Karriere-News

Azubivergütungen gestiegen

Karriere 16.01.2014
Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2013 in Deutschland um durchschnittlich 4,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ordentlich geklingelt hat es auch in den Geldbeuteln der Auszubildenden ... 

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2013 in Deutschland um durchschnittlich 4,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ordentlich geklingelt hat es auch in den Geldbeuteln der Auszubildenden in immobilienwirtschaftsnahen Berufen. Sie erhielten bis zu 10% mehr.

Durchschnittlich 761 Euro betrug das Bruttomonatsgehalt von Auszubildenden im vergangenen Jahr. Das waren 31 Euro mehr als noch 2012 - ein Plus von 4,2%. In Westdeutschland erhielten die angehenden Nachwuchskräfte mit 767 Euro (4,1%) etwas mehr als diejenigen im Osten mit 708 Euro (5%). Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland, in denen 88% aller Azubis ausgebildet werden.

Schon im Vorjahr waren die Ausbildungsvergütungen durchschnittlich um 4,3% gestiegen. Für das abermalige Plus machen die Forscher des BIBB u.a. die vergleichsweise gute Wirtschaftslage verantwortlich. Ein weiterer Grund dürften Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung sein, auf die mit einer Erhöhung der Vergütung reagiert werde.

Dennoch gibt es weiterhin große Unterschiede in der Vergütungshöhe zwischen den verschiedenen Ausbildungsberufen und zwischen Ost- und Westdeutschland. So gehören Maurer in Westdeutschland mit einer durchschnittlichen Monatsvergütung von 999 Euro zu den am höchsten dotierten Azubis (Ostdeutschland: 803 Euro). Sie erhielten im vergangenen Jahr ebenfalls ein Plus von 3,2% (West) bzw. 4,0% (Ost).

Ein Plus von 10% gab es für die Gebäudereiniger in Ostdeutschland, während sich ihre Kollegen in den westlichen Bundesländern mit 3,6% begnügen mussten, einem leicht unterdurchschnittlichen Wert. Trotz dieses Anstiegs erreicht die Bruttomonatsvergütung der Azubis im Osten mit einer Höhe von durchschnittlich 607 Euro nur 84% der in den westlichen Bundesländern gezahlten Vergütung. Damit bleiben die Gebäudereiniger klar hinter dem branchenübergreifenden Tarifabstand von 8% zwischen Ost- und Westdeutschland zurück. Dieser hatte sich 2013 um einen Prozentpunkt auf 92% verringert.

Noch höher ist der Tarifabstand zwischen Ost und West bei den Fachkräften für Schutz und Sicherheit: Die Auszubildenden im Osten erhalten mit 495 Euro nur 75% der Vergütung der West-Azubis (660 Euro). Der Abstand wurde 2013 zudem noch vergrößert. Während die West-Azubis 7,1% mehr im Portemonnaie hatten, gab es für die Ost-Azubis nur ein Plus von 1,9%.

Zu den besser verdienenden Auszubildenden zählen auch die Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme. Lehrlinge in diesem Bereich haben im Schnitt 910 Euro (West) bzw. 873 Euro (Ost) im Geldbeutel. Offenbar wird auch in diesem Beruf von den Tarifparteien versucht, die Differenz zwischen den Ost- und Westtarifen, die derzeit noch bei 4% liegt, zu schließen. Denn während die Vergütung im Westen um 3,8% stieg, gab es für die Auszubildenden in den ostdeutschen Bundesländern mit 4,5% etwas mehr. Auch bei den Mechatronikern für Kältetechnik ist die Aufholjagd angesagt: 9,7% mehr im Osten (564 Euro) und 5,7% im Westen (594 (Euro). Bundeseinheitlich ist hingegen die Vergütung der angehenden Immobilienkaufleute: Sie erhielten 2013 ein Plus von 3,6% und können sich über durchschnittlich 870 Euro pro Monat freuen.

Sonja Smalian

Der Arbeitsmarkt für Ingenieure ist stabil

Zwei offene Stellen kommen auf jeden Arbeitslosen in den baunahen
Ingenieurberufen im November 2013, fast genauso wie im Vergleichsmonat
2012.

Zwei offene Stellen kommen auf jeden Arbeitslosen in den baunahen Ingenieurberufen im November 2013, fast genauso wie im Vergleichsmonat 2012.

