Karriere-News

Praxisbezug: Ausgezeichnet

Die diesjährigen Gefma-Förderpreisträger (v.l.n.r.): Asbjörn Gärtner,
Daniela Schneider, Philipp Salzmann, Uwe Dünkel, Philipp Schiemann und
Christine Lippert.

Die diesjährigen Gefma-Förderpreisträger (v.l.n.r.): Asbjörn Gärtner, Daniela Schneider, Philipp Salzmann, Uwe Dünkel, Philipp Schiemann und Christine Lippert.

Bild: sma

Karriere 06.03.2014
Zum 17. Mal wurden die Gefma-Förderpreise in diesem Jahr auf der Messe Facility Management in Frankfurt am Main verliehen. Die Themen der prämierten Arbeiten reichten von "Augmented ... 

Zum 17. Mal wurden die Gefma-Förderpreise in diesem Jahr auf der Messe Facility Management in Frankfurt am Main verliehen. Die Themen der prämierten Arbeiten reichten von "Augmented Reality" bis zur "deutschen Zettelwirtschaft". Die Arbeiten zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus und viele der sechs Preisträger setzen ihre Ergebnisse im beruflichen Alltag um.

Mit dem Hauptpreis wurde Daniela Schneider ausgezeichnet. Sie verfasste ihre Dissertation "Modell für das nachhaltige Immobilien-Portfoliomanagement betrieblicher Büro-Bestandsbauten" am Karlsruher Institut für Technologie. Als Senior Specialist/Real Estate Portfolio Management ist sie bei BASF beschäftigt und setzt dort die Erkenntnisse ihrer Arbeit um. Dieser hohe Praxisbezug ist in der Ausschreibung des mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Preises gefordert - und wurde von den Arbeiten eingelöst.

Aus 24 eingereichten Arbeiten wählte der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Markus Lehmann von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen die Preisträger aus. Der insgesamt vierköpfigen Jury gehören auch zwei Praktiker an. Die Immobilien Zeitung ist Kooperationspartner der Föderpreise, die von der German Facility Management Association (Gefma) zum 17. Mal verliehen wurden. 102 Absolventen von 35 verschiedenen Hochschulen sind seit Bestehen des Wettbewerbs ausgezeichnet und mit insgesamt rund 125.000 Euro Preisgeld belohnt worden.

Wichtiges Kriterium ist der Praxisbezug, der auch bei Philipp Schiemann in hohem Maße gegeben war. In seiner Bachelorarbeit untersuchte er die Energieoptimierung von Lüftungsanlagen in Operationssälen. Bislang laufen die Anlagen in deutschen OP-Sälen mit halber Leistung, auch wenn der Raum gerade nicht genutzt wird. Schiemanns Messungen am Universitätsklinikum Dresden haben gezeigt, dass diese Praxis aus hygienischen Gründen nicht notwendig ist und zum Beispiel in der Schweiz auch anders gehandhabt wird. An den Ergebnissen des Absolventen der Hochschule Mittweida haben schon zwei weitere Kliniken Interesse gezeigt.

Der Sonderpreis in der Fachkategorie "IT-Standardisierung" ging an Asbjörn Gärtner. Er promovierte an der Technischen Universität Kaiserslautern zur "Entwicklung eines Standards für innovative IT-Schnittstellen im Facility-Management zur Kopplung webbasierter CAFM-Systeme mit neuen Gebäudeautomationstechnologien". Für die Arbeit war er vor kurzem auch mit dem zweiten Platz in der Kategorie Bauingenieurwesen beim Bundeswettbewerb Auf IT gebaut ausgezeichnet worden.

Der "deutschen Zettelwirtschaft" hatte sich Christine Lippert in ihrer Masterarbeit zur Bestandsdokumentation gewidmet und Erfordernisse für den FM-gerechten Betrieb erarbeitet. Weniger ist manchmal mehr, lautete das Fazit der Architektin und technischen Betriebswirtin, die nun noch einen Masterabschluss im FM von der Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm vorweisen kann. Ihre Ergebnisse setzt sie bei der Stadt Fürth als Technische Amtsleiterin der Gebäudewirtschaft um.

