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Andreas Hohlmann verlässt Unibail-Rodamco-Westfield

Andreas Hohlmann in der Unibail-Deutschlandzentrale in Düsseldorf zwischen den Schautafeln für das Überseequartier.

Andreas Hohlmann in der Unibail-Deutschlandzentrale in Düsseldorf zwischen den Schautafeln für das Überseequartier.

Quelle: URW

Köpfe 17.06.2024
Andreas Hohlmann, Geschäftsführer von Unibail-Rodamco-Westfield (URW) Deutschland und Österreich, verlässt das Unternehmen. Unter seiner Führung hat URW das Überseequartier Hamburg ... 

Andreas Hohlmann, Geschäftsführer von Unibail-Rodamco-Westfield (URW) Deutschland und Österreich, verlässt das Unternehmen. Unter seiner Führung hat URW das Überseequartier Hamburg entwickelt und gebaut. Dessen Eröffnung wurde jedoch verschoben.

Der Entwickler des Überseequartiers Hamburg, der französische Shoppingcenter-Konzern Unibail-Rodamco-Westfield (URW), verliert wenige Monate vor der Eröffnung des Großprojekts seinen Deutschland-Geschäftsführer. Andreas Hohlmann wird das Unternehmen Ende Juni verlassen. Entsprechende Informationen der Immobilien Zeitung (IZ) bestätigte URW. Hohlmann war 2017 von ECE zu URW gewechselt.

URW begründet den Weggang mit einer schon länger geplanten Reorganisation des Unternehmens. Deutschland werde mit Österreich, Polen, Tschechien und der Slowakei bei URW zur Einheit Central Europe zusammengefasst. Dessen Führung übernehme als Chief Operating Officer (COO) Jakub Skwarlo. Zusammen mit Hohlmann verlassen nach IZ-Informationen weitere deutsche Top-Manager URW. Auch ein Personalabbau gilt als wahrscheinlich. Derzeit beschäftigt URW in seiner Deutschland-Organisation rund 440 Mitarbeiter, in Österreich etwa 40. Hohlmann war Geschäftsführer beider Landesgesellschaften. URW wollte sich auf Anfrage weder zum weiteren möglichen Manager-Schwund noch zum eventuellen Personalabbau äußern.

Das südliche Überseequartier in Hamburg hat ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Mrd. Euro. Es gilt als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Es besteht aus 14 Gebäuden mit 419.000 qm Gesamtfläche. Neben den 200 Geschäften, Restaurants und Freizeitangeboten entstehen 579 Wohnungen, 48.000 qm Bürofläche für 4.000 Arbeitsplätze, drei Hotels der französischen Accor-Gruppe mit 819 Zimmern sowie ein Kreuzfahrtterminal. Die Eröffnung war ursprünglich für den 25. April 2024 vorgesehen, wurde wegen eines
Wasserschadens auf der Baustelle aber auf Ende August verschoben. Laut dem Hamburger Abendblatt soll es sogar Ende September werden. Den neuen Eröffnungstermin will URW in wenigen Tagen bekannt geben.

Christoph von Schwanenflug