Karriere-News

Aigner Immobilien goes Frankfurt

Selina Metzger.

Selina Metzger.

Bild: Aigner Immobilien

Karriere 12.07.2016
Das Münchner Maklerhaus Aigner Immobilien hat in Frankfurt sein erstes Büro außerhalb der Region München eröffnet. Geleitet wird der neue Standort von einem Aigner-Eigengewächs. ... 

Das Münchner Maklerhaus Aigner Immobilien hat in Frankfurt sein erstes Büro außerhalb der Region München eröffnet. Geleitet wird der neue Standort von einem Aigner-Eigengewächs.

Aktuell ist das Maklerunternehmen am neuen Standort mit vier Mitarbeitern vertreten. Bis Jahresende sei die Einstellung von drei weiteren Mitarbeitern geplant, teilt man auf Anfrage mit. Leiterin des neuen Frankfurter Büros ist seit April 2016 Selina Metzger (25). Metzger ist seit Oktober 2012 für Aigner Immobilien tätig und hat dort ihre - im Juni 2016 abgeschlossene - Fortbildung zur Immobilienfachwirtin (IHK) gemacht. Zuvor hat sie bereits Erfahrungen als Immobilienmaklerin in München gesammelt und eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht.

"Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit DIP-Partner Aengevelt"

Aigner Immobilien ist Mitglied im Maklernetzwerk Deutsche Immobilien Partner (DIP) - ebenso wie das Maklerunternehmen Aengevelt, das den Standort Frankfurt ebenfalls abdeckt. Die Frage, ob beide Unternehmen sich nicht ins Gehege zu kommen drohen, beantwortet Geschäftsführer Thomas Aigner so: "Die Fokussierung auf den Bereich Wohnen ergänzt sich ideal auch mit unserem DIP-Partner Anegevelt, der hier bereits seit Jahren im Investmentgeschäft erfolgreich tätig ist und bereits die ersten Ansätze bzw. Aufträge im Bereich Wohnen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit an uns übertragen hat."

"Weitere Standorte in Planung"

Aigner Immobilien zählt derzeit gut 100 Mitarbeiter an nunmehr sieben Standorten, sechs davon in München und im Münchner Umland. "Weitere Standorte sowohl in Frankfurt als auch in anderen Metropolregionen Deutschlands sind mittel- bis langfristig in Planung", kündigt Geschäftsführer Aigner an, ohne konkret zu werden.

Das Dienstleistungsspektrum von Aigner reicht vom Verkauf und der Vermietung von Wohnimmobilien über die Vermittlung von Grundstücken, die Vermarktung von Investment- und Anlageobjekten und den Vertrieb von Bauträgermaßnahmen bis hin zur Begleitung von wohnwirtschaftlichen oder gewerblichen Projektentwicklungen. Aigner Immobilien erstellt zudem Wertgutachten und bietet sich als Finanzierungsberater an.

Harald Thomeczek

CEO-Reden: Rolf Buch spricht mehr Kauderwelsch als Klartext

Bulle und Buch: Vonovia-Chef Rolf Buch vor der Frankfurter Börse, an der Vonovia seit Juli 2013 gehandelt wird.

Bulle und Buch: Vonovia-Chef Rolf Buch vor der Frankfurter Börse, an der Vonovia seit Juli 2013 gehandelt wird.

Bild: Vonovia/Martin Joppen

Karriere 11.07.2016
Die Redequalitäten von Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch sind offenbar noch ausbaufähig. Im aktuellen sogenannten Hohenheimer Verständlichkeitsindex (HIX) der Universität Hohenheim landet ... 

Die Redequalitäten von Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch sind offenbar noch ausbaufähig. Im aktuellen sogenannten Hohenheimer Verständlichkeitsindex (HIX) der Universität Hohenheim landet Buch unter den Dax-30-Vorstandsvorsitzenden auf Position 25.

Auf einer Skala von 0 bis 20 erzielt der Vonovia-Chef, der nach dem Aufstieg des Bochumer Wohnungsvermieters in den Dax im Herbst 2015 erstmals im HIX vertreten ist, 11,1 Zähler. Der aktuelle Spitzenreiter, Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom erreicht mit 19,5 Punkten fast das Maximum in puncto formaler Verständlichkeit. Im Durchschnitt kommt ein CEO im aktuellen HIX auf einen Wert von 14,3 Punkten (2015: 13,0). Schlusslicht im HIX 2016 ist Stefan Heidenreich vom Konsumgüterkonzern Beiersdorf mit 9,2 Punkten.