Mit einem Diplomstudium erfüllte sich der 49 Jahre alte Uwe Dünkel von Strabag PFS noch einen lang gehegten Wunsch. Ausgezeichnet wurde er für seinen Lösungsansatz zur Entwicklung eines branchenbezogenen Arbeitsschutzmanagements in Abgrenzung zur Betreiberverantwortung im FM.

Einen Blick in die Zukunft des FM wagte Philipp Salzmann von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin/Beuth Hochschule für Technik Berlin in seiner Masterarbeit. Er untersuchte die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality im Instandhaltungsmanagement. Zum Einsatz kommt dabei eine Datenbrille à la Google Glass. Ein Prototyp kann vielleicht schon auf der nächsten FM-Messe bestaunt werden.

Einsendeschluss für die Gefma-Förderpreise 2015 ist am 30. November 2014. Weitere Informationen zu den bisherigen Wettbewerben unter www.gefma.de

Sonja Smalian

Kreative Wege gefragt

Sie öffnen die Tür zur Gagfah Group auch für Auszubildende in gewerblichen Berufen: Personalleiter Frank Gieshoidt und Personalentwicklerin Silke Ternes.

Sie öffnen die Tür zur Gagfah Group auch für Auszubildende in gewerblichen Berufen: Personalleiter Frank Gieshoidt und Personalentwicklerin Silke Ternes.

Bild: sma

Karriere 27.02.2014
Rund jeder 14. Mitarbeiter bei der Gagfah ist ein Auszubildender. Um Nachwuchskräfte zu finden, setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit dem TÜV Nord. Doch auch für Berufserfahrene ... 

Rund jeder 14. Mitarbeiter bei der Gagfah ist ein Auszubildender. Um Nachwuchskräfte zu finden, setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit dem TÜV Nord. Doch auch für Berufserfahrene bietet die Gagfah Group Academy zahlreiche Angebote.

Genau 43 junge Menschen begannen 2013 ihre Ausbildung bei der Gagfah Group, rund 120 sind es insgesamt in drei Jahrgängen. "Bei einer Gesamtzahl von 1.600 Beschäftigten liegt der Anteil der Auszubildenden mit über 7% auf einem hohen Niveau", sagt Ressortleiter Personal und Verwaltung, Frank Gieshoidt. 60% werden in kaufmännischen, die übrigen in gewerblichen Berufen ausgebildet.

Doch diese Berufe machen Gieshoidt keine Sorgen. Die Handwerksberufe sind es, für die Bewerber schlechter zu bekommen seien. Verstehen kann der Personalleiter das nicht so ganz. Denn die neuen Techniken wie Solaranlagen müssten die jungen Leute doch eigentlich begeistern? Wissen sie nicht, dass dafür eine Ausbildung zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik erforderlich ist? In diesem Beruf bildet das Unternehmen 2013 zum ersten Mal drei junge Menschen aus. Der Schwerpunkt liegt u.a. auf der elektrischen Energieversorgung von Wohnimmobilien. Ebenfalls erstmalig stellte die Gagfah zwei Auszubildende zu Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ein. Außerdem werden zusammen mit einem externen Partner Gärtner ausgebildet.

Um mehr junge Leute für die gewerblichen Berufe zu gewinnen, ist das Wohnungsunternehmen eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Kooperation eingegangen, und zwar mit dem TÜV Nord. Nicht jeder Autofahrer dürfte wissen, dass der TÜV Nord seit rund 20 Jahren auch in der Aus- und Weiterbildung aktiv ist. Auf der Zeche Zollverein unterhält er Ausbildungswerkstätten, in denen junge Leute sechs bis zwölf Monate lang handwerkliche Grundlagen erlernen, bevor sie eine Ausbildung beginnen. Während der Lehrzeit bietet das Bildungszentrum weitere Unterstützung an, z.B. durch Werkunterricht.

Für die Rekrutierung ihrer Nachfolger haben sich die Azubis selbst ins Zeug gelegt und drei verschiedene Postkartenmotive entworfen: Die Aufschriften "E-Checker?", "Klima-Experte?" oder "Koniferen-Koryphäe?" prangen in Weiß auf Gagfah-Grün. Auch die Verteilung der Werbeträger übernahmen die Auszubildenden. "Man muss kreative Wege gehen", sagt Gieshoidt. In diesem Jahr will das Unternehmen Kontakte zu Schulen, insbesondere Haupt- und Realschulen, knüpfen.