Bild: BilderBox.com

Karriere 09.01.2014
Die Nachfrage nach Arbeitskräften aus den Ingenieurberufen liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders die Ingenieure in baunahen Bereichen können sich freuen. Die Arbeitslosigkeit in ... 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften aus den Ingenieurberufen liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders die Ingenieure in baunahen Bereichen können sich freuen. Die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich ist zum Jahresende gesunken.

Rund 57.600 zu besetzende Stellen und 26.791 arbeitslose Ingenieure zählte im November 2013 der Ingenieurmonitor , den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln herausgibt. In den Ingenieurberufen kamen im Schnitt 2,1 offene Stellen auf einen arbeitslosen Ingenieur. Nicht zuletzt die positive Entwicklung der Absolventenzahlen in den ingenieurwissenschaftlichen Berufen sei eine Ursache für diese Entspannung, heißt es beim VDI.

Besonders hoch war die Arbeitskräftenachfrage in den Ingenieurberufen Bau, Vermessung und Gebäudetechnik und Architekten. Auf diese Gruppe entfielen 15.400 der zu besetzenden Stellen. Mehr Nachfrage gab es nur noch im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit etwa 16.000 Vakanzen.

In den baunahen Ingenieurberufen ist damit die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9% gesunken. Damals hatte sie ein neues Hoch erreicht: Von November 2011 bis 2012 waren die Vakanzen für Ingenieure im Bereich Bau um knapp 13% gestiegen. Die Nachfrage hat sich also auf einem recht hohen Niveau gehalten.

Der hohen Zahl an offenen Stellen steht jedoch auch eine hohe Zahl an arbeitslosen Ingenieuren gegenüber. In diese Berechnung werden Stellenwechsler nicht aufgenommen. Basis ist die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldeten Personen. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Ingenieuren stellen die baunahen Ingenieurberufe mit 7.794 Arbeitslosen. Erfreulich ist, dass ihre Zahl sich gegenüber dem Vormonat um 0,6% verringert hat. Das war nicht in allen Ingenieurberufskategorien so: In vier der acht Kategorien sind die Arbeitslosenzahlen gestiegen, teilweise um bis zu 2,8% wie in der Energie- und Elektrotechnik.

„"Trotz des saisonal bedingten Rückgangs der offenen Stellen in den baunahen Ingenieurberufen ist deren Arbeitslosigkeit weiter gesunken. Dies spricht für einen sehr robusten Arbeitsmarkt in diesem Segment”", lautet denn auch die Einschätzung von IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat zeigen die Daten jedoch einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den baunahen Ingenieurberufen um 2,5%. Ein langfristiger Trend einer abnehmenden Arbeitslosigkeit ist also noch nicht in Sicht.

In den meisten Ingenieurberufskategorien gibt es weiterhin Fachkräfteengpässe. Mit einem Verhältnis von 3,8 bzw. 3,3 offenen Stellen je Arbeitslosen zeigte sich die Situation in den Kategorien Maschinen- und Fahrzeugtechnik bzw. Energie- und Elektrotechnik unverändert angespannt. Auf diese beiden Kategorien entfielen etwa 50% aller offenen Stellen in Ingenieurberufen, jedoch nur rund 30% aller Arbeitslosen.

Auch die baunahen Berufe sind von den Engpässen betroffen, wenngleich auch leicht unterdurchschnittlich (2,0 zu 1). Auffällig ist jedoch, wie stabil sich dieser Engpass hält. In den knapp anderthalb Jahren seit August 2012 hat er sich kaum verändert. Hingegen liegen die allgemeinen Durchschnittswerte für die Ingenieurberufe mit 2,1 zu 1 im November deutlich niedriger als noch im August 2012 (3,6 zu 1). "“Die stabile Lage am Ingenieurarbeitsmarkt zeigt, dass der Ingenieurberuf eine gute Wahl ist"”, sagt VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Es gibt sogar zwei Ingenieurberufskategorien, in denen es rechnerisch keine Engpässe gibt. In der Rohstofferzeugung und -gewinnung sowie in den sonstigen Ingenieurberufen könnten theoretisch alle Vakanzen besetzt werden.

