Karriere-News

Keine Lust auf Open Space

Karriere 18.01.2018
Nur jeder fünfte Student ist bereit, später im Job seinen Schreibtisch mit Kollegen zu teilen. ... 

Nur jeder fünfte Student ist bereit, später im Job seinen Schreibtisch mit Kollegen zu teilen.

Studenten wollen später am liebsten in einem Großraumbüro arbeiten. Das hat eine Umfrage des Berliner Start-ups PrintPeter ergeben. Demnach können sich fast drei von vier (73%) der 5.328 befragten Studenten trotz aller hinreichend beschriebenen Nachteile - allen voran die Lärmbelastung - für dieses Bürokonzept erwärmen. Allerdings wollen sie dort am immer gleichen Arbeitsplatz werkeln. Für diese Variante votieren 52% der künftigen Berufsanfänger. Der Open Workspace - also der Großraum ohne festen Schreibtisch - ist nur für 21% der Studenten der favorisierte Arbeitsplatz. Das klassische Büro ist bei jedem fünften Studenten angesagt: entweder in der Variante mit zwei Arbeitsplätzen (11%) oder in der größeren Variante mit bis zu vier Arbeitsplätzen (9%). Auf ein Einzelbüro legen 7% Wert. PrintPeter druckt für Studenten Uniskripte aus, bindet diese und schickt sie den Studenten nach Hause. Finanziert wird dieser Service von Firmen, die in den Skripten personalisierte Werbung schalten können. Die Studenten "bezahlen" mit ihren Daten: Auf diese Weise können die Arbeitgeber genau die Studenten ansprechen, die für sie zumindest theoretisch als Kandidaten infrage kommen.

Harald Thomeczek

Buwog radelt sich in die Herzen der Mitarbeiter

Buwog-CEO Daniel Riedl (links) posiert mit Markus Sperber und Raphael Lygnos vom österreichischen Betriebsrat sowie Martina Wimmer, Bereichsleiterin Personalmanagement und Office Management. Anlass des Fotoshootings: die Präsentation der Buwog-Firmenfahrräder 2016.

Buwog-CEO Daniel Riedl (links) posiert mit Markus Sperber und Raphael Lygnos vom österreichischen Betriebsrat sowie Martina Wimmer, Bereichsleiterin Personalmanagement und Office Management. Anlass des Fotoshootings: die Präsentation der Buwog-Firmenfahrräder 2016.

Urheber: August Lechner

Karriere 11.01.2018
Die österreichisch-deutsche Buwog Group hat ein neues Karriereportal eröffnet. Die Anziehungskraft auf Jobinteressenten und Mitarbeiter erhöhen sollen künftig insbesondere allerlei ... 

Die österreichisch-deutsche Buwog Group hat ein neues Karriereportal eröffnet. Die Anziehungskraft auf Jobinteressenten und Mitarbeiter erhöhen sollen künftig insbesondere allerlei familienfreundliche Maßnahmen. Das vorhandene Personal macht die Wohn-AG heute schon mit einer Flotte von Firmenfahrrädern glücklich.

Auf dem neuen Portal finden Jobsucher neben aktuellen Stellenangeboten und Informationen zu Karrierechancen auch Infos zur Einarbeitung (neudeutsch: Onboarding) bei der Buwog oder zur Personalentwicklung - und können via Videos in die Buwog-Arbeitswelt eintauchen. Dem Buwog-Blog können Interessierte zudem nicht ganz unwesentliche Details entnehmen. Etwa, dass eigene Buwog-Fahrräder für Dienstfahrten und gemeinsame Ausflüge angeschafft wurden. "Auslöser für das Angebot der Fahrradflotte war 2016 eine vorübergehende Sperre jener U-Bahn-Linie, die von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf ihrem Weg in die Buwog-Zentrale in Wien genutzt wurde", erzählt Martina Wimmer, Bereichsleiterin Personalmanagement und Office Management der Buwog.

Das zunächst als temporär angesetzte Angebot sei innerhalb kurzer Zeit so gut angenommen worden, "dass wir unseren Bike-Pool noch weiter ausgebaut und auch auf andere Standorte erweitert haben". Dazu wurden für die Standorte in Österreich und Deutschland insgesamt 26 Räder, sowohl Damen- als auch Herrenmodelle und ein E-Bike, angeschafft und ein Abstellraum eingerichtet. Eine Expertin für Fahrradgesundheit gab den Mitarbeitern sogar eine Einführung zum Thema "Mit dem Rad zur Arbeit". "Mittlerweile nutzen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig dieses Angebot", berichtet die Personalleiterin stolz.

