Karriere-News

Von Darmstadt 98 zur LBBW

Köpfe 05.06.2014
Beim Namen Frank Berlepp denken Fans des runden Leders an den Fußballer, die Immobilienbranche an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der LBBW Immobilien Development. Berlepp selbst sieht ... 

Beim Namen Frank Berlepp denken Fans des runden Leders an den Fußballer, die Immobilienbranche an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der LBBW Immobilien Development. Berlepp selbst sieht Parallelen der beiden Welten.

Nicht nur zur WM gerät das Blut des ehemaligen Bundesligaspielers Frank Berlepp in Wallung. Zum samstäglichen Pflichtprogramm gehören die Sportschau und das aktuelle Sportstudio. Wenn möglich geht Berlepp, seit Januar in der Geschäftsführung der Holding der LBBW Immobilien-Gruppe, ins Stadion zu Spielen von Eintracht Braunschweig oder Darmstadt 98. Für beide Vereine schlägt sein Herz noch immer. Sie stehen für die Jugendzeit und die prägenden Erfahrungen aus der 1. Bundesliga.

Auf Berlepp wurden die Trainer in der Jugend-Landesauswahl Niedersachsen aufmerksam. 1974, im zarten Alter von 15 Jahren, wechselte er zu Eintracht Braunschweig, 1980 zum SV Darmstadt 98,-"weil ich Fußball mit Studium verbinden wollte, in meinem Fall das der Architektur, die mich immer schon sehr interessierte". Der Opa war Architekt, der Vater beruflich mit der Wohnungswirtschaft verbandelt.

Darmstadt bot beides. Und der Verein stieg kurz nach Berlepps Wechsel in die 1. Bundesliga auf.-"Damals konnte man Studium und Training miteinander verbinden, heute sind die Profispieler ganztags beschäftigt", sagt Berlepp. Ein gutes Zeitmanagement und eine gewisse Zielstrebigkeit gehörten allerdings damals schon dazu, um das Pensum zu schaffen. Fußballerisch blieb Berlepp dem Tor immer treu,-"weil ich nicht so viel laufen wollte", meint er lachend.

"Die Zeit in der Bundesliga war ein Erlebnis." Noch zu Schulzeiten trainierte Berlepp in Braunschweig mit Profis wie Paul Breitner - der Weltstar war gerade von Real Madrid zurückgekommen.-"Ich hatte keinen Profivertrag, war Amateurspieler, habe aber mit den Profis trainiert."

Mit dem Vordiplom 1985 beendete Frank Berlepp die Fußballkarriere. Seither liegt der Ball in der Ecke, doch geblieben sind alte Freundschaften zu Mannschaftskollegen wie Bruno Labbadia, der seine erste Sporen ebenfalls beim SV Darmstadt 98 verdiente und dem Verein lange treu blieb. Aber auch er konnte Berlepp während seiner Zeit als Trainer des VfB nicht zum Fan der Stuttgarter bekehren. Denn zu Berlepps schmerzhaften Erinnerungen gehört, wie Darmstadt 98 in Stuttgart gegen den VfB 1:0 verlor.-"Das war ein Spiel, das uns in den Abstiegsstrudel brachte."

Und welche Tugenden aus dem Profisport sind im Berufsleben nützlich?-"Was man aus dem Sport mitbringt, ist sicherlich die Fähigkeit, sich zielstrebig auf einen Punkt vorzubereiten", resümiert Berlepp. Dazu Teamgeist und sportlicher Ehrgeiz. In diesen drei Komponenten sieht Berlepp die Parallelen zu Projektentwicklungen, denn - auch da ist ein sportlicher Wettbewerb dabei". Begeistert von der Projektentwicklung ist Berlepp seit seinem Berufseintritt bei Philipp Holzmann. Bei LBBW Immobilien stehen Miet- und Eigentumswohnungen im Mittelpunkt, vermehrt will man nun in Richtung Büroinvestment schauen, wie aktuell in Berlin oder beim geplanten Mischprojekt namens Friedrich L in der Stuttgarter City. Beruflich blickt Berlepp optimistisch in die Zukunft, ebenso auf die WM:-"Deutschland kommt ins Endspiel." dl

Dagmar Lange

Guido Piñol verlässt IVG-Vorstand

Guido Piñol: Von Bonn nach Hamburg?

Guido Piñol: Von Bonn nach Hamburg?

Bild: IVG

Köpfe 04.06.2014
Schritt für Schritt verabschiedet sich die Führungsriege aus der insolventen IVG Immobilien. Soeben verließ Christian Kühni die Managementriege. Und auch Vorstandsmitglied Guido Pinõl wird ... 