Lust auf den Einstieg in einen Bauberuf? Der Verein Deutscher Ingenieure gibt seit 25 Jahren einen Karriereratgeber heraus. Das rund 280 Seiten starke Buch mit dem Titel “"Die Welt steht Ihnen offen. Chancen im Ingenieurberuf. Das VDI-Bewerbungshandbuch"” kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.vdi.de (Menü: Karriere). Für seine Karriereberatung bekam der VDI in der jüngsten Mitgliederbefragung die Schulnote gut. Auch der Verband Die Deutsche Bauindustrie informiert in seinem aktuellen Karriereführer Bauingenieure 2013/14 über die verschiedenen Berufswege. Der Download ist gratis (www.bauindustrie.de).

Sonja Smalian

Kompaktkurs Urban Psychology beginnt

Karriere 09.01.2014
Am Center for Urban & Real Estate Management (Curem) am Institut für Banking und Finance der Universität Zürich findet im Februar und März 2014 der berufsbegleitende Lehrgang Urban ... 

Am Center for Urban & Real Estate Management (Curem) am Institut für Banking und Finance der Universität Zürich findet im Februar und März 2014 der berufsbegleitende Lehrgang Urban Psychology statt. In dem viertägigen Kurs (Kurstage Freitag und Samstag) lernen die Teilnehmer die psychologischen Verhaltensmuster kennen, die beim Erleben und Verhalten in der gebauten Umwelt eine Rolle spielen, um diese bei künftigen Entscheidungen berücksichtigen zu können. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie Ortsidentität und -bindung, Erholungsräume, Orientierung und Wegfindung, Dichte und Privatheit und empirische Ästhetikforschung. Dabei werden u.a. Fragen beantwortet, wie sich Ströme von Passanten lenken lassen, warum sich Menschen in bestimmten Gebäuden verlaufen, wie ein gutes nachbarschaftliches Klima gefördert werden kann und welchen Betrag die Gestaltung für sichere städtische Räume erbringen kann. Der vierte Unterrichtstag ist den Widerständen gegen neue Bauprojekte gewidmet. Dabei geht es um partizipative Formen der Projektentwicklung, eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Experten und Laien, dem Wertewandel und Vorbeugemaßnahmen gegenüber Widerständen. Entwickelt wurde der Kurs für Beschäftigte u.a. in den Bereichen Architektur, Raumplanung, Stadtentwicklung sowie Immobilienprojektentwicklung. Die Kursgebühren betragen 2.900 CHF (ca. 2.372 Euro). Anmeldeschluss ist am 28. Januar 2014. Der Lehrgang beginnt am 28. Februar 2014.

Sonja Smalian

Auffrischungskurse für Experten zur Energieeffizienz

Karriere 09.01.2014
Die Ina Planungsgesellschaft hat gemeinsam mit der TU Darmstadt die neue Fortbildung Auffrischung für Energieeffizienz-Experten (www.energieberater-ausbildung.de) entwickelt. Der Lehrgang umfasst ... 

Die Ina Planungsgesellschaft hat gemeinsam mit der TU Darmstadt die neue Fortbildung Auffrischung für Energieeffizienz-Experten (www.energieberater-ausbildung.de) entwickelt. Der Lehrgang umfasst 16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten zu elektrischer Energie und vermittelt die Grundlagen und den aktuellen technischen Stand von Fotovoltaik und Wärmepumpen. Zudem wird auf die Planung und Umsetzung eingegangen. Teilnehmen können Planer, die bei der Deutschen Energie-Agentur dena als Experten für Energieeffizienz geführt werden. Der Kurs entspreche den Ansprüchen der dena an Fortbildungen und berechtige die Absolventen dazu, eine Verlängerung auf der dena-Expertenliste zu beantragen, heißt es in einer Pressemitteilung der beiden Fortbildungsträger. Als Fernlehrgang konzipiert, schließt die Fortbildung mit einer Online-Prüfung ab. Der Kurs kostet 380 Euro zzgl. MwSt. Ähnliche Lehrangebote, z.B. zur Energieeinsparverordnung 2014 oder zu Energieeffizienz im Baudenkmal, sind in Planung.

Sonja Smalian

Die Bauarbeiterstiefel bleiben öfter leer

Die Bauarbeiterstiefel verlieren an Attraktivität: Bis September 2013 wurden 2,4% weniger Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft geschlossen als im Vorjahr.

