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Mehr Bewusstsein fürs Thema Nachhaltigkeit wäre nötig

Die vielen leeren Stühle sprechen Bände: Nachhaltiges Management und nachhaltige Vergütungssysteme sind ein Thema, das nicht bei allen Immobilienplayern auf Interesse stößt.

Die vielen leeren Stühle sprechen Bände: Nachhaltiges Management und nachhaltige Vergütungssysteme sind ein Thema, das nicht bei allen Immobilienplayern auf Interesse stößt.

Quelle: ICG

Karriere21.11.2019
Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, auf Nachhaltigkeit zu pfeifen. Weil die Gewinne in der Immobilienbranche aber weiter sprudeln, tun viele so, als gingen sie Themen wie ... 

Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, auf Nachhaltigkeit zu pfeifen. Weil die Gewinne in der Immobilienbranche aber weiter sprudeln, tun viele so, als gingen sie Themen wie Klimawandel oder gesellschaftliche Verantwortung nichts an. Wem das zu weit weg ist, kann damit anfangen, Boni zeitlich zu strecken. So wird es für Mitarbeiter wichtiger, dass Kunden dauerhafte Freude an ihren Leistungen haben.

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem massiven Umbruch. Neue Wertehaltungen stellen Wirtschaft und Politik vor große Herausforderungen. Der Ruf nach verantwortungsvollem Umgang mit den natürlichen Ressourcen und nach sozialer Gerechtigkeit wird immer lauter. Unternehmen und Top-Führungskräfte stehen zunehmend in der Kritik, das Prinzip der Gewinnmaximierung und exorbitante Manager-Gehälter werden immer öfter infrage gestellt. Die Immobilienwirtschaft als tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft und als Anbieter von ‚Erlebens-Räumen‘ steht im Fokus all der oben genannten Themen."

Diese Worte stehen nicht etwa in der linksgerichteten Berliner Zeitung taz, sondern in der Präambel einer buchstäblich brandaktuellen Publikation des - einer linken Haltung unverdächtigen - Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG): "Nachhaltige Management- und Kompensationssysteme". Untertitel: "Ein innovativer Praktiker-Leitfaden für die Immobilienwirtschaft".

Steht die Immobilienbranche auch "im Fokus" der oben skizzierten Herausforderungen, sie hat es offenbar bis auf die eine oder andere Ausnahme noch nicht recht begriffen. Dem Ruf des ICG zur Vorstellung des Leitfadens, in dem zweieinhalb Jahre Arbeit stecken, waren in der vergangenen Woche nur rund zwei Dutzend Menschen, Schrägstrich: Unternehmen, gefolgt - ICG-Vertreter und Teilnehmer der Plenumsdiskussionen eingerechnet. Diese sprechen denn auch von einer "erstaunlich geringen", "enttäuschenden" Resonanz.

Werner Knips, Partner bei der Personalberatung Heidrick & Struggles und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ICG, bilanziert: "Viele haben den Schuss noch nicht gehört." Frank Billand, früher Investmentchef von Union Investment Real Estate und zusammen mit Knips Leiter der Arbeitsgruppe Nachhaltige Management- und Kompensationssysteme, hat eine Erklärung parat: "Die Immobilienbranche ist seit zehn Jahren in Partylaune. Welche Branche hat noch so ein Umfeld wie wir dank des Niedrigzinses der EZB? Fast jeder kann hier tolle Geschäfte machen."

Maximaler Profit hat als Richtschnur ausgedient

Dabei gäbe es für alle Immobilienunternehmen der Gründe genug, sich schon heute zu hinterfragen: Klimawandel (Fridays for Future), gesellschaftliche Verantwortung (Mietendeckel, Enteigungsdebatte), Handelskrieg zwischen den USA und China. "Wichtig ist, dass Eigentümer und Management sich darüber klarwerden: Warum soll es uns in fünf oder zehn Jahren noch geben? Was ist unser Beitrag für die Gesellschaft, unsere Mitarbeiter und Shareholder?", rät Knips und konstatiert: "Diese Fragen haben sich bisher wenige Unternehmen gestellt."

