Karriere-News

"Es ist schwierig, gute Leute zu finden"

Zwischen den einzelnen Gesprächen und Vorträgen warfen die Bewerber auf
der Dachterrasse des Casinos einen Blick in die Unterlagen der
Unternehmen.

Zwischen den einzelnen Gesprächen und Vorträgen warfen die Bewerber auf der Dachterrasse des Casinos einen Blick in die Unterlagen der Unternehmen.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 24.05.2012
Viele Wege führen zum Job, doch nicht alle sind gleich effektiv. Auf Jobmessen können sich Bewerber und Unternehmen schnell und effizient einen Überblick verschaffen, ob sie beruflich ... 

Viele Wege führen zum Job, doch nicht alle sind gleich effektiv. Auf Jobmessen können sich Bewerber und Unternehmen schnell und effizient einen Überblick verschaffen, ob sie beruflich zueinander passen könnten - Initiativbewerbungen live und auf Augenhöhe. Rund 450 Bewerber und 37 Aussteller lockte dieses Konzept am 12. Mai 2012 in das Casino der Frankfurter Goethe-Universität. Dabei ging es auf dem dritten IZ-Karriereforum nicht nur um Jobs - von denen hatten die Unternehmen 165 im Gepäck -, sondern auch um Praktika, Traineeships, Jobwechsel und viele Karrieretipps.

Grau, Anthrazit, Marine und Schwarz - das waren die vorherrschenden Farben auf dem dritten IZ-Karriereforum. Nur hier und da leuchtete ein Schlips oder ein Top in Pink, Rot oder Blau und lockerte den strengen Business-Look auf. Schon bevor sich die schweren Türen zum Casino um 10 Uhr öffneten, standen die ersten jungen Immobilien-Studenten vor dem Eingang, eine Ledertasche mit Bewerbungsunterlagen in der Hand. "Rausgeputzt wie die Millionäre, nur ohne Geld", beschreibt ein Teilnehmer den Stil der Kommilitonen. Und ergänzt sofort, dass die sorgfältige Kleiderwahl auch eine Form der Wertschätzung ist.

Rund 450 Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, um am dritten IZ-Karriereforum teilzunehmen. Knapp jeder fünfte kam aus Baden-Württemberg, gefolgt von Besuchern aus Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Den weitesten Weg hatte Joachim Ramis zurückgelegt. Der 50 Jahre alte Bauingenieur kam aus Barcelona nach Frankfurt und führte zahlreiche Gespräche. Ramis, dessen Mutter aus Leipzig stammt und der die deutsche Schule in Barcelona besuchte, spricht fließend Deutsch. Dennoch musste er die deutschen Bewerbungsgepflogenheiten erst erlernen. "In Spanien gibt es keine Arbeitszeugnisse", sagt Ramis. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Spanien nutze er die Messe, um Kontakte nach Deutschland zu knüpfen. "Ich möchte wieder den Himmel zwischen Wolken sehen. Das Panorama ist so gräulich", sagt Ramis. Viele seiner Freunde steuerten auf eine ungewisse Zukunft hin, und auch sein Arbeitgeber habe die Zahl der Mitarbeiter bereits reduziert.

Viele offene Stellen

Ein anderes Bild präsentierten die 37 Aussteller auf der Jobmesse: Sie hatten rund 165 Stellenausschreibungen im Gepäck, wurden jedoch auch auf Praktika u.Ä. angesprochen. Mehr als 380 feste Gesprächstermine hatten die Bewerber bereits vorab über ein Online-Tool verabredet. Doch auch ohne Termine konnten die Studenten Gespräche mit den Personalverantwortlichen und den Fachreferenten an den Ständen führen. Auf spontane Gespräche setzte zum Beispiel Cornelia Hübner von Corpus Sireo. Am Stand warteten insgesamt 16 offene Stellen zuzüglich Trainee-Stellen auf die Bewerber, u.a. im Asset-Management und im Portfoliomanagement. Spontan ging es auch bei Ernst & Young zu. Dort waren 15 Stellen allein im Real-Estate-Bereich zu haben. E&Y ermöglicht dabei laut Partner Dietmar Fischer einen Direkteinstieg als Consultant oder Senior Consultant. Gefragt sind Bewerber sowohl mit technischer als auch mit kaufmännischer Vorbildung. Ein Immobilienbezug sei allerdings wichtig. Zudem würden Master-Abschlüsse bevorzugt. "Es zählt aber die Persönlichkeit", sagt Fischer.

