Karriere-News

Unternehmen für Ausbildung geehrt

Karriere 07.11.2013
Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbands der Deutschen Immobilienwirtschaft wurden zum vierten Mal vorbildliche Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Die Preisträger sind die ... 

Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbands der Deutschen Immobilienwirtschaft wurden zum vierten Mal vorbildliche Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Die Preisträger sind die Wohnungsbaugenossenschaft Schwedt, die wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen und die Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau.

Die Wohnungsbaugenossenschaft Schwedt konnte die Kommission, bestehend aus Vorstand und Verbandsausschuss, u.a. mit einem Gesundheits-Check für ihre Auszubildenden überzeugen. Außerdem organisierten die Nachwuchskräfte alljährlich eine "Baby-Weihnachtsfeier" für junge Familien mit Kleinkindern.

Bei der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau werden verschiedene Projekte mit den Auszubildenden durchgeführt. Dazu zählen u.a. Wohnwertumfragen, die Sanierung und Einrichtung einer Garage mit Verkehrszählung. Außerdem lernen sie Vorträge und Präsentationen zu wohnungswirtschaftlichen Themen zu halten. Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der örtlichen Genossenschaft.

Ebenfalls punkten konnte die wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen bei dem Wettbewerb. Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung u.a. für Schnupper-Praktika, die für Mitarbeiter- und Mieterkinder angeboten werden. Außerdem nehmen die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres an dem Unternehmensplanspiel Playbizz teil. Zudem können die Nachwuchskräfte auch während eines zweiwöchigen Austauschs den Platz mit anderen Azubis in Deutschland wechseln. Für gute Leistungen in der Abschlussprüfung erhalten sie einen Ausbildungsgutschein.

Sonja Smalian

Die Erfahrung macht es und nicht die Software

Auch beim Verkauf von Logistikimmobilien wie der der Hella Werkzeugbau werden Gutachten nachgefragt.

Auch beim Verkauf von Logistikimmobilien wie der der Hella Werkzeugbau werden Gutachten nachgefragt.

Bild: Engel & Völkers

Karriere 31.10.2013
Immobilienbewertungen werden immer mehr nachgefragt. Der Immobilienkunde benötigt sie für die Finanzierung. Die Bank arbeitet damit bei der Bewertung ihrer Kredite, und jedes Unternehmen, das ... 

Immobilienbewertungen werden immer mehr nachgefragt. Der Immobilienkunde benötigt sie für die Finanzierung. Die Bank arbeitet damit bei der Bewertung ihrer Kredite, und jedes Unternehmen, das jährliche Bilanzen vorlegt und Immobilienbesitz hat, muss für diesen auch eine Wertermittlung vorlegen. Doch wer kann solch ein Gutachten liefern? Der Makler? Der Gutachter? Welche Ausbildung ist dafür nötig, und wie sieht es mit der Haftung für diese Bewertung aus? Ein Einblick in die Wertermittlung.

Sie heißen ST-Xenn und K.IM, Basic und Market-Value. Bei deutschen Banken gehört Lora zum Standard, international ist das cashflowbasierte System Argus gefragt. "Manche Gutachter haben bis zu fünf Programme im Büro, weil jeder Kunde ein anderes Produkt benutzt", verrät Steffen Schröder. Er ist öffentlich vereidigter Sachverständiger und als Gutachter tagtäglich damit betraut, Wohn- und Logistikimmobilien, Handels-, Gewerbe- und Bürobauten zu bewerten.

Aus Unsinn kann auf keinen Fall Wahrheit werden

"Die Software allerdings", da ist er sich mit Falk Schollenberger, Managing Partner bei NAI apollo valuation & research, einig, "sagt über die Qualität der letztlichen Bewertung nichts aus." Drastischer ausgedrückt: "Wo Unsinn eingegeben wird, kann keine Wahrheit herauskommen", nennt Schollenberger das Problem beim Namen. Es ist also letztlich nicht das verwendete Programm, das einem Gutachter dazu verhilft, eine stimmige Immobilienbewertung abzugeben, sondern die fundierte Ausbildung und vor allem die eigene Erfahrung. Die braucht er auch, denn er haftet bis zu 30 Jahre lang für seine Aussagen.