Für den HIX haben Professor Dr. Frank Brettschneider und sein Team in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt die Reden der CEOs auf den jüngsten Hauptversammlungen der börsennotierten Aktiengesellschaften im Dax 30 unter die Lupe genommen. Die Reden wurden mit Hilfe einer speziellen Software nach formalen Verständlichkeitskriterien, die auch einer breiteren Öffentlichkeit theoretisch einen Zugang zum Inhalt der Rede garantieren sollen, untersucht. Der Inhalt der Rede, der Aufbau oder Vortragsstil blieben außen vor.

Software ermittelt Wort- und Satzmerkmale

Anhand der Rede-Manuskripte ermittelte die Software für die aktuelle Studie "Klartext oder Kauderwelsch? Die formale Verständlichkeit der CEO-Reden auf den Hauptversammlungen 2016 (Dax-30-Unternehmen)" zahlreiche Wort- und Satzmerkmale. U.a. untersucht wurden die durchschnittliche Satzlänge, der Anteil der Sätze mit mehr als 20 Wörtern, die Anteile von Schachtelsätzen und von Sätzen mit mehr als zwei Informationseinheiten, der Anteil von Passivsätzen, die durchschnittliche Wortlänge sowie die Anteile von abstrakten Substantiven, von Fremdwörtern und von Wörtern aus dem Grundwortschatz.

Vonovia-Chef Buch fällt etwa mit langen Sätzen negativ auf: Mit durchschnittlich knapp 14 Wörtern sind seine Sätze fast doppelt so lang wie die von Telekom-Chef Höttges. Dass in der Kürze die Würze liegt, weiß Buch offenbar durchaus: Mit weniger als 3.000 Wörtern liegt seine Rede in der Kategorie Gesamtredelänge im oberen Mittelfeld. Zudem greift er erfreulich selten auf Passivsätze zurück: Deren Anteil lag in Buchs Rede auf der Hauptversammlung 2016 bei rund 2,4%. VW-Chef Matthias Müller ist mit einem Anteil von 8,3% in dieser Subkategorie unrühmlicher Spitzenreiter. In Sachen unangemessener Gebrauch von Fachausdrücken, die einem Nicht-Fachpublikum das Verständnis erschweren, finden sich in der Studie zwei Negativbeispiele aus Buchs Rede ("like-for-like"; "Loan-to-Value").

Harald Thomeczek

Demire: Aufsichtsräte müssen den Gürtel enger schnallen

Karriere 08.07.2016
Die Aufsichtsräte der Gewerbeimmobilien-AG Demire müssen sich künftig mit einer geringeren Vergütung zufriedengeben. Im Geschäftsjahr 2015 hatte der Demire-Aufsichtsrat laut Geschäftsbericht ... 

Die Aufsichtsräte der Gewerbeimmobilien-AG Demire müssen sich künftig mit einer geringeren Vergütung zufriedengeben. Im Geschäftsjahr 2015 hatte der Demire-Aufsichtsrat laut Geschäftsbericht 2015 insgesamt 270.000 Euro erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2017 sind es nach dem Beschluss der jüngsten Hauptversammlung von Ende Juni 2016 180.000 Euro.

Ein einfaches Aufsichtsratsmitglied erhält ab 2017 für jedes volle Geschäftsjahr eine feste Vergütung von 30.000 Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache (90.000 Euro), sein Stellvertreter das Doppelte (60.000 Euro). ­Demire hat aktuell drei Aufsichtsräte: einen Vorsitzenden, seinen Stellvertreter und ein normales Aufsichtsratsmitglied. Der Vorsitzende erhielt für das Geschäftsjahr 2015 laut dem jüngsten Geschäftsbericht der Gesellschaft 135.000 Euro, sein Stellvertreter 90.000 Euro und der Dritte im Bunde 45.000 Euro.

Ein Hauptaktionär rückte die Aufsichtsratsvergütung auf die Tagesordnung ...

Die Aufsichtsratsvergütung hatte Rolf Elgeti, der über seine Beteiligungsgesellschaft Obotritia Capital knapp 13% an Demire hält, nachträglich auf die Tagesordnung gerückt. Er wollte der Hauptversammlung ursprünglich vorschlagen, dass ein normales Aufsichtsratsmitglied von Demire künftig - und zwar schon ab dem Geschäftsjahr 2016 und nicht erst ab 2017 - 10.000 Euro bekommt, der Aufsichtsratschef das Doppelte (20.000 Euro) und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache (15.000 Euro). Summa summarum hätten die drei Vertreter des Kontrollgremiums künftig also nur noch insgesamt 45.000 Euro erhalten.

