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Immokaufleute im Intensiv-Training

Artikel vom 15.09.2009, 15:00
Die fünfte Lerninsel für Auszubildende in der Immobilienwirtschaft fand Ende August auf der Insel Schwanenwerder in Berlin statt. Die 22 Teilnehmer mussten innerhalb einer Woche ein Nutzungskonzept für ein reales Projekt entwickeln. Auch sportlich ging es zur Sache: Vormittags war Segeln auf dem Großen Wannsee angesagt. Aufgabe der Lerninsel war die Entwicklung eines Nutzungskonzepts für das Areal, das die O2-World in Berlin umgibt. Gemeinsam mit dem Projektpartner Drees & Sommer hatte die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft die Aufgabe formuliert. Von Sonntag bis Freitag arbeiteten die Teilnehmer in Gruppen an ihren Vorschlägen, unterbrochen nur von Segelunterricht am Vormittag und besonderen Schulungen, z.B. zum Projektmanagement sowie zu Kommunikations- und Präsentationstechniken. „Am Donnerstagabend ist die Anstrengung deutlich zu spüren“, sagt Kathrin Meis­ter, Gebietsleiterin Vertrieb für die Region Ost bei der Aareon. Dann ist Generalprobe für die Präsentationen. Am Freitag müssen die Gruppen ihre Ergebnisse dann vor den Geschäftsführern bzw. Vorständen ihres Unternehmens präsentieren. Hauptzielgruppe sind Auszubildende zum/r Immobilienkaufmann/-frau der Immobilienwirtschaft, die sich auf Vorschlag ihres Unternehmens bei der BBA bewerben, die die Weiterbildung organisiert. Aareon als Hauptsponsor sowie der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften unterstützen die Weiterbildung, für die knapp 40 Bewerbungen eingegangen sind. In einer Woche intensiv ein Thema zu bearbeiten, das hat auch Elisa Kirchner gereizt. „Viel gelernt, wenig geschlafen“, ist das Fazit der 21-Jährigen, die ein duales BWL-Studium bei der Hilfswerk-Siedlung in Berlin absolviert. Neben den inhaltlichen Themen war die Abstimmung innerhalb der Gruppe bei der Projektarbeit eine gute Übung – viel Rüstzeug für ihr Studium und die Arbeit. Zum ersten Mal war auch ein Azubi der B.R.B. Projektmanagement und Immobilienservice dabei, die derzeit drei junge Menschen ausbildet. Alle drei waren bei ihrer Bewerbung unterstützt worden. „Wir wollten ihnen zeigen, dass wir ihnen zutrauen, sich und uns dort zu präsentieren – und als Belobigung“, sagt Geschäftsführerin Susanne Menk. Angenommen wurde ihr Auszubildender zum Bürokaufmann – der so begeistert war von den Inhalten, dass er jetzt auf den Immobilienkaufmann umsatteln will. Nach der Woche habe man bei allen Teilnehmern deutliche Fortschritte gesehen, sagt Mend, die zur Abschlusspräsentation gekommen war, und ist sich sicher: „Im nächsten Jahr probieren wir es wieder.“ (sma)