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Ingenieurbüros beklagen schwierige Personalsuche

Artikel vom 25.02.2019, 08:34

Die Auftragsbücher sind voll, doch Personal zum erledigen der ganzen Arbeit ist immer schwerer zu bekommen: Dieses Meinungsbild hat der Verband beratender Ingenieure in einer Mitgliederumfrage ermittelt.

Mehr als 90 % der Ingenieurbüros beurteilen ihre wirtschaftliche Lage als gut oder sogar sehr gut. Sorgen macht ihnen allerdings der Arbeitsmarkt. So beklagen mittlerweile 87% der Ingenieurunternehmen die immer schwierigere und langwierigere Suche nach qualifiziertem Personal. Das geht aus der heute in Berlin vorgestellten Konjunkturumfrage 2019 des Verbands beratender Ingenieure (VBI) hervor.

Gut die Hälfte verzeichnet Umsatzzuwächse

Die positive Grundstimmung in den Bauplanungsbüros basiere auf der anhaltend guten Nachfrage nach Planungs- und Beratungsleistungen und einem soliden Auftragsbestand, so der VBI. Ausdruck der anhaltend guten Planerkonjunktur sei, dass die Umsätze bei 55% der Umfrageteilnehmer 2018 gestiegen seien. "Das ist erfreulich. Der Fachkräftemangel entwickelt sich allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse für unsere Büros", sagt VBI-Präsident Jörg Thiel.

An der VBI-Konjunkturumfrage beteiligten sich 417 Ingenieurbüros. Zu einem Drittel (33%) sind diese überwiegend im Hoch- und Ingenieurbau tätig, weitere 18% im Bereich Gebäudetechnik. Jedes zehnte Büro ist multidisziplinär unterwegs. Vier von zehn Umfrageteilnehmern (41%) haben den Personalbestand im vergangenen Jahr ausgebaut, fast niemand hat ihn abgebaut. Dieses Jahr wollen 36% der Ingenieurbüros ihre Mannschaft vergrößern.