CRE-Gehälter wachsen nicht in den Himmel

CREM-Chefs hatten 2015 vor allem dank höherer Boni gut lachen.

CREM-Chefs hatten 2015 vor allem dank höherer Boni gut lachen.

Bild: iStockphoto/Wavebreakmedia

Karriere 16.03.2016
2015 haben die Chefs von Corporate-Real-Estate-Einheiten deutlich höhere Boni kassiert als im Vorjahr. Fraglich ist, ob das 2016 so weitergeht. ... 

2015 haben die Chefs von Corporate-Real-Estate-Einheiten deutlich höhere Boni kassiert als im Vorjahr. Fraglich ist, ob das 2016 so weitergeht.

Kamen Führungskräfte im Bereich Coporate Real Estate (CRE) in Europa 2014 im Schnitt auf eine jährliche Gesamtvergütung von 228.059 USD, stieg diese 2015 auf 258.454 USD. Das geht aus der aktuellen Vergütungsstudie des CRE-Verbands CoreNet Global (CNG) und von FPL Associates hervor. Berücksichtigt man nur das Grundgehalt und variable Gehaltsbestandteile in Cash, lässt aber langfristige Komponenten außen vor, hat die Gesamtvergütung europäischer CRE-Leiter von 204.332 USD auf 237.787 USD zugelegt, also um gut 16%. Motor des Gehaltsauftriebs sind dabei die Boni, die CRE-Führungskräfte für die eigene Leistung, aber vor allem aufgrund einer guten Performance ihres Unternehmens einstreichen. Das offenbart ein Blick auf die Entwicklung des durchschnittlichen Fixgehalts: Dieses ist nämlich 2015 nur um 2% auf 161.585 USD gestiegen.

Diese Zahlen sind jedoch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, denn der Datenpool ist überschaubar. Für die aktuelle Befragung lüfteten nur drei europäische CRE-Manager in leitender Funktion das Geheimnis ihrer Vergütung. 2014 waren es immerhin noch acht gewesen. Daher stellt sich die Frage, ob die genannten Zahlen den Gesamtmarkt widerspiegeln. In Nordamerika war das Teilnehmerfeld für diese Position mit 51 Antwortenden (Vorjahr: 67) erneut ungleich größer.

"In den vergangenen Jahren haben wir Höchststände gesehen"

Nähme man die mathematisch exakte Steigerung für bare Münze, hätte er schon Bauchschmerzen, gesteht Thomas Glatte, CNG-Präsident für Central Europe. Aber Pi mal Daumen "passt das schon", denn "seit 2010 sind die Gehälter insbesondere in Deutschland und der Schweiz kontinuierlich gestiegen. In den vergangenen Jahren haben wir Höchststände gesehen".

Exakt 172 Mitarbeiter von 155 Unternehmen weltweit steuerten Zahlen zur aktuellen CNG-Gehaltsstudie bei. Erfasst sind 15 Positionen. Auffällig ist, dass sich die Gehaltserwartungen der Befragten leicht eintrüben: So rechnen nur noch 80% für 2016 mit einem Anstieg ihres Grundgehalts, nachdem 2015 83% eine solche Steigerung realisiert haben. Laut der Umfrage aus dem Vorjahr hatten 2014 noch 89% eine Gehaltserhöhung erhalten.

Gehaltserwartungen trüben sich ein

Dasselbe wie beim Fixanteil ist auch bei den Cash-Boni zu beobachten: Im Jahr 2013 hatten der Vorjahresumfrage zufolge 52% der Teilnehmer einen höheren Bonus als 2012 eingestrichen. Im Jahr 2014 sank der Anteil der Mehrverdiener auf 48%. Und für 2015 rechnen nur noch 41% mit höheren Boni.

"Wirtschaft ist zyklisch, und die Spitze des aktuellen Zyklus dürfte langsam erreicht sein. Wir rutschen in eine Abschwungphase hinein, der Margendruck wächst", erklärt Glatte, der seine Brötchen als Director Group Real Estate & FM bei BASF verdient, die gedämpften Gehaltserwartungen. Björn Christmann, sein designierter Nachfolger bei CNG erläutert: "Die gedämpften Gehaltserwartungen von CRE-Managern in unserer Studie scheinen im Zusammenhang mit den sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stehen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die meisten Teilnehmer der Umfrage aus den USA kommen."