Elgetis Begründung für diesen Antrag, die sich auf der Website von Demire nachlesen lässt, lautete: Die gegenwärtige, durch die vorangegangene Hauptversammlung im August 2015 angehobene Gesamtvergütung des Aufsichtsrats in Höhe von 270.000 Euro stehe in keinem Verhältnis zur Größe der Gesellschaft und sei als viel zu hoch zu bewerten. Weiter heißt es: Die zuletzt erfolgte Anhebung der Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 sei mit der positiven Entwicklung und dem starken Wachstum der Gesellschaft begründet worden. "Die Ergebnisse zeigen allerdings alles andere als eine positive Entwicklung: Die Gesellschaft hat einen negativen operativen Cashflow; auch der Aktienkurs entwickelt sich seit längerem negativ. Wir halten die Vergütung daher nicht für angemessen und schlagen vor, diese auf ein Sechstel herabzusetzen."

... und stellte einen Gegenantrag zu seinem ursprünglichen Antrag

Offenbar hat sich Elgeti in anschließenden Gesprächen eines Besseren belehren lassen, was die Angemessenheit der Vergütung des Aufsichtsrats von Demire angeht. Seine Obotritia Capital stellte jedenfalls noch einen Gegenantrag zum eigenen Antrag zur Herabsetzung der Aufsichtsratsgehälter: Dieser Gegenantrag sah nun vor, was von der Hauptversammlung dann auch beschlossen wurde, nämlich, dass ein ordentlicher Demire-Aufsichtsrat ab 2017 eine feste Vergütung von 30.000 Euro bekommt; der Vorsitzende das Dreifache, der stellvertretende Vorsitzende das Doppelte dieses Betrags.

Der bisherige Aufsichtsrat wurde auf der Hauptversammlung übrigens in der bestehenden Konstellation wiedergewählt. Prof. Dr. Hermann Anton Wagner wurde als Vorsitzender des Kontrollgremiums bestätigt. Dr. Peter Maser als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt, ebenso wie Günther Walcher als ordentliches Aufsichtsratsmitglied.

Harald Thomeczek

"Die Mitarbeiter können sich auf uns verlassen"

Werben um Bewerber: Goldbeck- Geschäftsführer Christian Büscher und Personalchef Jürgen Eggers.

Werben um Bewerber: Goldbeck- Geschäftsführer Christian Büscher und Personalchef Jürgen Eggers.

Bild: Goldbeck

Karriere 07.07.2016
Der Systembauspezialist Goldbeck wächst stärker als der Markt und hat einen hohen Personalbedarf. Christian Büscher, Geschäftsführer Goldbeck International, und Personalleiter Jürgen ... 

Der Systembauspezialist Goldbeck wächst stärker als der Markt und hat einen hohen Personalbedarf. Christian Büscher, Geschäftsführer Goldbeck International, und Personalleiter Jürgen Eggers sind zuversichtlich, dass sie bei Kandidaten und Mitarbeitern gute Karten haben.

Immobilien Zeitung: Die Mitarbeiterzahl bei Goldbeck ist seit 2010 pro Jahr im Schnitt um die 15% gewachsen. In absoluten Zahlen stieg sie in den vergangenen sechs Jahren von 2.400 auf 4.600 Beschäftigte. Der Umsatz der deutschen Bauwirtschaft wächst seit Jahren, aber eher in kleinen Schritten. Wie ist die Personalentwicklung bei Goldbeck zu erklären?

Christian Büscher: Durch die Vorfertigung von Systembauelementen in unseren eigenen Werken können wir schnell wetterfeste Gebäudehüllen herstellen und die Gebäude in sehr kurzer Bauzeit und preiswert fertigstellen. Unsere Produkte und unsere Herstellungsmethode wurden von unseren Kunden sehr gut angenommen. Dadurch hat sich unser Umsatz in den vergangenen zehn Jahren - trotz eines Knicks in der Finanzkrise 2008 - von rund 500 Mio. auf fast 2 Mrd. Euro vervierfacht. Jahr für Jahr sind wir anders als der Baumarkt stark gewachsen. Die Personalentwicklung hat da einfach mitgezogen.

IZ: Aktuell finden sich über 360 Stellenangebote auf Ihrem Online-Jobportal, vor allem für Bauingenieure und Architekten als Bau- und Projektleiter sowie für Kaufleute und Ingenieure der Elektro- oder Versorgungstechnik. Wie stark hat der Personalbedarf vor dem Hintergrund des durchgängig zweistelligen Umsatzwachstums in den letzten Jahren zugenommen?

Jürgen Eggers: In den vergangenen fünf Jahren war die Zahl der offenen Stellen immer ungefähr so hoch wie heute.

