Der Aufschwung der Topgehälter hält an - noch

Trotz aufkeimender Unsicherheit unter Investoren lief das Jahr 2018 saugut für die deutsche Immobilienbranche. Und damit auch für die Menschen, die in dieser Branche arbeiten.

Trotz aufkeimender Unsicherheit unter Investoren lief das Jahr 2018 saugut für die deutsche Immobilienbranche. Und damit auch für die Menschen, die in dieser Branche arbeiten.

Quelle: iStock.com, Urheber: Ridofranz

Karriere14.03.2019
Deutschland ist ein beliebtes Reiseziel für Immobilieninvestoren. Den Gehältern von Investmentprofis, Kapitalsammlern und Asset-Managern gab das in den letzten Jahren Auftrieb. Am besten ... 

Deutschland ist ein beliebtes Reiseziel für Immobilieninvestoren. Den Gehältern von Investmentprofis, Kapitalsammlern und Asset-Managern gab das in den letzten Jahren Auftrieb. Am besten schneiden nach einer aktuellen Analyse der Personalberatung Bohill Partners Eigenkapitalbeschaffer in der Private-Equity-Branche ab. Schwer zu sagen, wo die Reise der Gehälter 2019 hingeht.

Bohill Partners bringt mit seiner Untersuchung Licht in die Blackbox der Gehälter in den drei genannten Berufsgruppen in Private-Equity-Häusern und in der Fondsbranche. Am besten schneiden die Kapitalsammler ab. Ein Managing Director in einer Private-Equity-Firma kann mit einem festen Jahresgehalt von 250.000 bis 300.000 Euro im Jahr rechnen. Doch das ist lange noch nicht alles: 150% bis 200% dieser Summe kommen, wenn es gut läuft, nochmal als Bonus obendrauf. Unter einem Managing Director hat man sich jemanden vorzustellen, der normalerweise mindestens 15 Jahre einschlägige Berufserfahrung nachweisen kann und eine leitende Position besetzt, auch mit Verantwortung für Gewinn und Verlust.

Kapitalakquisiteure mit Director-Titel verdienen in der Private-Equity-Welt 150.000 bis 200.000 Euro fix plus 75% bis 100% Bonus. Ein Vice President ist 120.000 bis 130.000 Euro zuzüglich eines Bonus von 50% bis 100% wert. Ein Director besitzt etwa zehn bis 15 Jahre Berufserfahrung; dieser Titel kann mit einer Leitungsfunktion verbunden sein, muss aber nicht. Als Vice President firmieren Führungskräfte mit ca. acht bis zehn Berufsjahren.

Die Nachfrage nach Vertrieblern hat angezogen, weil der Appetit internationaler Fondsmanager und Private-Equity-Gesellschaften auf deutsches Geld zunimmt. "Wir sehen mehr und mehr Bedarf an Capital Raisern", sagt Alice Fontana, Managing Partner von Bohill Partners. "Manche Player verbreitern die Produktpalette und vergrößern darum ihre Teams. Andere, z.B. deutsche Privatbanken, bauen eigentlich für Privatkunden Immobilienfondsprodukte auf, brauchen dann aber auch institutionelles Geld, um größere Investitionen leisten zu können."

Institutionelle Fondsmanager zahlen nicht ganz so gut wie Private-Equity-Gesellschaften. Ein Eigenkapitalbeschaffer im Range eines Managing Director z.B. kommt im Fondsmanagement auf ein Grundgehalt von 170.000 bis 220.000 Euro. Das ist ungefähr ein Drittel weniger, als jemand auf einer vergleichbaren Position in der Private-Equity-Welt bekommt. Auch die Boni schrumpfen deutlich (75% bis 125% versus 150% bis 200%).