Auch sonst liegt der Buwog das Thema betriebliche Gesundheitsförderung am Herzen. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr das Pilotprojekt "Fit mit Maya" gestartet. In einem Onlinetool macht eine Fitnesstrainerin täglich zwei Fitnessübungen vor, die die Buwog-Leute direkt am Arbeitsplatz leicht nachmachen können sollen. Das Ganze dauert maximal acht Minuten. Schweiß fließt angeblich nicht. Dafür soll u.a. Rücken- und Nackenbeschwerden vorgebeugt werden - und die Leistungsfähigkeit der Bürokämpfer dauerhaft erhalten bleiben.

Besonders wichtig ist dem Wohnimmobilienunternehmen, das 774 Mitarbeiter an zehn Standorten in Deutschland und Österreich beschäftigt und derzeit rund 49.000 eigene Wohnungen bewirtschaftet sowie Wohnungen entwickelt und vertreibt, als besonders familienfreundlicher Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. "Wir setzen gezielt auf Familienfreundlichkeit, was sich vor allem stark in unserer Unternehmenskultur abzeichnet", behauptet Wimmer und will wissen: "Andere aktiennotierte Unternehmen unserer Größe sind - zumindest nach meiner Erfahrung - deutlich anonymer und distanzierter im Umgang mit und zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern." Die Dame hat in ihrer eigenen Karriere u.a. schon knapp sieben Jahre in der Personalabteilung der Immofinanz verbracht. Wie CEO Daniel Riedl in Erfahrung gebracht hat, sei "Familienfreundlichkeit für viele Bewerberinnen und Bewerber ein ausschlaggebender Faktor, sich überhaupt bei uns zu melden".

Nun, behaupten kann man ja viel - was also tut die Buwog konkret, damit Mitarbeiter Beruf und Privatleben reibungsloser miteinander verzahnen können? Wimmer zählt Angebote wie Gleitzeit oder Teleworking auf, mit denen das Unternehmen seinen Leuten die Möglichkeit biete, "in einem gewissen Maße selbst zu entscheiden, wann sie wo arbeiten, denn am Ende ist schließlich das Ergebnis ausschlaggebend". Diese Angebote, so Wimmer weiter, würden gleichermaßen von Müttern und Vätern sowie von alleinstehenden und/oder kinderlosen Menschen in Anspruch genommen.

Das Gleitzeitmodell sieht so aus: "Es ist eine Kernzeit vorgegeben, zu der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumindest telefonisch erreichbar sein sollen. Dieses Angebot wird sehr gerne angenommen, allein deshalb, weil jeder Mensch gerne die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, ob sein Arbeitstag z.B. um sieben Uhr oder um neun Uhr beginnt", sagt Wimmer.

Rücksicht will Wimmer nicht zuletzt auf die Belange von Teilzeitkräften genommen wissen: In den zehn deutschen und österreichischen Büros sind immerhin insgesamt knapp 200 nicht in Vollzeit tätige Mitarbeiter beschäftigt. "Hier kommt unsere überarbeitete Meeting Policy besonders zum Tragen", verspricht Wimmer. So sollen z.B. regelmäßige Teammeetings so angesetzt werden, dass auch Teilzeitkräfte während ihrer Arbeitszeit daran teilnehmen können. Wann die Treffen stattfinden, sprechen Führungskraft und Mitarbeiter miteinander ab. Außerdem neu im Angebot: Eltern-Kind-Büros. Diese familienfreundliche Maßnahme will das Immobilienunternehmen in Zukunft in Berlin und im Wiener Headquarter umsetzen. Der Hintergrund: Fällt z.B. spontan die geplante Kinderbetreuung aus - was ja immer mal vorkommt - sollen die Mitarbeiter stressfrei Familie und Job unter einen Hut kriegen können. "Dazu werden wir ein separates und voll funktionsfähiges Büro mit Spielzeug für Kinder unterschiedlicher Altersstufen ausstatten", kündigt die Personalhüterin an.

