Karriere-News

Urlaubsgeld gesunken

Karriere 30.05.2013
Fast jeder zweite Beschäftigte (47%) erhält Urlaubsgeld. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut in der Hans-Böckler-Stiftung nach einer Online-Umfrage ... 

Fast jeder zweite Beschäftigte (47%) erhält Urlaubsgeld. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut in der Hans-Böckler-Stiftung nach einer Online-Umfrage unter www.lohnspiegel.de mit rund 20.300 Teilnehmern. Während 59% der Beschäftigten mit Tarifbindung Urlaubsgeld erhalten, sind es bei den Beschäftigten ohne Tarifbindung nur 35%. Im Zehnjahresvergleich von 2003 bis 2013 entwickelten sich die Urlaubsgelder in der mittleren Vergütungsgruppe im Bauhauptgewerbe unterschiedlich: Arbeiter im Westen erhielten 2013 im Schnitt 1.095,50 Euro und damit 2,3% weniger. Für Angestellte in West- und Ostdeutschland gab es herbe Einbußen von 17,7% auf 720 Euro. Einzig bei den Arbeitern im Osten blieb das Urlaubsgeld fast unverändert (999,77 Euro; 0,1%).

IZ

Personaler sollten von Vertrieblern lernen

Die gezielte Suche und auch Ansprache von interessanten Kandidaten werden die Personaler künftig auch in die eigenen Hände nehmen müssen, um Mitarbeiter rekrutieren zu können. Das erfordert Personaler mit Vertriebsstärke.

Die gezielte Suche und auch Ansprache von interessanten Kandidaten werden die Personaler künftig auch in die eigenen Hände nehmen müssen, um Mitarbeiter rekrutieren zu können. Das erfordert Personaler mit Vertriebsstärke.

Bild: Minerva Studio/Fotolia.com

Karriere 23.05.2013
Der demografische Wandel ereilt die Personalverantwortlichen rasenden Schrittes. Eine ihrer dringlichsten Aufgaben dürfte künftig die Rekrutierung neuer Mitarbeiter sein. Dafür wird ein ... 

Der demografische Wandel ereilt die Personalverantwortlichen rasenden Schrittes. Eine ihrer dringlichsten Aufgaben dürfte künftig die Rekrutierung neuer Mitarbeiter sein. Dafür wird ein anderer Typ Personaler gebraucht, nämlich einer mit Vertriebsstärke.

Die Suche nach neuen Mitarbeitern wird auch für Personalverantwortliche in der Immobilienwirtschaft nicht einfacher. Die Hälfte der Unternehmen erhält zu wenig Initiativbewerbungen sowie Rückmeldungen auf ausgeschriebene Stellen, das hat die Umfrage zur IZ-Joboffensive im vergangenen Jahr gezeigt. Auch mit der Qualität der eingehenden Unterlagen sind 39% der Befragten unzufrieden.

Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren noch verschärfen - nicht zuletzt durch den demografischen Wandel. Allein bei der LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz werden 75 von 300 Mitarbeitern bis zum Jahr 2019 altersbedingt ausscheiden, sagte Vorstandsvorsitzender Max Aigner auf dem Mittelstandstag Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. Das Unternehmen versucht, durch möglichst flexible Arbeitszeitmodelle die Ausfallzeiten z.B. durch Pflege und Schwangerschaft so gering wie möglich zu halten und Mitarbeiter zu binden. Denn das Unternehmen weiß, dass es den altersbedingten Mitarbeiterschwund durch Rekrutierung wahrscheinlich nicht wird ersetzen können.

"Der Personaler braucht eine Erweiterung seines Werkzeugkastens", sagt Peter Scherf, Inhaber der Personalberatung Euroworks. In zweitägigen Seminaren bringt er Personalern bei, wie sie u.a. in Sozialen Medien und Stellenbörsen interessante Bewerber identifizieren und direkt ansprechen, um sie auf Vakanzen im eigenen Unternehmen hinzuweisen. Wie vorab die Qualifikation eines Bewerbers geprüft werden kann, gehört ebenfalls dazu. Das Telefonieren wird im Seminar trainiert. Danach kann sich eine weitere Betreuung, z.B. in Form eines Mentorings, anschließen. Zudem ist ein einjähriger Zertifikatslehrgang im Aufbau.