IZ-Karriereforum

Das dritte IZ-Karriereforum hat am 12. Mai 2012 auf dem Campus der Goethe-Universität in Frankfurt stattgefunden. Veranstaltet wurde die Jobmesse mit rund 650 Teilnehmern von der Immobilien Zeitung und Heuer Dialog, Schirmherr war der ZIA Zentrale Immobilien Ausschuss. Integriert in das IZ-Karriereforum war der dritte RICS-Hochschultag.

37 Aussteller präsentierten sich auf der Jobmesse: ABB Grundbesitz, Acrest Property Group, ADI Akademie der Immobilienwirtschaft, Aengevelt Immobilien, agenda4, Arcadis Deutschland, BASF, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Commerz Real, Corpus Sireo Asset Management Commercial, CRES Center for Real Estate Studies, Cushman & Wakefield, DB Services Immobilien, Deutsche Annington Immobilien, DHBW Stuttgart, DIC - Deutsche Immobilien Chancen, DTZ, ECE, Engel & Völkers, EPM Assetis, Ernst & Young Real Estate, Estama Gesellschaft für Real Estate Management, GE Real Estate, Gefma/Die Möglichmacher, Hennes & Mauritz, HSG Zander, IVG Immobilien, Jones Lang LaSalle, KPMG, Metro Properties, mfi, Minol, Patrizia Immobilien, RICS Deutschland, Siemens Real Estate und Sprengnetter.

Das IZ-Karriereforum ist ein Element der Joboffensive 2012, einer Initiative der Immobilien Zeitung. Die Förderer der Joboffensive sind: Aareal Bank, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, DTZ, ECE, Gefma/Die Möglichmacher, Irebs Immobilienakademie, IVG, KPMG, Messe München/Expo Real, mfi, Patrizia Immobilien, RGM.

Das vierte IZ-Karriereforum findet voraussichtlich am 15. Juni 2013 statt. Infos unter: www.iz-jobs.de/karriereforum.

Wie wichtig den Unternehmen die Nachwuchsrekrutierung ist, zeigte die hohe Mitarbeiterzahl an den Ständen: Neben Personalverantwortlichen waren auch zahlreiche Fachreferenten, Niederlassungsleiter oder Führungskräfte auf der Messe zugegen, wie Dr. Wolfgang Schäfers, Vorstandssprecher von IVG Immobilien und Professor am Irebs Institut für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg. "Es ist schwierig, gute Leute zu finden", sagt Personalreferent Dirk Drumm von der Deutschen Annington. Deshalb sei das Unternehmen nun häufiger auf Hochschulmessen vertreten und arbeite auch mit der Arbeitsagentur zusammen. 15 Trainee-Stellen hatte Drumm für die Bereiche General Management, Finanzen und Property-Management dabei. Die Bewerber sollten ein betriebswirtschaftliches Studium mit Immobilienbezug abgeschlossen haben. Die Art des Studienabschlusses sei dagegen weniger relevant.

Das Angebot traf auch die Interessen der Bewerber: Philipp Middendorp z.B. könnte sich eine Tätigkeit im Investment sowie im Portfolio- oder Asset-Management vorstellen. Er absolviert gerade ein betriebswirtschaftliches Masterstudium mit dem Schwerpunkt Immobilienmanagement an der Universität Leipzig.

Ein Dauerbrenner war auch wieder der Bereich Projektentwicklung, doch die große Nachfrage kann der Arbeitsmarkt nicht befriedigen. "Dafür gibt es derzeit keine Vakanzen", sagt Melanie Krüger von der Abteilung HR Recruiting & Marketing bei ECE.

Arbeitsfeld CREM vorgestellt

Das IZ-Karriereforum lenkte jedoch den Blick der Bewerber auf ein weiteres Tätigkeitsfeld: das Corporate Real Estate Management. Dazu zählt das Immobilienmanagement - vom Portfolio- bis zum Facility-Management - von Konzernen (siehe Artikel "Arbeiten, wo Immobilien nicht Kerngeschäft sind", S. 11). Beispielsweise umfasse der CREM-Bereich von Siemens mehr als 3.500 Mitarbeiter weltweit und sei zuständig für rund 17 Mio. m2, so Stefan Liesen, Vice President Human Resources von Siemens Real Estate. Weitere Aussteller aus diesem Segment waren u.a. H&M, BASF, ABB Grundbesitz und Metro Properties. Diese "atypischen" Unternehmen seien gut angekommen, erzählte Prof. Dr. Winfried Schwatlo, Mitglied im Vorstand von RICS Deutschland.