Entsprechend sind die meisten Maklerbewertungen keine wirklichen Bewertungen, sondern Einschätzungen, die jene aufgrund ihrer Erfahrung im Markt machen. "Diese einfachste Form der Bewertung wird in unserem Haus oft von erfahrenen Mitarbeitern gemacht, die die jeweilige Gegend und den dortigen Immobilienbestand sehr gut kennen und die Immobilie auch besichtigt haben. Sie ist im ersten Schritt oft sogar kostenfrei", erzählt Alexander Lampert, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Hamburg.

Etwas fundierter ist das Meinungsbild, das ein Makler einem Kunden im Rahmen eines normalen Verkaufsprozesses gibt. Es ist meist hinterlegt mit Vergleichsobjekten, basiert aber nicht auf Verfahren der Ermittlungsverordnung. Gutachten, die eine Bank etwa im Rahmen einer Finanzierung einfordert, sind hingegen rechtsverbindlich und müssen von ausgebildeten Sachverständigen bzw. Gutachtern ausgestellt werden. Sie müssen die Wertermittlungsverordnung abbilden und der Gutachter kann für sie haftbar gemacht werden. Noch haftungsanfälliger sind Gutachten, die im Rahmen von Börsengängen erstellt werden, denn hier haftet der ausstellende Sachverständige gegenüber jedem, der diese Aktie zeichnet. Auch bei jährlich erscheinenden Bilanzierungen diverser Unternehmen werden Gutachten gefordert, da mit ihrer Hilfe der Wertverlust bzw. Wertgewinn der im Bestand gehaltenen Immobilien errechnet werden kann.

Ausbildung ja, doch die Erfahrung macht den Meister

Wer als Gutachter solche Arbeiten erledigen kann, ist zumindest aktuell gut im Geschäft. Denn angesichts des florierenden Immobilienmarkts fließen die Aufträge und versprechen ein regelmäßiges hohes Einkommen. Nur, für jeden ist das Geschäft nicht zugänglich. Sachverständige, die Gutachten vorlegen dürfen, müssen eine Ausbildung durchlaufen. Diese endet im Regelfall mit der sachlichen und fachlichen Prüfung seitens der IHK. Eine Mitgliedschaft bei dem internationalen Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) wird insbesondere von internationalen Kunden gefordert und die Kompetenz des Bewerbers beim Eintritt auch hier geprüft. Das so genannte HypZert ist wiederum eine Zertifizierung, die von akkreditierten Ausbildungsstellen abgenommen wird, und auch die Ausbildung per Hochschulstudium ist möglich.

"Es gibt sehr unterschiedliche Anforderungen an die Berufszugehörigkeit", verrät Schröder, "doch sicher ist, dass ein Gutachter multidisziplinäres Wissen haben muss." Neben der Fachausbildung ist zudem die tägliche Bewertungsarbeit eine unabdingbare Voraussetzung für die Qualität der Arbeit. Entsprechend setzen viele Zertifizierungen eine fünf- bis siebenjährige Berufserfahrung voraus. Die muss der Gutachter allerdings erst einmal erwerben.

Klar, dass es sich da auszahlt, wenn jemand wie Falk Schollenberger fundierte Erfahrung aufweisen kann. Schollenberger ist seit 15 Jahren in der Bewertung tätig. Bevor er bei NAI apollo valuation & research einstieg, war er bei Jones Lang LaSalle und zuvor bei Dr. Lübke tätig. Letzterer war damals eines der ersten Unternehmen, das sich mit der Bewertung von Wohnraum beschäftigte. In der Folge war Schollenberger auch bei Jones Lang LaSalle in dem Team dabei, das dort die Wohnraumbewertung erstmals einführte. "Wohnen und Gewerbe sind grundsätzlich zwei unterschiedliche Bewertungswelten", informiert er. Natürlich müsse man in beiden Fällen viele Details prüfen, das Grundbuch begutachten, Liegenschaftskarten wälzen und natürlich das Objekt besichtigen.