IZ: Die Bauunternehmen in Deutschland sind mit dem derzeitigen Auftragsvolumen gut ausgelastet. Nicht zuletzt deshalb, weil sie nach dem Bau-Boom nach der Wende seit Mitte der 1990er Jahre bis etwa 2006 rezessionsbedingt ihre Kapazitäten zurückgefahren haben. Die Wirtschafts- und Finanzkrise tat das ihrige. Wie stark musste Goldbeck den Personalbestand damals schrumpfen?

Eggers: Unsere Mitarbeiter wissen, dass sie sich auf Goldbeck verlassen können. In der Krise 2008, als die Kunden auf die Baubremse getreten haben und auch wir einen Auftragsrückgang erlebten, haben wir nicht auf Kurzarbeit geschaltet - obwohl die Voraussetzungen dafür gegeben waren - oder betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen und Personal entlassen. Sondern wir haben 10 Mio. Euro in ein Betonfertigteilwerk in Hamm/Westfalen investiert. Als der Auftragsmotor nach eineinhalb, zwei Jahren wieder ansprang, standen wir voll da. Das ist ein wichtiger Punkt der Personalmotivation bzw. der Personalbindung.

IZ: Kann man die Zufriedenheit der Goldbeck-Beschäftigten in Zahlen ausdrücken?

Büscher: Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter drückt sich in einer vergleichsweise geringen Fluktuationsquote von gerade einmal 6% aus. Zieht man Fälle ab, in denen wir uns selbst von einem Mitarbeiter trennen oder in denen ein Mitarbeiter regulär ausscheidet, liegt die Quote der Eigenkündigungen pro Jahr im Schnitt bei nur 3,5%.

IZ: Mit welchen Pfunden wuchern Sie bei Ihren Mitarbeitern?

Büscher: Mit 32 Tagen Urlaub im Jahr, einer Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter als stille Gesellschafter - die Mitarbeiter erhalten eine ergebnisabhängige Verzinsung auf den Nennwert ihrer Beteiligung -, einem Zuschuss zur Kinderbetreuung, Kitas an zwei Standorten und über 250 Mitarbeiterseminaren in unserer eigenen Akademie. Außerdem geben wir Zuschüsse für Weiterbildungen in Höhe von bis zu 80% der Weiterbildungskosten. Je nachdem, wie relevant die einzelne Maßnahme für den jeweiligen Mitarbeiter in seiner besonderen Funktion für uns ist.

IZ: Die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte gilt in der deutschen Bauwirtschaft als zunehmend schwierig, der Bau ist beim Branchennachwuchs nicht die erste Wahl. Welchen Schwerpunkt setzen Sie aktuell bei der Personalakquise?

Eggers: Wir fokussieren uns derzeit auf Young Professionals mit fünf Jahren Berufserfahrung und mehr. Es fällt tatsächlich immer schwerer, qualifiziertes Personal mit einer Berufserfahrung von fünf bis zehn Jahren zu bekommen - vor allem in den Bereichen Gebäude- und Elektrogebäudetechnik.

IZ: Studierende bzw. Absolventen stehen nicht so sehr in Ihrem Fokus?

Eggers: Doch, natürlich. Es gelingt uns aber sehr gut, unseren Bedarf an Nachwuchs zu stillen.

IZ: Wie machen Sie das?

Eggers: Mit Hochschulkooperationen: Rund 40 Hochschulbeauftragte, meist Alumni aus unseren Reihen, halten Vorträge, leiten Exkursionen und Workshops oder nehmen an Hochschulmessen teil. Wir bieten Studierenden, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, auch Fallstudien an: Zwölf Studenten kommen für einen Tag zu uns und versuchen sich an der Lösung von tatsächlich aufgetretenen Problemen aus der Praxis. Außerdem finanziert die Goldbeck-Stiftung Forschungsvorhaben. Und für Absolventen ist bei der Arbeitgeberwahl die Option, international zu arbeiten, immer wichtiger. Diese Option ist bei uns ebenfalls gegeben.

IZ: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Harald Thomeczek.

Harald Thomeczek

Christian Bruch

Christian Bruch in privater Umgebung.

Christian Bruch in privater Umgebung.

Bild: Privat

Karriere 30.06.2016
Christian Bruch ist seit 2013 Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Seinen Berufseinstieg hat der Volljurist in seiner eigenen Rechtsanwaltskanzlei ... 

Christian Bruch ist seit 2013 Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Seinen Berufseinstieg hat der Volljurist in seiner eigenen Rechtsanwaltskanzlei mit dem Schwerpunkt auf Baurecht hingelegt. Der 43-Jährige ist mit Claudia Bruch verheiratet und hat drei Kinder im Alter von elf bis 21 Jahren. Bruch ist Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU sowie im Fußballverein FSV Bernau in seinem Heimatort Bernau bei Berlin. Neben Ballsportarten geht er in seiner Freizeit auch seinen Hobbys Angeln und Windsurfen nach.

