Karriere-News

Nachwuchspreis für Akademikerinnen ausgelobt

Mit je 1.250 Euro ist der Nachwuchspreis dotiert. Er wird in drei Kategorien (Bachelor- und Masterarbeit sowie Dissertation) vergeben.

Mit je 1.250 Euro ist der Nachwuchspreis dotiert. Er wird in drei Kategorien (Bachelor- und Masterarbeit sowie Dissertation) vergeben.

Bild: Fotolia.de/Dariusz Urbanczyk

Karriere 07.05.2013
Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft hat erstmals einen Nachwuchspreis für Absolventinnen von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Doktorandinnen ausgelobt. Der Preis ist mit ... 

Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft hat erstmals einen Nachwuchspreis für Absolventinnen von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Doktorandinnen ausgelobt. Der Preis ist mit insgesamt 3.750 Euro dotiert.

Die Nachwuchspreise werden in den drei Kategorien Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten vergeben. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro.

Eingereicht werden können Abschlussarbeiten, die mit der Note sehr gut (mindestens 1,5) bewertet wurden und in dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2012 und 31. März 2013 geprüft wurden. Die Arbeiten müssen ein relevantes immobilienwirtschaftliches Thema behandeln. Zugelassen sind sowohl Arbeiten aus immobilienspezifischen Studiengängen wie Architektur, Facility-Management oder Bauingenieurwesen als auch aus allgemeinen Studienfächern wie Jura oder BWL. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2013. Die Preisverleihung findet auf der Expo Real 2013 in München statt.

Die Arbeiten müssen in zweifacher Ausfertigung als CD zusammen mit einem Kurz-Lebenslauf (in Papierform) sowie einer Einverständniserklärung zur Vermarktung der Nachwuchspreise auf der Expo Real bei der Geschäftsführung des Vereins eingereicht werden ( E-Mail: mail@immofrauen.de).

Sonja Smalian

Gaudís Nachfahren kommen

Der gute Ruf von Architekten wie beispielsweise Antoni Gaudí eilt den Spaniern voraus. Das wiederum hilft, das Interesse von deutschen Arbeitgebern zu wecken.

Der gute Ruf von Architekten wie beispielsweise Antoni Gaudí eilt den Spaniern voraus. Das wiederum hilft, das Interesse von deutschen Arbeitgebern zu wecken.

Bild: BilderBox.com

Karriere 02.05.2013
Die Stuttgarter Nord-Süd Hausbau hat gerade vier spanische Bauingenieure eingestellt und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main holte jüngst 50 junge Menschen aus der Partnerstadt Madrid an ... 

Die Stuttgarter Nord-Süd Hausbau hat gerade vier spanische Bauingenieure eingestellt und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main holte jüngst 50 junge Menschen aus der Partnerstadt Madrid an den Main, um sie an Ausbildungsbetriebe zu vermitteln. Die prekäre Lage am Arbeitsmarkt in einigen südeuropäischen Ländern erhöht die Mobilität von Fachkräften und stellt die Unternehmen vor neue Aufgaben.

Neue Denkweisen und andere Herangehensweisen ins Unternehmen zu holen. Das war der Wunsch von Frank Talmon l'Armée. Deswegen blickte der Geschäftsführer der Stuttgarter Nord-Süd Hausbau vor zwei Jahren für die Personalrekrutierung erstmals über die deutsche Landesgrenze hinaus nach Spanien. Ausschlaggebend für das Zielland sei die ähnliche Mentalität gewesen, sagt Talmon l'Armée. Auch das Fachliche habe dafür gesprochen: Die spanischen Vorschriften ähnelten dem deutschen Baurecht und nicht zuletzt sei das Land "von der Architektur wunderbar", schwärmt er.

Im Spätherbst vergangenen Jahres schaltete das knapp 50 Mitarbeiter zählende Unternehmen eine Stellenanzeige auf drei spanischen Jobportalen. Die Anzeige war weitgehend auf deutsch mit einem spanischen Satz: "Möchten Sie Ihre Karriere in Deutschland starten?" Die Antwort war ein vielhundertfaches Ja. Denn die anhaltende Krise auf den Arbeitsmärkten in einigen südeuropäischen Staaten zwingt zur Mobilität (vgl. auch "RICS erhält im Süden mehr Zulauf", IZ 12/13).