Die Bauarbeiterstiefel verlieren an Attraktivität: Bis September 2013 wurden 2,4% weniger Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft geschlossen als im Vorjahr.

Bild: BilderBox.com

Karriere 19.12.2013
Nur knapp 9.000 Jugendliche haben bis September dieses Jahres einen Ausbildungsvertrag in der Bauwirtschaft unterschrieben. Das sind 2,4% weniger als im Vorjahr. Branchenübergreifend betrachtet ... 

Nur knapp 9.000 Jugendliche haben bis September dieses Jahres einen Ausbildungsvertrag in der Bauwirtschaft unterschrieben. Das sind 2,4% weniger als im Vorjahr. Branchenübergreifend betrachtet zeigt sich der demografische Wandel in Deutschland sogar noch stärker.

Rund 220 weniger neue Ausbildungsverhältnisse als im Vorjahr sind bis Ende September 2013 in der deutschen Bauwirtschaft geschlossen worden. Obwohl das ein deutlicher Indikator für eine Schieflage ist, steht die Branche mit diesem Minus von rund 2,4% noch verhältnismäßig gut da. Denn branchenübergreifend gibt es 3,7% weniger Neuverträge. Die Bauwirtschaft sei mit “"einem blauen Auge davongekommen"”, sagt Andreas Schmieg, Vizepräsident Sozialpolitik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Und er verbreitete die Hoffnung, dass sich die Ausbildungsstatistik noch verbessern wird. “"Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten noch weitere der 1.300 gemeldeten offenen Ausbildungsstellen in Hoch-, Tief- und Ausbau nachbesetzt werden.”" Begehrt sind bei den Jugendlichen nach wie vor die klassischen Bauberufe wie Maurer, Zimmerer oder Hoch- und Tiefbaufacharbeiter.

Eine Ursache für den Rückgang an neuen Ausbildungsverhältnissen sieht Schmieg im demografischen Wandel. Dass die Baubranche nicht so stark betroffen ist wie andere, führt er auf das hohe Ausbildungsengagement der Bauunternehmen zurück. “"Viele Unternehmer erkennen, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit nur erhalten können, wenn sie qualifizierten Nachwuchs ins Unternehmen holen”", sagte Schmieg. Die Bauwirtschaft sieht sich mit einem großen Umbruch konfrontiert: Rund ein Viertel der gewerblichen Beschäftigten stehe kurz vor Rentenbeginn und jährlich würden etwa 13.000 altersbedingt ausscheiden. Das seien mehr als durch die Auszubildenden ausgeglichen werden könne. 2012 habe das Verhältnis von Auszubildenden und Facharbeitern bei zehn zu 100 gelegen. Das entspreche genau dem kritischen Wert, bei dem der Bedarf an Facharbeitern nicht mehr gedeckt werden kann, heißt es in dem Bericht “"Bauwirtschaft im Zahlenbild"”. Um die Zahl der Auszubildenden zu erhöhen, hat der Verband u.a. das Pilotprojekt “"Berufsstart Bau"” ins Leben gerufen. 29 Ausbildungszentren der Bauwirtschaft nehmen an dem mit 3 Mio. Euro geförderten Projekt teil (siehe “"3 Mio. Euro für die Rekrutierung von Azubis"”, IZ 32/13).

Branchenübergreifend hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland in diesem Jahr den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Bundesweit gab es nur 530.700 Neuverträge (-3,7%). Besonders hoch ist der Rückgang in Ostdeutschland mit 5,9%. Auch das Ausbildungsplatzangebot sank um 3,5% auf rund 564.200 ebenso wie die Zahl der Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren (-2,1%; 614.300).

Doch es gibt nicht nur Tiefstände, sondern auch Höchstwerte zu vermelden: Wie schwierig es ist, die richtigen Auszubildenden zu finden, zeigt die Zahl der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsplätze. Diese stieg auf 33.500 - trauriger Rekord seit 1996. 83.600 junge Menschen suchen noch einen Ausbildungsplatz (+10%), von denen rund 62.500 eine Alternative gefunden haben - etwa 21.000 Jugendliche jedoch noch nicht.