Wimmer verhehlt nicht, dass ein Arbeitgeber in puncto Work-Life-Balance auch an seine Grenzen stößt. Das ist vor allem der Fall, wenn Großprojekte umgesetzt werden - wie die SAP-Umstellung im Mai 2017. "In solchen Zeiten sind wir uns der Mehrbelastung für viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst und versuchen dennoch alles in unserer Macht Stehende, um unser Team zu unterstützen, z.B. mit Angeboten zum sportlichen Ausgleich und gemeinsam definierten Maßnahmen für einen besseren Ausgleich von Beruf und Privatleben." Mehr Verständnis für die Sorgen und Nöte des gemeinen Mitarbeiters soll den Alpha-Tieren bei der Buwog antrainert werden und "Familienfreundliches Führen" Teil der Führungskräfteausbildung werden. 2018 wird abgefragt, wie gut Mitarbeiter die Angebote zur Familienfreundlichkeit finden.

Harald Thomeczek

Das sind die besten Headhunter für die Immobilienbranche

Karriere 21.12.2017
Das Magazin Wirtschaftswoche (Wiwo) hat deutsche Unternehmen zum zweiten Mal darum gebeten, über ihre Zufriedenheit mit Personalberatern Auskunft zu geben. In der Kategorie Immobilien ergatterten ... 

Das Magazin Wirtschaftswoche (Wiwo) hat deutsche Unternehmen zum zweiten Mal darum gebeten, über ihre Zufriedenheit mit Personalberatern Auskunft zu geben. In der Kategorie Immobilien ergatterten sechs Beratungen jeweils vier von maximal möglichen fünf Sternen.

Fünf Sterne stehen für exzellente Leistungen, vier für sehr gute und drei für gute. Im Generalisten-Ranking sowie in jedem anderen der insgesamt neun Teilrankings bringen es der bzw. die Spitzenreiter jeweils auf fünf Sterne. Nur im Teilranking Immobilien findet sich keine Personalberatung, die die volle Punktzahl erreicht hat. Dafür wurden immerhin sechs Headhunter, die teils in verschiedenen Branchen zuhause sind und teils auf die Immobilienbranche spezialisiert sind, im Schnitt mit der Note sehr gut (vier Sterne) bewertet. Und zwar in dieser Reihenfolge: Deininger Consulting, Heidrick & Struggles, Bernd Heuer, ifp, LAB & Company und Westwind. Im Vorjahr, als die Wiwo zum ersten Mal den Markt für Personalberater unter die Lupe nahm, fanden sich drei Headhunter im Immobilien-Ranking, ebenfalls mit je vier Sternen: ifp, Heidrick & Struggles und Westwind.

Um herauszufinden, wie zufrieden deutsche Unternehmen mit Personalberatern sind, hat Christel Gade, Professorin von der IUBH Internationalen Hochschule Bad Honnef für u.a. Personal- und Leadership-Themen, einen Fragebogen entwickelt. Diesen füllten zwischen Juli und Oktober 1.150 Personalentscheider aus. Unterstützt wurde die Umfrage von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater und dem Verband Die Führungskräfte.

Harald Thomeczek

"Finden Sie die Rolle, die zu Ihnen passt!"

Bernd Ditter über den Dächern von Wiesbaden.

Bernd Ditter über den Dächern von Wiesbaden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek

Karriere 14.12.2017
Wer ab und an eine Veranstaltung in der Immobilienbranche besucht, weiß, dass nicht jeder Redner mit Vortragstalent gesegnet ist. Die gute Nachricht: Ein gelungener Vortrag ist das Produkt ... 

Wer ab und an eine Veranstaltung in der Immobilienbranche besucht, weiß, dass nicht jeder Redner mit Vortragstalent gesegnet ist. Die gute Nachricht: Ein gelungener Vortrag ist das Produkt gezielter Arbeit. Bernd Ditter hilft allen, die Rhetorik und Körpersprache optimieren wollen, in Seminaren und Coachings auf die Sprünge.

Immobilien Zeitung: Herr Ditter, Netzwerken gilt in der Immobilienbranche als das A und O für den geschäftlichen Erfolg. Darum wimmelt es auch nur so von Veranstaltungen, auf denen Kontakte geknüpft und gepflegt werden können. Damit das funktioniert, braucht es einen Rahmen aus Vorträgen und Diskussionen. Manchmal wundert man sich, wie wenig Vortragstalent Menschen selbst in hohen Positionen besitzen. Haben Sie für unsere Leser eine Handvoll Tipps und Tricks parat, wie ein solider Auftritt gelingt?

Bernd Ditter: So funktioniert das nicht. Ich wehre mich dagegen, Tipps abzugeben. Es gibt keine Regeln, deren Befolgung automatisch eine gute Rede und einen wirkungsvollen Auftritt garantieren würden.

IZ: Der Teufel steckt also im Detail? Und nur die Übung macht den Meister?

