Finanzminister Schäfer ist tot

Köpfe 02.04.2020
Hessen. Finanzminister Thomas Schäfer ist verstorben. Er war für die Immobilienbranche ein wichtiger Verhandlungspartner. ... 

Hessen. Finanzminister Thomas Schäfer ist verstorben. Er war für die Immobilienbranche ein wichtiger Verhandlungspartner.

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (54, CDU) ist vergangenen Samstag tot an einer ICE-Bahnstrecke bei Hochheim aufgefunden worden. Das berichtet das Polizeipräsidium Westhessen, das derzeit von einem Freitod ausgeht. "Wir sind alle geschockt und können es kaum glauben, dass Thomas Schäfer so plötzlich und unerwartet zu Tode gekommen ist", kommentiert der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) den Todesfall. Er vermutet, dass Schäfer "Sorgen erdrückt haben". Sorgen wegen der Corona-Krise und der Frage, wie sich die hohen Erwartungen der Bevölkerung an Finanzhilfen erfüllen lassen.

Unter Schäfers Regie wurden große Transaktionen von Landesimmobilien abgewickelt. Dazu gehörte z.B. 2018 der Verkauf des Polizeipräsidiums Frankfurt für rund 212,5 Mio. Euro an die Gerchgroup. Die Höhe des Kaufpreises brachte ihm damals Kritik des Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef (SPD) ein, der befürchtete, dass daraus nur hochpreisiges Wohnen resultiere. Schäfer brachte 2019 einen möglichen teilweisen Rückkauf von Gebäuden aus dem Leo-Paket ins Spiel und trieb gesetzliche Maßnahmen gegen Share-Deals, die er als Steuertrickserei verurteilte, maßgeblich voran. Seit längerer Zeit war er als potenzieller Nachfolger Bouffiers gehandelt worden.

Lars Wiederhold

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Design Offices: Michael Schmutzer übergibt den Staffelstab

Joachim Gripp (rechts) hat den Staffelstab schon von Design-Offices-Gründer Michael O. Schmutzer übernommen.

Joachim Gripp (rechts) hat den Staffelstab schon von Design-Offices-Gründer Michael O. Schmutzer übernommen.

Quelle: Design Offices

Köpfe 29.05.2020
Michael Schmutzer, Gründer und bisher Chef von Design Offices, tritt in der Corona-Krise vom CEO-Posten zurück. Dr. Joachim Gripp, der bisherige COO des Flexible-Workspace-Anbieters, übernimmt ... 

Michael Schmutzer, Gründer und bisher Chef von Design Offices, tritt in der Corona-Krise vom CEO-Posten zurück. Dr. Joachim Gripp, der bisherige COO des Flexible-Workspace-Anbieters, übernimmt zum 1. Juni 2020 den Staffelstab. CFO Daniel Flüshöh spielt seine bisherige Rolle weiter.

Der neue CEO Gripp will das Unternehmen mit derzeit knapp 40 Standorten "in den nächsten Monaten so aufstellen", dass es u.a. "die Chancen und Herausforderungen der aktuellen Zeit weiterhin gut meistern" kann. Dabei gehe es "neben der Fokussierung auf einen möglichst attraktiven Produktmix an jedem Standort auch um ein effizientes Management unserer Kosten und Investitionen", erklärt Gripp. Coworking- und Flex-Office-Betreiber haben seit dem Lockdown mit erheblichen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen.

Gripp kam Anfang 2019 aus der Gastronomie zu Design Offices. Er war vorher Geschäftsführer bei Maredo, COO bei Vapiano und General Manager bei KFC in Deutschland und den Niederlanden.

Schmutzer nimmt sich großer Corporate-Kunden an

Schmutzer zieht sich als Gesellschafter in den Beirat von Design Offices und will Gripp beratend beistehen. Er will sich in Zukunft mehr mit innovativer Produktentwicklung beschäftigen, sich also u.a. um Betreibermodelle sowie große Corporate-Kunden und mittelständische Unternehmen kümmern. Größere Unternehmen sind bei Coworkinganbietern derzeit besonders beliebt, weil sie abstandsbedingt Teams separieren müssen und dabei auch flexible Büroflächen ins Kalkül ziehen.

Design Offices hatte die Auswirkungen der Corona-Krise früh zu spüren bekommen. Das Unternehmen schickte alle Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Harald Thomeczek