Karriere News

Immofrauen verleihen Nachwuchsförderpreise 2017

v.l.n.r.: Christine Hager, Vorstandsvorsitzende des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft, die drei Preisträgerinnen Laura Burkhard, Miriam Bätzing und Dr. Sonja Bauer sowie Jurypräsidentin Professor Dr. Marion Peyinghaus.

v.l.n.r.: Christine Hager, Vorstandsvorsitzende des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft, die drei Preisträgerinnen Laura Burkhard, Miriam Bätzing und Dr. Sonja Bauer sowie Jurypräsidentin Professor Dr. Marion Peyinghaus.

Quelle: Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V.

Karriere09.10.2017

Nicht ohne meinen CDO

Inga Beyler und Thomas Flohr von Bernd Heuer Karriere.

Inga Beyler und Thomas Flohr von Bernd Heuer Karriere.

Karriere06.10.2017
Die eine oder andere Führungsriege ist neuerdings um eine Position reicher: den Chief Digital Officer, kurz: CDO. Kandidaten findet Personalberater Thomas Flohr z.B. in der Autoindustrie. ... 

Die eine oder andere Führungsriege ist neuerdings um eine Position reicher: den Chief Digital Officer, kurz: CDO. Kandidaten findet Personalberater Thomas Flohr z.B. in der Autoindustrie.

Die eigenen Geschäftsprozesse optimieren und die blühende Proptech-Lanschaft auf verwertbare und zukunftsträchtige Geschäftsideen hin screenen - das sind die Beweggründe, wenn sich etablierte Immobilienunternehmen auf der Suche nach Digitalisierungsexperten an Flohr wenden. "Drei Mandate in dieser Richtung haben wir in letzter Zeit schon bekommen, an einem vierten sind wir gerade dran", berichtet der Managing Partner von Bernd Heuer Karriere.

Einem Projektentwicklungsunternehmen hat Flohr etwa jemanden aus der Business-Development-Abteilung eines Automobilherstellers vermittelt. Die Frage, die dabei im Hintergrund stand: Wie wirken sich selbstfahrende Autos auf die Stadtentwicklung aus? "Parkplätze werden ja überflüssig, wenn sich autonome Fahrzeuge ausbreiten", erklärt Flohr. Die Befruchtung ist dabei eine wechselseitige: So beschäftigen die Autobauer in ihren Entwicklungsabteilungen Architekten, die das Auto im Zusammenspiel mit der Stadt von morgen denken.

In einem anderen Fall hat Flohr eine Kapitalanlagegesellschaft auf ihrer Suche nach jemandem zum Ziel geführt, der sich mit Themen wie künstlicher Intelligenz - Stichwort: Auslesen von FM- oder Mietverträgen - auskennt. Die betreffende Person, die nun in der Unternehmensentwicklung der KAG arbeitet, kam jedoch nicht von außerhalb, sondern aus einer ähnlichen Struktur.

Eine Alternative zum CDO ist die Beteiligung an einem Proptech, das die Lösung für ein Problem schon gefunden hat. Ein Beispiel: der Einsteig von Union Invest beim Datenmanager Architrave.

Harald Thomeczek

"Vom Brexit nichts zu spüren"

Alice Fontana.

Alice Fontana.

Karriere06.10.2017
Headhunter wie Alice Fontana aus London machen bislang keine Auswirkungen des Brexit-Votums auf den Kandidatenmarkt aus. ... 

Headhunter wie Alice Fontana aus London machen bislang keine Auswirkungen des Brexit-Votums auf den Kandidatenmarkt aus.

"Ein bisschen auffällig ist höchstens, dass Deutsche, die in London Karriere gemacht haben, zurzeit vermehrt bereit sind zurückkehren", berichtet die österreichische Gründerin von Bohill Partners. Sie selbst hätte inzwischen Skrupel, eine ganze Familie - wie im letzten Jahr noch geschehen - aus Frankfurt nach London zu verlegen. Weil die Gefahr droht, dass Deutsche, die heute eingestellt und bei dem laxen Arbeitsrecht vielleicht morgen schon wieder gefeuert werden, die Insel nach einem (harten) Brexit wieder verlassen müssten.

