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Wunscharbeitgeber haben viele Gesichter - und manchmal keines

Wer ist hier Student, wer Arbeitnehmervertreter? Speed-Dating auf dem IZ-Karriereforum 2019.

Wer ist hier Student, wer Arbeitnehmervertreter? Speed-Dating auf dem IZ-Karriereforum 2019.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Sell

Karriere 04.07.2019
Eine spannende Aufgabe, Wohnortnähe oder Eigenverantwortung: Studierende setzen bei der Arbeitgeberwahl unterschiedliche Schwerpunkte. Und manche haben überhaupt keinen Wunscharbeitgeber. ... 

Eine spannende Aufgabe, Wohnortnähe oder Eigenverantwortung: Studierende setzen bei der Arbeitgeberwahl unterschiedliche Schwerpunkte. Und manche haben überhaupt keinen Wunscharbeitgeber. Denn so richtig lernt eine Firma erst kennen, wer dort arbeitet.

Dennis Hepp hat seinen Traumjob schon gefunden. Der 25-Jährige Saarländer arbeitet seit Mai bei BMW in München. Dabei sind ihm Autos eigentlich ziemlich egal: "Ich habe nicht den Anspruch, dass ich ein eigenes Auto habe. Wenn ich eins brauche, miete ich es mir über einen Shared Service oder nutze ein Fahrrad oder einen Elektroroller", sagt Hepp.

Große Namen aus der Immobilienbranche lassen Hepp eher kalt: Die JLLs oder CBREs dieser Welt sagen ihm persönlich nicht zu, erklärt er auf Nachfrage. Das sind zwar die bei Studenten mit Immobilienbezug beliebtesten Arbeitgeber, wie die diesjährige Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung ans Licht gebracht hat (siehe "Der Nachwuchs votiert für JLL"). Hepp aber teilt diese Begeisterung nicht: "Solche Firmen machen oft das Angebot, die Kosten um einen bestimmten Prozentsatz zu senken. Doch die Konzepte hinter solchen Angeboten sind fragwürdig ..."

Hepp ist im Corporate Real Estate Management (CREM) tätig. Bei BMW leitet er ein Teilprojekt zur Einführung eines "Integrated Workplace Management Systems". "Dadurch wird eine Digitalisierung des Immobilienbestands stattfinden, und wir können unseren wichtigsten Kunden, unseren Mitarbeitern, bessere Services anbieten und unser Tagesgeschäft verschlanken", schwärmt er. Studiert hat Hepp an der TU Kaiserslautern und der FH Münster. Zuerst machte er einen Bachelor in Facility-Management (FM), dann packte er einen Master in Immobilienmanagement/FM drauf. Namhafte Automobilhersteller haben es ihm anscheinend angetan: Bei Audi machte er im Studium ein Praktikum im Bereich Infrastruktur- und Parkplatzmanagement. Später verbrachte er bei der Volkswagen-Tochter ein halbes Jahr als Masterand in der Energie-und Umweltabteilung in Mexiko. Seine Masterarbeit dreht sich um die CO2-Neutralität des mexikanischen Audi-Werks.

Wenn er nach den Kriterien seiner Arbeitgeberwahl gefragt wird, sagt der junge Mann: "Ich wollte zu einem breit aufgestellten deutschen Unternehmen mit internationaler Ausrichtung, damit ich mich weiterentwickeln kann, gerne auch mit einer späteren Tätigkeit im Ausland." Die Corporate-Seite des Immobilienmanagements interessierte ihn schon im Studium am meisten. Er findet es gut, dass er nicht für irgendwen als Dienstleister agiert, sondern dass seine Kunden gleichzeitig seine Kollegen sind. Auch die Vielfalt der Nutzungsarten und Standorte macht den CREM-Job spannend: Produktion, Logistik, Büros, Showrooms und Spezialimmobilien.