Eine deutliche Zunahme der Bewerbungen aus Spanien, Griechenland, aber auch Italien hat auch Andreas Richter in den vergangenen zwei Jahren beobachtet. Den Geschäftsführer der Kölner Personal- und Unternehmensberatung proJob erreichten teilweise Bewerbungen mit verzweifelten Hilferufen. Neben Jung-Akademikern gebe es auch Interesse aus der Altersgruppe 30 bis 50.

Bei der Nord-Süd Hausbau kamen rund 70 Bewerber in die engere Wahl und 14 Interessenten wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Talmon l'Armée persönlich flog für zwei Tage nach Alicante und Madrid. Ursprünglich wollte er nur ein oder zwei Bewerber einstellen, doch dann überzeugten ihn vier Kandidaten. Mit ihnen, darunter einer Frau, hat er Verträge abgeschlossen. Doch damit war es nicht getan. Um die Integration in ein Arbeitsleben in Deutschland zu erleichtern, kümmert sich die Firma ganz besonders um die Neuzugänge: Im einwöchigen Abstand kamen sie nach Stuttgart und nach Köln, damit die knapp 50 Mitarbeiter Zeit hatten, die neuen Kollegen kennenzulernen. Den Flug und die Kosten für den ersten Monat im Hotel übernahm Nord-Süd Hausbau. Auch den sechsmonatigen Deutschkurs trägt das Unternehmen. In dieser Zeit müssen die vier Spanier nur 75% bzw. 80% arbeiten. Die vier Bauingenieure bzw. Architekten - in Spanien sei die Ausbildung der Architekten deutlich technischer ausgeprägt - sind zwischen 30 und 49 Jahre alt. Sie ergänzten sich sehr gut und bildeten zusammen den gesamten Zyklus eines Projekts ab. Nachahmern empfiehlt Talmon l'Armée, die Auswahlgespräche immer vor Ort im Land der Bewerber zu führen, denn das erleichtere die Gesprächsführung.

Offen für die Integration von ausländischen Arbeitskräften muss sich auch das Handwerk zeigen, denn hier ist der Fachkräftemangel inzwischen deutlich spürbar. Keine einzige Bewerbung habe sie auf die Ausschreibung eines Ausbildungsplatzes erhalten, sagt Sonja Feucht vom Heizungs- und Sanitärbauer Bruder + Feucht aus Bad Homburg. Deswegen hat sich das Unternehmen auch an der Initiative der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des Hessischen Wirtschaftsministeriums beteiligt, die im April dieses Jahres 50 junge Leute aus Madrid für ein zehntägiges Schnupperpraktikum eingeladen hat. Vier junge Menschen, teils mit, teils ohne Ausbildung und deutsche Sprachkenntnisse, lernte Feucht auf diesem Wege kennen, denen sie ihren Betrieb vorstellte. Zwei wird sie im Mai auswählen, die dann ab August bei ihr eine Ausbildung beginnen - und hoffentlich auch beenden werden.

TIPP

Das vierte IZ-Karriereforum für die Immobilienwirtschaft findet am 15. Juni 2013 auf dem Campus der Frankfurter Goethe-Universität statt. Mehr als 30 Aussteller präsentieren sich auf der Job- und Karrieremesse. Info: www.iz-jobs.de/karriereforum

Sonja Smalian

Frauen fehlen berufliche Netzwerke zum Aufstieg

Zum Frauennetzwerktag von Vinci Deutschland war die ehemalige taz-Chefredakteurin Bascha Mika (zweite Reihe, siebte von rechts) als Referentin geladen, die den Frauen Mut zusprach, im Job auch nach höheren Positionen zu streben.

Zum Frauennetzwerktag von Vinci Deutschland war die ehemalige taz-Chefredakteurin Bascha Mika (zweite Reihe, siebte von rechts) als Referentin geladen, die den Frauen Mut zusprach, im Job auch nach höheren Positionen zu streben.