Bei den Führungs- und Spezialistenpositionen im Frontoffice, die Bohill Partners besetzt, kann Fontana bis dato keinerlei negativen Einfluss des drohenden EU-Austritts feststellen, ganz im Gegenteil: "Wir verspüren positive Vibes von kontinentaleuropäischen Adressen, die in London Fuß fassen wollen." Ihre Kollegen, die UK-spezifische Rollen besetzen, hätten noch nie so viel zu tun gehabt wie heute. Richard-Emanuel Goldhahn, Deutschland-Geschäftsführer des britischen Personalberaters Cobalt, geht davon aus, dass es ein zweites Referendum geben wird, wenn klar ist, unter welchen Konditionen der Austritt zustande kommen soll. "Und selbst wenn z.B. US-Fondshäuser ihre Dependance verlagern, gehen sie wegen der Sprachbarriere eher nach Dublin als nach Frankfurt."

Harald Thomeczek

Drei Fragen an Kathrin Hardenberg

Kathrin von Hardenberg, Gründerin von Indigo Headhunters.

Kathrin von Hardenberg, Gründerin von Indigo Headhunters.

Karriere05.10.2017
Frau Hardenberg, der Personalbedarf in der Immobilienwirtschaft wird nicht kleiner. Ich könnte mir vorstellen, dass die Offenheit für Quereinsteiger wächst.In der Tat, Eins-zu-Eins-Besetzungen ... 
Frau Hardenberg, der Personalbedarf in der Immobilienwirtschaft wird nicht kleiner. Ich könnte mir vorstellen, dass die Offenheit für Quereinsteiger wächst.

In der Tat, Eins-zu-Eins-Besetzungen aus gleichen Positionen z.B. im Asset- oder Property-Management werden immer schwerer. Seit etwa anderthalb Jahren kommt es deshalb wieder häufiger vor, dass jenseits des klassischen Target-Pools gefischt wird.

Wo wird denn besonders viel in fremden Gewässern gefischt?

Im Fundraising ist das ganz extrem. Hier öffnen wir die Kandidatenpools mittlerweile von Anfang an. Viele Fondshäuser nehmen institutionelle Investoren neuerdings oder verstärkt ins Visier, sodass die Wahrscheinlichkeit, eine Stelle mit jemandem aus der Immobilienwelt zu besetzen, immer geringer wird. Einen Wertpapier-Vertriebler auf den Immobilienfondsvertrieb umzuswitchen, ist aber auch nicht so schwer: Die bringen die Kontakte zu den Zielkunden ja schon mit. Auch für Analyst- oder Associate-Positionen mit drei bis sieben Jahren Berufserfahrung im An- und Verkauf halten wir die Augen vermehrt nach Bankern aus M&A- oder Corporate-Finance-Abteilungen offen.

Wo stößt das Arbeiten mit Quereinsteigern an seine Grenzen?

Überall dort, wo von Anfang an ein Branchennetzwerk und Immobilien-Know-how gefragt sind, z.B. bei Senior-Akquisiteuren.

Harald Thomeczek

Mitarbeiters des Monats? Oh nein!

Karriere05.10.2017

Digitalisierung an der Irebs-Akademie studieren

Karriere05.10.2017
Die Irebs Immobilienakademie trägt der Dauerpräsenz des schillernden und vielschichtigen Begriffs Digitalisierung Rechnung und nimmt den Studiengang "Digital Real Estate Management" in ihr ... 

Die Irebs Immobilienakademie trägt der Dauerpräsenz des schillernden und vielschichtigen Begriffs Digitalisierung Rechnung und nimmt den Studiengang "Digital Real Estate Management" in ihr Weiterbildungsportfolio auf. Angesprochen fühlen sollen sich zum einen Entscheider, die auf der Managementebene für die Ausrichtung des Geschäftsmodells ihrer Häuser verantwortlich sind, und zum anderen diejenigen, die mit der konkreten Ausarbeitung und Umsetzung digitaler Projekte betraut werden. Das Ziel: etablierte Unternehmen aus allen Ecken der weiten Immobilienwelt - ob Projektentwickler, Finanzierer und Investment-Manager, Asset-, Property- oder Facility-Manager - gleichermaßen dazu zu befähigen, dem digitalen Tsunami aus eigener Kraft zu begegnen und die digitalen Möglichkeiten für sich zu nutzen, statt Innovationen von Proptechs zuzukaufen.