Da CRE immer dann Hochkonjunktur hat, wenn sich der Ausblick für die Wirtschaft eintrübt - etwa, weil Unternehmen dann mit dem Verkauf von Immobilienbeständen die Bilanz aufbessern wollen -, gibt es auch zu bedenken, dass aktuell viele deutsche Firmen ihre Bemühungen in dieser Richtung verstärken. "In den vergangenen anderthalb Jahren haben wir im Durchschnitt etwa acht bis zehn CRE-Mandate pro Jahr erhalten", berichtet Thomas Flohr, Managing Director von Bernd Heuer & Partner Human Resources. Dies sei eine "signifikante Entwicklung".

Nachfrage nach CRE-Managern zieht an

Christmann, im Hauptberuf Head of Real Estate bei Bayer, bestätigt die anziehende Personalnachfrage: "In den vergangenen sechs bis neun Monaten waren starke Aktivitäten in der Besetzung von CRE-Positionen, vor allem seitens familiengeführter und größerer mittelständischer Firmen, zu beobachten."

Zu Gehältern speziell deutscher CRE-Manager gibt die CNG-Studie keine Auskunft. Für Berufseinsteiger gilt dem Vernehmen nach in der Branche zurzeit eine Gesamtvergütung von 55.000 Euro bis 65.000 Euro als üblich, natürlich mit Ausnahmen nach oben wie unten. Andere Stimmen sprechen mit Blick auf Berufseinsteiger von Gehältern, die vergleichbar mit der Baubranche oder dem Facility-Management seien. Heißt: Die Grundgehälter sind "in der Mitte der 40.000er" angesiedelt; hinzu kommen Boni in Höhe von 3.000 bis 10.000 Euro.

Harald Thomeczek

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Baumindestlohn: Arbeitgeber stimmen Schlichterspruch zu

Die neuen Mindestlöhne auf dem Bau sind endlich sicher gelandet.

Die neuen Mindestlöhne auf dem Bau sind endlich sicher gelandet.

Quelle: imago images, Urheber: Jochen Tack

Karriere 17.01.2020
Bis zum heutigen 17. Januar 2020 hatten die Arbeitgeber aus der Bauindustrie und dem Bauhandwerk Zeit, sich zum Schlichterspruch für die Mindestlöhne auf dem Bau zu verhalten. ... 

Bis zum heutigen 17. Januar 2020 hatten die Arbeitgeber aus der Bauindustrie und dem Bauhandwerk Zeit, sich zum Schlichterspruch für die Mindestlöhne auf dem Bau zu verhalten. "Buchstäblich in letzter Minute" haben sie sich nun, wie die Gewerkschaft IG Bau formuliert, "noch richtig entschieden", sprich: Die Arbeitgeber haben den Schlichterspruch angenommen. Damit liegt die unterste Lohngrenze nun bei 12,55 Euro.

Den von den Arbeitgebern angepeilten einheitlichen Branchenmindestlohn wird es bis auf Weiteres nicht geben. Statt dessen bleibt es bei einer Zweiteilung in Mindestlohn 1 - die Lohnuntergrenze für Hilfsarbeiten auf dem Bau - und Mindestlohn 2 für qualifiziertere Arbeiten in den alten Bundesländern und Berlin.

Konkret: Der Mindestlohn 1 steigt bundesweit ab dem 1. April 2020 um 2,9% auf 12,55 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn 2 bleibt erhalten und klettert im April um jeweils 1,3% auf 15,40 Euro im Westen bzw. 15,25 Euro in Berlin. Die neuen Mindestlöhne gelten nur bis Ende 2020.

Nach der Verhandlung ist vor der Verhandlung

Die Arbeitgeber sehen schon in der zweiten Jahreshälfte 2020 einer Fortsetzung des Ringens um die vermeintlich richtige Branchenmindestlohnstruktur entgegen. Sie wollen einen einheitlichen Mindestlohn, weil der Zoll es dann leichter habe zu kontrollieren, ob die Mindestlohngrenzen in der Lohngruppe 2 tatsächlich eingehalten werden. Nach früheren Angaben der IG Bau von Ende Oktober 2019 schwebte der Arbeitgeberseite ein einheitlicher Mindestlohn in Höhe von 12,40 Euro die Stunde vor.

