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Ruhr-Uni und Hochtief zertifizieren "BIM Professionals"

Virtuelle Baubesprechung: Sieht so die Zukunft des Planens und Bauens von Gebäuden aus?

Virtuelle Baubesprechung: Sieht so die Zukunft des Planens und Bauens von Gebäuden aus?

Bild: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO/Ludmilla Parsyak Photography

Karriere 18.03.2016
Die Ruhr-Universität Bochum bietet zusammen mit der auf digitales Bauen mit Building Information Modeling (BIM) spezialisierten Hochtief-Einheit Hochtief ViCon und der BIM-Initiative ... 

Die Ruhr-Universität Bochum bietet zusammen mit der auf digitales Bauen mit Building Information Modeling (BIM) spezialisierten Hochtief-Einheit Hochtief ViCon und der BIM-Initiative Planen Bauen 4.0 zum Sommersemester 2016 einen Zertifizierungskurs zum "BIM Professional" an. Die Anbieter verstehen ihr Angebot als "erste standardisierte Ausbildung zum BIM-Experten" hierzulande.

Los geht's am 21. April 2016. Die Teilnehmerzahl ist beim Premierenkurs auf 25 Personen begrenzt. "Anmeldungen liegen vor, ausgebucht ist der Kurs aber noch nicht", sagt René Schumann, Mitglied der Geschäftsleitung von Hochtief ViCon. Das berufsbegleitende Schulungsangebot richtet sich an Ingenieure und Architekten aus allen Leistungsphasen, Bauinformatiker, Führungskräfte und Projektleiter - eben alle, die BIM-Experte werden wollen. Mit dem Zertifikat "BIM Professional für Hoch- und Infrastrukturbau" gebe es endlich eine Möglichkeit zum "kontrollierbaren Nachweis" für BIM-Kompetenzen, verspricht Schumann.

Keine Software-Schulung

Zugangsvoraussetzungen für eine Teilnahme am Lehrgang gibt es nicht. Empfohlen wird, dass Teilnehmer einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss und eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren mitbringen. Der modular aufgebaute Kurs verteilt sich über zehn Monate. Das Seminarprogramm besteht aus sechs Modulen plus Abschlussprüfung in Form eines eintägigen Workshops. Eine Softwareschulung gehört explizit nicht zum Programm, denn die Dozenten wollen BIM "als Methode vermitteln und klar von der reinen Anwendung von 3D-Software abgrenzen", heißt es.

Kurs kostet 7.400 Euro

Ein zertifizierter BIM Professional soll nach einem erfolgreichen Kursbesuch "die Steuerung und Koordination von BIM-Prozessen in einem Projekt oder einer Organisation unterstützen" können. Das Abschlusszertifikat der Ruhr-Uni Bochum wird von der Initiative Planen Bauen 4.0, die die Verbreitung von BIM in Deutschland voranbringen soll, anerkannt. Der Kurs kostet 7.400 Euro.

Einheitliche BIM-Standards fehlen bislang in Deutschland

Hochschulen beschäftigen sich intensiv mit BIM, es hat Eingang in Vorlesungen und Abschlussarbeiten gefunden. Auch vereinzelte private Anbieter wie DeuBIM, Vrame oder Mensch und Maschine bieten BIM-Kurse und Workshops an, und der Arbeitskreis Bauinformatik hat im April 2015 Lehrinhalte zur Ausbildung von Kompetenzen im Bereich BIM definiert, die an Universitäten in den Studiengängen des Bauwesens im Fachgebiet Bauinformatik gelehrt werden sollten.

In Deutschland fehlen bislang jedoch verbindliche Standards für die Nutzung von BIM und damit auch für die Aus- und Weiterbildung von "BIM-Managern" und "BIM-Koordinatoren", den in der BIM-Diskussion in Deutschland am häufigsten anzutreffenden Fachrollenbildern. Zur Erklärung: Der BIM-Manager hält die Fäden zwischen den einzelnen am digitalen und kooperativen Planen und Bauen Beteiligten (Bauherr, Architekt, Ingenieur, Generalunternehmer, Projektsteuerer und ausführendes Bauunternehmen) zusammen, während der unter dem BIM-Manager angesiedelte BIM-Koordinator die konkreten Planungsleistungen operativ steuert und Qualitäts- und Kollisionschecks vornimmt.

Harald Thomeczek

Curzon Advisers mit Director Legal für Deutschland

Köpfe 17.03.2016
Curzon Advisers, der Asset-Manager des britischen Private-Equity-Investors Kildare Partners, legt sich für sein Deutschlandgeschäft einen Director Legal zu. Die neu geschaffene Position werde ab ... 

Curzon Advisers, der Asset-Manager des britischen Private-Equity-Investors Kildare Partners, legt sich für sein Deutschlandgeschäft einen Director Legal zu. Die neu geschaffene Position werde ab April 2016 Adnan Manzoor (41) besetzen, der bereits seit Oktober 2015 als Secondee bei Curzon Advisers tätig ist, meldet das Juristen-Fachblatt Juve auf seiner Internetseite. Liliya Dorozhovets, Director Asset Management und in dieser Funktion für die deutschen Assets von Curzon Advisers zuständig, bestätigt auf Anfrage der Immobilien Zeitung nur, Manzoor sei "tatsächlich bei uns eingestellt". Manzoor ist Juve zufolge von Ashurst, wo er zuletzt Associate in der Immobilienrechtspraxis war, zu dem Immobilien-Asset-Manager gewechselt. Als Director Legal werde er eng mit dem Director Asset Management - also Dorozhovets - zusammenarbeiten und alle rechtlichen Fragen des Alltagsgeschäfts von Curzon Advisers betreuen.