Bild: E. Lenz-Greenhough

Karriere 25.04.2013
Bei Vinci Deutschland sollen mehr Frauen Führungspositionen übernehmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen des Bauhaupt- und -nebengewerbes auf ungewöhnliche Mittel: ... 

Bei Vinci Deutschland sollen mehr Frauen Führungspositionen übernehmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen des Bauhaupt- und -nebengewerbes auf ungewöhnliche Mittel: Wenn Geschäftsführer in ihrem Bereich Maßnahmen zur Frauenförderung erfolgreich umsetzen, werden sie mit Boni belohnt. Das Programm zur Frauenförderung wird vom Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt und gewann innerhalb des europaweit agierenden Konzerns einen Innovationspreis. Nach fünf Jahren zieht Sylvia Schröpl, Personalleiterin von Vinci Facilities Deutschland, ein erstes Fazit.

Immobilien Zeitung: Frau Schröpl, seit fünf Jahren bauen Sie innerhalb von Vinci Deutschland ein Programm zur Frauenförderung auf. Was hat sich dadurch verändert?

Sylvia Schröpl: Wir haben das Bewusstsein im Unternehmen für die Belange der Chancengleichheit von Frauen von null auf hundert verändert. Heute kann über die Frauenförderung sachlich diskutiert werden.

IZ: Warum engagieren Sie sich so stark für die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen?

Schröpl: Dafür gibt es viele handfeste ökonomische Gründe. Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen wurde verändert. Frauenförderung ist nunmehr ein Ausschreibungsmerkmal. Auch bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand ist die Frauenförderung des Unternehmens ein wichtiges Thema. Und dieser Marktdruck wird weiter wachsen. Zudem wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass Unternehmen mit Frauen in der Führungsspitze wirtschaftlich erfolgreicher sind. Außerdem erlaubt es der Fachkräftemangel nicht, gut ausgebildeten Frauen Aufstiegschancen und Karrierewege vorzuenthalten.

IZ: Sie knüpften das Erreichen des vollen Bonus bei den Geschäftsführern an die Einführung frauenfördernder Maßnahmen. Was hat das gebracht?

Schröpl: Die Mehrheit der Männer hat ihre Selbstverpflichtung im vergangenen Jahr nicht erreicht. Dabei waren die meisten der verschiedenen Maßnahmen zur Frauenförderung sehr einfach zu erreichen. Dazu zählte beispielsweise die Organisation eines Girls' Day. Die Führungskräfte scheinen die unternehmerische Notwendigkeit für die Umsetzung solcher Maßnahmen nicht verstanden zu haben. Dies wirkt sich entsprechend finanziell aus.

IZ: Wie reagieren Sie darauf?

Schröpl: Wir stellen das System um. Zukünftig gibt es anstelle eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs nur noch einige wenige Maßnahmen, die jedoch etwas aufwendiger sind. Dazu zählt zum Beispiel die Ausarbeitung eines Karriereplans für eine weibliche Mitarbeiterin, der in einer Beförderung mündet. Welche Aufgaben die männliche Führungskraft umsetzen möchte, darf sie selbst entscheiden. Die zweite Neuerung ist, dass die Führungskräfte für ihr Engagement bei der Frauenförderung künftig zusätzliche Boni erhalten können, also belohnt werden.

IZ: Diese Maßnahmen wirken auf die Beschäftigten. Was machen die Frauen selbst?

Schröpl: Die Grundidee des Konzepts ist es, die aktuellen Arbeitsbedingungen, in denen Frauen keine Karriere machen können, zu verändern. Wir haben gemeinsam Bereiche definiert, in denen wir etwas verändern möchten. Nun erarbeiten die Frauen in kleinen Teams mit bis zu zehn Mitarbeitern verschiedene Maßnahmen.

IZ: Wie sehen diese aus?

Schröpl: Die Arbeitsgruppe Families at work hat beispielsweise eine Kooperation mit dem PME Familienservice aufgebaut. Darüber kann sehr kurzfristig eine Kinderbetreuung organisiert werden. Plötzlich können auch Frauen an Terminen teilnehmen, die in den Abend reichen und von denen sie früher ausgeschlossen waren.