Wichtig ist Hepp auch, dass er eine "geregelte Arbeitszeit" hat. Klar mache er auch mal Überstunden, wenn es nötig ist. Die sollen dann aber bitte nicht mit seinem Gehalt abgegolten sein. Wie viel er verdient, sagt Hepp nicht genau: Sein Bruttojahresgehalt liege im Bereich des Wunschgehalts von ca. 50.000 Euro, dass er mit dem Masterabschluss anstrebte. Bei BMW kann er Überstunden, wenn welche anfallen, abfeiern oder er bekommt sie ausbezahlt.

Das ist auch so ein Punkt, der in Hepps Augen gegen einschlägige Immobilienberater wie JLL oder CBRE spricht. Über Kommilitonen hat er Einblick in den Alltag eines Immobilienberaters: "Die Arbeitszeiten sind utopisch, und Überstundenausgleich wird kleingeschrieben." Die ausgeprägte Reisetätigkeit ist für ihn ebenfalls ein Malus: "Die sind immer nur unterwegs."

Hepps Radius dagegen ist überschaubar: Er kümmert sich um die Immobilien in und um München, dem Hauptsitz von BMW. Nicht, dass einer wie er, der ein halbes Jahr für seine Masterarbeit in Mexiko war, längere Reisen und Auslandsaufenthalte scheute. Und vor dem Schritt nach München ist der junge Mann aus dem Saarland schließlich auch nicht zurückgeschreckt. Nur: Es gibt halt noch ein Leben neben dem Job. Und das möge bitteschön nicht zu kurz kommen.

Ehemalige Mitstudenten von Hepp sehen das genauso: "Viele Kommilitonen von mir waren beim Kickoff nicht auf ein Unternehmen fokussiert. Sie wollten einen Job in der Nähe ihres Studienorts oder in ihrer Heimat." Die Nähe zum Wohnort war auch für Lena Schulte-Zweckel ausschlaggebend. "Ich habe einen Arbeitsweg von 15 Minuten", sagt die 26-Jährige, die in Bottrop wohnt und bei einem Familienbetrieb aus Gladbeck arbeitet, der Immobilien vermittelt, verwaltet und bewertet. Im Mai machte sie ihren Bachelor an der EBZ Business School in Bochum.

In dem Familienunternehmen machte Schulte-Zweckel bereits ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau. Schon bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sah sie die Wohnortnähe als Vorteil an, "was sich im Nachhinein bestätigt hat". Und noch einen Pluspunkt kleinerer Firmen macht sie aus: "Verglichen mit meinen Mitschülern in der Berufsschule, welche überwiegend in großen Unternehmen tätig waren, war mein Aufgaben- und Verantwortungsbereich deutlich größer." Nach einer neuen Stelle schaut sich Schulte-Zweckel trotz Studienabschlusses aktuell nicht um. Sollte sich das ändern, würde die Nähe zum Wohnort diesmal "nicht die oberste Priorität sein", räumt die Bachelor-Absolventin ein. "Aufgrund des abgeschlossenen Studiums würde der Fokus eher in Richtung Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten gehen. Daher würde die Wahl auf ein großes Unternehmen fallen, das im besten Fall international vernetzt ist."

Schulte-Zweckel hat bei der Arbeitsmarktumfrage der Immobilien Zeitung keinen Wunscharbeitgeber angegeben - wie so viele andere Studenten auch: Von 358 Befragungsteilnehmern ließen immerhin genau 149 dieses Feld im Onlinefragebogen leer. "Ich persönlich habe keinen Wunscharbeitgeber", sagt etwa ein 25-Jähriger, der im vierten Mastersemester Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Bau an der TU Darmstadt studiert. Seine Aussage ist erfahrungsgesättigt: Abgesehen von Ferienjobs und dergleichen hat der junge Mann schon ein fünfmonatiges Praktikum in der Bauleitung bei einem mittelständischen Bauunternehmen absolviert und elf Monate als Werkstudent bei einem Baukonzern gearbeitet. Zurzeit jobbt er bei einem Projektentwickler.

