Geschäftsführer Malte Thies kauft sich bei One Group ein

Karriere 27.05.2021
Malte Thies, Geschäftsführer des Hamburger Wohninvestmentanbieters One Group, hat einen Anteil von 15% an der von ihm geführten Firma gekauft. ... 

Malte Thies, Geschäftsführer des Hamburger Wohninvestmentanbieters One Group, hat einen Anteil von 15% an der von ihm geführten Firma gekauft.

Thies führt die Geschäfte von One Group seit 2017. Vor knapp einem Jahr übernahm der österreichische Projektentwickler Soravia den deutschen Anbieter von Vermögensanlagen, der vorher dem Münchner Bauträger Isaria Wohnbau gehörte. Isaria wiederum wurde 2020 von der Wohn-AG Deutsche Wohnen geschluckt.

Harald Thomeczek

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Digitales Netzwerken nutzt dem eigenen Business

Kontakte über Social Media zu knüpfen wirkt auf den ersten Blick oft einfach, doch nicht jede Anfrage wird auch beantwortet.

Kontakte über Social Media zu knüpfen wirkt auf den ersten Blick oft einfach, doch nicht jede Anfrage wird auch beantwortet.

Quelle: stock.adobe.com, Urheber: Rymden

Karriere 17.06.2021
Da Veranstaltungen und Messen bedingt durch die Corona-Pandemie fast nur noch digital stattfinden, werden immer mehr Kontakte online geschlossen. Wer ein Netzwerk über Social Media ... 

Da Veranstaltungen und Messen bedingt durch die Corona-Pandemie fast nur noch digital stattfinden, werden immer mehr Kontakte online geschlossen. Wer ein Netzwerk über Social Media aufbauen will, sollte jedoch einige Spielregeln kennen.

Als Enrico Kürtös seine Firma Inreal Technologies gründete, musste er sich in der Immobilienbranche erst einmal bekannt machen. Bei Fachveranstaltungen und Messen sprach er immer wieder Leute an, bat um Tipps oder ein Telefonat am Folgetag. Über die Jahre baute sich der heutige CEO so ein Netzwerk auf - und damit auch sein Business. "Ich habe über solche Netzwerke schon mit 26 mit Grundstücken gedealt", erzählte der Geschäftsmann beim Auftakt der diesjährigen IZ-Karrierewoche und bestätigte damit eine These von Thomas Beyerle, Managing Director bei Catella Property Valuation und Professor an der Hochschule Biberach. Die besagt: "Netzwerken ist die effizienteste Form, ein Ziel zu erreichen". Damit meint Beyerle, dass sich viel Zeit sparen lässt, wenn man für ein Anliegen den richtigen Ansprechpartner hat.

Dass ein gutes Netzwerk zum Business dazugehört, berichtete auch Thomas Glatte in der Fachdiskussion. Der heutige Director Group Real Estate Management bei BASF erzählte, dass er seinen ersten Job über Kontakte bekam, heute sieht er das als den Grundstein seiner Karriere.

Doch wegfallende Messen und Fachveranstaltungen haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie dazu geführt, dass sich das Netzwerken innerhalb der Branche immer mehr auf Social Media verlagert. Dabei führt nicht jede Anfrage bei Xing, LinkedIn und Co. tatsächlich zu einer Antwort oder gar zu einem nachhaltigen Kontakt. Gerade wer einen CEO anschreibt, sollte zudem Geduld haben oder gar mehrere Anläufe wagen, weiß Enrico Kürtös. Er habe schon etliche Anfragen per Chat verschickt und oft erst nach Monaten oder Jahren eine Rückmeldung bekommen.

Für Glatte ist klar, wer online auf eine Antwort hofft, muss sofort Interesse wecken und in seinen Chatnachrichten zeigen, dass er ein konkretes Anliegen mit einem klaren Ziel hat. "Man kann gerne nach einer digitalen Veranstaltung jemanden bei Social Media ansprechen und Nachfragen zum Thema stellen", nennt er ein Beispiel. In solchen Fällen sieht er in Social Media durchaus Potenzial, auch mit der Chefetage in Kontakt zu kommen.

