Karriere-News

Der Mitarbeiter wird zum Aushängeschild

Matthias Reuner und seine Vespa sind als Motiv Teil der Kampagne.

Matthias Reuner und seine Vespa sind als Motiv Teil der Kampagne.

Quelle: Bayerische Hausbau

Karriere 22.10.2020
Eine Stellenanzeige allein reicht offenbar nicht mehr aus, um Mitarbeiter zu gewinnen. Bayerische Hausbau hat eine Kampagne gestartet, für die das eigene Personal aktiv wird. ... 

Eine Stellenanzeige allein reicht offenbar nicht mehr aus, um Mitarbeiter zu gewinnen. Bayerische Hausbau hat eine Kampagne gestartet, für die das eigene Personal aktiv wird.

Projektleiterin Christine Kirchner, der Hamburger Niederlassungsleiter Matthias Reuner, Asset-Manager Kilian Seestaller, IT-Spezialist Christian Gebhard und Sandra Scheick, Assistentin der Geschäftsführung Bikini Berlin, dürften nun über ihre Funktionen bei Bayerische Hausbau hinaus bekannte Leute sein. Sie sind das Aushängeschild der noch jungen Employer-Branding-Kampagne #zukunfthausgemacht. Sie stehen für die Berufsgruppen, in denen das Unternehmen einen hohen Personalbedarf verzeichnet.

Kurze Imagefilme zeigen die fünf Mitarbeiter außerhalb der üblichen Bürokulisse, mal im Feld, mal in St. Pauli, mal im Münchner Brauhaus Donisl. Sie berichten nicht typischerweise von ihrem Tagesablauf, sondern vor allem von den persönlichen Werten, die ihnen wichtig sind und die ihnen die Bayerische Hausbau bietet.

Ihr Konterfei ziert zusammen mit kurzen Statements zudem Plakate in den Immobilien von Bayerische Hausbau bis hin zu Parkhäusern. Sogar als große Gerüstwerbung auf Münchner Baustellen am Nockherberg und nahe der Theresienwiese sind sie zu sehen.

Das Unternehmen bewirbt die Kampagne auf der eigenen Webseite und über Social-Media-Kanäle. "Die Inhalte werden sehr oft geklickt", erzählt Bernhard Taubenberger, Leiter Kommunikation und Marketing, erfreut.

"Wir bewegen uns auf einem Arbeitsmarkt, auf dem Fachleute heißbegehrt sind", erklärt Taubenberger. Um da mithalten zu können, musste das Familienunternehmen beim Recruiting eine Schippe drauflegen. "Es war aber nicht alles Müssen", meint der Marketingleiter. "Der größere Teil war die Lust daran, das Unternehmen zu präsentieren", sagt er. Auf diese Weise konnte die Bayerische Hausbau zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll die Arbeit im Unternehmen ist und welche Entwicklungsmöglichkeiten es innerhalb der Schörghuber-Gruppe gibt.

Anke Pipke

Diese Jobs warten auf der Karrierewoche

Bereit? Am 26. Oktober geht die digitale IZ-Karrierewoche los.

Bereit? Am 26. Oktober geht die digitale IZ-Karrierewoche los.

Quelle: imago images, Urheber: Panthermedia

Karriere 22.10.2020
Mit Hilfe der digitalen Karrierewoche der IZ kommende Woche möchten die virtuellen Aussteller jede Menge Jobs besetzen. Sie erwarten eine größere Vielfalt von Bewerbern als sonst beim ... 

Mit Hilfe der digitalen Karrierewoche der IZ kommende Woche möchten die virtuellen Aussteller jede Menge Jobs besetzen. Sie erwarten eine größere Vielfalt von Bewerbern als sonst beim Karriereforum.

In diesem pandemiegeprägten Jahr laden Immobilien Zeitung (IZ) und Heuer Dialog Arbeitgeber aus der Immobilienwirtschaft und Bewerber zur digitalen Karrierewoche statt zum Karriereforum in Frankfurt ein. Vom 26. bis 30. Oktober tauschen sich Firmenvertreter digital mit ihren potenziellen neuen Mitarbeitern aus.

