Karriere-News

Hildegard Wald führt Saarbrücker Wohnungsgesellschaft SGS

Hildegard Wald.

Hildegard Wald.

Bild: Privat

Köpfe 21.12.2015
Die Saarbrücker gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (SGS) und die Saarbrücker Immobilienverwaltungs- und Baubetreuungsgesellschaft (SIB) werden bald wieder von einem Duo geführt: Hildegard ... 

Die Saarbrücker gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (SGS) und die Saarbrücker Immobilienverwaltungs- und Baubetreuungsgesellschaft (SIB) werden bald wieder von einem Duo geführt: Hildegard Wald (49) soll spätestens zum 1. Juni 2016 neue weitere Geschäftsführerin beider Gesellschaften werden. Wald tritt die Nachfolge von SIB-Geschäftsführer Christian Patzwahl an, dem der Aufsichtsrat am 22. Juli 2015 wegen "individuellen Fehlverhaltens" fristlos gekündigt hatte. Details zu den Gründen dieser Kündigung nannte die Stadt nicht. Hildegard Wald wird SGS und SIB gemeinsam mit Radu Gurau führen, der seit Patzwahls Entlassung alleiniger Geschäftsführer ist.

Aktuell leitet Wald die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Saar. Zuvor, bis 2004, war die Diplom-Kauffrau als Prokuristin der PwC Deutsche Revision Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zuständig für den Bankenbereich im Saarland. SGS und SIB gehören zur Immobiliengruppe Saarbrücken. Hauptgesellschafterin ist die Stadt Saarbrücken. Die SGS besitzt rund 6.750 eigene Wohnungen in Saarbrücken. Zusätzlich verwaltet sie rund 450 Wohnungen für Dritte.

Harald Thomeczek

Jörg Rosdücher verlässt Strabag PFS

Jörg Rosdücher.

Jörg Rosdücher.

Bild: Strabag PFS

Köpfe 18.12.2015
Dr. Jörg Rosdücher wird zum Jahresende sein Geschäftsführermandat bei Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS), Frankfurt, niederlegen und aus dem Unternehmen ausscheiden. Seit ... 

Dr. Jörg Rosdücher wird zum Jahresende sein Geschäftsführermandat bei Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS), Frankfurt, niederlegen und aus dem Unternehmen ausscheiden. Seit 2006 war er Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor sowie für die Bereiche Recht und Real Estate Management zuständig. Erst zum Anfang dieses Jahres übernahm Rosdücher den Vorstandsvorsitz von Dr. Ludwig Steinbauer.

Rosdüchers Nachfolge als Vorsitzender der Geschäftsführung tritt Martin Schenk (55) an. Schenk gehört seit 2010 als Finanzgeschäftsführer der Führungsspitze des Unternehmens an. Künftig verantwortet er die Bereiche Internationales, Personal und IT.

Neu in die Geschäftsführung rücken zudem Dr. Marion Henschel (47) als stellvertretende Vorsitzende sowie Marko Bohm (42) als Mitglied der Geschäftsführung auf. Henschel wird für Finanzen und den Geschäftsbereich Infrastrukturelles Facility-Management zuständig sein, während Bohm das Real Estate Management mit den Leistungen Property-Management, Corporate Solutions sowie An- und Vermietung verantwortet. Unverändert gehört Dirk Brandt (49) der Geschäftsführung an, in dessen Zuständigkeit der Geschäftsbereich Technisches Facility Management sowie die Verantwortung für die Hausmeisterservices der Unternehmensgruppe fallen.

Sonja Smalian

Unibail-Rodamco: Jähnichen geht, Duo kommt

Katharina von Schacky und Stephan Lett.

Katharina von Schacky und Stephan Lett.

Bild: Unibail-Rodamco Deutschland

Köpfe 17.12.2015
Stephan Lett (40) und Katharina von Schacky (40) leiten seit Mitte November 2015 das Drittkundengeschäft von Unibail-Rodamco Deutschland, also der ehemaligen mfi. Lett verantwortet dabei das ... 

Stephan Lett (40) und Katharina von Schacky (40) leiten seit Mitte November 2015 das Drittkundengeschäft von Unibail-Rodamco Deutschland, also der ehemaligen mfi. Lett verantwortet dabei das Property- und Centermanagement, von Schacky soll dem Drittkundengeschäft Wachstumsimpulse verleihen. Lett war bei Unibail-Rodamco zuletzt für Shoppingcenter in Frankreich zuständig. Er folgt auf Geschäftsführer Lars Jähnichen. Dieser bekleidete die Position des Head of Asset Management bei Unibail-Rodamco Deutschland bzw. der früheren mfi Shopping Center Management seit Mai 2013 und war dort zuvor Projektleiter. Jähnichen, der insgesamt seit 2003 für die mfi tätig war, verlässt das Unternehmen.