Profil im Netzwerk sollte gepflegt werden

Doch nicht alles ist für Glatte durch die ständige Erreichbarkeit via Social-Media-Netzwerke einfacher geworden. "Die Zahl der Kanäle ist vielfältiger geworden. Dadurch werden aber nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Menschen immer transparenter." Er und viele seiner Kollegen nutzen Social Media oft, um sich über Bewerber oder geschäftliche Kontakte schlau zu machen, Profile sieht er als "digitale Lebensläufe" und erwartet, dass sie ohne Tippfehler und vollständig daherkommen. Zudem achte er immer auf die Fotos.

Auch bei Beyerle fällt der Blick oft zuerst auf das Profilbild - nicht nur online. "Auch wenn der Mainstream sagt, Bilder gehören nicht mehr in einen Lebenslauf, bin ich dadurch völlig beeinflussbar." Ihm falle es leichter, sich ein Bild von einer Person zu machen, wenn er ein Gesicht zu den Unterlagen hat. Dafür gebe es eine ganze Reihe anderer Themen, die weder in eine Bewerbung noch in ein soziales Netzwerk gehören. Die absoluten No-gos sind für ihn Posts, die verletzend sein könnten, und Beiträge zu Fragen aus Politik und Religion. "Diese Themen mit dem Business zu vermischen, ist gefährlich", betont er.

Um irgendwann vom Vitamin B zu profitieren, sollte das Netzwerken schon vor dem Berufseinstieg beginnen, "denn die Kommilitonen von heute sind vielleicht die Auftraggeber von morgen", sagt Beyerle. Deshalb sollten vor allem Berufseinsteiger auch Kontakt zu Gleichaltrigen suchen. Eine weitere wichtige Gruppe für ein erfolgreiches Netzwerk sieht Glatte in allen, die schon zwei bis drei Jahre länger in der gleichen Position tätig sind.

Karrierewoche bietet 280 Jobchancen

Der Terminkalender manch eines Studenten mit immobilienwirtschaftlichem Hintergrund dürfte diese Woche ungewöhnlich voll gewesen sein. Denn in diesen Tagen findet die IZ-Karrierewoche statt. Etwa 270 Teilnehmer haben sich dazu angemeldet, das Gros sind Studenten, aber auch etliche Berufstätige sind dabei. Die meisten wollen einen Direkteinstieg finden, die Lust auf ein Trainee-Programm ist dagegen deutlich verhaltener. Mehr als jeder Zweite hatte zu Beginn der digitalen Jobmesse ein Profil ausgefüllt, um sich mit seinen Leistungen den 28 Unternehmen zu präsentieren, die mit gut 280 exklusiven Jobs und mehr als 160 Ansprechpartnern aufwarteten. Darüber hinaus wurden hunderte Termine für Gespräche zwischen Bewerbern und den Unternehmen aus der Branche vereinbart. Dabei haben nicht nur die Kandidaten den Kontakt gesucht, auch die Firmen haben nach möglichen Mitarbeitern Ausschau gehalten. Im Veranstaltungsprogramm nutzten Arbeitgeber und weitere Branchenvertreter die Möglichkeit, den jungen Leuten ihr Unternehmen sowie neue Berufsfelder vorzustellen und ihnen Tipps etwa zu Einstiegsgehältern und Bewerbungsgesprächen zu geben. Anke Pipke

Janina Stadel

IZ-Stipendium: Die letzten Wochen des Studiums (11)

Karriere 15.06.2021
In den vergangenen Wochen ist der Impffortschritt in Deutschland weiter vorangeschritten. Auch einige Studierende wurden bereits geimpft. Nichtsdestotrotz wartet der große Teil der Studierenden ... 

In den vergangenen Wochen ist der Impffortschritt in Deutschland weiter vorangeschritten. Auch einige Studierende wurden bereits geimpft. Nichtsdestotrotz wartet der große Teil der Studierenden in Deutschland noch auf seine Impfung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es heute am 10. Juni noch keine Aussicht auf Präsenzvorlesungen am Campus-Gelände der HSBA gibt.

