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IZ-Stipendium: Die letzten Wochen des Studiums (11)

Karriere 15.06.2021
In den vergangenen Wochen ist der Impffortschritt in Deutschland weiter vorangeschritten. Auch einige Studierende wurden bereits geimpft. Nichtsdestotrotz wartet der große Teil der Studierenden ... 

In den vergangenen Wochen ist der Impffortschritt in Deutschland weiter vorangeschritten. Auch einige Studierende wurden bereits geimpft. Nichtsdestotrotz wartet der große Teil der Studierenden in Deutschland noch auf seine Impfung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es heute am 10. Juni noch keine Aussicht auf Präsenzvorlesungen am Campus-Gelände der HSBA gibt.

Ob unser Studiengang Veranstaltungen vor Ort generell noch einmal erleben wird, ist weiterhin fraglich, auch da ca. 90 Prozent der Module bereits abgeschlossen worden sind. Schließlich werden einige Studierende, die in verkürzter Studiendauer das Studium absolvieren, ihre Thesis bereits in den kommenden Wochen einreichen. Währenddessen befinden sich die Studierenden mit regulärer Studiendauer in der Vorbereitungsphase ihrer Masterthesen. Als besonders komplex erweist es sich dabei, eine konkrete Forschungsfrage zu formulieren. Auch die Literaturrecherche ist in Zeiten von Corona nicht uneingeschränkt möglich, da die Bibliotheken nur in begrenzten Kapazitäten genutzt werden können.

Zeitgleich befassen sich viele Studierende mit der Frage, wie sie nach Abschluss des Studiengangs „Real Estate & Leadership" den nächsten Schritt in der Immobilienbranche beginnen werden. Ein großer Teil der Studierenden hat bereits Erfahrungen in Form einer Werkstudententätigkeit in renommierten Hamburger Unternehmen sammeln können. Viele dieser Studierenden haben dabei Aussicht auf eine Übernahme, sodass trotz der Umstände dieser Zeit dem Berufseinstieg oftmals keine große Hindernisse entgegenstehen.

Dabei sind sich alle Studierenden sicher, dass sie Hamburg nicht verlassen wollen. Schließlich bietet die Hansestadt im Norden Deutschlands viele unterschiedliche und spannende Berufsperspektiven in der Immobilienbranche.

Auch wenn sich die Wege der Studierenden in den nächsten Wochen trennen werden, bleibt ein internationales Netzwerk an Absolventen bestehen. Durch die vielseitigen Hintergründe der Studierenden und die multilateralen Studieninhalte verteilen sich die Absolventen in jeden Winkel der Immobilienbranche. Ein einzigartiges Netzwerk an Young Professionals ergibt sich, welches ein starkes Fundament für einen erfolgreichen Einstieg in die Welt der Immobilien bildet.

Doch bevor es so weit ist, werden wir die letzten Momente des Studiums gemeinsam genießen. Trotz Pandemie und Masterthesis.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Vorbereitung der Masterthesis (10)

Karriere 09.02.2021
Mit dem Start in das neue Jahr 2021 rückt die Masterarbeit immer näher. Studierende, die den sogenannten „Fast Track“ (verkürzte Studiendauer) gewählt haben, befinden sich bereits kurz vor ... 

Mit dem Start in das neue Jahr 2021 rückt die Masterarbeit immer näher. Studierende, die den sogenannten „Fast Track“ (verkürzte Studiendauer) gewählt haben, befinden sich bereits kurz vor dem offiziellen Startschuss ihrer Masterthesis. Die Bearbeitung folgt entsprechend parallel zu den Modulen des kommenden Semesters, welche noch bis zum Sommer stattfinden. Ob diese weiterhin online oder vor Ort erfolgen können, wird die Entwicklung der Corona-Pandemie zeigen.

Da ich den „Regular Track“ (reguläre Studiendauer) gewählt habe, beginnt meine Bearbeitungszeit erst im Spätsommer, also nach Abschluss aller Module. Nichtsdestotrotz habe ich mich in den letzten Wochen bereits mit der Betreuung und Themenfindung beschäftigt. Die Auswahl eines Themas und damit die Spezialisierung der im Master erworbenen Kenntnisse soll dabei im Einklang mit meinen beruflichen Perspektiven und Interessen stehen.

