Karriere-News

Netzwerk sucht weitere MATs

Karriere 18.11.2021
Das 2021 gegründete Nachwuchs-Netzwerk der Most Aspiring Talents (MATs) der Immobilienwirtschaft soll wachsen. Bewerbungen können ab sofort online eingereicht werden. ... 

Das 2021 gegründete Nachwuchs-Netzwerk der Most Aspiring Talents (MATs) der Immobilienwirtschaft soll wachsen. Bewerbungen können ab sofort online eingereicht werden.

Im Rahmen der IZ-Karrierewoche ist der Startschuss für die zweite Runde des Most Aspiring Talents Awards (MAT Awards) gefallen. Die Initiatoren Dominik Talhof, Frederik Walbaum, Michael Urmann und Henry Alves wollen das Netzwerk der Top 30 unter 30 der Immobilienwirtschaft auf 60 Mitglieder erweitern und nehmen bis Ende Januar online Bewerbungen entgegen. "Der Award ist nicht nur eine Trophäe, sondern der Schlüssel zu einem Netzwerk", erklärt Talhof.

Dabei verfolgen die Initiatoren zwei Ziele. Zum einen wollen sie der Next Generation zu Reichweite für ihre Ideen in der Branche verhelfen, zum anderen aber auch Gelegenheiten schaffen, bei denen die MATs selbst aktiv werden können, etwa bei Workshops oder auf Branchenveranstaltungen.

Die Jury, die ab Ende Januar die Bewerbungen auswerten wird, achte deshalb bei der Wahl der neuen Mitglieder nicht nur auf den beruflichen Lebenslauf der Kandidaten. "Der Fokus liegt auf Engagement, innovativem Handeln in der Vergangenheit und auf der Motivation, etwas zu bewegen", sagt Walbaum. Deshalb haben nicht nur Young Professionals die Chance auf einen Netzwerk-Platz, sondern auch Studenten.

"Damit wir mit dem Netzwerk wirklich die Next Generation abbilden können, muss man am Bewerbungstag unter 30 Jahre alt sein", erklärt Talhof die Einschränkung im Bewerbungsprozess. Weil das Netzwerk Stimmen aus der gesamten Branche abdecken will, werden Bewerbungen von jungen Talenten entgegengenommen, die "irgendwo in der Immobilienbranche" tätig sind, erklären die Initiatoren. Dabei könne das Berufsbild vom Architekten über den Finanzierer bis zum Facility-Manager reichen.

Janina Stadel

Walter Brune ist gestorben

Walter Brune 2016 im Garten seines Bungalows in Düsseldorf.

Walter Brune 2016 im Garten seines Bungalows in Düsseldorf.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Köpfe 18.11.2021
Der Architekt, Städteplaner und Immobilienentwickler Walter Brune ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Zu seinen Werken zählen das Rhein-Ruhr-Zentrum sowie die Kö-Galerie und die ... 

Der Architekt, Städteplaner und Immobilienentwickler Walter Brune ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Zu seinen Werken zählen das Rhein-Ruhr-Zentrum sowie die Kö-Galerie und die Schadow-Arkaden in Düsseldorf.

Er war vital, diszipliniert, wach und auch im hohen Alter das Gegenteil eines alten Mannes: der Architekt und Immobilienunternehmer Walter Brune. 1926 wurde er geboren, 1950 gründete er sein eigenes Architekturbüro. Er entwarf zunächst Industriegebäude (u.a. Großzechenanlage Franz Haniel in Bottrop) und Bungalows, darunter ein luxuriöses Anwesen für den Kaufhauskönig Helmut Horten, das leider nicht mehr existiert. Über den Entwurf mehrerer Warenhäuser für Horten und Karstadt kam er zur Einzelhandelsimmobilie. Aus seinem Büro stammen z.B. das Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim (1973), die Kö-Galerie (1986) in Düsseldorf, die Heuvel-Galerie in Eindhoven (1992) und die Schadow-Arkaden in Düsseldorf (1994). "Eine Einkaufsgalerie, wie ich sie mir vorstelle, ist ein öffentlicher Raum, der bis in die Nacht und auch am Sonntag geöffnet ist", sagte er 2009 in einem Interview mit der Immobilien Zeitung ("Der Architekt des Kaufhaus-Königs erinnert sich", IZ 30/09).

Die Grundlagen für sein Vermögen legte Brune, indem er die Gewinne seines Architekturbüros in Grundstücke investierte, die er entwickelte und bebaute. So entstand Brune Real Estate. Drei seiner Kinder sind im Unternehmen aktiv: die älteste Tochter Cornelia Bösel ist im Aufsichtsrat, Frederic Brune (31) ist Mitgeschäftsführer von Brune Bau sowie Brune Immobilien. Christopher Brune (33) führt das Tagesgeschäft der Gruppe seit dem krankheitsbedingten Rückzug von Walter Brune vor zwei Jahren alleinverantwortlich.