Lob für die Studenten

Auch die Studenten konnten bei den potenziellen Arbeitgebern punkten. Personalreferentin Ute Daniel bei DB Mobility Networks Logistics war davon beeindruckt, dass sie von einigen Messeteilnehmern des IZ-Karriereforums 2011 mit Namen angesprochen wurde. Auch Benjamin Hamisch war zum zweiten Mal dabei. Der Student der HfWU Nürtingen-Geislingen absolviert gerade sein Praxissemester bei GE Capital Real Estate. Er unterstützte das Stand-Team, wenn Nachfragen zu Praktika kamen, und war begeistert von der Motivation der Bewerber.

Susanne Ollmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Aengevelt Immobilien, war ebenfalls voll des Lobes: "Die Bewerber zeigten eine unheimliche Termintreue. Das hat richtig Freude gemacht." Für sie und einige ihrer Gesprächspartner ist die Messe noch nicht vorbei: Die ersten Nachgespräche wurden bereits geführt.

Sonja Smalian,Lars Wiederhold

Arbeiten, wo Immobilien nicht Kerngeschäft sind

IZ-Redakteur Albert Engelhardt im Gespräch mit Karin Eder, Klaus Ansmann
und Christian Schlicht (v.l.n.r.), die Einblicke in die Immobilienaufgaben
im Corporate Real Estate Management gaben.

IZ-Redakteur Albert Engelhardt im Gespräch mit Karin Eder, Klaus Ansmann und Christian Schlicht (v.l.n.r.), die Einblicke in die Immobilienaufgaben im Corporate Real Estate Management gaben.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 24.05.2012
Wer einen Abschluss in einem immobilienspezifischen Studiengang in der Tasche hat, der muss nicht notwendigerweise bei einem Immobilienunternehmen anheuern. Denn auch dort, wo Immobilien nicht zum ... 

Wer einen Abschluss in einem immobilienspezifischen Studiengang in der Tasche hat, der muss nicht notwendigerweise bei einem Immobilienunternehmen anheuern. Denn auch dort, wo Immobilien nicht zum Kerngeschäft gehören, spielen sie bei vielen großen Unternehmen eine wichtige Rolle: Welche Aufgaben das Corporate Real Estate Management (Crem) umfasst, darüber gaben drei Immobilienprofis auf dem IZ-Karriereforum Auskunft.

Wer bei Corporate Real Estate Management nur an Verwaltung und Instandhaltung des Immobilienportfolios denkt, der wurde eines Besseren belehrt. Die Aufgaben in den verschiedenen Weltunternehmen sind vielfältig - und sie sind organisatorisch hoch "aufgehängt": "Strategische Entscheidungen des Konzerns begleiten und umsetzen", so umschreibt Klaus Ansmann, Geschäftsführer von Deutsche Post DHL Corporate Real Estate Management, die Aufgaben der Crem-Gesellschaft.

Crem ist kein reiner Kostenfaktor

Seit September 2011 ist Ansmann für alle Immobilienaktivitäten der Deutsche Post/ DHL-Gruppe in Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika verantwortlich. Die Bedeutung des Immobilienbestands innerhalb des Konzerns zeigt er anhand der Kostenstruktur auf. 5% bis 6% der Gesamtkosten machten diese aus. Doch sie seien kein reiner Kostenfaktor. Vielmehr erwarte der Konzern auch, dass sie Geld erwirtschafte. Inzwischen entwickele die Einheit Crem eigene Immobilien, erwerbe dafür den Baugrund und führe den Bau selbst durch, erzählt Ansmann. Den "Developer-Profit" streiche dann seine Einheit ein.

Baukoordination und Bauherrenvertretung zählte zunächst zu Christian Schlichts Aufgaben, nachdem er beim Industrieunternehmen Adolf Würth eingestiegen war. Zuvor hatte er ein duales Studium als Wirtschaftsingenieur mit Vertiefungsrichtung Facility Management an der DHBW Baden-Württemberg absolviert. Später unterstützte ihn Würth dabei, berufsbegleitend einen Master of Business Administration draufzusatteln. Heute arbeitet der 28-Jährige in der Stabstelle Immobilien & Facility Management. Er ist für die strategische Ausrichtung und Koordination des Facility-Managements der Niederlassungen tätig. Zudem leitet er den An- und Verkauf der unternehmenseigenen Immobilien. Bei dem Schrauben-Hersteller sind das 1.400 Immobilien weltweit, davon 370 Gebäude in Deutschland.