Künftig werden im Recruiting ähnliche Menschen arbeiten wie im Vertrieb. Der verlasse sich auch nicht allein auf Marketingaktivitäten, um Ergebnisse zu erzielen. Eigene funktionsorientierte Einheiten innerhalb des Unternehmens - bei Mittelständlern können das auch genossenschaftlich organisierte Teams sein - werden künftig aktiv Kandidaten ansprechen, prognostiziert Scherf. Dennoch gebe es immer besondere Rekrutierungssituationen, in denen Unternehmen auf einen Personalberater zurückgreifen müssten, sagt Scherf, selbst Personalberater. "Die Branche der Personalberater wird nicht abgeschafft."

TIPP

Peter Scherf bietet Weiterbildungen für Personaler in der aktiven Suche u.a. an der Frankfurt School of Finance (27./28. August 2013), bei WBS Training (13./14. Juni 2013) und in seinem eigenen Unternehmen Euroworks in Bad Ems (5./6. September 2013) an. Nächster Termin ist bei der Haufe Akademie (3./4. Juni 2013) in Köln: Headhunting-Techniken für Personaler.

Sonja Smalian

Versorgungswerk gegründet

Karriere 23.05.2013
Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter und die HanseMerkur Versicherungsgruppe haben das Versorgungswerk Deutscher Immobilienverbände (VWDI) gegründet. Das VDWI soll beim Kampf um ... 

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter und die HanseMerkur Versicherungsgruppe haben das Versorgungswerk Deutscher Immobilienverbände (VWDI) gegründet. Das VDWI soll beim Kampf um Talente helfen.

Alle Mitgliedsunternehmen immobilienwirtschaftlicher Verbände in Deutschland und deren Angestellte können mit ihrem Eintritt in das Versorgungswerk eine zusätzliche Gesundheitsversorgung aufbauen. Dazu zählen je nach Leistungspaket u.a. ambulante Vorsorgeleistungen sowie Angebote aus dem Bereich Naturheilkunde und Sehhilfen. Die Arbeitnehmer können auch ihre Lebenspartner und Kinder mitversichern.

Versicherungsleistungen auch für Familienangehörige

Geführt wird das VWDI von den beiden Vorständen Dr. Klaus Nahlenz, BVI-Vorstandsmitglied, und Alexander Zeihe, Verbandsbevollmächtigter der HanseMerkur Versicherungsgruppe. Nahlenz erklärt die Gründung des VWDI u.a. mit dem demografischen Wandel und den daraus resultierenden Aufgaben für Personalverantwortliche: "Dem BVI ist es wichtig, dass seine Mitglieder bei immer stärkerem Wettbewerbsdruck auf dem Arbeitsmarkt auch in Zukunft gute Mitarbeiter gewinnen, binden, motivieren und gesund erhalten können." Und HanseMerkur-Vorstand Andreas Gent ergänzt: "Gesunde Mitarbeiter sind die Voraussetzung für ein gesundes Unternehmen. Um qualifiziertes Personal anzuwerben und zu halten, ist ein effektives Gesundheitsmanagement ein Wettbewerbsfaktor der Zukunft."

Sonja Smalian

Versorgungswerk Deutscher Immobilienverbände gegründet

Karriere 16.05.2013

Vier FM-Studiengänge im CHE-Check

Wer sich für ein FM-Studium interessiert, sollte nicht nur Tabellen und Broschüren konsultieren. Viel wichtiger ist es, mit den Ausbildern und Studenten zu sprechen. Hochschulinformationstage, Fachschaften und Studentenvereine helfen bei der Auswahl.

Wer sich für ein FM-Studium interessiert, sollte nicht nur Tabellen und Broschüren konsultieren. Viel wichtiger ist es, mit den Ausbildern und Studenten zu sprechen. Hochschulinformationstage, Fachschaften und Studentenvereine helfen bei der Auswahl.

Bild: Bilderbox.com

Karriere 16.05.2013
Vier Facility-Management-Studiengänge werden im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bewertet. Viele Kategorien fehlen, doch es gibt interessante Informationen zu ... 

