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Junge Hüpfer und alte Hasen

Unübersehbar: Frauen sind im Studiengang Immobilienmanagement der TH Aschaffenburg in der Überzahl.

Unübersehbar: Frauen sind im Studiengang Immobilienmanagement der TH Aschaffenburg in der Überzahl.

Quelle: fotos.berndottow.de, Urheber: Bernd Ottow

Karriere19.11.2019
Der Studiengang Immobilienmanagement an der TH Aschaffenburg feierte sein Zehnjähriges. Heiß diskutiert wurde u.a. die Frage: Wie viel Theorie braucht die Praxis, wie viel Praxis ... 

Der Studiengang Immobilienmanagement an der TH Aschaffenburg feierte sein Zehnjähriges. Heiß diskutiert wurde u.a. die Frage: Wie viel Theorie braucht die Praxis, wie viel Praxis verträgt die Theorie? Die Studenten erfuhren, wie junge Hüpfer im Karrierewettbewerb einen Stich gegen alte Hasen machen können.

Das Foto täuscht nicht: Frauen sind in der Immobilienabteilung der Technischen Hochschule Aschaffenburg deutlich in der Überzahl. Sie stellen rund zwei Drittel der Immobilienstudenten. Weil die jungen Damen irgendwann in den rauen Joballtag entlassen werden und sich dort zurechtfinden müssen, sollten sie und ihre der schieren Anzahl nach unterlegenen männlichen Pendants zur Feier des Tages erfahren, was dort von ihnen erwartet wird und wie sie sich für diese Anforderungen wappnen können.

Denn die TH Aschaffenburg hatte Studenten und Alumni, Freunde und Förderer nicht nur zu einer Jubiläumsfeier eingeladen. Wie es sich einer Hochschule geziemt, stand der Diskurs im Fokus: Alte Hasen und jüngere Semester ließen ihre Gedanken nicht zuletzt um die Fragen kreisen, wie sehr sich einerseits die Praxis in die Hochschulausbildung einmischen dürfen sollte und wie viel Theorie Immobilienabsolventen andererseits später im Beruf brauchen. Denn das ist das Dilemma eines berufsqualifizierenden Studiengangs: Er soll zwar konkret auf einen wie auch immer gearteten Job vorbereiten; das einmal Gelernte soll dem Absolventen aber auch dann noch helfen, wenn die Zeiten - oder er selbst - sich ändern.

Die erfahrene Immobilienmanagerin Heike Gündling, die heute nach eigenen Worten als "Wanderpredigerin" der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft unterwegs ist, brach eine Lanze für die Unabhängigkeit der Hochschulausbildung: "Mich stört die Erwartung, dass die Hochschule eins zu eins auf die Praxis vorbereiten soll. Die Hochschule soll mich methodisch vielmehr in die Lage versetzen, mit neuen Problemen umgehen zu können." Zumal die Halbwertszeit angewandten Wissens sinkt, wie Patrick Becker (zu sehen ganz links auf dem kleineren Foto), Absolvent des ersten Immobilienjahrgangs in Aschaffenburg und heute bei Art-Invest für einen Hotelimmobilienfonds zuständig, anmerkte.

Mehrwert Kapitalmarkttheorie

Esteban de Lope, Leiter Fondsmanagement Publikumsfonds bei Deka Immobilien, hatte einen Tipp, wie junge Hüpfer im Karrierewettbewerb einen Stich machen können. "An der Kapitalmarkttheorie hapert es", monierte de Lope. Dabei sei ein solcher theoretischer Mehrwert die einzige Chance, "erfahrene Kollegen zu überholen". In puncto Erfahrung könne ein Youngster einem alten Hasen, der seit 15 Jahren dabei ist, schließlich nicht das Wasser reichen.

Absolvent Becker schlug in dieselbe Kerbe: "Je weiter man von den Immobilien weg und in Richtung Kapitalmarkt geht, desto wichtiger wird die Theorie." Schließlich sprechen Investoren wie Versicherungen und Banken oder auch Ratingagenturen eine andere Sprache - die Immobilienleute in bestimmten Positionen aber halt auch verstehen können sollten.

So schön Spezialkenntnisse in Kapitalmarkttheorie jedoch auch sein mögen: Wenn es schon an den Basics fehlt, ist an sowas nicht zu denken. "Das Mathematische hat nachgelassen - aber leider brauchen wir es", konstatierte de Lope. Denn es sei schon ziemlich "peinlich, wenn man mit Zahlen falsch umgeht". Und oberpeinlich ist es, da waren sich die Diskutanten einig, wenn man dann auch noch eigentlich offensichtliche Fehler nicht erkennt, sondern blind irgendwelchen Tools vertraut (die man zuvor nicht korrekt gefüttert hat).

