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TLG: Kandidaten für den Aufsichtsrat bereiten Bauchschmerzen

Der Umsturz bleibt aus, aber Bedenken bleiben.

Der Umsturz bleibt aus, aber Bedenken bleiben.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Köpfe26.04.2019
Jonathan Lurie, Klaus Krägel und Lars Wittan: Diese drei Kandidaten schlägt der bestehende Aufsichtsrat der Gewerbe-AG TLG Immobilien als Nachfolger für ausgeschiedene bzw. ausscheidende ... 

Jonathan Lurie, Klaus Krägel und Lars Wittan: Diese drei Kandidaten schlägt der bestehende Aufsichtsrat der Gewerbe-AG TLG Immobilien als Nachfolger für ausgeschiedene bzw. ausscheidende Kontrolleure vor. Aktionärsschützer sind nicht begeistert.

Eigentlich wollte TLG-Hauptaktionär Ouram (Amir Dayan) Anfang des Jahres eine außerordentliche Hauptversammlung (HV) einberufen lassen, auf der vier Ouram-Kandidaten in den Aufsichtsrat hätten gehievt werden sollen. U.a. sollte Aufsichtsratschef Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Wohnen, und sein Stellvertreter Michael Bütter außer der Reihe abgewählt werden, obwohl ihre Mandate ohnehin mit der HV 2019 enden.

Doch dann veröffentlichte Zahn einen Brandbrief, in dem der scheidende Chefaufseher davor warnte, TLG könne „zukünftig von einem Minderheitsaktionär kontrolliert werden, ohne dass dieser den anderen Aktionären die Möglichkeit gibt, ihm Aktien im Rahmen eines Kontrollübernahmeangebots anzudienen“. Daraufhin zog Ouram seinen Antrag zurück.

Lurie und Krägel sind Wunschkandidaten von Ouram

Als Trostpflaster durfte Ouram stante pede Jonathan Lurie als Nachfolger für das langjährige Aufsichtsratsmitglied Claus Nolting, der dem Kontrollorgan Ende 2018 vorzeitig den Rücken gekehrt hatte, in das Gremium schicken. Allerdings gilt Luries Bestellung nur bis zum Ablauf der ordentlichen HV am 21. Mai 2019.

Auch Klaus Krägel, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender von DIM Holding, steht auf der Wunschliste. Auch ihn wollte Ouram schon vor Monaten ins Rennen schicken. Beatrice Ruskol und Amir Ramot, die beiden übrigen von ursprünglich vier Ouram-Vorschlägen, fehlen. Dafür findet sich Zahns Noch-Vizechef bei Deutsche Wohnen, Lars Wittan, auf der Liste mit den Vorschlägen des bestehenden Aufsichtsrats. Dass nun drei statt vier Aufseher ausgetauscht werden sollen, liegt daran, dass Helmut Ullrich, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, nun doch nicht vorzeitig gehen soll.

Rätselraten um Zahns Nachfolge

Mit Lurie, Krägel und Intown-Chef Sascha Hettrich, der seit einem Jahr im Kontrollgremium von TLG sitzt und ebenfalls dem Ouram-Lager zugerechnet wird, würde Ouram die Hälfte der TLG-Aufseher stellen. Sollte dann auch noch der Vorsitzende des Aufsichtsrats aus dem Kreis der Ouram-Schützlinge kommen, könnte der größte Einzelaktionär de facto das Sagen im Aufsichtsrat haben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Einladung zur HV nicht zu entnehmen ist, wer Zahns Nachfolger werden soll: Da der Aufsichtsrat in wesentlichen Teilen neu gewählt werde, habe der derzeitige Aufsichtsrat bisher nicht über Zahns Nachfolge beraten, steht dort zu lesen. Und weiter: „Dementsprechend besteht kein Wahlvorschlag für den Vorsitz des Aufsichtsrats, der gemäß Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex bekanntzumachen wäre.“

„Bedenken gegen die Kandidatenzusammenstellung“

Michael Kunert, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), zeigt verhaltene Freude: „Auch wenn der große Umsturz nach der abgeblasenen außerordentlichen Hauptversammlung diesmal bei der Aufsichtsratswahl ausfällt, gibt es doch Bedenken gegen die Kandidatenzusammenstellung.“ Zwar seien weiterhin auch unabhängige Mitglieder für das Kontrollgremium vorgesehen, „aber zwei größere Aktionäre mit einem Minderheitenanteil können den Aufsichtsrat zusammen kontrollieren, eventuell sogar Ouram Holding alleine. Da wäre es diesmal gut, wenn der Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz vor der Wahl bekannt ist, wie es der Deutsche Coporate Governance Kodex empfiehlt.“