Gesprächsstoff dürfte es genug geben. 25 Unternehmen haben sich für das Event angemeldet. Sie haben etliche Jobangebote dabei. Meistens wird die ganze Bandbreite vom Praktikanten bis zum Berufserfahrenen gesucht. Die erste Einstiegshürde ist häufig ein laufendes oder abgeschlossenes immobilienwirtschaftliches Studium und/oder eine entsprechende Ausbildung.

Die zahlreichen Maklerhäuser, die auf der Karrierewoche vertreten sind, rollen ihr Angebot in vielfältigen Einsatzgebieten aus. Savills bietet vor allem Stellen in der Vermietung von Büros oder Logistikimmobilien an, im Bereich Bewertung, im Property- und Facility-Management sowie in der Assistenz. JLL geht es ähnlich. Das Unternehmen bringt rund ein Dutzend Ausschreibungen mit. Sie beziehen sich unter anderem auf Posten aus den Bereichen Valuation & Transaction Advisory, Office Investment und Residential Development. Ein Schwerpunkt liege auf der Bewertungsabteilung. Auch CBRE sucht verstärkt im Segment Valuation nach Neuzugängen, ebenso wie im Property-Management. Trainee-Plätze sind ebenfalls noch zu vergeben.

Vor allem um das Kerngeschäft, die Immobilienberatung und -vermittlung, geht es indes bei Aengevelt Immobilien. Das Familienunternehmen bringt vier offene Positionen für Young Professionals oder langjährig Erfahrene mit. Wer sich mit der Anwendung branchenbekannter IT-Systeme auskennt, sammelt damit weitere Pluspunkte.

Eine besonders große Vielfalt offener Stellen bietet BNP Paribas Real Estate an. Die Liste umfasse "alle unsere Geschäftsbereiche von Transaction, Consulting und Valuation, Property-Management sowie Investmentmanagement bis hin zu unseren Central Functions", teilt das Unternehmen mit.

ECE setzt darauf, über die Karrierewoche Berufseinsteiger beispielsweise für die Wohnprojektentwicklung oder Berufserfahrene für das Asset-, Facility- oder Vermietungsmanagement zu finden. Neue Führungskräfte im Segment Work & Live sind auch willkommen.

Das Format der Karrierewoche findet gleich Zuspruch unter den Firmen. Savills hofft, "dass gegebenenfalls sogar mehr Kandidaten an der IZ-Karrierewoche teilnehmen als zuvor, da das virtuelle Format es für Kandidaten deutschlandweit einfach, kosten- und zeitsparender ermöglicht teilzunehmen". Auch Edge sieht einen Pluspunkt: Durch die Ausdehnung auf eine Woche hätten Teilnehmer mehr Zeit für den Kontakt zu den Unternehmen. Ein weiteres Novum, von dem sich die Unternehmen Erfolg versprechen: Sie treffen bei der Karrierewoche anders als zuvor mehr Berufserfahrene. CBRE begrüßt diese Vorteile, weiß aber, dass "dies nicht den direkten persönlichen Austausch ersetzt, der es Bewerbern noch einfacher macht, ein Gefühl für CBRE zu bekommen".

Anke Pipke

Greenman befördert Catherine Choo zur CIO

Catherine Choo.

Catherine Choo.

Quelle: Greenman

Köpfe 21.10.2020
Die Digital- und Datentransformationsstrategie von Greenman gehört nun zum Hauptaufgabengebiet von Catherine Choo. Der Investmentfondsspezialist hat sie zur Chief Information Officer ernannt. ... 

Die Digital- und Datentransformationsstrategie von Greenman gehört nun zum Hauptaufgabengebiet von Catherine Choo. Der Investmentfondsspezialist hat sie zur Chief Information Officer ernannt.

Choo kennt das Unternehmen bereits seit Jahren. Beinahe eine Dekade lang war sie Head of Marketing. Als solche war sie etwa an der Entwicklung des Fonds Greenman Open beteiligt, der sich vor allem auf lebensmitteldominierte Einzelhandelsimmobilien in Deutschland fokussiert.