BWL- und Technikwissen gefragt

Wer sich für den Bereich Crem interessiert, sollte BWL-Kenntnisse mitbringen, betont Karin Eder. Die Facility-Managerin ist seit 2009 bei Inter Ikea Centre Austria Services tätig. Zudem sei für sie der technische Background wichtig. Denn es gebe viel Vermittlungsarbeit zwischen Technikern und Kaufleuten, und als Facility-Managerin sei sie ein wichtiges Bindeglied zwischen den beiden Welten. Zudem sollte man auch Spaß am Networking haben. Auch Ansmann betont die enge Verzahnung von Technik und kaufmännischem Know-how: "Es ist eine kaufmännische Entscheidung, was passiert, aber die muss auf einer fundierten technischen Entscheidung basieren."

Info: CoreNet Global, die Vereinigung von Corporate Real Estate Managern weltweit, veröffentlicht im Juni 2012 ihre neue Studie "Corporate Real Estate 2020" und analysiert den Stand und die Entwicklung der Branche.

Sonja Smalian

Rund 650 Teilnehmer auf dem dritten IZ-Karriereforum

Die Personalverantwortlichen führten zahlreiche Gespräche mit den Besuchern des dritten IZ-Karriereforums.

Die Personalverantwortlichen führten zahlreiche Gespräche mit den Besuchern des dritten IZ-Karriereforums.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 16.05.2012
Rund 650 Teilnehmer zählte das dritte IZ-Karriereforum in Frankfurt am Main am vergangenen Samstag. Die Jobmesse für die Immobilienwirtschaft fand wieder auf dem Campus der Johann ... 

Rund 650 Teilnehmer zählte das dritte IZ-Karriereforum in Frankfurt am Main am vergangenen Samstag. Die Jobmesse für die Immobilienwirtschaft fand wieder auf dem Campus der Johann Wolfgang Goethe-Universität statt. Veranstalter des Karriere-Events waren die Immobilien Zeitung und Heuer-Dialog. Den insgesamt etwa 450 Bewerbern präsentierten sich 37 Aussteller – und die hatten ca. 165 offene Stellen im Gepäck.

Sonja Smalian

Der richtige Auftritt auf einer Jobmesse

Ein Bewerbungsgespräch will immer gut vorbereitet sein – auch auf einer Jobmesse.

Ein Bewerbungsgespräch will immer gut vorbereitet sein – auch auf einer Jobmesse.

Bild: Alexander Sell

Karriere 07.05.2012
Initiativbewerbungen müssen nicht immer nur per Post verschickt werden. Das Interesse kann auch live vermittelt werden. Auf einer Jobmesse treffen Kandidat und Personalverantwortlicher ... 

Initiativbewerbungen müssen nicht immer nur per Post verschickt werden. Das Interesse kann auch live vermittelt werden. Auf einer Jobmesse treffen Kandidat und Personalverantwortlicher direkt aufeinander – und können sich sofort Feedback geben. Dieser offene Austausch erspart den Bewerbern so manche Hürde, die im gewöhnlichen Bewerbungsprozess vor dem Erstkontakt steht. Doch um wirklich bei den Auswahlprofis punkten zu können, müssen Besucher vorbereitet sein. Hier die wichtigsten Tipps.

Jobmessen bieten Bewerbern viele Vorteile: Kandidaten können mit mehreren verschiedenen Unternehmen in kürzester Zeit direkt in Kontakt treten. Anders als auf Fachmessen, wie z.B. der Expo Real, sind auf Jobmessen mit den Personalverantwortlichen die richtigen Ansprechpartner auch wirklich am Stand und warten auf Interessenten. Jedes vierte Immobilienunternehmen sucht inzwischen auf Fach- und Jobmessen nach neuen Mitarbeitern. Das ergab die Umfrage zur Joboffensive 2011. Die Liste der Gesprächsthemen auf einer Jobmesse ist lang: Einstiegsoptionen, Informationen zu Praktika oder Tätigkeiten als Werkstudent, Suche nach Praxispartnern für ein duales Studium sowie Themen für Abschlussar­beiten.

