Vera Cole gründet Cole Retail Consulting

Karriere 12.02.2016
Die Rhein-Main-Region ist um ein auf Einzelhandelsimmobilien spezialisiertes Immobilienmaklerhaus reicher: Vera Cole, gut 15 Jahre lang Abteilungsleiterin bzw. Director Retail Services bei BNP ... 

Die Rhein-Main-Region ist um ein auf Einzelhandelsimmobilien spezialisiertes Immobilienmaklerhaus reicher: Vera Cole, gut 15 Jahre lang Abteilungsleiterin bzw. Director Retail Services bei BNP Paribas Real Estate in Frankfurt, hat sich mit Cole Retail Consulting mit Sitz in Hofheim am Taunus selbstständig gemacht. Die Geschäftsführung des jungen Unternehmens liegt in den Händen von Cole und Mathias Dehe. Cole ist für das operative Geschäft zuständig, Dehe kümmert sich um Organisation und Finanzen. Die Mitfünfzigerin bringt insgesamt knapp 30 Jahre Erfahrung mit Einzelhandelsimmobilien im Rhein-Main-Gebiet mit. Der geografische Radius von Cole Retail Consulting reicht von Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Bad Homburg über Trier und Koblenz bis nach Mannheim und Karlsruhe. Das Unternehmen berät Immobilieneigentümer bei der Vermietung von Handelsflächen bzw. Einzelhändler bei der Standortwahl.

Harald Thomeczek

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Colliers krempelt sein Management Board um

Matthias Leube - hier auf einer Vor-Corona-Mipim - behält den Durchblick.

Matthias Leube - hier auf einer Vor-Corona-Mipim - behält den Durchblick.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

Karriere 06.08.2020
Matthias Leube ist auch weiterhin CEO von Colliers Deutschland. Ansonsten bleibt in der Geschäftsleitung des Gewerbemaklers jedoch kaum ein Stein auf dem anderen. ... 

Matthias Leube ist auch weiterhin CEO von Colliers Deutschland. Ansonsten bleibt in der Geschäftsleitung des Gewerbemaklers jedoch kaum ein Stein auf dem anderen.

Vier Abgängen stehen aktuell zwei Neuzugänge gegenüber. Zu den Abgängen: COO Julius Bender, Wolfgang Speer, seines Zeichens Head of Office & Occupier Services, und Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics, haben sich laut einer Unternehmensmitteilung entschieden, ihre Verträge nicht zu verlängern. Sie wollen sich neuen Herausforderungen stellen, heißt es.

Die Aufgaben von Speer werden auf drei gesonderte Leiter der Bereiche Architecture & Workplace Consulting, Office Leasing und Occupier Services verteilt.

Die COO-Position von Bender soll ebenfalls nicht eins zu eins nachbesetzt werden, auch seine Aufgaben werden aufgeteilt, u.a. auf die neu geschaffene Position des Chief Transformation Officers (CTO). Die Besetzung des CTO will Colliers in Kürze bekannt geben.

Ergänzt wird das deutsche Management Board von Colliers nicht nur um einen Digitalisierungs- und Transformationschef, sondern auch um die Bereiche Marketing & Communication, Legal & Compliance sowie den Bereich Human Resources/Learning & Development. Um den letztgenannten Bereich wird sich federführend ab dem 1. Oktober 2020 Hildegard Gütlich (55) kümmern. Sie kommt dann von Air France KLM zu Colliers. Die Posten für die Bereiche Marketing & Communication sowie Legal & Compliance übernehmen Thilo Kaiser und Carsten Schweigkofler.

Offen lässt Colliers, was mit Kunz' Position passiert. Auf Nachfrage teilt Colliers mit: Ja, die Stelle solle nachbesetzt werden. Das "Screening" laufe. Kunz ist seit 18 Jahren im Unternehmen, Bender und Speer jeweils seit rund elf Jahren.

Der vierte Abgang ist CFO Martin Klöble. Er geht 2021 in den Ruhestand. Sein Nachfolger steht schon fest: Es ist Sebastian Martin (40), zuletzt als CFO von Euro Cargo Rail, einem französischen Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, tätig. Auch er wird voraussichtlich im Oktober bei Colliers anfangen.

Harald Thomeczek

Die Absolventen bleiben bei der Jobwahl selbstbewusst

Studierende auf Jobsuche achten bei möglichen Arbeitgebern wegen der Corona-Krise nun auf andere Details.

Studierende auf Jobsuche achten bei möglichen Arbeitgebern wegen der Corona-Krise nun auf andere Details.