Wer Denkanstöße braucht, dem helfen die Väter des Leitfadens gern auf die Sprünge: Ausgedient habe der Shareholder Value, angesagt sei der Stakeholder Value - inklusive Verzicht auf maximale Profite, sagt Knips. Der Regulierungsdruck auf den Immobiliensektor werde beträchtlich zunehmen, ergänzt Billand. Jüngstes Beispiel: Der "Sustainable Finance Action Plan", mit dem die EU einer nachhaltigen Finanzierungs- und Investmentkultur mit sanftem Druck auf die Sprünge helfen will. "Wer sich hierauf nicht einstellt, wird vom Markt verschwinden. Manche Investoren kaufen heute schon nur noch zertifizierte Immobilien."

Sich Nachhaltigkeitsziele auf die Fahnen zu schreiben, reicht allein nicht. Irgendjemand muss sie auch umsetzen. Hier kommen die Mitarbeiter ins Spiel. Vor allem diejenigen mit Vorbild- und Leitfunktion: Im Zweifel, findet Knips, sollten sich Unternehmen von "Toptradern und Dealjunkies", die einfach nur und zu jedem Preis (möglichst viel) Geld verdienen wollen, trennen. Stattdessen sollten sie besser auf solche Führungskräfte setzen, die eine Kultur schaffen, in der nicht alles über "extrinsische Motivation" läuft, und ihre Leute mitziehen. Mehr als Geld zieht, verspricht Knips, z.B. "Selbstwirksamkeit", also das Gefühl, die Welt in seinem Mikrokosmos ein kleines Stück weit verändern zu können.

Wem die gesellschaftliche Verantwortung zu weit weg ist, könnte ja damit anfangen, den nachhaltigen Nutzen des Kunden zum Leitstern seines Handelns zu machen - und dies auch zur Richtschnur seines Vergütungssystems zu erklären. Die Hamburger Investmentgesellschaft Aquila Capital etwa, die u.a. Fonds für erneuerbare Energien auflegt und ihren Anlegern bezahlbare Wohnungen und grüne Logistikimmobilien bietet, streckt die Auszahlung von Boni auf bis zu fünf Jahre.

Jetzt den Deal und nach mir die Sintflut - so nicht!

Sinn und Zweck der Übung: Die Denke "Ich mache jetzt den Deal und nach mir die Sintflut" aus den Köpfen fernzuhalten, wie Michaela Maria Eder von Grafenstein, Executive Board Member von Aquila Capital, erläutert. Der Kunde, sprich: Investor, soll schließlich möglichst lange Freude an seinem Windpark oder seinem Wasserkraftwerk, seiner Logistikimmobilie oder seiner Wohnanlage haben. Und die (pekuniären) Interessen des Mitarbeiters an diejenigen des Anlegers zu binden, erhöhe die Wahrscheinlichkeit, Letzteren nachhaltig glücklich zu machen.

Einen grundsätzlichen Verzicht auf Boni hält Eder von Grafenstein für den falschen Weg: "Unsere Leute wollen performen, da ist ein pekuniärer Anreiz wichtig." Eine variable, nach transparenten Kriterien an die Leistung gekoppelte Vergütung ist jedoch nur Mittel zum Zweck: "Für ESG-Themen braucht man auch den richtigen Typus Mensch. Die Leute, die zu uns kommen, tun das wegen unseres Geschäftsmodells, nicht wegen des Geldes." ESG ist die Abkürzung für Environmental Social Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Die Aquila-Gruppe, erklärt die Managerin, sei seit 2006 "komplett klimaneutral" unterwegs. Und das gilt buchstäblich: Eder von Grafenstein und ihre Kollegen sind Vielflieger, weil das Hamburger Unternehmen vor allem im Ausland aktiv ist und nicht zuletzt in Südeuropa baut. "Wenn ich fliege, werden dafür CO2-Zertifikate gekauft", erläutert die Sprecherin der Geschäftsleitung. Und dies sei nur einer von vielen Bausteinen der Klimaneutralität.