Mit dem zweiten Großaktionär meint Kunert Dr. Gerhard Schmidt, der 9,24% an der TLG hält. Auch Schmidt schickte einen Wunschkandidaten in den Aufsichtsrat: Stefan Kowski. Amir Dayan ist mit 29,33% größter Aktionär. Das jüngste TLG-Aktienpaket (6%) übernahm Dayans Ouram Holding von DIC Asset. Damit bleibt Ouram jedoch immer noch unterhalb der magischen 30%-Schwelle. Erst deren Überschreiten löst eine Pflicht zu einem Übernahmeangebot aus.

Harald Thomeczek

Ouram baut TLG-Aufsichtsrat um

Der TLG steht eine außerordentliche Hauptversammlung ins Haus.

Der TLG steht eine außerordentliche Hauptversammlung ins Haus.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Karriere31.01.2019
TLG-Großaktionär Ouram will das Kontrollgremium der Berliner Gewerbeimmobilien-AG neu bestücken. Nachdem schon Intown-Chef Sascha Hettrich im Aufsichtsrat installiert wurde, sollen jetzt ... 

TLG-Großaktionär Ouram will das Kontrollgremium der Berliner Gewerbeimmobilien-AG neu bestücken. Nachdem schon Intown-Chef Sascha Hettrich im Aufsichtsrat installiert wurde, sollen jetzt nach dem Willen von Ouram-Chef Amir Dayan mehrere Aufseher ausgetauscht werden. Chefkontrolleur Michael Zahn schießt zurück.

Dayans Ouram Holding, Anfang 2018 bei der TLG eingestiegen und heute mit 23,36% größter Anteilseigner, hat die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt. Auf der Tagesordnung soll a) die Abberufung von Zahn, seinem Stellvertreter Michael Bütter und Helmut Ullrich sowie b) die Wahl von vier neuen Aufsehern stehen: Beatrice Ruskol, CFO von PBM Construction Germany; Amir Ramot, Managing Director des Investmentberaters Spark Capital; Klaus Krägel, CEO der DIM Holding, und Jon Lurie, Senior Adviser Real Estate bei McKinsey.

Weshalb Ouram den Aufsichtsrat umkrempeln will, erklärt das Unternehmen auf Anfrage der Immobilien Zeitung so: "Wir sind besorgt, dass Mitglieder des Aufsichtsrats von TLG Immobilien möglicherweise nicht länger in der Position sind, die Entwicklung des Unternehmens effektiv zu unterstützen. Es handelt sich hierbei um eine dringliche Angelegenheit, denn mehrere Aufsichtsratsmitglieder haben entschieden, ihre Ämter als Aufsichtsräte zur Verfügung zu stellen."

Der selbst erst seit September 2018 amtierende TLG-Vorstand um Jürgen Overath (COO) und Gerald Klinck (CFO) hat den Antrag von Ouram geprüft und sah bis Redaktionsschluss keinen Grund, dem Wunsch des größten Minderheitsaktionärs nicht zu entsprechen. Das außerplanmäßige Aktionärstreffen soll im März steigen.

An Bord bleiben sollen dann nach dem Willen von Dayan nur die beiden neuen Aufsichtsräte Sascha Hettrich, Deutschlandchef von Intown, und Stefan Kowski, die beide im Mai 2018 ins Amt kamen. Kowski war vom zweitgrößten TLG-Aktionär Gerhard Schmidt (rund 16%) vorgeschlagen worden. Ausgeschieden ist zwischenzeitlich das langjährige Aufsichtsratsmitglied Claus Nolting. Er legte sein Mandat zum 31. Dezember 2018 nieder, vorzeitig und aus freien Stücken.

Noltings Posten muss also ohnehin nachbesetzt werden. Das sollte ursprünglich auf der für den 10. Mai 2019 geplanten regulären Hauptversammlung passieren, wie Aufsichtsratschef Zahn in einem Brief an die (übrigen) Aktionäre schreibt. Auch über die Besetzung zweier weiterer Aufsichtsratsposten hätte ganz regulär im Mai entschieden werden sollen. Sowohl Zahns als auch Bütters Mandat enden dann. Und Zahn steht, wie er schreibt, nicht für eine Fortsetzung zur Verfügung, was Vorstand und Aufsichtsrat auch "seit geraumer Zeit" wüssten. Ein Auswahlprozess für Nachfolgekandidaten laufe.