Ditter: So ungefähr. Vor allem aber: Es geht nicht darum, eine Rolle zu spielen, sondern die Rolle zu finden, die zu einem passt. Nur wer herausfindet, welche Rolle ihm persönlich auf den Leib geschrieben ist, wird sein Publikum für sich einnehmen. Ein kleines Beispiel: Bei manchen Menschen stört es überhaupt nicht, wenn sie öfter "Äh" sagen - auch wenn es sonst immer heißt, dass das ein lästiges, den Sprachfluss unterbrechendes Füllwort ist, das man tunlichst vermeiden soll. Besagte Menschen hinterlassen trotz - oder eigentlich gerade wegen! - des einen oder anderen Ähs einen nachhaltigeren Eindruck bei ihren Zuhörern als z.B. die geschliffene Rede eines klassischen Verkäufertypus. Ähs können nämlich signalisieren, dass ich meine Gedanken beim Sprechen entwickle; das wirkt authentisch.

IZ: Mich wundert, dass oft solche Redner auf der Bühne ein Ausfall sind, die sonst selbstsicher wirken und locker rüberkommen.

Ditter: Einen guten Vortrag zu halten, will eben gelernt sein. Es kann vorkommen, dass jemand sein Publikum schon durch die Art, wie er aufsteht und zum Rednerpult auf die Bühne läuft, verloren hat. Schrittlänge, Schritthaltung, Schritttempo - auf all das kommt es also an, wenn ich auf die Bühne schreite. Wie stellt sich jemand ans Pult? Wie bezieht er wortwörtlich Stellung? Schafft er es, die ersten zwei Sekunden nichts zu sagen und die Blicke der Anwesenden auf sich ruhen zu lassen, um Spannung zu erzeugen? Oder schießt er, kaum, dass er die Bühne betreten hat, schon los? Und noch einmal: Nicht für jeden ist das Gleiche gut. Jeder muss lernen, genau die Mimik, Gestik oder die Handhaltung zu finden, die ihn gut aussehen lässt. Wir treffen in Sekundenbruchteilen unsere Entscheidung, ob wir jemanden gut finden. Auch in einem Personalgespräch fällt in den ersten Sekunden die Entscheidung, ob wir ihn oder sie haben wollen. Im Nachhinein suchen wir dann nach Gründen, um unsere Entscheidung zu rationalisieren. Fest steht aber: Unsere Wahrnehmung macht mit uns, was sie will.

IZ: Was ist mit der eigenen Stimme? Daran lässt sich schlecht was ändern, oder?

Ditter: Auch ein angemessenes Sprechtempo will gelernt sein. Viele reden zu schnell oder undeutlich. Das ist aber nicht gottgegeben. Natürlich kann jeder auch seine Stimme verbessern! Das Problem ist, dass eine schlechte Stimme ein Tabuthema ist wie Mundgeruch. Darum sagt mir das ja auch niemand, wenn ich eine unangenehme Stimme habe. Und genau darum kann ich sie auch nicht trainieren.

IZ: Gut möglich, dass man an der einen oder anderen Schraube drehen kann. Nuscheln oder Stottern sind aber doch naturgegeben.

Ditter: Probieren Sie es mal mit Zungenbrechern. Die trainieren die Artikulation enorm. Oder klemmen Sie sich einen Weinkorken zwischen die Zähne: Sie werden erstaunt sein, wie sauber der Strom der Sprache fließt, wenn sie den Korken wieder rausnehmen und nicht mehr an ihm vorbeiartikulieren müssen.

IZ: Tun sich jüngere Redner leichter auf der Bühne, weil heute in der Schule und im Studium mehr Wert aufs Präsentieren gelegt wird?

Ditter: Es ist nicht vom Alter abhängig, ob jemand eine gute Rede hält. Und lernfähig ist man da sowieso immer.

IZ: Geben Sie meinen Lesern zum Schluss bitte wenigstens ein paar technische Tipps mit.

Ditter: Das Manuskript z.B. sollte man nie ausformulieren. Stichpunkte genügen völlig. Aus denen können, ja sollen Sie in der Vortragssituation Ihre Rede stricken. So verhindern Sie, dass Sie sich im Vorhinein zu sehr festlegen - und während des Vortrags nur noch bemüht sind, das Manuskript zu kopieren. Extrem wichtig ist ein guter Schlusssatz, der als solcher erkennbar ist und haften bleibt. Den sollten Sie sich natürlich im Vorhinein überlegen.

IZ: Noch mehr praktische Tipps auf Lager?