Die Rolle der CIO hat Greenman neu geschaffen. Das irische Unternehmen will damit auf die allgemeine technologische Weiterentwicklung und die "zunehmende Verbreitung des Omnichannel-Handels" reagieren.

"Aufregende Zeit für Investoren"

"Aus Investorenperspektive ist dies eine aufregende Zeit, um lebensmitteldominierte Einzelhandelsimmobilien zu besitzen, denn die Art und Weise, wie wir über das traditionelle Immobilieninvestitionsmodell denken, das auf Mieteinnahmen angewiesen ist, ändert sich", meint CEO Johnnie Wilkinson.

Greenman arbeite etwa zurzeit in Projekten mit Supermarktmietern zusammen, "die das Potenzial haben, durch die Zurverfügungstellung zusätzlicher Services wie Datenmanagement, Fulfillment und Click and Collect zusätzliche Einnahmen zu generieren".

Anke Pipke

Steffen Rosenbauer wird Ladenchef bei Schuhfirma Reno

Steffen Rosenbauer.

Steffen Rosenbauer.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Köpfe 20.10.2020
Steffen Rosenbauer (48), der maßgeblich am Aufbau des Filialnetzes von Action beteiligt war, wird oberster Ladenchef beim Schuhfilialisten Reno. ... 

Steffen Rosenbauer (48), der maßgeblich am Aufbau des Filialnetzes von Action beteiligt war, wird oberster Ladenchef beim Schuhfilialisten Reno.

Steffen Rosenbauer nimmt zum 1. November die Position des Geschäftsführers Retail von Reno ein. Als oberster Ladenchef wird eine seiner Aufgaben dort die "konsequente Umsetzung der Repositionierung auf den Verkaufsflächen" sein, teilt die Muttergesellschaft von Reno, die HR Group, mit. Reno mit 400 Filialen im In- und Ausland stehe "aufgrund der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen". Das Geschäft von Reno wurde zuletzt über Landesbürgschaften stabilisiert.

Rosenbauer ist ein Kind des Discounts. Der 48-jährige Diplom-Kaufmann begann seine berufliche Laufbahn bei Lidl, wechselte dann zu KiK und danach zu NKD. Von August 2015 bis Mai 2020 war er Geschäftsführer von Action Deutschland. Während seiner Zeit hat der niederländische Non-Food-Discounter die Zahl seiner Filialen hierzulande von rund 50 auf über 350 gesteigert.

Die HR Group gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Capiton. Weitere Anteile halten der polnische Schuhhändler CCC, CEO Peter Wolf sowie das Management.

Christoph von Schwanenflug

Gebäudereiniger: Corona fordert in jeder vierten Firma Opfer

Karriere 19.10.2020
Exakt 26,1% der Unternehmen aus dem Gebäudereinigerhandwerk haben seit Beginn der Corona-Pandemie krisenbedingt Beschäftigte entlassen. Das geht aus der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage des ... 

Exakt 26,1% der Unternehmen aus dem Gebäudereinigerhandwerk haben seit Beginn der Corona-Pandemie krisenbedingt Beschäftigte entlassen. Das geht aus der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) hervor.

Die meisten Unternehmen, die Leute entlassen haben, bewegten sich dabei in einer Größenordnung von 1% bis 10 % der Belegschaft. Von den Mitarbeitern, die noch am Werk sind, machen 17,1% (immer noch) Kurzarbeit. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von knapp 2.500 Mitgliedsbetrieben, die zusammen rund 85% des Marktes ausmachen. In der Gebäudereinigung sind in Deutschland knapp 700.000 Menschen beschäftigt.

Im Vergleich zur Juni-Umfrage des BIV hat sich die Situation verschlimmert. Damals hatten nur 16% der Mitgliedsunternehmen von entlassenen Mitarbeitern berichtet.

