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Frauenanteil: Bei vielen Immobilien-AGs steht die Null

Frauen an der Spitze: ein seltenes Bild, nicht nur in Immobilienunternehmen.

Frauen an der Spitze: ein seltenes Bild, nicht nur in Immobilienunternehmen.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Wolfilser

Karriere 15.04.2019
Die Aufsichtsräte von einem Drittel der 160 börsennotierten Unternehmen in den Indizes DAX, MDax und SDax haben sich einen Frauenanteil von 0% im Vorstand zum Ziel gesetzt. Zu den ... 

Die Aufsichtsräte von einem Drittel der 160 börsennotierten Unternehmen in den Indizes DAX, MDax und SDax haben sich einen Frauenanteil von 0% im Vorstand zum Ziel gesetzt. Zu den Gesellschaften, bei denen - um ein geflügeltes Wort aus der Welt des Fußballs zu bemühen - die Null stehen muss, gehört auch eine ganze Reihe von Unternehmen, die mit Immobilien Geld verdienen. Das lässt sich im aktuellen AllBright-Bericht über die Frauenanteile in Vorständen und Aufsichtsräten nachlesen.

Besagte 160 börsennotierte Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, feste Zielgrößen für den Frauenanteil in ihren Vorständen zu veröffentlichen, aktuell für den Zeitraum bis Ende Juni 2022. Es ist dabei allerdings möglich, als Zielgröße Null anzugeben. Tatsächlich planen 76 derjenigen Unternehmen, die noch keine Frauen im Vorstand haben, nicht, im genannten Zeitraum daran etwas zu ändern, heißt es im AllBright-Bericht.

Zielgröße von 0% nicht unterschreiten

Ziemlich genau jedes dritte Unternehmen - in summa 53 - formuliert sogar ausdrücklich das Ziel 0%. Zu den Unternehmen, bei denen die Null steht, gehören auch Adler Real Estate, Alstria Office Reit, Deutsche Wohnen, Hochtief, Hypoport, LEG Immobilien, Nemetschek und TLG Immobilien. TLG z.B. schreibt im Corporate-Governance-Bericht von März 2018 etwa: "Für den Vorstand der TLG Immobilien AG liegt die Mindestzielgröße für den Frauenanteil bei Null." Diese Zielgröße solle "nicht unterschritten" werden.

Tantiemen für Führungskräfte an Frauenförderung koppeln

"Die Festlegung einer Zielgröße Null für den Vorstand ist nicht mehr zeitgemäß", findet Bärbel Schomberg, Vizepräsidentin des Branchenverbands Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) und Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Diversity. Der ZIA und das ICG Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft raten zur Lektüre der im AllBright-Bericht aufgeführten Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen den Rekrutierungsprozess für Vorstände noch mehr professionalisieren und so den Frauenanteil erhöhen können. "Ein Instrument für mehr Frauenförderung", schlägt Schomberg vor, könne z.B. sein, "die bestehende Führungsebene über die Tantiemenregelung für die Förderung der Frauen im eigenen Team zu verpflichten".

Oft fehlt der Wille

Manuela Better, Vorstandsfrau der DekaBank und des ICG, rät: "Ein professionelles Mentoring-Programm hilft dabei, Frauen nach vorne zu bringen." Sie weiß aber auch, woran es oft hapert: "Hierfür braucht es jedoch auch die Überzeugung und den Willen in den Unternehmen selbst, die Anzahl von Frauen in Aufsichts- und Beiräten wie Geschäftsführungs- und Vorstandsgremien in der deutschen Immobilienwirtschaft deutlich zu erhöhen."

Der Fairness halber sei gesagt: In den 160 untersuchten Börsenunternehmen gehören nur 8,8% aller Vorstandsgesichter einer Frau (Stand: 1. Februar 2019). In den Aufsichtsräten sind Frauen immerhin zu 30% vertreten. Dabei ist nur etwa die Hälfte der 160 Firmen von der gesetzlichen Geschlechterquote von 30%, die seit 2015 für die Aufsichtsräte gilt, betroffen.

Closed Shop Aufsichtsrat

Viele Immobilienunternehmen wollen es mit Frauen im Aufsichtsrat anscheinend nicht übertreiben. Unter den 20 Firmen, die ein rein männlich besetztes Kontrollgremium besitzen, finden sich überproportional viele - nämlich sieben - aus dem Immobilienuniversum. Namentlich sind das Adler Real Estate, Ado Properties, Corestate Capital, DIC Asset, Hypoport, Nemetschek und Patrizia Immobilien. Unter den 20 Firmen, die einen Frauenanteil von 40% oder mehr im Aufsichtsrat vorweisen können, findet sich dagegen nur ein einziges Unternehmen mit ausgeprägter Immobilienaffinität: der Finanzierer Aareal Bank. Auch im Vorstand von Aareal ist jeder dritte Kopf ein weiblicher.

Harald Thomeczek

Köntgen wird HRE-Vorstand

Köpfe 18.09.2014
Thomas Köntgen, früherer Vorstandssprecher der Eurohypo, wurde zum Vorstand der Hypo Real Estate (HRE) und der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) bestellt. ... 