Welcher Dozent die Arbeit betreuen wird, ist von der Themenwahl abhängig. Einige Dozenten haben bereits eine Liste von Themenbereichen veröffentlicht, für die sie eine Betreuung anbieten. Auffällig ist, dass vor allem das Thema Nachhaltigkeit für viele Dozenten einen hohen Stellenwert hat. Auch der Einfluss von Corona auf die Immobilienbranche scheint ein beliebtes Thema zu sein. Zusätzlich werden viele Themen im Bereich der Digitalisierung aufgeführt.

Auch wenn diese Themenbereiche einen starken Einfluss auf die Immobilienbranche haben und damit von hohem Interesse sind, verfolge ich für meine Masterthesis eine stärkere Spezialisierung auf einen zunehmend wichtiger werdenden Bereich der Immobilienwirtschaft, das Risikomanagement. Durch die aktuellen Entwicklungen auf den Finanz- und Immobilienmärkten sowie die wachsenden gesetzlichen Anforderungen ist eine Weiterentwicklung des Risikomanagements mit dem Ziel, Risikokosten zu senken und den Wert des Immobilienportfolios nachhaltig zu erhöhen, notwendig. Mit meiner Masterthesis möchte ich zu der erforderlichen Professionalisierung der Branche beisteuern und einen Mehrwert bilden. Für die nächsten Monate werde ich daher eine Forschungsfrage formulieren und entsprechende Literatur vorbereiten.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Halbzeit (9)

Das neue HSBA Campus-Gebäude in zeitgemäßem Design. Bis der Präsenzunterricht wieder alltäglich wird, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Quelle: HSBA.

Das neue HSBA Campus-Gebäude in zeitgemäßem Design. Bis der Präsenzunterricht wieder alltäglich wird, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Quelle: HSBA.

HSBA

Karriere 06.11.2020
Vor genau einem Jahr habe ich das Master-Studium an der HSBA aufgenommen. Die erste Halbzeit ist nun abgeschlossen – Zeit, Revue passieren zu lassen. ... 

Vor genau einem Jahr habe ich das Master-Studium an der HSBA aufgenommen. Die erste Halbzeit ist nun abgeschlossen – Zeit, Revue passieren zu lassen.

Start des Studiums

Im Oktober 2019 ist der Start meines Studiums an der HSBA gebührenvoll gefeiert worden. Ich erinnere mich noch genau an die imposante Veranstaltung in der Handelskammer Hamburg. Eine Woche später sind bereits die ersten Unterrichtsblöcke durchgeführt worden. Mit renommierten Gastdozenten, vielfältigen Exkursionen und Workshops sowie den beliebten „Real Estate Lounge"-Abenden hätte ein Studium nicht besser starten können. Wir Studierenden strotzten vor Begeisterung und Motivation.


Corona und dessen Folgen

Wenige Monate später hat die weltweite Corona-Pandemie auch vor unserem Studium nicht haltgemacht. Im März 2020 folgte der Wechsel vom Präsenzunterricht zur Onlinevorlesung. Über Monate hinweg sind fortan unsere Module über Microsoft Teams abgehalten worden. Die zuvor stark ausgeprägte Begeisterung und Motivation ist dabei leider kontinuierlich gesunken. Nicht zuletzt, da Corona zu gravierenden Einschnitten an der HSBA geführt hat.


Rückkehr zum Präsenzunterricht

Im September 2020 haben wir dann die erfreuliche Nachricht erhalten: Der Präsenzunterricht ist am neuen Campus der HSBA möglich. Dieser befindet sich wenige Meter vom ursprünglichen Standort in der Willy-Brandt-Straße 75. Die neuen Räumlichkeiten erstrahlen im zeitgemäßen Design.

Unter Beachtung des Hygienekonzeptes konnte somit die erste Präsenzveranstaltung am 10. September 2020 stattfinden. Wir Studierenden haben uns auf die gemeinsamen Stunden gefreut und auch unsere Begeisterung kehrte zurück!


Ausblick

Heute liegt noch genau ein Jahr vor uns, ehe wir mit unserer Masterthesis beginnen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Moment der Gemeinsamkeit kein Einzelfall bleiben wird und ein Ende der Corona-Pandemie in zeitnaher Zukunft liegt.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Als Werkstudentin bei Union Invest (8)

Karriere 26.08.2020
Mit Beginn meines Master-Studiums an der HSBA ging mein beruflicher Einstieg bei Union Investment einher. Dort bin ich seit Oktober 2019 als Werkstudentin in verschiedenen Abteilungen tätig. Die ... 