IZ: Wie finanzieren Sie diese Maßnahmen?

Schröpl: Wir erhalten vom Europäischen Sozialfonds und dem Unternehmen mehrere hunderttausend Euro für einen Zeitraum von drei Jahren. Die ersten zwei Jahre wurden wir ausschließlich von Vinci gefördert.

IZ: Warum brauchen Frauen solch eine besondere Förderung überhaupt?

Schröpl: Weil sie sich schwer tun, innerhalb eines Unternehmens berufliche Netzwerke aufzubauen, und sie an den männerdominierten Netzwerken nicht beteiligt werden. Wenn es dann um eine Stellenbesetzung geht, gehen Frauen häufig leer aus, weil sie in den Machtzirkeln unbekannt sind. Deswegen legen wir jetzt ein Mentoringprogramm auf, um die männlichen Führungskräfte mit den weiblichen Beschäftigten zu vernetzen.

IZ: Gerade hat der Bundestag die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Aufsichtsräte abgelehnt. Wie wichtig wäre eine Quote für Frauen in Führungspositionen?

Schröpl: Sehr wichtig. Wenn wir in derselben Geschwindigkeit wie bisher versuchen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen, dann sind wir Studien zufolge erst in 25 Jahren da, wo die Unternehmen sein müssen - sein müssen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Eine Veränderung in absehbarer Zeit ist nur über eine Quote zu erreichen. Die EU-Politikerin Viviane Reding sagte vor kurzem, sie möge die Quote nicht, aber sehr wohl ihr Ergebnis. Ich sehe das ebenso und warte auf eine europäische Entscheidung in dieser Frage. Ansonsten müssen Frauen für das, was Männern automatisch zugesprochen wird, auch weiterhin betteln und kämpfen.

IZ: Frau Schröpl, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sonja Smalian.

IZ

4. IZ-Karriereforum am 15. Juni 2013

Karriere 11.04.2013
Rund 30 Unternehmen präsentieren sich auf dem vierten IZ-Karriereforum am 15. Juni 2013 in Frankfurt am Main. Auf der Job- und Karrieremesse können sich Studenten und Berufseinsteiger direkt bei ... 

Rund 30 Unternehmen präsentieren sich auf dem vierten IZ-Karriereforum am 15. Juni 2013 in Frankfurt am Main. Auf der Job- und Karrieremesse können sich Studenten und Berufseinsteiger direkt bei Personalern von Immobilienunternehmen vorstellen.

TIPP

Was Sie schon immer zum Bewerbungsprozess wissen wollten - jetzt können Sie es einen echten Personalprofi anonym fragen. Peter Jaksch, Personalleiter von Patrizia Immobilien, steht Ihnen auf dem IZ-Karriereforum 30 Minuten lang Rede und Antwort. Mailen Sie uns Ihre Fragen bis zum 13. Juni 2013 an heisserstuhl@iz.de. Die Fragen werden ohne Angabe Ihres Namens gestellt.

Sonja Smalian

Deutschkenntnisse gefragt

2013 werde sich in Großbritannien das Gehaltsrad weiterdrehen: Bohill
Partners rechnet mit steigenden Gehältern für hochqualifizierte Kräfte.

2013 werde sich in Großbritannien das Gehaltsrad weiterdrehen: Bohill Partners rechnet mit steigenden Gehältern für hochqualifizierte Kräfte.

Bild: mol

Karriere 11.04.2013
Fremdsprachenkenntnisse sind immer ein Plus bei der Jobsuche. Doch nun sind insbesondere deutsche Sprachkenntnisse von Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt die Personalberatungsgesellschaft Bohill ... 

Fremdsprachenkenntnisse sind immer ein Plus bei der Jobsuche. Doch nun sind insbesondere deutsche Sprachkenntnisse von Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt die Personalberatungsgesellschaft Bohill Partners bei ihrem jährlichen Gehaltsbarometer für den britischen Markt.