Thomas Köntgen, früherer Vorstandssprecher der Eurohypo, wurde zum Vorstand der Hypo Real Estate (HRE) und der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) bestellt.

Rund ein Vierteljahr benötigte die HRE, um einen Nachfolger für Manuela Better zu finden, die Anfang Juni nach dem abgeblasenen Verkauf der Depfa von ihren Ämtern zurückgetreten war. Köntgen wird gemeinsam mit Finanzvorstand Andreas Arndt als Co-Vorsitzender die Geschicke der Bank verantworten. In Arndts Aufgabenbereich fällt u.a. die Verantwortung für die Privatisierung der Bank, während Köntgens Schwerpunkte die operativen Aufgaben sind. Vor seinem Wechsel war Köntgen mehr als 16 Jahre bis zum Jahresende 2013 für die Hypothekenbank Frankfurt (ehemals Eurohypo) tätig gewesen. 2008 war er in den Vorstand der Bank berufen worden und übernahm 2011 die Funktion des Vorstandssprechers.

Bei der HRE trifft Köntgen auf einen alten Bekannten: Im Vorstand nimmt er neben Wolfgang Groth Platz, der vor seinem Wechsel zur HRE 2010 knapp 16 Jahre für die Eurohypo, zuletzt als Niederlassungsleiter, tätig war. Auch im Aufsichtsrat wird der neue Co-Chef einen früheren Kollegen wiedersehen: Joachim Plesser, zwischen 1996 und 2009 im Vorstand der Eurohypo, wurde vor knapp drei Wochen in das Kontrollgremium der HRE gewählt. Für Branchenkenner ist die Benennung von Köntgen aus diesen Gründen nachvollziehbar.

Nicolas Katzung

Thomas Köntgen verstärkt HRE- und pbb-Vorstand

Thomas Köntgen.

Thomas Köntgen.

Bild: pbb

Köpfe 12.09.2014
Der Aufsichtsrat der Hypo Real Estate (HRE) hat eine Nachfolgeregelung für die ausgeschiedene Vorstandschefin Manuela Better getroffen: Künftig werden der bisherige Finanzvorstand Andreas ... 

Der Aufsichtsrat der Hypo Real Estate (HRE) hat eine Nachfolgeregelung für die ausgeschiedene Vorstandschefin Manuela Better getroffen: Künftig werden der bisherige Finanzvorstand Andreas Arndt und Ex-Eurohypo-Chef Thomas Köntgen (47) gemeinsam die Geschicke der Bank an oberster Stelle verantworten. Köntgen ist sowohl in den Vorstand der HRE wie auch der Tochtergesellschaft Deutsche Pfandbriefbank (pbb) berufen worden.

Er tritt seine neue Position in beiden Gesellschaften zum 1. Oktober dieses Jahres an. Gemeinsam mit Chief Financial Officer Andreas Arndt werden beide den fünfköpfigen pbb-Vorstand als Co-Vorsitzende führen. In Arndts Aufgabenbereich fällt u.a. die Verantwortung für die Privatisierung der Bank, während Köntgens Schwerpunkte die operativen Aufgaben und die Positionierung des Geschäfts sind. Mit der aktuellen Berufung sei der Vorstand wieder komplett, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende von HRE und pbb, Dr. Günther Bräunig. Rund ein Vierteljahr benötigte die HRE, um einen Nachfolger für Manuela Better zu finden, die Anfang Juni nach dem abgeblasenen Verkauf der Depfa von ihren Ämtern zurückgetreten war.

Vor seinem Wechsel war Köntgen mehr als 16 Jahre bis zum Jahresende 2013 für die Hypothekenbank Frankfurt (ehemals Eurohypo) tätig gewesen. 2008 war er in den Vorstand der Bank berufen worden und übernahm 2011 die Funktion des Vorstandssprechers.

Bei der HRE trifft Köntgen auf einen alten Bekannten: Im Vorstand nimmt er neben Wolfgang Groth Platz, der vor seinem Wechsel zur HRE 2010 knapp 16 Jahre für die Eurohypo, zuletzt als Niederlassungsleiter, tätig war. Auch im Aufsichtsrat wird der neue Co-Chef einen alten Kollegen wiedersehen: Joachim Plesser, zwischen 1996 und 2009 im Vorstand der Eurohypo, wurde vor knapp zwei Wochen in das Kontrollgremium der HRE gewählt. Für Branchenkenner ist die Benennung von Köntgen als HRE-Vorstand aus diesen Gründen plausibel.

Nicolas Katzung,Sonja Smalian

Wechsel im Aufsichtsrat von Deutsche Annington

Köpfe 22.08.2014
Der angekündigte Wechsel im Aufsichtrat von Deutsche Annington ist vollzogen: Mit Manuela Better (Ex-Chefin der Hypo Real Estate), Lutz Basse (Vorstandsvorsitzender von Saga Hamburg und Sprecher ... 