Ob unser Studiengang Veranstaltungen vor Ort generell noch einmal erleben wird, ist weiterhin fraglich, auch da ca. 90 Prozent der Module bereits abgeschlossen worden sind. Schließlich werden einige Studierende, die in verkürzter Studiendauer das Studium absolvieren, ihre Thesis bereits in den kommenden Wochen einreichen. Währenddessen befinden sich die Studierenden mit regulärer Studiendauer in der Vorbereitungsphase ihrer Masterthesen. Als besonders komplex erweist es sich dabei, eine konkrete Forschungsfrage zu formulieren. Auch die Literaturrecherche ist in Zeiten von Corona nicht uneingeschränkt möglich, da die Bibliotheken nur in begrenzten Kapazitäten genutzt werden können.

Zeitgleich befassen sich viele Studierende mit der Frage, wie sie nach Abschluss des Studiengangs „Real Estate & Leadership" den nächsten Schritt in der Immobilienbranche beginnen werden. Ein großer Teil der Studierenden hat bereits Erfahrungen in Form einer Werkstudententätigkeit in renommierten Hamburger Unternehmen sammeln können. Viele dieser Studierenden haben dabei Aussicht auf eine Übernahme, sodass trotz der Umstände dieser Zeit dem Berufseinstieg oftmals keine große Hindernisse entgegenstehen.

Dabei sind sich alle Studierenden sicher, dass sie Hamburg nicht verlassen wollen. Schließlich bietet die Hansestadt im Norden Deutschlands viele unterschiedliche und spannende Berufsperspektiven in der Immobilienbranche.

Auch wenn sich die Wege der Studierenden in den nächsten Wochen trennen werden, bleibt ein internationales Netzwerk an Absolventen bestehen. Durch die vielseitigen Hintergründe der Studierenden und die multilateralen Studieninhalte verteilen sich die Absolventen in jeden Winkel der Immobilienbranche. Ein einzigartiges Netzwerk an Young Professionals ergibt sich, welches ein starkes Fundament für einen erfolgreichen Einstieg in die Welt der Immobilien bildet.

Doch bevor es so weit ist, werden wir die letzten Momente des Studiums gemeinsam genießen. Trotz Pandemie und Masterthesis.

Mirko Tinz

Wie Mitarbeiter Potenzial freisetzen

Lena Winkler, Leiterin Personal & Organisation bei der VBW Bochum.

Lena Winkler, Leiterin Personal & Organisation bei der VBW Bochum.

Quelle: VBW Bauen und Wohnen GmbH, Urheber: Lena Winkler

Karriere 10.06.2021
Mit rund 13.500 Einheiten und 150 Mitarbeitern gehört der kommunale Bochumer Vermieter VBW nicht gerade zu den Dickschiffen der Wohnungsbranche. Beim Thema Mitarbeiterentwicklung kann die ... 

Mit rund 13.500 Einheiten und 150 Mitarbeitern gehört der kommunale Bochumer Vermieter VBW nicht gerade zu den Dickschiffen der Wohnungsbranche. Beim Thema Mitarbeiterentwicklung kann die VBW nichtsdestotrotz eigene Programme hierfür bieten.

Lena Winkler muss nicht lange nachdenken, wenn sie nach dem schönsten Erfolg des Mitarbeiterentwicklungsprogramms, das intern unter dem Titel "Zukunftsmacher" läuft, gefragt wird. Wie aus der Pistole geschossen, beginnt die Personalleiterin des kommunalen Vermieters VBW Bauen und Wohnen aus Bochum zu erzählen: Von einer Kollegin die zehn Jahre im Nebenkostenmanagement arbeitete - und heute die Fäden im Projektmanagement zieht, an einer nicht ganz unwichtigen Schaltstelle, die das städtische Wohnungsunternehmen erst im vergangenen Jahr installiert hat.