Der scheidende Chefaufseher Zahn warnt: Die TLG könnte "zukünftig von einem Minderheitsaktionär kontrolliert werden, ohne dass dieser den anderen Aktionären die Möglichkeit gibt, ihm Aktien im Rahmen eines Kontrollübernahmeangebots anzudienen". Denn Ouram würde selbst mit den 6% der TLG-Anteile, die sich das Unternehmen vergangenen Dezember gesichert hat, unterhalb der magischen 30%-Schwelle bleiben, die die Pflicht zu einem Übernahmeangebot an die anderen Anteilseigner auslöst. "Mit einer Kontrolle über den Aufsichtsrat", schreibt Zahn weiter, "wäre es Herrn Dayan möglich, den Vorstand neu zu besetzen und damit die Geschäftspolitik der TLG nach seinen Wünschen und Prioritäten auszurichten."

Harald Thomeczek

TLG-Aufsichtsratschef sieht Aktionärswohl gefährdet

TLG-Chefaufseher Michael Zahn wollte sein Amt nach eigenem Bekunden sowieso im Mai abgeben. TLG-Großaktionär Ouram will ihn jetzt schon im März aus dem Amt befördern.

TLG-Chefaufseher Michael Zahn wollte sein Amt nach eigenem Bekunden sowieso im Mai abgeben. TLG-Großaktionär Ouram will ihn jetzt schon im März aus dem Amt befördern.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

Köpfe28.01.2019
Die Ouram Holding, der Großaktionär von TLG Immobilien, will den Aufsichtsrat der Gewerbeimmobilien-AG umkrempeln. Jetzt hat sich Aufsichtsratschef Michael Zahn zu Wort gemeldet. ... 

Die Ouram Holding, der Großaktionär von TLG Immobilien, will den Aufsichtsrat der Gewerbeimmobilien-AG umkrempeln. Jetzt hat sich Aufsichtsratschef Michael Zahn zu Wort gemeldet.

Zahn, sein Stellvertreter Michael Bütter und Helmut Ullrich, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, sollen das Kontrollgremium, so will es Ouram, verlassen und durch vier von Ouram vorgeschlagene Kandidaten ersetzt werden. Vier, weil der langjährige Aufseher Claus Nolting seinen Posten zum 31. Dezember 2018 vorzeitig geräumt hatte. Die Neubesetzung des Aufsichtsrats soll im März erfolgen, weshalb der mit gut 23% größte Minderheitsaktionär der TLG die zügige Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt hat. Der TLG-Vorstand hat signalisiert, dass er dem Willen des Großaktionärs entsprechen will.

Aufsichtsratsposten müssen im Mai ohnehin nachbesetzt werden

Zahn versteht nicht, so schreibt er in einem auf den 24. Januar datierten und auf der Internetseite der TLG veröffentlichen Brief an die (übrigen) Aktionäre, weshalb die Neubesetzung des Aufsichtsrats nicht bis zu der für den 10. Mai 2019 geplanten ordentlichen Hauptversammlung des Gewerbeimmobilienbestandshalters warten kann. Schließlich hätte dann ohnehin über die Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern entschieden werden müssen: Sein - Zahns - Mandat ende dann nämlich und er stehe nicht für eine Fortsetzung desselben zur Verfügung - was Vorstand und Aufsichtsrat auch "seit geraumer Zeit" wüssten und weshalb bereits ein Auswahlprozess für Nachfolgekandidaten laufe. Zudem läuft im Mai auch der Vertrag von Bütter aus, und der Posten von Ex-Kollege Nolting muss ja sowieso nachbesetzt werden.

Ouram hatte im Mai 2018 bereits einen Vertreter aus den eigenen Reihen in den Aufsichtsrat der TLG entsendet: Intown-Deutschlandchef Sascha Hettrich. Zur gleichen Zeit zog auch Stefan Kowski auf Vorschlag des zweitgrößten TLG-Aktionärs Gerhard Schmidt (16%) in das Kontrollgremium ein. Nun sollen nach dem Willen von Ouram auch Beatrice Ruskol, Amir Ramot, Klaus Krägel und Jon Lurie in den Aufsichtsrat gewählt werden. Damit wären fünf von dann sechs Aufsichtsräten gleichsam dem Ouram-Lager zuzurechnen.