Wo wohnen Sie zurzeit?

Im eigenen Einfamilienhaus.

Bitte beschreiben Sie Ihr Haus kurz.

Grundstück in gewachsener Wohngegend, nordöstlich von Berlin. Das Haus ist laut alten Grundrissen ein 1920 für Münchner Eigentümer errichtetes "Ferienhaus". Daher ist es in einem für die Gegend untypischen Stil gebaut: Kriechkeller (roter Ziegel), im Erdgeschoss Hohlmauerwerk (weißer Putz) und das Dachgeschoss in Holzständerbauweise (dunkles Holz). Durch das Zusammenlegen von Räumen und einen Anbau haben wir die ursprünglichen 85 m2 Wohnfläche erweitert und für fünf Bewohner nutzbar gemacht.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Am großen Esstisch in der Wohnküche. Hier kommt die Familie zusammen.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Als wir unser Haus vor 18 Jahren bezogen, mussten wir vom Keller bis zum Dach alles anfassen. Viel davon haben wir in Eigenleistung oder unter Anleitung qualifizierter Freunde erledigt. Die Bezeichnung qualifizierter Bauhelfer dürfte daher zu mir passen.

Was muss das perfekte Haus unbedingt haben?

Die richtige Mischung aus Gemeinschaftsflächen und Rückzugsmöglichkeiten für jeden Bewohner.

Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Als Zivildienstleistender bei der Betreuung von geistig behinderten Menschen bei den Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Eher zufällig. Die Motivation dafür, Jura zu studieren, wird oft darin gesehen, dass man danach für so viele Bereiche geeignet wäre. Nach zehn Jahren als Rechtsanwalt war es Zeit, dies auszuprobieren. Im Rückblick war der Einstieg in die Branche und die Lobbyarbeit über die Referententätigkeit beim BFW ein Glücksfall. Ich konnte Ausbildung und Praxiserfahrung einbringen und aufgrund der Bedeutung der mittelständischen Immobilienwirtschaft vorhandene Netzwerke nutzen und eigene entwickeln.

Was braucht man, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?

Kurzfristig ist es ein Gespür für Kommunikation. Langfristig gehört dazu Verbindlichkeit. Um diese zu erreichen, braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch ein gutes Netzwerk und das Bewusstsein, dass man nicht selbst Politiker, aber auch nicht Immobilienunternehmer, sondern Interessenvertreter ist.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Wenn jemand die helfende Hand nicht als solche erkennt.

Wo oder wie können Sie besonders gut abschalten?

Beim Angeln.

Für welches private Vergnügen haben Sie zu wenig Zeit?

Wandern und Gespräche mit Freunden.

Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?

Feuer von Jan Delay.

Wenn Sie an Ihren letzten Urlaub denken, denken Sie an …?

... an ein Frühstück am Rande eines Feldes, gesäumt von Korkeichen, in der Toscana. Stühle und Tisch aus dem Campingbus. Rührei vom Gaskocher.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Phantom der Oper in London. Aus nostalgischen Gründen: Ich habe dieses Musical vor 22 Jahren mit meiner Frau in Hamburg besucht.

In welcher Location kann man Sie häufiger antreffen?

Beruflich im Dressler in der Friedrichstraße.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne mal einen Abend verbringen?

Als praktizierender Katholik steht ein Gespräch mit Papst Franziskus ganz oben auf der Wunschliste.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?

Ein Tag in Schwerelosigkeit auf der Raumstation ISS mit Blick auf die Erde wäre faszinierend.

IZ

Image-Umfrage: Projektentwickler Top, Makler Flop

Karriere 29.06.2016
Der übel beleumundete Immobilienmakler prägt das Bild der Immobilienwirtschaft unter Studierenden aus nicht-immobilienwirtschaftlichen Studiengängen. Das ist ein Ergebnis einer gemeinsamen ... 

Der übel beleumundete Immobilienmakler prägt das Bild der Immobilienwirtschaft unter Studierenden aus nicht-immobilienwirtschaftlichen Studiengängen. Das ist ein Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Irebs International Real Estate Business School der Universität Regensburg, der ICG Initiative Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft und von Catella Property Valuation.

An der von Ende März bis Anfang Mai 2016 durchgeführten, nicht-repräsentativen Befragung haben sich 163 Studierende, zu etwa gleichen Teilen Bachelor- und Masterstudenten, aus nicht-immobilienwirtschaftlichen Fächern beteiligt. Zu knapp 40% waren das angehende Geografen, zu je gut 15% BWLer und Architekten. Der Rest verteilt sich vor allem auf die Studiengänge VWL, Wirtschaftswissenschaften und Bauingenieurwesen. Wo sie studieren, ist nicht bekannt: Die Teilnehmer mussten ihre Ausbildungsstätte nicht angeben. Für die Umfrage waren rund 20 Lehrstuhlinhaber um Verbreitung gebeten worden.