Bei den jährlich etwa 20 bis 25 neuen Immo-Azubis verlaufe die "Anwerbung" über den Freundeskreis und die Familie. Aber auch TV-Sendungen wie "mieten, kaufen, wohnen" und Radioformate würden einen Effekt haben. Aus diesem Grund überlege das Wohnungsunternehmen, ob es eventuell selbst Radiospots schalten will.

Die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten des börsennotierten Unternehmens sind in der Gagfah Group Academy zusammengeführt, die seit fünf Jahren besteht. In der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft verfügt nur knapp jedes dritte Unternehmen über ein Personalentwicklungskonzept, hat die Marktstudie zur Aus-, Fort- und Weiterbildung des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gezeigt (siehe Artikel "Weniger Personalentwicklungskonzepte", IZ 44/2013). Etwa 350 Euro pro Jahr und Mitarbeiter investiert das Unternehmen in die Weiterbildung, sagt Gieshoidt.

Unter dem Dach der Gagfah Group Academy werden auch die Fortbildungen wie z.B. berufsbegleitende Studiengänge organisiert. Zehn bis 15 Mitarbeiter entscheiden sich jedes Jahr dafür. Die Nachfrage nehme zu, sagt Personalentwicklerin Silke Ternes. Klassiker sei der Immobilienfachwirt, gefolgt vom Immobilienökonom. Bachelor- und vereinzelt auch Masterstudiengänge würden nachgefragt. Die ersten drei Mitarbeiter hätten 2013 mit dem Fachwirt Gebäudemanagement begonnen.

Workshops zu Sozial- und Methodenkompetenzen, fachliche Fortbildungen, Einzelcoachings sowie Einarbeitungsprogramme gehören auch zum Angebot der Akademie. Letztere dauern etwa vier bis fünf Wochen und umfassen Einweisungen durch Kollegen, aber auch Einzelcoachings und Teamworkshops, in denen die Mitarbeiter ihre Erwartungen an den neuen Kollegen oder Vorgesetzten äußern dürfen. Seit 2011 gibt es auch das Modul Wissenstransfer. Soll z.B. ein neuer Mitarbeiter eine bestimmte Position von jemandem übernehmen, führen beide unter Aufsicht von Ternes ein von ihr moderiertes Gespräch. Der Wissensnehmer soll aktiv Fragen stellen; Ternes protokolliert.

Neben fachspezifischen Aspekten geht es auch u.a. um den richtigen Ansprechpartner im Falle xy und wo die Fettnäpfchen sind. Der Arbeitsalltag wird geschildert und festgehalten, damit der Wechsel reibungslos gelingt - "und die Leute schnell ins Laufen" gebracht werden.

Sonja Smalian

IZ-Umfrage zum Arbeitsmarkt beginnt

Karriere 27.02.2014
Wie hoch sind die Einstiegsgehälter für Absolventen in der Immobilienbranche? Welche Unternehmen zählen zu den Top 15 der interessantesten Arbeitgeber für Immo-Talente? Die IZ-Umfrage sucht ... 

Wie hoch sind die Einstiegsgehälter für Absolventen in der Immobilienbranche? Welche Unternehmen zählen zu den Top 15 der interessantesten Arbeitgeber für Immo-Talente? Die IZ-Umfrage sucht Antworten.

Es gibt nur einen ersten Berufseinstieg im Leben - und das macht die Sache so schwierig. Denn viele Studenten wissen nicht, welche Gehaltsforderungen sie stellen können und welche Qualifikationen die Unternehmen schätzen. Umgekehrt gibt es auch so manche Unsicherheit auf Arbeitgeberseite. Sind die aufgerufenen Einstiegsgehälter konkurrenzfähig? Warum sind bestimmte Unternehmen beliebter als andere, obwohl sich die Geschäftsfelder nur wenig unterscheiden? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die jährliche Gehalts- und Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung. Studenten und Unternehmen können ab sofort teilnehmen.