Doch bei Gewerbebauten spiele vor allem der über fünf oder zehn Jahre angelegte Mietvertrag in Verbindung mit der Nachvermietungswahrscheinlichkeit eine Rolle bei der Einschätzung des tatsächlichen Gebäudewertes. Dazu komme der Eingangsbereich, das Entrée, das sowohl im Gewerbeals auch im Wohnsektor über den ersten Eindruck von der Anlage entscheidet. Im Wohnsektor sind zudem noch eine Reihe weiterer Faktoren für den endgültigen Wert des Objekts ausschlaggebend. Der Mieter kann praktisch jeden Tag entscheiden, ob er ausziehen möchte. Zudem gibt es eine ganze Reihe von weichen Faktoren wie den Grundriss der Wohnung oder die Mieterstruktur. "Wer einmal in einem Haus gewohnt hat, in dem ein Nachbar nachts gerne Partys feiert, weiß, wie wichtig jene Struktur ist", lacht Schollenberger. Auch das Vorhanden- oder Nicht-Vorhandensein eines Balkons kann für eine Nachvermietung ausschlaggebend sein.

Eine kleine Wohnung, in der gerade einmal ein Single Platz findet, vermietet sich auch ohne Balkon. Denn der Single zieht einfach aus, wenn er einen Partner gefunden hat, mit dem er zusammenziehen möchte. Eine große Wohnung ohne Balkon ist hingegen kaum vermietbar. Denn sie wird in der Regel von Familien bewohnt, die natürlich langfristiger denken. In ländlichen Gegenden haben hingegen Wohnungen über 100 m2 Wohnfläche keinen Markt, denn hier ist in dieser Größenordnung eher das Haus gefragt. In Häusern ohne Aufzug sind wiederum die obersten Wohnungen preiswerter als jene in Häusern mit Aufzug. "Das ist der so genannte Kraxelbonus", schmunzelt der Immobilienfachmann weiter, "den weiß jeder zu schätzen, der einmal einen Wasserkasten in das oberste Stockwerk geschleppt hat."

Alle diese Feinheiten kann keine Software bewerten. Sie ist lediglich ein Mittel, um die Gedankengänge des Bewerters weiterzugeben. Deshalb sind die Erfahrung und das Wissen jenes Fachmanns im jeweiligen Markt ein unverzichtbares Instrument für eine qualitativ hochwertige Bewertung. "Hilfsmittel ist dabei oft auch das gute alte Excel, mit dem sich viele Daten eingeben lassen, die ansonsten untergehen", erklärt Schollenberger.

Sämtliche Annahmen wollen offengelegt werden

Denn eine wirklich gute Immobilienbewertung muss sämtliche Annahmen offenlegen. Sie muss darstellen, wie der Bewerter zu seinem Ergebnis kommt, und dies auch begründen. Zur Begründung gehört bei der Wohnraumbewertung etwa der fehlende Balkon, beim Einzelhandel hingegen das Vorhandensein direkter Konkurrenz am selben Standort.

Entsprechend besteht ein Gutachten aus drei Bestandteilen. Teil eins beschreibt das Objekt, das der Bewerter am betrachteten Stichtag besichtigt hat. Es wird beschrieben und in der Anlage oft mit Fotos, Grundbuchauszug und mehr dokumentiert. "Der Stichtag des Gutachtens ist wichtig, denn entsprechend der Marktentwicklung kann ein Objekt bereits nach einem Jahr einen komplett anderen Preis erzielen", erläutert Schröder. Im Anschluss steht die Abbildung des Marktes und die Einpassung des Objekts in seinen Eigenschaften in diesen Markt. In diesem Zusammenhang müssen der Ertrags- und Sachwert sowie der Vergleichswert des Objekts nach der Ermittlungsverordnung angegeben werden. Hier finden entsprechende Modelle und Kalkulationen sowie Wertableitungen Platz. Das Ergebnis stellt schließlich die klare Einschätzung des Objekts selbst dar, natürlich in Kombination mit den Zusatzinformationen, die der jeweilige Gutachter im Zusammenhang mit der Bewertung gesammelt hat.

Entsprechend der unterschiedlichen Umfänge der Gutachten differieren die Kosten dafür. Früher wurde nach HOAI abgerechnet, inzwischen sind die Preise frei vereinbar. Weil Gutachter aber für ihre Gutachten haften, müssen sie in ihre Kalkulation auch eine entsprechende Versicherung mit einberechnen, und die kann sehr hoch liegen.

Lohnt es sich also, als Makler auch ins Gutachtergeschäft einzusteigen? Nun, als kurzes Zusatzgeschäft eignet sich dieser Marktzweig sicher nicht, allein schon aufgrund der Versicherungssummen und der nötigen Ausbildung. Sicher ist jedoch, dass gute Gutachter hierzulande gut im Geschäft sind. "Ein Sommerloch", so lächelt Schollenberger, "kenne ich derzeit nicht."