Das Fazit des Masterstudenten fällt ernüchternd aus: "Bei meinen bisherigen beruflichen Stationen ist mir immer wieder aufgefallen, dass die Außenwahrnehmung und das tatsächliche Betriebsklima in keiner Weise miteinander übereinstimmen müssen." Oft fielen in der Außendarstellung Begriffe, deren Sinn sich erst im Arbeitsalltag erschließe. Ein Beispiel: Die Aussage "Bei uns erhalten Sie Raum, sich zu entwickeln", bedeutete übersetzt, "dass man mit einer sehr geringen Hilfestellung und Einweisung ein großes Arbeitspensum bewältigen musste".

Drei Dinge, findet der junge Mann, müssen bei einem Job zusammenkommen: "Das Team, in dem man arbeitet, die eigenen Arbeitsfelder - wobei man natürlich nie davon ausgehen kann, dass man nur genau das macht, worauf man Lust hat - und die extrinsischen Anreize. Solange diese Dinge zusammenpassen, ist es meiner Meinung nach egal, welcher Name am Eingang der Firma steht." Bei dem einen oder anderen Punkt wäre der Student bereit, Abstriche zu machen, wenn das Gesamtpaket stimmt. Der Haken an der Sache: "So eine Einschätzung lässt sich erst dann treffen, wenn man wirklich einige Zeit bei dem entsprechenden Arbeitgeber gearbeitet hat, und nicht, wenn man noch vor dem Bewerbungsgespräch steht."

Harald Thomeczek

Die beliebtesten Arbeitgeber: 2. CBRE

Mike Schrottke, Head of Human Resources bei CBRE in Deutschland.

Mike Schrottke, Head of Human Resources bei CBRE in Deutschland.

Quelle: CBRE

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Der börsennotierte US-Konzern mit insgesamt rund 90.000 Mitarbeitern versteht sich als der Welt größter Gewerbeimmobiliendienstleister. Rund 1.700 Leute arbeiten in Deutschland. Jeder Geschäftsbereich - oder wie es offiziell heißt: jede Business Line - ist praktisch ein eigenes kleines Unternehmen. Als da wären: Advisory & Transaction Services, Capital Markets, Building Consultancy & Project Management, Digital Advisory, Global Workspace Solutions, Valuation Advisory Services, Property Management. ""Wir bieten umfassende Immobiliendienstleistungen an - und haben deshalb auch für Absolventen und Studenten eine breite Palette an Jobs", wirbt Mike Schrottke, Head of Human Resources. Auch regional haben Hochschulabsolventen die Wahl. Sie können bei CBRE in allen sieben deutschen Niederlassungen starten: Frankfurt, Berlin, München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Hamburg.

Was Abschlüsse angeht, ist CBRE nicht wählerisch: Das Unternehmen beschäftigt hierzulande Menschen mit 120 verschiedenen Abschlüssen. Des Englischen mächtig zu sein, ist dafür in einem US-Konzern mit Kundschaft aus aller Herren Länder eine Grundvoraussetzung - allein schon, um sich in den eigenen Business Lines zurechtzufinden.

In diesem Jahr stellte CBRE ungefähr 80 bis 90 Berufseinsteiger, duale Studenten, Praktikanten und Werkstudenten sowie Azubis und Schüler ein oder sucht noch nach passenden Köpfen. Neben dem Direkteinstieg bietet CBRE auch ein Traineeprogramm an - genauer: zwei verschiedene.

Eines davon richtet sich speziell an Absolventen, die sich für den Bereich Building Consultancy interessieren. Das andere ist generalistischer Natur und setzt sich meist aus den Bausteinen Capital Markets und Bewertung sowie einem dritten Bereich, z.B. Hotel, zusammen. In puncto duales Studium arbeitet CBRE mit der HWR Berlin (Bachelor Immobilienwirtschaft) und der IUBH (BWL, Fachrichtung Immobilienmanagement) zusammen.