Walter Brune war auch publizistisch aktiv. 2006 veröffentlichte er das Buch "Angriff auf die City", in dem er die Shoppingcenter-Industrie als Totengräber der deutschen Städte porträtierte. Auch im Verlag der Immobilien Zeitung sind mehrere Bücher von und über Brune erschienen: "Centro Oberhausen – Die verschobene Stadtmitte" (2009), "Factory Outlet Center – Ein neuer Angriff auf die City" (2014), "Arbeitswelten. Büro- und Verwaltungsbauten von Walter Brune" (2014), "Wohnungsbauten von Walter Brune" (2017) und "Stoppt die Verödung unserer Städte durch Shopping- und Outlet-Center vor den Stadtgrenzen" (2018). Am 5. November ist Brune im Alter von 95 Jahren gestorben.

Christoph von Schwanenflug

KVG von AEW bekommt den vierten Geschäftsführer

Köpfe 16.11.2021
Der Investmentmanager AEW hat Axel Peinemann in die Geschäftsführung seiner deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) AEW Invest geholt. ... 

Der Investmentmanager AEW hat Axel Peinemann in die Geschäftsführung seiner deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) AEW Invest geholt.



Axel Peinemann ist seit dem 1. September Teil der Geschäftsführung der deutschen Fondsmanagement-Plattform von AEW. Als Managing Director kümmert er sich um die Bereiche Fund Operations, Finance, Tax, Risk, Legal und Compliance. Außerdem leitet er das 23-köpfige Frankfurter Team der AEW-KVG.

Vor seinem Wechsel zu AEW war Peinemann 13 Jahre bei Nuveen Real Estate. Zunächst oblag ihm dort die kaufmännische Leitung der kontinentaleuropäischen Niederlassungen; anno 2019 avancierte er zum Managing Director der Luxemburger Mifid-Gesellschaft.

Die Geschäfte der AEW-KVG führt Peinemann nicht alleine, im Gegenteil: Diese zählt nun vier Geschäftsührer. So zogen im Juni mit Dr. Marc Langenbach und Gereon Kohlgrüber zwei altgediente Mitarbeiter von AEW in Deutschland in die Führungsetage der Kapitalverwaltungsgesellschaft ein. Langenbach leitet die deutsche Fondsplattform als Head of Funds & Separate Accounts. Aktuell werden auf der Plattform 16 Fonds und Mandate gemanagt. Kohlgrüber ist als Head of Investments naturgemäß für das Investmentgeschäft in Deutschland zuständig. Last but not least sitzt Stephan Bönning als Head of Germany & CEE der Geschäftsführung vor.

Harald Thomeczek

Matthias Hubert setzt voll auf Pegasus

Oliver Wiegandt, Boris Jordan und Matthias Hubert (v.l.n.r.).

Oliver Wiegandt, Boris Jordan und Matthias Hubert (v.l.n.r.).

Quelle Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek

Köpfe 16.11.2021
Dr. Matthias Hubert legt sein Amt als Geschäftsführer bei der Erlanger Beteiligungsgesellschaft Sontowski & Partner Group nieder. Dafür konzentriert sich Hubert lieber voll und ganz ... 

Dr. Matthias Hubert legt sein Amt als Geschäftsführer bei der Erlanger Beteiligungsgesellschaft Sontowski & Partner Group nieder. Dafür konzentriert sich Hubert lieber voll und ganz auf seinen Job beim Investmentmanager Pegasus Capital Partners, den die S&P-Gruppe und ein Family-Office einst 2014 gegründet haben.



Hubert hängt den Geschäftsführerposten bei der S&P-Gruppe zum 31. Dezember an den Nagel. Seine Anteile an der Beteiligungsgesellschaft behält der 46-Jährige aber, ebenso wie an der Gesellschaft S&P Commercial Development. Auch an Pegasus hält Hubert seit der Gründung anno 2014 - neben seiner Rolle als Geschäftsführer des Fundingmanagers - Gesellschafteranteile. Sinn und Zweck von Huberts Abschied von der operativen Rolle bei der S&P-Group sei, die Beteiligungen auch auf Geschäftsführungsebene separat aufzustellen, begründet Sontowski & Partner den Schritt.

Hubert ist schon eine gefühlte Ewigkeit bei S&P. Er kam 2004 als Referent der Geschäftsführung ins Unternehmen. Von 2006 bis 2012 wirkte er als Geschäftsführer der damaligen GRR Real Estate Management mit Zuständigkeit für die Bereiche Investition und Finanzierung. Im Jahr 2008 rückte er zusätzlich zum Geschäftsführer der S&P-Gruppe auf. Sein Verantwortungsradius umfasste Debt Finance, Private-Equity-Finanzierung sowie Akquisition und Transaktion. Seit 2011 hält Hubert Anteile an der S&P Group.