Sonja Smalian

Weiterbildung zum Residential Property Manager beginnt

Karriere 19.12.2013
Die Irebs Immobilienakademie hat erstmals gemeinsam mit dem EBZ Europäischen Bildungszentrum für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eine Fortbildung entwickelt. Der berufsbegleitende ... 

Die Irebs Immobilienakademie hat erstmals gemeinsam mit dem EBZ Europäischen Bildungszentrum für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eine Fortbildung entwickelt. Der berufsbegleitende Lehrgang zum Residential Property Manager soll den Teilnehmern nicht nur Fachkenntnisse in der Wohnungswirtschaft, sondern auch über den Kapitalmarkt vermitteln. In den vier Modulen Transaktionsmanagement, Grundlagen der Immobilienökonomie sowie strategische und operative Wertschöpfungsstrategien werden Themen wie Due Diligence, Instandhaltungs- und Vermietungsmanagement, Projektentwicklung und Finanzierung von Wohnimmobilien sowie Investmentstrategien für Wohnungsunternehmen gelehrt. Auch Bauen im Bestand sowie rechtliche und energetische Grundlagen der Projektentwicklung stehen auf dem Lehrplan. Konzipiert wurde das Programm u.a. für Beschäftigte von Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Banken sowie Fondsgesellschaften. Die Fortbildung umfasst vier Unterrichtsblöcke à vier Tagen (mittwochs bis samstags) verteilt auf einen Zeitraum von vier Monaten sowie einen Prüfungstermin. Unterrichtsbeginn ist am 5. Februar 2014, Prüfungstag am 30. Juni 2014. Der Lehrgang kostet 7.500 Euro zzgl. MwSt. Nachlass gibt es für Absolventen bestimmter Lehrangebote der EBZ Business School bzw. der Irebs Immobilienakademie. Der Unterricht findet in Bochum und Essen statt.

Sonja Smalian

Frankfurter FH-Team will Solar Decathlon 2014 gewinnen

Der Wettbewerbsbeitrag des Teams der FH Frankfurt sieht das Aufsetzen
einer neuen Wohneinheit auf ein bestehendes Gebäude vor. Der so genannte Symbiont deckt seinen eigenen Energieverbrauch durch Sonnenenergie.

Der Wettbewerbsbeitrag des Teams der FH Frankfurt sieht das Aufsetzen einer neuen Wohneinheit auf ein bestehendes Gebäude vor. Der so genannte Symbiont deckt seinen eigenen Energieverbrauch durch Sonnenenergie.

Bild: Animation: Team On Top/FH Frankfurt am Main

Karriere 12.12.2013
Studentische Wettbewerbe gibt es viele. Doch kaum einer erfordert von den teilnehmenden Teams so viel Zeiteinsatz und Engagement wie der Solar Decathlon. Die Studenten müssen nicht nur einen ... 

Studentische Wettbewerbe gibt es viele. Doch kaum einer erfordert von den teilnehmenden Teams so viel Zeiteinsatz und Engagement wie der Solar Decathlon. Die Studenten müssen nicht nur einen architektonischen Entwurf vorlegen, sondern auch einen funktions- und marktfähigen Prototypen bauen. In diesem Jahr will u.a. ein Team der FH Frankfurt am Main den Sieg für Deutschland holen - mit Unterstützung der Immobilienwirtschaft.

Seitdem der Solar Decathlon im Jahr 2002 zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten ausgerichtet wurde, hat er Erfolgsgeschichte geschrieben. Inzwischen findet der Wettbewerb auch in Europa statt. Der Solar Decathlon Europe 2014 wird vom französischen Ministerium für Gleichstellung der Gebiete und des Wohnungswesens, dem französischen Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie sowie dem U.S.-Ministerium für Energie ausgerichtet. Zwanzig internationale studentische Teams dürfen im Sommer nächsten Jahres ihre Wettbewerbsbeiträge zwei Wochen lang im französischen Versailles präsentieren.