In Richtung Klimaneutralität steuert auch Unibail-Rodamco-Westfield (URW). Der börsennotierte französische Shoppingcenterkonzern hat sich u.a. vorgenommen, die CO2-Emissionen aus dem Bau und Betrieb der Einkaufszentren bis 2030 um 50% zu senken. Seine Mieter versucht URW über Verträge mitzunehmen, in denen sich diese selbst zu nachhaltigem Handeln verpflichten. "Unsere Vermieter haben CSR-Ziele (Anm. d. Red.: CSR ist die Abkürzung für Corporate Social Responsibility, also unternehmerische Sozialverantwortung), z.B. die Anzahl von Green-Lease-Verträgen, die sie mit den Mietern verhandeln. Dazu gehört auch, dass sie die Vorteile von LED-Beleuchtung oder vorsortiertem Müll darstellen, etwa niedrigere Nebenkosten", sagt Bruno Bittis, URW-Personalchef in Deutschland. Um die Leasing Manager nicht zu demotivieren, sei es "nicht unmittelbar vergütungsrelevant, wie viele Green Leases ein Vermietungsmanager schafft".

Billand lässt im Leitfaden tief in die Vergütungspraxis bei Union Investment blicken. Der springende Punkt des vor rund zehn Jahren eingeführten Vergütungssystems: Die Führungskräfte und ein Teil der Mitarbeiter werden "ein Stück weit ins unternehmerische Risiko gezogen. Sie setzen einen Teil ihres Gehalts aufs Spiel, können aber auch entsprechend dazugewinnen." Das Spannende dabei: Der Mitarbeiter kann mitentscheiden, wie hoch der variable Anteil sein soll. Die Höhe der Leistungszulage hängt von zuvor individuell vereinbarten Zielen ab. Dabei gilt: "Die Ziele müssen ehrgeizig sein, aber nicht unerreichbar." Einen kleinen Haken hat die Sache: Die Mitarbeiter können sich nicht solche Ziele herauspicken, die sie selbst zu 100% beeinflussen können.

Um bei einem solchen Vergütungssystem ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten zu etablieren und auf Dauer zu erhalten, müssen alle Bewertungskomponenten transparent und nachvollziehbar sein. Daraus abzuleiten, dass nur monetär messbare, skalierbare Ziele wie die erzielte Rendite, das investierte Kapital oder vermietete Flächen in die Vereinbarung einfließen können, wäre ein Kurzschluss. Vielmehr ist eine Führungskraft auch für ein gutes Betriebsklima, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Kunden verantwortlich - und dafür, betont Billand, gibt es durchaus Indikatoren, etwa "wenn eine Führungskraft nur Mittelmaß um sich versammelt und die guten Leute wieder verschwinden oder sich nicht weiterentwickeln."

Harald Thomeczek

"Viele haben den Schuss noch nicht gehört"

Die leeren Stühle lassen es erahnen: Das Interesse der Immobilienbranche an Nachhaltigkeit im weitesten Sinne ist ausbaufähig.

Die leeren Stühle lassen es erahnen: Das Interesse der Immobilienbranche an Nachhaltigkeit im weitesten Sinne ist ausbaufähig.

Quelle: ICG

Karriere20.11.2019
Kein Immobilienunternehmen kann es sich heute noch leisten, auf Nachhaltigkeit zu pfeifen. Weil die Gewinne in der Immobilienbranche aber weiter sprudeln, tun viele so, als gingen sie ... 

Kein Immobilienunternehmen kann es sich heute noch leisten, auf Nachhaltigkeit zu pfeifen. Weil die Gewinne in der Immobilienbranche aber weiter sprudeln, tun viele so, als gingen sie Themen wie Klimawandel oder gesellschaftliche Verantwortung nichts an. Wem das zu weit weg ist, kann damit anfangen, Boni nach und nach auszuzahlen. So wird es für Mitarbeiter wichtiger, dass Kunden dauerhafte Freude an ihren Leistungen haben.