Mit Beginn meines Master-Studiums an der HSBA ging mein beruflicher Einstieg bei Union Investment einher. Dort bin ich seit Oktober 2019 als Werkstudentin in verschiedenen Abteilungen tätig. Die festgelegte Stundenzahl von maximal 20 Stunden pro Woche lässt sich dabei sehr gut mit dem Studium an der HSBA vereinbaren.

Für mich ist diese Tätigkeit die erste Erfahrung bei einem großen Assetmanager. Meine vorherigen Berufserfahrungen habe ich vor allem in mittelständischen Unternehmen sammeln dürfen, weshalb ich den Perspektivwechsel nun umso spannender finde.

Insgesamt sechs Monate habe ich im Team Asset Management Hospitality aushelfen dürfen, bevor ich im April dieses Jahres ins Fondsmanagement für Erneuerbare Energien gewechselt bin. Während sich das Asset Management stark auf die operative Ebene der Immobilie fokussiert, konzentriert sich das Fondsmanagement auf die portfolioübergreifende strategische Ebene.

Als Werkstudentin im Asset Management Hospitality habe ich unter anderem Objektbegehungen begleitet, Abstimmungen mit dem Property Management koordiniert und Verhandlungen vor- und nachbereitet. Darüber hinaus habe ich Entwicklungen im nationalen Hotelmarkt recherchiert und die Kollegen im Tagesgeschäft unterstützt.

Im Fondsmanagement bin ich vor allem für die Auswertung von Performance-Daten verantwortlich. Während bei Gebäuden vorwiegend Mieteinnahmen und -ausfälle, Leerstände sowie Instandhaltungskosten betrachtet werden, erfordert eine Performance-Analyse im Bereich der Erneuerbaren Energien vor allem die Betrachtung der eingespeisten Energiemengen und das Management europaweit unterschiedlicher Einspeisesysteme und Rahmenbedingungen. Auch die Optimierung des internen und externen Reportings ist Teil meiner Werkstudententätigkeit im Fondsmanagement.

Die Inhalte des Master-Studiums kann ich dabei in der Praxis anwenden und damit festigen. Auch durch den kontinuierlichen Austausch mit Kollegen schaue ich mit einem anderen Blickwinkel auf die im Studium thematisierten Fragestellungen.

Die Tätigkeit bei Union Investment ermöglicht mir einen Einblick in die Welt der Profis und ist eine hervorrage Ergänzung zum Studium. Sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer und persönlicher Ebene kann ich mich entfalten und entwickeln.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Campus und Corona (7)

Karriere 29.07.2020
Wieder liegt eine Vorlesungswoche hinter uns. Wieder fand sie ausschließlich online statt. Dies ist die letzte Blockwoche vor den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit gewesen. Die ... 

Wieder liegt eine Vorlesungswoche hinter uns. Wieder fand sie ausschließlich online statt. Dies ist die letzte Blockwoche vor den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit gewesen. Die nächsten Veranstaltungen sind erst für den kommenden September geplant. In der Zwischenzeit gilt es mehrere Projekte zu bearbeiten.

Wir Studierenden sind froh, dass die Online-Vorlesungen nun fürs Erste hinter uns liegen. Über insgesamt vier Monate haben wir die Lerninhalte des Masterstudiums „Real Estate & Leadership" via Microsoft Teams vermittelt bekommen. Dazu gehörten neben den Modulen „Law & Tax", „Communications & Marketing" sowie „Project Development" die semesterübergreifend stattfindenden Module „Sustainability" und „Leadership".

Leider hat jedes Modul unter der nicht vermeidbaren Online-Lösung gelitten. Vor allem die allseits beliebten Gruppendiskussionen und Workshops sowie die Baustellenbesichtigungen und Vor-Ort-Termine haben wir schmerzlich vermisst. Auch die Präsentationsleistungen der einzelnen Studierenden gestalteten sich weitaus weniger aussagekräftig, da Mimik und Gestik in den Online-Meetings nicht vermittelt werden können.

Neben den universitären Veranstaltungen sind die monatlichen „Real Estate & Leadership Lounge" – Veranstaltungen entfallen, welche uns vor Corona nicht nur die Möglichkeit gaben, den aktuellen Impulsen der Immobilienbranche zu lauschen, sondern auch wichtige Networking-Gelegenheiten darstellten.