Der angekündigte Wechsel im Aufsichtrat von Deutsche Annington ist vollzogen: Mit Manuela Better (Ex-Chefin der Hypo Real Estate), Lutz Basse (Vorstandsvorsitzender von Saga Hamburg und Sprecher der Geschäftsführung der GWG Gesellschaft für Wohnen und Bauen), Dr. Florian Funck (Mitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie) und Christian Ulbrich (CEO von JLL Emea) haben zum 21. August 2014 vier neue Mitglieder im Kontrollgremium des Wohnungskonzerns Platz genommen. Ausgeschieden sind die Terra-Firma-Vertreter Robert Nicolas Barr, Arjan Breure, Fraser Duncan und Tim Pryce.

Nicolas Katzung

Vier Neue für den Aufsichtsrat der Deutschen Annington

Köpfe 31.07.2014
Manuela Better, Lutz Basse, Dr. Florian Funck und Christian Ulbrich sollen in den Aufsichtsrat des börsennotierten Immobilienkonzerns Deutsche Annington Immobilien bestellt werden. Manuela Better ... 

Manuela Better, Lutz Basse, Dr. Florian Funck und Christian Ulbrich sollen in den Aufsichtsrat des börsennotierten Immobilienkonzerns Deutsche Annington Immobilien bestellt werden. Manuela Better (53) ist ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate Holding (HRE) sowie ehemaliges Mitglied des Vorstands der Deutschen Pfandbriefbank (pbb). In ihrer Position leitete sie unter anderem die Bereiche Immobilienanalyse und -vermarktung und -bewirtschaftung. Basse (64) ist Vorstandsvorsitzender der Saga Hamburg und Sprecher der Geschäftsführung der GWG Gesellschaft für Wohnen und Bauen. Dr. Florian Funck (43) ist seit 2011 Mitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. Er ist ebenfalls im Aufsichtsrat der Metro sowie der Takkt vertreten. Christian Ulbrich (48) ist Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) von JLL EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Die neuen Aufsichtsratsmitglieder folgen auf Robert Nicolas Barr, Arjan Breure, Fraser Duncan und Tim Pryce, die als Vertreter des ehemaligen Hauptanteileigners Terra Firma ihr Mandat zum 20. August niederlegen werden.

Andreas Nöthen

pbb verliert Chefin

Köpfe 12.06.2014
Manuela Better will nicht mehr die Vorstandsvorsitzende von Hypo Real Estate Holding und pbb Deutsche Pfandbriefbank sein. Währenddessen läuft es operativ bei der pbb gut. ... 

Manuela Better will nicht mehr die Vorstandsvorsitzende von Hypo Real Estate Holding und pbb Deutsche Pfandbriefbank sein. Währenddessen läuft es operativ bei der pbb gut.

Manuela Better hat die Aufsichtsräte von Hypo Real Estate (HRE) und pbb gebeten, sie von ihren Pflichten als Vorstandsvorsitzende beider Gesellschaften zu entbinden. Nach der Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung gegen den ausverhandelten Verkauf der Depfa und für die von ihr nicht präferierte Abwicklung unter der FMS Wertmanagement habe sie "keine Basis mehr" für die Ausübung der Mandate gesehen, sagte Better. Der Aufsichtsrat bedauere die Entscheidung sehr, hieß es. Better habe mit der Restrukturierung der HRE und deren Tochtergesellschaften pbb Deutsche Pfandbriefbank und Depfa "einen wertvollen Beitrag zur Aufarbeitung der Finanzkrise in Deutschland geleistet". Mit der Koordination der Arbeit im Vorstand habe der Aufsichtsrat bis auf weiteres Andreas Arndt betraut.

Die unter der Holding angesiedelten Gesellschaften sind rechtlich und operational voneinander getrennt, verfolgen aber aufeinander abgestimmte Unternehmensziele. Die pbb mit Sitz in München ist Mitte 2009 aus dem Zusammenschluss von Hypo Real Estate Bank und Depfa Deutsche Pfandbriefbank entstanden. Dort wird unter anderem die Immobilienfinanzierung verantwortet.

Operativ geht es der pbb gut. Im ersten Quartal 2014 wurde ein Vorsteuerergebnis von 38 Mio. Euro erzielt, fast einem Drittel mehr als im Vorjahresquartal. Das Neugeschäft von 1,6 Mrd. Euro bewegte sich auf Vorjahresniveau. Vorstandschefin Better sah die pbb bei Bekanntgabe der Zahlen "auf dem prognostizierten Weg für die angestrebte Reprivatisierung". Vom Neugeschäft (einschließlich Prolongationen um mehr als ein Jahr) entfielen 1,3 Mrd. Euro auf Immobilien, davon rund 50% in Deutschland. Größere Volumina wurden zudem in Frankreich (14%), Nordeuropa (14%) und Osteuropa (17%) vergeben. Der Anteil der Erstkreditvergaben lag bei 97% (Gesamtjahr 2013: 76%) und der durchschnittliche Beleihungsauslauf für neue Darlehen stieg von 61% auf 63%. Das Immobilienfinanzierungs-Portfolio wuchs auf 22,8 Mrd. Euro.

Bernhard Bomke