Nicht ganz so groß ist die Spanne zwischen Private-Equity-Universum und Fondsmanagement bei der Berufsgruppe der Investmentprofis. Was vielleicht daran liegt, dass die Fondsmanager im vergangenen Jahr bei den Private-Equity-Gesellschaften auffällig oft "Dealsourcer" abgeworben haben. An profitable Geschäftsmöglichkeiten zu kommen, wird spät im Zyklus schließlich immer kniffliger. "Institutionelle Fondsmanager schauen mehr in Richtung Core-plus und Value-add und rekrutieren daher Leute aus Private-Equity-Häusern, die das schon gemacht haben", erklärt Fontana.

Gesucht sind speziell Leute, "die an Off-Market-Deals herankommen, die von den Verkäufern und Maklern nicht breit an den Markt herangetragen werden, sondern vielleicht nur an eine Hand voll Adressen gehen. Da braucht man das richtige Netzwerk", sagt Fontana.

Ein Investmentexperte im Range eines Managing Director bekommt im Fondsmanagement fix 180.000 bis 220.000 Euro. Das ist gar nicht so weit weg von den 210.000 bis 240.000 Euro, die jemand auf einer vergleichbaren Position in Private-Equity-Firmen verdient. Jedoch spielen Investmentprofis bei Finanzinvestoren bonustechnisch immer noch in einer anderen Liga als ihre Pendants im Fondsmanagement (100% bis 200% versus 50% bis 100%). Auf Director-Ebene sieht es ähnlich aus: Im Private-Equity-Bereich liegt das Gehaltsband zwischen 150.000 und 175.000 Euro plus 100% bis 150% Bonus. Im Fondsmanagement reicht die Bandbreite des Fixums von 140.000 bis 160.000 Euro, der Bonus schwankt zwischen 50% und 75%.

Auf der Ebene Vice President ist der Unterschied noch kleiner. Im Fondsmanagement verdient ein Investmentexperte 100.000 bis 120.000 Euro fix plus 30% bis 50% Bonus, bei einem Private-Equity-Investor sind es 120.000 bis 140.000 Euro und 50% bis 100% Bonus. Besonders ausländische Player, die sich in Deutschland ein neues Standbein aufbauen (wollen), "brauchen nicht unbedingt einen Super-Senior mit 20 Jahren Berufserfahrung", berichtet Fontana. Ihnen reicht jemand, der vielleicht nur acht Berufsjahre mitbringt, aber "sich nicht fürs Numbercrunching zu schade ist, die letzten ein, zwei Jahre ein Netzwerk aufgebaut hat, einen Deal alleine sourcen und die Transaktion dann auch hemdsärmelig, ohne große Admin und Support, durchzieht".

Asset-Manager, die dritte von Bohill Partners untersuchte Berufsgruppe, verdienen weniger als Kapitaleintreiber und Investmentexperten. Dabei versuchen Investment-Manager den Wert von Immobilienbeständen in der Spätphase des Zyklus durch emsiges Asset-Management in die Höhe zu treiben. "Speziell für Logistikimmobilien sind Leute mit guten Ideen für Repositionierungen, Refurbishments oder Redevelopments sehr gefragt. Die sind nämlich rarer gesät als bei Office oder Retail", sagt Fontana.

Die Saläre von Asset-Managern mit dem Status Managing Director liegen im Private-Equity-Bereich zwischen 175.000 und 225.000 Euro plus 50% bis 100% Bonus. Im Fondsmanagement sind sie ein paar Nummern kleiner (160.000 bis 180.000 Euro fest und 30% bis 60% Bonus).

Das Gehalt eines Asset-Managers mit dem Titel Vice President in der Private-Equity-Welt ähnelt schon eher dem Gehalt von Immobilienakquisiteuren und Kapitalbeschaffern auf vergleichbaren Positionen. Hier stehen 100.000 bis 130.000 Euro zuzüglich 50% bis 75% Nachschlag zu Buche. Im Capital Raising sind es 120.000 bis 130.000 Euro fest und 50% bis 100% Bonus, im Investment 120.000 bis 140.000 Euro und 50% bis 100% Bonus.