Der Hälfte fällt gar kein Berufsbild ein

Auf die Frage nach Berufen in der Immobilienwirtschaft fielen nur 77 aller 163 Umfrageteilnehmer, also nicht einmal der Hälfte, überhaupt welche ein. Mehrfachnennungen waren erlaubt, und so kamen insgesamt 190 Nennungen von Berufsbildern aus der Immobilienbranche zusammen. Diejenigen, die eine Antwort parat hatten, nannten zu 38% (73 Nennungen) den Immobilienmakler. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Projektentwickler (10%) und der Immobilien-Researcher (7%). Viele andere Berufsbilder, z.B. der Immobilien-Asset-Manager (3%), sind in den Köpfen der Befragten offenbar nicht präsent.

Nach dem Image bestimmter vorgegebener Arbeitsbereiche in der Immobilienwirtschaft gefragt, fiel das Votum der 95 Studierenden, die diese Frage beantworteten, eindeutig aus: Makler und Berater bekamen die schlechteste Note. Auf einer Skala von 0 ("schlechtes Image") bis 4 ("sehr gutes Image") landete diese Gruppe bei rund 1,2 Punkten. Das beste Image haben Projektentwickler und Bauträger: Sie erhielten mit über 2,5 Zählern den mit Abstand höchsten Wert. Die vier anderen zur Wahl gestellten Gruppen - Bestandshalter und Investoren, Immobilienfinanzierer, Portfolio-, Asset- und Fondsmanager sowie Verwalter und Facility-Manager - erhielten in auffälliger Übereinstimmung die Mittelmaßnote 2.

Das Image bzw. die Attraktivität von Arbeitsplätzen in der Immobilienwirtschaft allgemein beurteilten knapp 40% von 136 Antwortenden mit "ausgezeichnet" oder "sehr gut". Weitere rund 40% beschrieben es als "mittelmäßig", der Rest als "eher schlecht" bis "ungenügend". Wer der Branche ein gutes Image attestiert, tut das meist wegen der aus seiner Sicht bzw. in seiner Erwartung guten Verdienstmöglichkeiten. Wer ihr ein schlechtes Image attestiert, tut das u.a. aufgrund einer vermeintlich übersteigerten Gewinnorientierung.

Harald Thomeczek

Immofirmen als familiengerechte Arbeitgeber zertifiziert

Karriere 24.06.2016
Familienfreundlicher Arbeitgeber: 273 Unternehmen dürfen sich (weitere) drei Jahre mit diesem Siegel schmücken, darunter auch einige aus der Immobilienbranche. Sie haben gestern das Zertifikat ... 

Familienfreundlicher Arbeitgeber: 273 Unternehmen dürfen sich (weitere) drei Jahre mit diesem Siegel schmücken, darunter auch einige aus der Immobilienbranche. Sie haben gestern das Zertifikat "audit berufundfamilie" von der Auditierungsgesellschaft berufundfamilie Service erhalten.

Aus der Immobilienbranche ausgezeichnet wurden folgende Firmen: Hallesche Wohnungsgesellschaft, Halle (Saale); GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt, Halle (Saale); Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft, Chemnitz; ECE Projektmanagement, Hamburg; Gesellschaft für Bauen und Wohnen, Hannover, und GBH Mieterservice Vahrenheide, Hannover; Vivawest Wohnen, Gelsenkirchen; GAG Immobilien, Köln; Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, Frankfurt am Main; Strabag - Direktion Baden-Württemberg, Stuttgart, und GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München. Zu den 24 Hochschulen, die gestern das Zertifikat empfangen haben, gehören auch die Hochschule Biberach und die HAWK Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst.

Nach drei Jahren läuft das Zertifikat ab

Die aktuell ausgezeichneten Unternehmen und Hochschulen haben das Auditierungsverfahren in den vergangenen zwölf Monaten durchlaufen und das Zertifikat erstmals erhalten oder sie haben sich rezertifizieren lassen. Das Zertifikat gilt jeweils für drei Jahre und muss dann erneuert werden, wenn das jeweilige Unternehmen das Siegel nicht verlieren will. Die praktische Umsetzung wird von der mit dem Auditierungsverfahren betrauten Gesellschaft berufundfamilie Service jährlich überprüft: Nach dem Erhalt des Zertifikats bzw. einer Rezertifizierung müssen die Arbeitgeber den Auditoren jedes Jahr berichten, wie sie sich in puncto Familienfreundlichkeit weiterentwickelt haben bzw. belegen, dass sie selbstgesteckte Ziele erreicht haben. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende beriebsindividuelle personalpolitische Ziele in acht Handlungsfeldern, z.B. lebensphasenbezogene Arbeitszeit, mit den Auditoren vereinbart werden.