Mit dabei sind auch zwei deutsche sowie ein deutsch-amerikanisches Team. Die Aufgabe besteht im Kern darin, ein kleines Wohnhaus zu entwickeln, dass ausschließlich mit Sonnenenergie versorgt wird. Der Wettbewerb ist ein Zehnkampf. Das heißt, es wird nicht nur der architektonische Entwurf und die Konstruktion bewertet. Auch in den Bereichen Ernergieeffizienz, elektrische Energiebilanz, Komfort, Funktionalität, Innovation, Nachhaltigkeit, Marktfähigkeit sowie Kommunikation und gesellschaftliche Wahrnehmung müssen sich die Teilnehmer bewähren. Für diesen solaren Zehnkampf braucht es eine fächerübergreifende Zusammenarbeit. Eine Disziplin alleine kann die Aufgabe nicht stemmen. Und so sind an der Fachhochschule Frankfurt am Main denn auch Studenten und Professoren aus allen vier Großfachbereichen - Architektur/Bauingenieurwesen/Informatik, Informatik & Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft & Recht, Soziale Arbeit & Gesundheit - an dem Projekt beteiligt.

Das Frankfurter Team "On Top" hat einen so genannten Symbionten entwickelt, mit dem auch dem Siedlungsdruck in einem Ballungsraum wie dem Rhein-Main-Gebiet Rechnung getragen wird. Auf ein bestehendes Gebäude wird ein Plusenergiegebäude aufgesetzt. Der Neubau versorgt sich selbst sowie den Altbau mit Energie. Neben der energetischen steht auch eine altersgerechte Sanierung auf der Agenda der Studenten. Die vorhandene Infrastruktur, u.a. die Energienetze, soll aus- und umgebaut werden. Für ihre Entwicklung bekommen die Studenten nicht nur Unterstützung von der Stadt Frankfurt und dem Energieversorger Mainova, sondern auch aus der Immobilienwirtschaft. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt hat eines ihrer Bestandsgebäude aus den Fünfziger Jahren in Frankfurt zur Verfügung gestellt. Bei der Konstruktion der 100 m2 großen Wohneinheit werden sie vom Fertighausanbieter Bien Zenker gefördert. Insgesamt werden sich die Projektkosten auf etwa 1 Mio. Euro belaufen, die etwa zur Hälfte durch die öffentliche Hand und zur anderen Hälfte aus Sach- und Geldspenden sowie Sponsoring finanziert werden müssen. Um auf ihr Projekt während der rund zweijährigen Laufzeit aufmerksam zu machen, suchen die Studenten damit aktiv die Öffentlichkeit und präsentieren es fortlaufend, so auch auf der Expo Real in diesem Jahr.

"Das ist ein ganz tolles Projekt, auch für die Lehre", sagt Sebastian Fiedler, Professor an der FH Frankfurt am Main für energieeffizientes Bauen. Mit dem Projekt seien sie ganz nah an der Forschung dran. Die Aufgabe erfordert jedoch auch viel interdisziplinäre Teamarbeit und ein hohes Engagement, was sich nicht in ECTS-Punkten wiederspiegeln kann, aber vielleicht den Weg in den Beruf erleichtern wird. Thomas Wach, der Architektur an der TU Darmstadt studiert hatte, war beim Solar Decathlon-Wettbewerb 2007 in den Vereinigten Staaten mit dabei. Damals konnte das deutsche Team mit seinem Wettbewerbsbeitrag den Sieg davontragen - und Wach hatte wie einige seiner Kollegen einen neuen Job: "Wir sind alle aus der Uni rausgekauft worden, teilweise auch von den Sponsoren", sagt Wach. Er tourte u.a. mit dem Haus durch Deutschland und stellte es der Öffentlichkeit vor. Die Frankfurter verfolgen derweil zunächst ein ganz anderes Etappenziel: Versailles 2014.

Sonja Smalian

"Gewöhnen Sie sich sportlichen Ehrgeiz an"

Die Regeln und Gepflogenheiten der Kommunikation sind keineswegs geschlechtsneutral. Wenn Frauen in männerdominierten Umfeldern vorne mitspielen möchten, sollten sie die Unterschiede kennen und mit ihnen "sportlich" umgehen lernen.

Die Regeln und Gepflogenheiten der Kommunikation sind keineswegs geschlechtsneutral. Wenn Frauen in männerdominierten Umfeldern vorne mitspielen möchten, sollten sie die Unterschiede kennen und mit ihnen "sportlich" umgehen lernen.