Harald Thomeczek

Die beliebtesten Arbeitgeber: 3. BEOS

Holger Matheis, im Beos-Vorstand u.a. fürs Personal zuständig

Holger Matheis, im Beos-Vorstand u.a. fürs Personal zuständig

Quelle: Immobilien Zeitung

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Der Berliner Projektentwickler und Asset-Manager Beos beschäftigt knapp 200 Leute. An den Standorten Hamburg, Köln, Stuttgart, München und Frankfurt sind es jeweils ungefähr 20, der Rest tummelt sich am Hauptsitz in der Hauptstadt. Der Altersschnitt liegt entsprechend bei 36 Jahren. "Deutlich über 50%" der Kollegen sind Frauen, dafür findet sich im fünfköpfigen Vorstand und dem Aufsichtsrat kein einziger weiblicher Kopf.

Allein im laufenden Jahr stellt das Unternehmen laut Personalvorstand Holger Matheis "geschätzt 60 Mitarbeiter" ein. Der Großteil - "60% bis 70%" - der Neueinstellungen sind Berufseinsteiger. "Wir sind interdisziplinär aufgestellt", sagt Matheis. Betriebs- und Volkswirte, Architekten, Geografen oder Stadtplaner, sie alle können bei Beos unterkommen. Am besten bringen sie dafür einen "immobilienwirtschaftlichen Zusatzabschluss mit oder sie machen ihn später berufsbegleitend bei uns". Auch für Zentralstellen wie Marketing, Recht, Finanzen, oder Steuern und Beteiligungen braucht Beos Manpower.

"Wir bilden alle so aus, dass sie Projektentwicklung und Asset-Management können, weil auch das stabilisierte Asset wieder in den Zustand einer Projektentwicklung rutschen kann", betont Matheis. Und weil umgekehrt auch eine Projekt-/Bestandsentwicklung, wenn der Businessplan aufgeht, irgendwann in ruhigeres Fahrwasser kommt.

Letztes Jahr kam Beos unter ein internationales Konzerndach: Die beiden Gründer Stephan Bone-Winkel und Ingo Hans Holz machten Kasse und verkauften ihr inzwischen 22 Jahre altes Baby an den Versicherungskonzern Swiss Life. Damit mutierte Beos zur Schwester des Viertplatzierten Corpus Sireo, bei dem die Schweizer schon 2015 das Kommando übernommen hatten.

Harald Thomeczek

Die beliebtesten Arbeitgeber: 6. PATRIZIA

Sabine Schillinger-Köhne, Head of HR Germany.

Sabine Schillinger-Köhne, Head of HR Germany.

Quelle: Patrizia Immobilien AG

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Das Investmenthaus Patrizia Immobilien mit Sitz in Augsburg sucht vor allem in den Bereichen Asset Management, Fund Management und Technology & Innovation nach qualifizierten Mitarbeitern. Wer dort den Einstieg schafft, trifft heute auf 842 festangestellte Mitarbeiter und 53 Werkstudenten und Praktikanten. Die Verteilung auf die beiden Geschlechter ist fast hälftig.

An sie wird vor allem die Anforderung gestellt, international ausgerichtet zu sein. Denn Patrizia positioniert sich weiterhin und zunehmend als globaler Partner für paneuropäische Immobilieninvestments. Zuletzt kaufte der Konzern die japanische Kenzo Capital Corporation dazu, um die globalen Aktivitäten auszuweiten.

Entsprechend fordert Patrizia von den Bewerbern für das Management-Traineeprogramm nicht nur einen Masterabschluss, sondern auch Auslandserfahrung. Generell sind Masterabsolventen in dem Haus sehr willkommen. Aber auch Bachelorstudenten dürfen sich gerne bewerben, so sie denn über praktische Berufserfahrung verfügen. Neben guten Noten in relevanten Einzelfächern sollten die Kandidaten sehr gute Englischkenntnisse und ein interkulturelles Verständnis mitbringen. Denn die standortübergreifende Arbeit in internationalen Teams gehört zum Geschäft.