Bauhandwerk und Bauindustrie hätten sich mit der Annahme des Schlichterspruchs kurz vor Ablauf der Frist "buchstäblich in letzter Minute noch richtig entschieden", atmet die Baugewerkschaft erleichtert auf. Die Arbeitnehmervertreter hatten für den Fall der Fälle ein Absacken der Lohnuntergrenze auf das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns (9,35 Euro) befürchtet. Ein solcher "Lockruf für Dumping-Firmen aus dem In- und Ausland" könne, so das vergangene Woche gezeichnete Worst-Case-Szenario der Gewerkschaft, dazu führen, "die Unternehmen des Bauhandwerks und der Bauindustrie wirtschaftlich abzudrängen, die Tariflöhne zahlen, ordentliche Arbeit leisten und Qualität liefern".

Die Sozialpartner wollen jetzt umgehend beim Bundesarbeitsministerium beantragen, dass die neuen Mindestlöhne für alle im Bauhauptgewerbe in Deutschland tätigen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten. Laut IG Bau sind das auf Arbeitnehmerseite mehr als 200.000 Bauarbeiter.

Harald Thomeczek

Es muss ja nicht gleich ein Studium sein

Vermessungsingenieure demonstrieren beim Praxistag auf der Alea-Baustelle in Bad Vilbel die Arbeit per Drohne.

Vermessungsingenieure demonstrieren beim Praxistag auf der Alea-Baustelle in Bad Vilbel die Arbeit per Drohne.

Karriere 16.01.2020
Bauarbeiter oder Polier gehören selten zu den Berufen, die Eltern ihren Kindern wünschen. An diesem Punkt müsse die Bauwirtschaft ansetzen und über die attraktiven Jobchancen ... 

Bauarbeiter oder Polier gehören selten zu den Berufen, die Eltern ihren Kindern wünschen. An diesem Punkt müsse die Bauwirtschaft ansetzen und über die attraktiven Jobchancen aufklären, sagt Thomas M. Reimann, CEO des Bauunternehmens Alea. In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Baumeister bringt er Schüler auf die Baustelle. Da geht es um Handfestes: Werkzeuge, Karriere und Geld.

In der Grundschule fängt es oft schon an. Eltern arbeiten an der Karriere ihrer Kinder. Ihr Ziel: Der Nachwuchs soll später mit einem Abschluss "Summa cum laude" ins Berufsleben starten. Nur so würden ihm ein hohes Gehalt, Anerkennung und ein sorgenfreies Leben ermöglicht, meinen sie.

Die Realität sieht allerdings genauso oft anders aus. Im Ingenieurstudiengang gebe es mancherorts im zweiten Semester eine Abbrecherquote von 50%, berichtet Thomas M. Reimann, CEO des Bad Vilbeler Bauunternehmens Alea Hoch- und Industriebau. Viele Studierende fühlten sich angesichts der hohen Anforderungen im Fach Mathematik überfordert und kehrten der Baubranche den Rücken. "Dabei sind viele prädestiniert für den Bau", ist Reimann überzeugt. Nur die Form des Studiums sei dann eben nichts für sie.

Der Alea-Chef will nun über die verschiedenen Berufsbilder am Bau aufklären - sowohl junge Leute als auch Eltern und Lehrkräfte. Und das nicht nur bei Berufsinformationsabenden an den Schulen. "Die laufen doch immer alle gleich ab", sagt er und denkt an Power-Point-Präsentationen und Theorie. Reimann will eher das nutzen, was den Bau ausmacht: Anpacken unter freiem Himmel.

Seit Herbst vergangenen Jahres lädt er in Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Fachkraft des Bunds Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt, zu dessen Vorstand Reimann gehört, Schülergruppen in der beruflichen Orientierungsphase auf eine seiner Baustellen ein. Dabei lässt er sich nicht lumpen, Schüler aus Hanau hat er per Shuttle-Service nach Bad Vilbel gebracht. Insgesamt haben bisher 50 Schüler an der Baustellenaktion teilgenommen. In einer drei- bis vierstündigen Führung geben ihnen Vertreter verschiedener Gewerke Einblicke in ihren Alltag. Da kann dann auch mal eine zierliche Schülerin Steine mauern - dank der Unterstützung mit hydraulischem Hebewerkzeug ist das kein Hexenwerk. Poliere berichten über die Abläufe und Anforderungen, Betonbauer und Facharbeiter präsentieren ihre Arbeit.