Auch wenn die Digitalisierung zunehmend Teil unseres Lebens wird, so hat uns Studierenden der persönliche Kontakt zu unseren Dozenten und zu einander stark gefehlt. Im Großen und Ganzen bleibt also festzuhalten, dass die Digitalisierung im Bildungsbereich viele Chancen bietet, gleichwohl die Folgen für das soziale Miteinander nicht außer Acht gelassen werden sollten. Schließlich ist auch die Vermittlung von Sozialkompetenz entscheidend für unsere berufliche Zukunft.

Mirko Tinz

Traumjobs in der Immobilienwelt: Studenten behalten Ziele im Blick

Was wohl die Zukunft bringt? Studenten sind da optimistisch. Manche rechnen wieder ab Herbst mit mehr offenen Stellen.

Was wohl die Zukunft bringt? Studenten sind da optimistisch. Manche rechnen wieder ab Herbst mit mehr offenen Stellen.

Quelle: imago images, Urheber: Shotshop

Karriere 18.06.2020
Der Traumjob der meisten Studierenden in der Immobilienbranche ist weiterhin der des Projektentwicklers. Das hat die Arbeitsmarktbefragung der Immobilien Zeitung ergeben. Auf den weiteren ... 

Der Traumjob der meisten Studierenden in der Immobilienbranche ist weiterhin der des Projektentwicklers. Das hat die Arbeitsmarktbefragung der Immobilien Zeitung ergeben. Auf den weiteren Plätzen folgen Tätigkeiten im Asset-, Investment- und Projektmanagement.

Es ist kein Nine-to-five-Job und ein direktes Studium dafür ist bislang an Deutschlands Universitäten und Hochschulen selten. Dennoch zieht es auch in diesem Jahr die meisten Studierenden, die an der Arbeitsmarktbefragung der Immobilien Zeitung teilgenommen haben, in die Projektentwicklung. 41% der 419 Befragten nannten diesen Berufswunsch. "Besonders interessant finde ich die Mischung aus technischem Verständnis, kaufmännischen Aufgaben und Kreativität", sagt die 26-jährige Chantal Bonnöhr, die im siebten Semester an der Bochumer EBZ Immobilienwirtschaft, Bau- und Projektmanagement studiert. "Schon nach der Ausbildung zur Immobilienkauffrau wusste ich, dass ich im Bereich der Projektentwicklung arbeiten möchte." Der 23-jährige Lukas Lohmann, der an der TH Mittelhessen im sechsten Semester studiert, schwärmt in den höchsten Tönen von seinem Traumjob: "Die Vorstellung, einmal Teil von prägenden Bauprojekten zu werden, reizt mich sehr." Dabei hat er besonders die Entwicklung von Büros und Wohnungen im Blick. Ein 27-jähriger Student der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Biberach im dritten Semester hat schon als Werkstudent von 2017 bis 2020 in der Projektentwicklung Erfahrungen gesammelt: "Vor allem die Vielseitigkeit hat mich überzeugt." Und noch etwas ist ihm wichtig: Er möchte nicht nur im Büro sitzen, sondern auch draußen seinen Dienst tun.

Die Silbermedaille bei den Traumberufen erhält auch in diesem Jahr das Asset-Management. 28% der Studenten haben ein Faible für diesen Job. 2019 waren es etwa 25%. Bronze geht an das Investmentmanagement. Fast jeder Fünfte machte hier das Kreuz (2019: 22%). Ein 24-jähriger Student im fünften Semester an der Irebs-Immobilienakademie beispielsweise plant im Investmentmanagement seinen Einstieg, weil er in diesem Feld speziell "für Berufseinsteiger großes Entwicklungspotenzial" sieht. Im Berufsalltag lerne er die Märkte verschiedener Assetklassen und je nach Objekt auch weitere Wertschöpfungsphasen wie Projektentwicklung oder Refurbishment kennen.

Platz vier belegen mit 16% Projektmanagement und -steuerung. Romy Schwenkert gehört zu den Befragten, die hier ihre Zukunft sehen. Sie beendet voraussichtlich 2021 ihr Studium an der Universität Regensburg. Die 23-Jährige arbeitet gerne mit Zahlen, plant und organisiert. Andererseits zieht es sie aber auch in eine "kreativere Richtung".