Vor diesem Hintergrund könnte, warnt der scheidende Chefaufseher Zahn, "zukünftig von einem Minderheitsaktionär kontrolliert werden, ohne dass dieser den anderen Aktionären die Möglichkeit gibt, ihm Aktien im Rahmen eines Kontrollübernahmeangebots anzudienen". Denn Ouram würde selbst mit den 6% der TLG-Anteile, die sich das Unternehmen des israelischen Investors Amir Dayan vergangenen Dezember gesichert hat, unterhalb der magischen 30%-Schwelle bleiben. Erst deren Überschreiten löst eine Pflicht zu einem solchen Übernahmeangebot an die anderen Anteilseigner aus.

"Die Geschäftspolitik der TLG nach seinen Wünschen auszurichten"

"Mit einer Kontrolle über den Aufsichtsrat", schreibt Zahn weiter, "wäre es Herrn Dayan möglich, den Vorstand neu zu besetzen und damit die Geschäftspolitik der TLG nach seinen Wünschen und Prioritäten auszurichten. Somit könnten Unternehmensinteressen, insbesondere die der anderen Aktionäre, vernachlässigt oder gar ignoriert werden." Wie wahrscheinlich ein abermaliger Austausch des Vorstands ist, sei dahingestellt: Die beiden amtierenden Vorstandsmitglieder, COO Jürgen Overath und CFO Gerald Klinck, waren erst im September 2018, also lange nach dem Einstieg von Ouram Anfang des vergangenen Jahres, für Niclas Karoff und Peter Finkbeiner ins Amt gekommen.

Besonders fragwürdig findet Zahn, dass Dayan auch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Ullrich, dessen Mandat noch bis 2021 läuft, so kurz vor der Hauptversammlung durch jemanden ersetzen will, der mit den TLG-Zahlen nicht vertraut ist. Auch dies zeige, so Zahn, dass Dayan "möglichst schnell und ohne unabhängigen Aufsichtsratsbesetzungsprozess in eine Position kommen will, die TLG zu kontrollieren".

Ouram sieht dringenden Handlungsbedarf

Ouram mag diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Auf Anfrage der Immobilien Zeitung erklärt der Investor mit folgenden Worten, weshalb er es so eilig mit der Neubesetzung des TLG-Aufsichtsrats hat: "Wir sind besorgt, dass Mitglieder des Aufsichtsrats von TLG Immobilien möglicherweise nicht länger in der Position sind, die Entwicklung des Unternehmens effektiv zu unterstützen. Es handelt sich hierbei um eine dringliche Angelegenheit, denn mehrere Aufsichtsratsmitglieder haben entschieden, ihre Ämter als Aufsichtsräte zur Verfügung zu stellen."

Den Vorwurf, die TLG als Minderheitsaktionär kontrollieren zu wollen, weist Ouram zurück: "Anschuldigungen, dass Ouram versuche, das Unternehmen über den Aufsichtsrat zu kontrollieren, entbehren jeder Grundlage. Ouram ruft andere Aktionäre auf, eigene Kandidaten vorzuschlagen, und ist offen dafür, geeignete Kandidaten zu unterstützen. Wir streben eine Lösung an, die im Sinne aller Aktionäre und des Unternehmens ist."

Das sind die Ouram-Kandidaten

Bei den von Ouram vorgeschlagenen Kandidaten handelt es sich um die Finanzchefin von PBM Construction Germany, Beatrice Ruskol. Ruskol ist Jahrgang 1977 und wurde in der israelischen Stadt Haifa geboren. PBM Construction Germany ist offensichtlich Teil der Intown-Gruppe, welche wiederum zu Dayans Firmenreich gehören soll. Klaus Krägel, Baujahr 1960, ist Vorstandsvorsitzender der Holding des Property-Managers DIM Deutsche Immobilien Management. Der Israeli Amir Ramot ist Gründer und Managing Director des Investmentberaters Spark Capital, der Anfang 2018 den 500 Mio. Euro schweren Erwerb des Frankfurter Behördenzentrums für Aroundtown einfädelte. Jon Lurie wirkt als Senior Adviser Real Estate bei McKinsey in London und gründete mit dem Beratungsunternehmen ein Joint Venture zur Beratung von Immobiliendeals namens Realty Corporation.