Harald Thomeczek

Robert Dischereit schließt sich CBRE-Tochter Trammell Crow an

Köpfe 15.11.2021
Der Immobilienentwickler Trammell Crow Company (TCC) hat Robert Dischereit verpflichtet. Dischereit bekommt den Titel Director of Construction and Project Management. ... 

Der Immobilienentwickler Trammell Crow Company (TCC) hat Robert Dischereit verpflichtet. Dischereit bekommt den Titel Director of Construction and Project Management.



Er ist damit für Projektentwicklungen in Deutschland und Österreich zuständig sein und soll Bauvorhaben von der Planungsphase bis zur Übergabe an die Nutzer planen und koordinieren. Dischereit bringt 13 Jahre Erfahrung im Projektmanagement zu TCC mit. Er war vorher fast zehn Jahre beim Generalunternehmer GP Papenburg Hochbau. Dort drehte sich sein Tagesgeschäft um die Budgetierung von Projekten, die Koordination von externen Dienstleistern, die Vorbereitung von Verträgen und um Verhandlungen mit Bauherren und Subunternehmern. Davor arbeitete Dischereit als Planer bei der D & P Planungsgesellschaft in Leipzig.

TCC ist eine Tochter des Immobilienkonzerns CBRE Group. Die US-Amerikaner wollen ihr Geschäft in Europa im Allgemeinen und Deutschland/Österreich im Besonderen ausbauen. Dafür soll die europäische Mannschaft wachsen. Erst kürzlich heuerte Marc Daiß als Director Business Development für das deutsch-österreichische Logistikteam bei TCC an. Mario Sander ist Logistikchef in der Region.

Harald Thomeczek

Die Wege von Ralf Schlautmann und Mario Caroli bei AIF Capital trennen sich

Köpfe 15.11.2021
Ralf Schlautmann ist als Gesellschafter und Geschäftsführer bei der AIF Capital Group - also der ehemaligen Ellwanger & Geiger Funds and Asset Management - raus. Schlautmanns Anteile an AIF ... 

Ralf Schlautmann ist als Gesellschafter und Geschäftsführer bei der AIF Capital Group - also der ehemaligen Ellwanger & Geiger Funds and Asset Management - raus. Schlautmanns Anteile an AIF Capital übernimmt sein (bisheriger) Geschäftspartner Mario Caroli.



Schlautmann und Caroli hatten die (ehemalige) Tochter der Privatbank Ellwanger & Geiger vor knapp vier Jahren per Management-Buyout übernommen. Nun lenkt Caroli die Geschicke der AIF Capital Group alleine.

Schlautmann investiert in Öko-Verpackungen

Schlautmann betätigt sich nach seinem Abschied von Caroli bzw. AIF Capital weiter als Unternehmer: Konkret will er mit seiner eigenen Vermögensverwaltung in Start-ups investieren und eigene Immobilienprojekte verfolgen. Er wolle auch "mehr Zeit der Familie widmen, das gilt sowohl für private wie auch für unternehmerische Belange", sagt Schlautmann und hat ein Beispiel parat: Zusammen mit seinem Bruder investiert er in die Produktion und den Handel von respektive mit umweltfreundlichen Verpackungen, Papieren und Pappen aus Gräsern.

AIF Capital erweitert den Investmenthorizont

Caroli will mit der AIF Capital Group derweil in neue sozial und o?kologisch wertvolle Investments in Nischenmärkten vorstoßen. In den Investmentkosmos aufgenommen werden sollen "ausgewa?hlte neue Assetklassen und Objekte mit innovativen Nutzungskonzepten".

Rückblick: Nach dem MBO richteten Schlautmann und Caroli die frühere Bankentochter auf Nischen wie Parkhäuser und Tiefgaragen oder Sozialimmobilien aus. Heute verwaltet die AIF Capital Group etwa 1 Mrd. Euro Assets under Management. Sie ist als Holding mit eigenständigen operativen Gesellschaften für's Asset-Management oder die Projektentwicklung aufgebaut. Zur Gruppe gehört auch eine Investmentgesellschaft und eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft, an der die Provinzial Versicherungen und der Vorstand als Minderheitsgesellschafter beteiligt sind.

Die Verpartnerung mit Provinzial wurde vor knapp einem Jahr kommuniziert. Die AIF-Capital-Tochter AIF Partner KVG solle für künftige regulierte Immobilieninvestments der Provinzial einen oder mehrere Masterfonds auflegen, hieß es damals.

Harald Thomeczek