Darüber hinaus kann ein Verständnis für die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Immobilienbranche nicht schaden. Das ist ebenfalls ein Bereich, in dem sich Patrizia z.B. durch die Beteiligung an Unternehmen wie Evana und Control.IT engagiert.

Anke Pipke

Die beliebtesten Arbeitgeber: 9. ECE

Claudia Theisel, Director Human Resources bei ECE.

Claudia Theisel, Director Human Resources bei ECE.

Quelle: ECE

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Bei ECE arbeiten ca. 3.400 Menschen im In- und Ausland. Alleine rund 1.000 von ihnen kümmern sich um die rund 200 Shoppingcenter, die ECE managt, in Schuss hält und/oder umkonzeptioniert. Die Zahl der reinen Entwickler bei ECE beziffert Claudia Theisel, Director Human Resources, auf ca. 130. Sie betreuen bei ECE nicht nur den (Um-)Bau von Einkaufstempeln, sondern auch andere Assetklassen. ECE entwickelt - z.B. für die Schwester Hermes - auch Logistikflächen sowie Bürogebäude und Hotels.

Alleine im Hamburger Headquarter sind 1.400 Leute beschäftigt. ECE-Mitarbeiter in Deutschland sind im Schnitt 44 Jahre alt und zu 52% weiblich. Bei Führungskräften liegt der Frauenanteil - ohne die Technikchefs der Center - bei 45%. Knapp über die Hälfte aller ECEler sind Akademiker: Architekten, Ingenieure, Betriebs- und Volkswirte, ITler, Juristen, Stadtentwickler oder Soziologen. Die Fluktuation liegt 2019 bei 3,4%.

Centermanager und Leasingmanager bildet ECE in bis zu dreijährigen Traineeprogrammen selbst aus. Hochschulabsolventen, die diesen Weg einschlagen, kommen mit unterschiedlichen, meist kaufmännischen Studienschwerpunkten zur ECE. Wer Centermanager werden möchte und noch keine Einzelhandelserfahrung gesammelt hat, absolviert bei ECE eine mehrwöchige Ausbildung im Einzelhandelsbereich. Wer Asset-Manager werden möchte und einen Direkteinstieg sucht, für den ist eine Position als Asset-Controller, der dem Asset-Manager zwei, drei Jahre lang zuarbeitet, der übliche Startpunkt.

Fürs laufende Jahr kalkuliert Theisel mit 15 Direkteinsteigern sowie sieben bis zehn Trainees. Aktuell sucht sie Trainees für den Bereich Project & Design Management, Centermanagement und Leasing. Platz sowohl für Praktikanten als auch für Werkstudenten gibt es ebenfalls. Aktuell finden sich je ca. 50 in Hamburg und 20 in den Centern.

Harald Thomeczek

Das Rätsel der ewigen Top Ten

Harald Thomeczek.

Harald Thomeczek.

Urheber: Christof Mattes

Karriere 04.07.2019
Natürlich gibt es mehr als zehn Immobilienfirmen, die eine gute Figur als Arbeitgeber machen, weiß IZ-Redakteur Harald Thomeczek. Trotzdem nennen Studenten mit Immobilienbezug fast immer ... 

Natürlich gibt es mehr als zehn Immobilienfirmen, die eine gute Figur als Arbeitgeber machen, weiß IZ-Redakteur Harald Thomeczek. Trotzdem nennen Studenten mit Immobilienbezug fast immer dieselben Namen, wenn sie gefragt werden, wo sie später arbeiten wollen.

Mehr als 160 Firmen sind den Studenten eingefallen. Von den üblichen Verdächtigen über Automobilkonzerne wie Daimler oder BMW bis hin zu Wohnungsgenossenschaften. Doch die zehn meistgenannten Unternehmen vereinen nicht weniger als rund 50% aller Stimmen auf sich. Eine nennenswerte Anzahl an Stimmen haben nur gut 20 Unternehmen erhalten, der große Rest steht nur bei verschwindend wenigen Studenten auf dem Zettel.