Quelle: stock.adobe.com, Urheber: Artem

Karriere 23.07.2020
Die Immobilienbranche ist in der Corona-Krise - im Vergleich zu anderen Branchen - bisher mit einem blauen Auge davongekommen. Studierende immobilienwirtschaftlicher Fachrichtungen bereuen ... 

Die Immobilienbranche ist in der Corona-Krise - im Vergleich zu anderen Branchen - bisher mit einem blauen Auge davongekommen. Studierende immobilienwirtschaftlicher Fachrichtungen bereuen jedenfalls nicht, diesen Weg eingeschlagen zu haben. Die eine oder andere Assetklasse ist in der Gunst des Nachwuchses allerdings gesunken.

Das Angebot für Absolventen ist nicht mehr ganz so üppig. So manche Firma hat Stellenausschreibungen auf Eis gelegt und besetzt nur nach, was unbedingt nötig ist. Trainee-Programme wurden im Frühjahr mitunter gestoppt oder, sofern erst für den Herbst geplant, zumindest mit einem dicken Fragezeichen versehen. Der Grund ist noch nicht mal unbedingt, dass es so schlecht läuft. Es ist vielmehr die große Ungewissheit, der sich vor allem Handelsimmobilien ohne Lebensmittelanker, Hotels und Bürogebäude ausgesetzt sehen. Und mit ihnen die Unternehmen, die sie bauen, managen und vermitteln. Maklerhäuser wie Avison Young, NAI apollo, Colliers, Savills, JLL oder BNP Paribas Real Estate führten Kurzarbeit ein. Erzählungen von nicht verlängerten Probezeiten oder gar Kündigungswellen, abgebrochenen Assessment-Centern und gekündigten Werkstudenten machen die Runde.

Mark Spangenberg, COO bei CBRE in Deutschland, beteuert jedoch: "Einen klassischen Einstellungsstopp hatten wir nicht." Und Personalchef Mike Schrottke ergänzt: "Wir haben uns mit dem Thema Kurzarbeit beschäftigt. Es steht aber nicht im Vordergrund. Sowohl das Management als auch unsere Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen haben freiwillig auf Gehalt verzichtet und zusätzlich ihren Resturlaub, größtenteils auch ihre Überstunden abgebaut."

Spuren hinterließ das Coronavirus dennoch auch bei CBRE. "Wir schauen noch etwas genauer hin, wo die Bedarfe im Unternehmen sind", gibt Spangenberg zu. Er präzisiert: "Wir sehen in einigen Bereichen Rückgänge, etwa im Retail Leasing und im Hotelsegment gibt es negative Einflüsse. Dort sind wir zurzeit mit Neueinstellungen vorsichtiger." Dafür läuft es beispielsweise im Bereich Industrial & Logistics weiter sehr gut. "Dort gewinnen wir aktuell Marktanteile und haben zuletzt auch verstärkt eingestellt", berichtet Spangenberg. Im Bürobereich laufen alle großen Mandate weiter, heißt es. Das Fazit der Führungskräfte für CBRE Germany: "Im europäischen Vergleich mit anderen Ländergesellschaften kommen wir wohl glimpflich davon." Mangels Glaskugel müssen Spangenberg und Schrottke beim Blick in die Zukunft allerdings orakeln: "Fraglich sind allerdings die Auswirkungen der Rezession und der Entwicklung im Jahr 2021."

Den Studierenden sind die kleinen und großen Einschläge in bestimmten Assetklassen und bei bestimmten Geschäftsmodellen nicht verborgen geblieben. Das gilt auch für die selektivere Einstellungspolitik einiger Unternehmen. Sie sind aber fest davon überzeugt, dass sich die Corona-Pandemie langfristig nicht negativ auf ihre berufliche Laufbahn auswirken wird - und würden sich, wenn sie wieder vor der Wahl stünden, noch einmal für die Immobilienwirtschaft entscheiden.

"Selbstverständlich tangiert die Corona-Krise auch die Immobilienbranche, einige Bereiche durchaus mehr als andere, und es bestehen gewisse Risiken", sagt Farina Lutz, die als selbstständige Immobilienmaklerin tätig ist und an der Hochschule Biberach studiert. "Dennoch hat diese Branche meiner Meinung nach Zukunft und ein enormes Potenzial, weshalb ich meine Entscheidung, diesen Weg eingeschlagen zu haben, nicht bereue", meint sie stellvertretend für viele andere.