Ditter: Wenn Sie Karteikarten benutzen, sollten diese die gleiche Farbe haben wie die Kleidung, die Sie tragen: Wenn Sie z.B. ein rosafarbenes Hemd anziehen wollen, sollten Sie dazu rosafarbene Karten wählen - die nimmt man dann nicht wahr. Es wird so wirken, als würden Sie die Rede völlig frei halten. Die Karten sollten außerdem mindestens 160 Gramm pro Stück wiegen - sonst raschelt das Papier so in der Hand. Nummerieren Sie die Karten, damit im Eifer des Gefechts nie die Ordnung verloren geht. Und der letzte Satz einer jeden Karte sollte der erste Satz der nächsten Karte sein, damit Sie nicht erst die Karten tauschen müssen, um zu wissen, wie es weitergeht.

IZ: Was, wenn plötzlich der Faden reißt?

Ditter: Gewinnen Sie Zeit! Fassen Sie z.B. das Gesagte zusammen oder richten Sie gezielt Fragen an die Zuhörer, die von Ihrer eigenen vorübergehenden Desorientierung ablenken - und wenn es nur die Frage ist, ob mal das Fenster aufgemacht werden soll.

IZ: Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Harald Thomeczek.

Harald Thomeczek

Smart City studieren

Vor lauter Smog manchmal kaum zu sehen: die chinesische Millionenmetropole Schanghai. Absolventen des Smart-City-Studiengangs sollen Megastädte wie diese lebenswerter machen helfen.

Vor lauter Smog manchmal kaum zu sehen: die chinesische Millionenmetropole Schanghai. Absolventen des Smart-City-Studiengangs sollen Megastädte wie diese lebenswerter machen helfen.

Quelle: Pixabay, Urheber: 3dman_eu

Karriere 07.12.2017
Die Hochschule für Technik Stuttgart (HFT Stuttgart) bringt im Wintersemester 2018/2019 einen Master-Studiengang an den Start, der "Experten für lebenswerte Städte" hervorbringen soll. ... 

Die Hochschule für Technik Stuttgart (HFT Stuttgart) bringt im Wintersemester 2018/2019 einen Master-Studiengang an den Start, der "Experten für lebenswerte Städte" hervorbringen soll.

Mit dem neuen Angebot will die HFT Stuttgart folgender Erkenntnis Rechnung tragen: Bislang eher voneinander getrennte fachspezifische Kompetenzen in den Bereichen Verkehr, Energie, Städtebau, Verwaltung und Baurecht würden nur dann den komplexen Anforderungen einer "zukunftsfähigen" und "lebenswerten" Stadt gerecht, wenn sie in einem übergreifenden Ansatz zusammenspielten. Ebendieses Zusammenspiel will die HFT Stuttgart mit dem neuen Studiengang erbringen. Auf dem Lehrplan stehen: Smarte Stadtplanung und Gebäude, Infrastruktur (u.a. Energie, Mobilität, Ressouren-Management), Projektmanagement, Digitalisierung und Finanzierung. Einen erfolgreichen Abschluss vorausgesetzt, sollen Absolventen so befähigt werden, auf "zukunftsorientierten Wirkungsfeldern", z.B. in Ingenieur- und Beratungsfirmen oder in öffentlichen Verwaltungen, tätig zu werden.

Die Dauer des englischsprachigen Studiums beträgt drei Semester, die Kosten 10.000 Euro. Dafür sollen Absolventen "internationale Berufschancen" erlangen. Smarte Stadtplanung sei schließlich in zahllosen Metropolen weltweit ein Riesenthema, ob in Kopenhagen oder Rio, Mumbai oder Bangkok. Die indische Regierung z.B. habe ein Programm aufgelegt, mit dem zunächst 100 Städte im Land smart gemacht werden sollen.

Unter einer smarten Stadt versteht die HFT Stuttgart eine größere Agglomeration, die mit den folgenden Phänomenen zu kämpfen hat - und ihnen durch Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur erfolgreich die Stirn zu bieten vermag: Zuzug von immer mehr Menschen in die Ballungsräume; ein unkontrolliertes Ausufern der Stadtgrenzen (Urban Sprawl) und eine immense Zunahme der Mobilitätsbewegungen. Sodann: Verkehrsinfarkte, gesundheitsschädigende Luftverschmutzung und Lärm, Armut, Müllberge, Stromausfälle und fehlende oder mangelhafte Trinkwasserversorgung, fehlende öffentliche Sicherheit und - last but not least - der Klimawandel.

Harald Thomeczek