Insgesamt tragen aktuell 991 Arbeitgeber das Zertifikat für eine familiengerechte Personalpolitik. Rund 1.600 Unternehmen wurden seit 1998 damit ausgezeichnet. Das Audit berufundfamilie/familiengerechte hochschule beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Schirmherren sind die Bundesfamilienministerin und der Bundeswirtschaftsminister. berufundfamilie Service hat die Lizenz für das europaweite Audit.

Harald Thomeczek

"Projektentwicklung ist kein Nine-to-five-Job"

Die beiden Junior-Projektentwickler Sonja Tünnissen und Jonathan Berlipp stellten auf dem IZ-Karriereforum ihren Beruf vor.

Die beiden Junior-Projektentwickler Sonja Tünnissen und Jonathan Berlipp stellten auf dem IZ-Karriereforum ihren Beruf vor.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 23.06.2016
Bei der IZ-Studentenumfrage dieses Jahr gab fast jeder Vierte von rund 600 Studierenden den Bereich Projektentwicklung als Berufswunsch an. Auf dem IZ-Karriereforum am 11. Juni 2016 konnten ... 

Bei der IZ-Studentenumfrage dieses Jahr gab fast jeder Vierte von rund 600 Studierenden den Bereich Projektentwicklung als Berufswunsch an. Auf dem IZ-Karriereforum am 11. Juni 2016 konnten sich zwei Junior-Projektentwickler, die ihren Job vorstellten, kaum vor Fragen aus dem Publikum retten.

Wie wird man Immobilienentwickler? Wer ist von seinen persönlichen und sozialen Kompetenzen her für diesen Job geeignet, wer eher nicht? Wie sieht der Arbeitsalltag eines Projektentwicklers aus? Und was kann man als Entwickler, z.B. im Wohnungsbau, eigentlich verdienen? Als Berufseinsteiger und im Laufe des weiteren Berufswegs?

Diese und zahllose andere Fragen stellen sich all die Studenten, die die Projektentwicklung während ihres Studiums als ein mögliches Betätigungsfeld für sich entdecken. Und davon gibt es nicht wenige.

Wie beliebt die Immobilienentwicklung beim Nachwuchs ist, zeigt seit Jahr und Tag die Studentenumfrage der Immobilien Zeitung (IZ). Bei der im Frühjahr 2016 durchgeführten Befragung, an der sich 588 Studierende immobilienwirtschaftlicher und verwandter Studiengänge beteiligten, votierten 23,8% der Teilnehmer für die Projektentwicklung als den von ihnen favorisierten Tätigkeitsbereich nach ihrem Abschluss. Damit gewann die Projektentwicklung noch an Attraktivität hinzu: Im Vorjahr strebten noch 18,5% der Befragten in den Development-Bereich.

Eine kleine Umfrage unter den Besuchern des IZ-Karriereforums 2016 - weit überwiegend Studenten, in geringerem Umfang aber auch Absolventen, bereits Berufstätige sowie Auszubildende und Schüler - bestätigt dieses Bild: 26% derer, die als Bewerber zum Karriereforum kamen, sagen von sich, sie möchten in der Immobilienwirtschaft am liebsten im Segment der Projektentwicklung arbeiten.

Projektentwickler im Wohnungsbau sind vom Grundstückseinkauf bis hin zum Verkauf der fertigen Immobilie für praktisch alles rund ums Bauvorhaben zuständig: Sie verhandeln Verträge, erstellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen, beauftragen und koordinieren Fachplaner und steuern die Umsetzung. Sie sind aber auch verantwortlich für Marketing und Vertrieb und letztendlich auch für das Projektergebnis. Kostendisziplin hat dabei eine hohe Bedeutung für den Projekterfolg.

Doch wie qualifiziert man sich für einen Job als Projektentwickler? So einfach ist das gar nicht: "Diesen Beruf kann man so nicht studieren", sagte Jonathan Berlipp. Berlipp ist von Haus aus Architekt und arbeitet seit rund einem Jahr als JuniorProjektentwickler bei Die Wohnkompanie Rhein-Main in Frankfurt am Main. Nach einigen Jahren als angestellter Architekt verspürte er den Wunsch, die Seiten zu wechseln, die Rolle des Auftragnehmers mit der des Auftraggebers zu tauschen: "Ich habe in Frankfurt als Architekt gearbeitet und bin dadurch immer öfter in Kontakt mit Projektentwicklungsthemen gekommen. Das war ausschlaggebend für meine Entscheidung, den berufsbegleitenden Studiengang Immobilienökonomie an der Irebs zu belegen", sagte Berlipp auf dem Podium.