Etwas abgeschlagen auf dem fünften Platz rangiert das Fondsmanagement mit nur noch knapp 10% Interessenten. Ähnlich groß wie bei den anderen ist allerdings ihre Vorfreude auf die spätere Tätigkeit. Die makroökonomische Betrachtung der Assets findet die 26-jährige IZ-Stipendiatin Katharina Gerdes besonders spannend. Sie studiert an der Hamburg School of Business Administration und macht voraussichtlich im kommenden Jahr ihren Master-Abschluss. "Auch der internationale Fokus spricht mich an", sagt sie. Das Fondsmanagement sei eine vielfältige Tätigkeit, findet zudem Nico Rosen, der an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim seinen Bachelor-Abschluss in Immobilienwirtschaft macht. "Es geht darum, Mietverträge zu optimieren, wertrelevante Instandhaltungen und Modernisierungen zu steuern und Investitions- sowie Dienstleistungsprozesse zu begleiten", sagt der 22-Jährige. Julius Pfennig, ebenfalls 22, der sein Studium im dritten Semester an der bbw Hochschule absolviert, hat schon zwei Jahre in der Immobilienbranche gearbeitet. "In erster Linie hat mich die große Verantwortung gereizt." Die strategischen Entscheidungen, in welche Assetklassen investiert wird, hält er für "außerordentlich spannend".

Asset-Manager sind bescheidener geworden

Innerhalb der verschiedenen Tätigkeitsfelder kristallisieren sich derweil Unterschiede bei den Gehaltsforderungen heraus. Der Spitzenreiter bei der Beliebtheit hat beim Geld jedenfalls nicht die Nase vorn: Wer in die Projektentwicklung strebt, möchte im Schnitt etwa 50.900 Euro im Jahr in seiner Kasse sehen. Das waren 2019 noch 1.000 Euro weniger. Auf der Jahresabrechnung der künftigen Asset-Manager sollten aktuell gut 50.000 Euro stehen. Damit sind die Studenten etwas bescheidener geworden, denn im Vorjahr wünschten sie sich noch 50.700 Euro auf ihrem Konto. Im Investmentmanagement blieb das Wunschgehalt mit 54.200 Euro weitgehend stabil (2019: 54.000 Euro).

Dem Selbstbewusstsein der Studenten können die Einschläge, die die Corona-Krise seit Mitte März auf dem Immobilienmarkt hinterlassen hat, offenbar kaum schaden. Viele der von der Immobilien Zeitung Anfang Juni im Nachgang zur Studie Befragten bleiben felsenfest bei ihren Lohnvorstellungen. "Ich denke, dass die Unternehmen, die trotz der Krise noch einstellen, weiterhin wie bisher vergüten", vermutet etwa der 22-jährige Max William Schiller, der im fünften Semester an der bbw Hochschule in Berlin studiert und schon ein Jahr in der Immobilienbranche gearbeitet hat. Nichtsdestotrotz sieht er gerade jetzt eher bescheidene Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Chantal Bonnöhr hat von Mitstudenten erfahren, dass sich die Bewerbungsprozesse dieser Tage länger hinziehen. "Ich denke jedoch, dass sich die Situation schnell wieder normalisiert." Vor allem das Wohnsegment ist für sie der treibende Motor aus dem Tal nach oben. Einen Job in der Projektentwicklung hat die 26-Jährige jedenfalls schon in der Tasche. Ähnlich gut ist die Lage bei Lukas Lohmann, der momentan neben dem Studium bei einer jungen Projektentwicklungsfirma arbeitet. Hier stehe ihm auch nach dem Studium die Tür offen, freut er sich. "Aber festgelegt habe ich mich noch nicht."

Ein Student der Hochschule Biberach, der ebenfalls in die Projektentwicklung strebt, hat gerade weniger Glück: Vor einem Jahr habe die Lage noch ganz anders ausgesehen, sagt er. "Headhunter kontaktierten mich und viele Stellen waren ausgeschrieben." Obwohl er einer der wenigen ist, die bereits ihre Gehaltsvorstellung um 5.000 Euro nach unten korrigiert haben, liegt ihm noch kein Angebot vor. Mit einem Unternehmen führt er derzeit Gespräche, einige andere haben nach den ersten Terminen wegen der Krise abgesagt.