Gehalts- und Arbeitsmarktstudien bieten einen Orientierungspunkt. Seit 2001 untersucht die Immobilien Zeitung mit ihrer Umfrage innerhalb der Joboffensive den Arbeitsmarkt der Immobilienwirtschaft. Aufgerufen sind beide Akteure - Studenten wie Arbeitgeber - an der Befragung teilzunehmen und so für mehr Transparenz zu sorgen. Die Teilnahme wird belohnt mit Gewinnen im Gesamtwert von 60.000 Euro.

Wer ein immobilienwirtschaftliches Fach studiert und innerhalb der nächsten vier Semester seinen Abschluss macht, kann mitmachen. Die ersten 650 Teilnehmer erhalten den IZ-Karriereführer 2014/15 für die Immobilienwirtschaft mit der vollständigen Auswertung der Umfrage, vielen Arbeitgeberporträts, einer Übersicht über die Weiterbildungs- und Studienangebote sowie einer Fülle von Karrieretipps. Zudem werden unter allen teilnehmenden Studenten 15 Premium- sowie 315 Jahresabonnements der Immobilien Zeitung sowie 25 Eintrittskarten zur Münchner Expo Real 2014 verlost.

Auch die Unternehmen erhalten als Dankeschön für ihre Teilnahme den neuen IZ-Karriereführer 2014/15 für die Immobilienwirtschaft. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, ihr Unternehmen in dem gedruckten Ratgeber und auf der IZ-Karriereseite www.iz-jobs.de online zu präsentieren. Ansprechpartnerin ist Martina Walker (E-Mail: walker@iz.de).

Die Joboffensive wird unterstützt von der Aareal Bank, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Corpus Sireo, DTZ, ECE, Irebs Immobilienakademie, Kaufland, Messe München/Expo Real, mfi management für immobilien, Patrizia Immobilien und RGM. Teilnahmeschluss ist am 17. April 2014. Die Umfrage finden Sie unter www.iz-jobs.de/joboffensive.

Sonja Smalian

Erster FM-Studiengang im Iran

Frau Dr. Mandana Banedj-Schafii (Mitte links) und Prof. Dr. Kunibert
Lennerts (4. von links besuchten mehrfach die Teheraner Universität.

Frau Dr. Mandana Banedj-Schafii (Mitte links) und Prof. Dr. Kunibert Lennerts (4. von links besuchten mehrfach die Teheraner Universität.

Bild: privat

Karriere 27.02.2014
Nach zehn Jahren Vorbereitung beginnt wohl im Herbst 2014 der erste Facility-Management-Studiengang an der Teheraner Universität. Die Initiative dafür ging von Deutschland aus.  ... 

Nach zehn Jahren Vorbereitung beginnt wohl im Herbst 2014 der erste Facility-Management-Studiengang an der Teheraner Universität. Die Initiative dafür ging von Deutschland aus.

Der erste iranische FM-Masterstudiengang wird an der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Universität Teheran gelehrt werden. Vier Semester wird das Vollzeitstudium dauern und nach Hoffnung der Organisatoren im September dieses Jahres starten können. Geplant sind zehn Plätze, die per Zugangstest vergeben werden. Abgefragt werden Kenntnisse in Mathematik, Statistik, Allgemeinwissen und Englisch, doch die Unterrichtssprache wird Persisch sein. Die Bewerber, die durchschnittlich 22 Jahre alt sind, bringen den Abschluss Bachelor of Science aus einem ingenieurwissenschaftlichen Fach mit. Studiengebühren müssen die Studenten, von denen etwa die Hälfte weiblich sind, an der staatlichen Hochschule nicht bezahlen. Auf dem Lehrplan stehen u.a. Kurse wie Machbarkeitsstudien, Energieeffizienz, Projektplanung und -management, Forschungsmethoden sowie IT fürs FM.

Damit der Studiengang jetzt beginnen kann, war zehn Jahre Aufbauarbeit notwendig. Mandana Banedj-Schafii, die mit neun Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen war, ging nach ihrem Bauingenieursstudium in Stuttgart nach Teheran. Dort arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Building and Housing Research Center mit der Vision im Kopf, ein gesundes Stadtviertel aufzubauen. Stattdessen erhielt sie jedoch die Aufgabe, die erste Abteilung für FM im Iran zu gründen.