Vier Facility-Management-Studiengänge werden im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bewertet. Viele Kategorien fehlen, doch es gibt interessante Informationen zu Regelstudienzeiten und dem Geschlechterverhältnis.

Welche Hochschule genießt die höchste Reputation in Studium und Lehre? Die FH Aachen schneidet in dieser Rubrik am besten ab. Sie gehört zur Spitzengruppe, d.h. sie ist von mehr als 25% aller Professoren an Universitäten bzw. 15% der Professoren an Fachhochschulen empfohlen worden. Ihre eigenen Einrichtungen durften die Hochschullehrer nicht nennen. In die Mittelgruppe reihen sich die Jade Hochschule Oldenburg, die FH Mainz und die Hochschule Wismar ein.

Die Ermittlung von Gruppen ist ein wichtiges Kennzeichen des CHE-Rankings: Es bildet Cluster anstelle einer Rangliste von 1 bis 100. Die Daten wurden durch Befragung von Hochschullehrern, Studenten und verschiedenen Angaben, die z.T. aus öffentlich zugänglichen Quellen oder von den Hochschulen selbst stammen, erhoben.

Die vier FM-Studiengänge sind untersucht worden, weil sie an ihren Hochschulen in dem Fachbereich Bauingenieurwesen angegliedert sind und diese Fachbereiche vom CHE berücksichtigt wurden. Die Auswahl ist somit recht zufällig und spiegelt nicht die Vielzahl der Studienangebote wider (siehe Tippkasten auf dieser Seite), liefert aber manch interessante Information.

In der Kategorie Forschungsgelder je Professor schafften es immerhin drei in die Mittelgruppe: Die Hochschule Wismar führt mit rund 30.000 Euro, gefolgt von der FH Mainz mit etwa 22.000 Euro und der FH Aachen mit ca. 9.000 Euro. In der Schlussgruppe findet sich die Jade Hochschule mit rund 3.000 Euro. Ermittelt wurde dieser Wert über die jährlich durchschnittlich verausgabten Drittmittel, dazu zählen u.a. Mittel von Stiftungen und dem Bund, Forschungsaufträge der Privatwirtschaft etc. Die Höhe der Drittmittel wurde über einen Zeitraum von drei Jahren erhoben und dann ins Verhältnis zur durchschnittlichen Zahl der Professoren in diesem Zeitraum gesetzt, und zwar am Fachbereich, nicht im einzelnen Fach.

Viele Studieninteressierte fragen sich sicherlich angesichts der immer wieder aufkeimenden Diskussion um zu volle Lehrpläne, wie viele Studenten an einer Hochschule innerhalb der Regelstudienzeit plus ein Semester ihr Studium abschließen: An der HS Wismar und der Jade Hochschule schaffen das jeweils 64% der Masterstudenten, an der FH Mainz 57%. Für die anderen beiden Hochschulen fehlen die Werte.

Nicht ganz unwichtig für die richtige Atmosphäre im Studium ist neben der Mietsituation (Spitzengruppe: HS Wismar) auch das Geschlechterverhältnis im Studienfach: Während es an der FH Aachen im Masterstudiengang fast ausgeglichen ist (45% Studentinnen), beträgt der Frauenanteil an der HS Wismar nur 23% und im Bachelorstudiengang Technisches Gebäudemanagement an der FH Mainz ebenfalls nur 25%.

Info: http://ranking.zeit.de/che2013/de/

TIPP

Eine Übersicht über die verschiedenen Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland im Bereich Facility-Management finden Sie unter www.iz-jobs.de (Menü: Karriere - Studiengänge). Dort können Sie nach verschiedenen Kriterien suchen, u.a. Abschlussart, Hochschultyp und Bundesland. 16 Angebote sind dort aufgelistet. Eine Übersicht über Studienangebote in Europa bietet der "European Facility Management Guide 2009" von EuroFM. Ihn gibt es kostenlos zum Herunterladen unter www.eurofm.org/library/educationguide-2009. Auch die Gefma German Facility Management Association informiert auf ihrer Internetseite über Bildungsangebote im Facility-Management www.gefma.de/bildung.html. Der Verein hat Richtlinien erstellt, nach denen er Bildungsangebote akkreditiert. Insgesamt 13 Studiengänge tragen das Gefma-Siegel.

Sonja Smalian