Bild: pressmaster/Fotolia.com

Karriere 05.12.2013
Wer im Beruf aufsteigen will, der muss so sprechen, dass er verstanden wird. Das kann für Frauen in vornehmlich männlich geprägten Berufen oft eine Stolperfalle sein. Denn was ... 

Wer im Beruf aufsteigen will, der muss so sprechen, dass er verstanden wird. Das kann für Frauen in vornehmlich männlich geprägten Berufen oft eine Stolperfalle sein. Denn was Zuhörerinnen als "kooperativen Stil" bezeichnen würden, kommt bei Männern nicht selten als unentschlossenes Gerede an. Beim Women in Red - Ladies' Lunch von Norton Rose Fulbright lernten die Teilnehmerinnen die gröbsten Fehler zu vermeiden.

Wer die Chefposition einnehmen möchte, der sollte auch so sprechen: Hochrangkommunikation nennt sich dieser Sprechmodus, der keineswegs geschlechtsneutral ist. Männliche Hochrangkommunikation umfasst beispielsweise verbale Angriffe, Eigenlob, Behauptungen und Sprechen in der Ich-Form - und weckt damit beim männlichen Zuhörer den Ehrgeiz und fordert ihn zum Wettstreit auf. Auf Frauen wirkt dieser Sprachmodus häufig anders. Sie fühlen sich eher angegriffen und ausgeschlossen, auch wenn das vom Sprecher gar nicht so gewollt sein mag.

Doch Frauen, die um diese Muster wissen, könnten damit umgehen lernen, lautet das Credo der Referentin Kornelia Straub-Kuri, geschäftsführende Gesellschafterin von HMP Executive Search. "Gewöhnen Sie sich sportlichen Ehrgeiz an", forderte sie die Teilnehmerinnen des Women in Red - Ladies' Lunch auf.

Interne Förderung und Vernetzung nach außen

Das Konzept für den Ladies' Lunch ist vor etwa zwei, drei Jahren in der Pariser Niederlassung von Norton Rose Fulbright entstanden. Neben internen Veranstaltungen für die weiblichen Angestellten gebe es auch branchenübergreifende Netzwerktreffen. Das interne Netzwerk soll Rechtsanwältinnen unterstützen, die sich die Laufbahn zum Partner vorstellen können, sagt Caroline Herkströter, Partner bei Norton Rose Fulbright. Das Netzwerk soll aber genauso eine Stütze sein für diejenigen, für die es nicht erklärtes berufliches Ziel sei, Partner zu werden. Auch diese Frauen müssten gehalten werden.

Norton Rose Fulbright zählt rund 145 Rechtsanwälte in Deutschland, davon sind 37% Frauen. Auf der Partnerebene beträgt der Frauenanteil 23%. Auf den Ebenen Senior Associates bzw. Off Counsel liegt er bei 43% bzw. 29%. Drei der fünf in diesem Jahr ernannten Partner waren weiblich.

Neben den internen Veranstaltungen gibt es auch öffentliche Treffen wie den Ladies' Lunch in Frankfurt am Main, zu dem sich neben zehn Kanzlei-Mitarbeiterinnen auch rund 45 Externe angemeldet hatten. Die Treffen finden in der Mittagszeit statt, damit auch Frauen in Teilzeit oder Mütter ohne Betreuungsmöglichkeit am Abend daran teilnehmen können. Über die Veranstaltungen sollen sich Frauen untereinander besser kennenlernen können, denn die weiblichen Netzwerke seien noch nicht so gut, wie sie sein könnten, sagt Herkströter. Als sie zusammen die Gästeliste für den ersten Ladies' Lunch aufstellten, wurde den Rechtsanwältinnen bewusst, "wie wenige Frauen in der Stadt in Führungspositionen arbeiten". Doch der im halbjährlichen Turnus stattfindende Ladies' Lunch richtet sich nicht nur an Frauen, die die obersten Sprossen der Karriereleiter schon erklommen haben. "Es geht um jede Frau."