Insbesondere mit Deutschkenntnissen können Asset-Manager ihre Gehälter nach oben treiben. Doch noch wichtiger sei ein guter Track Record nicht nur auf der kaufmännischen, sondern auch auf der operativen Seite, schreibt Bohill Partners. Viele Fondsgesellschaften würden inzwischen auch im Baubereich nach Mitarbeitern suchen, um in ihren Asset-Management-Teams auch technisches und planerisches Knowhow aufzubauen. Doch qualifiziertes Personal mit zusätzlich ökonomischem Wissen sei teuer.

Im Asset-Management werden auf der Führungsebene (Managing Director, Partner) rund 206.000 Euro aufgerufen. Derselbe Betrag kann als Bonus noch dazukommen. Ein Director erhält noch rund 118.000 bis 177.000 Euro. An Boni liefen bei ihm im vergangenen Jahr zwischen 50% und 100% des Basisgehalts auf. Mit etwas Abstand darunter wird die Position des Associate eingepreist: Das Basisgehalt schwankt zwischen rund 70.000 Euro und 83.000 Euro. Der Bonus pendelt zwischen 50% und 75% des Grundgehalts. Für Analysten gab es im vergangenen Jahr zwischen rund 47.000 Euro und 77.000 Euro (Bonus: 50% bis 100%).

Jüngst wurde in der EU die Deckelung von Bonuszahlungen festgelegt. Ab 2014 dürfen die Boni das Grundgehalt nicht mehr übersteigen. Insbesondere aus London gab es scharfe Kritik an der Regelung. Doch die Personalprofis von Bohill Partners erwarten nur geringe Auswirkungen solcher Regelungen.

Höhere Boni als das Basisgehalt hat Bohill Partners nur im Investment in Großbritannien ausgemacht. Dort werden meist auch höhere Vergütungen gezahlt als im Asset-Management. So kann ein Managing Director/Partner mit mehr als 235.000 Euro Basisgehalt sowie mit Bonuszahlungen bis zu 200% des Basisgehalts rechnen. Ein Director kann sich über ca. 165.000 Euro bis 212.000 Euro (Bonus: 50% bis 100%) freuen. Ein Associate erhält 70.000 Euro bis 94.000 Euro und ein Analyst - wie im Asset-Management - rund 47.000 Euro und 77.000 Euro (Bonus: 50% bis 100%).

Die Aussichten für das kommende Jahr schätzen die Personalberater positiv ein. Sie gehen weiter von einer starken Nachfrage nach hochqualifizierten Kräften und damit auch steigenden Gehältern aus.

Sonja Smalian

Förderverein soll Geld an die Hafenkante spülen

Zum Jahresende 2013 wird die Hafencity Universität ihr neues Gebäude an der Ecke Magdeburger Hafen/Baakenhafen beziehen. Dann könnte abermals über die Einführung eines eigenen Immobilienwirtschaftlichen Studienganges diskutiert werden.

Zum Jahresende 2013 wird die Hafencity Universität ihr neues Gebäude an der Ecke Magdeburger Hafen/Baakenhafen beziehen. Dann könnte abermals über die Einführung eines eigenen Immobilienwirtschaftlichen Studienganges diskutiert werden.

Bild: Walter Pelka

Karriere 04.04.2013
Die HafenCity Universität (HCU) hat einen eigenen Förderverein gegründet. Getragen wird waterfront neben Unternehmen auch von Hochschulprofessoren, Studenten und Alumni. Der Verein soll eine ... 

Die HafenCity Universität (HCU) hat einen eigenen Förderverein gegründet. Getragen wird waterfront neben Unternehmen auch von Hochschulprofessoren, Studenten und Alumni. Der Verein soll eine Anlaufstelle für die Immobilienwirtschaft in Hamburg werden. Auf der Agenda von waterfront steht neben der Förderung der Studenten die weitere Hochschulentwicklung. Und auch die Einführung eines immobilienwirtschaftlichen Studiengangs ist noch nicht vom Tisch.