Seine Kollegin Sonja Tünnissen von der Wohnkompanie Rhein-Main hat auf direkterem Weg in die Immobilienentwicklung gefunden. Nach einer Ausbildung zur Immobilienkauffrau hat sie ein Bachelor-Studium der Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen nachgelegt und später noch einen Master in Baumanagement an der FH Karlsruhe draufgepackt.

Frage aus dem voll besetzten Auditorium - nicht alle Vorträge waren wegen parallelen Angeboten wie Arbeitgeberpräsentationen, dem RICS-Hochschultag sowie einer Jobmesse mit 47 Ausstellern so gut besucht: Braucht man einen Master für den Job als Projektentwickler oder reicht ein Bachelor-Abschluss? Tünnissen sagt: "Ein Master muss nicht zwingend sein. Ein Bachelor reicht, wenn man etwas praktische Erfahrung über eine Werkstudententätigkeit oder ein Praxissemester mitbringt." Tünnissen selbst war Werkstudentin bei der Wohnkompanie in Frankfurt und schrieb dort ihre Masterarbeit. Diese Tätigkeit ging gleichsam nahtlos in ihr heutiges Anstellungsverhältnis über.

Ihr Kollege Berlipp beantwortete die Gretchenfrage übrigens anders: "Ein Master ist nicht zwingend erforderlich, wird aber seitens der Arbeitgeber gerne gesehen. Für jemanden, der wie ich z.B. aus dem Bereich der Architektur kommt, ist eine zusätzliche Qualifikation zum Thema Immobilienwirtschaft empfehlenswert."

Jenseits der fachlichen Qualifikation ist nicht jeder Typ Mensch prädestiniert für den Beruf des Projektentwicklers in der Immobilienwirtschaft. Oder um es positiv zu formulieren: "Gut geeignet sind Leute, die mit allen Fachbereichen umgehen können, ohne in den einzelnen Gebieten absoluter Vollprofi zu sein. Man muss Spaß daran haben, die Teams zu steuern und zu koordinieren", sagte Berlipp. Die Themenvielfalt sei "intensiver, als ich mir das vorher vorgestellt habe".

Tünnissen ergänzte: "Man muss Freude an Vielseitigkeit haben, aber auch stressresistent und spontan sein. Unsere Arbeit ist nicht immer vorhersehbar. Jedes Projekt ist anders, und es können immer Sachen auftreten, mit denen man vorher nicht gerechnet hat." Sie hätte vor ihrem Einstieg bei der Wohnkompanie Rhein-Main nicht damit gerechnet, "dass man sich so umfangreich in alle möglichen Themen einarbeiten muss. Und dass ein Junior-Projektentwickler schon so eigenständig Projekte entwickeln darf."

Last but not least gaben die beiden Junior-Entwickler Auskunft über Einstiegsgehälter in ihrer Branche: "Es ist schwer, Zahlen zu nennen, weil das Gehalt vom Standort abhängt, von der Ausbildung und der Erfahrung, die jemand mitbringt", so Berlipp. Die Bandbreite sei groß, sie reicht von schätzungsweise 36.000 bis zu 54.000 Euro im Jahr. Eine variable Vergütung, z.B. in Gestalt einer Erfolgsbeteiligung, oder ein Firmenwagen sind verhandelbar.

Ob ihnen denn an ihrem Job eigentlich etwas nicht gefalle, wurden Berlipp und Tünnissen, die mehrfach betonten, wie viel "Spaß" ihnen die Arbeit mache und wie "spannend" die "Themenvielfalt" und Unberechenbarkeit einer Projektentwicklung sei, gefragt. So weit, dass ihnen etwas an ihrem Beruf missfällt, wollten sie nicht gehen. Sie wiesen aber wie aus einem Mund darauf hin, dass "man die Bereitschaft mitbringen muss, auch mal länger als bis 19 Uhr im Büro zu bleiben. Es ist kein Nine-to-Five-Job."

Unter den Studierenden kam ihr Auftritt sehr gut an, etwa bei Lara Entrup (24) und Sandra Schwietering (23). Die beiden studieren Immobilienmanagement an einer Fachhochschule im niederländischen Enschede. Nach eigenem Bekunden können sie sich gut vorstellen, nach ihrem Studium in die Projektentwicklung zu gehen. Was sie dort erwarten könnte, wissen sie nun: "Der Vortrag war sehr informativ", fand Entrup. "Wo erfährt man z.B. sonst schon etwas über den Alltag eines Projektentwicklers?"

Harald Thomeczek