Im direkten Gespräch mit den Personalern erhält der Interessent auch gleich einen Eindruck, wie das Unternehmen "tickt" - und ob es passen könnte. Gleichzeitig hat er auch die Chance, mit seiner Persönlichkeit zu punkten. Um überzeugend zu wirken, bedarf es jedoch einer guten Vorbereitung - wie bei jedem anderen Bewerbungsgespräch auch. Zumal auf einer Jobmesse alle Besucher ähnliche Ziele verfolgen und die Konkurrenz entsprechend groß ist! Der Auftritt will also geplant sein, von der Anreise über die Bekleidung bis zu den Unterlagen und zum Zeitplan.

Im Vorfeld den Dresscode klären

Bei der Anreise sollten Bewerber Pufferzeiten einplanen, um nicht in Stress zu geraten. Das gilt besonders für Kandidaten, die vorab feste Termine vereinbart haben. Diese sollten nicht zu eng gesetzt sein, denn gerade auf Messen kann es zu Verschiebungen kommen - und auch der Bewerber braucht wahrscheinlich eine Pause zwischen zwei verschiedenen Unternehmen.

Auch an die Bekleidung sollte der Bewerber einige Gedanken verschwenden. Wer lange im Zug oder Auto sitzen muss, könnte das gebügelte Hemd auch erst kurz vor der Veranstaltung überziehen, um nicht schon verknittert anzukommen. Ein Ersatzhemd in der Tasche ist zur Sicherheit empfehlenswert. Wie der Dresscode auf der Messe aussieht, lässt sich meist einfach recherchieren. Sofern es sich nicht um eine erstmalige Veranstaltung handelt, sind oftmals auf der Internetseite Fotos von der letzten Veranstaltung eingestellt oder über eine Internetsuche schnell auffindbar. Diese zwei Minuten sollten sich Bewerber Zeit nehmen, denn wenn alle im Anzug erscheinen, könnten die Jeans mit Sakko nicht mehr ganz so lässig wirken - und der Kandidat fühlt sich entsprechend unwohl.

Etwas mehr Vorbereitungszeit ist sicherlich für die Erstellung der Unterlagen nötig. Für eine Jobmesse reicht ein Lebenslauf ohne Zeugnisse und Anschreiben, schreibt das Autorenteam um Claus Peter Müller-Thurau in seinem Ratgeber "Erfolgreich bewerben. Das große Handbuch". Doch auch dieser sollte sehr übersichtlich und durchdacht erstellt werden. Auf dem zweiten IZ-Karriereforum im vergangenen Jahr bemängelten die Personalprofis während des Bewerbungsmappen-Checks Schwächen bei Verständlichkeit und Layout des Lebenslaufs.

Das eigene Kompetenzprofil kurz formulieren

Müller-Thurau empfiehlt Bewerbern, ihr eigenes Kompetenzprofil kurz und knapp zu formulieren. Dazu zählt eine Kurzvorstellung des Bewerbers (vollständiger Name, sein Aufhänger, warum er sich für dieses Unternehmen interessiert, und wie seine aktuelle Situation ist). Dann sollte Auskunft gegeben werden, welche Qualifikationen und wesentlichen Kenntnisse, z.B. in der Bewertung, der Kandidat mitbringt und wo er sein Wissen schon einmal einbringen konnte. Dann muss der Kandidat kommunizieren können, welches Ziel er hat, also welche Position ihn interessiert. Bevor das Gespräch beendet wird, sollte das weitere Vorgehen vereinbart werden. Reicht der Kandidat eine vollständige Mappe nach, gibt es ein weiteres Telefongespräch? Die mündliche Präsentation des Kurzprofils kann der Bewerber zuhause bereits üben, indem er es mehrere Male laut spricht! Auf der Messe dürfte es ihm dann nach dem zweiten Gespräch sicher über die Lippen gehen.

Sonja Smalian

Tolle Büro-Arbeitsplätze helfen bei der Rekrutierung

Lage, Ausstattung und Umgebung des Arbeitsplatzes sind wichtige Entscheidungskriterien für oder gegen einen Arbeitsplatz.

Lage, Ausstattung und Umgebung des Arbeitsplatzes sind wichtige Entscheidungskriterien für oder gegen einen Arbeitsplatz.