Zu tun hat die neue Rechtsabteilung des Asset-Managers sicher genug: Kildare ist hierzulande zuletzt durch den Erwerb des deutschen Portfolios von GE Capital Real Estate aus Immobilien und Immobilienkrediten mit einem Volumen von 700 Mio. Euro im September 2015 aufgefallen. Zuvor, im Frühjahr 2014, hatte Kildare der Deutschen Bank für gut 800 Mio. Euro die Reste des sogenannten Mars-Portfolios abgekauft.

Harald Thomeczek

Marcus Lemli

Marcus Lemli im privaten Rahmen an der Seite seiner spanischen Frau Susana. Im Ruhestand möchte das Paar in den Süden ziehen.

Marcus Lemli im privaten Rahmen an der Seite seiner spanischen Frau Susana. Im Ruhestand möchte das Paar in den Süden ziehen.

Bild: Marcus Lemli

Karriere 17.03.2016
Marcus Lemli (47) leitet bei Savills das Investment-Geschäft in Europa und ist Deutschland-CEO. Der Berufseinstieg des studierten Diplom-Kaufmanns erfolgte im Familienunternehmen, ehe er 1996 bei ... 

Marcus Lemli (47) leitet bei Savills das Investment-Geschäft in Europa und ist Deutschland-CEO. Der Berufseinstieg des studierten Diplom-Kaufmanns erfolgte im Familienunternehmen, ehe er 1996 bei Jones Lang Wootton (heute: JLL) in Frankfurt als Industrial-Vermietungsmakler anfing. Zwei Jahre später ging er für Jones Lang Wootton nach Madrid, wo er zu Savills wechselte. 2006 ging es zurück nach Deutschland - und zu JLL. Vor vier Jahren dann der erneute Wechsel zu Savills. Lemli ist verheiratet und Vater zweier Söhne (acht und elf Jahre), mit denen er gerne kicken geht, wenn er nicht gerade Golf spielt: Lemli ist nicht nur Mitglied der EBS-Alumnis, sondern auch im Frankfurter Golf Club und im Real Club de Golf Vistahermosa in der Heimat seiner Frau.

Wo wohnen Sie zurzeit?

Ich wohne mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen zentral im Frankfurter Westend.

Bitte beschreiben Sie Ihre Wohnung mit ein paar Sätzen.

Unsere Wohnung hat etwas mehr als 200 m². Das Haus wurde 1860 erbaut. Vor fünf Jahren haben wir unsere Wohnung, die sich über zwei Etagen erstreckt, vollständig umgebaut. Wichtig ist uns z.B. eine große Wohnküche, denn hier findet unser Alltag statt. Morgens frühstücken wir hier als Familie zusammen und abends, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme, genieße ich mit meiner Frau in der Küche ein Glas Rotwein. Durch unseren winzigen Garten genießen wir eine grüne Oase mitten in der Stadt. Das ist für unsere Kinder super.

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Wenn ich nicht mehr arbeite, möchte ich mit meiner Frau in unserem Haus in El Puerto de Santa Maria, Cadiz, Spanien leben. Es ist die Heimat meiner Frau. Nachdem wir dann viele Jahre in Deutschland gelebt haben werden, werden wir irgendwann in den Süden ziehen. Von unserem Haus aus sind wir in fünf Minuten mit dem Fahrrad sowohl am Strand als auch auf dem Golfplatz.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Der Handel hat mich schon immer interessiert und vor allem, mit klugen Investments Geld zu vermehren. Als ich in der Immobilienbranche anfing, steckte sie noch in den Kinderschuhen. Ich wollte hier von Anfang an dabei sein und etwas bewegen.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Dass unsere Branche in Deutschland ein sehr schlechtes Image hat.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Dann wäre ich am liebsten Fußballtrainer.

Wo oder wie können Sie sich besonders gut entspannen oder abschalten?

Aufgrund meines Jobs habe ich gelernt, mich fast überall entspannen zu können. Um aber richtig abzuschalten, muss ich sehr weit weg fliegen.

Wenn Sie an Ihren letzten Urlaub denken, denken Sie an …?

… Zeit mit der Familie. Das kommt im Alltag zu kurz. Ich denke aber auch an einen lustigen Nachmittag mit einigen unserer Weltmeisterhelden im letzten Sommer in Los Angeles.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen und warum?

Ich habe mir letztens Star Wars im Kino angeschaut. Ich war schon immer ein Fan und meine kleinen Söhne sind es auch.

In welcher Location kann man Sie häufiger antreffen?

Natürlich in den Immobilien-Klassikern in Frankfurt wie dem "Moriki" oder dem "Buffalo", aber auch im "Heimat", im "Ritz", im "Walon & Rosetti", im "Stanley Diamond" und im "Isoletta".

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gern einen Abend verbringen?

Ich würde gern mal SAP-Gründer Hasso Plattner treffen. Mich beeindruckt die Vielseitigkeit seines Engagements als Aufsichtsrat, Start-up-Finanzierer, Wissenschaftsförderer und Sport-Mäzen. Ich würde gerne seine Meinung kennen, wohin sich die Rolle des Menschen in der digitalen Welt entwickeln wird und wie wir uns darauf vorbereiten werden.

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen? Warum?

Für einen Tag würde ich gern in die Rolle von Barack Obama schlüpfen, um mal zu erleben, was wirklicher Stress ist.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung - welchen Traum erfüllen Sie sich?

Ich würde in aller Ruhe die Welt bereisen.

IZ