Zurück in Deutschland promovierte Banedj-Schafii von 2004 bis 2009 an der Universtität Karlsruhe bei Prof. Dr. Kunibert Lennerts. Währenddessen arbeitete sie auch an der Internationalisierung des so genannten Opik-Projekts (Optimierung und Analyse von Prozessen im Krankenhaus) des Karlsruher Instituts für Technologie mit. Ein Ergebnis dabei war, dass der Aufbau eines FM-Studiengangs im Iran ein wichtiger Weg für die Internationalisierung sei. Dafür erhielt sie die volle Unterstützung ihres Doktorvaters, der sie auch mehrfach in den Iran begleitete. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ein Zusammenschluss der Universität Karlsruhe mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, vereinbarte mit der University of Tehran und der Tehran University of Medical Sciences eine Kooperation. Die Abteilung FM am Institut für Technologie und Management im Baubetrieb am KIT wird beim Aufbau des ersten FM-Masterstudiengangs im Iran Unterstützung leisten (vgl. Artikel "KIT baut ersten FM-Studiengang im Iran auf", IZ 50/09).

Der Deutsche Akademische Austauschdienst gewährte eine dreijährige Anschubfinanzierung. Mehrere Delegationen reisten nach Deutschland und informierten sich zum FM. Summer Schools wurden veranstaltet. Es galt die bürokratischen Hemmnisse in beiden Ländern zu überwinden und Einzelinteressen in einen Mehrwert für alle umzuwandeln. Dass der Studiengang nun kurz vor dem Start steht, bedeutet Banedj-Schafii sehr viel.

Denn 2003 wurde sie, die junge deutsche Absolventin, vom zehnköpfigen Universitätskomitee in Teheran nur belächelt, als sie erklärte, FM in den Iran bringen zu wollen. Inzwischen ist sie Prokuristin bei Wisag Medizintechnischer Service und Mutter von zwei Kindern, die sie bei den Delegationsbesuchen in den Iran begleitet haben. Banedj-Schafii glaubt an das FM-Potenzial in beiden Ländern und hat sich schon eine neue Aufgabe gesucht: Sie arbeitet am Aufbau eines FM-Kompetenzzentrums im Iran, das eine Schnittstelle zwischen Ausbildung, Forschung und Industrie sein soll im Iran, aber auch zum Ausland.

Sonja Smalian

Wüstenrot Immobilien legt weiter zu

Karriere 25.02.2014

So viel verdient ein CRE-Manager

Rund drei Viertel der betrieblichen Immobilienmanager haben im vergangenen Jahr eine höhere Vergütung erhalten. Die Basisgehälter stiegen im Schnitt um 6%.

Rund drei Viertel der betrieblichen Immobilienmanager haben im vergangenen Jahr eine höhere Vergütung erhalten. Die Basisgehälter stiegen im Schnitt um 6%.

Bild: BilderBox.com

Karriere 20.02.2014
Mehr Geld gab es 2013 für Corporate Real Estate Manager (CRE). Drei Viertel erhielten ein höheres Grundgehalt, wie eine Studie von CoreNet Global (CNG) zeigt. Doch wer in Europa ... 

Mehr Geld gab es 2013 für Corporate Real Estate Manager (CRE). Drei Viertel erhielten ein höheres Grundgehalt, wie eine Studie von CoreNet Global (CNG) zeigt. Doch wer in Europa betriebliche Immobilien betreut, verdient weniger als in Nordamerika.

Die Grundgehälter der CRE-Manager, die mehrheitlich in international tätigen Konzernen beschäftigt sind, stiegen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 6%. Auch von höheren Boni und sonstigen Vergünstigungen konnten 45% der Befragungsteilnehmer berichten und jeder dritte erhielt an langfristigen Zielen orientierte Vergünstigungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Vergütungsstudie von CoreNet Global (CNG) und FPL Associates, an der sich 291 Mitglieder aus 244 verschiedenen Unternehmen beteiligten. Insgesamt listet die Studie Gehaltsinformationen zu 19 verschiedenen Positionen auf, vom Head of Corporate Real Estate bis zu Senior-Level Workplace Services (u.a. Arbeitsplatz- und Flächenplanung). Aufgrund einer starken Beteiligung der nordamerikanischen Mitglieder gibt es nicht für jede Position auch Angaben zum europäischen Raum. CNG zählt weltweit mehr als 7.300 Mitglieder, davon ca. 950 in Europa.