Im Branchenvergleich ist die Immobilienwirtschaft in der Corona-Zeit in der Gunst des Nachwuchses sogar gestiegen. Auch weil der Anlagedruck der Investoren sich nicht einfach in Luft aufgelöst hat. Immobilien gelten jetzt noch mehr als sicherer Hafen. Selbst coronabedingte schlechte Nachrichten lassen meist keine Zweifel aufkommen. Ein Beispiel: Der Wohnungsentwickler Instone kassierte die Prognose für 2020 und stellte den Vertrieb eines Projekts in Augsburg aufgrund stockender Nachfrage ein. Schon abgeschlossene Kaufverträge hat er rückabgewickelt. Ein Bachelorstudent von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Holzminden, der Instone in der Arbeitsmarktumfrage 2020 der Immobilien Zeitung (IZ) als Wunscharbeitgeber Nummer eins angegeben hat, bleibt bei seiner Wahl: "Instone hat die Entscheidungen in meinen Augen plausibel begründet, weswegen sich meine Wahrnehmung auf das Unternehmen nicht geändert hat."

"Logistikimmobilien hatte ich vor Corona nur latent auf dem Schirm"

Das mag an der Assetklasse liegen: Wohnen steht mehr denn je für Sicherheit. Andere Nutzungsarten haben einen schwereren Stand: "Vor allem die Assetklassen Retail und Hotel würde ich definitiv als kritischer ansehen, da diese durch die Corona-Krise stark gelitten haben bzw. immer noch stark leiden", sagt Amira Hollweg, die Immobilienmanagement im Master an der HAWK studiert. Handel ist natürlich nicht gleich Handel: "Vor Probleme gestellt werden vor allem Einzelhandelsimmobilien abseits der Ia-Lagen und Shoppingcenter", weiß Masterstudent Mario Sterl von der Universität Regensburg (Irebs). Für Sarah Schwarz ist klar: "Für mich kommt der Lebensmitteleinzelhandel an erster Stelle, da er grundsätzlich systemrelevant war und als Gewinner aus der Krise gehen wird." In der IZ-Umfrage hatte die junge Frau, die im vierten Mastersemester Humangeographie mit dem Schwerpunkt Raumplanung, Raumentwicklung und Raumkonflikte an der WWU in Münster studiert, noch CBRE als ihren Favoriten angegeben. Doch mit der Krise hat sich ihr vorheriger Zweitkandidat Lidl vor den Immobiliendienstleister geschoben.

"Bei Hotels mitzumischen, stelle ich mir äußerst spannend vor"

Hotels haben weiter ihre Fans. Obgleich die Hotellerie wegen des Lockdowns schwer zu kämpfen hat - für Immobilienspezialisten eröffnen sich durch die Umwälzungen, die dem Hotelmarkt prophezeit werden, Chancen. Da ist sich Julius Range, der ebenfalls an der Irebs studiert, sicher: "Hier wird es Insolvenzen geben, die den Markt mit Hotelimmobilien fluten könnten. Die Markenhotellerie wird noch mehr an Einfluss gewinnen. Die Bewertung von Hotelimmobilien wird höhere Risiken einkalkulieren, und die Pachtverträge werden an Krisen angepasst werden müssen. Dort mitzumischen, stelle ich mir äußerst spannend vor." Ein anderer Regensburger Irebs-Student hat gar eine neue Immobilienart für sich entdeckt: "Mich reizen Einblicke in Logistikimmobilien, die ich vor der Corona-Krise nur sehr latent auf dem Schirm hatte."

Und dann ist da noch der Büromarkt, dem viele einen gewaltigen Wandel voraussagen: "Der Bereich Office wird sich bestimmt durch die neuen Möglichkeiten des Homeoffice stark verändern, und ich bin gespannt, wie sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. Deswegen schaue ich auch auf Investmentunternehmen und hinterfrage deren Strategien seit Corona intensiver", erzählt Hollweg. Bei vielen der Studierenden wecken die möglichen Umwälzungen im Bereich Büro besonderes Interesse. Masterstudent Sterl ist sich sicher: "Die Büroimmobilie wird neu gedacht werden, und digitale Lösungen bekommen einen Schub, sodass sich Smart-Office-Solutions schneller am Markt etablieren könnten." Sterl sollte es wissen: Seine Masterarbeit schreibt er über die Wirtschaftlichkeit intelligenter Büroobjekte.