Das ist die Botschaft des Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG). Das ICG stellte in der vergangenen Woche in Berlin eine Publikation mit dem Titel "Nachhaltige Management- und Kompensationssysteme" vor. Untertitel: "Ein innovativer Praktiker-Leitfaden für die Immobilienwirtschaft". Dem Aufruf zur Teilnahme an der Vorstellung des Leitfadens waren jedoch weit weniger Unternehmen gefolgt als erwartet - irgendwie symptomatisch für die Resonanz, die das - weit gefasste - Thema Nachhaltigkeit in weiten Teilen der Immobilenbranche im Moment noch erfährt: "Viele haben den Schuss noch nicht gehört", sagte Werner Knips, Partner bei der Personalberatung Heidrick & Struggles und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ICG, der Immobilien Zeitung.

Warum soll es uns in fünf oder zehn Jahren noch geben?

Dabei gäbe es für alle Immobilienunternehmen der Gründe genug, sich schon heute zu hinterfragen, wie in der brandaktuellen Publikation nachzulesen ist: Klimawandel (Fridays for Future), gesellschaftliche Verantwortung (Mietendeckel, Enteigungsdebatte), Handelskrieg zwischen den USA und China. Unternehmen und Unternehmern, die ihr Geschäftsmodell auf nachhaltigere Beine stellen wollen, rät Knips: "Wichtig ist, dass Eigentümer und Management sich darüber klarwerden: Warum soll es uns in fünf oder zehn Jahren noch geben? Was ist unser Beitrag für die Gesellschaft, unsere Mitarbeiter und Shareholder? Diese Fragen haben sich bisher wenige Unternehmen gestellt."

Der Immobilienbranche geht es einfach (noch) zu gut

Frank Billand, früher Investmentchef von Union Investment Real Estate und zusammen mit Knips Leiter der Arbeitsgruppe Nachhaltige Management- und Kompensationssysteme beim ICG, hat eine Erklärung für dieses Phänomen parat: "Die Immobilienbranche ist seit zehn Jahren in Partylaune. Welche Branche hat noch so ein Umfeld wie wir dank des Niedrigzinses der EZB? Fast jeder kann hier tolle Geschäfte machen."

Als Best-Practice-Beispiele in Sachen Klimaschutz oder nachhaltige Bonifizierung traten auf der Veranstaltung in Berlin der börsennotierte französische Shoppingcenterkonzern Unibail-Rodamco-Westfield und die Hamburger Investmentgesellschaft Aquila Capital auf. Michaela Maria Eder von Grafenstein, Executive Board Member von Aquila Capital, erläuterte z.B., wie sie die Denke "Ich mache jetzt den Deal und nach mir die Sintflut" aus den Köpfen ihrer Kollegen fernhält.

Einfach mal die Boni strecken

Damit der Aquila-Kunde, sprich: Investor, möglichst lange Freude z.B. an der von Aquila errichteten Logistikimmobilie oder Wohnanlage hat, streckt das Unternehmen die Auszahlung von Boni auf bis zu fünf Jahre. Denn, so die Logik dahinter, die (pekuniären) Interessen des Mitarbeiters an diejenigen des Anlegers zu binden, erhöhe die Wahrscheinlichkeit, Letzteren nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft glücklich zu machen.

Den kompletten Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der Immobilien Zeitung, die morgen erscheint.

Harald Thomeczek

Marcus Kraft verlässt aamundo, Maik Rissel kommt

Köpfe19.11.2019
Marcus Kraft, vergangenen Herbst als geschäftsführender Gesellschafter zur damals neu gegründeten aamundo Fund Management gekommen, hat den in Frankfurt ansässigen Mezzaninegeber aus ... 

Marcus Kraft, vergangenen Herbst als geschäftsführender Gesellschafter zur damals neu gegründeten aamundo Fund Management gekommen, hat den in Frankfurt ansässigen Mezzaninegeber aus familiären Gründen zum 31. Oktober 2019 verlassen. Kraft will in Zukunft aus München heraus eigenen unternehmerischen Aktivitäten nachgehen, wie aamundo mitteilt. Vor seinem aamundo-Engagement war er Geschäftsführer der BVT Unternehmensgruppe in München und Vorstand beim Wohnimmobilienspezialisten ZBI.

