Karriere-News

Avison Young bald auch ohne Stephan Heinen und Kai Koopmann

Köpfe 20.08.2020
Harald Thomeczek

Der Mix macht's - aus Büro und Homeoffice

Auf der Suche nach der richtigen Balance aus Heim- und klassischer Büroarbeit.

Auf der Suche nach der richtigen Balance aus Heim- und klassischer Büroarbeit.

Quelle: stock.adobe.com, Urheber: mihakonceptcorn

Karriere 13.08.2020
Und Arbeiten von zuhause funktioniert doch - diesen Gedanken hatten in den coronageprägten Monaten sicher viele Arbeitnehmer rund um den Globus. Und auch viele Arbeitgeber zeigen sich ... 

Und Arbeiten von zuhause funktioniert doch - diesen Gedanken hatten in den coronageprägten Monaten sicher viele Arbeitnehmer rund um den Globus. Und auch viele Arbeitgeber zeigen sich inzwischen flexibler. Eine Rückkehr zur starren Bürowoche wünscht sich unter Immobilienprofis kaum jemand.

Bei uns wurde seit langem von der Digitalisierung gesprochen, doch es gab immer wieder Bedenken und Hindernisse", erzählt eine duale Studentin von der DHBW Stuttgart, die im Sommersemester 2020 ihren Bachelor-Abschluss im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen gemacht hat. Ihre Praxisphasen im Corporate Real Estate Management einer deutschen Großbank verbrachte die junge Frau, die lieber anonym bleiben möchte, in Frankfurt. Dann kam Corona: "In der Krise waren auf einmal viele Dinge schneller und einfacher möglich. Zum Beispiel wurde der Prozess für die Erlaubnis zum Arbeiten von zuhause drastisch verkürzt, und Meetings, die vorher unbedingt Face to Face abgehalten werden mussten, sind jetzt per Telefon genauso gut."

Corona brachte den Durchbruch für das Homeoffice. Dass dies kein flüchtiger Zustand ist, sondern von Dauer sein wird, darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen Personalleiterbefragung des ifo-Instituts mit dem Personaldienstleister Randstad hin, an der im zweiten Quartal 2020 knapp 800 Personalchefs aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungsbereich teilnahmen. So planen 73% der Unternehmen, die ihre Leute jetzt notgedrungen zuhause arbeiten lassen, ihnen auch nach der Bewältigung der Krise mehr Freiraum zu geben. Selbst von denjenigen Unternehmen, die das Homeoffice bislang nicht hochgefahren hatten, will die Hälfte ihren Mitarbeitern künftig mehr Möglichkeiten dafür einräumen. Obendrein sind 61% derjenigen Firmen, die ihre Mitarbeiter im Heimbüro als weniger produktiv einstufen, trotzdem bereit, ihnen künftig mehr Telearbeit anzubieten.

Wie Immobilienprofis zum Thema Homeoffice stehen, dazu liefert eine Umfrage von Catella Research, an der sich im Juni 239 Branchenangehörige beteiligten, Hinweise. Unübersehbar ist der Bedarf an flexibleren Arbeitsformen durch einen Mix von Homeoffice und klassischer Büroarbeit. So wünschen sich vier von zehn Befragten ein bis zwei flexible Tage pro Woche. Sogar zwei bis drei Tage oder gleich eine komplett freie Einteilung stellen für 45% das Nonplusultra dar. Die Rückkehr zur starren Komplett-Arbeitswoche im Büro wünscht sich praktisch niemand.

So wenig es ein Zurück zur Fünf-Tage-Bürowoche auf breiter Front geben dürfte, so wenig sollte das klassische Büro vorschnell zu Grabe getragen werden. Sami Steinbach, Vorstandchef von Angermann Real Estate Advisory, gibt zu bedenken: "Wir sind abhängig vom laufenden kreativen Austausch unserer Mitarbeiter und den daraus entstehenden Ideen. Von daher ist das Arbeiten im Homeoffice für unsere Mitarbeiter temporär zwar möglich, dauerhaft und uneingeschränkt jedoch nicht ansatzweise zielführend." Angermann will darum "durch intelligente Raumlösungen die Aufenthaltsqualität stetig erhöhen" - im Büro.

Harald Thomeczek

Frühere Mini-Markenchefin ist jetzt Co-CEO bei Quarters

Esther Bahne.

Esther Bahne.