Der Polier erklärt, die Drohne steigt auf

Um die Bandbreite der Berufe noch vielfältiger werden zu lassen, will Reimann künftig verstärkt mit Partnern zusammenarbeiten. Den Anfang hat er mit dem Vermessungsbüro TPI aus Dreieich gemacht. Sie präsentierten den Schülern ihre Arbeit mit einer Drohne. Der Einsatz moderner Technik gilt für Reimann als ein Schlüssel, um junge Leute von der Arbeit am Bau zu überzeugen.

Der Aktionstag auf der Baustelle endet traditionell mit einem gemeinsamen Essen von Schülern und Arbeitern, bei dem Alea-Chef Reimann höchstpersönlich z.B. Eintopf mit Würstchen verteilt.

Fünf weitere Klassen aus dem Rhein-Main-Gebiet haben sich bereits angekündigt, in den nächsten drei Monaten rechnet Reimann mit etwa 120 Schülern auf seinen Baustellen. Koordiniert wird die Aktion von Erich Schleßmann, ehemaliger schulfachlicher Dezernent im Staatlichen Schulamt in Hanau. Der Ruheständler ist ehrenamtlich aktiv, hält den Kontakt zum Kultusministerium, koordiniert Termine und pflegt sein Netzwerk, um die Initiative Zukunft Fachkraft mit Leben zu füllen.

Ein Netzwerk soll es auch sein, das künftig die Schulaktionstage finanziell mittragen soll. Dafür sucht Reimann weitere Partner. "Ein Tag kostet etwa 3.000 bis 3.500 Euro", schätzt er. Der größte Kostentreiber sind dabei die Filmaufnahmen des Medienpartners 100places. In den Clips, die auch auf YouTube abrufbar sind, erzählen die Jugendlichen von ihren Erfahrungen, die sie auf der Baustelle gesammelt haben. Ein Schüler sagt z.B. sinngemäß: "Ich wollte eigentlich studieren, doch jetzt glaube ich, eine Ausbildung ist eher etwas für mich." Ein wichtiger Aha-Moment für junge Leute in der Entscheidungsphase, wohin sie ihre berufliche Reise führen soll, könnte auch die Information sein, wie die Verdienstaussichten auf der Baustelle sind. Reimann vergleicht dazu gerne ein Bauingenieurstudium und den Werdegang bis zum Werkpolier. Bis der Student erst nach etwa sieben Jahren als Berufseinsteiger ein Bruttogehalt von etwa 3.500 bis 3.800 Euro verdiene, habe der Azubi schon Geld auf die Seite legen können. In den ersten Jahren bekomme er monatlich etwa 1.000 Euro, anschließend rund 3.000 Euro brutto. Nach fünf bis sechs Jahren und einer Weiterbildung zum Werkpolier stehen laut Reimann 4.000 bis 4.300 Euro brutto auf dem Gehaltsscheck - Tendenz nach oben. Denn die Perspektiven in der Bauwirtschaft seien gut, bis 2040 rechnet Reimann mit nachhaltigen Bauaktivitäten. Das Fazit des Frankfurter Bauunternehmers: "Der Verdienst in der Bauwirtschaft kann höher sein als nach einem Bauingenieurstudium."

Das Engagement Reimanns und Schleßmanns trägt bereits erste Früchte. Alea liegen drei Anfragen für ein Praktikum und zwei Anfragen für eine Ausbildung vor. Die Eltern will Reimann künftig stärker mit ins Boot nehmen. Sie sollen zum Beispiel in einer Broschüre über die Attraktivität von Berufen am Bau informiert werden.

Handwerkstag fordert Werkunterricht

Der Hessische Handwerkstag (HHT) will das Unterrichtsfach Werken und Technik in die Klassenzimmer zurückbringen. "Den Werkunterricht nicht mehr haben zu wollen, war ein schulpolitischer Fehler", sagt HHT-Präsident Bernd Ehinger. So gingen nicht nur Fähigkeiten verloren, die ein jeder im Alltag brauche. "Ich bin davon überzeugt, so ein Unterrichtsfach trägt dazu bei, dass Schüler später auch die Idee einer Ausbildung im Handwerk entwickeln." Das neue Fach soll in allen Schulformen in der Sekundarstufe I und II eingeführt und Lehrkräfte entsprechend aus- und weitergebildet werden. Zudem seien Investitionen in Werkräume, Materialien und Werkzeuge nötig.