Viele Studenten haben überhaupt kein Unternehmen auf ihrer Wunschliste. Das könnte für einen gewissen Realitätssinn sprechen: Eigentlich kann man eine Firma erst dann als Arbeitgeber bewerten, wenn man dort schon einige Zeit gearbeitet hat. Und junge Leute legen sich anders als früher nicht mehr auf ein Unternehmen fest, dem sie bis ans Ende ihrer Berufstage dienen.

Dennoch sollte es all denen, die sich um Nachwuchskräfte bemühen - aktuell also praktisch allen Immobilienunternehmen -, zu denken geben, dass seit Jahr und Tag immer die Gleichen das Rennen machen - und damit meine ich nicht nur den Seriensieger, der seit acht Jahren an der Spitze steht. Schließlich haben auch andere Firmen ihren Beschäftigen einiges zu bieten: von spannenden Aufgaben über verantwortungsvolle und gut dotierte Positionen bis hin zu vielfältigsten Benefits. Nur bekommt das offenbar kaum ein Student mit.

Andersherum muss nicht jede Firma, die im IZ-Ranking gut abschneidet, auch ein Toparbeitgeber sein. Das Ranking zeigt in erster Linie, wie ein Unternehmen von Studenten wahrgenommen wird. Und das ist auch davon abhängig, wie sich ein Unternehmen präsentiert, sei es an der Hochschule, auf Jobmessen oder bei einem Praktikum. Dass die Firmen, die im Ranking vorne stehen, mit zu den aktivsten im Hochschulmarketing gehören, ist keine Überraschung. Wenngleich es verwundert, warum manche Unternehmen, die den Nachwuchs ebenfalls umgarnen, nur unter ferner liefen auftauchen.

Schein und Sein sind nicht immer deckungsgleich. Diesen Eindruck gewinnt, wer z.B. auf dem IZ-Karriereforum, einer Jobmesse für die Immobilienbranche, mit Bewerbern plaudert. Oder wer sich bei der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu umschaut. Bei aller gebotenen Vorsicht im Umgang mit anonymen Beurteilungen im Netz: Nicht jeder Wunscharbeitgeber von Studenten stellt sich, das legt die Lektüre so mancher sachlichen Bewertung nahe, auch für das vorhandene Personal dauerhaft als Toparbeitgeber dar.

Lesen Sie dazu die Titelgeschichte "Der Nachwuchs votiert für JLL".

Harald Thomeczek

Die beliebtesten Arbeitgeber: 10. UNION INVESTMENT

Kai Johnson, Leiter Personal Hamburg bei Union Investment.

Kai Johnson, Leiter Personal Hamburg bei Union Investment.

Quelle: Immobilien Zeitung

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Union Investment Real Estate versteht sich innerhalb der Union-Investment-Gruppe als Kompetenzzentrum für offene Immobilienfonds für private und institutionelle Anleger. Alles in allem arbeiten in Hamburg, dem Hauptquartier für das weltweite Immobiliengeschäft von Union Investment, rund 500 Menschen. Im Durchschnitt sind sie 44 Jahre alt, das Verhältnis der Geschlechter ist laut Kai Johnson, Leiter Personal Hamburg bei Union Investment, "ausgewogen". Die Fluktuation liege "konstant bei knapp unter 2%".

Das klassische Einstiegsprofil beschreibt Johnson so: "Ein akademischer Abschluss ist in der Regel wichtig." Für Kernfunktionen wie Asset- oder Investment-Management ist ein immobilienwirtschaftlicher Schwerpunkt im Studium eigentlich Pflicht. Einsteigen können Absolventen im Prinzip in allen immobilienwirtschaftlichen Disziplinen, aber auch in Supportfunktionen wie Recht, Finanzen, Fondsbuchhaltung oder IT.