Krafts Nachfolger heißt Maik Rissel. Er ist aktuell Leiter Immobilien Management beim Hamburger Family-Office Marcard, Stein & Co. Spätestens zum 1. April 2020 soll er seine Arbeit in der Geschäftsführung von aamundo Fund Management aufnehmen und eine aamundo-Niederlassung in Hamburg aufbauen.

Bernhard Berg, bislang im Vorstand der aamundo Holding für den Commercial-Bereich zuständig, steigt schon jetzt zusätzlich in die Geschäftsführung des Fondsmanagers ein. Er wird aamundo Fund Management nicht nur vorübergehend führen, sondern bleibt dem Mezzaninespezialisten auch nach der Ankunft von Rissel erhalten, so dass dieser künftig von einer Doppelspitze geführt wird.

Harald Thomeczek

Junge Hüpfer und alte Hasen

Unübersehbar: Frauen sind im Studiengang Immobilienmanagement der TH Aschaffenburg in der Überzahl.

Unübersehbar: Frauen sind im Studiengang Immobilienmanagement der TH Aschaffenburg in der Überzahl.

Quelle: fotos.berndottow.de, Urheber: Bernd Ottow

Karriere19.11.2019
Der Studiengang Immobilienmanagement an der TH Aschaffenburg feierte sein Zehnjähriges. Heiß diskutiert wurde u.a. die Frage: Wie viel Theorie braucht die Praxis, wie viel Praxis ... 

Der Studiengang Immobilienmanagement an der TH Aschaffenburg feierte sein Zehnjähriges. Heiß diskutiert wurde u.a. die Frage: Wie viel Theorie braucht die Praxis, wie viel Praxis verträgt die Theorie? Die Studenten erfuhren, wie junge Hüpfer im Karrierewettbewerb einen Stich gegen alte Hasen machen können.

Das Foto täuscht nicht: Frauen sind in der Immobilienabteilung der Technischen Hochschule Aschaffenburg deutlich in der Überzahl. Sie stellen rund zwei Drittel der Immobilienstudenten. Weil die jungen Damen irgendwann in den rauen Joballtag entlassen werden und sich dort zurechtfinden müssen, sollten sie und ihre der schieren Anzahl nach unterlegenen männlichen Pendants zur Feier des Tages erfahren, was dort von ihnen erwartet wird und wie sie sich für diese Anforderungen wappnen können.

Denn die TH Aschaffenburg hatte Studenten und Alumni, Freunde und Förderer nicht nur zu einer Jubiläumsfeier eingeladen. Wie es sich einer Hochschule geziemt, stand der Diskurs im Fokus: Alte Hasen und jüngere Semester ließen ihre Gedanken nicht zuletzt um die Fragen kreisen, wie sehr sich einerseits die Praxis in die Hochschulausbildung einmischen dürfen sollte und wie viel Theorie Immobilienabsolventen andererseits später im Beruf brauchen. Denn das ist das Dilemma eines berufsqualifizierenden Studiengangs: Er soll zwar konkret auf einen wie auch immer gearteten Job vorbereiten; das einmal Gelernte soll dem Absolventen aber auch dann noch helfen, wenn die Zeiten - oder er selbst - sich ändern.

Die erfahrene Immobilienmanagerin Heike Gündling, die heute nach eigenen Worten als "Wanderpredigerin" der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft unterwegs ist, brach eine Lanze für die Unabhängigkeit der Hochschulausbildung: "Mich stört die Erwartung, dass die Hochschule eins zu eins auf die Praxis vorbereiten soll. Die Hochschule soll mich methodisch vielmehr in die Lage versetzen, mit neuen Problemen umgehen zu können." Zumal die Halbwertszeit angewandten Wissens sinkt, wie Patrick Becker (zu sehen ganz links auf dem kleineren Foto), Absolvent des ersten Immobilienjahrgangs in Aschaffenburg und heute bei Art-Invest für einen Hotelimmobilienfonds zuständig, anmerkte.