Die Aussichten werden immer schlechter

Die Gründe für die Entlassungen liefern die befragten Unternehmen gleich mit: So berichten 64,7% der Firmen von Umsatzeinbußen, und 54,8% beklagen, dass die Kunden weniger Aufträge bzw. Aufträge mit einem geringeren Leistungsumfang vergeben. Summa summarum rechnet fast die Hälfte (47,5%) für 2020 mit lediglich befriedigenden, ausreichenden, eher schlechten oder wirklich schlechten Geschäften. Für 2021 ordnen sogar 55,1% der Betriebe ihre Geschäftsaussichten in eine dieser mediokren Kategorien ein.

Harald Thomeczek

Vertrauen schaffen trotz Distanz

Im Videochat entscheiden viele Details, wie vertrauenswürdig das Gegenüber wirkt.

Im Videochat entscheiden viele Details, wie vertrauenswürdig das Gegenüber wirkt.

Quelle: imago images, Urheber: Panthermedia

Karriere 15.10.2020
Zwischen ihnen liegen Monitore und digitale Technik. Dennoch muss es Maklern, Anwälten, Beratern und Entwicklern gelingen, auch per Videochat das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und so ... 

Zwischen ihnen liegen Monitore und digitale Technik. Dennoch muss es Maklern, Anwälten, Beratern und Entwicklern gelingen, auch per Videochat das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und so den Geschäftserfolg zu sichern. Ein Coach gibt Tipps.

Der Dame die Tür aufhalten, ein kumpeliger Schulterklopfer oder ein humorvolles Zwinkern: Was im alltäglichen Miteinander von Angesicht zu Angesicht eine Verbindung zwischen zwei Menschen, im Beruf nicht selten zwischen Dienstleister und Kunde knüpft, klappt per Videochat nicht. Da müssen sich die Teilnehmer auf Grundsätzliches besinnen, um als vertrauensvoller Geschäftspartner wahrgenommen zu werden.

Was im persönlichen Aufeinandertreffen den Funken überspringen lässt, gilt im Chat umso mehr: Der erste Eindruck zählt. "Sie sollten sich genauso businessmäßig kleiden wie sonst im Kundenkontakt", rät Petra Pinger, Coach bei Witte Projektmanagement und Geschäftsführerin von "Führung entwickeln. Entwicklung führen". Die Kleidung an sich sollte nicht rein schwarz sein, weil das einen zu großen Kontrast zu einem idealerweise hellen und ruhigen Hintergrund ergibt. "Besser ist unifarbene Kleidung, in Blau oder Grau", weiß Pinger. Viel davon sehen tut man zwar nicht. Denn wer die optimale Entfernung zum Monitor einhält, füllt sein Bild laut Pinger nur mit dem Kopf und den oberen Schultern aus.

Leicht zu merken ist auch: Tageslicht ist günstiger als Kunstlicht, weil dieses unter Umständen unsympathische Schlagschatten aufs Gesicht wirft. Und die Akustik darf nicht unterschätzt werden. "Beachten Sie, dass Nebengeräusche nahe dem Mikrofon um ein Vielfaches verstärkt bei dem Gegenüber ankommen", warnt die Beraterin. Gerade das Rascheln von Papier oder das Tippen auf der Tastatur seien tückisch.

Ein ebenso wichtiger Punkt ist die Ansprache. "Wir sind oft versucht, uns dabei die Chatteilnehmer auf dem Monitor anzuschauen", erzählt Pinger. Doch erst mit dem Blick direkt in die Kamera erzeuge man die vertraute Nähe im Dialog. Etwa zwei Drittel der Gesprächszeit soll es diesen geben, sei die allgemeine Empfehlung, erklärt Pinger. Nachteil daran ist, dass der Sprecher nicht gleichzeitig die Reaktionen seiner Zuhörer wahrnehmen kann. "Deswegen ist es umso wichtiger, im Gespräch öfter die Reaktion nachzuhaken", rät Pinger. Mögliche Fragen wären "Wie sehen Sie das, Herr Müller?" oder "Welche Punkte sind aus Ihrer Sicht noch offen?". Und letztlich noch ein Tipp Pingers: Eine kurze Zusammenfassung des Besprochenen und Vereinbarten zum Schluss des Chats rundet die professionelle Unterhaltung ab.

Anke Pipke