Die Männer reagierten mit Verunsicherung auf den Ladies' Lunch und rein weibliche Veranstaltungen. "Wenn ich einen Rock anziehe, darf ich dann auch mitkommen?", gehört noch zu den harmloseren Äußerungen. Diese Verunsicherung dürfe nicht unterschätzt und auch nicht ignoriert werden, sagt Herkströter. "Ich glaube, Frauenförderung ist auch Männerförderung. Wir müssen die Männer mitnehmen." Das reine Frauentreffen begründet sie damit, dass Frauen sich auf gemischt geschlechtlichen Veranstaltungen manchmal nicht so richtig verstanden fühlen. Äußerungen würden vielleicht als Unsicherheit ausgelegt - als Folge eines anderen Kommunikationsverhaltens. In einer Frauengruppe fühlten sie sich besser verstanden - und ließen sich von Coach Straub-Kuri gern ihr mitunter fehlerhaftes Verhalten erläutern.

Während männliche Chefs Anweisungen geben, formulierten weibliche hingegen Ermahnungen wie "Bitte nehmen Sie beim Rausgehen Ihre Kaffeetassen mit". Solche Sätze kämen jedoch in den Ohren männlicher Kollegen gar nicht gut an, sagt Straub-Kuri. Frauen sollten sich auch bewusst sein, dass Rückfragen, Entschuldigungen oder die Verwendung des Konjunktivs in ihren Reden bei männlichen Zuhörern wahrscheinlich als Unterwürfigkeit oder Unsicherheit wahrgenommen werden - auf Frauen wirken diese Sprachstile dagegen positiv. Wer sich jedoch in einem eher männlich geprägten Umfeld bewege, sollte allein aus pragmatischen Erwägungen heraus sein eigenes Verhalten der Situation anpassen. Die Erfolgschancen seien schlicht höher.

Von Pragmatismus und hoher Praxistauglichkeit waren auch die weiteren Tipps von Straub-Kuri geprägt. Ein Grund dafür, warum Frauen auf der Führungsetage immer noch deutlich seltener vertreten sind als Männer, liege auch in den fehlenden weiblichen Vorbildern, wie eine Studie von McKinsey vor einigen Jahren zeigte. Doch wo reale Vorbilder Mangelware sind, könnten sich Frauen ihr eigenes Vorbild im Kopf kreieren. Ein Tipp, den auch andere Coaches immer wieder empfehlen.

Auch die Tiefrangsignale von Männern und Frauen unterscheiden sich deutlich. Während Männer strammstehen, dienen oder nicken, sind es bei Frauen eher Tätigkeiten wie Putzen, Aufräumen oder "Nahrung bringen". Dahinter verbirgt sich auch die nett gemeinte Geste "Ich habe einen Kuchen gebacken". Nette Gesten werden Frauen nicht in die Chefposition bringen, geschweige denn mit dem Respekt der männlichen Kollegen belohnt werden. Wenn es denn schon Kuchen sein muss, dann sollte er lieber gekauft werden. Denn etwas zu spendieren, gehört zu den klassischen männlichen Hochrangsignalen. Mit diesem Hintergrundwissen dürfte ein Satz wie "Die Rechnung geht auf mich" noch einmal eine andere Wirkung entfalten.

Frauen sollten auch überlegen, ob sie nicht männliche Tiefrangsignale zur Schau stellen, wenn sie in einem überwiegend männlichen Umfeld agieren. Das könnte besser verstanden werden als die typisch weiblichen, lautet ein Tipp der Referentin.

Rang-Rangeleien und Statussymbole gehören dazu

Die nonverbale Kommunikation dürfen Frauen ebenfalls nicht unterschätzen, denn diese basiert immer auf dem Rang innerhalb der Gruppe. Und der Rang wird von der Gruppe vergeben. Er verleiht Privilegien, und die wollen auch genutzt werden. Für Frauen sind Rang-Rangeleien jedoch eher unangenehm: "Rang wird durch Unverschämtheiten geklärt", sagt Straub-Kuri. Dazu zählt z.B. jemanden ungefragt anzufassen, um ein Haar von der Kleidung zu zupfen. Die Rolle hingegen wird selbst gewählt oder vom System angeboten bzw. gefordert. Straub-Kuri rät, auch wenn Sie auf ein großes Auto keinen Wert legen: "Sollte Ihnen jemand in einer Position ein Statussymbol anbieten - dann greifen Sie zu!"

Ansprechpartnerinnen für den Ladies' Lunch sind Dr. Caroline Herkströter in Frankfurt am Main und Dr. Cornelia Marquardt in München.

Sonja Smalian