In der Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft hängt schließlich alles mit allem zusammen, und alle Unternehmen haben die gleichen Grundfragen zu künstlicher Intelligenz, Blockchain, Datenanalyse und -management, argumentieren die Väter des neuen Studiengangs, Tobias Just (wissenschaftlicher Leiter der Irebs-Akademie) und Markus Hesse (Studienleiter). Herzstück des Intensivstudiums ist die Erarbeitung einer digitalen Geschäftsidee - sei es als geschütztes Biotop in den Wänden des bestehenden Unternehmens oder als frei flottierendes Start-up - und ihre Verfechtung in einem Pitch.

Der Startschuss für das neue Angebot fällt am 26. Februar 2018. Studienort ist Eltville bei Wiesbaden. Das Ganze kostet 5.450 Euro plus Mehrwertsteuer und dauert zehn volle Tage, die sich auf drei Wochen verteilen.

Harald Thomeczek

Fehlende Fachkräfte

Olaf Kenneweg.

Olaf Kenneweg.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Karriere05.10.2017
Zwei von drei Immobilienfirmen wollen ihre Belegschaft ausweiten. Doch der Fachkräftemangel macht ihnen zu schaffen, sagt Personalberater Olaf Kenneweg. ... 

Zwei von drei Immobilienfirmen wollen ihre Belegschaft ausweiten. Doch der Fachkräftemangel macht ihnen zu schaffen, sagt Personalberater Olaf Kenneweg.

Befragt wurden Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder. Geantwortet haben insgesamt Vertreter von 61 Unternehmen. Von diesen erwarten 64% eine „steigende" oder „stark steigende" Beschäftigungsentwicklung innerhalb der kommenden zwölf Monate. Einen „deutlichen" Fachkräftemangel verspürt fast die Hälfte (47,5%) der teilnehmenden Unternehmen. „Diese Entwicklung bestätigt sich schon seit drei Jahren in unserem Mandantenkreis. Insbesondere der technische Bereich hat sich klar zum Arbeitnehmermarkt entwickelt", sagt Personalberater Olaf Kennweg. Ins Bild passt, dass ebenfalls jedes zweite Unternehmen (49,2%) weniger aktive Bewerbungen erhält.

Keine Strategie zur Karriereentwicklung von Frauen

Ist der Wunschkandidat gefunden, ist der Knoten längst nicht geplatzt: Knapp jeder Dritte (31,1%) kann die Aussage voll und ganz unterschreiben, dass Vertragsangebote von Wunschkandidaten nicht mehr ohne weiteres angenommen werden, sondern im Gegenteil Ablehnungen aufgrund von Alternativangeboten zunehmen. Nur 23% sagen, dies treffe für sie nicht zu. Die mit Abstand größten Schwierigkeiten bereitet die Rekrutierung berufserfahrener Spezialisten: Hier haben 44 Unternehmen Probleme. Young Professionals mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung zu finden, gestaltet sich dagegen „nur" für 23 Arbeitgeber als Herausforderung.

Dem konstatierten Fachkräftemangel zum Trotz haben die meisten befragten Unternehmen bislang keine Strategie zur Karriereentwicklung von Frauen ausgearbeitet. Nur 15,5% können einen Haken unter diese Frage setzen. Weitere 5,2% geben an, eine solche Strategie zumindest in Planung zu haben. Doch 70,7% verneinen diese Frage schlicht, und 8,6% wissen es offenbar selbst nicht („keine Angabe"). Unternehmen seien sich zwar durchaus der Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bewusst, diese Frage stelle sich jedoch zunehmend eher bei männlichen Mitarbeitern am Beispiel Elternzeit, so Kenneweg.

Harald Thomeczek