Harald Thomeczek

Ouram greift im TLG-Aufsichtsrat durch

Der TLG steht eine außerordentliche Hauptversammlung ins Haus.

Der TLG steht eine außerordentliche Hauptversammlung ins Haus.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Karriere22.01.2019
Die Ouram Holding von Investor Amir Dayan will dem Aufsichtsrat von TLG Immobilien ein komplett neues Gesicht verpassen. Drei der fünf vorhandenen Aufseher sollen das Kontrollgremium ... 

Die Ouram Holding von Investor Amir Dayan will dem Aufsichtsrat von TLG Immobilien ein komplett neues Gesicht verpassen. Drei der fünf vorhandenen Aufseher sollen das Kontrollgremium verlassen, vier neue Kontrolleure dort einziehen.

Dayan, mit 23,36% größter TLG-Aktionär, hat bei TLG die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung (HV) beantragt. Auf der Tagesordnung soll a) die Abberufung der TLG-Aufsichtsräte Michael Zahn (Vorsitzender), Michael Bütter (Stellvertreter) und Helmut Ullrich sowie b) die Wahl von vier neuen Aufsehern stehen: Beatrice Ruskol, Amir Ramot, Klaus Krägel und Jon Lurie.

Außerordentliche HV im März

Der selbst erst seit September 2018 amtierende TLG-Vorstand um Jürgen Overath (COO) und Gerald Klinck (CFO) hat den Antrag des Großaktionärs geprüft und will seinem Wunsch entsprechen. Die Einladung zu der außerordentlichen Hauptversammlung, die im März über die Bühne gehen soll, geht wahrscheinlich morgen an den Bundesanzeiger raus. Mit einer Veröffentlichung ist dann spätestens für Montag oder Dienstag kommender Woche zu rechnen.

Nur Hettrich und Kowski bleiben an Bord

An Bord bleiben sollen nur die beiden neuen TLG-Aufsichtsräte Sascha Hettrich, Deutschlandchef von Intown, und Stefan Kowski, die Mai 2018 ins Amt kamen - ebenfalls nach dem Einstieg von Ouram bei TLG. Auch Intown gehört zum Firmenreich von Amir Dayan, dem jüngsten Sohn der israelischen Unternehmerfamilie Dayan. Ouram war Anfang 2018 bei TLG eingestiegen und hatte seinen Anteil schrittweise auf die genannten gut 23% ausgebaut. Weitere 6% sicherte sich Ouram im Dezember 2018 von DIC. Vollzogen werden soll diese Transaktion, so hieß es damals, im ersten Halbjahr 2019. Summa summarum käme Ouram, wenn der Deal durch ist, auf knapp unter 30%.

Wer sind die Kandidaten?

Über die Aufsichtsratskandidaten hat man bei TLG noch keine Erkundigungen eingeholt, und auch Ouram hat TLG noch keine Lebensläufe geschickt. Ruskol scheint eine Führungsposition bei der Gesellschaft PBM Construction Germany inne zu haben, welche wiederum offensichtlich zu Intown gehört. Ramot ist hierzulande u.a. 2017 als Managing Director des Asset-Managers Aurec durch den Erwerb des Bürokomplexes Eschborn Plaza aufgefallen. Ein Konsortium institutioneller Investoren aus Israel, das von Aurec als beteiligter Investor angeführt wurde, kaufte die Immobilie damals von Commerz Real.

Bei Klaus Krägel dürfte es sich um den gleichnamigen Vorstand des Property-Managers DIM Deutsche Immobilien Management handeln. Und bei "Jon Lurie" könnte es sich um Jonathan Lurie handeln, dem Managing Partner des Londoner Private-Equity-Immobilieninvestors Realty Corporation. Bei Ouram bzw. Intown war bis dato jedenfalls niemand zu erreichen, der zur Aufklärung der Identitäten hätte beitragen können - oder zur Klärung der Frage, was Ouram mit der geplanten Personalrochade bezweckt.

Harald Thomeczek

Michael Zahn kontrolliert nur noch TLG

Köpfe28.02.2018
Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn hat sein Ende November 2017 übernommenes Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der Gewebeimmobilien-AG WCM zum 8. Februar 2018 schon wieder abgegeben. Zahn kam im ... 