"Wer schlagartig viele Studierende vor die Tür setzt, verliert an Ansehen"

Bei den Nachwuchskräften verloren haben vor allem Unternehmen außerhalb der Immobilienbranche - die durch den Shutdown oft heftigere Einschnitte zu verkraften hatten als die meisten Immobilienunternehmen. "Automobilhersteller fallen aktuell als Arbeitgeber für mich weg. Vor Corona konnte ich mir das gut vorstellen", sagt Tim Hackenberg, der dieses Jahr seinen Bachelorabschluss in Immobilienwirtschaft an der HfWU Nürtingen-Geislingen macht. Bei Range hat der Umgang mit dem Lockdown die Sicht auf zuvor favorisierte Arbeitgeber negativ beeinflusst. "Bosch und Daimler, die ich zusammen mit Art-Invest angegeben habe, haben auf einen Schlag eine große Anzahl an Praktikanten und Werkstudenten vor die Tür gesetzt. Das halte ich nicht für nachhaltig. Diese Unternehmen haben bei mir an Ansehen verloren." In der Gunst von Alexandra Hell sind insbesondere Unternehmen gesunken, die sich gegenüber ihren Vermietern nicht korrekt verhalten haben: "Es kursierten ja Schlagzeilen, dass manche Großfirmen in der Corona-Krise keine Miete mehr zahlen wollten. Das finde ich überhaupt nicht gut."

Harald Thomeczek

Gefragte Arbeitgeber: 9. CORPUS SIREO

Iris Schönbeck, Executive Director Human Resources.

Iris Schönbeck, Executive Director Human Resources.

Quelle: Corpus Sireo Real Estate

Karriere 23.07.2020
JLL, CBRE, Beos und Co. sind unter den Studierenden immobilienwirtschaftlicher Fachrichtungen keine Unbekannten. Solche Stationen einmal im Lebenslauf stehen zu haben, ist das Ziel vieler junger ... 

JLL, CBRE, Beos und Co. sind unter den Studierenden immobilienwirtschaftlicher Fachrichtungen keine Unbekannten. Solche Stationen einmal im Lebenslauf stehen zu haben, ist das Ziel vieler junger Männer und Frauen. Bevor sie Kontakt zu den Großen der Branche aufnehmen, kennen sie schon deren Geschäftsfelder, erahnen die Unternehmenskultur und recherchieren zu Benefits. Doch was keiner vorher wissen kann: Wie reagieren die Unternehmen auf eine solche Ausnahmesituation wie die Corona-Pandemie? Wie gehen die Chefs in diesen Monaten mit den jungen Mitarbeitern um und was ist da noch zu erwarten? Keiner der Personalchefs kann vorhersagen, was die Zukunft bringt. Was sie jedoch voneinander unterscheidet, ist ihr Handeln für den Moment.

Corpus Sireo Real Estate ist ein Fonds- und Asset-Manager, Investor und Projektentwickler, der in Deutschland und Europa aktiv ist. Etwa 370 Mitarbeiter sind an neun Standorten in Deutschland beschäftigt. Corpus Sireo gehört wie Beos zum Konzern Swiss Life Asset Managers.

Bereits während des Studiums stehen die Türen von Corpus Sireo für interessierte junge Leute offen. Sie können sich als studentische Aushilfskräfte oder Praktikanten in den Bereichen Asset-Management, Transaction, Projektentwicklung, Fonds- und Portfoliomanagement engagieren. Nach dem Hochschulabschluss können Absolventen an einem 15-monatigen Trainee-Programm teilnehmen. Der Direkteinstieg ist bei Corpus Sireo eher unüblich, offene Junior-Stellen werden bevorzugt intern mit Trainees, Studenten und Auszubildenden besetzt.

In diesem Jahr wurden und werden insgesamt 15 Stellen für den akademischen Nachwuchs (inkl. Praktika und Studentenjobs) im Asset-Management besetzt bzw. angeboten. Acht sind es jeweils im Real Estate Development und bei Shared Services, sechs bei Transactions. Geplant ist zudem die Besetzung von vier Auszubildenden- und drei weiteren Trainee-Plätzen.

Bisher gab es nach Angaben von Corpus Sireo keinen coronabedingten Stellenabbau im Unternehmen. "Unsere Ausbildungs- und Trainee-Programme laufen derzeit noch, daher kann aktuell kein Schluss zu Corona-Auswirkungen gezogen werden", teilt Iris Schönbeck, Executive Director Human Resources mit. Es bleibe Corpus Sireo ein wichtiges Anliegen, die "Nachwuchskräfte auch nach der Ausbildung bzw. dem Traineeprogramm langfristig an das Unternehmen zu binden".

Anke Pipke