Karriere-News

Ihre gewählten Filter:

JLL: Das deutsche Management Board ist bald Geschichte

HR-Vorstand Izabela Danner - hier 2014 auf dem IZ-Karriereforum - wird künftig angeblich nicht mehr für JLL posieren.

HR-Vorstand Izabela Danner - hier 2014 auf dem IZ-Karriereforum - wird künftig angeblich nicht mehr für JLL posieren.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Melanie Bauer

Karriere27.11.2019
JLL krempelt seine Führungsstruktur in Deutschland um. Das bisherige Management Board geht zum 31. Dezember 2019 in die Geschichtsbücher ein. Es wird durch ein sogenanntes Strategy Board ... 

JLL krempelt seine Führungsstruktur in Deutschland um. Das bisherige Management Board geht zum 31. Dezember 2019 in die Geschichtsbücher ein. Es wird durch ein sogenanntes Strategy Board und ein Operations Board ersetzt. Vorstandsmitglied Izabela Danner hat nach Informationen der Immobilien Zeitung schon gekündigt - und nicht nur sie.

Das neu geschaffene deutsche Strategy Board folgt dem Vorbild des Emea Strategy Board, das Emea-CEO Guy Grainger anno 2016 aus der Taufe gehoben hatte. Die Aufgabe des hierzulande neuen Gremiums wird es sein, "eine serviceübergreifende Geschäftsstrategie zu erarbeiten, die mit den weltweiten Zielen des Unternehmens korrespondiert und alle wesentlichen Dienstleistungen des Unternehmens optimal auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichtet", wie JLL heute Vormittag mitteilte.

Unter der Führung von Christian Ulbrich verlagert der Konzern den Schwerpunkt vom dealgetriebenen Maklergeschäft mehr auf das vertragsgebundene Corporate-Dienstleistungsgeschäft. Einen namhaften Großkunden in Gestalt der Deutsche Bank hat JLL jedoch unlängst an CBRE verloren.

Angehören werden diesem Gremium folgende Führungskräfte: Marcel Abel (Niederlassungsleiter Düsseldorf), Gunnar Gombert (Niederlassungsleiter München), Ralf Kemper (Head of Valuation & Transaction Advisory Germany), Christian Koch (im bisherigen Vorstand für Corporate Solutions, Project & Development Services, Residential und Tétris verantwortlich), Konstantin Kortmann (Head of Residential Investment Germany), Stephan Leimbach (Leiter Bürovermietung Deutschland), Marcus Lütgering (Head of Office Investment Germany) und Jörg Ritter (im alten Management Board Germany für Retail zuständig).

Außerdem werden im Strategy Board sitzen: der erst gestern der Öffentlichkeit vorgestellte neue COO Yama Mahasher und Kai Zimprich, seines Zeichens Chief Information Officer Germany. Last but not least: Geleitet wird das Strategy Board naheliegenderweise vom CEO Germany - der ab dem 1. April 2020 bekanntlich nicht mehr Timo Tschammler heißen wird.

Izabela Danner und Axel Vespermann sollen gekündigt haben

Nicht in dieser Liste taucht Axel Vespermann auf, der Leiter der Frankfurter JLL-Niederlassung, die zugleich das deutsche Headquarter ist. Er soll seinen Job bei JLL gekündigt haben, wie die Immobilien Zeitung aus Marktkreisen erfuhr. Auch Izabela Danner, im hiesigen Management Board fürs Personal zuständig, soll JLL eine Kündigung geschickt haben. Tatsächlich fällt auch ihr Name in der heutigen Pressemitteilung nicht.

In dieser ist zwar von einem Operations Board die Rede, das wie das Strategy Board neu eingeführt wird und zusammen mit diesem ab dem 1. Januar 2020 das alte Management Board ersetzen wird. Der Head of HR, der ganz allgemein als Teil des Operations Board aufgeführt wird, trägt jedoch keinen Namen.

Mehrere Funktionsträger tauchen namentlich nicht auf

Neben dem neuen Personalchef werden dem Operations Board auch der - ebenfalls noch namenlose - neue CEO, der neue, aber schon mit einem Namen versehene COO und ein CFO angehören. Ob der aktuelle CFO Germany, Henning Kloos, unter den geänderten Vorzeichen noch eine Rolle bei JLL spielen wird, bleibt bis auf Weiteres ebenso das Geheimnis des Unternehmens wie die Zukunft von Peter Orend, der im derzeitigen Management Board als CFO Northern Europe Cluster wirkt, unklar ist. Die Namen von Orend und Kloos tauchen jedenfalls in der aktuellen Mittteilung auch nicht auf.

Die Aufgaben des Operations Board bestehen, so viel wurde kommuniziert, "in der operativen Steuerung der Geschäftstätigkeit, der Qualitätssicherung sowie der Einhaltung und Umsetzung der vereinbarten Strategien". Sinn und Zweck der oben skizzierten Umbaumaßnahmen soll es sein, "unsere nachhaltigen Wachstumsziele in Deutschland für die kommenden drei bis fünf Jahren erfolgreich umzusetzen", wie Grainger zitiert wird.

Harald Thomeczek