Im Fondsmanagement verdient ein Asset-Manager mit dem Status Vice President spürbar weniger (80.000 bis 100.000 Euro fix plus 25% bis 40% Bonus) als im Private-Equity-Universum. Auch die Kluft zu den beiden anderen Berufsgruppen ist größer: Im Investment gibt es für einen Vice President 100.000 bis 120.000 Euro fest, die Boni reichen von 30% bis 50%. In der Kapitalakquise sind es 100.000 bis 125.000 Euro bzw. 50% bis 75%.

Das Jahr 2019 ist nicht nur im chinesischen Horoskop das Jahr des Schweins. Bohill Partners buchstabiert das englische Wort für Schwein - pig - wie folgt aus: "Pretty Impossible to Guess". Brexit-Gezerre oder Handelskonflikte werfen ihre Schatten voraus. Auch marktimmanente Gründe lassen Wolken der Ungewissenheit aufziehen: "Es gibt Unternehmen, denen Deutschland zu teuer geworden ist. Andere wollen erst noch in Deutschland einsteigen. Insgesamt ist die Branche nicht mehr so bullish und vorsichtiger mit Prognosen. Ich bin gespannt, was die Immobilienmesse Mipim in Cannes bringt", schaut Fontana nach vorn. Mit spürbar steigenden Gehältern, so viel scheint sicher, ist dieses Jahr für Führungskräfte jedenfalls nicht zu rechnen. Vor allem für Investmentprofis im Private-Equity-Universum, wo der Deal-Flow zuletzt in vielen Firmen eher zu einem überschaubaren Flüsschen geschrumpft ist, ist nicht mehr viel Luft nach oben.

Harald Thomeczek

Weitere Nachrichten aus der Rubrik Karriere

Personalkarussell bei GBI

Karriere18.07.2019
Der Projektentwickler GBI baut um. Nicht nur im Aufsichtsrat der Holdinggesellschaft, auch in deren Vorstand gibt es so einige Veränderungen. ... 

Der Projektentwickler GBI baut um. Nicht nur im Aufsichtsrat der Holdinggesellschaft, auch in deren Vorstand gibt es so einige Veränderungen.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Markus Beugel und Engelbert Maus sitzen jetzt im Aufsichtsrat der GBI Holding. Clemens Jung, Vorstandsmitglied der GBI AG und Geschäftsführer der Schwestergesellschaft GBI Wohnungsbau GmbH, und Guido Bode, ebenfalls Geschäftsführer der GBI Wohnungsbau, rücken nach. Jung ist im Holdingvorstand für Akquisition (Gewerbe und Wohnen) zuständig, Bode für den Wohnungsbau.

Beugel verlässt nicht nur den Vorstand der Holding, sondern auch die Geschäftsführung von GBI Wohnungsbau. Er ist künftig aber Geschäftsführer der Moses Mendelssohn gemeinnützige Stiftungs GmbH, die als Treuhänderin der Moses Mendelssohn Stiftung und der FDS gemeinnützige Stiftung fungiert. Letztere verwaltet gut 3.200 Studentenapartments in Deutschland, für deren Betrieb Beugel verantwortlich bleibt. Die GBI Holding - zur Erinnerung: Das ist die Mutter von GBI AG und GBI Wohnungsbau - ist eine 100%ige Tochter der Moses Mendelssohn Stiftung.

Beugel und Maus sind nicht die einzigen Neuen im Aufsichtsrat der Holding: Dritter Neuzugang ist seit dem 1. Juli 2019 Klaus-Dieter Metz, Senior Advisor für gewerbliche Immobilienfinanzierung bei der HypoVereinsbank. Einen Abgang aus dem Aufsichtsrat der Holding gibt es aber auch: Ralph-Dieter Klossek werde "aus Altersgründen keine offizielle Tätigkeit mehr im Unternehmen ausüben", teilt dieses mit. Der Aufsichtsrat der GBI Holding wächst unterm Strich von drei auf fünf Köpfe.