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn hat sein Ende November 2017 übernommenes Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der Gewebeimmobilien-AG WCM zum 8. Februar 2018 schon wieder abgegeben. Zahn kam im Zuge der Übernahme der WCM durch die TLG Immobilien auf den Stuhl des WCM-Aufsichtsratschefs: Er führte zuvor schon und immer noch das Kontrollgremium der TLG an. Zum 20. Februar 2018 rückte Frank Masuhr für Zahn in den Aufsichtsrat nach. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der WCM ist jetzt Zahns bisheriger Stellvertreter Helmut Ullrich, der ebenfalls dem TLG-Aufsichtsrat angehört. Neuer Stellvertreter ist Masuhr. Dritter im Bunde bleibt Karl Ehlerding.

Masuhr war auch mal im Aufsichtsrat der TLG, hat diesen aber zum 31. Januar Januar 2018 - nach einem knappen Jahr im Amt - verlassen. Im Hauptberuf ist er Managing Partner von Vermont Partners. Den Kreis der TLG-Aufseher ebenfalls verlassen hat Elisabeth Talma Stheeman, und zwar schon zum 29. Januar 2018. Sie sah den TLG-Chefs seit September 2014 auf die Finger. Das einzige neue Gesicht unter den Aufsehern der TLG ist Stefan Kowski. Der Partner von Novalpina Capital kontrolliert den TLG-Vorstand seit dem 21. Februar 2018.

Harald Thomeczek

WCM kürzt Aufsehergehälter

Karriere30.11.2017
Der Aufsichtsrat der Gewerbe-AG schrumpft und wird neu bestückt. Bei der Vergütung werden die Stellschrauben angezogen. ... 

Der Aufsichtsrat der Gewerbe-AG schrumpft und wird neu bestückt. Bei der Vergütung werden die Stellschrauben angezogen.

Das Kontrollgremium werde von sechs auf drei Mitglieder reduziert, "um der Tatsache, dass die WCM AG nun eine Tochtergesellschaft der TLG Immobilien AG ist, Rechnung zu tragen", erklärt Gunnar Janssen, Head of Investor Relations/Capital Markets der WCM. Außerdem scheiden insgesamt fünf der bisherigen WCM-Aufsichtsräte aus, während zwei TLG-Aufsichtsräte nun auch in das Kontrollgremium der neuen Tochter einziehen. So hat Michael Zahn, Aufsichtsratschef der TLG, nun auch den Hut im WCM-Aufsichtsrat auf. Und Helmut Ullrich, Ex-CFO der Deutschen Wohnen und ebenfalls Teil des TLG-Aufsichtsrats, ist jetzt Zahns Stellvertreter bei der WCM.

Reduziert werden auch die Bezüge der Kontrolleure: Bisher erhielt ein gewöhnlicher WCM-Aufseher 25.000 Euro Festvergütung im Jahr, der stellvertretende Vorsitzende erhielt 50.000 Euro und der Chefkontrolleur 75.000 Euro. Jetzt wurden die Festgehälter auf 20.000 bzw. 40.000 bzw. 60.000 Euro heruntergeschraubt. Zudem wird der erfolgsabhängige Vergütungsanteil, der bisher für jedes Aufsichtsratsmitglied einmal pro Vertragslaufzeit gezahlt wurde, ab Januar 2018 gestrichen. Für das Geschäftsjahr 2016 erhielten die sechs Aufsichtsräte in der Summe also 225.000 Euro. Hinzu kommt die Erfolgsvergütung über weitere 225.000 Euro für alle bisherigen Aufseher. Diese wird jedoch erst 2018 fällig. In der neuen Konstellation kosten die Dienste ihrer Aufsichtsräte die WCM nur noch 60.000 Euro im Jahr. Denn: "Der Aufsichstratsvorsitzende, Herr Zahn, verzichtet auf seine Bezüge!", so Janssen. Als Vorstandschef der Deutsche Wohnen verdiente Zahn 2016 rund 2,1 Mio. Euro. Und als TLG-Aufsichtsrat 93.415 Euro.

Harald Thomeczek

WCM spart künftig kräftig bei der Aufsichtsratsvergütung

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der neuen TLG-Tochter WCM, Michael Zahn, verzichtet auf seine Bezüge.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der neuen TLG-Tochter WCM, Michael Zahn, verzichtet auf seine Bezüge.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

Karriere21.11.2017
Im Zuge der Übernahme durch die TLG Immobilien hat sich das Personalkarussel bei der Gewerbeimmobilien-AG WCM kräftig gedreht. Der Aufsichtsrat wurde um die Hälfte geschrumpft und mit ... 