Doch die positiven Meldungen stützen sich vor allem auf die qualitativen Aussagen der Befragungsteilnehmer. Die konkreten Zahlen sprechen oft eine andere Sprache. Die mitunter extremen Schwankungen (bis zu 60% Abweichung vom Vorjahreswert) können jedoch dadurch beeinflusst sein, dass die Datenbasis für Europa sehr gering ist und sich die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe jedes Jahr ändert. Die Studienmacher selbst verzichten denn auch auf Jahresvergleiche der konkreten Zahlen.

2013 erhielt ein Head of Corporate Real Estate im Durchschnitt ein Grundgehalt von rund 98.650 Euro. Zusammen mit variablen Vergütungskomponenten addiert sich die Vergütung auf etwa 124.000 Euro. Dabei umfasste die interne Einheit des betrieblichen Immobilienmanagements, für die der Leiter dieser Einheit zuständig ist, im Median 17 Beschäftigte (Durchschnitt: 121) bei einer Unternehmensgröße von 13.000 Beschäftigten im Median (Durchschnitt: ca. 44.000). Ein Regional Head of Corporate Real Estate erhält nach der Studie ein Grundgehalt in Höhe von ca. 104.580 Euro, das mit Boni insgesamt ca. 126.980 Euro erreicht.

Der Vergleich mit Nordamerika zeigt, dass ein europäischer Leiter des betrieblichen Immobilienmanagements im Durchschnitt ein Fünftel (Grundgehalt) bis ein Drittel (Gesamtvergütung) weniger verdient als sein Kollege westlich des Atlantiks. Bei der Position Regional Head of CRE ist die Differenz geringer und beträgt zwischen 10% (Grundgehalt) und 18% (Gesamtvergütung). Die Differenz kommt vor allem durch die variablen Vergütungsanteile zustande.

Doch neben den konkreten Zahlen zu der Vergütung offenbart die Studie auch einen Einblick in das Personalmanagement der CREM-Einheiten. 91% der Befragungsteilnehmer haben theoretisch Anrecht auf einen jährlichen Bonus bei entsprechender Leistung. Dieser so genannte Cash-Bonus ist bei 45% der Teilnehmer im vergangenen Jahr gestiegen, im Schnitt um 22%. Die Höhe des Cash-Bonus hängt bei jedem Zweiten von der Unternehmensgesamtperformance ab. Thomas Glatte, Präsident für Zentraleurope bei CNG, erwartet, dass künftig die internen CREM-Ziele stärker bei der individuellen Vergütung berücksichtigt werden, auch wenn die Unternehmensgesamtperformance den Rahmen vorgeben werde. Gerade in Deutschland seien die CREM-Einheiten noch sehr stark beratend und weniger selbst operativ tätig.

Mit Erschrecken sieht er jedoch das Umfrageergebnis, dass nur 36% der Befragten angeben, dass ihre CREM-Einheit über ein langfristiges Anreizsystem verfügt. In der aktuellen Diskussion spreche sich die Wirtschaftspresse eher gegen Programme aus, die kurzfristige Erfolge pushen und belohnen. Nichtsdestotrotz sind 88% der Befragten in Boni-Programme eingebunden, die sich an langfristigen Zielen orientieren.

Darüber hinaus gibt es noch eine Liste von zusätzlichen Nebenleistungen des Arbeitgebers: Weltweit dominieren Handys und mobile Geräte vor Parkplätzen. In Deutschland sei nach wie vor der Dienstwagen ein wichtiges Statussymbol, so Glatte. Hierarchieebenen würden gerade in der Industrie auch über Arbeitsplatzmaße ausgedrückt. Darüber hinaus seien Kantinenzuschüsse ein weit verbreiteter Klassiker. Die Entwicklung der Vergütung für CRE-Manager sieht Glatte positiv und auch die Befragungsteilnehmer blicken voller Zuversicht in die Zukunft: 79% rechnen mit weiter steigenden Grundgehältern.