GBI begründet die Umbaumaßnahmen wie folgt: Zu den "wachsenden Geschäftsbereichen" des ursprünglich auf die Entwicklung von Hotelimmobilien spezialisierten Unternehmens gehörten Serviced Apartments und studentisches Wohnen sowie frei finanzierter und öffentlich geförderter Mietwohnungsbau. Hinzu komme seit Anfang des Jahres das Management eines großen Hotelfonds für die BVK. "Für diese Aufgaben müssen wir unsere Führungsmannschaft strukturell und personell anpassen", sagt Dr. Manfred Schoeps, der Aufsichtsratsvorsitzende der GBI Holding.

Harald Thomeczek

Arbeitsplatz in München? Nein, danke!

Das Leben in München ist sehr teuer. Deswegen hat Personalberaterin Sabine Märten zunehmend Schwierigkeiten, Kandidaten für offene Stellen in der bayerischen Landeshauptstadt zu finden.

Das Leben in München ist sehr teuer. Deswegen hat Personalberaterin Sabine Märten zunehmend Schwierigkeiten, Kandidaten für offene Stellen in der bayerischen Landeshauptstadt zu finden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Karriere18.07.2019
Die hohen Mieten in München schrecken Bewerber um Jobs in der örtlichen Immobilienbranche ab. Personalberaterin und Headhunterin Sabine Märten erkennt erste Ansätze für ein ... 

Die hohen Mieten in München schrecken Bewerber um Jobs in der örtlichen Immobilienbranche ab. Personalberaterin und Headhunterin Sabine Märten erkennt erste Ansätze für ein Entgegenkommen der Arbeitgeber.

Immobilien Zeitung: Die Schlagzeilen zu Personalproblemen in München häufen sich: Krankenhäusern fehlt Pflegepersonal, Kita-Plätze sind rar, weil es u.a. nicht genügend Erzieher gibt, U-Bahnen bleiben stehen, weil sie keiner fahren will. Wie sieht es in der Münchner Immobilienbranche aus?

Sabine Märten: Bei der Personalsuche gerade für mittelständische Immobilienunternehmen ist München zu einem Standortnachteil geworden. Wenn ich im Rahmen von Mandaten 500 potenzielle Kandidaten anspreche, sind inzwischen nur noch zwei oder drei davon bereit, nach München umzuziehen. Vor ein paar Jahren war diese Zahl doppelt bis dreifach so hoch.

IZ: Woran liegt das?

Märten: München ist eine teure Stadt mit sehr hohen Lebenshaltungskosten. Vor allem die Mieten haben in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Eine Einzimmerwohnung mit einer Kaltmiete unter 1.000 Euro ist kaum mehr zu finden. Gleichzeitig liegt die Immobilienbranche generell im Segment der unteren 30% der in Deutschland erzielbaren Gehälter. In vielen DAX-Unternehmen, BMW, Allianz, Münchner Rück, bei Microsoft, Google und internationalen Kanzleien zum Beispiel wird mehr gezahlt. Ausgaben und Einnahmen der Kandidaten passen nicht mehr zusammen. Selbst Akademiker wie Bauingenieure und Asset-Manager auf Senior-Level mit einem Jahresbruttogehalt von 80.000 bis 100.000 Euro wohnen nicht mehr in der Stadt, sondern weit draußen. Manchmal sogar etwa 100 km weit weg. Denn dort sind Mieten und Wohneigentum für sie bezahlbar.

IZ: Aber der tägliche Weg zur Arbeit wird länger. Was heißt das in München?

Märten: Wenn Sie Auto fahren, stehen Sie morgens ab 7:30 Uhr in kilometerlangen Staus. Der einfache Weg zur Arbeit kann da 1,5 Stunden dauern. Die älteren Mitarbeiter, meistens ab 45 Jahren, machen das mit. Die jungen aber nicht mehr. Sie achten mehr auf die Work-Life-Balance.

IZ: Dann würde sich der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel vielleicht lohnen?!