Christine Ryll

Ein Dankeschön nach der Messe

Karriere 24.10.2013
Mit so genannten Kickoff-Meetings stimmen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Expo Real ein. Doch auch nach der Messe kann der Arbeitgeber für gute Stimmung sorgen, indem er Dankeschön ... 

Mit so genannten Kickoff-Meetings stimmen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Expo Real ein. Doch auch nach der Messe kann der Arbeitgeber für gute Stimmung sorgen, indem er Dankeschön sagt.

Am Montag nach der Expo Real wartet auf die Mitarbeiter von Aengevelt Immobilien, die auf der Messe mit dabei waren, ein kleines Präsent auf ihrem Schreibtisch: Ein Dankesschreiben für ihren Einsatz sowie zwei Weinflaschen von dem Rheingauer Weingut des Gesellschafters Lutz Aengevelt. Das sei vor vielen Jahren eine Idee der Gesellschafter gewesen und ein Zeichen der Wertschätzung, sagt Susanne Ollmann, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für Personalwesen.

Dass den Mitarbeitern nach einem Messeauftritt gedankt wird, gehört zum guten Ton. Wie umfassend dieses Dankeschön ausfallen kann, hänge jedoch individuell von der Unternehmenskultur ab, sagt Hans-Jörg Klecha, Gründer von it's fair Agentur: Messe & Marketing. Was auf jeden Fall zur professionellen Nutzung des Marketinginstruments Messe gehöre, sei eine Manöverkritik der Messe, sagt der Trainer: Was lief gut, und was soll künftig anders gemacht werden? Diese Auswertungssitzung könnten Unternehmen aber mit einem Incentive als Dankeschön, verbinden.

Sonja Smalian

Neuer Studiengang lockt 880 Studenten

Zu ihm wollen die Erstsemester: Prof. Dr. Bernhard Griebel ist Leiter des Studiengangs Immobilienmanagement.

Zu ihm wollen die Erstsemester: Prof. Dr. Bernhard Griebel ist Leiter des Studiengangs Immobilienmanagement.

Bild: sma

Karriere 24.10.2013
An der Hochschule RheinMain in Wiesbaden hat in diesem Wintersemester der Studiengang Immobilienmanagement begonnen. Auf 70 Anmeldungen hatte die Hochschule gehofft - rund 880 Studenten schrieben ... 

An der Hochschule RheinMain in Wiesbaden hat in diesem Wintersemester der Studiengang Immobilienmanagement begonnen. Auf 70 Anmeldungen hatte die Hochschule gehofft - rund 880 Studenten schrieben sich schließlich ein.

Und das, obwohl die Hochschule nur wenig Werbung für das neue Angebot gemacht hatte. Zu zwei Informationsveranstaltungen seien etwa 100 Interessenten gekommen, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Bernhard Griebel. Eine Hauptursache für den großen Zulauf aus dem gesamten Bundesgebiet sieht Griebel darin, dass das Angebot als technischer Studiengang konzipiert sei. Das sechssemestrige Studium Immobilienmanagement schließt mit dem Abschluss Bachelor of Engineering ab. Der Studiengang gehört zum Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen und umfasst etwa 60% technische Inhalte, 20% Betriebswirtschaft und 20% Recht.

Da die Hochschule nicht mit einem solch großen Interesse gerechnet hatte, war für den Studiengang kein Numerus Clausus vorgesehen und dieser somit nicht zulassungsbeschränkt. Durch ein automatisiertes Einschreibungsverfahren seien die vielen Bewerber direkt zugelassen worden. In der großen Anzahl neuer Studenten sieht Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann eine Bestätigung für das Studienangebot. Die Hochschule nimmt die ungewohnte Herausforderung an: "Wir werden alles unternehmen, um die Ausbildungsqualität sicherzustellen." Wohl auch, weil die Hochschule bereits zugelassenen Studenten nicht absagen könne, wie Reymann dem Wiesbadener Kurier sagte.