Im Zuge der Übernahme durch die TLG Immobilien hat sich das Personalkarussel bei der Gewerbeimmobilien-AG WCM kräftig gedreht. Der Aufsichtsrat wurde um die Hälfte geschrumpft und mit zwei neuen Köpfen bestückt; der Vorstand hat ein komplett neues Gesicht. Auch bei der Vergütung der Aufsichtsräte wurden Änderungen vorgenommen.

Wie die WCM bereits Ende September vermeldete, geht der bisherige Vorstand in Gestalt von Stavros Efremidis und Ralf Struckmeyer zum 30. November 2017 geschlossen von Bord. An ihre Stelle treten die beiden TLG-Häuptlinge Niclas Karoff und Peter Finkbeiner. Sie wurden heute vom WCM-Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung zu Vorstandsmitgliedern der WCM gemacht.

WCM-Aufsichtsrat wird halbiert

Außerdem wurde das Kontrollgremium der WCM auf drei Mitglieder reduziert, "um der Tatsache, dass die WCM AG nun eine Tochtergesellschaft der TLG Immobilien AG ist, Rechnung zu tragen", erklärt Gunnar Janssen, Head of Investor Relations/Capital Markets der WCM. Doch mit einer Reduzierung allein ist es nicht getan: Vielmehr scheiden insgesamt fünf der bisherigen WCM-Aufsichtsräte aus, während zwei TLG-Aufsichtsräte nun auch in das Kontrollgremium der neuen Tochter einziehen.

So hat Michael Zahn, im Hauptberuf Vorstandschef der Wohn-AG Deutsche Wohnen und im Nebenberuf Aufsichtsratschef der TLG, nun auch den Hut im WCM-Aufsichtsrat auf. Und Helmut Ullrich, Ex-CFO der Deutschen Wohnen und ebenfalls Teil des TLG-Aufsichtsrats, ist jetzt Zahns Stellvertreter bei der WCM. Von den sechs bisherigen Aufsichtsratsmitgliedern bleibt nur Karl Ehlerding an Bord. (Die TLG hatte sich die Übernahme der WCM per Aktientausch vorab durch Andienungszusagen, u.a. von der Familie von Karl Ehlerding, gesichert.)

Neue Aufsichtsratsmitglieder verdienen weniger als die alten

Mit der Halbierung des WCM-Aufsichtsrats geht auch eine Reduzierung der Bezüge der Kontrolleure einher: Verdiente ein gewöhnlicher Aufseher bisher 25.000 Euro im Jahr - bzw. der stellvertretende Vorsitzende das Doppelte und der Vorsitzende das Dreifache -, so wurde die feste jährliche Vergütung für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied auf 20.000 Euro heruntergeschraubt. Der stellvertretende Vorsitzende bekommt weiterhin das Doppelte davon, der Aufsichsratschef das Dreifache - wenn er denn will: "Der Aufsichstratsvorsitzende, Herr Zahn, verzichtet jedoch auf seine Bezüge!", so Janssen. Außerdem wird der erfolgsabhängige Vergütungsanteil, der bisher für jedes Aufsichtsratsmitglied einmal pro Vertragslaufzeit gezahlt wurde, ab Januar 2018 gestrichen.

Für das Geschäftsjahr 2016 erhielten die sechs Aufsichtsräte die genannte Festvergütung, in der Summe also 225.000 Euro. Hinzu kommt die Erfolgsvergütung pro gesamter Vertragslaufzeit. Diese wird jedoch erst 2018 fällig und beläuft sich insgesamt auf weitere 225.000 Euro für alle bisherigen Aufseher.

In der neuen Konstellation kosten die Dienste ihrer Aufsichtsräte die WCM - eingedenk der ehrenamtlichen Tätigkeit von Zahn - nur noch 60.000 Euro im Jahr. Apropos Zahn: Der Deutsche-Wohnen-Chef hat 2016 für seine Arbeit als Vorstandsvorsitzender der Wohn-AG rund 2,1 Mio. Euro erhalten. Und für sein Wirken als Aufsichtsratschef der TLG steht eine Vergütung von 93.415 Euro zu Buche.

Harald Thomeczek