Sandra Mengel, Office Head Real Estate Operations bei alstria office Reit, guckt bei Bewerbern nicht nur auf die mathematischen Kenntnisse, sondern auch auf die Rechtschreibung, genauer: Rechtschreibfehler. Auch von einer Leseschwäche wusste Mengel zu berichten: "Texte werden nicht mehr richtig gelesen. Alles, was kürzer ist, geht noch." Ihr Erklärungsversuch: Die Generation WhatsApp sei halt vor allem überschaubare sprachliche Ergüsse gewohnt. Die Folge: Heute müsse man den jungen Mitarbeitern "klare Bauanleitungen" geben.

Harald Thomeczek

Heike Gündling greift dem nächsten Proptech unter die Arme

Heike Gündling.

Heike Gündling.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Frank Boxler

Köpfe14.11.2018
Die Ex-Bilfinger-Managerin Heike Gündling steigt nach ihrem Rückzug bei Architrave, einem Anbieter von Datenmanagementlösungen, beim nächsten Proptech ein. ... 

Die Ex-Bilfinger-Managerin Heike Gündling steigt nach ihrem Rückzug bei Architrave, einem Anbieter von Datenmanagementlösungen, beim nächsten Proptech ein.

Seit Anfang November bekleidet Gündling den Posten des Managing Director Real Estate bei Eucon Digital in Münster. Eucon versteht sich als "Digitalisierungsexperte für Daten- und Prozessintelligenz" und will für Immobilienmanager dazu beitragen, "Daten und Dokumente schneller, transparenter und flexibler zu managen". Wie das gelingen soll, beschreibt die Firma so: "Um regelbasierte Geschäftsprozesse zu automatisieren, nutzt Eucon moderne Systeme, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz komplexe Dokumente automatisch klassifizieren und relevante Daten extrahieren." Das durch die Erkennung von Mustern und Zusammenhängen generierte Wissen solle Asset- und Property-Managern bei der Datenanalyse auf die Sprünge helfen.

Eucon arbeitet nach eigenen Angaben für Fahrzeughersteller, Automobilzulieferer, Versicherer und eben Immobilienunternehmen. Im Bereich Automotive bezeichnet sich das Unternehmen als "einen der weltweit führenden Anbieter von best-in-class Marktinformationen sowie datenbasierten Systemen für effizientes Produktmanagement". Das Produktportfolio im Geschäftsbereich Real Estate wurde seit 2015 von Direktor Bernd Litmeyer aufgebaut.

Strabag und Union Investment sind Kunden

"Jetzt gilt es, die Lösungen auszurollen und den Bereich auf stärkere Füße zu stellen", erklärt eine Sprecherin zur aktuellen Personalie. "Zu unseren Kunden zählen große, namhafte Unternehmen wie Strabag und Union Investment. Die Umsätze im Bereich Real Estate lassen sich mit namhaften Playern der Proptech-Szene vergleichen." Bis heute habe man über 200.000 selbst lernende Kontierungen und über 3 Mrd. Euro Rechnungsvolumen für Immobilienkunden verarbeitet.

Harald Thomeczek

Martina Güttler verlässt Apleona für Allthings

Martina Güttler.

Martina Güttler.

Köpfe17.01.2018
Das Schweizer Proptech Allthings hat die Geschäftsführerin einer Apleona-Tochter abgeworben: Martina Güttler. Die Dame heuert zum 1. März 2018 bei dem einstigen Spin-Off der Eidgenössischen ... 

Das Schweizer Proptech Allthings hat die Geschäftsführerin einer Apleona-Tochter abgeworben: Martina Güttler. Die Dame heuert zum 1. März 2018 bei dem einstigen Spin-Off der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich an. Sie trägt dann den Titel Managing Director und ist für den deutschen Markt verantwortlich. Zurzeit bzw. seit Oktober 2014 führt Güttler die Geschäfte des Gewerbeimmobilienverwalters Apleona GVA GeServ (der ehemaligen Bilfinger Real Estate GVA GeServ). Vorher war sie gut zweieinhalb Jahre National Director Management Services bei JLL.

Allthings ist eine Plattform, auf der sich Mieter, Immobilienverwalter und Eigentümer miteinander vernetzen können. Das Unternehmen ist in Deutschland an drei Standorten präsent: in Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main und Berlin. Insgesamt sind an diesen drei Standorten 40 Mitarbeiter tätig. Im angelaufenen Jahr sollen etwa zehn weitere Stellen in Deutschland besetzt werden: "Momentan haben wir für den deutschen Markt ca. zehn offene Positionen in den Bereichen Vertrieb, Customer Operations, Analytics und im Hinblick auf die 2018 weiter anstehende Internationalisierung", sagt Allthings-Pressesprecher Thomas Ulrich. Insgesamt beschäftigt Allthings aktuell 60 Mitarbeiter. Bis Ende 2018 sollen es 80 bis 100 werden. Martina Güttler wird übrigens nicht die erste Geschäftsführerin von Apleona bzw. Bilfinger Real Estate sein, die in die Proptech-Szene wechselt: Heike Gündling ist seit November 2016 Chief Operating Officer der Asset-Management-Plattform Architrave.