Für den Unterricht wurden Räume in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden angemietet, in denen sonst Kongresse und Messen stattfinden. Dort werden die Studenten zwei Tage lang Vorlesungen hören, denn über einen Saal für so viele Studenten verfügt die Hochschule nicht. Anderthalb Tage die Woche seien die Studenten dann auf dem Campus, sagt Griebel. Da die Bibliothek schon in vielen Bereichen angefangen hat, E-Books anzuschaffen, erwartet er bei den Lehrbüchern keine Schwierigkeiten. Auch bei den Lehrkräften wurde aufgestockt: Die Zahl der Professoren ist nun doppelt so hoch, auch dank Leihgaben von Lehrkräften aus anderen Fachbereichen. Zusätzliche Dozenten wurden angeheuert. Die Türen der Professoren sollen auch weiterhin für die Studenten offen stehen, sagt Griebel. Dafür teilte die Hochschule die Studenten in Gruppen ein. Diese müssen einen Sprecher bestimmen, der dann den Kontakt halte.

Sonja Smalian

Stipendium für Arbeitsaufenthalt in Istanbul ausgelobt

Für ein dreimonatiges Stipendium in Istanbul können sich berufserfahrene Bauplaner und Architekten bewerben.

Für ein dreimonatiges Stipendium in Istanbul können sich berufserfahrene Bauplaner und Architekten bewerben.

Bild: Bilderbox.com

Karriere 18.10.2013
Architekten und Bauplaner mit fünf bis acht Jahren Berufserfahrung können sich für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Istanbul bewerben. Für den Zeitraum vom 6. Januar bis zum 16. März ... 

Architekten und Bauplaner mit fünf bis acht Jahren Berufserfahrung können sich für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Istanbul bewerben. Für den Zeitraum vom 6. Januar bis zum 16. März 2014 wird ein Wohnatelier im Stadtteil Galata Beyoglu gestellt. Zudem erhält der Stipendiat 1.200 Euro sowie einen Reisekostenzuschuss von bis zu 300 Euro. Bewerber sollten neben einem tabellarischen Lebenslauf, auch eine Liste ihrer bisherigen Projekte und Arbeiten inklusive näherer Dokumentation eines Projektes einreichen. Die Unterlagen sollten auch ein Motivationsschreiben und einen Ablauf- bzw. Arbeitsplan für den Aufenthalt beinhalten.

Auslober des Stipendiums ist Manzara. Das Unternehmen vermietet zahlreiche neu gestaltete Wohnungen in Istanbul, organisiert Lesungen und Ausflüge und veranstaltet (Architektur-)Reisen. Gründer ist der Architekt und Maler Erdogan Altindis. Mit zum Kernteam gehört Gabriele Kern-Altindis, die über zwanzig Jahre Berufserfahrung im Projektmanagement von internationalen Großprojekten verfügt. Heute widmet sie sich auch der Gestaltung von Innenräumen. Beide verstehen sich als Grenzgänger zwischen Deutschland und der Türkei, dem Orient und dem Okzident.

Neben dem Manzara-Team gehören der Jury Mehmet Kütükcüoglu und Ertug Ucar von Teget Mimarlik (Istanbul), Erich Bernard von BWM Architekten (Wien) und Stefanie Rosenkranz vom Magazin Stern an.

Sonja Smalian

Viele Möglichkeiten, um Jobchancen auszuloten

Am Ende von Halle A2 bot die CareerCenter-Fläche auf der diesjährigen ExpoReal einen relativ diskreten ersten Anlaufpunkt für Jobsuchende. Mancheiner erkundigte sich dann aber doch erst einmal nach Einstiegschancen für einen "Verwandten".

Am Ende von Halle A2 bot die CareerCenter-Fläche auf der diesjährigen ExpoReal einen relativ diskreten ersten Anlaufpunkt für Jobsuchende. Mancheiner erkundigte sich dann aber doch erst einmal nach Einstiegschancen für einen "Verwandten".

Bild: sma

Karriere 17.10.2013
Die Expo Real ist der alljährliche Branchentreffpunkt in Deutschland. Auch wenn es vornehmlich um neue Projekte geht, nutzen immer mehr Unternehmen die Chance, sich als Arbeitgeber zu ... 

Die Expo Real ist der alljährliche Branchentreffpunkt in Deutschland. Auch wenn es vornehmlich um neue Projekte geht, nutzen immer mehr Unternehmen die Chance, sich als Arbeitgeber zu präsentieren. Wir berichten, wer wen sucht und welche Treffpunkte es gab.

