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Design Offices baut Geschäftsführung um

Daniel Flüshöh (Bild) steigt in die Geschäftsführung von Design Offices ein. COO Michael Barth und CFO Christian Dahl verabschieden sich derweil.

Daniel Flüshöh (Bild) steigt in die Geschäftsführung von Design Offices ein. COO Michael Barth und CFO Christian Dahl verabschieden sich derweil.

Urheber: Jochen Rolfes

Köpfe08.10.2019
Der Nürnberger Coworking-Anbieter Design Offices hat zum Monatsbeginn seine Geschäftsführung umstrukturiert. Daniel Flüshöh ist der Neuzugang, der sich als Chief Financial Officer ... 

Der Nürnberger Coworking-Anbieter Design Offices hat zum Monatsbeginn seine Geschäftsführung umstrukturiert. Daniel Flüshöh ist der Neuzugang, der sich als Chief Financial Officer (CFO) nützlich machen will. Zusammen mit Gründer Michael O. Schmutzer (CEO, 52) und Dr. Joachim Gripp (COO, 51) bildet der 38-Jährige das neue Führungstrio. Zwei Chefs verabschieden sich derweil.

Mit dem Einzug Flüshöhs in die Geschäftsführung will Design Offices offenbar gleich zwei Abschiede erstmal auffangen. Den Chefsessel erbt der Neuzugang von Michael Barth, der das Unternehmen Ende September verlassen hat. Der 65-Jährige war zweieinhalb Jahre COO und zieht sich nun laut Design Offices auf eigenen Wunsch "aus dem operativen Geschäft zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben". Barth bleibt dem Coworking-Anbieter allerdings projekteweise als Berater erhalten. Seine Aufgaben übernimmt der weitere COO Gripp.

Die To-do-Liste des CFO übernimmt Flüshöh derweil offensichtlich von Christian Dahl. Denn auf Nachfrage der Immobilien Zeitung teilt Design Offices mit, dass Dahl das Unternehmen in absehbarer Zeit verlassen werde. Er ist zwar CFO, aber kein offizielles Mitglied der Geschäftsführung. Seinem LinkedIn-Profil zufolge war Dahl erst vor etwa einem Jahr zu den Nürnbergern hinzugestoßen.

Flüshöh lernt Design Offices bei Art-Invest kennen

Flüshöh ist studierter Betriebswirt und war zuvor Leiter Beteiligungscontrolling & Corporate Finance bei Art-Invest Real Estate, Prokurist bei IVG Immobilien sowie tätig für PwC und Siemens. Während seiner Zeit bei Art-Invest hat er Design Offices kennengelernt.

Der Coworking-Anbieter registrierte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von 70%. Dazu trugen auch acht Standorteröffnungen in den letzten zwölf Monaten bei. Design Offices versteht sich mit einer Gesamtfläche von 165.000 qm als "der größte Coworking-Anbieter in Deutschland".

Anke Pipke

Design Offices: Neuer COO, neues Wachstumsziel

Joachim Gripp.

Joachim Gripp.

Quelle: Design Offices

Karriere10.04.2019
Coworking-Anbieter Design Offices drückt mit einem neuen Chief Operating Officer (COO) auf die Wachstumstube. Allerdings nicht mehr ganz so stark wie zuvor. ... 

Coworking-Anbieter Design Offices drückt mit einem neuen Chief Operating Officer (COO) auf die Wachstumstube. Allerdings nicht mehr ganz so stark wie zuvor.

Der neue COO heißt Joachim Gripp. Er ist schon seit dem 1. Januar 2019 an Bord. Aktuell teilt er sich die Verantwortung für das operative Geschäft noch mit Michael Barth, der bisher alleiniger COO war. Gripp kommt aus der Systemgastronomie: Er war Geschäftsführer bei Maredo, COO bei Vapiano und General Manager bei KFC Deutschland/Niederlande.

Mehr Standorte, mehr Umsatz

Design Offices zählte Ende vergangenen Jahres 27 Standorte mit gut 102.000 qm Gesamtfläche. Das waren acht Standorte mehr als Ende 2017. Die bespielte Fläche betrug damals 59.552 qm. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr von 25,1 Mio. Euro auf 42,8 Mio. Euro oder um 70%. Auch das Flächenwachstum lag in dieser Größenordnung.

2019 soll rund 60.000 qm neue Fläche dazukommen

Für das laufende Jahr gibt das Unternehmen aktuell das Ziel aus, bis Jahresende auf 33 Standorte bzw. eine Gesamtfläche von 160.000 qm zu kommen. Im Mai 2018, nachdem ein neuer Investor an Bord gegangen war, hieß es noch, das Flächenangebot solle bis Ende 2019 von damals 75.000 qm auf "bis zu 200.000 qm" ausgeweitet werden. Das aktuell genannte Wachstumsziel sei nicht das letzte Wort, es könne auch mehr werden, so eine Sprecherin von Design Offices auf Nachfrage.

Wachsen will Design Offices so oder so vor allem in Berlin, Köln und München sowie in "Städten abseits der Metropolen". So setzte der Coworking-Anbieter im vergangenen Jahr erstmals einen Fuß nach Erlangen, Heidelberg und Leipzig.

Harald Thomeczek