Die Resolution kann online unter www.handwerk-hessen.de abgerufen werden. Anke Pipke

Anke Pipke

Bei JLL herrscht weiterhin Kommen und Gehen

Karriere 16.01.2020
Ein Investmentteam geht, aus der Doppelspitze der Hotelsparte wird ein Solokonzert, und ins Frankfurter Büro kehrt ein Bekannter zurück: JLL lieferte wieder ein paar Personalmeldungen. ... 

Ein Investmentteam geht, aus der Doppelspitze der Hotelsparte wird ein Solokonzert, und ins Frankfurter Büro kehrt ein Bekannter zurück: JLL lieferte wieder ein paar Personalmeldungen.

Das Personalkarussel dreht sich auch im neuen Jahr bei JLL weiter. Besonders getroffen hat es diesmal das Team Central Office Investment. Dort wechselte u.a. mit Matthias Kromer (Senior Team Leader), Laura Wenk (Co-Team-Leaderin) und Simon Vogelgesang (Senior Consultant) gleich ein kleines Team, bestätigt JLL auf Anfrage. Ihr Ziel ist der US-amerikanische Investmentberater Eastdil Secured, der offensichtlich sein Know-how zum deutschen Investmentmarkt ausweiten will.

Das ist nicht der erste Anlauf von Eastdil, Kräfte von JLL abzuwerben. Mit Christian Kadel, damals noch Leiter des Investmentteams Büro bei JLL Frankfurt, hatte Eastdil im Frühjahr 2017 versucht, seine Frankfurter Dependance aufzubauen. Kadel verabschiedete sich allerdings recht zügig gen Colliers.

Kromer, seit etwa neuneinhalb Jahren Teil der JLL-Crew, hatte zuletzt mit dem Weggang von Christian Lanfer Ende September 2019 kommissarisch die Position des Senior Team Leader Office Investment Frankfurt übernommen. Für diese Position hat JLL inzwischen einen Nachfolger gefunden: Manuel Backfisch, der im April 2020 einsteigt. Er ist ein alter Bekannter im Hause JLL. Bereits von 2012 bis Anfang 2018 gehörte er zur JLL-Mannschaft. Damals hatte er das Graduate-Trainee-Programm absolviert, als Consultant im Segment Immobilienbewertung und als Principal Consultant im Central Investment Team gearbeitet. Der 34-Jährige kommt im Frühjahr von CBRE, wo er seit Februar 2018 als Team Leader Capital Markets aktiv ist.

Von JLL Abschied nehmen wird derweil Stefan Giesemann, Leiter des Investmentbereichs in der JLL Hotels & Hospitality Goup in Deutschland. Er verlässt das Unternehmen Ende Januar. JLL hat daraufhin entschieden, Heidi Schmidtke, seit Februar 2017 als Executive Vice President und Leiterin des Bereichs Advisory in diesem Segment, zum Jahresbeginn die Gesamtführung der Hotelsparte zu übergeben. Nun trägt die 40-Jährige den Titel Managing Director. Schmidtke kam 2007 zu der JLL Hotels & Hospitality Group, verließ sie für zwei Jahre, um von 2015 bis 2017 für Art-Invest Real Estate tätig zu sein, und kehrte dann 2017 zu JLL zurück.

Eine Stelle weg, eine hinzu: Neu geschaffen wurde indes die Position des Teamleiters Industrial Investment in Hamburg. Dort will der Immobilienberater seine Präsenz ausweiten. Besetzt wird der Posten durch Philipp Roll (31), der 2014 seine berufliche Laufbahn bereits bei JLL gestartet hatte. Den Anfang machte er in der Abteilung Valuation & Transaction Advisory in Frankfurt und blieb dort vier Jahre, bevor er ab Anfang 2018 im Team Industrial Investment in Hamburg bei Transaktionen von Industrie- und Logistikimmobilien beriet.

Anke Pipke