Sieben Jahre nach der Gründung hat die HCU einen eigenen Förderverein. Und zu den ersten Projekten zählt die Frage, wie sich kleinere Hochschulen gegenüber den Massenuniversitäten profilieren können. Dabei geht es um die Organisation der Hochschule als Ganzes. Ab April dieses Jahres wird es dazu mit Unterstützung des Vereins eine hochschulöffentliche Diskussionsreihe geben. Nach Hamburg reisen dann u.a. die Rektoren und Vertreter der Bauhaus-Universität Weimar, der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, des University College London und der Universität St. Gallen. Darüber hinaus will der Verein die Qualität der Lehre und der Forschung verbessern. "Wir sind auf dem Wege zur Exzellenz", sagt HCU-Präsident Dr. Walter Pelka, der seit Oktober 2010 an der Spitze der Hochschule steht.

Plattform für die Immobilienwirtschaft

Der Verein soll auch eine Plattform für die Bau- und Immobilienwirtschaft sein. Denn die sei in der Clusterpolitik der Hansestadt nicht vertreten, so Pelka weiter. Auch Studierende und Alumni sind als Mitglieder im waterfront zugelassen, auf die Gründung eines separaten Studierenden- und Alumni-Vereins sei verzichtet worden, um so die Begegnungen der verschiedenen Gruppen innerhalb von waterfront zu ermöglichen. "Das hilft den Unternehmen, passgenaue Mitarbeiter zu finden", sagt Pelka. Und für die Studenten und Alumni könne es ein Karrieresprungbrett sein.

Die Gründung des Vereins kommt erst jetzt, da die verschiedenen Fächer schon verschiedene Vereine hatten. Denn die HCU hat eine besondere Gründungsgeschichte: Die vier Studiengänge Architektur, Stadtplanung, Geomatik und Bauingenieurwesen an den drei Hamburger Hochschulen TU Hamburg-Harburg, Hochschule für Bildende Künste und der Hochschule für angewandte Wissenschaften waren zum 1. Januar 2006 in der HCU gebündelt worden. Nun haben sie auch einen eigenen Förderverein. Die Zahl der Mitglieder hat sich innerhalb der ersten zwei Wochen auf rund zwanzig verdoppelt.

Auf die Frage, ob der Förderverein auch eine Möglichkeit sei, Gelder für einen immobilienwirtschaftlichen Studiengang zu erhalten, antwortet Pelka mit einem "Auch". Seit Hochschulgründung bestehen solche Pläne. Doch Immobilienkompetenz gebe es an der HCU schon jetzt. "Wir haben 20 Module, die sich mit Immobilienwirtschaft und Projektentwicklung beschäftigen. Es ist nur noch kein eigenständiger Studiengang", sagt Pelka. "Es findet als Querschnittsthema statt." So lernen beispielsweise die angehenden Architekten etwas über Bauökonomie und Projektentwicklung und die Stadtplaner beschäftigen sich mit Immobilienmärkten. "Das Know-how ist an der HCU schon vorhanden", sagt Pelka. Aktuell arbeiten neun Professoren zu Themen der Immobilienwirtschaft.

Immobilienwirtschaftliches Studium wird diskutiert

Wie ein immobilienwirtschaftlicher Studiengang aussehen könnte, dazu gibt es auch konkrete Vorstellungen. In der Hochschule herrsche Konsens darüber, dass es - wenn die Hochschule es machen sollte - ein zweijähriger Vollzeit-Masterstudiengang mit 120 ECTS-Kreditpunkten sein wird. Der Studiengang muss in der Hochschule verankert sein und Querverbindungen zu den anderen Fächern haben. Es darf keine "Eintagsfliege" sein, wie so manch spezialisierter Studiengang, der nur wenige Semester angeboten wird.

Um dem Markt zu zeigen, dass die Hochschule an einen solchen Studiengang glaubt, müsse sie einen finanziellen Eigenanteil leisten. "Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, wenn man Mäzene für den Studiengang finden will", so Pelka. Die HCU wird für sich einen neuen Struktur- und Entwicklungsplan formulieren, der im Oktober 2013 bei der Behörde für Wissenschaft und Forschung eingereicht werden soll. Eine Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen. Das könnte auch die Einführung eines neuen Studiengangs sein. Doch einen konkreten Fahrplan gebe es nicht.

Info: www.waterfront-hcu.de

Sonja Smalian