Ein 24-jähriger Irebs-Student, den es in das Investmentmanagement zieht, hat die Chance beim Schopfe gepackt und trotz der Viruskrise schon einen festen Job im Akquisitionsbereich angenommen. Er habe auch Signale von Kommilitonen und Unternehmen vernommen, dass weiterhin viele Stellen am Markt verfügbar sein werden. Die Betonung liegt auf der Zukunft. "Die sollen erst ab Herbst besetzt werden."

Der künftige Fondsmanager Pfennig rechnet ebenfalls mit keinen langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise. Er plant ohnehin, nach seinem Bachelorabschluss noch drei Jahre für den Master anzuhängen. Sein Pflichtpraktikum bei einem Projektentwickler und Asset-Manager im Sommer kann er allerdings nicht antreten. Das bremst seinen Optimismus aber keinesfalls: "Selbst wenn man von einem pessimistischen Szenario ausgeht, wird sich die Wirtschaft bis dahin von der Krise erholt haben." Da ist er sich sicher. Katharina Gerdes, die auch fest bei ihren Gehaltsvorstellungen bleibt, arbeitet derzeit als Werkstudentin bei Union Investment. Erst im ersten Quartal 2022 stößt sie auf den Arbeitsmarkt. "Ich kann mir gut vorstellen, auch nach meinem Studium noch dort tätig zu sein."

Von einer Corona-Panik oder sonstigen Ängsten sind die befragten Studierenden, die es in die verschiedenen Berufsfelder der Immobilienbranche treibt, somit meist weit entfernt. Viele geben sich trotz der Corona-Krise selbstbewusst und halten an ihren Traumjobs fest.

Daniel Rohrig

IZ-Stipendium: Corona stellt mein Studium auf den Kopf (6)

Karriere 02.06.2020
Es ist der 13. März 2020, an dem uns Studierenden per Mail die vorübergehende Einstellung des Präsenzbetriebes an der HSBA mitgeteilt wird. Was viele schon geahnt hatten, ist also eingetreten ... 

Es ist der 13. März 2020, an dem uns Studierenden per Mail die vorübergehende Einstellung des Präsenzbetriebes an der HSBA mitgeteilt wird. Was viele schon geahnt hatten, ist also eingetreten – kein Unterricht mehr an der HSBA! Wann der gewohnte und von allen geschätzte Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird, kann zu diesem Zeitpunkt keiner sagen.

Nichtsdestotrotz müssen die versprochenen Lerninhalte vermittelt werden – wenn nicht vor Ort, dann eben online. Die Digitalisierung ist damit nicht mehr nur ein Bestandteil des Studiums; sie bildet das unersetzbare Fundament.

Dieses Fundament ist an der HSBA in den letzten Jahren gelegt worden. Mit der Einführung von Microsoft Teams ist es gelungen, das Studium online abbilden zu können. Auch wenn die Studierenden diese Lösung zunächst kritisch betrachten, bietet die derzeitige Lage keine Alternative.

Drei Tage nach Bekanntgabe der Einstellung des Präsenzbetriebes findet unsere erste Online-Vorlesung statt. Der Dozent und die Studierenden treten pünktlich der Vorlesung bei und der Unterricht beginnt. Der Dozent kann seine Präsentation visuell zeigen, während alle Studierenden seinen mündlichen Ausführungen folgen. Für alle überraschend ist die tatsächlich problemlose Übertragung, die zuvor von allen Seiten angezweifelt worden ist. Auch die Audioqualität funktioniert einwandfrei.

Dennoch birgt die Online-Vorlesung einige signifikante Schwächen: Aufgrund der relativ hohen Teilnehmerzahl bleiben Gruppendiskussionen, die zuvor den Unterricht belebten, aus. Die von allen Studierenden geschätzten Workshops entfallen ebenfalls. Die Konzentrationskraft der Studierenden und auch der Dozenten lässt bereits nach wenigen Stunden nach.

Doch nicht nur der reguläre Unterricht muss fortgeführt werden, auch Klausuren stehen an. Da jedoch eine Vergleichbarkeit der Gegebenheiten (d.h. der Schummel-Möglichkeiten) online nicht überprüfbar ist, finden die Klausuren unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften vor Ort statt. Unter Auflagen wie dem Tragen einer Schutzmaske, speziell gekennzeichneten Laufwegen, Eintragungen in Listen, noch mehr Listen und noch viel mehr Desinfektionsmittel kann die Klausur schließlich geschrieben werden. Ergebnis offen.