Mehrwert Kapitalmarkttheorie

Esteban de Lope, Leiter Fondsmanagement Publikumsfonds bei Deka Immobilien, hatte einen Tipp, wie junge Hüpfer im Karrierewettbewerb einen Stich machen können. "An der Kapitalmarkttheorie hapert es", monierte de Lope. Dabei sei ein solcher theoretischer Mehrwert die einzige Chance, "erfahrene Kollegen zu überholen". In puncto Erfahrung könne ein Youngster einem alten Hasen, der seit 15 Jahren dabei ist, schließlich nicht das Wasser reichen.

Absolvent Becker schlug in dieselbe Kerbe: "Je weiter man von den Immobilien weg und in Richtung Kapitalmarkt geht, desto wichtiger wird die Theorie." Schließlich sprechen Investoren wie Versicherungen und Banken oder auch Ratingagenturen eine andere Sprache - die Immobilienleute in bestimmten Positionen aber halt auch verstehen können sollten.

So schön Spezialkenntnisse in Kapitalmarkttheorie jedoch auch sein mögen: Wenn es schon an den Basics fehlt, ist an sowas nicht zu denken. "Das Mathematische hat nachgelassen - aber leider brauchen wir es", konstatierte de Lope. Denn es sei schon ziemlich "peinlich, wenn man mit Zahlen falsch umgeht". Und oberpeinlich ist es, da waren sich die Diskutanten einig, wenn man dann auch noch eigentlich offensichtliche Fehler nicht erkennt, sondern blind irgendwelchen Tools vertraut (die man zuvor nicht korrekt gefüttert hat).

Sandra Mengel, Office Head Real Estate Operations bei alstria office Reit, guckt bei Bewerbern nicht nur auf die mathematischen Kenntnisse, sondern auch auf die Rechtschreibung, genauer: Rechtschreibfehler. Auch von einer Leseschwäche wusste Mengel zu berichten: "Texte werden nicht mehr richtig gelesen. Alles, was kürzer ist, geht noch." Ihr Erklärungsversuch: Die Generation WhatsApp sei halt vor allem überschaubare sprachliche Ergüsse gewohnt. Die Folge: Heute müsse man den jungen Mitarbeitern "klare Bauanleitungen" geben.

Harald Thomeczek

Cube Real Estate setzt zwei neue Bereichsleiter ein

Britta Welmans.

Britta Welmans.

Quelle: Cube Real Estate, Urheber: Stefan Gatzke

Köpfe18.11.2019
Der Leverkusener Projektentwickler Cube Real Estate stockt sein Team weiter personell auf. Britta Welmans und Thorsten Näbig stoßen als Bereichsleiter hinzu, die an Geschäftsführer Tilman ... 

Der Leverkusener Projektentwickler Cube Real Estate stockt sein Team weiter personell auf. Britta Welmans und Thorsten Näbig stoßen als Bereichsleiter hinzu, die an Geschäftsführer Tilman Gartmeier berichten. Welmans fokussiert sich auf die Segmente Finanzen, Recht und Risiko. Sie ist von Baton Immobilien, wo sie ein gutes Jahr lang als Interimsmanagerin fungierte, zu Cube Real Estate gewechselt. Zuvor war die Volljuristin von 2013 bis 2018 stellvertretende Bereichsleiterin Recht bei der Vivawest Wohnen in Gelsenkirchen.

Näbig, der künftig den Bereich Controlling leitet, scheint derweil weniger vertraut mit der Immobilienwirtschaft. Sein früherer Arbeitgeber ist der Medizintechnik-Konzern DentsplySirona. Dort war er als Group Controller tätig. Von 2003 bis 2010 verdiente Näbig sein Geld beim Automobilzulieferer Proseat, zuletzt als Regional Controller Central Europe.

Darüber hinaus wird das Team von Cube Real Estate durch Jerome Schwittau unterstützt, der im Business Development unter Teamleiterin Fatos Karakuyu seine berufliche Laufbahn beginnt. Der 26-Jährige hält den Master of Arts, den er an der Hochschule Fresenius Köln erworben hat.

Anke Pipke

Martin Koll betritt die Welt der Gewerbeimmobilien

Martin Koll.

Martin Koll.