Harald Thomeczek

"Jetzt ist die Zeit, in Führung zu gehen"

Das Reizthema Frauen und Führung diskutierten fünf Führungspersönlichkeiten.

Das Reizthema Frauen und Führung diskutierten fünf Führungspersönlichkeiten.

Bild: IZ

Karriere08.10.2014
Der Kampf um Talente tobt immer stärker. Frauen könnten davon profitieren, wenn sie eine Führungsposition anstreben und das richtige Selbstverständnis mitbringen. ... 

Der Kampf um Talente tobt immer stärker. Frauen könnten davon profitieren, wenn sie eine Führungsposition anstreben und das richtige Selbstverständnis mitbringen.

Frauen sind nicht nur auf der Expo Real Mangelware, sondern auch auf den Führungsetagen vieler Immobilienunternehmen. Doch das muss nicht so bleiben. Im Kampf um Talente dürften Frauen stärker in den Fokus von Personalern rücken. Doch das alleine ist noch keine Karriere-Garantie. "Der Mensch muss selbst entscheiden, ob er eine Führungskraft werden will", sagt Günter Willbold, Leiter Region Deutschland bei Siemens Real Estate (A1.224/A1.320), bei einer Diskussionsrunde des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft (A1.320). Wer diese Frage für sich mit einem Ja beantwortet habe, sollte seine Vorgesetzten auf Entwicklungschancen ansprechen.

Das betont auch Sabine Wieduwilt, Sozia bei Dentons (A2.012) und Mitglied im Vorstand der Immofrauen. Junge Frauen sollten nach Führungsaufgaben aktiv fragen. Denn "jetzt ist die Zeit, in Führung zu gehen", sagt Wieduwilt.

Das entsprechende Selbstverständnis dafür müsse aber vorhanden sein, sagt Heike Gündling, Geschäftsführerin von Bilfinger Real Estate (B1.412). Dass der Aufstieg nicht ohne Anstrengung und Rückschläge geht, machten die Führungskräfte aber auch deutlich: "Ich bin viel häufiger verhindert als gefördert worden", sagt Gündling.

Weil sie wissen, wie wichtig Förderung ist, verliehen die Immofrauen zum zweiten Mal ihre Nachwuchsförderpreise - ausschließlich an Absolventinnen. Aus knapp 30 Einsendungen wurden die Bachelorarbeit von Svenja Thor (Steinbeis Hochschule Berlin), die Masterarbeit von Sandra Markert (Universität Regensburg, B2.020) und die Dissertation von Sigrid Busch (Universität Stuttgart, B2.030) ausgewählt. Auch im kommenden Jahr sollen die Förderpreise wieder ausgelobt werden.

Sonja Smalian

Gündling rückt in Führungsteam von Bilfinger Real Estate auf

Heike Gündling.

Heike Gündling.

Bild: EPM Assetis

Köpfe01.03.2013
Heike Gündling (49) ist zum heutigen Freitag in die Geschäftsführung von Bilfinger Real Estate (bislang EPM Assetis), Frankfurt am Main, aufgerückt. Seit dem 1. März 2013 firmiert EPM ... 

Heike Gündling (49) ist zum heutigen Freitag in die Geschäftsführung von Bilfinger Real Estate (bislang EPM Assetis), Frankfurt am Main, aufgerückt. Seit dem 1. März 2013 firmiert EPM Assetis, ein Unternehmen des Bilfinger-Konzerns, unter dem neuen Namen Bilfinger Real Estate. Alle zur Gruppe gehörenden Tochtergesellschaften werden ebenfalls den Namensbestandteil Bilfinger Real Estate aufnehmen und entsprechend umfirmieren.

Vor ihrem Wechsel war Gündling als Inhaberin von AddReal und Partnerin von Ipontix Equity Consultants, beide Frankfurt am Main, tätig. Davor war sie u.a. in verschiedenen Positionen bei Corpus Sireo, Westfonds und DeTe Immobilien beschäftigt. Der Geschäftsführung gehören weiterhin Aydin Karaduman (Vorsitzender), Dirk Herborn und Jürgen Heublein an.

Die Geschäftsleitung des Bereichs Büro von Bilfinger Real Estate setzt sich seit dem 1. März aus den beiden Regionalleitern Carsten Boell und Stefan Schugk sowie dem Key-Account-Leiter Horst-Werner Reiser zusammen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung sind sie für die Property-Management-Tätigkeiten im Bereich Büro in Deutschland zuständig.

Ebenfalls zum 1. März 2013 ist Klaus Mühlbauer zum Geschäftsführer von Bilfinger Real Estate Asset Management (bislang EPM Asset Management) und Iris Wolke-Haupt zur Geschäftsführerin der Bilfinger Real Estate Argoneo (ehemals Argoneo Real Estate) berufen worden. Damit gehören der Geschäftsführung der beiden Gesellschaften nun jeweils Michael Hintze, Klaus Mühlbauer und Iris Wolke-Haupt an.

Sonja Smalian