Von Schacky war in den vergangenen rund acht Jahren für DTZ Deutschland tätig, u.a. leitete sie dort das Retail Asset Management und war seit Mitte 2014 Head of Business Development. Lett ist seit 2007 bei Unibail-Rodamco, zunächst als Projektmanager für Modernisierungsprojekte. Seit September 2012 leitet er zusätzlich das Facility-Management für das gesamte französische Portfolio.

Harald Thomeczek

"Nutzen Sie Ihre Macht, liebe Damen!"

Wie das "Ich" zur Marke wird, erklärte die Expertin für Markenführung Andrea Och. Für den Erfolg seien Selbstmarketing und Beziehungen wichtiger als Leistung.

Wie das "Ich" zur Marke wird, erklärte die Expertin für Markenführung Andrea Och. Für den Erfolg seien Selbstmarketing und Beziehungen wichtiger als Leistung.

Bild: sma

Karriere 17.12.2015
Wer nach oben will, braucht Helfer. Die finden sich vor allem im eigenen Netzwerk. Rund 125 Frauen haben das ihre beim ersten Jahreskongress Immobilien-Frauen in Berlin aktiv erweitert. ... 

Wer nach oben will, braucht Helfer. Die finden sich vor allem im eigenen Netzwerk. Rund 125 Frauen haben das ihre beim ersten Jahreskongress Immobilien-Frauen in Berlin aktiv erweitert. Auch in Aufsichtsräte führt der Weg nicht über Seminare, sondern über die richtigen Kontakte.

Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat, sagt der Volksmund. Im modernen Wirtschaftsleben spielen sie eine wichtige Rolle. "55% des Business-Erfolgs hängen vom persönlichen Netzwerk(en) ab", sagte die Netzwerkexpertin Petra Polk auf dem von Heuer Dialog veranstalteten ersten "Jahreskongress Immobilien-Frauen" in Berlin. "Netzwerken wird von den wenigsten Frauen aus der Immobilienwirtschaft als Schlüssel zum Erfolg erkannt", war auch die Beobachtung von Christine Hager, Geschäftsführerin von Redos Retail und Vorsitzende des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft. Darum rief sie die ca. 125 Teilnehmerinnen des - so der Untertitel der Veranstaltung - "Netzwerkkongresses für Frauen, die den Takt angeben", dazu auf, die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen: "Netzwerken Sie und machen Sie vor allem auch Geschäft miteinander." Denn Frauen haben längst Wirtschaftsmacht. Mit 18 Billionen USD ist sie doppelt so groß wie die von China und Indien zusammen, sagte Polk.

Dennoch sind Frauen auf den Führungsposten bislang noch unterrepräsentiert. Großes Interesse fand deswegen eine Vortragsrunde über die Aufstiegsmöglichkeiten in Aufsichtsräte und Vorstände. Dorthin führen die Wege ebenfalls fast nur über Netzwerke. Denn über Personalberater werden nur wenige Prozent der Aufsichtsposten besetzt. Die meisten Menschen entscheiden sich bei der Vergabe von Führungspositionen für Personen, zu denen sie bereits ein Vertrauensverhältnis haben. Zum Selbstzweck darf Networking allerdings nicht werden: "Sie müssen sich schon unter den richtigen Leuten vernetzen", so Martin Kaspar, Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft biete Seminare zur Vorbereitung auf ein Aufsichtsratsmandat an (siehe Schlussinfo). Aber ein Seminar bringe noch kein Mandat, sagt Kaspar. Das müsse über das eigene Netzwerk kommen.

Künftig wird die Frauenquote von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig den Druck im Kessel der Unternehmen erhöhen. Und zwar nicht nur für jene 108 Konzerne, die künftig einen Frauenanteil von mindestens 30% in ihren Aufsichtsräten aufweisen müssen, sondern auch für die Unternehmen, die sich selbst (beliebige) Zielvorgaben setzen und erfüllen müssen: "Der Staat wird Aufträge verstärkt an Unternehmen vergeben, die die Ziele der Ministerin verinnerlichen und auch umsetzen", prophezeite Ulrike Detmers, Gesellschafterin und Mitglied der Unternehmensleitung des Backwarenherstellers Mestemacher.