Quelle: WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH

Köpfe18.11.2019
Der Kölner Bauträger WvM Immobilien + Projektentwicklung muss Geschäftsführer Martin Koll ziehen lassen. Der 56-Jährige wechselt laut einer Mitteilung von WvM zu Pareto, dem Projektentwickler ... 

Der Kölner Bauträger WvM Immobilien + Projektentwicklung muss Geschäftsführer Martin Koll ziehen lassen. Der 56-Jährige wechselt laut einer Mitteilung von WvM zu Pareto, dem Projektentwickler der Kreissparkasse Köln.

Aber erst im kommenden Jahr: Bis Ende März 2020 lebt er seine Schaffenskraft noch bei WvM aus. Wenn er den Wohnungsentwickler verlässt, wird er sechs Jahre dort tätig gewesen sein: Seit April 2014 kümmert sich Koll bei seinem Nocharbeitgeber um Personal, Finanzen und Controlling, organisatorische Themen, EDV, Marketing und Vertrieb. Während er in seinem Berufsleben bisher vor allem mit Wohnimmobilien zu tun hatte, werden Kolls Gedanken als kaufmännischer Geschäftsführer von Pareto künftig um die Baulandentwicklung und die Entstehung von Gewerbeimmobilien kreisen.

"Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen"

"Mit dem neuen Job öffnet sich ein neues Segment für mich, welches ich noch nicht kenne", räumt Koll ein. "Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen", entschuldigt er sich regelrecht bei seinen Kollegen. Doch der Reiz des Neuen habe gewonnen: "Ich freue mich darauf, regionale Bauvorhaben - unter anderem in meiner Heimatstadt Bergisch Gladbach - betreuen zu dürfen."

Wer kommt, wer geht?

Ob die Geschäftsführung von WvM mit Kolls Abgang auf zwei Köpfe schrumpfen wird - nämlich die von Wolfgang von Moers, seines Zeichens geschäftsführender Gesellschafter, und Michael Königs (Geschäftsführer) - oder ein Ersatz in den Startlöchern steht, geht aus der Mitteilung von WvM nicht hervor. Ebensowenig, ob Koll bei Pareto einen der beiden vorhandenen Geschäftsführer - Heinz-Jürgen Rodehüser und Thomas Köppinger - ablöst oder nächsten Frühling als Dritter im Bunde an Bord geht. Anfragen bei den beiden Unternehmen blieben bis dato unbeantwortet.

Harald Thomeczek

IZ-Stipendium: Wer ist unsere Gewinnerin? (1)

Karriere15.11.2019
Hallo liebe Leserinnen und Leser,mein Name ist Katharina Gerdes. Ich komme gebürtig aus dem beschaulichen Cloppenburg und werde im November 26 Jahre alt. Seit Oktober habe ich das Glück, mit ... 


Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Katharina Gerdes. Ich komme gebürtig aus dem beschaulichen Cloppenburg und werde im November 26 Jahre alt. Seit Oktober habe ich das Glück, mit Unterstützung der Immobilien Zeitung, mein Masterstudium an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) zu verwirklichen.

Nach meiner Ausbildung zur Bauzeichnerin in einem Vechtaer Architekturbüro habe ich ein duales Studium im Bereich Bau- und Immobilienmanagement an der hochschule 21 in Buxtehude absolviert, welches ich im Frühjahr 2018 mit dem Bachelor of Engineering abgeschlossen habe. Danach zog es mich für eine freiwillige Tätigkeit ins ferne Südafrika. Im Anschluss daran habe ich ein Praktikum bei einer Unternehmensberatung in Basel (CH) durchlaufen, um internationale Erfahrungen in der Immobilienwirtschaft zu sammeln.

Mit dem Masterstudium „Real Estate & Leadership" an der HSBA freue ich mich auf zwei spannende Jahre, in denen ich einen ganzheitlichen Einblick in die internationale Immobilienwirtschaft erhalten darf. In dieser Zeit werde ich mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, spannende Eindrücke meines Studiums teilen und Sie damit an meinen alltäglichen Erfahrungen teilhaben lassen.