Quelle: Quarters

Köpfe 12.08.2020
Die frühere Markenchefin von Mini (BMW Group), Esther Bahne, unterstützt als Co-CEO und CMO den Coliving-Betreiber Quarters bei seiner Expansion. Sie bildet damit ein Führungsteam zusammen mit ... 

Die frühere Markenchefin von Mini (BMW Group), Esther Bahne, unterstützt als Co-CEO und CMO den Coliving-Betreiber Quarters bei seiner Expansion. Sie bildet damit ein Führungsteam zusammen mit CEO und COO Rui Barros.

Quarters wird von einem Duo geführt: Barros war Ende 2019 als COO bei Quarters eingestiegen, seit Februar hat er auch die Aufgaben des CEO übernommen. Er kümmert sich nun um das Immobilienthema, die Expansion, den Vertrieb und die operative Seite. Neuzugang Esther Bahne fokussiert sich auf die Themen Strategie, Marke sowie Customer Experience und verantwortet die Bereiche Architektur, IT, Marketing und Personal.

Mini Living geht auf Bahnes Initiative zurück

Bahne war sieben Jahre lang bei dem BMW-Unternehmen Mini, u.a. als Leiterin für Strategie und Innovation sowie als globale Leiterin für Marketing. Zu ihren Aufgaben gehörte die Neupositionierung und der Relaunch der Marke Mini. Dabei gründete sie etwa den Venture Accelerator Urban-X und die Coliving-Marke Mini Living. Zuvor war Bahne neun Jahre für Audi tätig. Dort wurde sie zur jüngsten Vorstandssprecherin der Autoindustrie berufen.

Quarters will weiter wachsen, vor allem sein Immobilienportfolio in Europa und den USA soll deutlich ausgebaut werden. Derzeit ist der Betreiber in 15 US-amerikanischen und europäischen Städten vertreten. Dahinter stehen 3.000 Zimmer, weitere 1.500 sind in der Entwicklung. In diesem Herbst soll eine Premiumimmobilie in Brooklyn, New York, eröffnen, vor kurzem ging der Standort in Den Haag an den Start.

Anke Pipke

GBI-Gründer Manfred Schoeps zieht sich zurück

Köpfe 12.08.2020
Dr. Manfred Schoeps hat sich aus den Aufsichtsräten der GBI Holding und von GBI verabschiedet. Für den Unternehmensgründer ist im Alter von 76 Jahren die Zeit gekommen, seine offiziellen ... 

Dr. Manfred Schoeps hat sich aus den Aufsichtsräten der GBI Holding und von GBI verabschiedet. Für den Unternehmensgründer ist im Alter von 76 Jahren die Zeit gekommen, seine offiziellen Funktionen niederzulegen. Auch Engelbert Maus verlässt die Gremien.

In den beiden Aufsichtsräten der GBI Holding und der GBI, die sich auf den gewerblichen Immobilienbereich fokussiert, rückt der bisher stellvertretende Vorsitzende Markus Beugel (60) jeweils nach. Die nun freien Aufsichtsratsposten werden nicht nachbesetzt, die Gremien werden stattdessen auf drei Mitglieder verkleinert. Neben Beugel zählen jeweils außerdem Dr. Günther Zembsch (79) und Klaus-Dieter Metz (66), der Mitte 2019 in das Gremium eingezogen ist, dazu.

Erst Mitte vergangenen Jahres wurde der Aufsichtsrat der Holding von drei auf fünf Herren erweitert. Damals drehte die GBI kräftig am Personalkarussell und holte Beugel und Maus aus dem Vorstand ins Kontrollgremium.

Schoeps wird dem Aufsichtsrat und Vorstand des Projektentwicklers weiterhin beratend zur Seite stehen. "Denn über die Moses Mendelssohn Stiftung als Gesellschafterin der GBI Gruppe wird Dr. Schoeps als Eigentümervertreter dem Unternehmen auch weiterhin eng verbunden bleiben", sagt Reiner Nittka, Vorstandssprecher der GBI Holding. Währenddessen wird sich Engelbert Maus (56) auf seine Funktion als Geschäftsführer der Frankonia Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft konzentrieren. Frankonia ist eine Tochtergesellschaft der FDS gemeinnützigen Stiftung, deren Treuhänder die Moses Mendelssohn Stiftungsgesellschaft ist.

Anke Pipke