Aber: Die Frauenquote "kann nur Türen öffnen - hindurchgehen und sich beweisen müssen Sie schon selbst", rief Monika Schulz-Strelow, Präsidentin des Vereins Frauen in die Aufsichtsräte, den Anwesenden zu. Allein die Diskussion um die Quote habe "mehr Chancen als noch vor fünf oder sieben Jahren eröffnet". Frauen sollten diese Errungenschaften nicht selbst torpedieren: "Sagen Sie nie, dass Sie gegen die Frauenquote sind und dass Sie das nicht alles selber geschafft haben - das würde in der gleichen Situation kein Mann sagen."

Nicht auf den Mund gefallen ist der typische Mann, wenn es um die Formulierung seiner Gehaltsvorstellung geht. "Bei Mitarbeiterinnen dagegen war ich es gewohnt, dass sie warten, bis ich ihnen eine Gehaltserhöhung anbiete - und dafür erwartete ich auch noch Dankbarkeit. Ich hatte ein männliches Rollenmuster in mir", berichtete Iris Schöberl, Managing Director von BMO Real Estate Partners mit rund 50 Mitarbeitern, davon 60% Frauen.

Ihren Heureka-Moment hatte Schöberl, als eine von ihr günstig eingekaufte Asset-Managerin plötzlich von sich aus mehr Geld wollte. Eine Gehaltsanalyse im eigenen Unternehmen ergab: "Alle Frauen verdienten auf vergleichbarer Position weniger als ihre männlichen Kollegen, sie waren systematisch unterbezahlt." Zu so viel schonungsloser Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Offenheit vor einem vollen Plenum gehört eine Menge Mut. Allein dafür hätte Iris Schöberl schon einen Preis verdient.

Und sie bekam ihn: Schöberl erhielt den Woman in Real Estate (kurz W.I.R.E.)-Award. Diese Auszeichnung würdigt Frauen, die durch mutige Entscheidungen in Erscheinung getreten sind und damit als Vorbilder für andere Frauen in der Branche dienen können. "Iris Schöberl ist eine Kämpferin - für ihre Sache und für ihr Team. Und wenn der Wind von vorne weht, stellt sie sich vor ihre Leute", so Laudatorin Elisabeth Kammermeier, geschäftsführende Gesellschafterin von Activ Consult Real Estate und Beiratsmitglied des Jahreskongresses Immobilien-Frauen.

Die geschlechterbedingte Ungleichheit in der Bezahlung ihrer Mitarbeiter hat Schöberl nach eigener Aussage inzwischen abgestellt. Künftig können Frauen die Gehaltsungleichheit selbst erfragen. Im Referentenentwurf für das geplante Lohngleichstellungsgesetz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist ein individueller Auskunftsanspruch für alle Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vorgesehen.

Schöberl ist damit ein schönes Beispiel für den Aufruf von Andrea Och, Führungskräftecoach und Expertin für Markenführung: "Macht ist nicht per se etwas Schlechtes. Nutzen Sie sie zum Wohle von uns allen!"

Och hatte viele weitere wertvolle Ratschläge, wie man aus sich eine Marke macht, zum Frauen-Kongress mitgebracht: "Haben Sie Ziele und formulieren Sie sie schriftlich." Wer seine Ziele aufschreibe, sei nämlich gezwungen, so Och, sie zu Ende zu denken. Und er könne sie sich jeden Morgen vornehmen und überlegen, welchen konkreten Schritt er heute gehen könne und an wen er "ran muss, um sein Ziel zu erreichen". Denn der Schlüssel zum Erfolg bestehe nur zu 10% aus Leistung: 30% seien Selbstvermarktung und der Löwenanteil, 60%, seien Beziehungen.

Beeindruckende Ergebnisse einer Untersuchung unter Harvard-Absolventen präsentierte Och den Teilnehmern. Absolventen, die ihre Ziele schriftlich notiert haben, verdienten in den ersten Jahren nach ihrem Abschluss mehr als dreimal so viel wie ihre Kommilitonen, die ihre Ziele nicht aufgeschrieben hatten. Und sogar zehnmal so viel wie ihre Studienkollegen, die sich erst gar keine Ziele gesetzt hatten. "Oh mein Gott", entfuhr es einer Teilnehmerin, "ich schreibe mir sofort ein Ziel auf."

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC bietet Seminare u.a. zur Vorbereitung auf eine Aufsichtsratsposition an. Eine Einführung bietet die Publikation "Boardroom - Die Unternehmensüberwachung - Überblick und Praxistipps", die kostenlos unter www.pwc-wissen.de erhältlich ist . Zudem gibt es einen Newsletter für Aufsichtsräte (www.pwc.de; Menü: Wissen und Events - Newsletter - Newsletter rund um Kapitalmarkt und Rechnungslegung - 404 PwC für Aufsichtsräte) sowie eine entsprechende App: www.pwc.de/boardroom-app.

Sonja Smalian,Harald Thomeczek