Besonders gefragt sind derzeit technische Qualifikationen: Projekt- und Bauleiter, neben anderen Profilen, sucht beispielsweise der Haus- und Wohnungsbauer NCC Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit 750 Mitarbeiter. In den letzten beiden Quartalen seien etwa 50 neue Mitarbeiter eingestellt worden, sagt Geschäftsführer Nils Olov Boback. Voraussetzung seien immer gute Englischkenntnisse bei der deutschen Tochtergesellschaft des schwedischen NCC-Konzerns. Zu wenige Bewerbungen erhalte das Unternehmen auch von Nachwuchskräften für seine fünf dualen Studienplätze, an denen neben einer Maurerausbildung auch der Bachelorabschluss im Bauingenieurwesen erworben wird.

Technisches Know-how gefragt

Eine erhöhte Nachfrage nach Fachkräften mit technischem Know-how hat auch Olaf Kenneweg von Kenneweg Property Personalberatung in den vergangenen Monaten beobachtet. Gesucht würden u.a. Projektsteuerer, technische Asset-Manager und Baucontroller. "Insgesamt tut sich im technischen Bereich viel", sagt Kenneweg. Gefragt seien Kandidaten mit rund fünf Jahren Berufserfahrung. Aufgrund des knappen Personalangebots würden derzeit die Gehälter im technischen Bereich steigen. Sie sind im Durchschnitt jedoch weiterhin niedriger als bei kaufmännischen Positionen.

Erschwerend komme hinzu, dass in vielen Berufsprofilen nur noch 10% der Fachkräfte jünger als 40 Jahre sind, sagt Sabine Märten von Sabine Märten Executive Search. Der demografische Wandel hat auch in einem anderen Bereich Auswirkungen: "In einer alternden Gesellschaft nimmt die Wechselmotivation ab, das macht es schwieriger, Spezialistenpositionen zu besetzen."

Unternehmen nutzen deswegen auch verstärkt Messen, um sich als Arbeitgeber zu präsentieren. 46% der teilnehmenden Unternehmen an der diesjährigen IZ-Joboffensive zählen Messen zum festen Rekrutierungsrepertoire für Nachwuchskräfte. Auf die Frage, auf welcher Messe die Personalverantwortlichen die Augen nach Berufseinsteigern vorwiegend offen halten, nannten fast drei Viertel der Befragten die Expo Real.

Das zeigt, wie hoch der Netzwerkcharakter und wie gut die Darstellungsmöglichkeiten auf dieser "Arbeitsmesse" von den Personalern eingeschätzt werden. Dieser Fokus auf den Nachwuchs spiegelt sich auch in den 80 Stellenausschreibungen wider, die die Online-Jobbörse der Expo Real verzeichnet: Ausbildungsplätze und Werkstudententätigkeiten werden dort ebenso annonciert wie Senior-Positionen, die immer noch die Mehrheit der Stellenangebote ausmachen. Doch Studenten gehören zur Messe fest dazu: Bei zahlreichen Preisverleihungen, Alumni-Treffen, Rundgängen zu Messeausstellern und an den eigenen Hochschulständen erhalten die jungen Nachwuchskräfte viel Aufmerksamkeit.

Auch Berufseinsteiger gesucht

An sie richtet sich auch der CareerDay im Planning-&-Partnerships-Forum am dritten Messetag. In verschiedenen Diskussionsrunden werden Themen wie Berufsbilder, Joballtag oder Vergütung diskutiert. Auf dem Podium stehen Personaler und Praktiker, aber auch Hochschulvertreter und Studenten selbst. Auch im Zuschauersaal sitzt so manch ein Personaler.

Wer aus dem Vortragssaal herauskommt, steht direkt vor der CareerCenter-Fläche und kann mit verschiedenen Personalern sprechen. Wieder mit einem Stand dabei war auch das Kölner Maklerhaus Greif & Contzen. Carolin Dissmann, u.a. zuständig für Personalmanagement, hatte zwei offene Stellen dabei. Neben Studenten und Young Professionals habe auch so mancher Mittdreißiger den Weg zu ihr gefunden, der sich umorientieren möchte. Vollständige Bewerbungsmappen seien jedoch nicht über den Tresen gereicht worden. Die Fläche sei eher dazu gedacht, sich über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Im vergangenen Jahr hatten es zwei Messekontakte ins Auswahlverfahren geschafft.

Sonja Smalian