Märten: Die Bahn ist leider nicht immer ein Ersatz. Sie braucht zu lange und ist nicht zuverlässig genug. Und die U-Bahnen sind oft überfüllt. Das Radfahren hat allerdings stark zugenommen - teils sogar auf Langstrecken.

IZ: Am besten würde der Mitarbeiter nah an der Arbeit wohnen. Aber das Problem sind die hohen Mieten. Wäre es nicht die einfachste Lösung, mehr Gehalt zu zahlen?

Märten: Das würde es den Kandidaten einfacher machen, eine geeignete Wohnung zu finden. Aber die Unternehmen zögern bei diesem Punkt. Der Gehaltsaufschlag für die höheren Lebenshaltungskosten in München dürfte allein schon etwa 10% bis 20% des Jahresbruttogehalts ausmachen. Hinzu kommt der erwartete Aufschlag dafür, dass der Kandidat seinen alten Arbeitgeber verlässt und die neue Aufgabe annimmt. Dieser liegt nochmals bei 10% bis 30%. Insgesamt wären dem Kandidaten 30% bis 50% mehr Gehalt zu zahlen. Das sprengt die bislang geltenden Gehaltsstrukturen. Der Mitarbeiter wird zu teuer, das Risiko des innerbetrieblichen Unfriedens nimmt zu.

IZ: Also müssen sich Unternehmen andere Incentives einfallen lassen. Was ist da derzeit gängig?

Märten: Eher große Unternehmen bieten den Kandidaten die Zusammenarbeit mit einem Relocationservice an, der sie bei der Wohnungssuche unterstützt. Manche mieten sogar Wohnungen an und stellen sie dem künftigen Kollegen zur Verfügung. Ein Unternehmen, das in München 9.000 Mitarbeiter hat, hat jüngst angekündigt, 3.000 Werkswohnungen zu bauen - und zwar für alle Einkommensschichten. Das zeigt, es ist nicht nur eine Frage, ob man sich in München eine Wohnung leisten kann, sondern auch, ob man überhaupt eine findet. Kleine Immobilienunternehmen hingegen nutzen - wenn auch immer noch selten - kostengünstigere Möglichkeiten, den Kandidaten zu unterstützen. Sie bezahlen ihm für eine Übergangszeit Mietzuschüsse für möblierte Apartments.

IZ: Eine Idee wäre auch, die Arbeit zu den Menschen zu bringen. Wird darüber nachgedacht?

Märten: Ja, es gibt Unternehmen, die kommen ihren Mitarbeitern räumlich entgegen. Das heißt, sie mieten zusätzliche Gewerbeflächen im Norden und/oder Süden von München an. Dort sitzen dann die Mitarbeiter mit längeren Anfahrtswegen. Ihnen bleibt die Fahrt in die Innenstadt erspart. Auch Standorte in anderen großen Städten wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin würden die Personalsuche einfacher machen. Doch mit diesem Gedankenspiel tun sich viele Unternehmen schwer. Dabei geht es nur um einen Arbeitsplatz in diesen Städten. Mehr muss es ja oft gar nicht sein.

IZ: Es geht nur um einen Arbeitsplatz? Dann sind wir schnell beim Thema Homeoffice. Ist das auch ein bedenkenswerter Ansatz für Arbeitgeber?

Märten: Ja, auf jeden Fall. Bessere Homeoffice-Angebote würden die Attraktivität von Unternehmen für neue Mitarbeiter deutlich steigern.

IZ: Und was machen Münchner Unternehmen, die jetzt schon auf Sparflamme arbeiten, aber zusätzliches Personal brauchen?

Märten: Sie müssen letzten Endes auf jüngere und unerfahrenere Kandidaten ausweichen. Sie kosten zwar weniger, müssten aber erst angelernt werden. Oder sie müssen ihr Geschäftsmodell überdenken. In München können Sie kein margenarmes Geschäft mit hohem Personaleinsatz mehr fahren. Das klappt nicht mehr.

IZ: Herzlichen Dank für das Gespräch, Frau Märten.

Die Fragen stellte Anke Pipke.

Anke Pipke