"Die Kollegin hat schon ihre Ausbildung bei uns gemacht. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Wer nicht weiß, was sie für einen guten Antritt hat, der könnte sie glatt übersehen", erzählt Winkler. Für mehr Sichtbarkeit sorgte besagte Kollegin selbst, als sie sich für das Nachwuchskräfteentwicklungsprogramm bewarb, das Winkler vor zwei Jahren mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Analyse & Konzepte Immoconsult ins Rollen brachte.

Mit ihrer Bewerbung und dem Eindruck, den sie im Assessmentcenter hinterließ, tat die Kollegin, was Winkler grundsätzlich schätzt: "Dinge selbst in die Hände nehmen, nicht abwarten, bis mir jemand was anbietet, das ist eine Haltung, die wir uns als Wohnungsunternehmen wünschen" - und zwar gerne mehr davon, wie durchklingt.

Nur jeder zweite der 14 Bewerber für das Mitarbeiterentwicklungsprogramm schaffte es durch das anspruchsvolle Auswahlverfahren. Am Ende machten sich sieben "Potenzialträger" auf eine anderthalbjährige Reise durch 18 Workshops mit externen Dozenten, vier Einzelgesprächen und einem Persönlichkeitstest sowie ein paar Extra-Aufgaben. So musste jeder Teilnehmer sein eigenes kleines Projekt in der Firma vorantreiben. Die Workshops, bei denen sich Fach- und Führungskräfte der VBW mit Fragen löchern ließen, drehten sich um strategische Fragen und interne Prozesse, Motivation, Selbstmanagement und Zusammenarbeit sowie um Digitalisierung und Innovation Ein Besuch der virtuellen RealPropTech Digital war ebenfalls Teil der Agenda.

"Die eigene Entwicklung ist Mitarbeitern wichtig"

"Ich als Psychologin habe mich besonders darüber gefreut, wie wichtig den Teilnehmern die Persönlichkeitsentwicklung war", erzählt Natalie Nüssli, Organisationsberaterin von Analyse & Konzepte Immoconsult. Deshalb wurde das Programm zwischendurch umgestellt; es gab z.B. mehr Einzelgespräche als ursprünglich geplant. Dafür wurde bei den Sachthemen gekürzt. Und damit keiner in einen Schulungsmodus verfällt, rückte die Wissensvermittlung ein Stück weit in den Hintergrund: "Kleine Aufgaben, bei denen die Teilnehmer selbst recherchieren und mit Kollegen aus anderen Abteilungen z.B. Interviews führen, bringen mehr", sagt Nüssli.

Personalleiterin Winkler wiederum wurde "vom Wissensdurst überrascht. Die Mitarbeiter wollen in übergeordnete Themen eingebunden werden." Immer wieder, ergänzt Nüssli, hätten die Teilnehmer die Brücke zum eigenen Unternehmen geschlagen: "Wenn es z.B. um Prozesse ging, wollten sie über konkrete VBW-Prozesse sprechen. Beim Thema Digitalisierung war der Wunsch sehr stark, zu erfahren: Was plant die VBW da?"

Nicht nur die Kollegin, bei der jetzt alle Projekte im Haus zusammenlaufen, hat das Programm als Karrieresprungbrett genutzt. Zwei weitere Mitstreiter sind mit Teamleiteraufgaben betraut worden. "Aber eigentlich war es nicht das Ziel, neue Stellen oder gar Führungspositionen zu vergeben. Wir wollten die Mitarbeiter für neue Aufgaben befähigen, und sie sollten positive Erfahrungen weitertragen", sagt Winkler.

Der zweite Durchgang des "Zukunftsmacher"-Programms ist zwischenzeitlich angelaufen. Weil sich davon vor allem Jüngere aus dem Kollegenkreis angesprochen fühlen - die Teilnehmer sind Ende 20, Anfang 30 -, steckt zudem ein zusätzliches Programm in der Pipeline, das sich eher an die älteren Hasen in der Belegschaft richtet. Denn die Betriebszugehörigkeit bei der VBW liegt im Schnitt bei rund 25 Jahren.

Harald Thomeczek