Neben dem Direkteinstieg gibt es ein zwölfmonatiges, immobilienspezifisches Traineeprogramm in Hamburg mit Hospitationen in der Frankfurter Konzernzentrale. Momentan schaffen ca. 20 Absolventen pro Jahr direkt den Berufseinstieg. Ins Traineeprogramm starten jährlich zwei Hochschulabgänger. Es soll ab 2020 auf fünf Plätze aufgestockt werden. Neben Absolventen sind fortlaufend um die 30 Praktikanten und Werkstudenten im Unternehmen zugange.

In puncto Abschlussart hat Johnson "keine Präferenzen". Masterabsolventen dürfen allerdings mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen. Die Bandbreite reicht von ca. 48.000 bis 56.000 Euro brutto im Jahr. Viele Bachelorabsolventen hängen den Master berufsbegleitend dran. Was die Arbeitszeit angeht, sieht der Bankentarifvertrag 39 Stunden die Woche vor. Die geleistete Arbeitszeit tariflich Beschäftigter wird erfasst, grundsätzlich gelten gleitende Arbeitszeiten. Bei außertariflichen Verträgen setzt das Unternehmen auf Vertrauensarbeitszeit.

Harald Thomeczek

Die beliebtesten Arbeitgeber: 5. BNP PARIBAS REAL ESTATE

Philipp Benseler, Head of Human Resources bei BNPPRE.

Philipp Benseler, Head of Human Resources bei BNPPRE.

Quelle: BNP Paribas Real Estate

Karriere 04.07.2019
Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen ... 

Nun kennen wir sie, die zehn beliebtesten Wunscharbeitgeber der befragten Studierenden. Doch für wen wird der Wunsch Wirklichkeit? Die Unternehmen verraten uns, wie der Einstieg bei ihnen funktionieren kann, welche Stellen sie bieten und was die Absolventen später erwartet. Ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob zum gegenseitigen Kennenlernen ist bei allen schon mal ein guter Anfang. Dann klappt es später vielleicht auch mit einem Direkteinstieg.

Der Dienstleister und Berater BNP Paribas Real Estate punktet bei seinen Fans vor allem mit seiner Internationalität. Genau die will die Immobilientochter der französischen Großbank BNP Paribas noch intensiver in den Arbeitsalltag einfließen lassen. "Wir wollen einen stärkeren Austausch untereinander", sagt Philipp Benseler, Head of Human Resources. Die 810 Mitarbeiter von BNPPRE sind Teil eines Konzerns, der 200.000 Mitarbeiter zählt.

In Deutschland ist BNPPRE an elf Standorten vertreten: Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Nicht überall werden sämtliche Services angeboten. Consulting & Valuation konzentriert sich auf die größten fünf Städte, Dresden und Stuttgart werden gerade aufgebaut und in Hannover gibt es nur Property-Management.

In diesem Jahr noch haben die Berater rund 100 offene Stellen an Absolventen und Praktikanten zu vergeben. Die Verteilung ist etwa hälftig. Einen regionalen Schwerpunkt gibt es dabei nicht. Gerade das im Aufbau befindliche Segment Residential Investment sei günstig für Junioren, sagt Benseler.

Darüber hinaus bietet BNPPRE im Real Estate Investment Management Masterabsolventen ein zwölfmonatiges Traineeprogramm an und will sein Engagement beim dualen Studium fortführen oder noch ausbauen.

Wer sich bei BNPPRE bewirbt, sollte sich nicht allzu sehr auf seine Noten verlassen. Benseler achtet mindestens so sehr auf die Persönlichkeit des Kandidaten. Der HR-Chef will damit das schützen, was BNPPRE aus seiner Sicht ausmacht: den Teamspirit. Die Kollegen, etwa halb männlich, halb weiblich, pflegten beinahe einen familiären Umgang untereinander.

Anke Pipke