Bild: BilderBox.com

Karriere 07.05.2012
Arbeitgeber buhlen oft mit einem ganzen Strauß von Anreizen um Mitarbeiter: Neben flexiblen Arbeitszeiten, umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten und leistungsorientierten Boni-Systemen ... 

Arbeitgeber buhlen oft mit einem ganzen Strauß von Anreizen um Mitarbeiter: Neben flexiblen Arbeitszeiten, umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten und leistungsorientierten Boni-Systemen sollten Unternehmen auch das Büro(gebäude) als Lockmittel nicht unterschätzen. Denn Ausstattung, Umgebung und Standort des Arbeitsplatzes sind für das Heer der Arbeitnehmer ein wichtiges Kriterium bei der Jobsuche - und ihnen bares Geld wert.

So würde sich jeder zweite Arbeitnehmer bei der Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten für den Arbeitsplatz mit der besseren Ausstattung entscheiden. Und das auch, wenn die Firma mit dem nicht so gut ausgestatteten Arbeitsplatz eine bessere Bezahlung anbieten würde. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage unter rund 900 Arbeitnehmern. Auftraggeber der Studie war die HIH Hamburgische Immobilien Handlung. Unter den Beschäftigten, die jünger als 35 Jahre sind, würden sich sogar 60 Prozent für den besser ausgestatteten Arbeitsplatz bei gleichzeitiger Gehaltseinbuße entscheiden.

"Der Wettbewerb um die besten Köpfe läuft eben nicht nur über Geld, Entwicklungsmöglichkeiten oder Sozialleistungen, sondern und vermehrt auch über das Arbeitsumfeld und die Aufenthaltsqualität. Das gilt gerade im Hinblick auf jüngere Beschäftigte", folgert Ken Kuhnke, Leiter Vermietungsmanagement bei der HIH. "Unternehmen müssen daher bei der Auswahl von Büroimmobilien die Bedürfnisse der Belegschaft zukünftig stärker berücksichtigen. Das gilt vor dem Hintergrund des sich durch die demografische Entwicklung abzeichnenden Nachwuchsmangels umso mehr."

Sonja Smalian

15. Mai ist Bewerbungsschluss für DVP-Förderpreis

Die Sieger in den drei Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro Preisgeld. Ein Abo der Immobilien Zeitung gibt es zudem für alle Wettbewerbsteilnehmer.

Die Sieger in den drei Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro Preisgeld. Ein Abo der Immobilien Zeitung gibt es zudem für alle Wettbewerbsteilnehmer.

Bild: Fotolia.de/Liv Friis-larsen

Karriere 16.04.2012
Der Deutsche Verband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft (DVP) hat gemeinsam mit der Immobilien Zeitung den DVP-Förderpreis 2012 ausgelobt. Gesucht werden wissenschaftliche ... 

Der Deutsche Verband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft (DVP) hat gemeinsam mit der Immobilien Zeitung den DVP-Förderpreis 2012 ausgelobt. Gesucht werden wissenschaftliche Abschlussarbeiten zum Projektmanagement und zur Projektentwicklung. Letzter Abgabetermin ist am 15. Mai 2012.

Der Förderpreis wird in den drei Kategorien Bachelorarbeiten, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen verliehen. Angenommen werden Arbeiten, die mindestens mit gut bewertet worden sind und aktuelle Themen aus dem Bereich Projektentwicklung bzw. Projektmanagement behandeln. Die Ergebnisse der Teilnehmer müssen praxisrelevant und in Unternehmen bzw. Organisationen auch umsetzbar sein. Besonders erwünscht sind aus diesem Grund Arbeiten, die in Kooperation mit einem Unternehmen entstanden sind.

Themenwahl, Praxisrelevanz, Innovationsgrad und Darstellung werden von einer Fachjury, der u.a. der DVP-Vorstand angehört, bewertet. Die Gewinner in den drei Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro Siegerprämie und werden Ende Juli 2012 benachrichtigt. Der Preis wird ihnen auf der DVP-Tagung am 16. November 2012 überreicht. Darüber hinaus dürfen die Preisträger kostenlos an einer DVP-Projektmanagement-Fachtagung teilnehmen. Zudem erhält jeder Wettbewerbsteilnehmer ein einjähriges Abonnement der Immobilien Zeitung.

Kontakt: Stefanie Fedderau (Tel.: 030-254 221 86; E-Mail: info@dvpev.de)

Sonja Smalian