Der Immobilienberufsverband CoreNet Global bietet eine Qualifizierung für CRE-Manager an, die mit dem Weiterbildungszertifikat Master of Corporate Real Estate abschließt. Kooperationspartner für die Fortbildung in Deutschland ist die Irebs Immobilienakademie (www.irebsimmobilienakademie.de) an der Universität Regensburg. Absolventen der Irebs-Weiterbildung Corporate Real Estate Manager qualifizieren sich mit ihrem Abschluss für die Endphase der CNG-Weiterbildung, die dreitägigen Capstone-Seminare.

Sonja Smalian

Arbeitsmarkt Immobilienwirtschaft unter der Lupe

Die IZ-Arbeitsmarktanalyse verschafft dem Nachwuchs den Durchblick.

Die IZ-Arbeitsmarktanalyse verschafft dem Nachwuchs den Durchblick.

Bild: Fotolia.de/Laurent Hamels

Karriere 19.02.2014
Einmal jährlich analysiert die Immobilien Zeitung den Arbeitsmarkt in der Immobilienwirtschaft. Im Rahmen der Joboffensive für die Immobilienwirtschaft werden der Personalbedarf der ... 

Einmal jährlich analysiert die Immobilien Zeitung den Arbeitsmarkt in der Immobilienwirtschaft. Im Rahmen der Joboffensive für die Immobilienwirtschaft werden der Personalbedarf der Branche, Einstiegsgehälter und Qualifikationsanforderungen ermittelt. Personalverantwortliche und Studierende sind zur Teilnahme an der aktuellen Befragung aufgerufen.

Welche Anforderungen haben Unternehmen an Young Professionals? Wieviel Personal wird derzeit gesucht und in welchen Bereichen? Wie rekrutiert die Immobilienbranche Nachwuchskräfte und mit welchen Angeboten hält sie ihre Mitarbeiter im Unternehmen? Was verdient man als Berufseinsteiger? Durch ihre Teilnahme an der IZ-Umfrage beantworten Personalleiter, Geschäftsführer und Recruiting-Beauftragte drängende Fragen künftiger Bewerber.

Sind Sie in Ihrem Unternehmen personalverantwortlich tätig? Dann beantworten Sie die kurze Umfrage unter: http://www.iz-jobs.de/karriere/joboffensive/umfrage/unternehmen.php

Die Auswertung der Umfragedaten erfolgt anonymisiert. Als Dankeschön erhalten die Teilnehmer den "IZ-Karriereführer 2014/15 für die Immobilienwirtschaft" gratis, der im August erscheint und sämtliche Analyseergebnisse beinhaltet.

Umfrage und Verlosung für Studenten

Auch Studierende der letzten vier Semester aus den Fachgebieten Immobilienwirtschaft, Facility-Management, Baumanagement oder verwandten Studiengänge werden von der Immobilien Zeitung befragt: In welchen Tätigkeitsfeldern möchten sie künftig arbeiten? Wer ist ihr Wunscharbeitgeber? Welche Qualifikationen bringen sie mit für den Jobeinstieg?

Unter den teilnehmenden Studenten werden 315 Jahresabonnements der Immobilien Zeitung, 15 IZ-Premium-Abos und 25 Eintrittskarten zur diesjährigen Expo Real verlost. Die ersten 650 Teilnehmer erhalten den IZ-Karriereführer 2014/15 kostenlos.

Sind Sie Student oder Studentin? Dann machen Sie mit unter: http://www.iz-jobs.de/karriere/joboffensive/umfrage/studenten.php

Die Joboffensive 2014 wird von der Aareal Bank, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Corpus Sireo, DTZ, ECE, Irebs Immobilienakademie, Kaufland, Messe München/Expo Real, mfi management für immobilien, Patrizia Immobilien und RGM unterstützt. Partner bei der Durchführung der Umfrage ist Immo Media Consult. Teilnahmeschluss für beide Umfragen ist der 17. April 2014.

Britta Kriechel