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Beförderungswelle bei DTZ erreicht auch Timo Tschammler

Timo Tschammler trägt künftig bei DTZ den Titel International Director.

Timo Tschammler trägt künftig bei DTZ den Titel International Director.

Bild: DTZ

Köpfe17.08.2011
Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat der neue DTZ-Chef John Forrester 124 Manager befördert, darunter auch DTZ-Deutschlandchef Timo Tschammler, der künftig den höchsten Firmentitel ... 
Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat der neue DTZ-Chef John Forrester 124 Manager befördert, darunter auch DTZ-Deutschlandchef Timo Tschammler, der künftig den höchsten Firmentitel "International Director" trägt. Mit der Maßnahme will Forrester offenbar Leistungsträger ans Unternehmen binden, dessen Zukunft weiter unklar ist.

Neben Tschammler ebenfalls zum International Director ernannt wurden Hans Vrensen, Leiter des globalen Research, Frankreichchef Gérard Margiocchi und Rob Cookson, Head of Global Corporate Services und USA-Chef. Mit der Verleihung des Titels würden die beständigen und herausragenden Leistungen für das Unternehmen anerkannt, heißt es in einer Stellungnahme.

Außerdem hat DTZ 25 Mitarbeiter zum Director, 18 zum Senior Associate Director sowie 77 weitere zum Associate Director ernannt. Darunter sind aus Deutschland: Christoph Scheuermann (Director), Ulrich Simbürger (Director), Stefan Brandes (Associate Director), Karl-Heinz Feld (Associate Director), Gabriele Neumann-Gogolin (Associate Director) und Holger Vieweg (Associate Director).

Die Erfolge der Beförderten zeigten das Bekenntnis von DTZ zu einer weltweiten kollegialen Entwicklung des Unternehmens und demonstrierten die Karrierechancen bei DTZ, betonte Forrester. In britischen Medien gab es zuletzt Berichte, dass DTZ angesichts der sich seit Monaten hinziehenden Übernahmeverhandlungen Schwierigkeiten habe, Spitzenkräfte zu halten. Entsprechend dürfte die Beförderungwelle eine Reaktion auf diese Probleme sein.

Derweil ist nach einem Bericht des britischen Immobilieninformationsdienstes EGi ein weiterer DTZ-Vorstand zurückgetreten. Das Unternehmen habe die Mitarbeiter gestern über das Ausscheiden von Isaac Krymolowski informiert. Krymolowski war im Vorstand für Consulting und Research zuständig und kam wie die bereits vergangene Woche zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Paul Idzik (CEO) und Robert Rickert (Finanzdirektor) von Barclays zu DTZ.

Peter Maurer

DTZ-Chef Paul Idzik schmeißt hin

Nicht mehr DTZ-Chef: Paul Idzig.

Nicht mehr DTZ-Chef: Paul Idzig.

Bild: DTZ

Köpfe09.08.2011
CEO Paul Idzik und Finanzdirektor Robert Rickert haben DTZ verlassen. Laut britischen Medienberichten sind die beiden Top-Manager aus Protest gegen die schleppenden Übernahmeverhandlungen ... 

CEO Paul Idzik und Finanzdirektor Robert Rickert haben DTZ verlassen. Laut britischen Medienberichten sind die beiden Top-Manager aus Protest gegen die schleppenden Übernahmeverhandlungen zurückgetreten.

Idzik und Rickert seien zurückgetreten und nicht länger Teil der Unternehmensführung, teilt DTZ heute mit. Nachdem substanzielle Fortschritte bei der Kosteneinsparung und dem Restrukturierungsprogramm erreicht worden seien, habe Rickert entschieden, das Unternehmen zu verlassen, heißt es. Idzik halte es für angemessen, ein neues Führungsteam zu installieren und habe deswegen ebenfalls jetzt das Unternehmen verlassen.

Als neuer CEO wurde John Forrester berufen, der bisher DTZ in Großbritannien und Irland leitete. CFO James Thomson wird neuer Konzern-Finanzdirektor.

Britische Medien berichten, dass der Hintergrund für die Rücktritte die sich seit Anfang Mai hinziehenden Übernahmeverhandlungen sind. Damals wurde bekannt, dass der Mehrheitsaktionär Saint George Participations (SGP) über eine Komplettübernahme von DTZ nachdenkt, laut Marktspekulationen um dann das Unternehmen an BNP Paribas weiterzuverkaufen.

Der Telegraph schreibt, Idzik und Rickert seien frustriert gewesen, dass der Aufsichtsrat SGP nicht zu einer Erklärung veranlassen wollte, ob SGP ein Übernahmeangebot abgibt oder nicht. Erschwert worden sei die Lage, weil SGP drei Aufsichtsräte stelle. Wegen der unklaren Situation habe DTZ darum kämpfen müssen, wichtige Mitarbeiter zu halten oder zu rekrutieren, schreibt der Telegraph weiter.

Der frühere Barclays-Manager Idzik hatte am 3. November 2008 den Chefposten bei DTZ angetreten, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren. Rickert folgte wenig später ebenfalls von Barclays. Rickert war mit jeweils rund 1,5 Mio. GBP inklusive Boni in den vergangenen beiden Geschäftsjahren der bestverdienende DTZ-Vorstand. Idzik kam auf 366.000 GBP im vergangenen und 949.000 GBP im vorherigen Geschäftsjahr.

Idzik und Rickert reagierten auf die Branchenkrise mit einem harten Personalabbau und drastischen Kosteneinsparungen. Manche Marktbeobachter meinen allerdings, dass sie dabei zu weit gegangen sind. So konnten Konkurrenten wie Jones Lang LaSalle oder CB Richard Ellis von der Erholung der Märkte 2010 mit hohen Umsatz- und Gewinnzuwächsen profitieren. DTZ verbuchte dagegen im von Mai 2010 bis April 2011 laufenden Geschäftsjahr entgegen dem Markttrend einen weiteren Umsatzrückgang von 4,1%. Mit den von Idzik angepeilten wieder schwarzen Zahlen wurde es auch nichts: Der Vorsteuerverlust lag bei 3,4 Mio. GBP.

Peter Maurer