.

Bernhard Bomke

Stephan Rabe wird ZIA-Geschäftsführer

Stephan Rabe.

Stephan Rabe.

Bild: ZIA

Köpfe25.08.2014

ZIA: Noch kein Nachfolger für Axel von Goldbeck

Axel von Goldbeck.

Axel von Goldbeck.

Bild: ZIA

Köpfe01.07.2014
Der Vorstand des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) hat noch nicht entschieden, wer die Nachfolge des scheidenden Geschäftsführers Axel von Goldbeck antreten soll. Das teilte ZIA-Präsident ... 

Der Vorstand des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) hat noch nicht entschieden, wer die Nachfolge des scheidenden Geschäftsführers Axel von Goldbeck antreten soll. Das teilte ZIA-Präsident Andreas Mattner mit. Die zur Regelung der Nachfolge eingesetzte Findungskommission habe mittlerweile etwa zehn Kandidaten gehört, aber noch kein Ergebnis erzielt. Die Menge der eingegangenen Bewerbungen gibt Mattner mit einer "zweistelligen Zahl" an. Über die Besetzung des vakanten Geschäftsführungspostens entscheidet der achtköpfige ZIA-Vorstand. Neben von Goldbeck, der als Sprecher der Geschäftsführung fungiert, ist auch Klaus-Peter Hesse Geschäftsführer des Verbands.

Der studierte Jurist von Goldbeck will seinen Job beim ZIA spätestens Ende des Jahres niederlegen. Er war zum 1. Juni 2008 als Geschäftsführer bei dem Immobilienverband eingestiegen. Zu Gründen für sein Ausscheiden äußert sich der Mittvierziger nicht. Es sei auch noch völlig offen, welcher Tätigkeit er künftig nachgehen und ob die noch irgendwas mit Immobilien zu tun haben werde. Vor seinem Engagement bei dem Lobbyverband war von Goldbeck Partner in der Rechtsanwaltsgesellschaft Luther, Berlin.

Bernhard Bomke