Schritt für Schritt verabschiedet sich die Führungsriege aus der insolventen IVG Immobilien. Soeben verließ Christian Kühni die Managementriege. Und auch Vorstandsmitglied Guido Pinõl wird aus dem Unternehmen ausscheiden.

Branchenkreisen zufolge wird Pinõl die IVG in etwa drei Monaten verlassen - angeblich in Richtung Hamburg, um dort das Angebot eines anderen Immobilienkonzerns wahrzunehmen. Ein IVG-Sprecher bestätigte auf Anfrage der IZ, dass Pinõl zum 30. September dieses Jahres aus dem Unternehmen ausscheiden werde.

Die neuen, zumeist ausländischen Eigentümer der IVG - sie hatten sich 2013 durch den Ankauf von Krediten des überschuldeten Gewerbeimmobilienkonzerns die Macht über das Unternehmen gesichert - müssten sich dann einen neuen Immobilienexperten für den IVG-Vorstand suchen. Piñol war 2010 als Sprecher der Geschäftsführung zur IVG gekommen und verantwortete zuletzt im Vorstand sämtliche wichtigen operativen Geschäftsbereiche (Immobilien, Projektentwicklung, institutionelle Fonds und Asset Management). IVG hat zwar mit Hans-Joachim Ziems und Elmar Geissinger noch zwei weitere Vorstände, beide sind jedoch Partner bei der Ziems' Unternehmensberatung und wurden im Mai 2013 bzw. 2014 für die Restrukturierung der IVG in die Chefetage bestellt.

Bestätigt hat die IVG auf Anfrage auch das Ausscheiden von Christian Kühni zum 31. Mai aus der Geschäftsführung der IVG Institutional Funds. Kühni war Sprecher der Geschäftsführung der IVG Private Funds und übernahm im Oktober 2011 im Vorstand der IVG Immobilien AG die Position des Chief Operating Officer (COO). Auch die Betreuung des Großprojekts The Squaire zählte zu seinem Aufgabenbereich. 2013 übergab er die Position des COO an Piñol und wechselte in die Geschäftsführung der IVG Institutional Funds. Die Trennung soll in allerbestem gegenseitigen Einvernehmen erfolgt sein, man bleibe weiterhin freundschaftlich miteinander verbunden.

Monika Leykam

pbb: Vorstandschefin Manuela Better schmeißt hin

Manuela Better.

Manuela Better.

Bild: Hypo Real Estate

Köpfe 04.06.2014
Manuela Better hat die Aufsichtsräte der Hypo Real Estate Holding und der pbb Deutsche Pfandbriefbank gebeten, sie von ihren Pflichten als Vorstandsvorsitzende beider Gesellschaften zu ... 

Manuela Better hat die Aufsichtsräte der Hypo Real Estate Holding und der pbb Deutsche Pfandbriefbank gebeten, sie von ihren Pflichten als Vorstandsvorsitzende beider Gesellschaften zu entbinden. So heißt es in einer Mitteilung des Instituts vom späten Dienstagabend. Hintergrund ist die angeordnete Abwicklung der Bank-Tochter Depfa.

Nach der Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gegen den ausverhandelten Verkauf der Depfa und für die von ihr nicht präferierte Abwicklung unter der FMS Wertmanagement habe sie "keine Basis mehr" für die Ausübung der Mandate gesehen, sagte Better.

Der Aufsichtsrat bedauere die Entscheidung sehr, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Bernd Thiemann. Better habe mit der Restrukturierung der HRE und deren Tochtergesellschaften pbb Deutsche Pfandbriefbank und Depfa "einen wertvollen Beitrag zur Aufarbeitung der Finanzkrise in Deutschland geleistet".

Über die Nachfolge von Better als Vorstandsvorsitzende werde der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit entscheiden, hieß es. Mit der Koordination der Arbeit im Vorstand habe der Aufsichtsrat bis auf Weiteres Andreas Arndt betraut. Better war im Februar 2009 als Mitglied des Vorstands bestellt worden und zuerst als Chief Risk Officer für das Risikomanagement verantwortlich. Im März 2010 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Die unter der Holding angesiedelten Gesellschaften sind rechtlich und operational voneinander getrennt, verfolgen aber innerhalb der Gruppe aufeinander abgestimmte Unternehmensziele. Die Deutsche Pfandbriefbank AG mit Sitz in München ist Mitte 2009 aus dem Zusammenschluß von Hypo Real Estate Bank und Depfa Deutsche Pfandbriefbank entstanden. Dort wird unter anderem das Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung verantwortet.

Sonja Smalian,Peter Dietz