Trotz der genannten Schwächen der Online-Vorlesung und der Umstände während der Klausurenphase sind wir Studierenden dankbar über die Möglichkeit den Unterricht und die Examen in Zeiten von Corona wahrnehmen zu können. Das ist nicht selbstverständlich! Ein besonderer Dank geht daher an das gesamte Team der HSBA.

Mirko Tinz

IZ-Stipendium: Semesterferien, Hausarbeit und HOIA (5)

Studenten der HSBA im Blockunterricht

Studenten der HSBA im Blockunterricht

Katharina Gerdes

Karriere 06.03.2020
Wie sagte Albert Einstein einst: „Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ Nachdem das Jahr 2019 mit der Klausurenphase ... 

Wie sagte Albert Einstein einst: „Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ Nachdem das Jahr 2019 mit der Klausurenphase abschlossen wurde, konnte die Weihnachtszeit zur Erholung genutzt werden. Im Januar genossen wir Studierenden die vorlesungsfreie Zeit und konzentrierten uns auf unsere beruflichen Tätigkeiten. Dieses endete abrupt, als uns der Abgabezeitpunkt einer Hausarbeit für das Modul Raumplanung bewusst wurde.

So galt es, wie auch im letzten Jahr, innerhalb von wenigen Wochen eine umfassende Analyse in Gruppenarbeit auszuarbeiten. In einem Kick-Off-Termin (meint Treffen in einem durch alle Gruppenmitglieder akzeptierten Café) wurde die Aufgabenstellung besprochen, die Struktur festgelegt und Themen verteilt. Wöchentliche Jour-Fixe dienten dem allgemeinen Austausch über die Herangehensweise, stellten den Arbeitsfortschritt sicher und klärten Unstimmigkeiten auf. Die Hausarbeit konnte damit zu unserer aller Zufriedenheit form- und fristgerecht abgegeben werden. Mit Abgabe der Hausarbeit begann allerdings die Bearbeitung der nächsten Ausarbeitung für das Modul Architektur, welche Mitte Februar eingereicht werden musste.

Studieren & Arbeiten

Wie viele Studierende arbeite ich neben meinem Masterstudium als Werkstudentin. Meinen ersten Job hatte ich bereits mit 15 Jahren und seitdem bin ich ein Teil der Arbeitswelt, ob als Auszubildende, Praktikantin, Trainee oder Vollzeitangestellte. Ich kann es mir also schwer vorstellen nicht zu arbeiten. Gleichzeitig scheint mir in der heutigen Zeit, in einer Stadt wie Hamburg, ein Studium ohne einen Verdienst nebenbei nicht möglich zu sein. Gleichzeitig darf aber auch das Studium nicht in den Hintergrund treten. Dieser Konflikt ist bei vielen Studierenden alltäglich und so bin ich froh, dass das Masterstudium „Real Estate & Leadership“ in Blockwochen aufgeteilt ist. In den drei Wochen zwischen den Blockvorlesungen, habe ich genügend Flexibilität meine Tätigkeit als Werkstudentin und meine Studienleistungen unter einen Hut bringen zu können.

Modulinhalte im Februar

Mit Beginn des neuen Jahres wurde in unserer ersten Blockwoche Mitte Februar ein neuer Schwerpunkt gesetzt: „Bautechnik und Bauprojektmanagement“. Als interdisziplinärer und holistischer Studiengang deckt der Master „Real Estate & Leadership“ alle Bereiche der Bau- und Immobilienwirtschaft ab. Während für mich die Inhalte der bisherigen Module noch recht fremd waren, hatte ich in dieser Woche ein Heimspiel. Verschiedenste Konstruktionsarten, Baumaterialien und ihre Einsatzmöglichkeiten, HOIA, AHO, VOB und viele weiteren Themen wurden innerhalb von sechs Tagen vermittelt – auf Englisch. Während ich mich mit den neuen Vokabeln auseinandersetzte, sah ich bei einigen Kommilitonen mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund doch sehr große Fragezeichen. Somit spielte sich der Praxisbezug auf allen Ebenen ab und sorgte für Frust und Freude gleichermaßen.

Mirko Tinz